Fernreise vs. Klimaschutz

141 Antworten · 7’700 Aufrufe · gestartet 23. Aug. 2024 von Maecs
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626 Beiträge · seit 202429. Aug. 2024 ·
@ Berserker,
Du beantwortest jede Frage in deinem Sinne.
Nur die eine nicht, was du konkret tust fürs Klima.
Wie reist du denn nun zum Beispiel. Um wenigstens bisschen zurück zum Thema zu kommen.
Trotzdem bist du bemitleidenswert.
VG
zuletzt bearbeitet 29. Aug. 2024
Gast29. Aug. 2024 ·
R51 schrieb:@ Berserker,
Du beantwortest jede Frage in deinem Sinne.
Nur die eine nicht, was du konkret tust fürs Klima.
Ich hab ein hoch gedämmtes Haus. Wer sich dafür interessiert, kann gern U-Werte bekommen. Geheizt wird mit Erdwärmepumpe. Solar auf dem Dach. Lüftung mit Wärmerückgewinnung und Erdwärmetauscher. Ich fahre meist Fahrrad und hierzulande nur ca. 3.000 km mit dem Auto pro Jahr (Noch Verbrenner 😐 ) plus ca. 3.000 km auf einer Reise pro Jahr. Ich ernähre mich vegetarisch. Ich habe meine Flüge reduziert und kompensiere sie.

Mein CO2-Fußabdruck lag bislang in der Größenordnung 5-7 Tonnen/Jahr. Besser als der Durchschnitt. Noch weit weg von klimaneutral.
Auf ein Elektroauto zu wechseln, ist Kategorie "Low Hanging Fruits". Das kommt demnächst. Danach wird es schwer mit weiterer Reduktion von Emissionen. Veganer zu werden, dazu kann ich mich aktuell noch nicht durchringen und das ist tendenziell ein Punkt, bei dem ich aufpassen muss, aus Selbstgerechtigkeit nicht in Eure Argumentationsmuster zu fallen (Sinngemäß: "Bevor ich Veganer werde, müssen die anderen erst mal Vegetarier werden"). Beim Haus geht mit halbwegs sinnvollem Aufwand nicht mehr. Sonstigen Konsum kann man nicht auf Null bekommen und nicht in jedem Fall sicherstellen, dass ein Produkt oder Service klimaneutral ist.

Nachdem ich mich viel damit beschäftigt habe, halte ich seriöse Kompensation für sinnvoll. Verbleibende 5-6 Tonnen CO2 zu kompensieren, kostet 125-150 Euro pro Jahr. Da muss ich nicht groß drüber nachdenken. Das mache ich ab diesem Jahr. Dann bin ich bilanziell klimaneutral.

Und nein, seriöse Kompensation ist kein Ablasshandel wie bei der Kirche, wo man Geld zahlt, damit jemand einen von seinen Sünden frei spricht, ohne dass sich an den Fakten das Geringste ändert. Wenn ich für 5 Tonnen CO2 verantwortlich bin und ein Kompensationsdienstleister mit meiner Zahlung 5 Tonnen CO2 zusätzlich aus der Luft holt, dann steht eine bilanzielle Null. Für das Klima ist es egal, wo Klimagase emittiert werden und wo sie entnommen werden. CO2, Methan usw. verteilen sich relativ gleichmäßig in der Atmosphäre und wichtig ist, dass netto nichts dazu kommt, die Level also möglichst nicht weiter steigen.

Was das alles mit der Diskussion hier zu tun haben soll, verstehe ich nicht. Wahrscheinlich geht es nur darum, Angriffspunkte gegen mich zu finden, die es natürlich auch gibt. Sei es drum.

Grüße

Berserker

Nachtrag: Jetzt bist Du dran! Wenn Du den Klimawandel leugnest, dann bist Du fein raus. Wenn man schon das Problem negiert, muss man auch keine Lösungen suchen. Wenn Du den Klimawandel nicht leugnest, was tust Du dann? Wie sieht der Kompromiss, der Konsens aus, der hier regelmäßig eingefordert wird? Was wollen wir machen?
zuletzt bearbeitet 29. Aug. 2024
6’399 Beiträge · seit 201129. Aug. 2024 ·
Ach Henning... :-D

Du bist mir nicht so wichtig dass ich Zeit vergeude dich lächerlich machen zu wollen. Ich denke dass du in der Hinsicht keine Hilfe meinerseits benötigst.

Als du deinen ersten Beitrag in diesem Thread geschrieben hast stand direkt davor dass ich hier wohl raus bin und gerne zurück zum eigentlichen Thema will.

Hättest du Respekt gezeigt (darf man gemäss deiner Weisheiten hier ja verlangen) hättest du das respektiert und mich nicht, schon gar nicht zu einem Randthema, angeschrieben.

Was du in offenbar nicht realisiert hast ist dass ich durchaus bemerkt habe dass du sonst noch nichts zum Thema geschrieben hast, insbesondere nicht viel von dir preisgegeben hast.
Dann aber mich direkt angeschrieben hast, nur mich...warum wohl nicht an alle gerichtet?
Hmm...
Ich hab mich anhand deiner Art zu schreiben gefragt ob dieser Henning nun ein lieber Kerl ist, der sich informieren will oder einer der erst vordergründig nett, in Wirklichkeit aber hinterhältig und feige Interesse heuchelt um dann in die Vollen zu gehen, also einer der kranke Psychospielchen treiben statt mit offenen Karten diskutieren will.
Nachdem ich als zweitletzten Satz einer Antwort ein Spässchen gemacht habe, das durchaus als Spässchen gemeint war, hast du dich getriggert gefühlt, dein wahres Gesicht gezeigt und gleich losgelegt.
Was meine oben genannte, an mich gerichtete Frage für mich restlos beantwortet hat.
Darum hab ich keine Antwort mehr gegeben.
Du hast dann auch Behauptungen aufgestellt die du nicht begründet hast, einfachste Besserwisserei.
Darauf reagiere ich nicht, das ist mir zu kindisch.
Nur so viel: Man kann schauen was die Wirtschaft von sich aus anbietet oder man kann Dinge verlangen, die sie, wenn manchmal auch ungern, machen KÖNNEN. Ich mach beruflich letzteres immer wieder und nicht nur deshalb sind einige Projekte meinerseits in mehreren Fachbüchern und Fachzeitschriften als Innovativ und Zukunftsweisend bezeichnet worden.
Ich wüsste nicht weshalb das bei Windkraftanlagen anders sein sollte.
Ganz im Sinne von 'Alle sagten dass das nicht möglich wäre, dann kam einer der das nicht wusste...'

Über Verhalten wie deines und solche Selbsteinschätzung kann ich echt nur noch lachen...
Lass deinen lächerlichen Kleinkrieg gegen mich doch sein, dafür nehm ich dich nicht ernst genug.
Und nun bitte zurück zum eigentlichen Thema, zu dem du ja bisher absolut nichts beigetragen hast.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 29. Aug. 2024
626 Beiträge · seit 202429. Aug. 2024 ·
Wow Berserker. Toll.
Also vorweg, ich leugne nicht das Klima, gehöre zu den unsäglichen Menschen die sagen, ist halt so und jede Generation soll dann mit der Gegenwart zurecht kommen, wie es die vegangenen Generationen auch getan haben.
Damit ich in dein Bild von widerlichen Menschen passe, ein kleines Beispiel aus meinem Leben, den Rest denkst du dir sicher.
Ich kompensiere auch. Für das Geld das ich durch Nicht Flugkompensation spare, kaufe ich mir Aktien von Shell, BP, oder EXXON und kompensiere den steigenden CO2 Preis auf Heizöl durch deren Dividenden.
Wünsche dir trotzdem viel Erfolg auf dem Weg zum Veganer und Freude mit dem künftigen E Mobil.
VG
626 Beiträge · seit 202429. Aug. 2024 ·
Nachttrag, ich habe zu dem Thema meine Einstellung geschrieben, nur nicht in deinem Sinne. Lesen bitte.
Hör mal auf, andere von oben herab zu beschreiben. Nicht das ich damit auch anfangen muss und meine Arroganz herausholen muss.
Vg
Gast29. Aug. 2024 ·
R51 schrieb:
Also vorweg, ich leugne nicht das Klima, gehöre zu den unsäglichen Menschen die sagen, ist halt so und jede Generation soll dann mit der Gegenwart zurecht kommen, wie es die vegangenen Generationen auch getan haben.
ch kompensiere auch. Für das Geld das ich durch Nicht Flugkompensation spare, kaufe ich mir Aktien von Shell, BP, oder EXXON und kompensiere den steigenden CO2 Preis auf Heizöl durch deren Dividenden.
Nur das Generationen vor uns nicht das über hunderte Millionen Jahre in der Erdkruste eingelagerte CO2 binnen weniger Jahrzehnte in die Luft geblasen und damit Lebensgrundlagen zerstört haben. Wir haben jahrzehntelang das Privileg genossen, für die Folgen unserer Lebensweise nicht gerade stehen zu müssen. Die Folgen (Klimagase, Mikroplastik, uvm.) haben wir jahrzehntelang einfach kostenfrei in die Zukunft verschoben. Jetzt sind wir in dieser Zukunft angekommen. Die Speicherkapazität, für den Dreck, den unsere Lebensweise generiert, ist voll, kurz vor dem Überlaufen. Und jetzt wehren sich viele, mit den Folgen ihrer Lebensweise konfrontiert zu werden. Sie beharren darauf, ohne Konsequenzen sprichwörtlich weiter alles verbrennen zu dürfen.

Jahrzehntelang hatten nachfolgende Generationen immer ein besser Leben als vorhergehende Generationen. Das bricht jetzt. Es wird in der Politik gerade viel über Generationengerechtigkeit geredet. Darüber, dass wir nachfolgenden Generationen möglichst wenig Schulden hinterlassen sollen. Gemeint sind aber nur Finanzschulden. Deswegen eiserne Schuldenbremse. Und dann haben wir ja toll was gemacht für nachfolgende Generationen. Wir hinterlassen dafür nur zig mal so hohe Klima- und Infrastrukturschulden. Nachfolgende Generationen werden uns sooo dankbar sein.

Wofür sollte ich Dir jetzt schreiben, was ich zum Klimaschutz mache? Du gehst auf nichts ein. Interessiert Dich nicht. Du wirfst dann nur die nächste Provokation in die Diskussion. Du bist nur ein trauriges Beispiel mehr, dass es nicht lohnt, mit Leuten wie Euch aktuell überhaupt noch zu sprechen. Ihr müsst erst selbst hart die Folgen spüren, bevor man mit Euch reden kann.

Grüße

Berserker
626 Beiträge · seit 202429. Aug. 2024 ·
Mit Leuten wie Euch....

Chiao und Amen.
390 Beiträge · seit 202129. Aug. 2024 ·
zum Thema Kompensationszahlungen für Flugreisen. Es bestehen ja Zweifel an dem grundsätzlichen Konzept der Zusätzlichkeit. Ich habe heute das erste Mal darüber nachgedacht, vielleicht kann mir dabei jemand helfen. Es sollen ja nur Projekte gefördert werden, die ansonsten nicht durchgeführt worden wären, das bedingt das Kriterium Zusätzlichkeit. Die Kategorien sind insbesondere Wind- und Solarstromgewinnung, Biogasanlagen, Effizienzgewinne bei zB Kochöfen oder in betrieblichen Produktionsprozessen.

Gibt es Projekte, die in Deutschland investieren? Denn Deutschland will ja bis 2045 klimaneutral werden. Wenn jetzt durch Spenden zu diesem Ziel beigetragen wird, verringert es nicht die Notwendigkeit der Anstrengungen durch andere Akteure? Wenn das wirklich zusätzlich sein soll, dann müssten wir ja zum Netto-CO2-Einzieher werden bis 2045 in Höhe dieser Kompensationsspenden. Falls dies nicht so sein soll, dann kann doch nur die Geschwindigkeitserhöhung als Kompensation gelten, und spätestens ab 2045 benötigen wir weitere Kompensationsspenden, um diese nachhaltig über 2045 hinaus wirksam bleiben zu lassen.

Die obige Überlegung gilt wohl auch für andere Regionen dieser Welt, vermute ich. In wieweit werden dadurch Bemühungen zB staatlicher Seite beeinträchtigt? Kann man wirklich beurteilen und kontrollieren, ob zB eine staatliche Aufforstung, die ansonsten mit zB Steuergeldern geplant und durchgeführt würde, nun auf Spendengelder wartet? Soll man in zB China CO2-Zertifikate für effizientere Anlagen (zB bei Ziegeleien) einsetzen, obwohl die chinesische Regierung von sich aus große Anstrengungen unternimmt, die Effizienz zu erhöhen, und den Ziegeleien bessere Effizienz vorschreibt? Was ist hier zusätzlich? Was passiert mit afrikanischen Aufforstungsprojekten in zB 5 oder 10 Jahren, wenn der Bevölkerungsdruck zu gross wird und neue Ackerflächen notwendig werden? Wer kontrolliert die Aufforstungs-Projekte über mindestens 50 Jahre? oder eine aufgeforstete Fläche wird verschont weil kontrolliert, dafür wird ein unkontrollierter Wald gerodet,der ansonsten stehen gelassen worden wäre. Man kann ja nicht in die Köpfe schauen...

Ich will nicht gegen solche Komensationsspenden sein, aber Zweifel kommen mir schon. Vielleicht gibt es aber auch positive Effekte, wie zB ein psychologischer Druck, der von Spender auf Politiker ausgehen könnte, oder dass ein Projekt in Afrika Vorbildfunktion hat und lokale Nachahmer findet etc.
zuletzt bearbeitet 29. Aug. 2024
152 Beiträge · seit 201729. Aug. 2024 ·
Nach mehrere Tagen offline sah ich die Menge an Antworten zu diesem kontroversen Trööt. Bevor ich einige Antworten quergelesen hatte, dachte ich mir, dass dieses Thema so wäre, als wenn man in einem Veganerforum leckere Schweinefleischrezepte posten würde und provokant auf Antworten reagiert. 😉
Nach Durchlesen einiger Kommentare wurde meine Vermutung bestätigt, was beleidigende oder besserwissende Antworten belegten, dass es für ein gedeihliches Miteinander besser wäre, dieses Thema zu schließen.....
zuletzt bearbeitet 29. Aug. 2024
181 Beiträge · seit 202029. Aug. 2024 ·
Danke Mitglied 19210 für die Antwort auf meine Frage was Du für den Klimaschutz leistest,das ist sicher eine ganze Menge.Dennoch steht es Dir meiner Meinung nach nicht zu Andersdenkende in der Art und Weise zurechtzuweisen wie Du es tust,ich lese viele Deiner Beiträge,die bislang weitestgehend sachlich und nicht persönlich beleidigend waren.
Warum DU jetzt zum selbsternannten Berserker geworden bist kann ich nicht verstehen,das Thema dieses Threads ist auch recht provokativ und führt zwangsläufig zu hitzigen Diskussionen.
Inhaltlich beteilige ich mich nicht an diesem Gezanke,nur so viel:schon sehr lange bevor es das Wort Klimawandel gab habe ich als Kind gelernt sehr sparsam mit Ressourcen umzugehen,das habe ich mein Leben lang beigehalten.
Grüße
390 Beiträge · seit 202129. Aug. 2024 ·
noch eine Frage: wieviel Spender darf es maximal geben, bevor das Kompensationssystem ad absurdum geführt würde? Extrembeispiel: alle 8 Mrd Menschen würden ihren CO2-Fussabdruck gemäss Kompensation bezahlen - was wäre dann gewonnen? Theoretisch ist ja Vermögen dafür vorhanden. Würde sich dann nicht wieder die Frage nach der Zusätzlichkeit stellen? Die Bürger würden sich fragen, was aus den steuerfinanzierten Projekten wird, ob sie nicht also doppelt zahlen,einmal private Spenden und einmal Steuern, dazu noch die gesetzlichen Verpflichtungen der Industrie zur Emmissionsreduzierung.
zuletzt bearbeitet 29. Aug. 2024
Themenstarter576 Beiträge · seit 201329. Aug. 2024 ·
hansilein schrieb:das Thema dieses Threads ist auch recht provokativ und führt zwangsläufig zu hitzigen Diskussionen.
Inhaltlich beteilige ich mich nicht an diesem Gezanke,nur so viel:schon sehr lange bevor es das Wort Klimawandel gab habe ich als Kind gelernt sehr sparsam mit Ressourcen umzugehen,das habe ich mein Leben lang beigehalten.
Grüße
Nun, als Ersteller dieses Threads nur soviel:

Ich wollte hier keine Diskussion anzetteln, ich dachte im Grunde daran, dass hier jeder der will seine Gedanken zum Thema Fernreise vs. Klimaschutz darstellen kann. Diese muss man ja nicht unbedingt ausdiskutieren, oder darüber streiten. Aber auch das ist wohl menschlich, und in vielen Foren zu finden. Im richtigen Leben von Auge zu Auge läuft das meistens anders.

Dennoch fand ich etliches geschriebene interessant!

LG Marcus
490 Beiträge · seit 202029. Aug. 2024 ·
Namdu schrieb:Nach mehrere Tagen offline sah ich die Menge an Antworten zu diesem kontroversen Trööt. Bevor ich einige Antworten quergelesen hatte, dachte ich mir, dass dieses Thema so wäre, als wenn man in einem Veganerforum leckere Schweinefleischrezepte posten würde und provokant auf Antworten reagiert. 😉
Nach Durchlesen einiger Kommentare wurde meine Vermutung bestätigt, was beleidigende oder besserwissende Antworten belegten, dass es für ein gedeihliches Miteinander besser wäre, dieses Thema zu schließen.....
Bitte nicht schließen, ich kann mich hier gerade köstlich amüsieren 😈 ....... Überzeugungstäter gegen Überzeugungstäter .... 😄
ohne die Chance auf eine Einigung oder Anerkenntnis .... 😎

und bevor irgendeiner auf mich einhackt, ich habe mit keinem Wort gesagt, welche Seite ich bevorzuge und schon gar nicht, warum .... 😄
Gruß Burkhard
181 Beiträge · seit 202029. Aug. 2024 ·
Klar, der Unterhaltungswert ist enorm, ich staune auch immer wieder wieviel Aufwand teilweise betrieben wird um seine Weisheiten von sich zu geben,wenns mir zu viel wird muss ich ja nicht weiterlesen,und viel neues erfährt man so nebenbei auch noch 😉
zuletzt bearbeitet 29. Aug. 2024
Gast29. Aug. 2024 ·
JP K schrieb:zum Thema Kompensationszahlungen für Flugreisen. Es bestehen ja Zweifel an dem grundsätzlichen Konzept der Zusätzlichkeit. Ich habe heute das erste Mal darüber nachgedacht, vielleicht kann mir dabei jemand helfen. Es sollen ja nur Projekte gefördert werden, die ansonsten nicht durchgeführt worden wären, das bedingt das Kriterium Zusätzlichkeit.
Genau. Es geht um Zusätzlichkeit und Nachhaltigkeit. Die fehlende Zusätzlichkeit war ein Grund, warum Ökostromtarife lange Zeit relativ hohl waren. Der Ökostrom wurde per Gesetz ohnehin vorrangig eingespeist. Und wenn dieser Ökostrom nicht in speziellen Ökostromtarifen "verbraucht" wurde, dann floss er in den allgemeinen Strommix ein. An der Menge des produzierten Ökostroms hat sich durch Ökostromtarife zunächst nichts geändert. Es gab durch Ökostromtarife deshalb keinen Umwelteffekt, weil bis auf wenige Ausnahmen die Zusätzlichkeit fehlte. Einige wenige Anbieter haben diesen Punkt früh adressiert und dann Teile der Einnahmen verwendet, um zusätzliche Kapazitäten zur Ökostromerzeugung zu bauen. Und ansonsten bewirkten Ökostromtarife erst dann etwas, wenn dadurch die Nachfrage nach Ökostrom das bisherige Angebot übersteigt und somit einen zusätzlichen Ausbau auslöst. Bei Kompensation - da hast Du recht - muss man das Thema auch berücksichtigen.
JP K schrieb:Gibt es Projekte, die in Deutschland investieren? Denn Deutschland will ja bis 2045 klimaneutral werden.
Ja gibt es. atmosfair investiert z.B. in die Produktion von SAF in Deutschland sowie in Direct Air Capture in Deutschland, Myclimate in die Renaturierung von Mooren in Schleswig-Holstein. Das ist meines Erachtens aber nicht relevant. Wie schon ausgeführt, ist es dem Klima egal, wo Emissionen entstehen und wo Klimagase aus der Luft geholt bzw. zusätzlich vermieden werden. Die Klimagase verteilen sich relativ gleichmäßig in der Atmosphäre. Es stehen keine CO2-Wolken über den USA und über China und der Klimawandel fällt da dadurch weitaus drastischer aus. Und Afrika ist nicht unbelastet vom Klimawandel, obwohl es nichts dazu beigetragen hat. Es ist aus meiner Sicht sogar sinnvoll, da zu investieren, wo die CO2-Vermeidungskosten am geringsten sind. Ich war jahrelang Gegner der Förderung von Photovoltaik. Die CO2-Vermeidungskosten durch Photovoltaik waren anfangs mehr als 20 mal so hoch, wie bei günstigeren Maßnahmen. Mit den zig Milliarden, die wir schon vor 10-20 Jahren in die Verbreitung der Photovoltaik gesteckt haben, als die Technik noch nicht ausreichend ausgereift war, hätten wir 20 mal so viel für Klima/Umwelt erreichen können, wenn wir es sinnvoller investiert hätten. Heute ist Photovoltaik natürlich sehr sinnvoll.

Wenn Deutschland bis 2045 klimaneutral werden will, bedeutet das eben nicht, dass wir 2045 0,0g CO2 ausstoßen. Das ist bis dahin nicht erreichbar. Klimaneutral bedeutet, dass wir bis dahin bilanziell bei Null sein wollen, also beispielsweise weiter bestehenden Rest-Ausstoß anderweitig kompensieren. Deswegen heißt es auch immer klimaneutral oder Treibhausgasneutral und nicht CO2-frei oder treibhausgasfrei. Ab 2050 will Deutschland dann Treibhausgasnegativ sein, was auch nicht erreichbar ist, wenn man "nur" jegliche Treibhausgasemissionen auf null eliminiert.
JP K schrieb:Kann man wirklich beurteilen und kontrollieren, ob zB eine staatliche Aufforstung, die ansonsten mit zB Steuergeldern geplant und durchgeführt würde, nun auf Spendengelder wartet?
Gerade in Drittweltländern kann man davon ausgehen, dass das Geld sonst nicht bereitsteht. Das Problem bei Aufforstungsprojekten ist eher die Nachhaltigkeit, was Du ja auch schon angesprochen hast. Wenn man das billigste Stück Land dafür gekauft hat, die billigsten Setzlinge gepflanzt hat und die gepflanzten Bäume nicht pflegt, dann ist Kompensation spottbillig. Aber wenn die Bäume dann eingehen, findet die einkalkulierte CO2-Entnahme nicht statt. Wenn die Langfristigkeit nicht garantiert ist und die Bäume nach 20 Jahren abgeholzt werden und als Brennholz enden, dann war die CO2-Entnahme nur temporär und dass CO2 landet am Ende doch wieder in der Atmosphäre. Daran kranken viele Aufforstungsprojekte und das hat Kompensation in Verruf gebracht. Ebenso zweifelhafte Zertifizierungen.

Da habe ich auch keine genauen Zahlen, aber wahrscheinlich sind die Kompensationsmaßnahmen, auf die heute vorrangig gesetzt wird, nicht ausreichend skalierbar sind, um damit alles abzudecken, was zukünftig kompensiert werden muss. Bei Photovoltaik, Solaröfen uvm. wird irgendwann der Bedarf gedeckt sein. Weitere Investments bedeuten dann zwar mehr Photovoltaik und Solaröfen, würden aber effektiv nicht mehr zu einer zusätzlichen CO2-Minderung führen. Maßnahmen wie Direct Air Capture lassen sich aber (fast) grenzenlos skalieren und hängen nur vom zur Verfügung gestellten Geld ab. Das ist heute noch sehr teuer und deswegen ist es heute sinnvoller auf andere Maßnahmen zu setzen, um mit dem Geld mehr zu bewirken. Aber Möglichkeiten für zusätzliche, effektive Kompensation werden uns auf Jahrzehnte nicht ausgehen. Vielleicht kommt irgendwann der Punkt, an dem Kompensation nicht mehr sinnvoll ist, aber davon sind wir noch Jahrzehnte entfernt und dann wäre der Klimawandel wahrscheinlich nicht mehr das vordringliche Thema.

Grüße

Berserker
zuletzt bearbeitet 29. Aug. 2024
Gast29. Aug. 2024 ·
hansilein schrieb:Warum DU jetzt zum selbsternannten Berserker geworden bist kann ich nicht verstehen,
Selbsternannt? Ein anderer Kommentator hat mich als "Berserker" bezeichnet und ich fand das ganz lustig.
1’222 Beiträge · seit 201029. Aug. 2024 ·
mitglied19210 schrieb:
hansilein schrieb:Warum DU jetzt zum selbsternannten Berserker geworden bist kann ich nicht verstehen,
Selbsternannt? Ein anderer Kommentator hat mich als "Berserker" bezeichnet und ich fand das ganz lustig.
Es ist Happy Hour!
9 Milliarden kümmern sich einen Scheiß um solche abstrusen Probleme, aber ein paar Männeken meinen mit 1,4% der Weltoberfläche die ganze Welt im endlosen Universum retten zu müssen, und wenden Stunden um Stunden und Tage um Tage auf um allerlei abstruse Theorien zu definieren bzw. abzuschreiben. Habt Ihr Euch eigentlich schon überlegt, was bitte nach der Weltenrettung kommen soll?
Werden dann die Windmühlen abgebaut und die Sonnenpaneelen zum Mars verbracht um dort grünen Wasserstoff zu produzieren?
Aber bitte nicht die Wasserkanister vergessen!
Für die weitere Entwicklung von Ideen: Hätte jemand evtl. einen Sack Popcorn übrig?
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
1’143 Beiträge · seit 202229. Aug. 2024 ·
gelöscht
zuletzt bearbeitet 30. Aug. 2024
1’222 Beiträge · seit 201029. Aug. 2024 ·
Vielen Dank Tacitus. Kein Problem.
Es gibt jede Menge Themen zu denen ich auch schweige weil ich dazu entweder keine Meinung oder keine Ahnung habe.
Dabei sollte man unterscheiden zwischen Theorien und Lebenserfahrungen.
Zwischen Realität und Kakpraat.
Dabei bin ich sehr froh daß ich, aus Namibia kommend, sehr viel Glück hatte, Einblicke und Erfahrungen zu gewinnen, drüben wie hüben, und auch weltweit, die die meisten Deutschen nie im ganzen Leben bekommen.
Und abschließend erreicht man dann irgendwann im letzten Viertel des Lebens den Höhepunkt, wo es einem egal ist, was Andere über einen denken, tuscheln oder reden.
Leider läuft dieses große Kino zu einer Stunde, wo man sich häufiger fragen muß, wer dem geistigen Suizid von der Schippe gesprungen ist. und wer nicht.
Aber keine Sorge, Du gehörst m.E. nicht dazu. Keiner hier. Denn wer argumentiert, der lebt. Und jeder kann sich irren. Ich auch.
Deshalb gönne ich Dir und allen Anderen ihre persönliche Meinung. Das hat etwas mit Respekt zu tun.

Einen schönen Abend noch.
Grüße,
H.

P.S. Das Popcorn mußte ich mir selbst besorgen! Dabei war ich sooo Hoffnungsvoll!
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
zuletzt bearbeitet 29. Aug. 2024
548 Beiträge · seit 201430. Aug. 2024 ·
picco schrieb:Ach Henning... :-D


EDIT:
Der folgende Satz
... den Rest muss der interessierte Leser im zitierten Beitrag von gestern nachlesen...
stand zuvor im Kasten des auszugsweise zitierten Beitrages. Picco, der Verfasser des Beitrages 693036 vom 29.8.24, 12:12 Uhr hat mich daraufhin der Fälschung eines Zitats bezichtigt.

Mit der Zitierfunktion wollte ich dem geneigten Leser einen Anhaltspunkt liefern, auf welchen Beitrag ich mich beziehe, da das sonst womöglich unklar gewesen wäre.
Ich habe jedoch bewusst darauf verzichtet den Beitrag vollumfänglich zu zitieren, da er neben subjektiven Bewertungen meiner Person auch persönliche Beleidungen enthält.

EDIT Ende


Wow, da hast Du jetzt aber nochmal das ganz große Besteck ausgepackt und ein psychologisches Gutachten gibt es für mich als Kassenpatienten obendrein noch gratis dazu.

Lieber Picco, die unterste Schublade ist leider nicht immer die beste, auch wenn man da noch so gut rankommt.

Insofern gehe ich auf Deine persönlichen Angriffe und Beleidigungen, die zum Teil arg unter die Gürtellinie gehen und nun wirklich nicht mehr witzig sind (falls Du wieder versuchst, die Kurve zu bekommen, dass das alles nur Spaß war…) nicht im Detail ein. Du hast es tatsächlich geschafft, die Diskussion auf einen neuen Level zu bringen … also im Sinne von absenken, falls das unklar sein sollte.

Wer hier wen mehr triggert, wer hier fleißig provoziert und wer hier sein wahres Gesicht zeigt, wäre angesichts dessen, was Du hier raushaust, durchaus nochmal zu hinterfragen aber das darf der interessierte Leser zwischen zwei Happen Popcorn, sofern noch welches da ist, individuell für sich bewerten.


Henning
zuletzt bearbeitet 30. Aug. 2024
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