"Safari" pur: Mit Löwin auf Tour!

Reisebericht 54 Antworten · 9’245 Aufrufe · gestartet 05. Aug. 2024 von Black Lion
Themenstarter463 Beiträge · seit 201222. Aug. 2024 ·
Kapitel 9: "Culture Clash!"

Mit einer konstanten Portion Fahrtwind in der Kabine war der weitere Weg auf der D2612 vom "Madisa-Camp" aus in Richtung Westen ein Traum. Zwar wurde die Gegend immer trockener und das Gras immer weniger, aber die schönen Hügel und Felsen, welche jeder für sich ein schöner Platz zum Dösen wäre, war eine Einladung zum Träumen. Und nach doch einigen Abschnitten mit Wellblech, gab es ihr völlig unerwartet auch wieder eine geteerte Straße!


Völlig entspannt und den Tag genießend schwebten wir leise über den Asphalt, bis wir unser Ziel erreichten. Das "Damara Living Museum".

Als wir ankamen, parkte nur ein weiterer Wagen vor dem Museum und wir fragten uns, ob wir aufgrund der vielleicht schon späten Zeit noch eine Führung bekommen würden. Immerhin war es schon nach 16 Uhr. Aber unsere Befürchtungen waren völlig umsonst, als wir freundlich am Eingang begrüßt wurden. Wir hatten sogar noch die Wahl, ob wir eine kleine 30-Minütige "Dorf-Tour" oder die größere 60-Minütige "Busch- und Dorf-Tour" machen wollten. Da die Busch-Tour auch eine Jagd beinhalten sollte, war für mich klar, was ich sehen wollte! Mal sehen, wie sich dieser Zweibeiner wohl anstellen wird. XD

Nachdem wir den Tourpreis von 220 NAD bezahlt hatten, wurden wir unserem Führer vorgestellt. Sein Name war "Zungen-Schnall-Laut-Arim" und er war mir auf Anhieb sympathisch. Für die Busch-Tour holte er sich noch schnell Unterstützung von einer Frau und einem Mann, deren Namen ich leider vergessen habe.
Als Erstes zeigte und erklärte uns die Frau verschiedene Heilkräuter, welche hier im Busch zu finden sind. Und dabei nahm sie sprichwörtlich kein Blatt vor den Mund, als es um Abführmittel und Heilblätterkauen ging. Eines der Blätter hat der schwarze Löwe auch mal probiert. Bäh! Grünzeugs! Das war natürlich nichts für mich. Viel interessanter wurde da schon die Jagdvorführung. Wobei ich hier das Wort "Vorführung" wohl sehr deutlich betonen muss, denn eine echte Jagd wurde uns natürlich nicht gezeigt. Mit einem kleinen Pfeil und Bogen schlich sich der Jäger schauspielerisch gekonnt, aber mit seinen zwei schweren Füssen doch recht laut an die Gazellen-Attrappe an. Und, Applaus! Er hat sogar mit seinem Pfeil getroffen!
Ach, wie gerne hätte ich ihm im Gegenzug mal gezeigt, wie man das auf vier leisen Pfoten richtig macht. ^^


Nach der erfolgreichen Jagd ging es dann ins Dorf, wo wir dann allerlei gezeigt bekamen. Am imposantesten fand ich dabei die Vorführung zum Feuermachen. Boah waren die beiden Männer schnell! Das bekommt manch anderer selbst mit einem Survival-Messer samt Feuerstein nicht schneller hin!
Ein weiteres persönliches Highlight war aber auch der Schmuckkettentausch am Ende der Führung. Die kleine Tochter meines Privat-Reiseleiters hatte ihm nämlich bunte selbstgemachte Armbändchen zum Verschenken mitgegeben. Die kamen aber so gut an, sodass die bunten Armbänder gegen ebenfalls selbstgemachten Damara-Armbänder getauscht wurden!


Noch eine letzte Runde im Museums-Shop und schon ging es weiter zur "Mowani-Lodge", unserem Übernachtungsstopp für die kommende Nacht.


Eigentlich wollten wir auch hier campieren. Aber da die Campsite (angeblich) gerade renoviert wurde, bekamen wir über unsere liebe Steffi ein Angebot für ein kostenloses Upgrade für einen View-Room an der Lodge (inkl. Halbpension!). So gerne ich auch in Namibia campiere, konnte ich bei diesem Angebot dann doch nicht "nein" sagen. Diese Verkettung von Umständen mit Campsite und Upgrade, hat beim Torwächter erst einmal etwas für Verwirrung gesorgt. Aber nach kurzer Rücksprache durften wir dann zur Lodge fahren, während ein anderer Camper mit seinem Wagen von der Campsite kam?! o.O

Egaaal...

Das die "Mowani Lodge" in die gehobenere Kategorie gehört, merkten wir gleich bei der Ankunft. Nicht nur das wir einen eigenen Parkplatz zugewiesen bekamen, war schon erwähnenswert. Sondern besonders war uns ein feuchter Waschlappen gereicht wurde, als wir gerade ausgestiegen waren. Etwas irritiert fragte mein Privat-Chauffeur, für was dieser denn gut sein soll. Mit einem geduldigen lächeln erklärte uns der Service-Mitarbeiter, dass dies eine Aufmerksamkeit des Hauses zum Abwischen des Schweißes von der Stirn sein. Aha..., dachte ich mir nur. Für sowas habe ich meine große Löwenzunge, Junge!
Aber natürlich meinte er es nur nett und begleitete uns erst einmal in die Lounge, wo wir sogleich die nächste Aufmerksamkeit des Hauses, in Form eines Glases Eistees, serviert bekamen. Auf einem gemütlichen Sofa sitzend wurde uns freundlich beim Ausfüllen der Anmeldung geholfen, bevor wir einem Botenjungen folgend unser Zimmer (Nr.11) mit Aussicht gezeigt bekamen. Ja, auf dieser Veranda könnte man es 2-3 Tage aushalten. =^.^=

Aber viel Zeit zum Verweilen blieb nicht, da wir unter keinen Umständen den Sundowner vom Aussichtsfelsen verpassen wollten. Wir hatten uns gerade eine Cola an der Bar bestellt, als wir unerwartet angesprochen wurden. Die Schweizer Großfamilie von der Little Five Tour hatte uns wiedergefunden!
Froh, etwas Anschluss gefunden zu haben, setzen wir uns zusammen auf die auf dem Sundowner-Felsen ausgelegten Sitzkissen und tauschten unsere Erfahrungen aus, während wir der Sonne beim Untergehen zusahen.


Nach einer kurzen Erfrischung und Dusche in dem wirklich luxuriös wirkenden Zimmer, stand das Abendessen mit seinem 4-Gänge-Menü auf dem Programm. Netterweise wurden wir auch hier von den Schweizern eingeladen uns mit an ihren Tisch zu setzen. Mit einem ausgezeichneten Essen auf dem Teller und interessanten Gesprächen, verging der Abend dann auch wie im Flug. Lediglich am Ende gab es ein Schreckmoment, als das lichtstarke Objektiv von meinem Privat-Fotografen sich nicht mehr von der DSLR-Kamera des fotobegeisternden Jungen lösen wollte, welches dieser zu Lernzwecken mitgebracht hatte. Aber zum Glück, konnte das Problem mit sanfter Gewalt sprichwörtlich "gelöst" werden.

Erschlagen von den vielen Erlebnissen warfen wir uns dann in unserer kleinen Suite dann auch recht bald ins Queensize-Bett und schnurrten/schnarchten uns im Schlaf durch die stille Nacht.
Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
zuletzt bearbeitet 25. Aug. 2026
Themenstarter463 Beiträge · seit 201225. Aug. 2024 ·
Kapitel 10: "36° und es wird immer steiler!"

Nach einer sehr erholsamen Nacht purzelten wir noch vor Sonnenaufgang aus den Federn. Grund hierfür war unsere doch etwas vollere Tagesplanung mit einem Umweg über den "Grootbergpass" nach "Kamanjab". Also schnell die sieben Sachen zusammengepackt und als Erster das sich noch im Aufbau befindliche Frühstücksbuffet begutachtet.




Kurz vor 8 Uhr waren wir dann auch schon auf der Schotterpiste und fuhren auf der D2612 in Richtung C39. Hier kam uns ein etwas einsam wirkender Radfahrer-Tourist entgegen und fragte uns, ob man hier irgendwo Wasser kaufen könnte. Außer den Lodges viel uns nichts ein, wo man in dieser Gegend sonst Wasser bekommen könnte und gaben ihm aus Mitleid eine unserer Wasserflaschen, was dieser auch dankend annahm. Nicht das der Arme am Ende noch verdurstet!
An der C39 bogen wir dann links, statt rechts ab und fuhren Richtung "Palmwag". Wie erhofft war die Strecke landschaftlich sehr ansehnlich und sicherlich keine vergeudete Zeit.






Die Straße war auch in einem guten Zustand und wir kamen gut voran. Sogar so gut, so dass wir uns hinter "Palmwag" auf dem "Grootberg-Pass" eine Pause an der "Grootberg-Lodge" erlauben konnten. Um allerdings zur Lodge zu kommen, mussten wir erst einmal den Berg erklimmen. Und um den Berg erklimmen zu dürfen, musste der Schrankenwärter unten am Pass erst einmal oben in der Lodge nachfragen, ob der Weg frei ist.


Dies war nun schon das zweite Mal auf unserer Reise, dass wir die Untersetzung mit Differenzialsperre bei unserem Camper einschalten mussten. Aber mit dieser waren die gefühlte 39°-Steigung kein Problem für den Wagen von Safari Car Hire. Langsam aber stetig ging es bergauf.
Oben angekommen wurden wir auch sogleich persönlich begrüßt und in die Lodge geführt. Drinnen wurde anscheinend gerade ein Seminar oder sowas ähnliches abgehalten, so dass wir uns leise zur Bar am anderen Ende des Saals bewegten. Kurz einen kleinen Snack und ein Früchtegetränk bestellt und schon saßen wir auf der Restaurant-Terrasse mit herrlichem Ausblick über das Tal.



Zuhause fliegt vor meinem Balkon ab und an der Milan vorbei. Hier in Namibia sind es gleich ganze Adler! 😄


Ich denke wer mal so richtig, weit ab vom Schuss, abschalten möchte, der ist auf der "Grootberg Lodge" richtig. Hier oben hört man wirklich nur die Vögel zwitschern. Gerne wäre ich hier noch ein Weilchen länger verweilt, aber wir hatten ja noch was anderes vor an diesem Tag.

Die Abfahrt war genauso aufregend abenteuerlich, wie die Auffahrt. Hier mal ein Video aus der Dashcam:

Video_Grootberg-Abfahrt
(Zur Orientierung: Der Berg auf der anderen Talseite liegt ungefähr auf gleicher Höhe.)

Vom "Grootberg Pass" aus, ging es dann die C40 bergab nach "Kamanjab". Als eines der wenigen größeren Dörfer in Namibia nutzten wir den Ort, um unseren Wagen vollzutanken und ein paar Dinge nachzukaufen. An der Tankstelle ging es ja noch einigermaßen gesittet zu. Was vielleicht auch daran lag, dass ich, eine Löwin, das Auto von innen bewachte. Aber beim "Oase Supermarkt" im Dorf konnte mein Privat-Chauffeur fast nicht aussteigen, weil bettelnde Kinder und Parkwächter ihn sofort belagerten. Zum Glück brauchten wir nicht viel und konnten gleich wieder verschwinden.

Wobei wirklich weit kamen wir nicht. Denn wegen der guten alten Zeiten wollte mein Privat-Reiseleiter unbedingt wieder im "Oppi Koppi" zu Mittagessen. Ob es diesmal wohl auch wieder einen reptilischen Besuch mit anschließender Schießerei gab, werdet ihr im nächsten Kapitel erfahren. 😉

Eure "Safari"
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zuletzt bearbeitet 25. Aug. 2026
104 Beiträge · seit 201827. Aug. 2024 ·
Vielen Dank für diese schönen Eindrücke deiner Reise!

Wegen diesem Bild musste ich lachen: http://campfire.pridelands.de/blacklion/Namibia2024/960/Namibia_2024-04-16_07-52-15_0030.JPG

Diesen Felsen habe ich jetzt schon einige Male hier im Forum gesehen und er ist einfach beeindruckend! Stimmts?

Viel Spass noch auf dem Trip mit deinem Löwen!
Costa Rica 17.11.2026- 07.12.2026 ...und Planung für 10/2027 mit dem Norden von Namibia, Caprivi & Chobe läuft
1’055 Beiträge · seit 201627. Aug. 2024 ·
Hallo : Black Lion ",

ich glaube dir ist ein Fehler im Bericht unterlaufen .
Wenn man von Mowani zur Grootberglodge fährt , kommt man nicht durch Palmwag, sondern biegt vorher rechts ab . Oder seid ihr ,wie wir 2023, vorher auf einen Kaffee bis Palmwag gefahren und wieder umgekehrt ?

LG
Conny
Namibia zum 1. Elefantenrunde Abschied für immer Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?") [url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
1’055 Beiträge · seit 201627. Aug. 2024 ·
Hallo Clue4fun , du schreibst : "Wegen diesem Bild musste ich lachen: http://campfire.pridelands.de/blacklion/Namibia2024/960/Namibia_2024-04-16_07-52-15_0030.JPG

Diesen Felsen habe ich jetzt schon einige Male hier im Forum gesehen und er ist einfach beeindruckend! Stimmts?"



Vielleicht dieses in meinem Bericht ?
P1090562-2.JPG


Irgendwie sticht er aus der Landschaft heraus . Ich habe ihn auch schon in mehreren Berichten entdeckt 😄
LG
Conny
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zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2024
16,9k Beiträge · seit 201227. Aug. 2024 ·
Ich hätte da auch noch was:


DSC_0578.JPG



LG
Logi
104 Beiträge · seit 201827. Aug. 2024 ·
Na klar! Wo sonst! 😉
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Themenstarter463 Beiträge · seit 201228. Aug. 2024 ·
CoM schrieb:Hallo : Black Lion ",

ich glaube dir ist ein Fehler im Bericht unterlaufen .
Wenn man von Mowani zur Grootberglodge fährt , kommt man nicht durch Palmwag, sondern biegt vorher rechts ab . Oder seid ihr ,wie wir 2023, vorher auf einen Kaffee bis Palmwag gefahren und wieder umgekehrt ?

LG
Conny
Es ist im Reisebericht vielleicht etwas unglücklich formuliert, aber wir sind natürlich nicht durch Palmwag gefahren. Das wäre mit dem Gnu-Filet von Cowboy auch nicht besonders gut gekommen. 😉
Mit "hinter Palmwag" meinte ich eigentlich "hinter dem Abzweig nach Palmwag"

Und, ja der Felsen! Mir ist beim lesen anderer Reiseberichte auch schon aufgefallen, dass dieser sehr häufig fotografiert wird. 😄
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808 Beiträge · seit 201728. Aug. 2024 ·
Hallo Black Lion
Gerne lese ich mit. Vor ein paar Wochen hatte ich die Grootberg Lodge angeschrieben und gefragt, ob wir einkehren dürften. Es wurde verneint
Bei euch schien es ja problemlos zu gehen, oder? Dann würden wird on wenigen Wochen doch noch wagen.
Viele Grüsse
Superfanti
Mein Ersttäter- Reisebericht Namibia 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/297472-5711-km-namibia-abenteuer-grosse-ersttaeter-runde.html Seychellen: Inselhopping: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299153-seychellen-inselhopping-im-tropischen-paradies.html Kurzbericht Namibia 2021 mit Fotobuch: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301218-fotobuch-und-kurzbericht-namibia-herbst-21.html Reisebericht Namibia 2021: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301521-5-056-km-zweittaeter-im-caprivi-herbst-2021.html?start=0 SÜDAFRIKA 2022 -Fotobuch und kleiner Reisebericht https://www.cewe-community.com/global/example/suedafrika-2022-68145 Costa Rica 2023 https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/303311-2-349-km-durch-costa-ricas-regenwaelder-und-vulkane.html Costa Rica Fotobuch www.cewe-myphotos.co...40289853b4efd18f584d Ein kleiner Auszug bereister Reiseziele: Liparische Inseln - Madeira - Azoren - Schottland - Island - Neuseeland -Australien- Singapur - Namibia -Gambia - La Réunion- Mauritius - Seychellen -Südafrika- Costa Rica - Usbekistan- Sri Lanka uvm.
1’055 Beiträge · seit 201628. Aug. 2024 ·
Superfanti schrieb:Hallo Black Lion
Gerne lese ich mit. Vor ein paar Wochen hatte ich die Grootberg Lodge angeschrieben und gefragt, ob wir einkehren dürften. Es wurde verneint
Bei euch schien es ja problemlos zu gehen, oder? Dann würden wird on wenigen Wochen doch noch wagen.
Viele Grüsse
Superfanti
Hallo Superfanti ,
wir sind letztes Jahr , ohne vorher zu fragen einfach den Berg hinaufgefaheren, es hat uns auch niemand "unten " angehalten und erst "oben" nachgefragt, ob wir fahren dürften . In der Lodge wurden wir herzlich empfangen , konnten Getränke bestellen und ich denke , es hätte keinen interessiert , wenn wir in den Pool gegangen wären . Alles unkompliziert und zwanglos.

LG Conny
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zuletzt bearbeitet 28. Aug. 2024
Themenstarter463 Beiträge · seit 201228. Aug. 2024 ·
Bei mir war es ähnlich wie bei Conny. Ich war morgens so gegen 10 Uhr auf dem Pass und bin einfach mal auf die Auffahrt zugefahren. Bei mir war dort eine Schranke mit Schrankenwärter, welcher aber nur per Funk an der Lodge nachgefragt hat, ob der Weg frei ist. Oben angekommen wurde ich dann auch herzlich begrüsst und durfte mich auf der Terrasse ein wenig ausruhen und die Aussicht geniessen, während im Saal irgendeine Konferenz/Schulung stattgefunden hat.

Ich würde es an deiner Stelle auch einfach mal probieren und zur Not halt eben selber auf dem Pass ein Picknick machen.
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Themenstarter463 Beiträge · seit 201228. Aug. 2024 ·
Kapitel 11: Männergespräche

Der Schlangenbesuch blieb diesmal im "Oppi Koppi" aus. Und ehrlich gesagt war ich darüber auch nicht wirklich traurig, da mit uns noch viele potenzielle Schlangenbissopfer anwesend waren. Einer davon war ein anderer Deutscher, welcher auch für sich reiste und mit dem wir uns ein wenig unterhielten. Zu Essen gab es Grünzeugs (Salat) und "Garnelen"?! Ich glaube da hat mein Privat-Reiseleiter wohl im Englischunterricht nicht richtig aufgepasst, als er bei der netten Bedienung bestellt hat.


Lange wollten wir aber beide hier nicht verweilen, da ein weiterer Höhepunkt unserer Reise auf dem Plan stand. Ohne weitere Umwege steuerten wir daher nach dem Mittagessen unser nächstes Tagesziel an. Die "Otjitotongwe Cheetah Farm", ca. 20km östlich von "Kamanjab".

Den meinem Privat-Reiseleiter schon bekannten Hinweisschildern hielten wir mit dem Auto vor dem Garten des Farmhauses an und betraten das Gelände nicht! Warum? Wegen der da!


Mein Privat-Fotograf konnte es natürlich nicht lassen und "Kwaaitjie", eine der beiden "zahmen" Gepardinnen, durch das Tor zu fotografieren.
Und ja, ich gebe es zu. Ich war in diesem Moment genauso am Sabbern wie sie! Meine erste GROSSKATZE!!! =^^=


Nach dem sich mein Privat-Reiseleiter etwas bemerkbar gemacht hat, kam dann Mario (der Sohn des Farmbesitzers) ans Tor und mit ihm die zweite Gepardin mit dem Namen "Stouter". Mich kribbelt es immer noch im ganzen Fell, wenn ich daran denke, wie sie da lag und mit mir um die Wette schnurrte! Sie natürlich ganz laut und ich ganz leise =^^=

Während mein Privat-Reiseleiter mit Mario das organisatorische abklärte, genoss ich einfach nur diesen Moment. So wie es aussah, waren wir die einzigen neuen Gäste an diesem Tag und würden den Campingplatz wieder fast für uns alleine haben. Nur ein anderes junges Pärchen war noch auf Besuch da.

Da wir ja noch was riesige Gnu-Filet von Cowboy aus Swakopmund in der Kühltruhe hatten luden wir Mario mal ganz spontan zum gemeinsamen Braai ein, was dieser überrascht aber auch gerne annahm. 🙂

Von der Farm zum Campingplatz sahen wir noch andere niedliche Lebewesen.



Da das einzig andere Pärchen natürlich den Platz belegte, den mein Privat-Reiseleiter das letzte Mal hatte, suchten wir uns ein anderes Plätzchen. Nach einer kompletten Platzrunde, entschieden wir uns für den Platz 10 in nächster Nähe zum Swimmingpool. Nachdem das Zelt in 8 Minuten stand, erfrischte sich mein Reisebegleiter noch in dem kühlen Nass.



Da Mario noch nach "Kamanjab" für Besorgungen musste, wurde es mit dem Braai ziemlich spät. Die Sonne war schon hinter dem Horizont verschwunden bis er zurückkehrte und zusammen mit mein Privat-Reiseleiter das riesige Gnufilet über dem Feuer garte. Ich lag zu dieser Zeit schon im Zelt und lauschte ein wenig dem Männergespräch am Feuer. Neben der Geschichte der Farm und Gepardenverhalten, ist mir noch in Erinnerung geblieben das Mario ein Teilhaber der "Bratwurst" in Swakopmund ist und von dort auch ganz gut Hans-Jürgen von Veronika B&B kennt. Wie klein doch die Welt in Namibia ist! 😄
Ich habe keine Ahnung, wie lange die Beiden sich noch unterhalten haben. Ich bin irgendwann zufrieden im gemütlichen Dachzelt eingeschlafen.
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zuletzt bearbeitet 25. Aug. 2026
Themenstarter463 Beiträge · seit 201201. Sept. 2024 ·
Kapitel 12: Etosha, wir kommen!

Guten Morgen liebe Sonne Afrikas! Welch ein herrlicher Tag mich wohl heute erwarten wird? Denn heute sollte es für die nächsten 5 Tage in den Etosha-Nationalpark gehen, wo ich hoffentlich endlich den ersten wilden Artgenossen begegnen werde!
Bevor dies jedoch in die Tat umgesetzt werden konnte, mussten wir erst einmal aufstehen. Ja, aller Anfang ist manchmal schwer. Besonders wenn das Bett so schön warm und gemütlich ist. =^.^=

Statt geduscht wurde wieder im Pool gebadet (ohne mich natürlich) und dann sorgsam alles aufgeräumt und das Zelt zusammengefaltet. Nicht das wir wieder etwas vergessen, so wie den Campingstuhl an der White Lady Lodge. Es dauerte daher bis kurz vor 9 Uhr, bevor wir loskamen.

Leider war Mario schon wieder unterwegs. Und so konnten wir uns nur von seiner Mutter verabschieden. Hoffentlich bis zu einem nächsten Wiedersehen!

Zurück ging es auf die C40 und dann Richtung "Outjo". Auf dem Weg passierten wir Ziegenherden mit freundlich winkenden Hirten und Vögeln die aufgeschreckt davonflogen. Zu meinem Bedauern entschied sich einer dieser Vögel im letzten Moment seine Fluchtroute und unserer Fahrroute gleichzusetzen. Wir waren leider um einiges schneller...

Um etwas Geschwindigkeit herauszunehmen, fuhren wir bei "Otjikondo" auf die D2694 und dann später auf die D2710. Dies war nicht nur eine gut zufahrende Abkürzung, sondern auch die viel schönere Strecke. Dann nur noch auf der C38 ein Stück Richtung Norden und wir standen hinter dem "Anderson Gate". Warum "hinter" dem Gate? Das lag daran, dass das Gate gerade umgebaut wurde und die Parkwächter in einen Container hinter dem Gate auf uns warteten. Nach einem geduldigen Ausfüllen der Einreiseformalitäten, stieg die Löwenpopulation im Park um eins. Nämlich um mich! =^.^=

Nicht allzu weit vom Gate bogen wir nach "Ombika" in westliche Richtung links von der Hauptstraße ab und nutzten sogleich die erste Gelegenheit für unseren ersten Game-Drive. Sogleich sahen wir die ersten Antilopen, Zebras, Oryx und sogar eine Giraffe.



Unser weiterer Weg führte natürlich nach "Okaukuejo", wo wir an der NRW-Rezeption noch unsere Parkgebühren bezahlen mussten. Bei der Gelegenheit fragte mein Privat-Chauffeur auch gleich nach den ersten Sichtungen und bekam den Tipp, dass bei "Gemsbokvlakte" diesen Morgen Löwen gesichtet wurden. Ich könnt euch vermutlich alle denken, wo wir als nächstes hingefahren sind. =^.^=

Aber leider kamen wir wohl zu spät. Denn selbst nach intensiver Suche mit dem Teleobjektiv vom Wasserloch bis zu den Wald- und Buschrändern, war von meinen Artgenossen kein Öhrchen zu sehen. Dafür sahen wir jede Menge Antilopen, welche sich um Kampf übten am Wasserloch und sich freundlich und weniger freundlich beißende Zebras in der Umgebung.




Nach einer Weile folgten wir dem Weg weiter nach "Olifantsbad", welches seinem Namen sogleich alle Ehre tat. Hier verweilten wir ein bisschen und schauten den kleinen Rüsselträgern beim Planschen und Spielen im Wasser zu.



Da die Elefantenherde das Wasserloch so richtig in Beschlag genommen hatte, hatten wir irgendwann aber genug gesehen und fuhren weiter. Dabei konnten wir noch einen ersten Blick auf eine Kudu-Antilope erhaschen.


Zurück auf der C38, hielten wir es nur kurz auf dieser Straße aus, da diese als Sand-/Schotterpiste in einem wirklich schlechten Zustand war und das Fahren darauf viel Konzentration erforderte und absolut keine Freude war. Viel lieber bogen wir da auf den Seitenweg ab, welcher zum "Sueda" Wasserloch führte.
Hier bekam ich einen ersten Ausblick auf die schier unendliche Weite der Etosha-Salzpfanne, welche dem Nationalpark ihren Namen verleiht.


Aber auch dort blieben wir nur kurz, da wir von einem anderen Parkbesucher erfahren hatten, dass sich ein Löwe unter einem Baum in der Nähe von "Salvadora" befinden soll. Also nichts wie hin!

Zum Glück gibt es in dieser Grasbewachsenen Savannengegend nicht viele Bäume. Ich glaube es waren ganze Zwei. =^.^=
Als wir näherkamen, sahen wir von der Ferne schon ein anderes Auto bei der Akazie bei "Charitsaub" sehen, welches ja auch in der Nähe von "Salvadora" ist. Wir also auch sofort im Eiltempo hin. Als wir ankamen war, außer einer Krähe, von einem Löwen aber weit und breit nichts zu sehen.


Also gleich weiter nach dem sich schon in Sichtweite befindenden "Salvadora" Wasserloch. Aber auch dort war mit dem bloßen Auge, außer zwei Gnus in der Ferne, nichts zu sehen. Von daher verschwand das vor uns dort gewesene Auto auch sogleich wieder, während mein Privat-Fotograf wieder seine Kamera mit Teleobjektiv hervorholte, um die Umgebung abzusuchen.


Und tatsächlich! Bei einer genaueren Untersuchung des Baumschattens, sahen wir eine kurze Bewegung im Gras!


Am Ende brauchte es noch den 2x-Telekonverter und die neuere Canon R50 um bei F16.0 und 1000mm Brennweite zumindest ein Beweisfoto machen zu können. Aber das war mir egal, denn dort drüben lag mein ERSTER WILDER LÖWE!!!


Da ich allerdings an unser Auto gebunden war und das schnuggelige Kerlchen von mir daher nichts mitbekam, öffnete der Gute nicht einmal ein Auge. Und an sowas anstrengendes wie Aufstehen war zu dieser Nachmittagshitze natürlich auch nicht zu denken. So beobachteten wir den Kater eine Weile bei dem was Löwen am besten können und am meisten tun. Beim Schlafen!
Und zumindest ein anderes Touristenpaar war uns für unsere Ausdauer dankbar. Denn ohne das Wissen das dort unter dem Baum ein Löwe lag, war dieser sehr leicht zu übersehen.

Da die Zeit aber doch schon in Richtung Sonnenuntergang tendierte, verließen wir ihn dann doch nach einiger Zeit in der Hoffnung, dass wir während unserer Zeit im Etosha-Park noch weitere meiner Art sehen würden.

Weiter ging es nach "Rietfontain", wo sich einige Springböcke und ein paar Gnus aufhielten. Gerne wäre mein Privatchauffeur zur Abkühlung mit den Gnus ins Wasserloch gesprungen, aber ich sagte natürlich dazu: "Gejagt wird später!"



Aufgrund mangels wirklich spannender Sichtungen hier, ging es aber bald weiter. Da wir nun doch noch gut in der Zeit lagen, fuhren wir an der Abzweigung nach "Halali" weiter nach Osten und Bogen dann auf dem Weg zum "Nuamses" Wasserloch ein. Plötzlich wurde das Wetter etwas stürmischer und wir fürchteten schon in ein Unwetter zu geraten, als wir von "Nuamses" Richtung Süden weiterfuhren. Zum Glück zog die kleine Regenwolke aber an uns vorbei, so dass wir noch Zeit für einen kleinen Fotostopp bei diesen süßen Kerlchen hatten.


Gegen kurz nach 18 Uhr erreichten wir dann das "Halali-Camp", wo wir für die kommenden zwei Nächte ein "Double Room" (Zimmer mit Doppelbett) gebucht hatten. Schnell eingecheckt, einen Tisch fürs Abendessen reserviert und ein paar Sachen ins Zimmer gebracht, waren wir wenige Minuten später schon am Moringa Wasserloch. Gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang mit friedlich trinkenden Zebras.



Im letzten Licht der Dämmerung ging es dann noch zum Abendessen und danach schnurstracks ins Bett. Denn morgen wollten wir schließlich wieder fit sein für unseren ersten "richtigen" Tag im Etosha!
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zuletzt bearbeitet 25. Aug. 2026
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Kapitel 13: Freude und Glück mit Franzosen

Es ist früh-morgens, 6:15 Uhr. Eine Uhrzeit in der mich normalerweise keine 10 Zebras aus dem Bett bekommen. Aber hier im Etosha war Viertel-nach-Sechs schon fast zu spät. Zwar waren wir noch fast die ersten am Frühstücksbuffet, aber nicht die Ersten am Gate. Da wir keinen Plan hatten, wo wir mit der Pirsch heute anfangen sollten, folgten wir einfach der kleineren Gruppe an Fahrzeugen. Diese führten uns als erstes an dem zugewachsenen "Helio-Wasserloch" vorbei nach "Goas". Dort erwarteten uns die ersten Zebras im Sonnenlicht.


Nach ein paar schönen Fotos zogen wir aber bald weiter, um vielleicht noch andere Tiere im schönen Morgenlicht auf den CCD-Sensor zu bannen. Ihr ahnt ja nicht was wir als nächstes gesehen haben!

Noch auf dem Waldweg kurz vor "Batia", sahen wir am Straßenrand einen einzelnen Camper stehen. Vorsichtig fuhren wir langsam heran und fragten neugierig, was es denn hier zu sehen gäbe. Die Antwort des französischen Päärchens brachte mich sofort auf meine Pfoten. Keine 15m von uns entfernt lag doch tatsächlich ein LEOPARD im Gebüsch!


Mann war die gut getarnt! Die hätten wir im Leben nie und nimmer alleine so entdeckt.
Zu unserem Glück stand die Gute dann auch noch auf und kreuzte die Straße, so dass wir sie in voller Pracht sehen und fotografieren konnten. Nur würdigte sie uns leider keines einzigen Blickes.


Wir beobachteten sie noch, bis auch das letzte Öhrchen im Busch verschwunden war, bevor wir uns noch ein wenig mit Laura und Nicolai (den Franzosen) unterhielten und uns gegenseitig zu dieser einmaligen Sichtung beglückwünschten. Da die beiden keine "große" Kamera dabei hatten, machten wir eine Win-Win-Vereinbarung in dem wir ein spontanes Team bildeten. Wir versprachen ihnen unsere Fotos später per E-Mail zuzuschicken und im Gegenzug spielten sie für uns ab sofort die Sichtungs-Späher. Ich glaube wir haben an keinem anderen Tag mehr so viele Sichtungen in so kurzer Zeit gehabt, wie an diesem Vormittag.












Gut, die Giraffen hätten wir auch alleine entdeckt. Aber an dem Steinböckchen wären wir unter Garantie vorbeigefahren. Bezüglich Sichtungen war es schon erheblich besser, wenn man zu Zweit im Auto saß. Wobei wir waren doch auch zu Zweit im Auto... *pfeif*

Wir drehten die Runde von "Batia" über "Springbokfontain", "Okerfontein" nach "Kalkheuwel". Dort trennten wir uns, da Laura und Nicolai wieder zurück nach Westen wollten um einen Geparden zu suchen. Wir hingegen wollten weiter nach Osten in der Hoffnung auf Löwen zu treffen. Kaum hatten wir uns auf der C38 getrennt, als wir nach wenigen Kilometern auf mehrere am Straßenrand stehende Autos und Touristentransporter trafen. Nach kurzer Nachfrage bekamen wir eine genaue Beschreibung wo hinter dem Gebüsch ein GEPARD lag! Ja heute war endlich Katzentag! =^.^=

Da sich die Gepardin jedoch halb hinter halb im Gebüsch befand, war von ihr erstmal auch nicht viel zu sehen.


Jedoch entdeckten wir auf einem der Fotos etwas Fleischiges. Die Gute suchte anscheinend nicht nur Schatten im Gebüsch, sondern hatte auch Beute dabei!

Brav warteten wir bei der Gepardin, bis auch Laura und Nicolai von ihrem erfolglosen Ausflug im Westen zurückkamen und sie zumindest ein Öhrchen von der Gepardin in Echt und etwas mehr von ihr auf meinen Fotos zu sehen bekamen. Da wir alle eine Pinkelpause brauchten, fuhren wir gemeinsam nach "Namutomi", wo mich die beiden auch gleich zum selbstgemachten Mittagessen auf ihrer Campsite einluden!


Das war echt total nett! Und die vegetarische Penne war auch voll lecker!

Gestärkt von der guten Mahlzeit machten wir uns dann wieder alleine auf die Pirsch. Unser nächstes Ziel war "Klein Okevi" wo wir auf eine kleine Herde Elefanten stießen.




Zurück an "Namutomi" vorbei besuchten wir noch das "Chudob" Wasserloch, bevor wir unseren Rückweg gen Westen antraten. Auf dem Weg sahen wir fast überall weitere Tiere von deren Art wir oft schon viele gesehen hatten. Aber was wäre ein Reisebericht ohne ein paar schöne Fotos. Daher bitteschön! Ob ihr wollt oder nicht, ist mir egal. =^.^=





Auf der C38 in Richtung "Kalkheuwel" kamen wir wieder an der Stelle vorbei, wo wir am späten Vormittag noch die Gepardin gesehen hatten. Zum Glück hatte mein Privat-Navigator neben mir, was das genaue wiederfinden von Orten betrifft, ein wirklich sehr gutes Gedächtnis. Denn diesmal stand kein einziges Auto mehr an der Stelle...
Unsicher, ob die Punkte-Katze noch da war, spähten wir mit unserem optischen Vergrößerungsgerät ins Gebüsch und sahen ein paar ihrer Punkte durch die Zweige. Wer möchte, darf im folgenden Bild gerne selbst mal suchen.


Geduldig warteten wir, dass etwas passierte. Und es passierte tatsächlich etwas! Es kamen nämlich andere Autos mit Touristen vorbei!

Zuerst kam ein Auto vorbei, schaute kurz in die Gegend und fuhr dann einfach weiter, weil es offensichtlich ja überhaupt nichts zu sehen gab. XD
Wenig später kam dann ein weiteres Auto mit zwei japanischen Touristen vorbei. Diese fragten immerhin, ob wir denn wirklich nur die drei Giraffen am Waldrand beobachten würden. "Nein, wir beobachten hier keine Giraffen.", antworteten wir mit einem Grinsen im Gesicht. Auf unseren darauffolgenden Hinweis, dass keine 20m von ihnen ein Gepard im Busch lag, waren die dann natürlich völlig überrascht und aus dem Häuschen. Leider hatten die Beiden es aber anscheinend eilig, da sie nur kurz verweilten und von der Gepardin zu diesem Zeitpunkt nicht viel sehen konnten.
Das änderte sich dann aber bald, als die Gute ihre Beute, ein Springbock, vor das Gebüsch schleppte und sich immer weiter den Bauch vollstopfte. Es dauerte keine Viertelstunde und die Straße war so gut wie dicht! ^^





Am Ende war die Gepardin so vollgefressen, so dass sie mich an diesen lustigen Animationsfilm erinnerte. =^.^=


https://www.youtube.com/watch?v=BOOljk_LOcs

Und ich denke der hier, wird auch noch seinen Teil der Beute bekommen haben.


Gerne wäre ich noch ein wenig länger geblieben, aber wir mussten auf Grund der Zeit weiter. Bis zum "Halali-Camp" war es noch weit und wer wusste zu diesem Zeitpunkt schon, was oder wem wir noch begegnen würden. Heute weiß ich es...




Wie am letzten Abend, so machten wir auch diesmal vor dem Abendessen im Restaurant einen schnellen Abstecher am "Moringa" Wasserloch. Aber außer den Zebras von gestern Abend (???) waren keine anderen Tiere zu sehen.
Also legten wir uns wieder recht bald schlafen, um am nächsten Tag die ersten am Tor zu sein! Und morgen wollte ich endlich auch mal wieder Löwen sehen! Am besten ein ganzes Rudel! Jawohl!
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zuletzt bearbeitet 25. Aug. 2026
Themenstarter463 Beiträge · seit 201207. Sept. 2024 ·
Kapitel 14: Löwenpopulation?

Ich glaube ich habe in dieser Nacht wirklich von einem ganzen Rudel Löwen geträumt. Natürlich mit kleinen, süßen und knuddeligen Cubbies! =^.^=
Aber da ich nicht nur von wilden Löwen träumen, sondern auch im realen Leben welche sehen wollte, weckte ich meinen Privat-Reiseleiter mit Nachdruck gegen Viertel-vor-Sechs. Heute wollten wir schließlich die ersten am Gate sein!
Also rasant gepackt, kurz gefrühstückt und schnell an der Rezeption ausgecheckt (und die Schlüsselkaution zurückgefordert) und schon standen wir am Gate... an zweiter Position...



Ich sehe schon, dass ist noch ausbaufähig.

Zu unserem Glück bog das erste Auto nach Toröffnung in Richtung "Okaukuejo" ab, so dass wir auf unserem Weg zum "Goas" Wasserloch die Führung übernahmen. Auf dem halben Weg sahen wir zuerst eine Kudu-Herde im Morgenlicht.


Und am "Goas" Wasserloch beobachteten wir einige Zebras. Ich mag Fotos mit Spiegelungen. 🙂



Lange waren wir jedoch nicht alleine am Aussichtspunkt, so dass wir zügig weiterfuhren.


Ein wenig hoffte ich ja auf dem weiteren Weg nochmal die Leopardin vom Vortag zu entdecken. Aber das wäre wohl zu viel des Glücks gewesen. Nach 11km bogen wir dann auch auf den "Gabelrakenweg" ein. Zumindest nannte mein Privatchauffeur diesen Weg so, da er bei seiner letzten Reise hier massenweise diese Vögel gesehen hatte. Heute sahen wir jedoch nichts. Naja fast nichts. Denn genau am Ende des Weges an der C38, sahen wir unseren privaten und selbst entdeckten Nashornhintern!


Da es schönere Anblicke gibt und sich das Nashorn sowieso einen von uns abgewandten Weg eingeschlagen hatte, fuhren wir weiter nach Osten. Kurz darauf begegneten wir dem ersten Auto aus Richtung "Namutomi" und hielten an, um nach Sichtungen zu fragen. Hier erfuhren wir, dass spielende Löwinnen in der Nähe der Hauptstraße gesehen worden sein sollen! Da uns der andere Fahrer leider keine genaue Ortsangabe geben konnte, fuhren wir mit höchster Aufmerksamkeit auf der C38 weiter. Hoffnungsvoll schauten wir in jeden Busch und unter jeden Baum. Aber am Ende entdeckten wir die Löwinnen bis "Chudob" nicht. Potenzielle Beute wäre auf jeden Fall da gewesen...


Weiter ging es Richtung "Namutomi". Gerade als wir wieder auf die Hauptstraße trafen, sahen wir in der Entfernung am Waldrand eine weitere Elefantenherde, welche im sehr zügigen Tempo geradewegs zu dem Wasserloch wollten, wo wir gerade herkamen.
Aber Elefanten hatte ich genug gesehen. Mir lag der Sinn heute nach einfach weiteren Großkatzen.

Etwas planlos fuhren wir weiter und probierten einfach mal die "Doringdraai"(?)-Schleife aus, welche anscheinend nur von wenigen Besuchern befahren wird. Dort trafen wir auf eine Mungogruppe, welche eine Pfütze im Weg als ihr persönliches Wasserloch nutzte.



Unser Glück auf die Probe stellend, fuhren wir die Hauptstraße wieder zurück nach Westen, wo wir keinen Raubkatzen, dafür anderen Tieren begegneten.



Zugegeben, würde ich nicht in einer schattigen Fahrerkabine sitzen und rumkutschiert werden, hätte ich mir vermutlich auch den nächstbesten schattenspendeten Baum gesucht und mich hingelegt.

Da wir sowieso nun in der Gegend waren, fuhren wir noch zum "Ngobib" Wasserloch. Aber nach einer beschwerlichen Fahrt durch viele Sickerlöcher, sahen wir...
...eine schöne Landschaft.


Den Rundweg haben wir uns gespart.

Spätestens jetzt hatte ich das mit den spielenden Löwinnen aufgegeben. Klar braucht man viel Glück, um selbstständig den König der Tiere in der Savanne zu finden. Von daher verstanden wir nicht, warum der Buschfunk unter den Touristen in diesen Tagen so gut wie überhaupt nicht funktionierte. Von zehn entgegenkommenden Autos hielten höchstens zwei an. Die die zwei die anhielten, waren erstmal überrascht, dass man ja miteinander reden und sich bei den Sichtungen helfen kann.
Natürlich haben wir immer gefragt, ob irgendwo Löwen gesichtet wurden. Aber alle haben gesagt, dass sie bisher nur eine Löwin gesehen haben. Und zwar mich... Whaaah! =^.^=

Da es schon nach Mittag war, fuhren wir nach "Namutomi" für eine Trink- und Pinkelpause. Bei der Gelegenheit besuchten wir auch gleich das "Koinachas" Wasserloch, was jedoch von jeglichem Getier unbesucht hinter der Campabsperrung lag. Und da wir schon mal hier waren, genehmigten wir uns auch noch ein Eis vom Shop.

Unsere nächste Mission führte uns um die "Fisher´s Pan". Hier sahen wir versprenkelte Gnus, das ein und andere Oryx, sowie vereinzelte Zebras. Also alles in allem die üblichen Bewohner des Etoshaparks. Aber wir sahen hier auch, und ich meine auch zum ersten Mal, eine schöne, bunte Gabelrake!



An "Namutomi" vorbei ging es nochmals zum "Koinachas" Wasserloch, welches wir auch zuvor schon einmal kurz abgecheckt hatten. Aber auch diesem sah ich nur ein einsam trinkendes Impala.


Mein Privatfotograf erzählte währenddessen von seinem Erlebnis von vor 10 Jahren , wo er genau hier ein ganzes Löwenrudel gesehen hatte. Ich sage euch, das war wie Salz in offenen Wunden...

Als nächstes versuchten wir unser Glück bei den Wasserlöchern "Klein & Groot Okevi" nördlich von "Namutomi".
Bei "Klein Okevi" begegnete ich dann meinen ersten Warzenschweinen. Eine Sau mit Ferkel, welche ihren Durst am Wasserloch stillten und dann wieder in den Busch trotteten. Und einen Vogel hatten wir glaube ich auch noch.



Bei "Groot Okevi" hatten sich die nächsten beiden Dickhäuter breit gemacht und blockierten Wasserloch und Aussichtspunkt.



Aber wenigstens gab es hier eine ulkige Szene, wo der eine Elefant seinen Rüssel über seinen Stoßzahn schwang und diesen dann erstmal nicht mehr zurückgeschwungen bekam. o.O


Zum Glück sind mir solche Probleme völlig unbekannt.

Der nächste logische Weg war dann von "Groot Okevi" nach "Tsumcor". Dort sahen wir keinen einen Elefanten, sondern gleich eine ganze Herde von Elefanten! Diesmal auch wieder mit Jungtieren, oder wie ich sie gerne nenne "kleinen Dumbos".



Interessant wurde es dann, als die Herde wieder vom Wasserloch abzog. Und zwar direkt in unsere Richtung! Jetzt hieß es schön ruhig bleiben und nicht in Panik verfallen, wenn die riesigen Dickhäuter direkt an unserem Auto vorbeilaufen. Ganz nach dem Motto: "Ich tue dir nichts und du tust mir nichts."

Übrig blieben zwei Elefanten, die sich anscheinen darum rangelten, wer denn als nächster trinken dürfe. Für alle anderen Tiere hier, war jedenfalls klar, dass sie noch nicht dran waren.



Da die Elefantenherde noch die Ausfahrtstrasse blockierte, mussten wir gezwungener Massen noch etwas warten, ehe wir weiterfahren konnten. Aus völliger Verzweiflung versuchten wir unser weiteres Glück im Norden.
Zunächst fuhren wir, nach dem Rat einer entgegenkommenden privaten Touristengruppe, an der Pfanne entlang nach "Stinkwater". Entgegen deren Aussage war aber auch dieser Weg beschwerlich zu fahren und alles andere als Tierreich. Und da wir schon so weit im Norden waren, fuhren wir dann auch gleich weiter nach "Andoni", dem am nördlichsten gelegenen Wasserloch im Etoshapark. Hier sahen wir wieder Gnus, einige Vögel und weitere Warzenschweine.




Der Rückweg auf dem Hauptweg nach "Namutomi" war dann tatsächlich in noch schlechterem Zustand. Und einmal wären wir auf dem Wellblech einfach so auch fast in den Busch geschlittert! Die Hauptstraßen im Etoshapark gehören wirklich mal dringendst Instandgesetzt!

Auf jeden Fall war meine Stimmung auch so schon auf einem Tiefpunkt angelangt. Und während wir über die schlechte Piste rüttelten, hielt ich es einfach nicht mehr aus und brüllte.

"Setz mich aus, damit ich die Löwenpopulation ankurbeln kann!"

Offensichtlich wurde ich natürlich nicht ausgesetzt. Allerdings musste ich mir einen sehr komischen Blick meines Privat-Chauffeurs über mich ergehen lassen. Ich denke er hat in diesem Moment mindestens genauso gelitten wie ich, so dass ich für meine Ungeduld keine Schelte bekam. Vielmehr fragten wir uns beide im Stillen: "Wo sind bloß alle Löwen hin?"
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zuletzt bearbeitet 25. Aug. 2026
Themenstarter463 Beiträge · seit 201208. Sept. 2024 ·
Kapitel 15: Die Löwin

Mit dieser Frage im Kopf, bogen wir noch einmal nach "Tsumcor" ein. Einfach nur, weil es wieder auf unserem Weg lag. Und wieder standen ein paar Elefanten am Wasserloch und tranken. Aber warum standen dann alle Autos nicht in Idealposition zu den Elefanten?

Und dann sahen wir es! Einen Schatten, hinter einem Busch, mit zwei runden Ohren!
Gemeinsam schrien wir mit vollem Enthusiasmus: "LÖWE!!!"

Und zu unserem Glück gab uns auch noch genau der Wagen auf der Polposition uns seinen Platz frei, so dass wir eine super Sicht auf die junge Löwin hatten!

Endlich! =^.^=

"Hallo, Schwester!"


Nachdem die ersten paar duzend Fotos geschossen waren, beauftragte ich meinen Privat-Chauffeur die späteste mögliche Abfahrtzeit zu berechnen. Denn eins war klar. Solange Schwesterherz hier war, würden ich mich keine Pfote weit von hier fortbewegen.

Die Gute schaute derweil immer mal wieder zum Wasserloch, wo eine kleine Elefantenherde am Trinken und Spielen war.


Geduldig warteten wir gemeinsam, dass die Elefanten das Wasserloch für die anderen Tiere freigeben würden. Offensichtlich zog sich dies aber etwas in die Länge.



Aber dann kam plötzlich doch Bewegung in die Herde! Der Grund hierfür war für uns Löwinnen allerdings der denkbar schlechteste...
Denn was ist schlimmer als eine Herde Elefanten, welche das Wasserloch besetzen? Genau! Eine noch größere Herde an Elefanten, welche obendrauf auch noch durstig sind! XP


Für meine Schwester bedeutete dies erstmal einen kleinen Stellungswechsel.


Und wieder hieß es warten, bis auch diese Elefantenherde sich an dem erfrischenden Nass gütlich getan hatte...

Aber dann war das Wasserloch endlich frei für die anderen Tiere und Schwesterchen witterte ihre Chance auf ein saftiges Abendessen!


Sie gab alles und machte sich flach wie eine Flunder!

Letzten Endes ist sie dann aber doch entdeckt worden und konnte ihren Beutetieren nur nachschauen.

Pünktlich zu unserer maximal spätesten Abfahrzeit, stand dann auch die junge Löwin auf und verschwand bald darauf im Busch.



"Auf Wiedersehen, Schwesterherz!"

Wir machten uns dann auch auf den Weg nach "Onguma", wo wir ja einen Zeltplatz für die kommende Nacht gebucht hatten. Also nichts wie auf zum "Von Lindequist Gate", wo zwei nette Parkwächterinnen noch kurz unsere mageren Fleischvorräte begutachteten. Das Onguma-Wildreservat liegt wirklich direkt hinter dem Gate, so dass wir pünktlich mit dem Sonnenuntergang die "Tamboti Campsite" erreichten.


Nach dem Zeltaufbau machten wir uns noch mit dem Campsite-Gecko bekannt, welcher sich anscheinend liebend gerne um die Sanitäranalgen kümmerte.


Da wir kein Fleisch mehr zum Grillen hatten und mir jetzt der Appetit auch nicht nach Dosenspaghetti stand, gingen wir dann doch lieber ins naheliegende Restaurant zum Abendessen. Da gab es immerhin Oryx und einen schönen Blick aufs beleuchtete Wasserloch.

Zufrieden zumindest heute eine Löwin gesehen zu haben, gingen wir gegen 22 Uhr ins Dachzelt. Morgen würde bestimmt besser werden!
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zuletzt bearbeitet 25. Aug. 2026
1’625 Beiträge · seit 201509. Sept. 2024 ·
Hallo Safari, hallo Ghostwriter,
ich lese schon die ganze Zeit mit. Vielen Dank für das Lesevergnügen und auch die Fotos gefallen mir gut (besonders auch die mit Dir Safari B)). Weiter so, ich freue mich auf die nächsten Kapitel.
Herzliche Grüße,
Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
zuletzt bearbeitet 09. Sept. 2024
Themenstarter463 Beiträge · seit 201212. Sept. 2024 ·
Hallo Elisabeth!

Vielen Dank für das Feedback!
Ja, als Vollblut-Löwin erlebt man so eine Tour nochmal mit ganz anderen Augen. Und ich glaube auch, dass mein Ghostwriter einige schöne Erlebnisse ohne mich verpasst hätte.

Wir beide waren diese Woche auch wieder auf Tour (diesmal geschäftlich). Deswegen gibt es das nächste Kapitel erst später.
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Themenstarter463 Beiträge · seit 201213. Sept. 2024 ·
Kapitel 16: Auf leisen Pfoten

Für diesen Tag war ein zuerst ein "Bush-Walk" auf "Onguma" geplant. Dies hatte meinem Reisebegleiter schon vor 10 Jahren so gut gefallen, so dass er dies unbedingt nochmals tun wollte. Nach einem schnellen Frühstück standen wir dann auch wie bestellt um halb sieben bei der Rezeption auf der Matte. Entgegen der Aussage vom Vorabend, hatten die anderen Bush-Walk-Interessenten jedoch abgesagt, so dass wir sogar eine Privattour bekamen!
Durch die sehr frische Morgenluft fuhren wir Richtung des Ostendes der "Fischers Pan", wo unser Guide dann in einem recht offenen Gelände den Wagen abstellte.


Dies natürlich zu unserer eigenen Sicherheit, um nicht versehentlich in ein Nashorn oder eine Elefantenherde zu geraten. Zwar hatte unser Guide zur weiteren Sicherheit ein Gewehr dabei. Aber dieses wollten wir natürlich möglichst nicht zur Anwendung kommen lassen.

Zu Fuß, beziehungsweise auf Pfoten, ging es dann los. Zuerst lernten wir etwas über Impala-Kot und unterhielten uns etwas über Webervögel und ihre Nestbauwettbewerbe. Wenn ich mich richtig erinnere, dann brauchen die Männchen 2 Wochen für ein Nest. Und wenn es der Dame nicht gefällt, so lässt sie seine Arbeit einfach zu Boden fallen, so dass er schön nochmal von ganz vorne anfangen darf.

Als nächstes habe ich hier ein Suchspiel für euch. Auf diesem Foto ist ein Tier versteckt.


Über schöne rot blühende Misteln in Büschen, schwenkte mein Privat-Fotograf das Thema dann auf Spinnen. Zu seinem Bedauern, gab es in dieser Gegend aber nur ganz kleine Exemplare.


Kurz vor Schluss stolperten wir dann noch über einen Eingang zu einem Ameisenbau. Hier lernte ich dann tatsächlich auch noch was ganz Neues. Oder wer von euch wusste schon, dass es riesengroße Wächter-Ameisen gibt?!


Im Großen und Ganzen war der "Bush-Walk" aber nicht ganz so aufregend wie erhofft. Dies lag vielleicht auch daran, dass es keine Gruppendynamik gab, welche zu lustigen oder interessanten Situationen hätte führen können. Und vielleicht war auch der Guide, wie die ihm umgebene Natur, einfach zu trocken.
Gegen 9:30 Uhr waren wir dann wieder zurück im "Tamboti Camp" und packten unsere 7 Sachen ins Auto. Noch kurz ausgecheckt und die Tour bezahlt, und schon ging es wieder zurück in den Etosha.
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zuletzt bearbeitet 25. Aug. 2026
Themenstarter463 Beiträge · seit 201213. Sept. 2024 ·
Kapitel 17: Postkutsche

Die netten Damen von gestern waren auch heute wieder am Gate und erkannten mich sofort wieder. Von daher durften wir nach etwas Smalltalk auch gleich weiterfahren.
Da wir außerhalb des Nationalparks übernachtet hatten, mussten wir nach "Namutomi" fahren, um dort an der NRW-Rezeption unsere Parkgebühren für die nächsten 2 Tage zu entrichten. So weit so gut. Womit wir allerdings nicht rechneten war die Zusatzaufgabe, welche wir auch noch erledigen sollten. Wie die Dame an der Rezeption korrekt erkannte, war unser heutiges Ziel das "Okaukuejo-Camp". Und da anscheinend ein anderes Touristenpaar irgendeine Bezahlung im "Namutomi-Camp" vergessen hatte, wurde mein Privat-Chauffeur auch gleich dazu verpflichtet einen Rechnungsbrief mit nach "Okaukuejo" mitzunehmen. Angeblich war dies auch dringend, da das Touristenpaar den Park sonst nicht würde verlassen dürfen.
Naja, deswegen auf direktem Wege nach "Okaukuejo" fahren, würden wir trotzdem nicht. Schließlich wollte ich heute endlich mal richtig viele Löwen sehen!

"Koinachas" war leer, weswegen wir gleich weiter nach "Chudob" gefahren sind. Dort gab es sehr viele durstige Impalas zu sehen, welche sich beim Trinken schön im Wasserloch spiegelten.


Und etwas weiter hinten zeigte sich auch ein imposanter Kudu-Hirsch.


Weiter ging es dann Richtung Westen auf der C38, wo verschiedenste Pflanzenfresser in der Savanne zu sehen waren.


Unser nächstes Ziel war "Kalkheuwel", dessen Weg von der Hauptstraße aus in keinem guten Zustand war. Zu unserem Glück trafen wir gleich am Abzweig zum Wasserloch auf ein anderes kommunikatives Touristenpaar, welche gerade von "Kalkheuwel" zurückkamen. Denn nach einem kurzen Austausch war klar, dass wir uns den Weg nach "Kalkheuwel" sparen konnten.

Da wir es mit dem Brief nicht eilig hatten, machten wir auch wieder den Umweg über "Okerfontein". Hier entdeckten wir neben einer Giraffe und einem Red Hartebeest, auch einen schönen Falken. =^.^=




Aber von Löwen gab es weit und breit keine Spur. Und auch alle anderen Parkbesucher, welche wir befragen konnten, hatten außer mir keinen anderen Löwen gesehen.

Leicht deprimiert ging es auf der C38 weiter in Richtung Westen. Vorbei an "Batia" und dem Etosha Lookout bis nach "Rietfontein". Und je weiter wir nach Westen kamen, umso weniger Tiere sahen wir.

Am Wasserloch selbst gab es dann auch nur noch ein paar Tiere. Und davon keine, welche wir nicht schon unzählige Mal gesehen hatten. Deswegen ging es dann auch gleich weiter Richtung "Salvadora", wo wir ja am ersten Etosha-Tag (also vor-vor-gestern) einen schlafenden Löwen unter dem Baum gesehen hatten. Aber natürlich war der heute auch nicht mehr oder wieder da.
Dafür sahen wir beim benachbarten "Charitsaub" Wasserloch eine ganze Gruppe Strauße.



Wieder zurück auf der C38 wurden wir erst einmal wieder gut durchgerüttelt. Und da sich mein Fahrer daher voll und ganz aufs Fahren konzentrieren musste, sank auch die Chance überhaupt noch etwas im Gebüsch nebenan entdecken zu können quasi auf null. So ratterten wir bis "Ondongab" eigentlich nur Kilometer herunter.

Da es auf dem Weg lag, fuhren wir der Vollständigkeit halber als nächstes das Wasserloch "Kapupuhedi" an. Neben etwas Wasser, hat man von hier aus einen ganz guten Blick auf die Weiten der Etosha Pfanne.


Aber auch hier machten wir, mangels jeglicher Tiere, nur kurz Pause, bevor es dann weiter nach "Nebrownii" ging. Hier, so erzählte mir mein Privat-Reiseleiter, hat er mit meiner Tante vor 10 Jahren jagende Löwinnen gesehen, was zumindest einen Funken Hoffnung in mir wieder aufkommen ließ. Aber als wir in "Nebrownii" ankamen, konnte ich ihm nicht wirklich glauben, dass hier einmal im kniehohen Gras drei Löwinnen versteckt hatten.


Gegen 15 Uhr erreichten wir dann schließlich "Okaukuejo", wo wir pflichtbewusst die überaus wichtige Post abgaben. Im Ernst, wir mussten der Dame an der Rezeption zweimal erklären, was es mit dem Brief auf sich hatte.
Aber nicht nur wegen dem Brief waren wir an der NRW-Rezeption. Insgeheim hofften wir hier vielleicht den ein oder anderen Sichtungstipp zu erhalten. Aber das war totale Fehlanzeige!

Wir nutzten das Camp noch um unsere Getränke- und Knabbervorräte aufzustocken. Aber da wir heute Abend in "Okaukuejo" kein Zimmer sondern nur eine Campsite gebucht hatten, fuhren wir nochmal in den Park hinein. Weil wir diesen Teil noch nicht gesehen hatten, fuhren wir nach Süden in Richtung "Anderson Gate" und bogen dann nach Osten auf den Pirschweg ab. Positiv an diesem Weg war schon mal, dass der Weg gut zu befahren war und wir außer uns kein weiteres Fahrzeug sahen. Allerdings sahen wir außer dem ein oder anderen Einzelgänger Gnu keine anderen großen Tiere, weswegen mein Privat-Fotograf anfing wirklich alles zu fotografieren was sich bewegte.



Und auch wenn sich nichts bewegte, fotografierte er... Landschaft.


Nach einem langen sich durch die Landschaft schlängelnden Weg, kamen wir bei "Gemsbokvlakte" an. Also der Ort, wo vor 3 Tagen noch Löwen geschichtet worden waren.
Aber natürlich waren hier auch keine Löwen. Und da sich die Strategie, über teils schwierige Wege durch den Park zu fahren nicht bewährt hatte, beschlossen wir nun diese zu ändern und einfach mal am Wasserloch stehen zu bleiben. Wo sollten wir auch sonst noch in den verbleibenden 2 Stunden bis Sonnenuntergang hinfahren?
Also suchten wir uns eine schöne Position, eine mit der Sonne im Rücken und Schatten in der Fahrerkabine, und harrten der Tiere die da kommen mögen.




Wie man sieht, war zumindest ein bisschen was los. Vor allem der Schakal, welcher teilweise von den Springböcken über die Wiese gescheucht wurde.

Mit der untergehenden Sonne fuhren wir zurück ins "Okaukuejo-Camp" und ließen uns vom Camp-Wärter einen Stellplatz am Rand zuweisen. Naja, im Vergleich zu den anderen Campingplätzen, war das hier mehr mit Parken als mit Campen zu vergleichen. Keinerlei Sichtschutz und bis zum Nachbarn waren es auch nur 7-8 Meter. Und dann war der Campingplatz auch ziemlich voll.
Aber letztendlich waren wir nur zum Schlafen hier. Also schnell das Dachzelt aufgebaut und dann gleich ab zum Wasserloch.

Auf dem Weg zum Wasserloch war ich natürlich der Hingucker. Man sah den Leuten wirklich an, dass sie froh waren, endlich mal eine Löwin zu sehen! Selbst wenn auch nur aus Plüsch!
Mit dem einem Mann kamen wir dann auch kurz ins Gespräch. Er erzählte uns, dass er heute 7 Löwen bei "Salvadora" gesehen habe. Verdutzt fragten wir nach, wann das denn gewesen sei, da wir in "Salvadora" heute ja auch vorbeigefahren sind (das Wasserloch, wo wir den ersten Löwen gesehen haben). Mit einem Maunzer der Verzweiflung, musste ich anhand unserer Fotos feststellen, dass wir das Löwenrudel um nur 2 Stunden verpasst hatten! Argh!
Traurig legte ich mich daraufhin auf die Steinmauer beim Wasserloch und erfüllte meine Aufgabe als Fotomotiv.


Nach dem Sonnenuntergang kamen dann die Nashörner aus dem Busch und unterhielten uns als ihr Publikum mit einem kleinen Platzkampf und einem Muttermilch trinkenden Riesenbaby.


Irgendwann zwischendrin waren wir noch im Restaurant Essen (lecker Wildsteak) und entdeckten den hiesigen Camp-Gecko an einer Hauswand, bevor wir dann gegen 23 Uhr ins Dachzelt kletterten.


Doch an eine erholsame Nacht war fast nicht zu denken. Rechts und links, mal nah mal fern, wurde noch erzählt, Reisverschlüsse hochgezogen, weitere Zelte aufgebaut und Geschirr verstaut. Und macht doch gefälligst das Stellplatz-Licht aus, wenn ihr schlafen geht! *fauch!*

Deprimiert über diesen Tag, habe ich mich dann doch irgendwann einfach zusammengerollt und mich leise in den Schlaf geweint...
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zuletzt bearbeitet 25. Aug. 2026