Kapitel 9: "Culture Clash!"
Mit einer konstanten Portion Fahrtwind in der Kabine war der weitere Weg auf der D2612 vom "Madisa-Camp" aus in Richtung Westen ein Traum. Zwar wurde die Gegend immer trockener und das Gras immer weniger, aber die schönen Hügel und Felsen, welche jeder für sich ein schöner Platz zum Dösen wäre, war eine Einladung zum Träumen. Und nach doch einigen Abschnitten mit Wellblech, gab es ihr völlig unerwartet auch wieder eine geteerte Straße!

Völlig entspannt und den Tag genießend schwebten wir leise über den Asphalt, bis wir unser Ziel erreichten. Das "Damara Living Museum".
Als wir ankamen, parkte nur ein weiterer Wagen vor dem Museum und wir fragten uns, ob wir aufgrund der vielleicht schon späten Zeit noch eine Führung bekommen würden. Immerhin war es schon nach 16 Uhr. Aber unsere Befürchtungen waren völlig umsonst, als wir freundlich am Eingang begrüßt wurden. Wir hatten sogar noch die Wahl, ob wir eine kleine 30-Minütige "Dorf-Tour" oder die größere 60-Minütige "Busch- und Dorf-Tour" machen wollten. Da die Busch-Tour auch eine Jagd beinhalten sollte, war für mich klar, was ich sehen wollte! Mal sehen, wie sich dieser Zweibeiner wohl anstellen wird. XD
Nachdem wir den Tourpreis von 220 NAD bezahlt hatten, wurden wir unserem Führer vorgestellt. Sein Name war "Zungen-Schnall-Laut-Arim" und er war mir auf Anhieb sympathisch. Für die Busch-Tour holte er sich noch schnell Unterstützung von einer Frau und einem Mann, deren Namen ich leider vergessen habe.
Als Erstes zeigte und erklärte uns die Frau verschiedene Heilkräuter, welche hier im Busch zu finden sind. Und dabei nahm sie sprichwörtlich kein Blatt vor den Mund, als es um Abführmittel und Heilblätterkauen ging. Eines der Blätter hat der schwarze Löwe auch mal probiert. Bäh! Grünzeugs! Das war natürlich nichts für mich. Viel interessanter wurde da schon die Jagdvorführung. Wobei ich hier das Wort "Vorführung" wohl sehr deutlich betonen muss, denn eine echte Jagd wurde uns natürlich nicht gezeigt. Mit einem kleinen Pfeil und Bogen schlich sich der Jäger schauspielerisch gekonnt, aber mit seinen zwei schweren Füssen doch recht laut an die Gazellen-Attrappe an. Und, Applaus! Er hat sogar mit seinem Pfeil getroffen!
Ach, wie gerne hätte ich ihm im Gegenzug mal gezeigt, wie man das auf vier leisen Pfoten richtig macht. ^^

Nach der erfolgreichen Jagd ging es dann ins Dorf, wo wir dann allerlei gezeigt bekamen. Am imposantesten fand ich dabei die Vorführung zum Feuermachen. Boah waren die beiden Männer schnell! Das bekommt manch anderer selbst mit einem Survival-Messer samt Feuerstein nicht schneller hin!
Ein weiteres persönliches Highlight war aber auch der Schmuckkettentausch am Ende der Führung. Die kleine Tochter meines Privat-Reiseleiters hatte ihm nämlich bunte selbstgemachte Armbändchen zum Verschenken mitgegeben. Die kamen aber so gut an, sodass die bunten Armbänder gegen ebenfalls selbstgemachten Damara-Armbänder getauscht wurden!

Noch eine letzte Runde im Museums-Shop und schon ging es weiter zur "Mowani-Lodge", unserem Übernachtungsstopp für die kommende Nacht.

Eigentlich wollten wir auch hier campieren. Aber da die Campsite (angeblich) gerade renoviert wurde, bekamen wir über unsere liebe Steffi ein Angebot für ein kostenloses Upgrade für einen View-Room an der Lodge (inkl. Halbpension!). So gerne ich auch in Namibia campiere, konnte ich bei diesem Angebot dann doch nicht "nein" sagen. Diese Verkettung von Umständen mit Campsite und Upgrade, hat beim Torwächter erst einmal etwas für Verwirrung gesorgt. Aber nach kurzer Rücksprache durften wir dann zur Lodge fahren, während ein anderer Camper mit seinem Wagen von der Campsite kam?! o.O
Egaaal...
Das die "Mowani Lodge" in die gehobenere Kategorie gehört, merkten wir gleich bei der Ankunft. Nicht nur das wir einen eigenen Parkplatz zugewiesen bekamen, war schon erwähnenswert. Sondern besonders war uns ein feuchter Waschlappen gereicht wurde, als wir gerade ausgestiegen waren. Etwas irritiert fragte mein Privat-Chauffeur, für was dieser denn gut sein soll. Mit einem geduldigen lächeln erklärte uns der Service-Mitarbeiter, dass dies eine Aufmerksamkeit des Hauses zum Abwischen des Schweißes von der Stirn sein. Aha..., dachte ich mir nur. Für sowas habe ich meine große Löwenzunge, Junge!
Aber natürlich meinte er es nur nett und begleitete uns erst einmal in die Lounge, wo wir sogleich die nächste Aufmerksamkeit des Hauses, in Form eines Glases Eistees, serviert bekamen. Auf einem gemütlichen Sofa sitzend wurde uns freundlich beim Ausfüllen der Anmeldung geholfen, bevor wir einem Botenjungen folgend unser Zimmer (Nr.11) mit Aussicht gezeigt bekamen. Ja, auf dieser Veranda könnte man es 2-3 Tage aushalten. =^.^=
Aber viel Zeit zum Verweilen blieb nicht, da wir unter keinen Umständen den Sundowner vom Aussichtsfelsen verpassen wollten. Wir hatten uns gerade eine Cola an der Bar bestellt, als wir unerwartet angesprochen wurden. Die Schweizer Großfamilie von der Little Five Tour hatte uns wiedergefunden!
Froh, etwas Anschluss gefunden zu haben, setzen wir uns zusammen auf die auf dem Sundowner-Felsen ausgelegten Sitzkissen und tauschten unsere Erfahrungen aus, während wir der Sonne beim Untergehen zusahen.

Nach einer kurzen Erfrischung und Dusche in dem wirklich luxuriös wirkenden Zimmer, stand das Abendessen mit seinem 4-Gänge-Menü auf dem Programm. Netterweise wurden wir auch hier von den Schweizern eingeladen uns mit an ihren Tisch zu setzen. Mit einem ausgezeichneten Essen auf dem Teller und interessanten Gesprächen, verging der Abend dann auch wie im Flug. Lediglich am Ende gab es ein Schreckmoment, als das lichtstarke Objektiv von meinem Privat-Fotografen sich nicht mehr von der DSLR-Kamera des fotobegeisternden Jungen lösen wollte, welches dieser zu Lernzwecken mitgebracht hatte. Aber zum Glück, konnte das Problem mit sanfter Gewalt sprichwörtlich "gelöst" werden.
Erschlagen von den vielen Erlebnissen warfen wir uns dann in unserer kleinen Suite dann auch recht bald ins Queensize-Bett und schnurrten/schnarchten uns im Schlaf durch die stille Nacht.
Mit einer konstanten Portion Fahrtwind in der Kabine war der weitere Weg auf der D2612 vom "Madisa-Camp" aus in Richtung Westen ein Traum. Zwar wurde die Gegend immer trockener und das Gras immer weniger, aber die schönen Hügel und Felsen, welche jeder für sich ein schöner Platz zum Dösen wäre, war eine Einladung zum Träumen. Und nach doch einigen Abschnitten mit Wellblech, gab es ihr völlig unerwartet auch wieder eine geteerte Straße!
Völlig entspannt und den Tag genießend schwebten wir leise über den Asphalt, bis wir unser Ziel erreichten. Das "Damara Living Museum".
Als wir ankamen, parkte nur ein weiterer Wagen vor dem Museum und wir fragten uns, ob wir aufgrund der vielleicht schon späten Zeit noch eine Führung bekommen würden. Immerhin war es schon nach 16 Uhr. Aber unsere Befürchtungen waren völlig umsonst, als wir freundlich am Eingang begrüßt wurden. Wir hatten sogar noch die Wahl, ob wir eine kleine 30-Minütige "Dorf-Tour" oder die größere 60-Minütige "Busch- und Dorf-Tour" machen wollten. Da die Busch-Tour auch eine Jagd beinhalten sollte, war für mich klar, was ich sehen wollte! Mal sehen, wie sich dieser Zweibeiner wohl anstellen wird. XD
Nachdem wir den Tourpreis von 220 NAD bezahlt hatten, wurden wir unserem Führer vorgestellt. Sein Name war "Zungen-Schnall-Laut-Arim" und er war mir auf Anhieb sympathisch. Für die Busch-Tour holte er sich noch schnell Unterstützung von einer Frau und einem Mann, deren Namen ich leider vergessen habe.
Als Erstes zeigte und erklärte uns die Frau verschiedene Heilkräuter, welche hier im Busch zu finden sind. Und dabei nahm sie sprichwörtlich kein Blatt vor den Mund, als es um Abführmittel und Heilblätterkauen ging. Eines der Blätter hat der schwarze Löwe auch mal probiert. Bäh! Grünzeugs! Das war natürlich nichts für mich. Viel interessanter wurde da schon die Jagdvorführung. Wobei ich hier das Wort "Vorführung" wohl sehr deutlich betonen muss, denn eine echte Jagd wurde uns natürlich nicht gezeigt. Mit einem kleinen Pfeil und Bogen schlich sich der Jäger schauspielerisch gekonnt, aber mit seinen zwei schweren Füssen doch recht laut an die Gazellen-Attrappe an. Und, Applaus! Er hat sogar mit seinem Pfeil getroffen!
Ach, wie gerne hätte ich ihm im Gegenzug mal gezeigt, wie man das auf vier leisen Pfoten richtig macht. ^^
Nach der erfolgreichen Jagd ging es dann ins Dorf, wo wir dann allerlei gezeigt bekamen. Am imposantesten fand ich dabei die Vorführung zum Feuermachen. Boah waren die beiden Männer schnell! Das bekommt manch anderer selbst mit einem Survival-Messer samt Feuerstein nicht schneller hin!
Ein weiteres persönliches Highlight war aber auch der Schmuckkettentausch am Ende der Führung. Die kleine Tochter meines Privat-Reiseleiters hatte ihm nämlich bunte selbstgemachte Armbändchen zum Verschenken mitgegeben. Die kamen aber so gut an, sodass die bunten Armbänder gegen ebenfalls selbstgemachten Damara-Armbänder getauscht wurden!
Noch eine letzte Runde im Museums-Shop und schon ging es weiter zur "Mowani-Lodge", unserem Übernachtungsstopp für die kommende Nacht.
Eigentlich wollten wir auch hier campieren. Aber da die Campsite (angeblich) gerade renoviert wurde, bekamen wir über unsere liebe Steffi ein Angebot für ein kostenloses Upgrade für einen View-Room an der Lodge (inkl. Halbpension!). So gerne ich auch in Namibia campiere, konnte ich bei diesem Angebot dann doch nicht "nein" sagen. Diese Verkettung von Umständen mit Campsite und Upgrade, hat beim Torwächter erst einmal etwas für Verwirrung gesorgt. Aber nach kurzer Rücksprache durften wir dann zur Lodge fahren, während ein anderer Camper mit seinem Wagen von der Campsite kam?! o.O
Egaaal...
Das die "Mowani Lodge" in die gehobenere Kategorie gehört, merkten wir gleich bei der Ankunft. Nicht nur das wir einen eigenen Parkplatz zugewiesen bekamen, war schon erwähnenswert. Sondern besonders war uns ein feuchter Waschlappen gereicht wurde, als wir gerade ausgestiegen waren. Etwas irritiert fragte mein Privat-Chauffeur, für was dieser denn gut sein soll. Mit einem geduldigen lächeln erklärte uns der Service-Mitarbeiter, dass dies eine Aufmerksamkeit des Hauses zum Abwischen des Schweißes von der Stirn sein. Aha..., dachte ich mir nur. Für sowas habe ich meine große Löwenzunge, Junge!
Aber natürlich meinte er es nur nett und begleitete uns erst einmal in die Lounge, wo wir sogleich die nächste Aufmerksamkeit des Hauses, in Form eines Glases Eistees, serviert bekamen. Auf einem gemütlichen Sofa sitzend wurde uns freundlich beim Ausfüllen der Anmeldung geholfen, bevor wir einem Botenjungen folgend unser Zimmer (Nr.11) mit Aussicht gezeigt bekamen. Ja, auf dieser Veranda könnte man es 2-3 Tage aushalten. =^.^=
Aber viel Zeit zum Verweilen blieb nicht, da wir unter keinen Umständen den Sundowner vom Aussichtsfelsen verpassen wollten. Wir hatten uns gerade eine Cola an der Bar bestellt, als wir unerwartet angesprochen wurden. Die Schweizer Großfamilie von der Little Five Tour hatte uns wiedergefunden!
Froh, etwas Anschluss gefunden zu haben, setzen wir uns zusammen auf die auf dem Sundowner-Felsen ausgelegten Sitzkissen und tauschten unsere Erfahrungen aus, während wir der Sonne beim Untergehen zusahen.
Nach einer kurzen Erfrischung und Dusche in dem wirklich luxuriös wirkenden Zimmer, stand das Abendessen mit seinem 4-Gänge-Menü auf dem Programm. Netterweise wurden wir auch hier von den Schweizern eingeladen uns mit an ihren Tisch zu setzen. Mit einem ausgezeichneten Essen auf dem Teller und interessanten Gesprächen, verging der Abend dann auch wie im Flug. Lediglich am Ende gab es ein Schreckmoment, als das lichtstarke Objektiv von meinem Privat-Fotografen sich nicht mehr von der DSLR-Kamera des fotobegeisternden Jungen lösen wollte, welches dieser zu Lernzwecken mitgebracht hatte. Aber zum Glück, konnte das Problem mit sanfter Gewalt sprichwörtlich "gelöst" werden.
Erschlagen von den vielen Erlebnissen warfen wir uns dann in unserer kleinen Suite dann auch recht bald ins Queensize-Bett und schnurrten/schnarchten uns im Schlaf durch die stille Nacht.
