Sabine26Themenstarter1’394 Beiträge · seit 200909. Juli 2022 ·
Sadie schrieb:Danke für deinen ehrlichen Bericht. Ich glaube mit der walking Safari wollten die Unternehmer etwas Benzin sparen! Noch wegen den Darmgeschichten: in Ostafrika ist es ja so dass man nie einheimisches Wasser zu sich nehmen soll, dass, auch wenn es ihr Trinkwasser ist, eben dort andere “Käfer” drin sind als dass wir uns gewohnt sind. Deshalb brauchen wir immer Wasser von einer “sealed” Flasche und putzen uns die Zähne damit und spülen uns den Mund aus. Als mein Mann das mal vergaß, hatte er danach auch gleich Magenbeschwerden. Ich frage mich ob alle deine Mitreisenden das vielleicht unterlassen haben? Liebe Grüsse von Katrin
Hallo Katrin,
ich bin keine Freundin von "nur das Schöne wiedergeben" in einem Reisebericht. Wenn es so war, natürlich und umso besser für den/die Reisenden, da habe ich auch bereits RBs geschrieben, wo alles gepasst hat.
Interessanter Aspekt mit dem Treibstoff sparen, daran habe ich noch gar nicht gedacht. Hatte das Argument "Einsparung" im Hinterkopf bei etwas anderem, dazu werde ich später noch einmal etwas schreiben, aber nicht hier bei der Fußsafari. Da hast Du mir wirklich einen Denkanstoß gegeben 😘
Ich glaube, weiß es aber natürlich nicht 100 %-ig, dass alle nur das dafür in den Lodges bereit gestellte Wasser zum Zähneputzen genommen haben (war in Flaschen oder halt nicht "sealed" in Thermoskannen), zumindest war es das, was ich raushörte, wenn die Sprache darauf kam (ich habe dafür nur das Wasser aus den Flaschen genommen, versuche selbst beim Duschen nicht unbeabsichtigt, Wasser in den Mund zu bekommen und je nachdem, wo ich bin, bestelle ich mir entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten zum Trinken, Wasser mit Kohlensäure). Aber - auch wieder nur meine subjektive Beobachtung - es wurde einfach zu viel gegessen von Dingen, von denen ich mich tunlichst ferngehalten habe. Da hätte ich schon im Vorfeld wetten können, dass es Probleme geben könnte. Ich wurde auch ein wenig belächelt, weil ich z. B. auf der Kaffeefarm so vorsichtig war, aber muss sagen, ein guter Guide sollte auch ein Auge darauf haben und die Tourteilnehmer vorwarnen, dass unsere Mägen nicht immer robust genug sind. Das wird dann auch viel eher akzeptiert, als wenn es eine Mitreisende anspricht.
Danke auch Dir für Dein Interesse 🙂
LG nach Florida Sabine
Sabine26Themenstarter1’394 Beiträge · seit 200909. Juli 2022 ·
Extra noch für Dich, BMW, habe ich das andere Modell rausgesucht, aber Du bist ja schon so viel rumgekommen, Du kennst die verschiedenen Modelle sicherlich sehr gut 🙂 .
Natürlich auch für alle anderen, die daran interessiert sind, hier das schlichtere Modell:
Der Konflikt in einer Gruppenreise ist oft der unterschiedliche Level in der Reiseerfahrung...entweder Du
explodierst irgendwann oder Du resignierst....in beiden Fällen wirst Du von vielen Teilnehmern als nicht
pflegeleicht wahrgenommen.....
LG.......................BMW
Sabine26Themenstarter1’394 Beiträge · seit 200909. Juli 2022 ·
Tag 11 – nördliche Serengeti Wenn sich ein großer Wunsch erfüllt und in Enttäuschung endet
Ich freue mich so sehr auf die beiden nächsten Reisetage, denn die beiden Hauptgründe für diese Reise rücken minütlich näher: die Chance auf ein Crossing und - für mich als Vulkanfan - der Ol Doinyo Lengai am Lake Natron.
Aber wie heißt es so schön? Überlege Dir genau, was Du Dir wünscht, es könnte in Erfüllung gehen.
Während des gestrigen Abendessens hatte ich schon mehrmals erwähnt, dass morgen der Tag der Tage auf dieser Reise für mich kommen sollte. Unser Rotationsprinzip im Wagen beschert mir heute die erste Reihe, es könnte nicht besser laufen, davon bin ich überzeugt. Für mich kann es nach dem Frühstück gar nicht schnell genug los gehen. Wir fahren durch die nördliche Serengeti, fahren über befestigte Betonpisten in Flussbetten. Im Wasser tummeln sich Hippos. Wir fahren hin und her, am Pistenrand haben sich zahlreiche Geier eingefunden. Ich frage schon ungeduldig wie ein kleines Kind, wann wir denn am Fluss sein werden.
Dann halten wir, weil wir eine grüne Schlange im Baum sehen. Moses verkündet mit (auf mich wirkender) voller Stolz mitschwingender Stimme, das sei eine grüne Mamba. Ich finde die Sichtung toll, bin aber ein wenig skeptisch, ob es wirklich eine grüne Mamba ist. Da ich aber nicht genau weiß, um welche Schlange es sich handelt, halte ich mich zurück. Später werde ich in einem Forum nachfragen und erfahren, dass es nicht ganz klar zuzuordnen ist, um welche Schlange es sich handelt, möglicherweise um eine Boomslang oder eine grüne Baumschlange, möglicherweise aber auch um eine andere Art. Es kommt auch der Hinweis, dass es keine grüne Mamba wäre, da sie in dieser Gegend nicht vorkommt. So genau wird es wohl nicht zu klären sein.
Mittlerweile nerve ich wahrscheinlich schon alle im Fahrzeug, ich möchte wissen, wann wir zum Fluss fahren.
Irgendwann stehen wir tatsächlich vor dem Fluss, ich schätze mal, 200 Meter entfernt. Links und rechts von uns steht bereits schon eine Vielzahl von Wagen und es kommen immer mehr weitere Fahrzeuge hinzu. Einerseits bin ich ein wenig beruhigt, dass wir den richtigen Platz gefunden haben, andererseits bin ich doch überrascht über die vielen Fahrzeugen. Warum, weiß ich eigentlich selbst nicht so genau, denn ich hatte damit gerechnet, aber vielleicht ist es doch etwas anderes, wenn man dann selbst mittendrin ist. Neben uns steht ein Wagen mit spanischsprechenden Touristen, diese sitzen teilweise auf dem Dach, trinken – was auch immer – und grölen. Das nervt mich so sehr, dass ich auf Spanisch rüber rufe, sie möchten doch bitte leise sein, nicht gerade zur Begeisterung der anderen in unserem Fahrzeug.
Wir warten und warten, hinter uns hat sich eine riesige Herde Gnus versammelt, auf der anderen Seite des Flusses wimmelt es regelrecht von Herden. Soweit ich erkennen kann, zumeist Gnus und Zebras. Ich frage, ob man nicht zum Ufer fahren darf und erfahre, dass die Fahrzeuge erst dann losfahren dürfen, sobald ein Teil der Herde bereits im Wasser ist. Das war mir so nicht bekannt, aber ist eine sinnvolle Regelung, wie ich finde.
Ich glaube, Gnus sind von Natur aus nicht mit besonders großer Intelligenz bedacht worden. Das folgende Schauspiel, das sich immer und immer wieder abspielt, wirkt auf mich wie eine Bestätigung. Die Herde setzt sich in Bewegung und läuft zumeist auf einer Linie los, erst langsam, dann immer schneller und stoppt am Wasser. Es wirkt auf mich, als seien sie panisch und rennen wieder zurück. Das Ganze wird begleitet von einem einzigen und unglaublichen lauten Gnu-Muhen. Ich finde es unglaublich faszinierend, diesem Verhalten der Herde zuzuschauen.
Weniger faszinierend finde ich, dass sich die Gnus ihren Weg vorbei an den vielen Safarifahrzeugen bahnen müssen und diese ohnehin schon reichlich gestresst scheinen in Anbetracht ihrer bevorstehenden Wasserdurchquerung, in der es um Leben und Tod geht. Aber wer kann ihnen den Stress verdenken?
Zur Krönung des Ganzen fahren immer mal wieder Fahrzeuge nah am Ufer entlang, obwohl es verboten ist und mehr als einmal hat sich die Herde bereits in Gang gesetzt und zum Crossing angesetzt, muss dann wieder abdrehen. Die Rangerfahrzeuge haben gut zu tun, um die Unverbesserlichen aus der No-Drive-Area zu schicken.
Ich kann es so langsam kaum begreifen, welches Verhalten sich hier abspielt und habe großes Mitleid mit den Tieren.
Dann setzt wieder eine Phase des Stillstandes ein und wir warten und warten. Mal wieder frage ich Moses, wie denn heute die Chancen auf ein Crossing stehen. Er sagt, dass die Tiere auch schon mehrmals am Tag das Crossing machen und von einem Ufer zum anderen wechseln.
Ich kann das nicht so recht glauben und erkläre kurz im Wagen, warum die Tiere hier die Flüsse überqueren, erzähle von der noch einzigen, in diesem Umfang übrig gebliebenen, natürlichen Migration auf unserem Planeten, die jedes Jahr weiter südlich in der Serengeti beginnt und bis hoch in die kenianische Massai Mara führt, um dann später im Jahr wieder zurück zu führen nach Tansania in die südlichen Gebiete der Serengeti, ein natürlicher Kreislauf, an dem weit mehr als 1 Million Tiere teilnehmen, zumeist Gnus und Zebras, aber auch einige Antilopenarten.
Wie ich im Nachhinein - dank Betti - erfahren habe, ist es so, dass die Tiere mehrfach die Seiten wechseln können, da hatte Moses Recht.
In weiter Entfernung, sodass ich kein vernünftiges Foto machen kann, sehen wir in einer Flussbiegung ein Gnu, das im matschigen Ufersaum feststeckt. Es kommt nicht mehr heraus und ein Krokodil nähert sich bereits. Irgendwann hat es das Gnu erreicht und schnappt zu. Das Gnu wehrt sich mit allen Kräften. Ich weiß nicht, wie es dem Gnu gelingt, aber es kann sich befreien und überquert schwer verletzt den Fluss und erreicht das andere Ufer. So verletzt wird es wohl keine große Überlebenschance haben.
Wir warten und warten, hin und wieder setzt sich die Gnuherde in Bewegung, um dann kurz vor dem Ziel wieder umzukehren.
Zur Mittagszeit will Moses zurück ins Camp fahren, ich bin nicht so begeistert, ich würde heute auch auf Lunch verzichten, bin aber insgeheim froh, dass meine Mitreisenden bisher auch genug Geduld aufgebracht haben und des Wartens nicht allzu überdrüssig wurden. So fahren wir also zurück ins Camp, das keine 15 Minuten entfernt liegt. Ich hoffe, dass wir später bei Rückkehr kein Crossing verpasst haben und dass wir vor allem noch ein freies Plätzchen für unser Fahrzeug finden.
Nach dem Lunch drängele ich, dass wir bitte gleich wieder los fahren. Ich bin so ungeduldig. Wir finden dann tatsächlich einen Platz für den Wagen und die Gnus haben sich noch nicht zum anderen Ufer gewagt.
Aber dann, wir warten dieses Mal gar nicht so lange, fasst sich ein kleiner Teil der Herde ein Herz und startet das Crossing. Recht schnell kommt das Kommando und alle Autos fahren los. Das, was nun folgt, habe ich in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet. Es setzt ein regelrechtes Wettrennen ein durch ein unübersichtliches Gelände, voller Löcher. Es grenzt an ein unglaubliches Wunder, dass es zu keinem Unfall und keinen Verletzten kommt. Zum Glück fährt unser Fahrer mit großem Bedacht, wir sind daher längst nicht bei den ersten, die unten am Ufer ankommen, aber in diesem Moment bin ich für seine umsichtige Fahrweise sehr dankbar und werde mich dafür später nach dem Crossing bei ihm bedanken. Denn ein Unfall, noch dazu in dieser abgelegenen Gegend, ist auch dieses Erlebnis keinesfalls wert.
Unten angekommen sehe ich dann ein Crossing, wenn auch klein und keinesfalls so spektakulär wie in den Dokumentationen, die über den heimischen Bildschirm flirrten, aber immerhin ein Crossing. Allerdings kann ich mich nicht mehr sonderlich begeistern. Ich bin schockiert von den Massen an Touristen, zwischen deren Fahrzeugen sich die Tiere einen Weg bahnen müssen, ich bin schockiert von dem Verhalten einiger Touristen, die den Gnus den Weg abschneiden, in dem sie nah am Ufer entlangfahren, wo sie nicht dürfen, ich bin schockiert von den Touristen, die das Ganze als Happening feiern, ich bin schockiert von dem unglaublich gefährlichen, rücksichtslosen Wettrennen der Fahrzeuge um den besten Platz und das Schlimme, ich als Touristin bin heute ein Teil dessen gewesen.
Wir machen noch eine kleinere Pirschfahrt.
Während der Rückfahrt ins Camp bin ich sehr nachdenklich geworden und auch sehr enttäuscht. Ich denke an die Weisheit: Überlege Dir genau, was Du Dir wünscht, es könnte in Erfüllung gehen.
Der Tag endet mit einem wunderschönen Sonnenuntergang.
du sprichst mir in mehrfacher Hinsicht aus der Seele - und bestärkst mich in dem Bewusstsein, dass eine Gruppenreise absolut nichts für mich wäre. Ich kenne sie, diese Ungeduld. Man könnte sagen, ich habe sie erfunden. 😉
Die Kati Kati Camps mögen wir auch sehr. Wie spektakulär ein Crossing ist, hat natürlich immer mit der Stelle der zu tun, an der gequert wird. Die Touristen bzw. die Fahrer verhalten sich leider überall gleich besch..., äh, zweifelhaft. Ich kann das Ausmaß deiner Empörung absolut nachvollziehen und teile sie. In einer Hinsicht hat dein Moses allerdings recht: Es ist durchaus üblich, dass die Tiere mehrfach die Seiten hin- und herwechseln, bevor sie dann endgültig weiterziehen, zuweilen auch am selben Tag bzw. am Tag und in der Nacht. Das haben wir schon selbst so erlebt.
Sabine26Themenstarter1’394 Beiträge · seit 200909. Juli 2022 ·
Beatnick schrieb:
Die Kati Kati Camps mögen wir auch sehr. Wie spektakulär ein Crossing ist, hat natürlich immer mit der Stelle der zu tun, an der gequert wird. Die Touristen bzw. die Fahrer verhalten sich leider überall gleich besch..., äh, zweifelhaft. Ich kann das Ausmaß deiner Empörung absolut nachvollziehen und teile sie. In einer Hinsicht hat dein Moses allerdings recht: Es ist durchaus üblich, dass die Tiere mehrfach die Seiten hin- und herwechseln, bevor sie dann endgültig weiterziehen, zuweilen auch am selben Tag bzw. am Tag und in der Nacht. Das haben wir schon selbst so erlebt.
Hallo Betti,
Danke für Deinen Hinweis, dann werde ich das entsprechend noch im Text korrigieren - da will ich ihm hier nicht Unrecht tun.
Ich schließe mich Betti an mit den selben Kommentaren. In der Serengeti ging es im 2015 noch ziemlich gesittet zu und niemand wagte sich ans Ufer zu fahren bevor die Tiere im Wasser standen und den Fluss unmittelbar überqueren. In sieben Jahren hat sich das denn sehr verschlimmert. Auf der Kenya Mara Seite ging es letztes Jahr wie im Wilden Westen zu und jeder war nur sich der Nächste ohne Einsicht und Verständnis für die Tiere. Es war schlimm und der Game Warden kam sogar aus seinem Wagen heraus und marschierte zwischen den Safari Autos entlang laut gestikulieren und schreiend sie sollen zurückweichen. Denkste. Das ging für ein paar Sekunden und das Rangieren began erneut. Am Schluss war das Getümmel schuld daran dass die Tiere das Crossing abgebrochen haben, sich zerstreuten und dann weiter südlich sich sammelten und sich nach und nach in die Fluten stürzten. Wir waren entsetzt und ärgerten uns auch sehr, obschon unser Masai Guide sich sehr gut benahm und sich ebenfalls aufregte ab dem Spektakel. Es waren sicher so an die 70 Wagen dort und dass seinen Dank Corona wenige, meinte er. Bleibt uns nur mit unserm Verhalten zu stimmen und einfach die Gegend nicht mehr zur Migration Time aufzusuchen. Mir jedenfalls langt es, aber eben, ich durfte schon einige Crossings sehen und wenn man die Heerscharen vergisst, ist es wahrlich ein einzigartiges Schauspiel der Natur. Ich glaube man kann auch Social Media da verantwortlich machen, denn allen geht es um ein Bild das sie dann posten wollen um dort gewesen zu sein. Und je mehr Leute so spezielle Erlebnisse anderer sehen, umso mehr wollen sie auch gerade dorthin. So geht es hier im Yellowstone, Antilope Canyon, Zion Canyon, Brooks Falls etc und es wird für uns Reisende immer schwieriger ein tolles Ziel zu finden und es in aller Einsamkeit und Stille zu geniessen. Noch einen weiteren Punkt möchte ich aufbringen. In letzter Zeit gibt es viele ,Jugendliche die sich langen Urlaub und extravagante Erlebnisse leisten können. Als wir jung waren, hatten wir kein Geld um weit fort von zu Hause Urlaub zu machen. Aber da es heutzutage so manchen Leuten finanziell gut und sehr gut geht,, sehen wir eben wie sich die Horden aus aller Welt auf Urlaubsorte stürzen und die Natur wird dann oftmals überfordert all diese Besucher aufzunehmen. Aber was soll’s, ich verstehe ja selber sehr gut wie gewisse Orte eine fast magische Anziehungskraft haben und so kann ich nicht böse sein dass so viele Leute zugleich die selbe Idee hatten wie ich einen bestimmten Ort zu besuchen. Wo kann man wohl heutzutage alleine sein und die Natur geniessen? Outer Mongolia? Liebe Grüsse von Katrin die deine Empörung voll versteht und die auch nie eine Gruppen Safari machen wird.
Sabine26Themenstarter1’394 Beiträge · seit 200910. Juli 2022 ·
Sadie schrieb: Ich glaube man kann auch Social Media da verantwortlich machen, denn allen geht es um ein Bild das sie dann posten wollen um dort gewesen zu sein. Und je mehr Leute so spezielle Erlebnisse anderer sehen, umso mehr wollen sie auch gerade dorthin. So geht es hier im Yellowstone, Antilope Canyon, Zion Canyon, Brooks Falls etc und es wird für uns Reisende immer schwieriger ein tolles Ziel zu finden und es in aller Einsamkeit und Stille zu geniessen. Noch einen weiteren Punkt möchte ich aufbringen. In letzter Zeit gibt es viele ,Jugendliche die sich langen Urlaub und extravagante Erlebnisse leisten können. Als wir jung waren, hatten wir kein Geld um weit fort von zu Hause Urlaub zu machen. Aber da es heutzutage so manchen Leuten finanziell gut und sehr gut geht,, sehen wir eben wie sich die Horden aus aller Welt auf Urlaubsorte stürzen und die Natur wird dann oftmals überfordert all diese Besucher aufzunehmen.
Hallo Katrin,
Ja, da stimme ich mit Dir überein, für ein Inst**** Post werden viele Orte „tod geliebt“ und ich weiß nicht, wie oft gewisse Spots nur ausschließlich für ein Selbstdarstellungsbild auf Social Media bereist werden, ohne sich weiter mit dem Ziel zu beschäftigen. Ich habe von einem ehemaligen Arbeitskollegen gehört, dessen Bekannter einen Jugendlichen zu Gast hatte, der eigentlich den ganzen Tag vor dem PC hing und nur immer kurz zu einem Spot gereist ist, um ein wichtiges Fotos für Social Media zu machen.
Trotz allem denke ich, selbst wenn viele Touristen vor Ort sind, mit einem respektvollen Verhalten eines Jeden könnte man den Tieren gerecht werden und auch den Touristen, vielleicht ist das ein naiver Gedanke. Aber es funktioniert einfach nicht, wie man sieht. Es ist so schade. Ich bin froh, dass ich schon einiges in früheren Jahren gesehen habe. Wenn ich lese, wie es in USA National Parks mittlerweile reglementiert ist und wenn selbst die Brooks Falls jetzt von Dir genannt werden … wir waren dort in den 90zigern und es war außergewöhnlich schön und leer.
auch von mir einen dicken Dank für Deinen schonungslosen Bericht. Ich war schon ein paar Mal in der Mara, aber noch nie zur Migration dort. Schon weil ich nicht weiß, ob ich sehen möchte, wie sich die Tiere beim Crossing verletzen und/oder gefressen werden. Wenn ich nun von Dir und auch von Katrin und Bettina lese, wie es dort auf beiden Seiten des Flusses zugeht, wird mir die Entscheidung leicht gemacht, denn so etwas möchte ich nicht erleben. Ich hatte wohl bei den letzten Besuchen in der Mara sehr viel Glück, denn solche Massen an Fahrzeugen kenne ich nicht. Ja, man sah hin und wieder ein anderes Fahrzeug am Horizont oder traf auch mal einen Forscher oder ein Filmteam, aber solche Massen an Fahrzeugen hätte ich mir nicht vorgestellt. Noch weniger, dass viele so rücksichtlos den Tieren gegenüber sind, das macht mich sehr betroffen.
Da ich auch schon mal alleine reise, finde ich es aber auch sehr spannend zu lesen, wie so eine Gruppenreise abläuft, denn ich habe auch schon mal mit dem Gedanken gespielt, eine solche nach Tansania zu machen. Freue mich daher auf die Fortsetzung!
Tolle Reise, die Du Dir da ausgesucht hast. Und erlebt hast Du ja sehr viel, u.a. auch die Crossings.
Wenn ich einen Gedanken zur Gruppenreise äußern darf:
- ja, aber nur dann, wenn ich das Reiseland nicht kenne. Ich könnte mir z.B. vorstellen, ein Land wir Japan in der Gruppe zu bereisen. Mit allen Vor- und allen Nachteilen. Denn Japan sagt mir nichts, dort war ich noch nie und dann, aber nur dann, wäre die Gruppe u.U. von Vorteil. 🙂
- nein, und zwar generell nein, wenn es um Länder geht, deren Sitten und Gebräuch ich meine, einigermaßen gut zu kennen. Schorschine und ich waren jetzt schon weit über 10x in Namibia, SA, Zim, Bots - und glauben, dass wir wissen, wie man sich verhält. Von newcomern kannst Du das nicht erwarten, und darum kann eine Gruppenreise für uns nicht gutgehen. 😉
Herzliche Grüsse, und mach bald weiter in Deinem Bericht,
Sabine26Themenstarter1’394 Beiträge · seit 200910. Juli 2022 ·
Tag 12 – nördliche Serengeti – Lake Natron Der aktive Vulkan ruht und die Touristin steht kurz vor der Eruption
Direkt vor unserem Camp sehe ich am Morgen einen Heißluftballon aufsteigen, und im Essenszelt hat es sich weit oben eine Fledermaus gemütlich gemacht. Somit haben gleich in der Früh ein paar Aufnahmen mehr auf der Speicherkarte ihren Platz gefunden.
Wie ich im Vorfeld recherchiert hatte, liegt heute eine längere Fahrt vor uns. Nicht wegen der Entfernung, sondern wegen der Pistenverhältnisse. Diese sollen nicht die allerbesten sein. Im Programmheft ist die reine Fahrtdauer heute mit ca. 6 bis 7 Stunden angegeben.
Wir verlassen die Serengeti über das Klein’s Gate. Die Strecke bis zum Gate beschert uns außer einigen Elefanten und Zebras keine erwähnenswerten Sichtungen.
Am Gate halten wir und nutzen die dortigen Toiletten. Auf dem Gelände liegen und hängen mehrere Tierschädel herum, auf vielen sitzen Eidechsen und wärmen sich in der Sonne. Das ist genau das Richtige für mich und ich begebe mich auf Fotopirsch. Ich mag Geckos, Agamen und Eidechsen sehr.
Die Strecke bis zum Lake Natron zieht sich. Über viele Kilometer hinweg ist sie in einem erbärmlichen Zustand und wir werden stundenlang durchgerüttelt, aber irgendwann haben wir es geschafft und fahren auf recht guter Schotterpiste dahin. Der Ol Doinyo Lengai mit seiner nahezu perfekten Kegelform lässt sich am Horizont blicken. Wie hoch der Vulkan genau ist, entzieht sich meiner Kenntnis, meine Recherchen führten zu Angaben zwischen 2.878 Metern und 2.960 Metern, also fast so hoch wie unsere Zugspitze. Das Besondere an diesem Schichtvulkan ist, dass er weltweit der einzige aktive Vertreter seiner Art ist, der bei einem Ausbruch Karbonitlava ausstößt. Dieses Masse erhärtet sich sehr schnell und verfärbt sich in einen gräulichen Ton. Für die Maasai ist der Vulkan heilig, möglicherweise auch daher sein Name, der „der Berg Gottes“ bedeutet.
Zu Füßen des Vulkans liegt der Lake Natron. Es handelt sich um einen Sodasee, der gerne – je nach Jahreszeit mal mehr, mal weniger – von einer Vielzahl Vögeln besucht wird. Aufgrund der saisonalen Niederschläge ist der See jahreszeitlich gut gefüllt, um dann wieder nahezu auszutrocknen. Besonders gut gefällt mir, dass diese Gegend bisher nur sehr wenige Touristen anzieht. Im Programmheft lese ich dazu für heute: „Wenn alles klappt, schaffen Sie es noch zum Sonnenuntergang mit Blick auf den See – ein Traum!“ Auf diesen Traum freue ich mich, wir liegen recht gut in der Zeit. Allerdings habe ich nicht mit dem gerechnet, was noch kommt.
Bereits bei der Routenvorstellung hatte ich darauf hingewiesen, dass vom Veranstalter eine Änderung der Unterkunft vorgenommen wurde. Im ursprünglichen Routenverlauf war das Halisi Natron Camp vorgesehen, umgebucht wurden wir auf das Lake Natron Camp. Das hatte ich vor wenigen Tagen während Moses Routenvorstellung mehrmals deutlich erwähnt, auch die Mitreisenden hatten dies bestätigt.
So weit, so gut. Wir fahren bei der Unterkunft vor. Ein Schild, auf dem der Name der Unterkunft vermerkt ist, kann ich nicht finden, ich weiß aber, dass es nicht das Halisi Natron Camp ist, denn in dem Camp, vor dem wir gerade stehen, sind die Bungalows in fester Bauweise errichtet. Wir steigen aus und an der Körpersprache der Angestellten stelle ich fest, man ist überrascht, uns zu sehen. Ich bin überrascht über die Anlage, es gefällt mir so gar nicht und ich bin mir nicht sicher, ob ich hier bleiben möchte. Außerdem wimmelt es hier von Stechmücken.
Die Angestellten jedoch sind ausgesprochen freundlich, laden geschwind das Gepäck aus den Fahrzeugen und ich höre, wie Moses mit dem Personal der Unterkunft spricht, leider nicht auf Englisch. Schnell stellt sich aber heraus, es liegt keine Reservierung vor und ob noch genug Kapazitäten vorhanden sind, muss ebenfalls geprüft werden. Ich bin mir sicher, dass wir hier falsch sind, das ist nicht das Lake Natron Camp.
Ich sage Moses, dass ich überzeugt bin, dass wir hier nicht richtig sind. Wir sind lt. Veranstalter auf das Lake Natron Camp gebucht und dies hier ist nicht das Lake Natron Camp und auch nicht das ursprünglich vorgesehene Camp. Währenddessen höre ich von einem mitreisenden Paar, dass sie auch im Auto schlafen würden, wenn hier alles ausgebucht wäre. Ich bin kurz davor zu explodieren und sage sehr bestimmt, dass ich ganz sicher nicht im Auto schlafen werde und ebenso wenig hier, es ist doch eindeutig, dass wir hier falsch sind und wir zum Lake Natron Camp müssen. Die Stimmung ist gereizt.
Ich gehe schnell auf die Toilette, der Besuch auf diesen Örtlichkeiten bestärkt mich darin, hier werde ich die Nacht nicht verbringen, egal wie freundlich das Personal ist.
Als ich zurückkomme, sind der Guide und die Fahrer mitsamt fahrbarem Untersatz verschwunden. Ich frage eine Mitreisende, wohin sie denn verschwunden wären. Sie weiß es auch nicht und ärgert sich sehr über unseren Guide. Ihr Ärger gilt seinem unangekündigten Verschwinden und dass er uns einfach hier zurücklässt, ohne uns zu informieren, wohin er fährt und warum. Nach einer ganzen Weile kommen die Herren zurück, irgendwie erfahre ich, sie waren auf der Suche nach einem Netz, um zu telefonieren. Siehe da, sie haben wohl erfahren, dass wir hier falsch sind und zum Lake Natron Camp müssen. Oha!
Das Gepäck wird wieder in die Autos geladen. Ich bin stinksauer und gebe das unserem Guide deutlich zu verstehen, eine Mitreisende nicht minder in diesem Augenblick und wir steigen in unser Fahrzeug. Moses sitzt heute im anderen Wagen. Langsam verschwindet die Sonne, mit dem im Programmheft angekündigten traumhaften Blick auf den See wird es heute nichts mehr, zwischen ein und zwei Stunden hat uns das Intermezzo gekostet und das nach dieser anstrengenden, stundenlangen Fahrt auf Rüttelpiste, schade um meine Urlaubs- und Lebenszeit. Aber wer nun denkt, wir fahren ohne Stopp zum Camp, der irrt. Unterwegs hält der zweite Wagen, wir daneben. Irgendetwas wird noch gesucht, ich weiß nicht genau was, ich höre nur etwas von Adresse oder Bestätigung. Es ist zum Verzweifeln.
Irgendwann schaffen wir es aber tatsächlich und stehen vor dem Lake Natron Camp. Es wird bereits dunkel. Sehr erleichtert vernehme ich, dass man eine Buchung für uns vorliegen hat.
Während des Abendessens darauf von mir angesprochen, höre ich von Moses kein Wort der Entschuldigung, sondern nur eine schlichte, kurze Erklärung, dass man doch jetzt hier richtig sei und alles wäre gut. Mir scheint, ich bin nun die Einzige in der Gruppe, die das Intermezzo alles andere als gut findet und besonders ärgerlich empfinde ich gerade die Reaktion unseres Guides. Nun gut, ich beschließe, mich jetzt nicht weiter aufzuregen, da es mir nichts bringt.
Stattdessen erfreue ich mich daran, hier zu sein. Das Lake Natron Camp gefällt mir unglaublich gut. Die Zelte sind wunderschön, nicht luxuriös, aber mich bezaubert die Atmosphäre in diesem Camp. Für mich bisher das Highlight aller Unterkünfte auf dieser Reise. Schade, dass wir nur eine Nacht hier bleiben werden. (Die Bilder vom Camp wurden am folgenden Tag aufgenommen.)
Sabine26Themenstarter1’394 Beiträge · seit 200910. Juli 2022 ·
Liebe Kerstin,
danke und schön, dass Du mitliest. In welchen Monaten bist Du bisher in der Mara gewesen? Vielleicht wäre das auch noch einmal eine Überlegung für mich/uns.
Lieber bayern-schorsch,
wie schön, dass Du schnell einen Zwischenspurt eingelegt hast. Ich hoffe, Du bist jetzt nicht zu sehr außer Atem, aber wie ich Dich einschätze, bist Du wahrscheinlich ohnehin top-fit 😄 Zur Gruppenreise hatte ich ja im Prolog geschrieben, warum ich mich dafür entschieden hatte, ansonsten hätte ich nicht nach Tansania reisen können (war alleine und eine Privat-Reise dorthin wäre mir definitiv zu teuer geworden).
BMW hat es schön in seinem Post geschrieben hinsichtlich der unterschiedlichen Reiseerfahrungen bei so einer Gruppenreise ...
Also, unser Guide war kein Neuling ... und über die Mitreisenden kann ich mich nicht beklagen, auch wenn es schon Unterschiede gab.
Siehst Du, ich war zwar noch nicht in Japan, habe mich aber ein wenig damit beschäftigt und das wiederum wäre ein Land, wo ich mir zutrauen würde, alleine - auch ohne Guide - zu reisen. So unterschiedlich ist das manchmal.
Dein Wunsch war mir Befehl, der nächste Tag ist bereits online.
Hallo Sabine, ich war Ende Februar bzw. Anfang März und über Weihnachten in der Mara. Ist aber jetzt schon länger her. Das erste Mal 2006, dann 2013 und 2016. 2013 hat es eindeutig daran gelegen, dass Wahlen in Kenia waren. Diese waren nach unserer Buchung in unseren Reisezeitraum gelegt worden und wir konnten auch nicht (kostengünstig) stornieren oder umbuchen. 2016 war es aber ähnlich leer. In den meisten Unterkünften waren außer uns höchstens ein oder zwei andere Paare bzw. Familien, selbst in der Naivasha Sopa Lodge war es sehr ruhig. 2013 waren wir im Ashnil Camp und 2016 im Aruba Mara Camp. LG Kerstin
Sabine26Themenstarter1’394 Beiträge · seit 200916. Juli 2022 ·
Tag 13 – Lake Natron – Enduimet Wildlife Area Traumhafter Lake Natron und (erneut) auf der Suche nach dem richtigen Weg
Sehr früh am Morgen laufen wir in Begleitung eines Maasais zum Ufer des Lake Natron. Am See haben sich vor allem Flamingos eingefunden. Ich finde die Szenerie an diesem Ort grandios. Die Farben, die Tiere und im Hintergrund der Ol Doinyo Lengai. Es ist für mich einfach perfekt. Wie gerne würde ich hier noch eine oder sogar zwei Nächte länger verweilen. Die Bergwelt im Hinterland soll ebenfalls sehr interessant sein und in dieser wunderbaren Lodge könnte ich es ohnehin noch länger aushalten. Ein Bach fließt an den einzelnen Unterkünften vorbei – hier gefällt es mir zu gut. Leider müssen wir diesen Ort aber schon bald wieder verlassen.
Diesmal hat es mir die Handytasche angetan, die der Maasai trägt, der uns zum See begleitet hat. Auch ihn frage ich, ob ich ein Foto davon machen dürfe. Ich darf und ich drücke geschwind auf den Auslöser.
Nachdem wir wieder zurück in der Lodge sind, unterhalte ich mich eine Weile mit der schottischen Managerin, zum Glück hält sich ihr Akzent in Grenzen. Sie schwärmt mir von den Schluchten und Wasserfällen vor, die man gut von hier aus erkunden könne und ich verspüre Wehmut, gerne würde ich noch länger an diesem Ort bleiben, aber wir müssen weiter.
Die reine Fahrtstrecke heute ist mit 4 Stunden angegeben. Unser Ziel ist das Shu’mata Camp in der Enduimet Wildlife Area, wo wir die letzten 3 Nächte der Reise verbringen werden. Wir sollten eigentlich früh genug im Camp ankommen. Ich freue mich darauf nach der vielen Fahrerei der letzten beiden Tage, noch ein wenig im Nachmittagslicht auf meiner Terrasse des Zeltbungalows den Blick in die Savanne schweifen zu lassen. Mit Glück würde sich vielleicht auch der Kilimanjaro blicken lassen.
Die Stimmung hat sich mittlerweile wieder gebessert. Ich schaue aus dem Fenster, wir fahren an Maasai Ansiedlungen vorbei und halten in einem gottverlassenen Ort, weil es Probleme mit einem Reifen gibt. An der Seite sitzen Maasai Frauen und verkaufen Lebensmittel. Ich glaube, in diesen Ort kommen äußerst selten Touristen.
Für mich überraschend kommt ein älterer Maasai mit Gehstock auf mich zu und sagt etwas zu mir. Ich verstehe kein Wort und bitte Moses, er möchte doch kurz übersetzen. Es stellt sich heraus, dass der Maasai fragt, ob ich nicht seine Frau werden möchte, eine Frau mit weißer Haut hätte er noch gerne neben seinen anderen Frauen. Ich muss kurz schlucken und bitte Moses, ihm zu sagen, dass ich mich zwar geehrt fühle, er aber an mir sicherlich keine Freude hätte, ich bereits verheiratet wäre und ich sein Angebot ablehnen müsse. Moses und der Maasai wechseln noch einige Worte, währenddessen mich dieser nicht aus den Augen lässt. Irgendwann sieht er aber wohl ein, dass sein Angebot nicht auf Gegenliebe stößt und zieht von dannen.
Ich frage, ob man hier eines dieser wunderbaren Maasaiarmbänder, gefertigt aus kleinen Perlen, kaufen kann. Irgendwo her wird eine Frau gerufen, die einige Armbänder ausbreitet, eigentlich ist keines dabei, das mir richtig gut gefällt, aber ich kaufe eines für kleines Geld, gebe dieses der Frau und traue meinen Augen nicht, als sie weggeht, ein Mann auf sie zukommt und ihr das gerade verdiente Geld wieder abnimmt.
Nachdem das Problem mit dem Reifen behoben ist, setzen wir unsere Fahrt fort. Wir fahren sogar kurzzeitig für einige Kilometer auf Asphalt, um dann wieder im gefühlten Nirgendwo auf eine Piste abzubiegen. Zuerst finde ich alles normal, nach einiger Zeit merke ich jedoch, wie im Fahrerraum diskutiert wird. Es dauert nicht lange, da kommt mir die Gegend bekannt vor, durch die wir fahren. Hier waren wir vor einigen Minuten bereits schon einmal. Nach mehrmaligem hartnäckigen Nachfragen stellt sich heraus, dass die Fahrer und Moses den Weg nicht kennen, sie streiten sich, wo es lang geht. So irren wir schon wieder umher. Ich denke an den Namensvetter unseres Guides, ich denke daran, wie Moses das rote Meer teilte und ein ganzes Volk durch die Wüste führte. Das war definitiv ein anderer Moses.
Ich bin zugleich fassungslos und sauer und sage es wieder einmal deutlich. Ich kann nicht verstehen, dass die Fahrer und der Guide nicht wissen, wie wir zum Camp kommen. So wie ich es sehe, bin ich aber die Einzige in der Gruppe, die die Leistung kritisch sieht und es kommt sogar zu einem kurzen Wortwechsel zwischen mir und einer Mitreisenden, die Verständnis für unseren Guide aufbringt. Ich kann es nicht fassen. Bin ich tatsächlich die einzige in der Gruppe, die von einem Guide erwartet, dass er den Weg kennt und zur richtigen Lodge findet? Habe ich etwa zu hohe Ansprüche an die Leistung unseres Guides? Ich komme aber zu dem Ergebnis, nein, ganz sicher habe ich nicht zu hohe Ansprüche, sondern erwarte nur das Selbstverständliche. Ich schätze, dieses kopflose Umherirren hat uns weitere 2 Stunden gekostet und wir erreichen das Shu’mata Camp mit reichlich Verspätung. Ich bin bedient.
Oh je Sabine- das bin ich schon beim mitlesen 😠 Aber dein Reisebericht liest sich trotzdem so schön und spannend . Man kann durchaus erwarten, das der Guide weiß in welche Lodge man muss und den Weg kennt- und krass seine Gleichgültig 😵 . Bin schon gespannt wie es weitergeht. Schönes Wochenende wünscht Martina
Sabine26Themenstarter1’394 Beiträge · seit 200916. Juli 2022 ·
Tag 14 – Enduimet Wildlife Area Und noch eine Filmlocation
Das Shu’mata Camp gehört den gleichen Eigentümern, die auch die Hatari Lodge ihr Eigen nennen. Marlies hatte mir schon ein wenig über dieses Camp in unserem Gespräch berichtet.
Die Reise hatte ich schon längst gebucht, da bin ich im Zuge meiner Vorbereitungen darauf gestoßen, dass Dreharbeiten einer Folge des Traumschiffes hier stattfanden. Als Teenager liebte ich diese Serie, ich konnte noch nicht reisen, Fernreisen waren für mich unerreichbar, aber das Fernweh war schon seit Kindertagen da und so war ich immer fasziniert von den Ländern, die in dieser Serie gezeigt wurden. Die Geschichten, die erzählt wurden, haben mich damals schon nicht sonderlich interessiert, aber die Aufnahmen ferner Länder nährten zusätzlich mein Fernweh. Heute ist meine Faszination für die Sendung allerdings gänzlich verschwunden und ich gehöre nicht mehr zu den Zuschauern. Viel zu oft saß ich vor einer Folge und ärgerte mich, nicht wegen der menschlichen Geschichten, sondern wegen der oftmals in meinen Augen viel zu großen Logiklöchern, mit denen ein Land gezeigt wurde. Nun aber hatte ich mir doch tatsächlich zur Vorbereitung die Folge von Tansania angeschaut, oder besser gesagt, ich habe es versucht, ziemlich oft hatte ich dann doch die Fernbedienung in der Hand und stoppte nur bei einigen Szenen, wenn zum Beispiel Hardy Krüger jun. in seiner Filmrolle in seinem Domizil gezeigt wurde. Es handelte sich hier um das Shu’mata Camp. Auch wenn Hardy Krüger jun. sein „Wohnhaus“ im Gemeinschaftszelt hatte und nicht in einem der Zeltbungalows, so hatte ich schon einmal eine Vorstellung, wie es hier aussehen möge. Nun gut, so würde ich nun auf dieser Reise die dritte Filmlocation kennenlernen, wenn auch zwei davon absolut ungeplant und unbeabsichtigt sind.
Das Shu’mata Camp liegt mit einer spektakulären Aussicht auf einem kleinen Berg, der den Namen Nessuandet trägt. In der einen Richtung schaut man auf den Kilimanjaro, in der anderen Richtung auf den Mount Meru. Möglicherweise könnte diese Szenerie für die Namensgebung verantwortlich sein, denn übersetzt man Shu’mata landet man beim deutschen Adjektiv himmlisch. Das Gemeinschaftszelt ist wunderschön eingerichtet. Es wird sich die nächsten Tage herausstellen, dass ich das Essen hier grandios finden werde. Die einzelnen Zeltbungalows, von denen es insgesamt nur sieben gibt, liegen in ausreichendem Abstand zueinander entfernt. Der vordere Bereich ist ein Zelt und im hinteren Bereich befindet sich das offene, gemauerte Bad, das mit allerlei schönen afrikanischen Elementen dekoriert ist. Von meiner Terrasse habe ich direkten Blick auf den gewaltigen Kilimanjaro, wenn er sich denn zeigt. Was mir besonders gefällt, ist, dass das Camp nicht – wie sein Name möglicherweise vermuten ließe - in himmlischen Regionen unterwegs ist, sondern auch Wildschutzprojekte unterstützt und so hoffe ich, mit meiner Reise auch ein klein wenig dazu beizutragen.
Unsere Fahrer haben sich bereits gestern verabschiedet und für die nächsten beiden Tage werden die Angestellten und die Fahrzeuge des himmlischen Camps für unseren Transport sorgen.
Den Vormittag verbringen wir mit einer Fußsafari am Nessuandet, wo uns ein Maasai einiges zeigt. Insgesamt finde ich jedoch auch diese Fußsafari nicht sonderlich spektakulär.
Der Nachmittag ist frei und ich genieße diesen in Ruhe auf meiner Terrasse mit Blick über die Savanne und zum Kilimanjaro. Zwischendurch gehe ich ins Gemeinschaftszelt und unterhalte mich ein wenig mit einem Angestellten.
Sabine26Themenstarter1’394 Beiträge · seit 200916. Juli 2022 ·
Tag 15 – Enduimet Wildlife Area Safari in einem noch wenig touristisch frequentierten Gebiet
Früh am Morgen brechen wir mit den Fahrzeugen auf. Es steht eine Safari in der Enduiment Wildlife Area an. Dieses Gebiet steht erst seit 2010 unter Schutz und zählt zum Ökosystem Amboseli. Wir sehen einige Elefanten, Giraffen und Esel. Esel, die wahrscheinlich den hier lebenden Maasai gehören, denn in diesem Gebiet befinden sich mehrere Maasai Siedlungen, die dieses auch in Sachen Naturschutz verwalten.
Über eine Sichtung freue ich mich allerdings ganz besonders, wir sehen die seltenen und in nicht mehr allzu vielen Gebieten vorkommenden Gerenuks, eine Antilopenart mit besonders langem Hals.
Wir halten für eine Fußsafari. Ein bewaffneter Ranger begleitet uns, die Landschaft ist sehr interessant, sandiger Untergrund und karge Flächen erinnern mich zuweilen an Baines Baobab, nur dass die Baobabs fehlen. Am Horizont zieht ein Maasai mit Eseln vorbei und weit und breit sind keine weiteren Touristen außer uns. In dieser Gegend machen wir ein kleines Picknick. Da schmeckt mir ein hartgekochtes Ei plötzlich wie ein Haute-Cuisine-Menü.
Zurück im Camp bringe ich meine Fliegenklatsche zum Einsatz. Das Bad im Shu’mata Camp ist offen und nachdem ich die Toilette benutzt habe, sehe ich im Strudel des Wassers etwas Ungewöhnliches. Irgendetwas will sich nicht herunterspülen lassen und zappelt. Ich realisiere, es ist ein Gecko. Schnell hole ich die Fliegenklatsche und unterstütze damit erst einmal das kleine Kerlchen in seinem Überlebenskampf. Der Kleine muss sich scheinbar unter dem Beckenrand verkrochen haben, was ihm beinahe zum Verhängnis wurde. Nachdem der Strudel nachgelassen hat, versuchen wir beide, dass er mit Unterstützung der Fliegenklatsche nach oben gelangt, das ist gar nicht so einfach, es ist selbst für den Gecko mit seinen Saugnapffüßchen schwer. Irgendwann gelingt es uns aber und er ist gerettet. Ich setze ihn auf den Boden, wo er erst einmal kurz verweilt und durchatmet. Dann verschwindet er ganz schnell. Ich hoffe, er wird sich nicht wieder für die Toilettenschüssel als Ruheoase entscheiden. Ohnehin frage ich mich, wie er dort hingekommen ist, da ich den Deckel immer verschlossen gehalten habe. Alleine für diese Aktion hat es gelohnt, die Fliegenklatsche mitzunehmen.
Der Nachmittag ist wieder frei und ich lasse meine Seele ein weiteres Mal mit einem Out-of-Africa-Feeling auf meiner Terrasse baumeln, bevor wir dann zu einem Sundowner aufbrechen. Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang und dem – meinst kläglichen – Versuch des Speerwerfens, nachdem die Maasai uns dies in Perfektion vorgeführt haben, starten wir zu einer Nachtsafari, die allerdings nicht sonderlich ergiebig ist.
Das späte und zugleich letzte Abendessen auf dieser Reise schmeckt wieder vorzüglich – möglicherweise ist auch der himmlische Name des Camps auf diesen Gaumengenuss zurückzuführen.
Sabine26Themenstarter1’394 Beiträge · seit 200916. Juli 2022 ·
Tag 16 – Enduimet Wildlife Area - Heimreise Gut, dass ich sehr hartnäckig sein kann
Nach dem gestrigen Abendessen gab es noch eine kleinere Diskussion. Nur ein Paar wird noch auf der Hatari Lodge seine Reise verlängern. Alle anderen werden heute zurückfliegen, ebenso wie ich. Jedoch habe ich einen anderen Rückflug als der Rest der Heimreisenden und mein Flug wird einige Stunden früher ab Arusha starten.
Da ich aufgrund der Vorkommnisse während der Reise nicht blauäugig auf die Logistik vertrauen möchte, habe ich Moses gebeten, mir zu sagen, um wieviel Uhr ich denn abgeholt werden würde und darum, dass er meinen Transfer bitte noch einmal bestätigen lassen möge. Da ich als Antwort nur erhielt, ja er kümmert sich darum, habe ich noch einmal nachgehakt, dass ich diese Info gerne schon konkreter hätte. Als sich dann die Mitreisende einmischte und sagte, Moses würde sich schon darum kümmern, wenn er das sagt, wurde ich doch etwas ungehalten, zum einen, weil es sich um meinen Transfer handelt und nicht um ihren und zum anderen, dass seine Performance hinsichtlich der Logistik mich nicht gerade überzeugt hatte und ich keine Lust hätte, mein Flugzeug zu verpassen, weil mein Transfer nicht rechtzeitig käme.
Nach dem Brunch fährt mein Transfer pünktlich vor, ich bin beruhigt. Nach etwa knapp 2 Stunden Fahrzeit erreichen wir den Flughafen. Das Einchecken und die Sicherheitskontrolle kann ich recht schnell hinter mich bringen. Der Flug nach Doha ist wieder pünktlich und sehr komfortabel. Diesmal habe ich jedoch nicht so viel Zeit zum Umsteigen, sodass ich nur kurz in die Lounge gehe, um Zähne zu putzen und etwas zu trinken, bevor ich schon wieder Richtung Gate gehe. Auf dem Flug nach Frankfurt empfängt mich die Q-Suite. Wow! Eine kleine Kabine mit Schiebetür ganz für mich alleine. Während ich auf Toilette gehe, wird mein Sitz in ein Bett inkl. einer weichen Auflage verwandelt, es gibt ein extra Kissen und ich könnte in den bereitgelegten Schlafanzug schlüpfen. Welch ein Komfort.
Die Maschine landet am Folgetag pünktlich in Frankfurt, wo mich mein Mann abholt.
Sabine26Themenstarter1’394 Beiträge · seit 200916. Juli 2022 ·
Fazit
Wie formuliere ich am besten das Fazit, zu einer Reise, mit deren Bericht ich wahrscheinlich viele Klischees bediene. Natürlich könnte ich schreiben, alles war toll, alles super, seht her, was ich alles gesehen habe, aber das ist nicht mein Anspruch. Schreibe ich einen Reisebericht, in dem ich alles in Rosarot darstelle, dann habe ich es auch während der Reise so erlebt. Natürlich ist alles immer nur subjektiv, einfach aus meiner Sicht und Empfindung heraus betrachtet.
Nun, ich komme zu dem Schluss, dass ich einfach damit beginne, was mir gut gefallen hat.
Gut gefallen haben mir die äußerst komfortablen Flüge mit Qatar Airways. Die Q-Suite hat die ohnehin tollen Business Class Flüge mit dieser Airline zuvor noch einmal getoppt. Die Unterkünfte auf der Reise waren ausnahmslos klasse, besonders gut gefallen hat es mir im Lake Natron Camp sowie in der Hatari Lodge, obwohl beide wahrscheinlich nicht die luxuriösesten aller Unterkünfte auf der Reise waren, aber das Drumherum hat einfach noch einmal ein klein wenig mehr für mich gepasst. Allerdings waren im Vorfeld entsprechende Unterkünfte auch ein Auswahlkriterium der Reise.
Auch wenn ich diese nicht explizit eingeplant hatte, geschweige denn selbst bei einer Individualtour in Betracht gezogen hätte, die Besuche im Dorf und im Kindergarten sowie die daraus resultierenden Begegnungen haben mich zutiefst berührt, so gerne hätte ich dafür noch mehr Zeit gehabt. Diese Programmpunkte möchte ich keinesfalls missen und kann ich nur jedem ans Herz legen abseits einer jeden Safari. Überhaupt finde ich es sehr gut, dass sich der Veranstalter entsprechend engagiert und ich somit mit einem Teil meines Geldes – so hoffe ich zumindest – etwas Gutes tun konnte.
Die Tierwelt und der Lake Natron waren darüber hinaus meine persönlichen Highlights, auch wenn ich für beides ebenfalls gerne mehr Zeit gehabt hätte.
Somit wären wir bereits schon bei den Dingen, die ich persönlich verbessern würde und die mich gestört haben.
Im Nachhinein muss ich sagen, würde ich diese Route planen, würde ich zu Anfang einen Tag einsparen, um diesen in der Serengeti zu nutzen sowie einen Tag am Ende im Shu’mata Camp - so schön es dort auch ist -, um diese eingesparte Zeit am Lake Natron zu nutzen. Zwei Nächte wären am Lake Natron meiner Meinung nach wesentlich sinnvoller.
Aber ich denke, gerade eine Nacht länger in der Serengeti könnte möglicherweise den Reisepreis nach oben treiben. Ggf. könnte das auch für die Verlängerung am Lake Natron gelten, auch wenn sicherlich das Camp dort günstiger sein wird als das Shu’mata Camp, dafür würden die Dienste der Fahrer und die Autos länger benötigt. Aber das ist nur eine Annahme, ich mache keine Kalkulation für die Reise. In meinen Augen könnte man sich definitiv die Fußsafari in der Serengeti sparen und diese stattdessen für eine weitere Pirschfahrt nutzen. Wie ich das Crossing erlebt habe, das ein großer Traum von mir war, habe ich ausführlich im Bericht beschrieben.
Von den Mitreisenden in der Gruppe war mir keine einzige Person unsympathisch, ob das umgekehrt der Fall war, kann ich natürlich nicht beurteilen. Trotzdem gab es hier und da kleinere Unstimmigkeiten. Wenn ich jedoch daran zurückdenke, war ausnahmslos der Auslöser für die Unstimmigkeiten einzig und allein die unterschiedliche Auffassung zu der Performance unseres Guides.
Mir scheint, dass meine Ansprüche an einen Guide höher sind. Dabei bin ich der Meinung, dass ich nur das Selbstverständliche erwartet habe: Einem Gast eine Information zukommen zu lassen, wo man sich zum Start der Reise mit der Gruppe trifft und diese Organisation nicht dem Gast und dem Angestellten einer Lodge zu überlassen. Den Gast am ersten Tag ordentlich zu begrüßen und nicht, dass dieser hinter dem Guide herlaufen muss, um sich vorzustellen. Den (weiblichen) Gast nicht mutterseelenallein im Kindergarten zurückzulässt, dass dieser seinen Weg selbst zurück finden muss. Das richtige Camp anzufahren, erst recht, wenn zuvor mehr als einmal der entscheidende Hinweis auf den korrekten Namen des Camps vom Gast kommt; spätestens dann erwarte ich, dass man sich entsprechend vorbereitet. Gleiches gilt, dass man die Strecke kennt und nicht ziellos auf der Suche nach dem Weg in der Gegend herumfährt und somit mehrere Stunden der kostenbaren Urlaubszeit sinnlos vergeudet. Schön wäre auch gewesen, mehr über die Tierwelt zu erfahren und sich nicht stattdessen ausgiebig mit dem Fahrer in Swahili zu unterhalten.
Besonders geärgert hat mich, dass bei mir keinerlei Einsicht angekommen ist, wenn wieder solche – in meinen Augen – gravierende Fehler passiert sind. Ich erwarte hier wirklich nur einfachste Basics, die ein Guide beherrschen sollte.
Ich habe schon mehrere Reisen in Länder geplant, in denen ich noch nie zuvor war und in denen wir dann alleine als Selbstfahrer unterwegs waren. Eine gründliche Vorbereitung gehört dazu.
Es gab bereits - wenn auch nicht viele - Gruppenreisen, die ich unternommen habe und während derer ich/wir ausgesprochen gute Erfahrungen gemacht haben. Im Pantanal hätte es keinesfalls besser laufen können und in Israel hätte ich ohne solch einen guten Reiseleiter nie so tief in das Land eintauchen können. Allerdings kann man auch bei einer Privatreise mit Guide Pech haben.
Würde ich noch einmal eine Gruppenreise machen? Ich denke ja und zwar dann, wenn es sich um ein Reiseland handelt, in dem ich mir nicht zutraue, individuell unterwegs zu sein und/oder wenn ich wieder alleine unterwegs sein werde (muss) und mir eine Privattour einfach zu teuer wird. Aber zurzeit ist keine weitere Gruppenreise geplant und ich freue mich erst einmal auf weitere gemeinsame Reisen mit meinem Mann – alleine und nicht in der Gruppe!
So, das war der Bericht zu meiner Gruppenreise in Tansania. Ich hoffe, er hat unterhalten. Es hat mich ein wenig überrascht, aber als ich diesen Bericht hier geschrieben habe, habe ich mich zeitweise doch wieder zurück versetzt gefühlt und wollte ihn jetzt gerne schnellstmöglich beenden.
Ich werde daher als nächstes einen Reisebericht angehen, der mir sicherlich schon während des Schreibens gute Laune beschert. Wahrscheinlich wird es nach Argentinien oder nach Argentinien und Chile gehen, das werde ich kurzfristig entscheiden und diesen Bericht dann auch voraussichtlich nur auf meiner Seite einstellen. Aber das habe ich noch nicht final entschieden.
Auf alle Fälle vielen lieben Dank an alle stillen Mitleser, Danke-Button-Drücker und – vor allem – vielen lieben Dank für die Kommentare zwischendurch. Das ist für mich das Salz in der Suppe, wenn ich einen Bericht schreibe.