Bilharziosegefahr in Namibia??

16 Antworten · 8'182 Aufrufe · gestartet 10. Juni 2009 von AnnaSebi
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Themenstarter34 Beiträge · seit 200910. Juni 2009 · #1
Hallo Leute!!
Wollte mal fragen,wie es denn wirklich um die Gefahr an Bilharziose zu erkranken in Namibia bestellt ist??Viele pfeifen ja drauf und steigen trotzdem gesund aus den verlockend klaren kühlen Gewässern.Auf der anderen Seite warnen eigentlich alle Reiseführer davor baden zu gehen.Liege ich richtig,wenn ich vermute,dass das Panikmacherei ist??Wir wollen doch auch mal ins Wasser hüpfen!!:(
Liebe Grüße!!!
655 Beiträge · seit 200611. Juni 2009 · #2
Hallo, das mit dem Hüpfen ins Wasser wird zu Eurer Reisezeit eher ein Vergnügen zum Erwerb der Tapferkeitsmedaille sein, denn es ist Winter. In vielen Lodges wird der Pool nicht gewärmt, Wasserstellen sind eher trocken oder auch viiiiel zu kalt. Über event. Gesundheitsrisiken informiert z.B. das Bernhard Nocht Institut in Hamburg! Viel Spaß bei der weiteren Planung und eine wunderschöne Reise. Lb Gruß on Helga.
www.goamus.org
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33,1k Beiträge · seit 200611. Juni 2009 · #3
Hallo AnnaSebi,

Bilharziose kommt in stehenden Gewässern in feucht-tropischen Gebieten vor. Somit spielt es wenn überhaupt nur eine rolle im äußersten Norden und Caprivi. Seen sind rar in Namibia, in Flüssen sind Krokodile und auch sonst werdet ihr kaum auf offenes und dann noch stehendes Wasser stoßen. Wenn doch, dann würde ich in den stehenden Gewässern nicht unbedingt baden gehen.

Wo wollt ihr denn ins Wasser hüpfen?

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 11. Juni 2009
1'335 Beiträge · seit 200611. Juni 2009 · #5
Auf der folgenden Seite gibt es auch eine Verbreitungskarte, auf der man sehen kann, dass Namibia relativ frei von Bilharziose ist, bis auf den Norden (Caprivi etc.).

http://www.infektionsbiologie.ch/seiten/modellparasiten/seiten/schistosoma/steckbrief_schisto.html

Es kommt nicht auf die Wasserqualität an, sondern ob das Wasser Lebensraum der Wirtsschnecken ist.


Ein Führer aus dem Mamili hat sich auch mal mit Bilharziose in Tansania infiziert! Als ich ihn nach der Gefährung im Mamili fragte, wir sind schließlich viel durchs Wasser gelaufen, bemerkte er ganz locker:
Och man müsse nur die Symptome wissen, dann könne man frühzeitig dagegen angehen.

Und mal ehrlich: Biologisch gesehen, sind diese Pärchenegel wirklich faszinierend!

Und wer jetzt überlegt, welche Symptome auftreten, dem sei ein Mehlhornbuch (Mehlhorn ist der deutsche Parasitenpapst) empfohlen: Diagnose der Parasiten des Menschen. Hier stehen als Symptome aufgeführt:

1. An der Penetrationsstelle tritt ein Juckreiz auf, möglicherweise endzündliche Reaktionen der Haut
2. Anfangsfieber (4-7 Wochen nach Infektion, Schmerzen des Bauches, Schwellung der Leber...)
3. Blut im Stuhl (bei Sch. mansoni und intercalatum)
4. Brennen der Harnröhre (bei Sch. haematobium)
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781 Beiträge · seit 200711. Juni 2009 · #6
Parnassia schrieb:
Und mal ehrlich: Biologisch gesehen, sind diese Pärchenegel wirklich faszinierend!
Aber mal nichtbiologisch gesehen, gibt es in der Richtung ja wohl kaum was Widerlicheres 😵

Wenn Billharziose rechtzeitig erkannt, d.h. die Symptome vom Arzt gleich den richtigen Verursachern zugeordnet werden, ist die Behandlung wohl tatsächlich ein Klacks. Wenn das aber nicht der Fall ist, kann man auch bei draufgehen. Ich habe in Botswana mal eine Holländerin getroffen, bei der die Krankheit erst richtig diagnostiziert wurde, nachdem sie bereits ins Koma gefallen war. Als sie mir das erzählte, lag das schon fast ein Jahr zurück, und sie musste immer noch alle paar Tage ihre Blutwerte ermitteln und ihrem Hausarzt zukommen lassen (nicht so einfach, wenn man auf der Pad ist...), um die aktuelle Medikamentendosis richtig zu bestimmen.
zuletzt bearbeitet 11. Juni 2009
Themenstarter34 Beiträge · seit 200911. Juni 2009 · #7
Ach,ich denke,wir gehen das mal unkompliziert an, immerhin ist ja,wie bereits schon erinnert wurde, Winter in Namibia und ausserdem werden uns wohl nur die sehr klaren gewässer locken-wenn wir welche finden sollten...;-) Aber danke für eure Informationen!!!
Liebe Grüße!!!😜
33,1k Beiträge · seit 200611. Juni 2009 · #8
Hallo AnnaSebi,
sehr klaren gewässer locken
Wie gesgat, Gewässer überhaupt beschränken sich auf den Atlantik und Schwimmbäder. Ihr fahrt in ein arides Land!

Sonnige Grüße
Christian
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781 Beiträge · seit 200711. Juni 2009 · #9
travelNAMIBIA schrieb:
Wie gesgat, Gewässer überhaupt beschränken sich auf den Atlantik und Schwimmbäder.
...und die Stauseen (Oanob, Hardap, von Bach - der zz. allerdings nicht zugänglich)!

Gruß,
Antje
33,1k Beiträge · seit 200611. Juni 2009 · #10
Ja und Otjikoto und Guinas... aber da darf man ohnehin überall nicht baden...

Sonnige Grüße
Christian
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781 Beiträge · seit 200711. Juni 2009 · #11
travelNAMIBIA schrieb:
Ja und Otjikoto und Guinas... aber da darf man ohnehin überall nicht baden...

Sonnige Grüße
Christian
Seit wann das denn? Beim Oanob und von Bach hat man uns das auf Rückfrage ausdrücklich bejaht (warum sollte man sonst auch vom Campingplatz aus Zugänge zum Wasser anlegen?). An beiden Stellen haben wir schon häufiger gebadet.
33,1k Beiträge · seit 200611. Juni 2009 · #12
Hardap aber z.B nicht!
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1'920 Beiträge · seit 200811. Juni 2009 · #13
Parnassia schrieb:
Auf der folgenden Seite gibt es auch eine Verbreitungskarte, auf der man sehen kann, dass Namibia relativ frei von Bilharziose ist, bis auf den Norden (Caprivi etc.).
http://www.infektionsbiologie.ch/seiten/modellparasiten/seiten/schistosoma/steckbrief_schisto.html

Es kommt nicht auf die Wasserqualität an, sondern ob das Wasser Lebensraum der Wirtsschnecken ist.


Ein Führer aus dem Mamili hat sich auch mal mit Bilharziose in Tansania infiziert! Als ich ihn nach der Gefährung im Mamili fragte, wir sind schließlich viel durchs Wasser gelaufen, bemerkte er ganz locker: Och man müsse nur die Symptome wissen, dann könne man frühzeitig dagegen angehen.

Und mal ehrlich: Biologisch gesehen, sind diese Pärchenegel wirklich faszinierend!

Und wer jetzt überlegt, welche Symptome auftreten, dem sei ein Mehlhornbuch (Mehlhorn ist der deutsche Parasitenpapst) empfohlen: Diagnose der Parasiten des Menschen. Hier stehen als Symptome aufgeführt:

1. An der Penetrationsstelle tritt ein Juckreiz auf, möglicherweise endzündliche Reaktionen der Haut
2. Anfangsfieber (4-7 Wochen nach Infektion, Schmerzen des Bauches, Schwellung der Leber...)
3. Blut im Stuhl (bei Sch. mansoni und intercalatum)
4. Brennen der Harnröhre (bei Sch. haematobium)
Hallo Parnassia

Wir sind Ende September Anfang Oktober in der besagten Region unterwegs, und vermutlich auch im Mamili, das bedeutet, dass wir auch durchs Wasser müssen...
Hat der besagte Führer auch gesagt, wie man gegen die Egel angeht , denn im Vorfeld schützen kann man sich ja nicht gegen die Pärchenegel...

LG Bloke
781 Beiträge · seit 200711. Juni 2009 · #14
travelNAMIBIA schrieb:
Hardap aber z.B nicht!
Da war ich ja auch noch nicht 😛

Warum denn nicht?
1'335 Beiträge · seit 200611. Juni 2009 · #15
Hallo Bloke,

die Gefahr im Mamili ist m.E. gering!! Wir sind zwei Tage durch alle möglichen Gewässer gestiefelt und haben uns mit nichts angesteckt, außer mit dem fiesen Afrika-Virus und seinen Variationen!
Der ist viiieeell gefährlicher!! Was verursacht der für Kosten????
Keine Krankenkasse kann das finanzieren! 😉

Grüßchen
Cora
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1'920 Beiträge · seit 200811. Juni 2009 · #16
Parnassia schrieb:
Hallo Bloke,

die Gefahr im Mamili ist m.E. gering!! Wir sind zwei Tage durch alle möglichen Gewässer gestiefelt und haben uns mit nichts angesteckt, außer mit dem fiesen Afrika-Virus und seinen Variationen!
Der ist viiieeell gefährlicher!! Was verursacht der für Kosten????
Keine Krankenkasse kann das finanzieren! 😉

Grüßchen
Cora
Hallöle Cora

Danke für die Rückmeldung....Hab grad noch ein wenig im **NETZ** nachgelesen und bin jetzt ein wenig beruhigter, auch dass die Päärchenegel gut behandelbar sind...
Ich kann dich beruhiger (oder auch nicht:P ) der fiiiiiiiiiese Afrika Virus, den kannste auch an **LAND** kriegen, und es gibt nur ein **GEGENMITTEL**...😄 😄 in Kombination mit Gin / Tonic...😄 😄
Ich dachte, dass ich dem Australien Virus hilflos ausgeliefert bin,aber durch eine kleine **UNACHTSAMKEIT** meiner Seits hat bei mir der Afrika Virus gnadenlos zugeschlagen....;)

If U never never go, U`ll never never know....;)

LG Bloke...
23 Beiträge · seit 200622. Sept. 2009 · #17
namibia ist wirklich weitgehend bilharziosefrei, mit ausnahme caprivi. es braucht nicht nur die speziellen schnecken (also ganzjährig wasser, nicht schnell fliessend), sondern auch andere wirte - in der regel menschen. sowohl wasser als auch menschen sind in namibia eher mangelware.

ich habe mich selbst in sambia mit bilharziose infiziert; prinzipiell ist es gut, die symptome zu kennen und ggf. SEHR früh zu behandeln (1mal gabe von biltricide, idR gut vertragen, ich selbst war wie stark beschwipst darauf), dann passiert nichts.

keine panik - ist extrem unwahrscheinlich und wenn doch, sehr gut behandelbar.