UV-Filter ja oder nein?

21 Antworten · 11,1k Aufrufe · gestartet 12. Jan. 2010 von Nenette
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Themenstarter1'309 Beiträge · seit 200912. Jan. 2010 · #1
Hallo Foto-Fomis,

vielleicht kratze ich hier an einer Glaubensfrage, aber ich frage mich, ob ich für mein neues Objektiv (Nikkor 70-300 VR ...) einen UV-Filter kaufen soll oder nicht.
Man hört oftmals das Argument, der UV-Filter schützt das Objektiv, andererseits sagen mir Hobbyfotografen, dass man sich teuer erkaufte Linsentechnik mit Fensterglas verbaut und das Objektiv bei einem Sturz bereits durch die Sonnenblende geschützt ist.

Meine Frage ist jetzt: Wie stark werden eure UV-Filter beansprucht? Müsst Ihr diese ab und zu austauschen?
Wenn ich mir den UV-Filter meines alten Objektivs anschaue, ist er noch völlig unverkratzt und absolut brauchbar. Daraus schließe ich natürlich, dass das Objektiv auch ohne den UV-Filter in sehr gutem Zustand geblieben wäre.

Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
1'247 Beiträge · seit 200912. Jan. 2010 · #2
Hallo Nenette

ich habe mich mit dieser Frage auch schon ein paar Mal beschäftigt...

In der digitalen Fotografie kannst du Farbfehler ja relativ problemlos später ausgleichen - mal abgesehen davon, dass der Weissabgleich dir diese Arbeit vermutlich sogar abnimmt. Das war bei der analogen Fotografie noch nicht so; deshalb die UV-Filter.

Das Argument "Schutz" zählt aber nach wie vor; m.E. nicht in erster Linie wegen des Zerkratzens, sondern wegen eines gröberen Schadens, den ein UV-Filter oder ein Skylight abfangen kann. Zudem kannst du ein UV-Filter einfach abschrauben und kurz unter den Wasserhahn halten. Ich habe auf jeden Fall immer noch einen drauf.

Vielleicht gibt es inzwischen auch ganz einfache und billigere Glasfilter.

Aber wenn mich einer der hier zahlreich vertretenen Profis korrigiert, bin ich natürlich auch dankbar 🙂

Gruss
Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
1'455 Beiträge · seit 200612. Jan. 2010 · #3
Laut der Hersteller wird bei den heutigen Glassorten kein UV-Filter mehr benötigt.
Wie bei allem ist die schwächste Kette im Glied auch für die Qualität verantwortlich, d.h. ein billiger Filter auf einem teuren Objektiv bringt auch nix.
Kratzschutz? Im Sandsturm fotografieren ist nicht so toll, runterwerfen auch nicht.
Meiner Ansicht nach also weglassen.

LG Jens
Gast12. Jan. 2010 · #4
Hallo Nenette,

mein heißgeliebtes Sigma 18 - 200 mm Tele,
mit dem ich 80 % meiner Bilder mache,
ist schon mindestens 10 mal irgendwo draufgefallen,
und hat bisher nur 2 Kratzer auf der Linse,
die man zum Glück auf den Fotos nicht sieht.

Eine Sonnenblende nutze ich nie.

Einen UV Filter bisher auch nicht,
bin aber am Überlegen.

Viele Grüße,

Beate
3'766 Beiträge · seit 200612. Jan. 2010 · #5
Hallo,

meine bescheidene Erfahrung ist,

Sonnenblende drauf und gut ist, die Sonnenblende nütz bei Gegenlichtaufnahmen sogar manchmal 🙂

UV und Skylightfilter wie sie alle heissen mögen
sehe ich persönlich als wenig sinnvoll an, insbesondere auf meinen L-Objektiven.

Wenn ich einen Filter einsetze dann höchstens einen Pol-Filter, aber mit abblenden erhalte ich auch meist einen schönen Himmel.

Sandsturm, nun ja dann packe ich die Kamera sowieso ein 😛

Gruss Kurt

PS
Sonnenblende die keine Tulpemform haben lassen sich zum Abstellen der Kamera tewckentfremden 🙂
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
818 Beiträge · seit 200712. Jan. 2010 · #6
Ein Foto kann nur so gut werden, wie es das schlechteste Glied in der Kette zulässt. Zu 90% wird dies der Mensch hinter der Kamera sein, dann kommt ne Weile nüscht und dann etwaige Filter.
Das heißt also auch in deinem Falter, Filter nur einsetzen, wo wirklich benötigt.
Meine Objektive und Filter haben noch nie einen Kratzer gehabt. Die größte Gefahr dafür besteht - wenn überhaupt - beim Reinigen des Objektives (wozu man ja den Filter auch abschrauben müsste). Egal ob Dreck nun auf dem Filter oder dem Objektiv ist, gereinigt muss beides werden. Der Staubschutzgedanke oder aus Versehen mit dem Finger drauf kommen, zählt also nicht.

Sonnenflecken können beim Fotografieren vermehrt auftreten, wenn man einen Filter benutzt.
Häufig hat man outdoor auch einen Circ. Polfilter drauf - der schützt ggf. auch.
Mancheiner nutzt häufiger die Gegenlichtblende als Kratzschutz.

Ich habe mir angewöhnt, nach dem Fotografieren gleich wieder den Deckel vorn drauf zu machen und ggf. die Kamera wieder in einen Gefrierbeutel zu stecken oder mit einem Handtuch auf Safari einzuschlagen oder die Cam auf dem Schoß liegend einfach mit einem Handtuch abzudecken.

Die Mehrheit (ausgenommen Verkäufer) rät wohl mittlerweile von UV-Filtern aus den genannten Nachteilen und ohne signifikanten Vorteilen ab.
http://www.oribi.de/
zuletzt bearbeitet 12. Jan. 2010
172 Beiträge · seit 200612. Jan. 2010 · #7
Hallo Nenette,
ein UV-Filter schützt Deine Optik vor Fingergriffen und Staub. Ein gutes UV-Filter sollte beidseitig mindestens drei Vergütungsschichten aufweisen. Wenn Dein altes Filter passt, mehrfach vergütet ist und keine Kratzer hat kannst Du es ungeniert benützen.
Gruss Udo
325 Beiträge · seit 200612. Jan. 2010 · #8
Aus der Sicht der Bildquali gibt es keinen Grund mehr für einen UV-Filter.
Wenn Du Dir in eine teure Optik allerdings den ersten Kratzer eingefangen hast, wirst Du nicht mehr die Frage nach dem Sinn dieses Glases stellen.

Frank
Die Welt ist zu groß, um immer nur auf Straßen zu fahren
272 Beiträge · seit 200812. Jan. 2010 · #9
Ich benutze Filter nur, wenn ich den Filtereffekt benötige (Pol-, Grau-, Grauverlaufsfilter). Für UV- und Skylightfilter gibt es dank Weißabgleich in der digitalen Fotografie kaum noch einen Grund.
Zum Schutz vor Beschädigungen durch Sturz oder anecken ist die Gegenlichtblende ausreichend. Kratzer durch Staub oder Sandkörner kann ich auf meinen Linsen auch nach 6 oder 7 Jahren Fotografie in den Wüsten des amerikanischen Südwestens, Australiens und Namibias keine entdecken. Und ich verpacke die Kamera nicht in Gefrierbeuteln oder wickele sie in Handtücher. Meist liegt sie offen auf dem Beifahrersitz oder hängt über meiner Schulter. Den Objektivdeckel habe ich oft aber auch nicht immer drauf.

Will sagen: Nach meiner Erfahrung ist das Risiko von Kratzern auf der Linse auch ohne Filter so gering, dass ich einen "Schutzfilter" für überflüssig halte.
Gruß Dirk
4'129 Beiträge · seit 200812. Jan. 2010 · #10
UV-Filter: Ja oder nein?
UV rauszufiltern ist bei den modernen Kameras nicht mehr nötig, wie die anderen schon sagten.
Zu deiner Frage nach dem Schutz:
Es gibt auch reine Schutzfilter, in höchster professioneller Qualität, die keine Farbverschiebungen machen. Und die können sehr sinnvoll sein.

Natürlich hat ein Filter eine gute Schutzfunktion.
Wer bei schlechtem Wetter(Regen, Staub, Salzwasser ...)fotografiert hat immer mit Schmutz auf der Optik zu kämpfen und es ist allemal besser, wenn ich immer "mal eben" (notfalls mit dem T-Sirt)den Staub vom Filter wische, als von der Linse.
Zwei Beispiele:
- Steht die Kamera z.B. neben der Piste, ist es wichtig, dass das Objektiv vor Steinschlag oder Matsch geschützt ist.
- Mir hat mal ein Vogel auf die Linse gekackt, das war ein irreparabler Schaden in der Vergütung.

Und es ist besser einen teuren Filter zu wechseln, als ein Objektiv für ein paar Tausend.

Trotzdem gilt:
- Bei Nachtaufnahmen mit Lichtern im Bild: Filter weg!! Es können vermehrt Reflexe/Geisterbilder auftreten.
- Und wenn Du einen anderen Filter benutzt (z.B. Pol), nicht zusätzlich, sondern erst den Schutzfilter abschrauben.
- Wenn es aber um allerhöchste Qualität(ohne Risiko)geht: Filter weglassen.

Und last not least: Nicht sparen beim Filterkauf.

LG Lilytrotter

PS: Es ist schon sinnvoll, die Kamera, wenn möglich durch ein Tuch, Beutel, ... zu schützen
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
3'766 Beiträge · seit 200612. Jan. 2010 · #11
Halooooo...ooo

hier was zum lesen

Mein Nachbar Kurt und der Filterwahn

Gruss Kurt 😄 😄 😄

Auch die anderen Geschichten sind lustig
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
zuletzt bearbeitet 12. Jan. 2010
1'455 Beiträge · seit 200612. Jan. 2010 · #12
Jaja, der Name ist Programm 😛
LG Jens
Themenstarter1'309 Beiträge · seit 200912. Jan. 2010 · #13
Hallo Fotofomis,

derzeit sieht es danach aus, dass ich wohl keinen UV-Filter draufmachen werde, sprich ich folge der Mehrheit.
Mein Objektiv ist keine Tausender wert und da der optische Gewinn=0 ist, vertraue ich mal auf meine Sorgfalt im Umgang mit der Kamera! Ich setze eigentlich immer nach dem Foto den Objektivdeckel wieder auf. Es sei denn, ich versenke ihn wieder im Chobe 🙂 .

@Kurt: Heißt du jetzt Kurt oder Thomas ??? Die Story war jedenfalls gut mit Bildern belegt.

Viele Grüße,
Nenette
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Themenstarter1'309 Beiträge · seit 200912. Jan. 2010 · #14
Hallo Kurt,

ich glaub, jetzt hab's ich geschnallt. Kurt ist Kurt!
Ich habe wohl die Fußnote von Eggitoms Postings nicht oft genug gelesen! 😊

Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
9 Beiträge · seit 201012. Jan. 2010 · #15
Hallo Nenette,
schliesse mich der Mehrheit der Meinungen hier an, ein UV Filter ist echt nichts wert - ich bin aber seit Jahr und Tag ein heftiger Fan der Zirkular-Polfilter! Weniger zum Schutz der Linse, sondern für die enorme Farbintensität, die Du mit so einem Filter erzielen kannst; darüberhinaus kannst Du damit Reflexe (Wasser bzw. Fenster) rausfiltern. Natürlich kannst Du heutzutage die Farbe auch hinterher entsprechen bearbeiten, trotzdem gehe ich aber nie ohne auf Reisen...war das erste Investment für mein neues Objektiv und bereut hab ich es sicher nicht...
Viele Grüsse vom "Neu-Formi" Britta
414 Beiträge · seit 200912. Jan. 2010 · #16
Für die Bildqualität hat ein UV-Filter sogar eher Nachteile:

- Jede zusätzliche Luft/Glasfläche erhöht die Wahrscheinlichkeit für Reflexe innerhalb des Objektivs
- Jeder Filter kostet Auflösung, wenn auch nur ein wenig

Der Gewinn an Sicherheit ist begrenzt. In besonders gefährdeten Umgebungen, wie z.B. salziges Spritzwasser o.ä. würde es vielleicht noch Sinn machen. Bei einem Sandsturm, wo man so einen Filter brauchen würde, wirst Du Dich aber sowieso ins Auto verkriechen.

Daher mein Tipp:

1. IMMER die Streulichtblende benutzen (außer in der Tasche), auch beim Tragen der Kamera drauf lassen. Die bietet erheblich besseren Schutz gegen Beschädigung, und natürlich auch gegen Streulicht.

2. Investiere das mit der Nicht-Anschaffung eines UV-Filters gesparte Geld in eine Versicherung. Die zahlt nicht nur Kratzer auf der Front- und Rücklinse, sondern auch Sturz- und Wasserschäden und bei Diebstahl, in all diesen Fällen ist ein UV-Filter nutzlos.

Diese Bilder hier musste ich z.B. sogar ohne Filter machen, weil auf das Objektiv keine draufpassen:









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Also: keine Panik!
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zuletzt bearbeitet 12. Jan. 2010
Gast12. Jan. 2010 · #17
Hallo,

die Argumentation, das jedes zusätzliche Glas im Lichtweg Bildqualität und Licht kostet, ist meines Erachtens praxisfern und eine akademische Diskussion um die 5. Nachkommastelle. Dann wären z.B. L-Objektive ein ziemlicher Schrott. Ein 70-200/2.8 L IS USM II besteht z.B. aus 23 Linsen. Ein 55-250/4.5-5.6 IS kommt dagegen mit nur 12 Linsen aus. Es wird niemand ernsthaft behaupten wollen, dass das 70-200 das schlechtere Objektiv ist, obwohl das Licht da durch 23 Linsen muss und somit satte 46 "Gefahrenherde" für Reflektionen bietet.

Genauso haben hochwertige Filter, in dem spektralen Bereich den sie durchlassen sollen, Transmissionraten von 99,9%. Da geht nicht wirklich Licht verloren.

Beste Grüße

Guido
414 Beiträge · seit 200913. Jan. 2010 · #18
1. 99.9% Transmission heißt 0.1% bleibt übrig, hört sich erst mal nach wenig an, sind aber "nur" 10 Blendenstufen Unterschied. Wenn man die Sonne im Bild hat, macht auch ein um 10 Blendenstufen dunklerer Lichtfleck immer noch eine ordentliche Störung. Sonne im Bild lässt sich nun mal schön einsetzen, um Wüste=heiß zu visualisieren, also ist das hier in diesem Forum durchaus von Bedeutung. Einen ekligen bunten Lichtfleck übersieht man vielleicht im Eifer des Gefechts und kriegt ihn hinterher nur unter größtem Aufwand mit der Bildbearbeitung wieder raus (wenn überhaupt).

2. Du vergleichst ein low-budget-Objektiv mit wenigen Linsen mit einem teuren Profi-Objektiv mit mehr Linsen. Letzteres wird wohl auch höherwertige Glassorten und Coatings verwenden.

3. Die Elemente eines Objektivs, insbesondere auch die Coatings, sind aufeinander abgestimmt. Was jedoch der Benutzer vorne drauf schraubt, kann der Konstrukteur beim besten Willen nicht vorausahnen. Folglich kann es auch gutgehen, muss aber nicht.

4. Selbst wenn das Ding nichts schadet, was nützt es dann?
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Gast13. Jan. 2010 · #19
Hallo,
erdferkel schrieb:
1. 99.9% Transmission heißt 0.1% bleibt übrig
Hä? 99,9 % Transmissionsrate bedeuten, dass mindestens 99,9% des einfallenden Lichtes nach dem Filter noch übrig sind und maximal 0,1% verloren gehen. Oder wolltest Du das ausdrücken? Einige Filteranbieter werben übrigens sogar mit 100% Transmissionsrate, wobei das physikalisch eine grenzwertige Aussage ist.

Deine 10-Blendenstufen-Sonnenlichttheorie krankt ansonsten schon daran ein bisschen, dass ein Dynamikumfang von 10 Blendenstufen für die meistens DSLRs ohnehin überhaupt nicht erfassbar ist. Je nachdem welchem Testverfahren man glauben will, schaffen aktuelle DSLRs bei niedrigen ISO-Werten einen Dynamikumfang zwischen 7,5 und 11 Blendenstufen. Hier Werte für die bei Landschaftsfotografen so beliebten Canon 5D Mark II und Nikon D700:
http://www.dpreview.com/reviews/CanonEOS5DMarkII/page25.asp
2. Du vergleichst ein low-budget-Objektiv mit wenigen Linsen mit einem teuren Profi-Objektiv mit mehr Linsen. Letzteres wird wohl auch höherwertige Glassorten und Coatings verwenden.
Ja natürlich. Aber Du hast doch die pauschale Behauptung aufgestellt, dass jeder Glas-Luft-Übergang die Wahrscheinlichkeit für Reflektionen erhöht. Und das ist so pauschal eben nur praxisferne Theorie. Es hängt, wie Du jetzt selbst schreibst, viel mehr von der Qualität des Glases und der Beschichtung ab, als von einem Glas mehr oder weniger im Lichtweg.
Selbst wenn das Ding nichts schadet, was nützt es dann?
Es schützt eben unter Umständen die Frontlinse. Ich habe mir 2007 trotz aller Vorsicht in Namibia einen Polfilter richtig zerkratzt. Da hat sich beim Reinigungsversuch ein Sandkorn eingeschlichen. Ohne Filter hätten Schmutz und Reinigungsversuch eben direkt auf der Frontlinse stattgefunden. Dein Hinweis mit Versicherung statt Filter ist finanziell betrachtet grundsätzlich völlig richtig. Aber die Versicherung verschafft mir vor Ort nicht unmittelbar ein verwendbares Objektiv und kommt auch nicht für entgangene Fotos auf.

Aber nicht falsch verstehen: Ich bin kein radikaler Pro-Filter-Prediger. So ein Mißgeschick ist mir seit 2007 bisher nicht wieder passiert und zwischenzeitlich war ich auch wieder in staubigen Gegenden wie Marokko und Botswana. Ob Filter oder nicht muss jeder für sich entscheiden. Hochwertige Filter werden die Bildqualität aber nicht nennenswert verschlechtern. Bei billigen Filter liegen die Transmissionsraten freilich teilweise nur bei 95-97% und die werden sichtbare Auswirkungen auf das Bild haben.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2010
1'155 Beiträge · seit 200613. Jan. 2010 · #20
Ein UV Filter hat keinerlei sichtbaren Einfluss auf die Bildqualität, schon gar nicht mehr bei der Digitalfotografie.

Als Linsenschutz könnte man einen einfachen Glasfilter verwenden.

Heute braucht es noch den Pol Filter (wenn überhaupt) um Reflexe zu beseitigen und Wolken etwas plastischer zu machen.

Mein Geheimtipp ist ein Grauverlauffilter 120 oder 121 um den Himmel ( Wolken ) etwas abzudunkeln. Wirkt etwas dramatisch und gibt eine gewisse Spannung in das Bild…

Und viel wichtiger als all dieser technische SchnickSchnack ist ein gutes Auge zu haben und den "richtigen Moment" zu erwischen...

Gruss Beat