bayern schorschThemenstarter3’388 Beiträge · seit 200923. März 2026 ·
25.02.2026, Botswana, wir kommen! 🙂 🙂 🙂
Und ganz ganau wollten wir es wissen – wie ist denn das mit Fleisch und Alkohol an der Platjan Border. Wie stark wird kontrolliert, wie läuft das alles ab?
Aber der Reihe nach. Lange sind wir unterwegs gewesen, denn von der Abendruhe-Lodge bis zum Serolo-Camp in Botswana sind es immerhin 452 km, das braucht schon mal anpacken. Außerdem mussten wir noch einen Einkauf in Polokwane erledigen, denn im Serolo-Camp waren wir, wie fast auf der kompletten Reise, Selbstversorger. Übrigens waren wir in Polokwane in der Vleislapa und dort sehr freundlich bedient. Gute Preise, gute Qulität, das hat recht gut gepasst.
Frühes Aufstehen war angesagt, und tatsächlich waren wir um 06.00h on the road. 🤩 Uns macht das frühe Aufstehen nichts aus und die Erfahrung zeigt, dass es nie ein Fehler ist, zeitig unterwegs zu sein. Denn in der Summe inclusive Einkauf in Polokwane brauchten wir doch 8 ½ Stunden, ein langer und zäher Ritt bis hoch nach Botswana.
Die Platjan-Border – da waren wir um ca. 12.30h immerhin das dritte Auto, das an diesem Tag die Grenze passiert. Hier die Zufahrt zur Grenze:
und beim Blick auf den Limpopo-River wird uns schon klar, dass wir es hier im Tuli-Block mit ordentlichen Wassermassen zu tun bekommen:
Die Zollbeamten machen auf uns einen schon fast erschreckten Eindruck, als wir mit unserem Kleinwagen Richtung Grenze tuckern. Unser Fleisch haben wir vorsorglich ein paar km vor der Grenze „versteckt“, ein geeigneter Platz für solche Dinge ist die Schmutzwäsche, wir sind da ziemlich ideenreich, was das anbelangt. Julie vom Serolocamp hat uns im Vorfeld schon berichtet, dass es an der Platjanborder meistens sehr relaxt zugeht. Und – das ganze Spektakel gestaltete sich zu unserer Freude total entspannt, es wurde zwar in den Kofferraum geschaut, aber nicht mal die Coolerbox erweckte irgendein Interesse der Zollbeamten. Klar brauchst Du einige Stempel in deinem Pass, und dass man durch die Veterinärsschleuse durchwatschen muss, ist selbstredend. Das ist aber alles kein Problem und so sind wir innerhalb 20 Minuten von Südafrika in Botswana.
Eine total schlechte Straße haben wir nun vor uns. Rund 40 oder 50 km, und die haben´s in sich. Nicht nur Wellblech, sondern einfach nur eine grottenschlechte Piste, draußen hat es mittlerweile sage und schreibe 43 Grad (!!!). Wer hätte das gedacht, dass es derart heiß ist. Aber wir sitzen ja im klimatisierten Auto, von daher also alles kein Problem. Unser Fleisch kommt raus aus dem Versteck und rein in die Coolerbox, und was sind wir froh, als wir dann endlich am Gate zum TULI Wilderness stehen. Von dort ist der Weg bis zum Serolo-Camp nicht mehr weit, es sind grad mal zwei Kilometer, und dann ist es geschafft.
Unsere Unterkunft ist sehr sehr schön. Es gibt hier im Serolo-Camp 5 oder 6 Zelte, nicht all zu groß und mit wenig Aussicht. Mag sein, dass es in der dry season anders ist, zu unserem Zeitpunkt war alles grün, grün und nochmals grün. Das Herzstück war die offene Lounge mit schöner Bestuhlung im Freien, abends wird die gesamte Szenerie mit vielen Petroleumlampen romantisch beleuchtet. Dort im Loungebereich werden für die Halb- bzw. Vollpensionsgäste das Frühstück, Lunch und Dinner serviert. Das sieht alles sehr heimelig aus, und das kleine Tauchbecken hat herrlich frische Temperaturen, ein Platz, wo man gern mal ein Bierchen zu sich nimmt.
Der Blick zum Wasserloch – dort ist außer Pavianen, Antilopen und Zebras auch mal ein Elefant zu sehen, das hat schon was.
Wir haben die Variante „self-catering“ gebucht, denn es gibt hier im Serolo auch ein Zelt, das auf self-catering ausgerichtet ist. Ein großes Schlafzimmer, eine Küche mit allen Utensilien, die man braucht, im Freien ein riesiger Feuerplatz, dort werden wir abends Grillen und unser Lagerfeuer haben.
Im nicht eingezäunten Freibereich gibt´s für uns einen langen Tisch, man sieht hier auf dem Bild im Hintergrund auch die Außendusche, und wenn man ganz genau hinsieht, dann sieht man, dass wir sogar einen "eigenen" Funkmasten haben 😁
Nochmal zurück in die Küche – eins steht fest, verhungern tun wir hier im Serolo-Camp auf keinen Fall! 🤩 🤩 🤩
Hmm.... ich muss mal schauen, wie ich die Bilder noch mehr verkleinern kann, denn die sind ja nun mal entschieden zu groß. 🙁
Bei unserem Arrangement sind jeden Tag zwei Game-drives includiert, und die haben es durchaus in sich. So weit wir wissen, gibt es zwei game-drive Autos im Camp, und wir hatten sehr großes Glück mit unserem Driver. SK, so die Kurzform seines Namens, ausgesprochen Sekeo und zu deutsch Zacherias. Ein wirklich super Typ, der uns am Treffpunkt pünktlich um 16.30h „aufgesammelt“ hat. Zudem hatten wir das Glück, an Tag 1 und Tag 5 die einzigen Gäste zu sein, exclusiver geht nicht.
Also gondeln wir los, und wir wussten ja von vielen Berichten, dass die Landschaft der absolute Traum sein muss. Und die Landschaft war in der Tat unglaublich, so was Schönes haben wir selten zuvor gesehen. Man muss schon sagen, dass wenn man in der green-season unterwegs ist, dann hat man herrlichste Landschaften in einem durchgehenden Grün. Das ist sehr schön und wohl schöner als in der dry-season, wo man mehr oder weniger viel Grau und noch mehr Staub hat. Andererseits sind dann die Tiere auf keine Wasserlöcher und auf keine Flussläufe angewiesen, womit sich die Tiersichtungen zwangsläufig in Grenzen hielten.
Unser Driverguide SK meinte, dass wir heute mal zunächst im Serolo-Gebiet bleiben sollten, unterm Strich war das aber wohl die falsche Entscheidung, denn Tiere haben wir bei unserem Game-drive nur sehr spärlich entdeckt, und die von uns erhofften Elefantensichtungen blieben leider Fehlanzeige. Das macht uns aber nichts aus, schließlich sind wir 5 Nächte hier im Camp, und die Landschaftt entschädigt uns mehr als großzuügig.
Ein sundowner an schöner Stelle, der übliche smalltalk, das hat für die ersten paar Stunden auf Pirsch ganz gut gepasst und wir freuen und schon auf den nächsten Morgen, da geht´s nämlich schon um 05.30h los.
bayern schorschThemenstarter3’388 Beiträge · seit 200924. März 2026 ·
Tag 2 Serolo-Camp:
Der Wecker klingelt gnadenlos um 05.00h, (!!!) wir machen uns ein schnelles Tässchen Kaffee, schließlich müssen wir rüber zum Haupthaus, wo SK bereits auf uns wartet.
Verpflegung,Knabbereien und Getränke während eines game-drives: ja, das war natürlich schon ein bisschen witzig und wir mussten mehr als einmal schmunzeln. Gestern bei unserem Abenddrive hat man uns vor der Abfahrt gesagt, wir sollen uns für den sundowner entweder aus dem Kühlschrank der Lodge ein Getränk mitnehmen und auf der Liste stricheln, ober wir können auch unsere eigenen Getränke mit an Bord bringen, SK legt das Zeugs dann in die Coolerbox. Also haben wir Gin-Tonic geordert, Knabbereien gab´s beim sundowner keine. Alles gut, alles in Ordnung, wir waren ja self-caterer. Nur haben wir uns gefragt, wie das denn vor sich geht, wenn hier außer uns Selbstversorgern auch Halb- bzw. Vollpensionsgäste mit unterwegs sind. Denn - an Tag 2 beim Abenddrive war ja dann noch ein weiteres Paar mit an Bord, und die waren Vollpensiongäste. Wir waren gespannt, wie das von der Logistik her von statten geht, schließlich hat man ja dann auf dem Fahrzeug eine „Zwei-Klassen-Gesellschaft“. Spätestens am Abend werden wir sehen, wie sich das ausgeht. 😉
Zurück zum Morgendrive, denn da sind wir ja noch allein unterwegs: gut, dass wir ein Tässchen Kaffee schon intus haben, denn es gibt, außer ein bisschen „stretching“, keine Pausen, zumindest keine Kaffeepausen. Also düsen wir los, SK meinte, dass wir jetzt gleich am Morgen mal schauen, ob die braunen Hyänen 🙂 schon wach sind, die hier grad mal ne halbe Stunde von unserem Serolo-Camp entfernt in ihr eigenes Camp eingezogen sind. Eine Großfamilie mit zwei kleinen Balgen, einem schon deutlich größeren Burschen, der aber immer noch gierig an Mama´s Brust gehangen hat, und die Mama dazu. Von unserer Forumsfreundin Bele, die ja mit Ihrer Gruppe ein paar Wochen vor uns vor Ort war, waren wir schon „vorgewarnt“. Einmalige Sichtungen sind garantiert, die braunen Hyänen ziehen eine Show ab, die sich gewaschen hat.
Also sind wir hoch zum Aussichtspunkt, das ist eine kleine Plattform, wo wir völlig allein mit SK auf unser Sichtungsglück hofften. Aber irgendwie ist ja bei uns grundsätzlich der Teufel drin 😈 , und nach rund 20 Minuten Wartezeit war unsere und SK´s Geduld am Ende. SK war sich sicher, dass wir die Hyänen bestimmt noch sehen werden, denn wir sind ja insgesamt 5 Nächte hier, da wird das schon irgendwann. Na ja ….
Es geht weiter mit unserem game-drive. Ein paar Elefanten und Schildkröten, ein paar Vögelchen, alles ganz nett, aber nichts, was uns jetzt vom Hocker haut. Was uns gut gefallen hat, dass uns SK das wirklich sehr schöne Camp Mohave gezeigt hat. Wir sind da mal ganz ehrlich und beneiden Bele´s Gruppe schon ein bisschen – was für ein schöner Platz, das Wasserloch, der kleine Pool, man kann sich sehr gut vorstellen, wenn die Chemie innterhalb der Gruppe passt, dass das dort ein perfekter Platz ist. Vielleicht sogar einer der schönsten Plätze in ganz Afrika.
Der Morgendrive dauert um die 4 Stunden, das ist ein langer Ritt wenn man bedenkt, dass wir nicht all zu viel gesehen haben. Und es ist heiß, richtig heiß, so dass wir direkt froh sind, um ca. 09.30h / 10.00h wieder im Camp zurück zu sein. Wir machen unser Frühstück mit Toast und Schinken, drauf ein Spiegelei, ein bisschen Müsli, ein bisschen Obst, noch ne Tassee Kaffee, alles Bestens. Der Splashpool tut gute Dienste, dort kann man die Hitze doch deutlich leichter ertragen. Dann ein kleines Mittagsschläfchen, bevor es am späten Nachmittag schon wieder losgeht, es startet der Game-Drive pünktlich um 17.30h.
Und wir sind nicht mehr allein – ein äußerst sympathisches Paar aus Australien gesellt sich zu uns, Kim und Bruce, zwei weitgereiste und supernette Leute, mit denen wir uns sehr gut verstanden haben. Die Beiden machen bald ihre zwanzigste Reise ins südliche Afrika und die nächsten Stationen sind bei ihnen Mashatu, danach der Krüger Park mit Mala Mala. Jetzt sind sie aber für 3 Nächte im Serolo Camp, also kann´s losgehen, vielleicht sehen wir ja zu Viert + SK ein bisschen mehr als Schorschine und der bayern schorsch am Vormittag.
Wieder auf dem Weg Richtung Mohave-Gebiet, und siehe da, ein paar wenige Tiere laufen uns doch über den Weg:
Was halt immer wieder unglaublich faszinierend ist - die Landschaft ist ein Traum, einfach nur wunderbar
In der Abenddämmerung sehen wir noch ein paar Löffelhunde. Über diese Sichtung freuen wir uns sehr,
außerdem tummeln sich Löwen im trockenen Flussbett, leider sehr weit entfernt:
und SK meint, wir könnten doch die nächsten Tage mal zu diesem Felsplateau hoch wandern, dort kreisen „fast immer“ die Adler, und die Aussicht mit 360 ° soll gigantisch sein.
Es wird Zeit für den sundowner und wir sind gespannt, wie das ablaufen wird. Für uns haben wir wieder Gin Tonic geordert, die Australier trinken Bier und Cola. SK hat ein paar Knabbereien dabei, und siehe da, ganz anders als noch beim gestrigen game-drive werden auch wir gebeten, zuzugreifen, die Knabbereien sind auch für die Gäste der "zweiten Klasse". Das freut uns natürlich, und so teilen wir uns Biltong, Nüsschen und ein paar Chips.
bayern schorschThemenstarter3’388 Beiträge · seit 200926. März 2026 ·
Tag 3, Serolo-Camp:
Zu Viert begeben wir uns auf Achse. Zuvor gibt´s bei Schorschine und mir noch das tägliche Tässchen Kaffee, und dann geht´s um 05.30h los. Die Australier sind zum Glück pünktlich, und wie gestern schon ausgemacht, wollen wir heute nach den braunen Hyänen schauen. Und diesmal haben wir Glück, es sind wunderbare Sichtungen und sicherlich auch gleichzeitig das highlight in puncto Tiere in diesem Urlaub. SK erzählt uns, dass man an den Platz, wo die braune Hyänenfamilie ihr „Lager“ aufgeschlagen hat, sich ganz langsam und quasi Tag für Tag immer näher an die Tiere angepirscht hat. Irgendwann waren sie dann an die ein oder zwei Autos, die hier täglich vorbeikommen, so gewöhnt, dass sie sich von den begeisterten Gästen nicht mehr aus der Ruhe bringen lassen.
So kommt es, dass man hier in aller Seelenruhe dieser putzigen Familie beim Familienleben zuschauen kann, und das, so lange man will. Eine wahrlich außergewöhnlich schöne und sehr intensive Tiersichtung.
Schade, dass die Tiere zunächst noch etwas im Schatten waren, denn bei Sonnenschein 🙂 präsentierte sich das dann so:
Einen kleinen Film haben wir auch gedreht, das Ergebnis ist nicht mal schlecht geworden:
Dann verabschieden wir uns von der Hyänenfamilie. Wir waren lange genug am Bau und denken, dass es auch mal wieder genug sein soll.
Hab ich eigentlich schon erzählt, dass meine gute Panasonic-Filmkamera am ersten Tag in der Abendruhe-Lodge den Geist aufgegeben hat?, 😠 😠 😠 Ein Dilemma, und zwar ein großes Dilemma, grad wenn man weiß, dass der schorsch aus bayern ja nun wirklich ein leidenschaftlicher Filmer ist. Foto´s sind Sache von Schorschine, und nun hatten wir natürlich täglich die Diskussion, wer jetzt filmen und wer jetzt fotografieren darf. Wirklich blöd, aber man kann´s nicht ändern. Im Urlaub hab ich alles versucht, den Camcorder wieder zum Laufen zu bringen – ob Reset, ob Austausch der Speicherkarte, ob Aku wechseln, egal was, alles war ohne Erfolg. Der Bildschirm blieb schwarz, da war nichts zu machen. Und ich hab das im Urlaub nicht nur einmal versucht, weil ich´s ja einfach nicht fassen konnte, dass meine gute Panasonic defekt ist. Aber so ist es halt, man steckt ja im Gerät nicht drin.
Und siehe da – zu Hause, einfach mal nochmal probiert, der Camcorder läuft wie geschmiert. Aber ich trau ihm nicht mehr. Eine weitere Investition in die Filmtechnik steht an. Leider! Die Leute von Panasonic, mit denen ich zu Hause Kontakt aufgenommen habe, die meinten, dass es wohl an der Luftfeuchtigkeit und den unterschiedlichen Temperaturen gelegen hat, die wir in unserem Urlaub hatten. 😕
Zurück zum game-drive – nach dieser wunderschönen Hyänenshow gibt´s coffee and muffins. Dachten wir noch, ja klar, das gibt´s bestimmt nur für die upper-class, so durften auch wir uns am Buffet bedienen. Tolle Sache, da lob ich mir doch den guten SK, dass er auch an uns gedacht hat.
Die Wanderung zum Felsen im Mohave-Gebiet wird aus Zeitgründen gestrichen, und so gondeln wir langsam aber sicher wieder in Richtung Camp, dabei sehen wir große Antilopenansammlungen, immer wieder eine schöne Sache:
Zum Abschluss des morning-game-drives haben wir noch einen Martial Eagle, wir freuen uns sehr über diesen tollen Vogel:
bei euren Pirschfahrten vom Serolo-Camp habt ihr ja mit Löffelhund, Löwen, Brownies und Co. ganz schön abgeräumt! Schade das der Camcorder dich gleich zu Beginn der Tour im Stich gelassen hat. Ich kann mir vorstellen, wie du dich da gefühlt hast. Bei meiner ersten Afrikareise (Kenia, 1981) hatte meine Canon gleich beim ersten Gamedrive den Geist aufgegeben und ich hab 30 Diafilme umsonst im Koffer mitgeschleppt. Seitdem ist immer eine Ersatzcamera mit an Bord.
Bin gespannt wie es weiter geht und freue mich schon auf die Fortsetzung!
Liebe Grüße - natürlich auch an Conny und einen guten Start ins Wochenende Konni
mein lieber Bayern Schorsch, ich bin ehrlich habe erst gestern deinen Reisebericht - nach einem kleinen Hinweis - entdeckt - entschuldige aber im Moment fehlt mir einfach die Zeit um genauer ins Forum zu schauen , hoffe Du hast Verständnis. Habe aber sofort in einem Rutsch den Reisebericht gelesen und freue mich, dass ich noch ein Plätzchen gefunden habe und fahre sehr gerne mit Dir und Conny durch Afrika. Ein sonniges Wochenende wünscht Dir herzlichst die (gemeinsame Freundin) Hanne 😛
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Guten Morgen lieber Bayern Schorsch, eure Landschaftsfotos und die von den Hyänen sind unglaublich schön.
Wir sind die totalen Landschafts- Euphoriker und Hyänen stehen bei mir auf gleicher Stufe mit Katzen was meine Sichtungswünsche betrifft.
Eure Fotos bestätigen mir mal wieder, dass für uns diese Saison genau richtig ist: Wärme, ein paar Tiere, viel Grün und Wasser und vermutlich Vogelgezwitscher zum Dahinschmelzen. Paradiesisch halt. Freu mich auf den nächsten Abschnitt. Dein Kamerastreik tut mir aber leid für euch. Das ist wirklich bitter.
bin natürlich dabei.....Deine Berichte sind immer so grundehrlich und widerspiegeln Deine
Gemütslage herrlich und schonungslos selbstkritisch........wie auch schon erwähnt...für Dich
gilt eine "Generalabsolution" 😄 😄 😄
Lg..........BMW
bayern schorschThemenstarter3’388 Beiträge · seit 200927. März 2026 ·
Grüss Euch zusammen,
@ Konni / Daxiang: schrieb:
Schade das der Camcorder dich gleich zu Beginn der Tour im Stich gelassen hat. Ich kann mir vorstellen, wie du dich da gefühlt hast.
Na ja, ich muss es ein klein wenig relativieren, denn eigentlich war von uns geplant, nur ganz wenige Fotos bei den absoluten Supersichtungen zu machen. Wir haben sogar überlegt, ob wir den Camcorder überhaupt mitnehmen sollten. Von daher war es jetzt nicht ganz so tragisch. Tragisch wäre das, wenn wir im Dezember in Uganda beim Gorilla-Tracking nicht filmen könnten. Aber so ...... Trotzdem - Du hast das Teil dabei und dann gibt es den Geist auf! War schon recht blöd. 😮
Das Wochenende ist noch nicht ganz eingeläutet, aber bald. Und heute Nachmittag geht´s dann auch schon weiter im Bericht. Konni, Danke für´s Mitreisen.
@ Hanne: Grüss Dich Hanne, ja, Du bist mir schon abgegangen, aber ich weiß natürlich, dass Du viele andere nicht ganz so schöne Dinge um die Ohren hast. Deshalb freut es mich um so mehr, dass Du uns begleitest und für Dich ist (wie immer) ein Platz in der vordersten Reihe reserviert. 🙂
@ Siliva / Nacho: Du schreibst:
Wir sind die totalen Landschafts- Euphoriker
... dann musst Du in den Tuli-Block reisen, noch besser aber nach Mapungubwe. Ich will diesem Teil nicht vorgreifen, aber landschaftlich ist der Mapungubwe nicht zu toppen. Kommt jetzt dann die nächsten Tage.
Dein Kamerastreik tut mir aber leid für euch. Das ist wirklich bitter.
Na ja, es ist gut, dass es in diesem Urlaub war. Nicht vorzustellen, so was passiert beim Gorillatracking, wo wir im Dezember diesen Jahres sein werden. Das wär dann wirklich der Obergau. 😈
@ BMW: Du schreibst:
Deine Berichte sind immer so grundehrlich und widerspiegeln Deine Gemütslage herrlich und schonungslos selbstkritisch
Danke für die Blumen! Ich versuch in meinen Berichten es immer so widerzugeben, wie wir es erlebt haben. Und da ist Schönfärberei einfach fehl am Platz. Danke, dass Du auch mit dabei bist, freut mich sehr.
Bei der Gelegenheit: vielen Dank auch an alle "Danke-Button-Drücker".
bayern schorschThemenstarter3’388 Beiträge · seit 200927. März 2026 ·
Tag 3, Serolo Camp, mittags und nachmittags:
Mittagspause – es ist Relaxen angesagt. Hier das Hauptcamp
Und hier unsere Bude, da freut man sich auf´s Heimkommen:
Hier gibt´s sehr viele Vögel. Wenn man Birder wäre, hätte man seine größte Freude. Einer, der uns immer mal wieder über den Weg geflattert ist, ist der da:
Wir genehmigen uns ein recht spätes breakfast und hauen uns noch für ein Stündchen auf´s Ohr. Eigentlich so wie immer, das passt uns recht gut und anschließend laufen wir runter zum Haupthaus, wo mittlerweile eine Familie aus Gaborone ein paar Zelte bezogen hat. Oh je dachte ich mir, das wird eng am Abend beim game-drive, aber zu unserem Glück sind die Leute mit dem zweiten Game-Drive-Auto der Lodge mitgefahren, so dass wir immer nur mit den Australiern zusammen waren.
Als die Australier Kim und Bruce uns sehen, wie wir in Richtung Pool marschieren, winken sie uns zu, wir sollen doch zu ihrem Tisch kommen. Das „kleine“ Mittagessen, das ihnen die Köchin zubereitet hat, ist viel zu viel, und bevor es weggeschmissen wird, sollen wir uns bedienen. Und zwar ohne Widerrede. Einfach nur nett ist so eine Geste, genau so nett wie am nächsten Tag die Familie aus Gaborone. Da hatte eine der Frauen Geburtstag, und es war ihnen eine Ehre, uns zu einer pappsüßen Geburtstagstorte einzuladen. Hat grauselig geschmeckt, aber wir waren glücklich. So nette Menschen, die wir da kennengelernt haben. So was erweitert den Horizont und wir sind speziell für solche kleinen Dinge arg dankbar, dass wir das erleben dürfen.
Zurück zum game-drive. Abfahrt 17.30h, wir düsen los. Wir kennen die Zebras und Antilopen bereits beim Vornamen, hier sind mal ausnahmsweise zwei Wasserböcke zu sehen:
und über den kingfisher freuen wir uns sehr, vor allem aber auch, weil wir den Burschen sogar mal einigermaßen „scharf“ erwischt haben:
Wobei sich Schorschine, wie man hier auf dem Bild sieht, schon ganz schön ins Zeug gelegt hat.
Die Landschaft ist einmalig. Dazu eine entsprechende Wolkenstimmung, das ist schon alles recht schön hier:
und das nächste Bild steht unter dem Motto „man versteht sich“:
Abends wird gegrillt, was der Kühlschrank hergibt. Wir genießen das sehr. Nicht nur, weil Rinderfilet in Südafrika für 15 Euro das Kilo zu haben ist 🙂 , sondern auch hier im Serolo-Camp steht alles im Zeichen von „easy-self-catering“. Ehrlich, alles total easy. Selbst das Lagerfeuer brennt, wenn man abends nach dem game-drive zurück kommt. Das ist ein ganz toller Service, aber bald noch besser ist, dass unser Esstisch, der nah am Lagerfeuer steht, jeden Abend wunderschön hergerichtet ist. 😘 😘 😘
Da ist der ganze Tische penibel eingedeckt, die Gläser stehen parat, ringsrum hängen und stehen Petroleumlampen, und wir brauchen grad noch das Fleisch aufzulegen. Ein Service der absoluten Extraklasse, es geht nicht besser. Dazu noch die entsprechende Geräuschkulisse vom Busch, ein Flascherl Wein und ja, wieder einmal stellen wir fest, wie schön es in Afrika ist.
Du schreibst: Wir sind die totalen Landschafts- Euphoriker
... dann musst Du in den Tuli-Block reisen, noch besser aber nach Mapungubwe. Ich will diesem Teil nicht vorgreifen, aber landschaftlich ist der Mapungubwe nicht zu toppen. Kommt jetzt dann die nächsten Tage.
Guten Morgen Schorsch, meine Route für 28 steht tatsächlich schon. Drei Nächte in Mapungubwe sind tatsächlich vorgesehen. Schön, dass ihn mir empfehlen kannst. Da freue ich mich sehr, was in deinem Bericht dazu lesen zu dürfen und ich bitte dich, nicht mit Fotos zu sparen 😄
wie Du das wieder beschreibst...... 😘 😎 Ich will sofort zurück nach Afrika! Aber das Warten auf die nächste bereits gebuchte ganz besondere Reise wird dadurch verkürzt.
Ich bin weiter gerne dabei und genieße die Bilder aus dem grünen Tuli Block!
bayern schorschThemenstarter3’388 Beiträge · seit 200928. März 2026 ·
Guten Morgen in die Runde,
@ Silvia / Nacho schrieb:
meine Route für 28 steht tatsächlich schon. Drei Nächte in Mapungubwe sind tatsächlich vorgesehen. Schön, dass ihn mir empfehlen kannst. Da freue ich mich sehr, was in deinem Bericht dazu lesen zu dürfen und ich bitte dich, nicht mit Fotos zu sparen 😄
... und die 3 Nächte dort wirst Du nicht bereuen. Dieser Park steht heute, hätten wir eine Bestenliste, ganz weit oben in der Skala.
@ Casimodo / Carsten: Servus mein Lieber, schön, dass Du weiterhin mit an Bord bist. Und ich verkürze Dir gerne die Wartezeit auf die nächste "ganz besondere" Reise. 🙂 😘
Ich schreib jetzt dann gleich weiter, Serolo sind ja immer noch 2 Tage. Hoffentlich wird´s nicht langweilig.
bayern schorschThemenstarter3’388 Beiträge · seit 200928. März 2026 ·
Tag 4 Serolo – Camp:
Wir fahren pünktlich los, und auf dem Weg ins Mohave-Gebiet entdeckt SK doch tatsächlich einen prächtigen Leoparden. Der Bursche thront auf seinem Hausfelsen wie ein König, und mit dem Scheinwerfer von SK beleuchtet gelingen mehr oder weniger schlechte Bilder. Schade, dass wir beim Leo nicht für längere Zeit bleiben konnten, denn das zweite Auto vom Serolo-Camp mit den Gaboroner´n kam angerauscht, und SK wollte dann weiterfahren.
Übrigens blieb es während dieser 5 Tage in Botswana bei diesem einen Leoparden. Für uns war das schon eine kleine Enttäuschung, aber was willst Du machen. Ist halt so …. 🙁 😐
Auf Nachfrage hat uns SK dann erklärt, dass er es etwas eilig hat, denn heute will er mit uns die Wanderung auf das Felsplateau unternehmen, das Felsplateau, wo die Adler ihre Flugkünste präsentieren.
Unterwegs sehen wir viele Zebras, Antilopen und Gnu´s, und auch etliche Klippspringer geben sich ein Stelldichein …
… und dann sind wir auch schon da. Eine leichte Wanderung, da braucht man nicht mal besonders sportlich zu sein, und SK ist bewaffnet mit seinem Gewehr, das er laut seinen Aussagen aber noch nie benützt hat:
Die Aussicht von dort oben ist unglaublich. Es kann nicht schöner sein, und die Dimensionen lassen sich beim nächsten Bild eigentlich am Besten erahnen ….
Die Australier, Schorschine und ich sind total begeistert ….
... und dem bayern schorsch sieht man seine Zufriedenheit an ...
... spätestens dann, wenn er sich umdreht:
ein sensationelle Landschaft:
Zurück am Auto gibt´s noch eine Tasse Kaffee, dazu ein paar Muffins, und Schorschine und der bayern schorsch sind wieder mal mit sich und allem „drumherum“ sehr zufrieden: Handy hoch
Es geht zurück ins Serolo-Camp und unterwegs haben wir noch eine kleine Elefantensichtung, die wir gerne in unsere Träume beim Mittagsschläfchen mitnehmen:
Immerhin können wir von ein paar Elefanten träumen, denn von kreisenden Adlern und deren Flugkünsten haben wir nichts gesehen. Adler Fehlanzeige 😈 😈 😈 , aber na ja ….
Dieser Klippspringer stellt sich ins totale Gegenlicht, man könnte meinen, es wäre knapp vor Sonnenuntergang:
So war das mit unserer Vormittagsfahrt. Unsere australischen Begleiter Kim und Bruce wollten dann, als wir mittags wieder zu Hause waren, unbedingt was loswerden. Nämlich, so meinten sie, haben sie mitbekommen, dass man ja zum game-drive auch seine eigenen Getränke mitbringen könnte. Und darum möchten sie es sich nicht nehmen lassen, zum sundowner eine Flasche Wein, die sie in Kapstadt erstanden haben, mitzubringen. Wir sind dazu eingeladen, und so was lassen wir uns nicht zwei mal sagen. 🙂
Das übliche Mittagsprogramm mit spätem Frühstück, schlafen, schwimmen und ein bisschen rumlaufen, und schon sitzen wir um 17.30h wieder alle auf dem Auto. SK hat stilgerecht 4 Weinkelche + ein sehr gute Flasche Weißwein im Cooler, und schon geht´s los:
Zebras, Gnu´s, ein Sektetär, Vögel
Schakal
… alles recht nett, aber einfach keine dramatischen Sichtungen. Löwen Fehlanzeige, Leo´s sowieso, und selbst Elefanten waren absolute Mangelware. Trotzdem (warum auch) lassen wir uns die Stimmung nicht vermiesen. Denn die ist gut, sehr gut sogar, denn überhaupt in Botswana sein zu dürfen und im Endeffekt einfach eine klasse Reise zu machen, da kann man doch mehr als dankbar sein und es ist einfach nicht entscheidend, ob man eine supertolle Sichtung mehr oder weniger hat. Das, was wir haben, ist wunderbar und wir sind damit absolut „fein“. 🙂 😘 🙂
Es wird zum sundowner geladen –
und das letzte Bild des Tages, das gebührt unserem Driver SK ....
da schaut man mal weniger regelmäßig ins Forum und schon entgeht einem fast dein wunderbarer Bericht! Zum Glück nur "fast"! Sehr gern habe ich deine ersten Kapitel gelesen. Die Landschaft des Tuli Blocks ist wirklich wunderschön! Und die braunen Hyänen wären für mich auch ein absolutes Highlight gewesen. Es ist schön zu sehen, wie glücklich ihr auf euren Fotos wirkt und die Zeit im Busch augenscheinlich in vollen Zügen genießt. Bin weiter gern dabei!
bayern schorschThemenstarter3’388 Beiträge · seit 200929. März 2026 ·
Hallo und guten Morgen Sascha,
da schaut man mal weniger regelmäßig ins Forum und schon entgeht einem fast dein wunderbarer Bericht!
... kenn ich, so geht´s mir oft, denn ich bin tatsächlich so wenig im Forum unterwegs, dass ich bestimmt sehr Vieles einfach "verpenne". 😈
Es ist schön zu sehen, wie glücklich ihr auf euren Fotos wirkt und die Zeit im Busch augenscheinlich in vollen Zügen genießt.
Ja, wir haben unsere Reise wirklich in vollen Zügen genossen und für das, dass die SA/Botswana-Reise ja mehr oder weniger zwischen unseren geplanten Urlauben nur so zwischen reingeschoben wurde, war´s der absolute Knaller. Wir hatten eine ganz tolle Zeit.
Mich freut´s sehr, dass Du noch zugestiegen bist und uns auf unserer Reise begleitest. 🙂
bayern schorschThemenstarter3’388 Beiträge · seit 200930. März 2026 ·
Tag 5 und unser letzter Tag im Serolo-Camp:
Für Kim und Bruce, unsere Australier, ist heute Abreise, sie nehmen aber selbstverständlich am Morgendrive teil, denn erst nach dem anschließenden Frühstück geht für sie die Fahrt weiter nach Mashatu.
Wir fahren nochmal bei der Hyänenfamilie 🙂 vorbei, denn obwohl unsere australischen Begleiter schon zig mal in Afrika waren, so haben sie braune Hyänen vorgestern hier im Serolo-Camp das erste mal gesehen. Und wir haben Glück- die „brownies“ zeigen sich gut gelaunt und (ich hab ja nicht auf die Uhr geschaut) aber ich mein, dass wir bald eine Stunde bei den Hyänen verbracht haben. Einfach nur sensationell:
Und mit diesem letzten Bild reißen wir uns los. Unbeschreiblich schön und intensiv
Irgendwo zwischendurch (ich glaub es war am trockenen Riverbed) erspähen wir noch eine Löwenfamilie. 🙂 🙂 🙂 SK hat sich alle erdenkliche Mühe gegeben, wir sind hin und her gefahren, wir haben geschaut und geschaut, aber leider hatten die Löwen keine Einsicht mit uns. Bestimmt eine Stunde oder etwas mehr haben wir zu Fünft alles gegeben, und was rausgekommen ist, das sind diese beiden Fotos.
Am frühen Vormittag sind wir dann wieder im Camp, es heißt Abschied nehmen von den Australiern, die uns doch tatsächlich ein klein wenig ans Herz gewachsen sind. An meiner Schorschine hat die gute Kim gleich direkt „einen Narren gefressen“, denn als sie sich von uns und dann von SK verabschiedet hat, da fließen dann doch die ein anderen Tränen, und Kim hat Schorschine einen kleinen Schlüsselanhänger geschenkt. Motiv – ein Känguru aus Australien. Unglaublich – was für eine nette Geste. Wir haben uns darüber sehr gefreut. 🙂 🙂 🙂
Am Abend sind wir dann mit SK noch einmal alleine unterwegs. Irgendwie ist die Luft raus. Man merkt das, denn die Begeisterung ist nicht mehr so recht da, Kim und Bruce gehen uns ein bisschen ab, und ich hab ja schon mal erwähnt, dass die Tiere sich vor uns versteckt haben.
Ins Mohave-Gebiet fahren wir erst gar nicht rüber, die Holplerei 😈 über die verschiedenen Bergrücken ist uns zu viel, und wir lassen die Landschaft an uns vorbeiziehen. Am Limpopo-River machen wir ein bisschen Halt ….
… und die düsteren Wolken verheißen nichts Gutes ….
Aber zumindest haben wir dieses nette Bild gemacht, uns gefällt es sehr gut
Und ganz am Ende, als wir grad so mitten im sundownern drin waren, hat sich tatsächlich noch ein Single-Elefant blicken lassen
Schorschine macht hier einen etwas unglücklichen Eindruck. Vielleicht waren ihr unterm Strich Löwen, Leo´s, Elefanten & Co doch ein bisschen zu wenig, oder vielleicht war´s der Gedanke an unser Toastbrot, das einer Maus anscheinend sehr gut geschmeckt hat ...
…. aber wer SK kennt und dann auch noch mich, der weiß, dass wir die Schorschine dann doch immer wieder zum Lachen bringen …
Fazit Serolo Camp: Jederzeit und gerne wieder! 🙂 🙂 🙂 Uns hat´s „sauguad“ gefallen, wir haben im Camp nichts vermisst, die Stimmung war sehr gut, der Service wird von A bis Z groß geschrieben, mit unserem Fahrer SK hatten wir großes Glück, die Reisebegleitung mit den beiden Australiern hätte nicht besser sein können, es gab nichts, was wir zu beanstanden hätten. Die Regenzeit ist speziell, von daher war es schwierig mit den Tiersichtungen. Da würden wir bei einem nächsten mal wohl eine andere Reisezeit wählen. Unterm Strich aber würden wir dem Serolo-Camp eine glatte 1 geben.
Zum Schluß möchte ich noch eine kleine Geschichte über Kreditkarten erzählen:
Wir haben das Serolo-Camp in zwei Raten bezahlt. 50 % bei Buchung, 50 % hab ich dann ein paar Wochen später bezahlt. Die erste Zahlung war über die Visa-Card von der DKB, die zweite Zahlung war über die Mastercard Gold von der Sparkasse. Beide Zahlungen waren in gleicher Höhe in Pula, nur mit dem Unterschied, dass die Mastercard um sage und schreibe 80 Euro (!!!) billiger abgerechnet wurde als die Visa-Card. Ich finde so was bodenlos, denn der offizielle Kurs vom Pula zum Euro war bei beiden Zahlungen in etwa der Gleiche, ebenso wie die Gebühren (1 oder 1,5 % hin oder her).
Ich hab mich da sehr geärgert, denn wie kommt es, dass Visa 😈 einen deutlich schlechteren Kurs abrechnet als Mastercard. Die Nachfragen haben nichts ergeben, ein cash-back war bei Visa nicht möglich. Gut – uns bringt jetzt das nicht unbedingt um, es ist nur ärgerlich und zeigt uns, dass wir in Zukunft noch besser darauf achten müssen, wie die Banken abrechnen. Hätten wir vorher gefragt, dann wäre es wohl besser gewesen, alles über die Mastercard zu belasten.
Und – man muss wissen, dass die Abrechnungen bei Visa oder Mastercard, was den Rand anbelangt, beinah identisch waren. Da gab es beim ZAR keinen Unterschied, bei Pula sehr wohl. Dies aber alles nur am Rande, da braucht man nicht groß drüber zu diskutiere. Eigentlich selbst schuld 🙁
Champagner8’786 Beiträge · seit 201030. März 2026 ·
Schön, dass es euch in Summe in Serolo gefallen hat - und das mit der nicht vorhandenen Lust, nochmal die Rumpelpiste nach Mohave zu fahren, kann ich gut verstehen 🙄 . Die Strecken waren teilweise heftig 😣 . Ich habe Julie gefragt, ob sie die irgendwann wieder "besser" machen und sie meinte ja, wenn die Regenzeit vorbei sei würden sie einige Leute aus der Gegend anstellen, um - teils auch in Handarbeit - die Tracks wieder einigermaßen glatt zu machen.
Aber schade, dass Ihr nicht nochmal rüber gefahren seid, denn die schönen Elefantensichtungen hatten wir vor allem am Motloutse River. Dafür nicht einen einzigen Löwen bei Serolo und Löffelhunde kein einziges Mal in den 5 Tagen 🤩 ! Und die Brownies auch nur einmal so lange... So gleicht sich doch alles wieder aus 🙂 .
Und ja, mich würde Tuli Wilderness in der Trockenzeit auch mal interessieren, obwohl ich mich auf dieser Reise so ein kleines bisschen in die Green Season verliebt habe 😄 .
Hallo Claus, da ich deinen Schreibstil mag und Anregungen für die nächste Reise immer willkommen sind, bin ich gerne mit dabei. 🙂 Außerdem bin ich auf eure Krugereindrücke nach den Überschwemmungen gespannt. Wir sind von Skukuza am 16.01. nach Hause geflogen. War es der finanzielle Aspekt oder warum habt ihr euch für Selfcatering im Serolo Camp entschieden? Habt ihr einen Sonderpreis für euren fünftägigen Aufenthalt erhalten?
casimodo schrieb: Aber das Warten auf die nächste bereits gebuchte ganz besondere Reise wird dadurch verkürzt. Liebe Grüße Carsten
@ Carsten Das macht neugierig. Magst du verraten, was geplant ist? Gerne auch per PN oder Whats App, damit der Thread nicht gekapert wird.
bayern schorschThemenstarter3’388 Beiträge · seit 200931. März 2026 ·
Grüss Dich liebe Bele,
das freut mich sehr, dass Du Dich zu Wort meldest und ja, über die Rumplerei von Serolos Pisten hinüber ins Mohave-Gebiet haben wir ja schon geschrieben. Wirklich sehr heftig und ich hab mir nicht nur ein mal gedacht, ob da wohl irgendwann mal die Straßen zumindest zum Teil wieder in Stand gesetzt werden. 😕
Wir waren von unseren insgesamt 10 game-drives immerhin 7 mal (!!!) auch im Mohave Gebiet, aber auch dort hatten wir mit Elefanten & Co. einfach nur Pech. Ein paar Wenige, das war´s dann schon. Und was soll ich sagen? Bei Euch sind die Adler über Eueren Köpfen gekreist, bei uns haben sie sich nicht sehen lassen. Es ist halt kein Zoo ...
@ Chrissie: Grüss Dich Chrissie, von Dir hab ich lange nichts mehr gehört. Um so mehr freue ich mich über Deine Begleitung. 🙂
Du fragst wegen self catering im Serolo Camp und ob wir self catering aus Kostengründen gewählt haben.
Teils / teils, einerseits ist es natürlich ein klare Ersparnis, andererseits lieben wir self catering schon sehr, denn da legen wir uns das auf den Grill, was uns schmeckt und was uns reicht. Bei Halbpension ist es meist zu viel, was von den Lodgen angeboten wird, und (zumindest wir) müssen schon ein bisserl auf die Figur achten. 3 - 4 Kilo mehr im 3-wöchigen Urlaub, und zu Hause brauchst du dann 3 - 4 Monate, bis du das wieder weg hast. 🤩 🤩 🤩
Dann hast Du den Carsten gefragt wegen seiner bereits gebuchten und ganz besonderen Reise:
Das macht neugierig. Magst du verraten, was geplant ist? Gerne auch per PN oder Whats App, damit der Thread nicht gekapert wird.
Also ich weiß schon, dass Carsten tatsächlich eine "ganz besondere" Reise macht. 🙂 😉 🙂
Heute Nachmittag geht´s weiter, es steht Mapungubwe auf dem Programm.
bayern schorschThemenstarter3’388 Beiträge · seit 200931. März 2026 ·
Montag 02. März, Mapugubwe / Leokwe Camp:
Der Mapungubwe Nationalpark liegt ganz weit oben im äußersten Norden Südafrikas, direkt an der Grenze zu Botswana. Es ist ein kleiner aber wunderschöner Nationalpark, der vor allem für seine dramatischen Felsformationen und die vielen großen Baobabs bekannt ist. Wir wollten diesen Park ja schon mal vor etlichen Jahren besuchen, damals aber hatten wir eine Autopanne, so dass wir diesen Park jetzt mit jahrelanger Verspätung in unsere Route einbauen durften.
Bevor man aber in Mapunbugwe einläuft, muss man zuerst mal im Tuli-Block auslaufen !!! 😊 🤪
Und das war nun eine Herausforderung der Extraklasse. SK fragte uns noch am Abend, wie wir uns das vorstellen, am nächsten Tag aus dem Tuliblock auszureisen. Denn, so weit er das gesehen hat, haben wir ja nicht mal einen 4x4, und in der Nacht wird es heftig regnen, was ein Fahren auf verschlammten und lehmigen Straßen, die sich zu wahren Schmierseifepisten entwickeln, mehr oder weniger unmöglich macht. Zumindest mit unserer kleinen Kiste.
Na toll, so dachten wir, es wird schon nicht so schlimm werden. Aber es hat die ganze Nacht durch geregnet- und wie! Es hat aus allen Kübeln geschüttet, so was sieht man bei uns zu Hause alle paar Jahre mal und wenn, dann mal für ein paar Minuten. Der blanke Horror, aber zum Glück hat uns SK schon signalisiert, dass entweder er selbst oder sein Kollege uns eskortieren wird. Dachte ich mir noch, was redet denn der Mann für einen Unsinn, war ich im Nachhinein dankbar, dass ich das nur gedacht habe. Denn in der Tat, um 07.30h sind wir los, und hätte nicht der Kollege von SK uns bis weit hinter das Gate vom Tuli-Block eskortiert - wir wären wahrscheinlich heute noch nicht zu Hause. Und das ist jetzt keine Übertreibung! Wenn der gute Mann nicht Voraus gefahren wäre, wir hätten ja gar nicht gewusst, ob wir links oder rechts oder mittendurch durch die hohen Wasserlöcher hätten fahren sollen. Ganz abgesehen davon, dass es natürlich ein sehr beruhigendes Gefühl war, im Fall des Falles jemand dabeizuhaben, der uns hätte helfen bzw. schleppen können. 😮
Der langen Rede kurzer und guter Sinn – wir sind relativ gut durchgekommen und nicht einmal stecken geblieben, aber bestimmt zehnmal „knapp davor“. Da steigt der Adrenalinspiegel und schießt regelrecht in die Höhe. Ich bilde mir ein, ein sehr guter Autofahrer zu sein, aber diesmal wär´s wirklich um ein Haar in die Hose gegangen. 15 km (!!!) hinter dem Tuli-Gate wurde die Straße dann endlich besser, und wir haben unseren Begleitservice ganz feste geknuddelt und gedrückt. Ohne dem Mann wäre das nicht gut ausgegangen und wir waren ihm sehr sehr dankbar. 🙂
Irgendwann mittags sind wir dann in Alldays, dort füllen wir sowohl die Essens- als auch die Getränkevorräte auf. Hier geht doch alles sehr afrikanisch zu, und Sorge machen uns die vielen jungen Menschen, die entlang der Straße und vor dem Supermarkt herumlungern. Nicht, dass wir Angst hätten, aber wir machen uns da schon Gedanken, wo die Zukunftsperspektive für die jungen Leute dort liegt.
Von Alldays aus ist es dann nicht mehr all zu weit bis zum Leokwe Camp. 90 Kilometer, eine Teerstraße, allerdings übersäht mit vielen kratergroßen Schlaglöchern. Also heißt es aufpassen, aber um ca. 14.00h checken wir ein.
Der erste Baobab wartet schon auf uns:
Die Nummer 15 haben wir reserviert, und die bekommen wir auch, denn Nummer 15 ist relativ nah am Pool. Von Bildern her wissen wir, dass es im Leokwe-Camp einen Felsenpool gibt, recht hübsch angelegt, und wenn man das Glück hat, dann kommen Elefanten bis an den Pool, um dort ihren Durst zu stillen. Schau ma mal ….
Die Nummer 15 gefällt uns gut. Für San-Parks Verhältnisse ist die Bude sogar wirklich recht komfortabel. Dass das Bett kein kingsize-bed ist, das wussten wir schon vorher, da müssen wir jetzt einfach mal durch. Die Küche ist gut ausgestattet, der Grill im Freien passt super, die Klimaanlage tropft sehr stark, aber gut, das ist halt San-Parks. Wobei wir zur Ehrenrettung sagen müssen, dass nach Reklamation die Klimaanlage am nächsten Morgen anstandslos gerichtet wurde. Kein Tropfen mehr, das nenn ich mal Service. Hier unsere Nummer 15, es tropft und tropft:
Terrasse abends - den Esstisch vom Wohnzimmer stellen wir raus auf die Terrasse
Schlafzimmer und Wohnzimmer:
Terrasse mit Grill
Bald haben wir uns eingerichtet. Meint man am Anfang immer, dass die ewige Umzieherei von Ort zu Ort ein bisschen stressig sein könnte, so sind wir auf diesem Gebiet ein eingespieltes Team. Wir genehmigen uns nach getaner "Arbeit" einen Gin-Tonic und sind wirklich froh, dass wir diese Horrorfahrt vom Camp Serolo hierher so gut gemeistert haben. Eigentlich wäre jetzt Zeit, ein Mützchen Schlaf zu nehmen, aber das haben wir zum Glück nicht gemacht. Denn wie aus dem Nichts wimmelt es auf einen Schlag nur so von Elefanten.
Elefanten, wo das Auge hinblickt, eine Herde von ca. 20 Köpfen - und die Eli´s marschieren in aller Seelenruhe direkt an unserer Terrasse vorbei Richtung Felsenpool. Was für eine Freude.
Nachdem die Eli´s weitermarschieren, schauen wir schnell noch am Pool vorbei, denn ein Teil der Herde ist dorthin unterwegs. Und auch da, was für ein Spektakel, leider nur ein paar Handyaufnahmen, aber das war schon wirklich supertoll, was wir dort erlebt haben:
Was für ein Tag! Am Morgen noch diese unglaubliche Fahrt auf Schmierseife, raus aus dem Serolocamp unter „Begleitschutz“, dann der Einkauf in Alldays, das Einchecken im Leokwe-Camp, und dann noch diese wunderbare Elefantenbegegnung. Wir sind sehr zufrieden und auch ein bisserl stolz, dass wir das mit der Fahrerei recht gut hinbekommen haben. Glücklich und zufrieden geht´s dann nach dem Abendessen ab in die Kiste, wo wir, kaum dass wir das Kopfkissen berührt haben, auch schon im Land der Elefantenträume sind.