TItibor983 Beiträge · seit 200721. Aug. 2009 · #41An alle klugen bessser Wissi's:
Ich finde das zur Beurteilung solcher Themen und Fragen erstmal ganz viel Demut erforderlich ist weil nur diese es möglich macht wirklich zu verstehen.
Was die Probleme eines Fisches sind wenn er nicht mehr im Wasser ist wird durch die noch so klugen Vorschläge der Vögel die immer schon in der Luft geatmet haben nicht gelöst.
Als lasst uns zuerst eintauchen und dann mit etwas mehr Erfahrung wie es sich unter Wasser leben lässt gemeinsam mit den Fischen (Menschen die dort überleben) überlegen was weiter bringt.
Meine Erfahrung ist das man dann guten Gewissens nicht mehr sagen kann ich gebe die Verantwortung für das was ich dort tue einfach ab.... weil die wissen schon was sie tun (Ökonomie und so......) .
ULUlliThemenstarter931 Beiträge · seit 200621. Aug. 2009 · #42Hallo Klaus,
ich habe deinen Beitrag jetzt mehrfach gelesen, trotzdem habe ich immer noch nicht verstanden was du uns damit sagen willst. Vielleicht kannst du uns ja mal etwas verständlicher aufklären.
Gruß
Ulli
TItibor983 Beiträge · seit 200721. Aug. 2009 · #43Hallo Ulli,
ich finde es schwierig, wenn in einem Teil der Beiträge so getan wird als sein unser europäisch geprägtes Verständnis der Welt und unsere Lebensweise (auch der Welt "Namibia")irgendwie richtiger.
Das was ich meine sind Sätze wie
"....Schüler der höheren Klassen mit den Grundregeln des Wirtschaftens vertraut zu machen und ihnen so etwas wie Selbständigkeit schmackhaft zu machen als Alternative zum öffentlichen Dienst."
Was weiß der Verfasser über den öffentlichen Dienst??? genauso viel wie über Namibia???
"Ich gehe davon aus, dass ein vernünftiger Mensch, weiß was er mit dem zusätzlichen Geld tun wird, wenn nicht, dann kann ich es auch nicht ändern, genauso wenig wie ich - Gott sei Dank! - darauf Einfluß habe, was jemand mit seinem Gehalt treibt!"
Das sind die Leute die bettelnde Kinder mit mit ihrem Geld vom schulbesuch abhalten.
Das strotzt vor Arroganz, selbst dann wenn es nicht bewußt ist.
Dagegen hilft nur die Demut:
Sehen, Hören, Staunen und der Versuch zu verstehen. Erst ganz am Ende erlaube ich mir dann vielleicht meine Gedanken und Ideen einzubringen.
Gruß
Klaus
Paula298 Beiträge · seit 200921. Aug. 2009 · #44hallo an alle Beteiligten dieser Diskussion,
es ist wirklich interessant, wie von jedem ein Blick aus anderer Richtung auf das Thema geworfen wird..
eigentlich ging es doch um den Bericht über das "Experiment" Grundeinkommen, da heißt es natürlich (zu Recht): das reicht ja zum Leben hinten und vorn nich.
Zum anderen muss so ein Projekt ja auch irgendwie finanziert und verwaltet werden, und spätestens dann leuchtet doch ein, das sich kein Staat darum reißt soetwas freiwillig flächendeckend einzuführen. Da müssen große Summen ständig vorhanden sein, bewegt und kontrolliert werden.
Ich maße mir nicht an zu sagen, wie nun eine Gesellschaft zu funktionieren hat, ich gehe immer von dem pessimistischen Fall aus, das Geldflüsse auch eine Verlockung für Abzweigungen in private Kanäle darstellen.
Dazu brauchen wir noch nicht mal über den Tellerrand gucken, sondern nur in unserer eigenen Suppe rühren. Mit dem Sozialsystem, was wir uns in Deutschland leisten kommen wir nicht mehr lange so weiter. Es müsste immer mehr eingezahlt werden, um Leistungen wie Sozialhilfen, Wohnbeihilfen, Elterngeld, Gesundheitssystem und und und zu erbringen. Für mich sind diese Leistungen schon so etwas wie ein Grundeinkommen!
Ich ich staune jeden Monat, wieviele für minimal mehr Einkommen wirklich hart arbeiten gehen, die Entwicklung der Löhne ist ja real in den letzten Jahren nicht gestiegen.
Es hängt von jedem selbst ab, ob und wie Zuwendungen, die als Anschub gedacht sind verwendet werden, es wird immer welche geben die konsumieren und welche die investieren.
Leider war der Beitrag im Fernsehen recht kurz, aber es wurden schon einige Licht- und auch Schattenseiten angesprochen.
Und ich glaub nich, das in Namibia in "näxter" Zeit landesweit ein Grundeinkommen eingeführt wird.
Und ich glaub (und hoffe) das dieses auch hier in Deutschland nich in "näxter" Zeit passiert, obwohl es jetzt vor der Wahl von einigen vor dem geeigneten Publikum gern noch mal angesprochen wird...
So, ich bin gespannt, was es noch so für Sichtweisen gibt,
für heute viele Grüße,
Paula
Freiheit ist ein Luxus den sich nicht jeder leisten kann.
Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen wird am Ende beides verlieren.
Satara89 Beiträge · seit 200622. Aug. 2009 · #45Achtung - jetzt wird's politisch.....
ich finde grundsätzlich, dass keine Leistung der Solidargemeinschaft ohne Gegenleistung an Individuen bezahlt werden soll.
Einzige Ausnahme sind selbstverständlich Personen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht für sich selber sorgen können. Das ist ja auch der eigentliche Sinn der Solidargemeinschaft.
Alle anderen sollten der Gemeinschaft etwas in irgendeiner Form zurückgeben für erhaltenen Leistungen. Das ist auch eine Frage der Würde.
Das gleiche gilt auch für die Menschen in Namibia. Statt Geld an bettelnde Kinder zu verteilen, ist es sinnvoller igendeine Dientstleistung oder ähnliches zu verlangen. Zum einen erzieht man Kinder nicht zum Betteln und zum Anderen lässt man ihnen ihre Würde.
Viele Grüsse
S.
Paula schrieb:Es müsste immer mehr eingezahlt werden, um Leistungen wie Sozialhilfen, Wohnbeihilfen, Elterngeld, Gesundheitssystem und und und zu erbringen. Für mich sind diese Leistungen schon so etwas wie ein Grundeinkommen!
Ich ich staune jeden Monat, wieviele für minimal mehr Einkommen wirklich hart arbeiten gehen, die Entwicklung der Löhne ist ja real in den letzten Jahren nicht gestiegen.
Und ich glaub (und hoffe) das dieses auch hier in Deutschland nich in "näxter" Zeit passiert, obwohl es jetzt vor der Wahl von einigen vor dem geeigneten Publikum gern noch mal angesprochen wird...
So, ich bin gespannt, was es noch so für Sichtweisen gibt,
für heute viele Grüße,
Paula
Bamburi541 Beiträge · seit 200722. Aug. 2009 · #46tibor98 schrieb:ich finde es schwierig, wenn in einem Teil der Beiträge so getan wird als sein unser europäisch geprägtes Verständnis der Welt und unsere Lebensweise (auch der Welt "Namibia")irgendwie richtiger.
Das was ich meine sind Sätze wie
"....Schüler der höheren Klassen mit den Grundregeln des Wirtschaftens vertraut zu machen und ihnen so etwas wie Selbständigkeit schmackhaft zu machen als Alternative zum öffentlichen Dienst."
Was weiß der Verfasser über den öffentlichen Dienst??? genauso viel wie über Namibia???
"Ich gehe davon aus, dass ein vernünftiger Mensch, weiß was er mit dem zusätzlichen Geld tun wird, wenn nicht, dann kann ich es auch nicht ändern, genauso wenig wie ich - Gott sei Dank! - darauf Einfluß habe, was jemand mit seinem Gehalt treibt!"
Das sind die Leute die bettelnde Kinder mit mit ihrem Geld vom schulbesuch abhalten.
Das strotzt vor Arroganz, selbst dann wenn es nicht bewußt ist.
Dagegen hilft nur die Demut:
Sehen, Hören, Staunen und der Versuch zu verstehen. Erst ganz am Ende erlaube ich mir dann vielleicht meine Gedanken und Ideen einzubringen.
Gruß
Klaus
Hallo Klaus,
in Deiner Antwort vermisse ich leider deutlich die so eben gepriesene Demut und auch den Respekt vor anderen Fomis...
Polemisierende Postings führen doch allzu oft in ausufernde Diskussionen, denen es an Sachlichkeit (und Höflichkeit!) mangelt.
Das heißt aber nicht, dass ich nicht mit Dir über das Thema diskutieren würde - allerdings gerne über PM bis der Verdacht von Arroganz, mangelnder Information oder gar Naivität auf der einen und Provokation auf der anderen Seite 😉 ausgeräumt ist.
Viele Grüße
Anja
Intelligent people discuss ideas. Fools discuss how people should behave. (Paulo Coelho)
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200817. Sept. 2009 · #47@ Ulli
Hast du den Artikel aus dem Spiegel noch? Würde ihn gern mal lesen.
Gruß Lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt ULUlliThemenstarter931 Beiträge · seit 200617. Sept. 2009 · #48Hallo Lilytrotter,
ursprünglich gab es den Artikel nur in der Printausgabe 33/2009. Inzwischen ist er aber auch bei Spiegel Online verfügbar:
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?titel=Im+Dorf+der+Zukunft&id=66360399&top=SPIEGEL&suchbegriff=namibia&quellen=&qcrubrik=naturGruß
Ulli
swisschees1'715 Beiträge · seit 200617. Sept. 2009 · #49Ralph schrieb:.... trotzdem gefällt mir die Idee der Microfinanzierung, die ja demnächst auch in Namibia erhältlich sein wird ungemein besser. ....
Diese Microcredite werden oft an Frauen vergeben, weil diese vernüftiger damit um gehen.
Man kann übrigens in Fonds investieren mit denen diese finanziert werden. Ich habe vor ca. 2 Jahren solche Aktien gekauft, das war mehr als Spende gedacht. Aber siehe da, es sind die einzigen die in dieser Zeit kontinuierlich gestiegen sind, nicht viel aber immerhin.
Kürzlich kam am Arte ein Dokumentarfilm aus dem Jemen. Da hat die Hifsoragintion Care, Frauen eine Strom Genarator und und ein Wasserreservoire zur Verwaltung über geben. Ein schwieriges Unternehmen in einem Land wo Frauen praktisch keine Rechte haben. Aber es scheint zu funktionieren.
Gruss
Emanuel