Das erste Mal Namibia - unsere Unterkünfte

Reisebericht 61 Antworten · 49,2k Aufrufe · gestartet 17. Okt. 2010 von bayern schorsch
563 Beiträge · seit 200918. Okt. 2010 ·
Bayern schorsch schrieb:
"...
Das waren die ersten Tiere, die wir in Namibia gesehen haben (nach den Affen am Flughafen). ..."


Hallo bayern schorsch,

was für ein Wunder, da die Spießböcke (Oryx) doch die Wappentiere von Namibia sind. Über die Affen am Flughafen wollen wir nicht spekulieren. 😉
Spaß beiseite, ein schön bebilderter Beitrag. Wir freuen uns schon jetzt auf die Fortsetzung. 🙂

Liebe Grüße Mike
Themenstarter3'385 Beiträge · seit 200918. Okt. 2010 ·
Hallo Mike,
ein Lob zu erfahren ist immer schön. Danke!
Wobei ich schon feststelle, dass es hier im Forum auch wirklich ganz tolle Reiseberichte gibt. Da komm ich lang nicht ran, aber "das schreiben" ist nicht jedermanns Stärke.
Trotzdem macht´s Spass und darum geht´s jetzt auch gleich weiter im Bericht:

Vingerclip-Lodge, 2 Nächte

Was die Vingerclip-Lodge anbelangt, auch da haben wir mal ins Forum die Frage reingestellt, was macht man mit drei Tagen / 2 Nächte Vingerclip. Wir haben damals die tollsten Vorschläge bekommen, und den BESTEN Vorschlag, nämlich NICHTS zu unternehmen, den haben wir beherzigt.

Bei der Anreise von Swakopmund aus haben wir natürlich den Robben in Cape Cross unsere Ehre erwiesen. Das ist schon beeindruckend, wenn man da zigTausende von Robben auf einem Haufen sieht. Es war laut, gestunken hat´s auch, aber bei Weitem nicht so sehr, wie das im Vorfeld angekündigt wurde. Wir haben´s dort gut ausgehalten und bald eine Stunde lang schöne Beobachtungen gemacht. Wir würden den Abstecher nach Cape Cross jederzeit wieder machen.

Schon am frühen Nachmittag waren wir dann in der Vingerclip Lodge. Schon die Anfahrt war sehr interessant, viele Tiere, ein kurzer Zwischenstop in Khorixas zum tanken und eine Kleinigkeit zum Essen.

Die Vingerclip-Lodge: für uns eine ganz tolle Unterkunft! Wir haben diese drei Tage dort in vollen Zügen genossen. Sehr nettes Personal, geringe Nebenkosten, das Wasserloch zwar nicht unbedingt spektakulär aber immerhin so, dass es nie langweilig war. Kudus, Warzenschweine, Impalas, Zebras usw. usw.

Was halt da schon sehr schön war: Du liegst da auf einer bequemen Liege, der Pool vor Deiner Nase, und in guter Sichtweite dahinter dann gleich das Wasserloch. Da lässt sich´s gut aushalten.

In diesem Zusammenhang: Hanne, Du hattest Recht. Dein Rat: komm doch erst mal an, schau Dir die Szenerie an und stopf nicht jeden Tag mit irgendwelchen Aktivitäten voll - wir haben uns dran gehalten und das war gut so. Wenn nach dem Frühstück die Busgruppen weg sind, dann gehört einem die Lodge mehr oder weniger ganz allein. So ein paar Tage zum relaxen - die Vingerclip war grad das Rechte. Allerdings waren wir dann auch gleich so faul, dass wir nicht mal zum Felsen rübergelaufen sind, aber diese 30 Minuten bei 40 Grad, das war uns einfach zu viel.

Gegessen haben wir an beiden Abenden oben im "eagles nest". Ein weiteres "unbedingt", denn nicht nur das Essen, auch die Stimmung dort oben, klasse! Grad von dort oben hat man wieder so richtig schön diesen Eindruck von grenzenloser Weite. Und der Sonnenuntergang hat noch dem Ganzen die Krone aufgedrückt. Zwei unvergessliche Abende.

Gamedrive: Haben wir mit Walter gemacht, ein ganz ein lieber junger Mann. Der ist so richtig verliebt in Namibia, das sieht man ihm direkt an. Wir waren die einzigen Gäste beim Game-Drive. Zwar gibt´s dort nicht grad umwerfend viele Tiere, aber die Stimmung, die Landschaft, dazu eine Flasche Champagner ....

Fazit zur Vingerclip: jederzeit wieder, aber möglichst mit drei Übernachtungen. Dort passt das Preis/Leistungsverhältnis absolut, da gibt´s nicht das Geringste auszusetzen.



(ein feiner Platz zum relaxen)



(die Vingerclip-Lodge)
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zuletzt bearbeitet 31. Juli 2013
6'152 Beiträge · seit 200618. Okt. 2010 ·
Hallo Bayern Schorsch - C.

Juchhuuu - bin ich froh - dass die 3 Tage nicht vor lauter Langeweile in die Hosen gingen - und Ihr Beide wirklich das Faulenzen geniessen konntet.
Freu mich auf weitere Fortsetzung.
Bis dann ganz herzliche Grüsse an Euch
von Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Themenstarter3'385 Beiträge · seit 200918. Okt. 2010 ·
unsere nächste Station

Etosha-Park, Okaukuejo, 2 Nächte

Und so nähern wir uns dem Höhepunkt unserer Namibiareise, dem Etoashpark, wo die Elefanten (hoffentlich) schon auf uns warten.

Das staatliche Restcamp in Okaukuejo hat uns NICHT enttäuscht. Entgegen vieler negativer Berichte können wir eigentlich Okaukuejo eher als positive Erfahrung bewerten. Aber eben nur "eher", und das auch mit Vorsicht.

Die Unterkunft: Gebucht hatten wir einen Standard-Room, also die günstigste Kategorie. Bekommen haben wir ein Chalet, warum auch immer, wir wissen es nicht. Dieses Chalet war recht nett, das Auto vor der Tür, das Wasserloch auch nicht zu weit entfernt.



Das Essen: Besser als gedacht. Es gab jeden Tag andere Wildgerichte zur Auswahl, und wider Erwarten hat uns das Essen recht gut geschmeckt. Auch das Frühstück war durchaus in Ordnung, da gibt´s nichts zu meckern. Aber es war halt nur in Ordnung.

Der Service: Auch beim Service können wir nur sagen, dass die Leute eigentlich alle sehr freundlich waren. Wir hatten nie das Gefühl, dass hier die Arbeit ungern gemacht wird. Im Gegenteil, wir hatten den Eindruck, als würden die Angestellten die Arbeit gern machen. Gilt genauso für die Putzfrau im Zimmer, das war so weit schon in Ordnung.

Sauberkeit: Der große Kritikpunkt. Wenn man sich da im Lokal ein wenig umschaut, also sauber ist´s da nicht, darunter verstehen wir was anderes. Egal ob das die Tischdecken waren (die hatten die letzte Wäsche bestimmt schon mehr als eine Woche hinter sich) oder auch unter den Tischen. Na ja, das war alles nicht so toll.

Sagen wir´s mal vorsichtig: Okaukuejo haben wir mit Vorsicht (auch das Essen) genossen. Jedoch erwiesen sich unsere Befürchtungen als übertrieben. Man kann´s hier aushalten, ob man sich dann so richtig wohlfühlt, na ja ...

ABER: kaum jemand wird nach Okaukuejo fahren wegen den Unterkünften. Man kommt hierher wegen des Wasserlochs. Und das hat unsere Erwartungen mehr als übertroffen. Das ist ja ein Spektakulum, das seinesgleichen sucht. Egal ob unter Tags oder abends - das was sich dort am Wasserloch tummelt ist einfach nur sensationel. Unglaublich!!!
Wir wollen jetzt da gar nicht anfangen, wie viele Zebras, Elefanten, Löwen usw.usw. wir gesehen haben. Man neigt da oft zu Übertreibungen. Aber es war einfach nur umwerfend. Wir haben uns natürlich auch ein paar der anderen Wasserlöcher angeschaut. Nirgendwo war soviel los wie in Okaukuejo.







(die Kleinsten haben die größte Schau veranstaltet)

Tipp:Sollten wir noch jemals nach Okaukuejo kommen, dann würden wir wahrscheinlich etwas tiefer in die Tasche greifen und uns einen Waterhole-Bungalow in allererster Reihe nehmen. Der mit der Nummer 34 dürfte die beste Lage haben. Da liegst Du abends (und wahrscheinlich eh die halbe Nacht) auf Deinem Balkon im ersten Stock auf den Sonnenliegen und hast einen klasse Blick auf das Wasserloch. Wir denken, das müsste die beste Variante der Tierbeobachtung sein. Zwar teuer, aber bestimmt eine tolle Sache.
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zuletzt bearbeitet 31. Juli 2013
3'080 Beiträge · seit 200918. Okt. 2010 ·
Hallo Schorsch,

vielen Dank für deinen tollen Bericht, Canyon Lodge und "The Rock" hatten wir auch bei der letzten Tour und Okaukuejo haben wir ähnlich erlebt wir ihr. Das Waterhole-Chalet brauchts nicht unbedingt, die in der zweiten Reihe tun es auch, man sitzt in der ersten Reihe eh besser, es gibt nur einen Balkon der einen guten Blick hat, bei den anderen sind die Bäume davor, das Risiko wäre mir zu gross....

Ich freue mich auf deine Fortsetzung.

Viele Grüsse

SASOWEWI
730 Beiträge · seit 200618. Okt. 2010 ·
Hallo Bayern Schorsch,

auch von mir ein herzliches Dankeschön für Deinen super Bericht. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Auch wir haben in diesem Jahr die Living Desert Tour mit Chris mitgemacht und waren rundherum begeistert.

Viele Grüße
Ina
Unsere Website - Reisen ins südliche Afrika: www.inado.de => SCHWERPUNKT KGALAGADI
1'483 Beiträge · seit 200918. Okt. 2010 ·
Hallo Bayernschorsch,
danke für den bisherigen Bericht. Wir haben den unseren noch nicht geschafft ( vom Juli 2010 ), da wir noch immer mit den Fotobüchern beschäftigt sind.Es immer sehr interessant zu lesen, wie andere die Dinge sehen,auch wenn ihr andere Unterkünfte hattet als wir Ersttäter.
Ich wollte gern eine bestätigende Anmerkung machen: Auch wir haben im Juli den Chris genossen. Es war wirklich super. Habe noch nie vorher gehört, dass die Nahrungskette in der Wüste mit Müsli beginnt.

LG Reinhard
Themenstarter3'385 Beiträge · seit 200921. Okt. 2010 ·
Hallo und grüss Euch zusammen,

Danke für Euer liebes feedback. Es ist schön, wenn Euch unser Bericht gefällt.

Janet, von Dir haben wir eh viel "gelernt". Du hast ja vor etlichen Monaten eine ähnliche Reise gemacht und wir haben Deinen Bericht nur all zu gerne gelesen. Damals schon haben wir einen Mord´s Hunger auf die Küche Namibias verspührt, denn Du hast ja speziell die Esserei immer sehr nett erwähnt. Das war klasse.

Ja, und wenn Du schon schreibst, "Ach, ich vermiss das alles so" ... Das kann ich Dir von uns auch bestätigen. Wir könnten heute noch die Koffer packen ....

Nun aber weiter in unserer Bewertung der Lodgen:

Mushara Lodge, 3 Nächte

Als wir vor rund 2 Jahren das erste mal überhaupt von Namibia sprachen, war die Mushara Lodge eine der ersten homepages, die uns quasi über den Weg gelaufen ist. Schon damals dachten wir uns, dass so eine luxuriöse Lodge doch eigentlich das Sahnehäubchen einer Namibiareise sein könnte. Wir wollten uns für die letzten Tage nochmal so was richtig Gutes gönnen.

Und tatsächlich, die Mushara entsprach voll und ganz unseren Vorstellungen. Eine kleine Lodge mit grad mal rund 10 Bungalows, ein ganz ein reizendes Service-Team, gute Küche, gute Unterkunft, einfach halt was ganz was Feines.

Wir haben auch ein paar Nachbarlodgen angeschaut: Aoba - Lodge, auch sehr nett, freundliche Leute, wir hätten uns dort bestimmt auch wohl gefühlt. Hingegen uns die Kempinski-Mokuti Lodge überhaupt nicht gefallen hat. Zwar reichlich Wild auf der sehr gepflegten Grünanlage, aber für unsere Begriffe viel zu groß, eigentlich eher unpersönlich.

Und dann nochmal die Mushara: die Küche war an allen drei Abenden ganz hervorragend. Einmal gefüllte Hühnchenbrüste, sehr sehr lecker, einmal Kudu-Spieß, extra gut, und am dritten Abend nochmals Kudu-Steak, und zwar vom Feinsten.

Als Fazit zur Mushara bleibt festzustellen, dass das dort eine andere Liga ist. Aber auch ein anderer Preis. Die Nebenkosten empfanden wir als relativ hoch, denn wenn man mittags für einen stinknormalen Gartensalat 80 ND bezahlt, dann finden wir das zu hoch. Wenn man aber andererseits an dieses wunderschöne Ambiente und diese herrliche Gartenanlage denkt, dann relativiert sich das Ganze.

Witzig war das immer mit den Warzenschweinen, die täglich zum "grasen" kamen. Und die Kudus, und die Tokos, und die vielen vielen anderen Vögel ...
Wenn´s im Paradies auch so schön ist, dann wollen wir dorthin!

Tipp: den Sundowner-Drive rüber in den Etosha würden wir heute nicht mehr machen. Das geht genauso gut auch mit dem eigenem Wagen. 920 ND für zwei Personen, also rund 100 Euro - da hätten schon noch ein Paar Flaschen Champagner dazugehört, dann wär das was anderes gewesen. Aber grad mal mit Cola und Schweppes ... Das war für die Mushara-Lodge ein wenig schwach.



(Zimmer mit Wohlfühlcharakter)



(schöner Pool im gepflegten Garten)

Bei unseren Pirschfahrten in den Etosha-Park hatten wir oft großes Glück. Hier ein paar Schnappschüsse:








So, und dann geht unsere Reise auch schon schön langsam dem Ende zu. Was wir am letzten Tag / Nacht vor unserem Nachhauseflug alles erlebt haben, beim nächsten Mal. Da werden wir dann auch versuchen, ein Fazit von unserem ERSTEN NAMIBIA URLAUB zu ziehen.
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zuletzt bearbeitet 31. Juli 2013
114 Beiträge · seit 200721. Okt. 2010 ·
Hallo, Schorsch,

danke für den tollen Reisebericht und die Lodgebewertungen.
Es hat mir richtig Spaß gemacht Deinen Bericht zu lesen.
Da wir seit 1990 jedes Jahr einmal in Namibia sind, kenne ich fast alle Unterkünfte, die Ihr besucht habt. Und den Aussagen kann ich voll zustimmen.
Im Februar 2011 geht es wieder los. Wir sind schon fleißig am Planen, besuchen aber auch manchmal Unterkünfte, die wir schon kennen, weil es so schön war.
Ich freue mich auf Deinen Abschlußbericht.
Herzliche Grüße Fritzi
0
6'152 Beiträge · seit 200621. Okt. 2010 ·
Hallo Bayern Schorsch - oder wie bei Feuerzangenbol... Gross C .

werde schon ein bisschen neidisch --- wie Du das alles kannst-
mit Cecile Hilfe-- hat das doch super geklappt-
den tollen Reisebericht ausdrucksvoll -- die Bilder mit Tieren
wovon manche träumen im Schlaf sie zu sehen-----
ich bin eine kleine Null --- kann so nicht schreiben- keine Bilder anhängen-- ich geniesse in vollen Zügen Deinen Reise-
bericht - da wir bei allen Unterkünften schon waren und Du
sie genauso beschreibst wie wir sie empfunden haben.
Ja mai sog i -- bei unsrem nächsten Bayern-Urlaub - grüss gott
das muss doch hinhaun mit am treff ?
Schlofts guat
Hanne
Sorry ist ganz lieb gemeint mein dialekt
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
zuletzt bearbeitet 22. Okt. 2010
Themenstarter3'385 Beiträge · seit 200922. Okt. 2010 ·
Hallo guten Morgen Hanne,

Danke Deinen netten Post.

"Ich bin eine kleine Null" - was ist denn das für ein Schmarrn. Du solltest Dein Licht nicht so unter den Scheffel stellen,Erstens. Und Zweitens sprechen Deine immerhin knapp 1000 Beiträge ind diesem Forum eine ganz andere Sprache. Und Drittens: grad von Dir haben wir im Vorfeld wirklich gute Tipps bekommen, wofür wir Dir auch im Nachhinein sehr dankbar sind.

Also, mach weiter so und was das mit den Bildern anhängen anbelangt: das hab ich von Cecile "gelernt". Wenn Du nun auch mit Bildern was vorhast, schreib mir eine pm. Ich werde Dir genauestens Instruktionen erteilen, wie das zu machen ist. Ich hab´s am Anfang auch nicht kapiert, aber es ist wirklich kein Hexenwerk. Alles total easy, würde Cecile sagen.

Also dann,
LG, der Bayern Schorsch
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Themenstarter3'385 Beiträge · seit 200922. Okt. 2010 ·
Sorry Fritzi,

Dich hab ich im Eifer des Gefechts ganz vergessen.

Von einem alten "Namibia-Hasen" ein Lob zu meinem Bericht zu erhaschen ist natürlich schon was Besonderes.

Schön, dass Du die Berwertung der Unterkünfte ähnlich siehst. Daran sieht man, dass wir mit unseren Meinungen nicht allein dastehen.

Liebe Grüsse,
der bayern schorsch

P.S. und dass Du seit über 10 Jahren jährlich nach Namibia unterwegs bist, das hättest Du uns nicht unter die Nase reiben brauchen. Allerhand, da sind wir richtig neidisch. Aber verlass Dich drauf, ALLER - ALLER - spätestens 2012 wird das bei uns auch wieder was. Aber am allerliebsten würden wir schon morgen unsere Koffer packen.
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Themenstarter3'385 Beiträge · seit 200925. Okt. 2010 ·
Hallo und grüss Euch zusammen,

einige Tage sind seit unserem letzten Bericht von Mushara/Etosha vergangen. Jetzt ist es Zeit, um auch noch über unseren letzten Urlaubstag zu berichten:

Rückfahrt vom Etosha-Park nach Windhoek, wir verbringen die letzte Nacht vor unserem Abflug nach München in der

Jagd- und Guestfarm der Familie Trümper

Zuerst möchten wir aber noch nachholen: wir haben von der Mushara-Lodge auch die Ombili-Foundation besucht. Sehr sehr interessant für uns, Allen voran Herr Schulz, der Leiter der Stiftung, hat uns anschaulich erklärt, was es mit dieser Stiftung auf sich hat. Für uns ein kleiner Einblick in eine völlig andere Welt, wir konnten uns vor Ort und sozusagen persönlich überzeugen, dass dort wirklich hervorragende Arbeit getan wird. Es waren auch zwei Lehramts-Praktikanten anwesend, die uns über die Möglichkeiten des Schulunterrichts informierten. Ein toller Ausflug, grad mal rund 35 oder 40 km vom Etosha-Park entfernt. Aber: unbedingt vorher anmelden, sonst steht man vor verschlossenen Toren.

Jetzt aber zu unserem letzten Tag in Namibia. Zugegeben, die gut 500 km vom Etosha nach Windhuk an einem Tag zurückzulegen, das war schon ein wenig Stress, aber die Straßen sind gut ausgebaut und man kommt recht zügig voran. Mit ein paar Zwischenstops und einer Kleinigkeit zu Essen sind wir dann abends um ca 16.00 Uhr bei der Familie Trümper angekommen.

Das sind ein paar ganz liebe Leute !!! Uwe Trümper, seine Frau Janette und dann noch die deutsche Köchin (der Name ist uns jetzt leider entfallen, nicht aber deren Kochkünste) haben uns empfangen, als ob wir ganz ganz alte Freunde wären. Das war wirklich nochmal Gastfreundschaft vom Allerfeinsten. Wir durften nicht nur die gute Küche am Abend genießen sondern Uwe zeigte uns auch stolz seine Farm und die verschiedenen Hallen, die er als Unterstand für etliche Fahrzeuge gebaut hat. Bei dieser Gelegenheit Gruß an Crazy Zebra und viele andere Fomis. Eure Autos sind bei Uwe in besten Händen.

Glück hatten wir auch, dass nahe der Farm eine San-Gruppe einen sogenannten "Tag der offenen Tür" hatte. Für uns gerade deshalb interessant, weil das ja wieder ganz anders als die Ombili-Stiftung war. Wir bekamen somit nochmals einen KLITZE-KLEINEN Einblick in das Leben der Buschleute.

Was wir bei den Trümpers für sehr angenehm empfanden: Uwe war uns bei den Ausreiseformularen behilflich, ebenso wie bei den Zollpapieren für die Mehrwertssteuer-Rückerstattung unserer gekauften Waren. Das war ein ganz ein toller Service, von der Flughafen-Fahrerei mal ganz abgesehen. Bei der Familie Trümper würden wir sofort wieder wohnen wollen. Diese Bleibe kann man, grad für die letzten Tage in Namibia, nur allerwärmstens empfehlen.



(Buschleute der San auf der Gästefarm Trümper)

Am nächsten Tag kam, was kommen musste: unser Flieger wartete schon, uns nach München zurückzubringen. Da fällt mir jetzt spontan ein: was mich/uns am Allermeisten schon nach der Ankunft in München in einen regelrechten Ausnahmezustand versetzte, das war der unglaubliche Verkehr rund um Münchens Flughafen. Wir wussten das ja, aber nach drei Wochen Namibia empfindet man diesen gräßlichen Verkehr hier in Deutschland fast unerträglich. Aber so ist das halt.



(der Flieger der air-berlin am Windhueker airport)
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zuletzt bearbeitet 31. Juli 2013
6'152 Beiträge · seit 200625. Okt. 2010 ·
Hallo B-Sch-C.

war schon ganz gespannt auf den letzten Tag. Freut mich, dass
es Euch so gut gefallen hat bei den Trümpers - hat sich doch
gelohnt - das Auto vorher abzugeben und die restliche Zeit
entspannt auf der Farm zu verbringen. (war Bärbel die Köchin ?)
Wünsche Dir und Conny eine gute Zeit , vielleicht schon wieder
beim Planen für die nächste Reise.
Liebe Grüsse nach Bayern sendet
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Themenstarter3'385 Beiträge · seit 200925. Okt. 2010 ·
Hallo Hanne,

das ist ja ganz lieb von Dir - kaum ist mein Bericht fast fertig, hören wir von Dir. Danke, wirklich sehr sehr nett.

Die Köchin war nicht die Bärbel. Die ist nicht mehr bei den Trümpers. Wenn wir uns recht erinnern, hat die Köchin Assi oder so ähnlich geheißen und ist erst seit ein paar Wochen auf der Farm. Aber kochen kann sie ganz hervorragend. Da gab´s (wahrscheinlich läuft Dir jetzt das Wasser im Mund zusammen) Fleischpflanzerl, die waren aber aus Kudufleisch und außerdem Spingbock-Geschnetzeltes, dann noch Beilagen in jeglicher Form, und zur Nachspeise was lecker Süßes. Gegessen haben wir draußen in der Lapa und der Abend war gespickt mit Infos von Namibia. Uwe und auch Janette (die weiß aber noch nicht ganz so viel, dafür mehr von Berlin) haben mit Liebe von Namibia erzählt. Ein schöner Abend.

Jetzt kommen wir aber wirklich zum Schluß, denn man sollte ja auch ein kurzes Fazit ziehen:

- als Allererstes ist hier mal diese unglaubliche und unendliche Weite Namibias festzuhalten, einfach ein Wahnsinn und nur schön

- die Unterkünfte und auch der Service: da kann man nur sagen KLASSE !

- die Leute: selten so viel Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit wie in diesem Land erlebt

- Sicherheit: wir haben uns nie und in keinster Weise unsicher oder unwohl gefühlt. Dass mal an der Tanke so ein paar boys das Auto belagern, ja was soll´s? Da kann man ganz cool bleiben, das war (zumindest für uns) eigentlich Kinderkram.

- für Selbstfahrer: easy !!! mehr ist dazu nicht zu sagen

- was würden wir anders machen? An sich nichts, denn wenn man das erste mal in Namibia ist, sollte man unserer Meinung nach die "klassische" Tour ansteuern. Wir haben das gemacht und NICHTS bereut. Die Feinheiten sind dann beim nächsten mal dran.

- Tipp vom bayern schorsch: also ich war ja völlig gegen den Süden und auch gegen Sossusvlei und Swakopmund eingestellt. Ich wollte eigentlich fast nur ausschließlich Tiere sehen - also ab in den Etosha und dann weiter in den Caprivi. Zum großen Glück wurde ich von meiner besseren Hälfte umgestimmt. Der Süden (und wir haben ja nur einen Bruchteil gesehen) ist wunder-wunder-schön. Da muss man hin, genauso wie auch Swakopmund mit zu unseren absoluten Highlights gehörte.

Wir könnten jetzt noch viele Superlative vergeben. Jeder, der unseren Bericht gelesen hat, konnte ja eigentlich schon zwischen den Zeilen förmlich greifen, wie sehr uns dieses Land gefallen hat. Wir waren restlos begeistert!

Als sehr negativ empfinden wir jedoch die Preisentwicklung in Namibia. Wir wollten 2011, also nächstes Jahr, gleich wieder nach Namibia reisen. Wir werden aber sicher bis mindestens 2012 warten, da uns die Kostenexplosion schon gleich gar nicht gefällt.

Wir erlauben uns, einfach mal ein Beispiel zu nennen, das stellvertretend für fast alle Unterkünfte ist: die Vingerclip-Lodge haben wir in diesem Urlaub für 150 Euro das Zimmer mit HP gebucht. Das war bei Thomas Cook ein sehr günstiger Preis. Für nächstes Jahr, also für 2011, für die gleiche Reisezeit kostet diese Vingerclip-Lodge 222 Euro. Was ist denn da los? Diese Entwicklung ist ja haarsträubend, und das geht schon seit Jahren so. Wir fragen uns, was damit bezweckt wird. Will Namibia das gleiche hochpreisige Land werden wie Botswana?

Wir wissen es nicht. Wir wissen nur, dass es uns so gut gefallen hat, dass wir bestimmt wieder hinwollen. Und dann warten wir halt so lang, bis unsere Reisekasse wieder gut gefüllt ist.

NAMIBIA, WIR KOMMEN WIEDER !!!
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zuletzt bearbeitet 31. Juli 2013
842 Beiträge · seit 201026. Okt. 2010 ·
Hallo BayernSchorsch!

Dein Bericht und auch Dein Fazit lassen meine Vorfreude weiter steigen !

Danke, dass Du Dir die viele Mühe gemacht hast!
Ich hoffe, ich kann eines Tages etwas davon "zurück" geben ! 😉

Bin auf den Bericht Deiner nächsten Reise schon heute gespannt!

Beste Grüße & schöne Erinnerungen wünscht
Antje
1'242 Beiträge · seit 200927. Okt. 2010 ·
Hallo Schorsch,

toller Bericht und sehr schöne Fotos. Wir sind vor einer Woche von unserer 1. Namibia-Reise zurückgekommen. Wir waren auch im Okaukuejo Camp und empfanden es ähnlich wir ihr. Super Wasserloch und schöne Bungalows Das Essen fanden wir aber nicht wirklich toll und was mich sehr im Restaurant gestört hat waren die schmutzigen Tischdecken. Am 2. Abend hatten wir für halb 8 einen Tisch reserviert, haben aber kurzfristig beschlossen unseren Kühlschrank zu plündern und am Wasserloch sitzen zu bleiben was die richige Entscheidung war, weil sich da alle 10 Minuten was anderes tut.
Von der Mushara Lodge waren wir auch begeistert, haben unsere 1. Etosha Fahrt mit deren Rangerin gemacht die mal einfach so mit uns offroad (obwohl verboten) zu 5 Löwen gefahren ist.
Liebe Grüsse aus Luxemburg
Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
Themenstarter3'385 Beiträge · seit 200927. Okt. 2010 ·
Hallo Lil,

da habt ihr aber großes Glück gehabt, mit der Rangerin auf der Mushara-Lodge. Wie sind bestimmt mit der gleichen Rangerin (attraktiv, 4 Kinder)gefahren und hatten auch das Glück, gleich eine wirklich sehr große Elefantenherde zu sehen.
Aber ich hab ja schon angemerkt: das hätten wir auch selber hinbekommen, wobei man schon sagen muss, dass es ein gewaltiger Unterschied ist, ob Du mit Deinem eigenem Auto oder mit einem hohen und offenen Jeep unterwegs bist. Das war schon toll.

Aber noch toller war natürlich euer Erlebnis mit den Löwen. Das hätten wir auch gern gehabt.

Was das Restaurant in Okaukuejo anbelangt: da sind wir ja einer Meinung. Ich glaub, das empfinden sehr viele Leute so. Diese vor Dreck "stehenden" Tischdecken war schon abstoßend. Wir hätten es so machen sollen wie ihr: Kühlschrank plündern und raus zum Wasserloch. Wir haben´s erst nach dem Abendessen genießen können.
Aber das Wasserloch - unglaublich.
Also dann,
LG, der bayern schorsch
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2'349 Beiträge · seit 200905. Nov. 2010 ·
Halli, hallo!

Schön, dass es euch so gut gefallen hat und ihr auch wieder gut und gesund heim gekommen seid.

Toller Reisebericht!

Viele Grüße zurück aus dem immer noch sehr trockenen und heißen Erongo-Gebirge!

Übrigens: DANKE! Es war auch sehr nett euch kennen gelernt zu haben! 😉

Lg, Otji!
zuletzt bearbeitet 05. Nov. 2010