travelNAMIBIA33,3k Beiträge · seit 200619. Juli 2023 ·
Juni 2023 "We are fast closing the gap to the normality, with Namibian tourism performance thus far this year in 2023, a mere 2,5% lower than in the first half of 2019, all indications pointing to full recovery by the end of this year." (Quelle: HAN) 📎 HANStats2Quarter2023.pdf 📎 HANStats-June2023.pdf
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travelNAMIBIA33,3k Beiträge · seit 200616. Aug. 2023 ·
"Bis zu einer Million Touristen erwartet das Tourismusministerium für das laufende Jahr. Dies teilte die Behörde gestern bei einer Pressekonferenz zu den Tourismus-Statistiken für 2022 mit. Dabei zeigten laut Tourismusminister Pohamba Shifeta die Zahlen aus dem vergangenen Jahr bereits eine deutliche Erholung des Sektors gegenüber dem Vorjahr. Mut mache vor allem der Zeitraum September bis Dezember 2022, in dem allein über die Hälfte aller Besucher zu verzeichnen war. Hauptreisemärkte waren Südafrika, Angola und Deutschland sowie Italien und das Vereinigte Königreich. Namibia sei ein attraktives Tourismusziel, weil es bereits einige Initiativen zum nachhaltigen Tourismus vorweisen könne. Weitere Gründe seien die hohe Qualität der touristischen Angebote und das gute Preis-Leistungsverhältnis. Mit den für dieses Jahr erwarteten Zahlen nähere man sich langsam dem Vor-Corona-Rekordjahr 2019 mit nahezu 1,7 Millionen Einreisende an."
"Das Tourismusministerium plant neue Maßnahmen zur Verbesserung der Willkommenskultur am internationalen Flughafen Hosea Kutako. Dies teilte die Behörde am Rande einer Pressekonferenz zur Veröffentlichung der Tourismusstatistiken für 2022 mit. Hintergrund ist die Kritik einiger lokaler Reiseveranstalter und Touristen am zuweilen respektlosen Verhalten der Grenzbeamten am Flughafen. Nach Behördenangaben wolle man in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium das Training der Mitarbeiter am Flughafen intensivieren. Diese müssten neben ihrer Verantwortung für Sicherheit auch verstehen, wie wichtig der Tourismus für eine erfolgreiche Wirtschaft in Namibia ist. Mit Respekt und Freundlichkeit bei der Ankunft der Touristen könnten die Grenzbeamten das Wachstum in Namibia unterstützen. Als weitere Maßnahme ist eine Art Willkommenskomitee aus jungen Namibiern geplant, die Touristen bei ihrer Ankunft helfen sollen, sich zurechtzufinden. Die Maßnahme soll auch gleichzeitig jungen Absolventen im Bereich Tourismus die Möglichkeit bieten, erste Berufserfahrungen zu sammeln."
hhdkram schrieb:Moin, 😄 was mir besonders gefällt, ist das "gute Preis-/Leistungsverhältnis" 😄 Gruss, Dieter
Was findest du daran lustig? Namibia ist mit Südafrika mit Abstand das günstigste Reiseland im südlichen und östlichen Afrika. Da eine Grosszahl der gebotenen Unterkünfte durchaus viel fürs Geld bieten, kann man das imho als gutes Preis-/Leistungsverhältnis bewerten. Ausbrecher gibt es überall und Einzelschicksale spielen bei einer Landesbewertung eine untergeordnete Rolle.
klaus63 schrieb:
Namibia sei ein attraktives Tourismusziel, weil es bereits einige Initiativen zum nachhaltigen Tourismus vorweisen könne.
"Nachhaltiger Tourismus" wird bei einem Langstreckenflug in den Urlaub allerdings schwierig.
Gruß
Klaus
Interessant, dass du Nachhaltigkeit eines Gästebetriebes daran festmachst, wer dort einkehrt. Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Jemand, der seinen Betrieb umweltschonend aufstellt und „im Einklang mit der Natur“ betreibt kann doch nicht danach bewertet werden, ob sein Gast einen 10 Stunden Flug nötig hat um ihn zu besuchen. Ich finde diese Ansicht ziemlich schräg, zumal es in Namibia lokalen Tourismus gibt und dazu einen ausgeprägten regionalen, überwiegend von Südafrikanern.
Nachhaltigkeit im Tourismus kann meines Erachtes nur in der Gesamtheit einer Reise betrachtet werden. Dazu gehört auch die Belastung der Ökosysteme durch die Anreise. Ein Namibier kann im eigenen Lande in einem entsprechenden Gästebetrieb sicher einen nachhaltigen Urlaub machen, ein Europäer mit einem Langstreckenflug meiner Meinung nach im Regelfall nicht. Ich will damit nicht die Bemühungen der namibischen Gästebetriebe herabsetzen. Aber so ehrlich sollte man als ausländischer Tourist zu sich sein.
Viele Grüße
Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
(Hans Magnus Enzensberger)
wenn du dir die obigen Zahlen aus 22 anschaust, dann diehst du, dass 55% der namibischen Touristen aus Afrika kommen. 4 der Top Ten Destinationen sind Anrainer-Staaten Namibias. Europa trägt insgesamt "nur" zu einem Drittel bei. Mehr als die Hälfte der Touristen kann also mit dem Auto anreisen oder mit einem Kurzstreckenflug. Nachhaltigkeit ist imho eine rein lokale Sache, die je nach Kundensituation besser oder schlechter aufgeht.
Sehr richtig, pollux, sehe ich genauso. Unsereins soll Ferien im Schwarzwald machen und die moralisch Guten trinken ihren rock shandy auf fly-in-Lodges aus nachwachsenden Strohhalmen statt Plastik und denken dann noch, nachhaltig zu urlauben...
Nachhaltigkeit ist imho eine rein lokale Sache, die je nach Kundensituation besser oder schlechter aufgeht.
wenn Du das "eine rein lokale Sache" streichst, bin ich ganz bei Dir.
Die 55 % afrikanische Touristen habe ich gesehen. Es mag europäische Ignoranz sein, wenn ich bei den Besuchern aus Angola und Sambia annehme, dass davon nicht alle Touristen im Sinne der Tourismusindustrie sind.
Viele Grüße Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
(Hans Magnus Enzensberger)
travelNAMIBIA33,3k Beiträge · seit 200617. Aug. 2023 ·
moralisch Guten trinken ihren rock shandy auf fly-in-Lodges aus nachwachsenden Strohhalmen statt Plastik und denken dann noch, nachhaltig zu urlauben...
Na ja, solange sie mit der Bahn nach Namibia angereist sind, ist ja alles gut. Die Bahn ist ja scheinbar nachhaltig mit Kohlestrom betrieben.... 😉
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hhdkram schrieb:Moin, 😄 was mir besonders gefällt, ist das "gute Preis-/Leistungsverhältnis" 😄 Gruss, Dieter
Was findest du daran lustig? Namibia ist mit Südafrika mit Abstand das günstigste Reiseland im südlichen und östlichen Afrika. Da eine Grosszahl der gebotenen Unterkünfte durchaus viel fürs Geld bieten, kann man das imho als gutes Preis-/Leistungsverhältnis bewerten. Ausbrecher gibt es überall und Einzelschicksale spielen bei einer Landesbewertung eine untergeordnete Rolle.
Gruß
Klaus
Das gute Preis-/Leistungsverhältnis für Reisen in Namibia gilt im Vergleich zu europäischen Reisezielen für viele (Spritkosten, Lebensmittel und Restaurantbesuche, etc.) Bereiche. Aber insbesondere die oft überteuerten Preise für feste Unterkünfte an den Hotspots stehen in keinem Verhältnis zu den allgemeinen Lebenshaltungskosten und erst Recht nicht zu den Durchschnittseinkommen der Bevölkerung. Bei Preissteigerungen innerhalb von 2 Jahren um 70% in einzelnen Unterkünften oder Übernachtungskosten für ein DZ von über 250 Euro kann man aus meiner Sicht nicht von einem guten Preis-Leistungsverhältnis reden. Und ich spreche hier nicht von den absoluten Luxuslodges.
travelNAMIBIA33,3k Beiträge · seit 200617. Aug. 2023 ·
... benötige ich dafür auch einen Internationalen Führerschein? Oder reicht da meiner von der FN? 😐
nationaler is ok. Schau nur, dass der NAM-Aufkleber hinten drauf ist (natürlich einer, der auf nachhaltigem Plastik mit natürlichen Farben gedruckt wurde). Sonst wird es teuer...
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travelNAMIBIA33,3k Beiträge · seit 200617. Aug. 2023 ·
Hi Namdu,
Aber insbesondere die oft überteuerten Preise für feste Unterkünfte an den Hotspots stehen in keinem Verhältnis zu den allgemeinen Lebenshaltungskosten und erst Recht nicht zu den Durchschnittseinkommen der Bevölkerung.
Überteuert ist ja eben relativ. Das Preis-Leistungssempfinden ist eben subjektiv. Und der andere Aspekt Deiner Aussage hat rein gar nichts mit einem Preis-Lesitungsverhältnis zu tun. Die meisten touristische Angebote stehen zumindest in sich entwickelnden Ländern nie in irgendeinem sinnvollen Verhältnis zum Durchschnittseinkommen. Was in Namibia (wie überall in Ländern mit "freier" Marktwirtschaft) gemacht wird, ist schlichtweg das einfach Prinzip von Angebot und Nachfrage. Das zeigt sich seit Corona vor allem auch im Bereich der Mietwagen: kleines Angebot, große Nachfrage.
Das alles hat aber nichts mit der allgemeinen touristischen Entwicklung in Namibia (siehe Threadtitel) zu tun.
Viele Grüße Christian
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hhdkram schrieb:Moin, 😄 was mir besonders gefällt, ist das "gute Preis-/Leistungsverhältnis" 😄 Gruss, Dieter
Was findest du daran lustig? Namibia ist mit Südafrika mit Abstand das günstigste Reiseland im südlichen und östlichen Afrika. Da eine Grosszahl der gebotenen Unterkünfte durchaus viel fürs Geld bieten, kann man das imho als gutes Preis-/Leistungsverhältnis bewerten. Ausbrecher gibt es überall und Einzelschicksale spielen bei einer Landesbewertung eine untergeordnete Rolle.
Gruß
Klaus
Bei Preissteigerungen innerhalb von 2 Jahren um 70% in einzelnen Unterkünften oder Übernachtungskosten für ein DZ von über 250 Euro kann man aus meiner Sicht nicht von einem guten Preis-Leistungsverhältnis reden.
Zum ersten Part: s.o. Einzelfälle können und dürfen bei einer landesweiten Betrachtung keine Rolle spielen bzw keinen Massstab darstellen.
250 Eur für ein DZ, also 125 Eur pPpN, sind natürlich günstig für eine gehobene Mittelklasse-Lodge. In Botswana fangen die 3* Unterkünfte so um 300 Eur an, 4* ca bei 600 und die Luxusherbergen (vereinzelt) ab 1000, eher in Richtung 1500 Eur aufwärts. Unterkünfte in einer netten Umgebung für 250 Eur/DZ kannst du an einigen Fingern abzählen.
Was eine zweistellige Inflation ausmacht, siehst du ja gerade in Deutschland. Ihr habt mittlerweile unsere Lebensmittelpreise erreicht (Fleisch ausgenommen), verdient aber nur die Hälfte. Wie wirkt sich das in Afrika aus? Unser Land Cruiser (2021) kostet heute 130.000 NAD mehr bei Toyota. Das ist ein Aufschlag von etwa 20%. Wir reden hier aber vom weltgrössten Autobauer. Eine kleine Lodge kann Preissteigerungen nicht im selben Umfang abfedern. Zu guter letzt kann jeder Orte meiden, die Preise erhöhen und Leistungen verschlechtern. Die gibt es bei mir auch - dennoch sehe ich Namibia als Land mit sehr gutem P-/L-Verhältnis.
Liebe Grüsse Guido
TAtacitus1’144 Beiträge · seit 202217. Aug. 2023 ·
Man kann sich darüber lustig machen oder es für Propaganda böser Mächte halten (pollux), es ändert aber nix daran, dass das was sich seit Jahrzehnten abspielt und gerade beschleunigt, die liebgewonnenen Gewohnheiten von Reisenden und Reisenwollenden mittelfristig kräftig verändern wird (müssen); von den Kosten ….. bis zur Machbar- und Verträglichkeit. Die derzeitigen Verwerfungen durch den Ukrainekrieg sind nur eine momentane Draufgabe. Leute mit viel Geld werden davon logischerweise weniger betroffen sein als Mittelständler (siehe die letzten Beiträge). Dass davon auch Zielländer (manche mehr, manche weniger) betroffen sein werden, ist wohl logisch. @Bahnstrom für die schnelle Bahn (TavelNamibia) Das energiewirtschaftliche Problem der schnellen Bahn beginnt schon eine Stufe davor, nämlich beim Konzept selber. (Nachtrag 12:00: Mit einer Tonne Zug pro Sitzplatz) Auf Bodenniveau zu fliegen hat seinen Preis, denn: Die kinetische Energie z. B. eines voll besetzten, mit 300 km/h fahrenden ICE - Zuges mit 450 t beträgt gerundet nur 435 kWh. Selbiger ICE 3 ist mit 8.000 kW motorisiert. Wofür also die derart gestrichen volle Hose? Und noch viel Spaß beim Rechnen 😉 😁 .
@tacitus: Solange ausgerechnet die grüne Plapperlena 2 x 80.000 l Kerosin (das muss man sich mal vorstellen, das ist wahrscheinlich der CO2-Fußabdruck meines ganzen Lebens) mal so ablässt und sich dennoch feministisch weigert, Linie zu fliegen, ändere ich doch nicht meine liebgewonnenen Reisegewohnheiten ...