Hi Malbec, Wir waren in Peru, Bolivien, Costa Rica, Mexico, Guatemala (Ein traumhaftes Erlebnis waren hier die Osterprozessionen in Antigua), Belize..... aber alles noch vor digitaler Bildtechnik. LG Claudia
Old WomenThemenstarter1’545 Beiträge · seit 201321. Mai 2020 ·
Hallo, ihr Lieben,
ein kurzes Lebenszeichen von mir, das Wetter ist gerade so schön draußen, und da halte ich mich auch z.Z. mehr oder weniger den ganzen Tag auf 😗 . Im Reisebericht wird es aber am Wochenende weitergehen.
@ Silvy: hallo Silvy,
ich fahre immer noch mit bei dir und bin in Gedanken und mit meinem Fotobuch sehr intensiv dabei. Mein Mann hat sich zu seinem 70 Geburtstag vor 8 Jahren "den schönsten Berg der Welt" gewünscht....nicht besteigen, nur sehen!! Mich als Namibia-Fan hat das nicht sehr begeistert, aber ich wollte ihm den Wunsch natürlich erfüllen. Wie ich schon mal geschrieben hatte, es war eine der schönsten Reisen in großartigste Landschaften, von denen ich vorher noch nicht viel wußte.
diese Worte kann ich nur bestätigen, und ich bin schon viel gereist in meinem Leben, aber diese Reise war so abwechslungsreich wie keine zuvor in meinem Leben. Richtig schlechtes Wetter haben wir ja zum Glück nicht gehabt, und so konnten wir die Zeit in vollen Zügen genießen. Du meine Güte, Alpenglühen am Fitz Roy, davon habe ich Fotos gesehen, das muss gigantisch sein. Das war uns leider nicht vergönnt, aber im Torres del Paine, da hatten wir fast an jedem Abend oder Morgen einen Himmel, den sogar das Personal unserer Unterkunft noch fotografierte. Das ist dann wohl nicht immer so, wir hatten Glück, aber der Abschnitt kommt noch. Ich habe mich über deine begeisterten Worte sehr gefreut, schön, dass du uns begleitest 🙂 !
@ Malbec: hallo Malbec, och, schade, dass das mit eurer Reise jetzt nicht geklappt hat, aber in diesen Zeiten bleibt man besser zu Hause. Ich habe Flugtickets für Kenia mit einem Stoppover auf Sansibar Ende September, und mein Bauchgefühl sagt mir ganz klar: hoffentlich anulliert die Airline (KLM) von sich aus, ich würde am liebsten alles auf das nächste Jahr zur gleichen Zeit verschieben.
Für euch sind die Berge etwas Neues, Fremdes. Wir leben mitten in der wunderschönen Berg und Seenlandschaft des Engadins, also sind wir sehr verwöhnt.
Ja, das stimmt, das Wandern in den Bergen ist wirklich etwas ganz Neues für uns, und wir haben es sehr genossen 😄 . Das Engadin ist bestimmt sehr schön, aber meine alte Heimat, Ostfriesland, hat auch so seine Vorzüge: da kannst du morgens schon sehen, wenn du abends Besuch bekommst 😗 , so flach ist das Land. Wir konnten als Kinder im Winter natürlich nicht so wie ihr Skifahren, dafür jedoch mit unseren Schlittschuhen über die zugefrorenen Kanäle zur Schule fahren. Das hatte auch etwas. Auf dieser Seite kannst du mal, wenn du magst, ein bisschen stöbern: https://www.ostfriesland.de/start.html. Unser Gesundheitssystem funktioniert, und vielleicht wäre die Ecke ja etwas für einen "Heimaturlaub" für dich 😎 .
@ Clamat: hallo Claudia, dein Hinweis auf diese Fotos ist in Zeiten, in denen ich keine Reise planen kann, unanständig 😐 , Die Landschaft ist wunderschön, und ein wenig hadere ich noch mit der Höhe, aber eigentlich möchte ich da sofort hin. Das musst du mir in Büsnau, so wie es statt findet, mal näher erläutern.
Huhu, die Wanderung zum FitzRoy gehört m.E mit zu den schönsten Wanderungen in der Gegend überhaupt! Und passendes Wetter hattet ihr auch dafür.
Hab ich das richtig verstanden, dass ihr am Mirador wieder kehrt gemacht habt und nicht bis zur Laguna de los Tres weitergewandert seid? Der letzte Abschnitt geht zwar ordentlich bergauf, lohnt sich aber absolut.
Das Wasser in den Bächen ist übrigens so sauber und klar, dass man es direkt trinken kann. Das Mitschleppen von vielen Wasserflaschen bleibt somit erspart. Diese Erfahrung haben wir in fast ganz Patagonien gemacht.
Ja, Obst und Gemüse ist in El Chalten schon ein Thema. Allerdings hatten wir den Eindruck, dass man weitestgehend in dem Teil Chiles/Argentiniens generell nicht so anspruchsvoll bei der Frischware ist. Nach unseren hiesigen Maßstäben wäre das Meiste wohl erst gar nicht in den Verkauf gekommen. El Chalten hat zum Glück mehrere kleine Läden und manchmal muss man verschiedene abklappern, um das zu bekommen, was man möchte. Geniess(t) das schöne Wetter
Mabe, die sich natürlich auf die Fortsetzung freut
Old WomenThemenstarter1’545 Beiträge · seit 201325. Mai 2020 ·
Hallo, ihr Lieben,
nun musste ich leider das Wochenende für andere Dinge nutzen, und es wird jetzt doch erst Morgen hier weitergehen, aber es ist, glaube ich, normal, dass einem zum Ende hin ein wenig die Puste ausgeht 😗 .
@ Mabe: hallo Mabe,
Hab ich das richtig verstanden, dass ihr am Mirador wieder kehrt gemacht habt und nicht bis zur Laguna de los Tres weitergewandert seid? Der letzte Abschnitt geht zwar ordentlich bergauf, lohnt sich aber absolut.
den Abschnitt hatten wir uns für den nächsten Tag aufgespart, denn dann wollten wir von der „Hostería El Pilar“ aus zu den 3 Lagunen wandern. Von dort ist es wohl ein Stückchen kürzer. Morgen werde ich den Tag, so wie nichts dazwischen kommt, einstellen.
Herzliche Grüße an alle User, die hier mitlesen Beate
Old WomenThemenstarter1’545 Beiträge · seit 201326. Mai 2020 ·
15.2.2020
Unser letzter Tag an diesem wunderbaren Ort war angebrochen 🙁 . Der Abschied Morgen würde uns schwer fallen, aber ein paar Highlights erwarteten uns ja auf dieser Reise noch, acht weitere Urlaubstage standen bevor.
Für heute hatte ich mir gewünscht, es einmal etwas ruhiger angehen zu lassen. Ich wollte eine etwas kürzere Runde gehen, danach meine Füße gemütlich unter dem Tisch eines Kaffeehauses ausstrecken, in aller Ruhe unsere Sachen einräumen und danach nett und vor allem lecker essen gehen. Mein Mann war zwar nicht ganz meiner Meinung, denn Kaffeehausbesuche am Nachmittag sind Höchststrafe 😐 für ihn, fügte sich aber klaglos in sein Schicksal 😘 .
Aktivität des Tages:
„Sendero Glaciar Piedras Blancas“ Offizielle Infos: 8 km, ca. 4-5 Stunden, Schwierigkeitsgrad: leicht
Diesen Wanderweg konnten wir nicht fußläufig von unserer Unterkunft erreichen. Die Anreise erfolgte mit unserem Auto und dauerte knapp 30 Minuten, Fotostops am Fluss nicht mit eingerechnet. Ausgangspunkt war die „Hostería El Pilar“, ca. 14 km westlich von El Chaltén.
Tip: Es gibt auch Privattransfers, die muss man in den Unterkünften anfragen, wir sind aber immer lieber unabhängig, und ein großer Wanderparkplatz ist vorhanden.
Schon auf dem Weg zur Hostería hielten wir immer mal wieder an, um das morgendliche Panorama am Río de las Vueltas zu genießen. Ruhig, kein Mensch weit und breit, und mehr wie ein halbes Dutzend Wanderer haben wir an diesem Tag auf dem Trail auch nicht angetroffen.
Es war zwar noch sehr dunstig und auch recht frisch, aber der Tag versprach ganz gut zu werden, nach Regen sah es nicht aus. An der Hostería, die sehr malerisch am Fluss liegt und eher im hochpreisigen Segment anzusiedeln ist, ein erster Blick auf schneebedeckte Berge. Bei klarem Wetter hat man hier einen Blick auf den „Aguja Poincenot“ und den „Cerro Chaltén“. Am Flussufer blühten sogar noch ein paar von den hübschen Lupinen, die eigentlich im Februar in Patagonien schon weitestgehend ausgeblüht sind.
(das Fotos ist vom Nachmittag)
Im Wald begann der Weg mit einem leichten Anstieg. In weniger als einer Stunde erreichten wir das Tor, an dem das Schutzgebiet des „Parque Nacional Los Glaciares“ beginnt.
Tip: Hier beginnt auch der Wanderweg zur „Laguna de los Tres“. Wir wollten wegen der doch eher schlechten Sicht im Verlaufe der Wanderung spontan entscheiden, ob wir den Abstecher zur Lagune noch machen, die Zeit dafür würde ja allemal reichen.
Nach insgesamt 2 Stunden Fußmarsch mit immer mal wieder hübschen Aussichtspunkten
erreichten wir den Mirador, von dem aus man in westlicher Richtung den imposanten, ca. 2 km entfernten Gletscher „Piedras Blancas“ mit seinen schönen Wasserfällen bewundern konnte.
Gewaltige Eismassen türmten sich an der Gletscherkante.
Ein Platz mit toller Aussicht, perfekt für unser Picknick. Chilenische Wanderer, die sich hier in der Gegend gut auskannten, leisteten uns Gesellschaft und meinten, die Sicht an der „Laguna de los Tres“ wäre heute doch sehr stark eingeschränkt. Auf den Fotos, die sie uns zeigten, sah man wirklich gar nichts 😠 .
Old WomenThemenstarter1’545 Beiträge · seit 201326. Mai 2020 ·
Und hier geht es weiter.....
Es wurde immer kälter, der Wind immer eisiger, und ich war froh, in meinem Rucksack eine warme Mütze und Wollhandschuhe zu haben. Ich hätte mich nicht gewundert, wenn es plötzlich angefangen wäre zu schneien. So war das also mit dem unberechenbaren patagonischen Wetter 😮 . Wir waren um eine Erfahrung reicher 😐 . Schweren Herzens beschlossen wir, wieder umzudrehen, warum sich das Leben unnötig schwer machen. „Aktion Kaffeehaus“ konnte starten, eine gemütliche erste „blaue Stunde“ in diesem Urlaub hatte ich mir redlich verdient. Das braucht Frau auch einmal 😈 .
Beim Flussbett angekommen wurde es schlagartig wieder wärmer, es klarte langsam auf, und erste Sonnenstrahlen suchten sich ihren Weg. Patagonisches Wetter, planen kann man da gar nichts 😵 !
Ein kurzes Stück Weg noch über idyllische Gebirgsbäche, und wir waren an unserem Ausgangspunkt wieder angekommen.
Erst jetzt sahen wir die bunten Felsen, die sich auf der rechten Seite über dem Tal erhoben. Die hatten wir am Morgen gar nicht wahrgenommen, so dicht hing der Nebel im Tal.
Gegen 17.00 Uhr waren wir wieder zurück in El Chaltén, und endlich kam ich zu meiner wohlverdienten „blauen Stunde“ und zwar mit allem, was dazugehört. Junge Leute spielten lateinamerikanische Melodien auf ihrer Gitarre, ein paar Gäste begannen zu tanzen, und ich hätte auch sehr gerne mitgemacht, ich liebe nämlich Rumba und Cha Cha Cha, aber mit groben Wanderstiefeln, da hätte man keinen vernünftigen Schritt zustande gebracht! Schade 🙁 !!
Zuhause wurde dann gepackt, schnell geduscht und gegen 21.00 Uhr gingen wir die paar Meter ins Restaurant „El Muro“, ein sehr nettes Lokal mit ordentlichem Essen. Mein Mann hatte Steak, ich ein Fischgericht, beides eine ganz klare Empfehlung.
Für Morgen planten wir zeitig in Richtung El Calafate zu starten. Unser Programm sah bereits am frühen Nachmittag einen Besuch des Perito-Moreno-Gletschers, eines der größten Natursehenswürdigkeiten im südlichen Patagonien vor.
Old WomenThemenstarter1’545 Beiträge · seit 201326. Mai 2020 ·
Die Farben Patagoniens: Anreise nach El Calafate
16.2.2020
Vier ganze Tage nur an einem Ort, das war sehr erholsam gewesen. So ein Roadtrip, wo man mindestens alle zwei Tage den Ort wechselt, kann schon manchmal sehr anstrengend sein 😎 . Aber jetzt hatte uns die Straße gen Süden wieder. Unser nächstes Ziel war die kleine Stadt El Calafate am Lago Argentino, dem größten See Argentiniens. Unsere erste Etappe führte uns wieder fast 80 km am Nordufer des Lago Viedma entlang. Der Fitz Roy war leider heute in Wolken gehüllt, trotzdem ein atemberaubendes Bergpanorama. Wir waren begeistert.
Die nächsten drei Stunden fuhren wir durch ebene Steppenlandschaft, ab und zu standen Guanacos am Straßenrand. Schilder ermahnten den Autofahrer, die Geschwindigkeit anzupassen, und das war auch absolut notwendig, denn man erkannte sie kaum, so angepasst war ihre Fellfarbe an die Landschaft der argentinischen Pampa.
Nach ca. drei Stunden Fahrt durch eigentlich öde Landschaft tauchte plötzlich wie eine Art Fata Morgana in der Ferne der Lago Argentino auf. Fast surreal hob sich sein knalliger Blauton von den Braun- und Gelbtönen der Pampa ab. Wir waren begeistert von den Farben, die sich je nach Sonneneinstrahlung von einem auf den anderen Moment veränderten. Unglaublich einsam war es nach wie vor, und man konnte sich eigentlich gar nicht vorstellen, dass in dieser Gegend Menschen leben würden. Der Wind blies heftig, und wieder mussten wir aufpassen, beim Fotostop nicht voller Begeisterung gleichzeitig aus dem Auto zu stürmen. Die Autotüren hätten das nicht ausgehalten 😮 . Und nur dieser Wind veranlasste uns, weiterzufahren, wir hätten hier sonst Stunden zugebracht und diesen Ausblick genossen 🤩 .
Um 11.30 Uhr erreichten wir El Calafate, Ausgangspunkt für einen Besuch des berühmtesten aller Gletscher im „Parque Nacional Los Glaciares“, dem „Perito Moreno“, einem der dynamischsten und am leichtesten zugänglichen Gletscher der Welt, einem der wenigen Gletscher, die noch wachsen. Der Nationalpark „Los Glaciares“ liegt im südlichen patagonischen Eisfeld „Campo de Hielo Sur“, dem größten Gletschergebiet auf der Südhalbkugel außerhalb der Antarktis. Das Eisfeld speist alleine 47 Gletscher und gilt als größtes Süßwasserreservoir Südamerikas.
Auf die Touristenmassen, die jährlich diese Region besuchen, ist man „bestens“ vorbereitet, die Straße dorthin, mitten in der Pampa, in einem Top-Zustand.
Im Süden der Stadt gibt es einen internationalen Flughafen, so dass man bequem eingeflogen werden kann, wenn man sich auf ein paar Highlights Patagonien beschränken möchte. Die Stadt selbst ist quirlig, entlang einer großzügig angelegten Hauptstraße reihen sich zu beiden Seiten jede Menge Geschäfte von Ausstattern mit Outdoor-Bekleidung, Souvenirshops, Mietwagenfirmen, Restaurants, Cafés und immer wieder Reisebüros und Tourveranstalter. Unterkünfte gibt es für jeden Geschmack und für fast jeden Geldbeutel. Wer das mag, ist hier mit Sicherheit gut aufgehoben, man kann abends bummeln gehen und sogar mit ein bisschen Glück seine Geldbörse im städtischen Casino wieder auffüllen.
Tip: Es gibt 2 Tankstellen, und wenn man in den Nationalpark „Torres del Paine“, der keine Tankstelle hat, weiterfährt, muss man hier tanken, denn danach gibt es meines Wissens nur noch eine Tankstelle in Tapi Aike. Beide Tankstellen befinden sich an der Hauptstraße, und um längere Wartezeiten zu vermeiden, tankt man dort am besten vor 7.00 Uhr oder nach 22.00 Uhr.
Wir hatten in diesem Urlaub so gar keine keine Lust auf diesen künstlichen Touristenrummel, wir suchten die Einsamkeit und Ruhe, und so hatte ich bei der Planung dieser Reise nach einer Unterkunft außerhalb der Stadt gesucht. Meine Wahl fiel auf das kleine B&B „La Soberana“. Ich habe leider keine Fotos gemacht, aber auf der Homepage der Unterkunft https://la-soberana-hosteria-patagonia.business.site/ ist alles 1:1 korrekt abgebildet. Die abendliche Aussicht auf das hellerleuchtete El Calafate ist wunderschön. Für den Hunger nach einem erlebnisreichen Urlaubstag hält Susanna, die sympathische Besitzerin, eine kleine Speisekarte bereit. Nichts Besonderes, aber sehr reichhaltig und vor allem super lecker, und so muss derjenige, der nicht möchte, abends nicht mehr in die trubelige Stadt fahren. Das folgende Foto ist kurz vor der Einfahrt zu unserer Unterkunft entstanden. Sehr einsam gelegen und ohne eigenes Auto nicht zu empfehlen, dafür ist die Aussicht auf den See aber einfach nur fantastisch.
Im nächsten Kapitel wird es eine Flut von Fotos vom "Perito Moreno", den wir noch am selben Tag besucht haben, geben, aber dafür müssen erst Hunderte von Fotos gesichtet werden 😗 , denn das war ein Erlebnis der ganz besonderen Art 🤩 .
Ich muss mich noch einmal melden. 😉 Danke für die zügige Fortsetzung Deines RB. Freue mich auf jeden neuen Teil denn Du beschreibst/bebilderst eine atemberaubende Landschaft gespickt mit vielen nützlichen Infos für mögliche Nachahmer. In diesen enthaltsamen Zeiten Balsam für unsere (Reise-) Seele. 😄
Wir selbst planen unsere Tour für Ende Dezember 2021 in den Januar 2022 hinein. Welchen zeitlichen Vorlauf würdest Du empfehlen für Auto- bzw. Unterkunftsbuchungen? Hast Du aus Deinen Erfahrungen Tipps für die Bezahlung aufgrund der schwachen Währungen in Chile & Argentinen? Vielleicht bist Du so nett und lässt uns in den nächsten Beiträgen an Deinen Erfahrungen teilhaben.
Danke schon mal dafür.
Gesunde Grüsse Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021
Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017
Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
da ich gerade noch "drin" bin, meld ich mich mal zu deiner Frage nach den Unterkünften und dem Bezahlen.
Bei uns war das so, dass über booking.com die beste Übersicht und Auswahl bestand. Ich bin eigentlich kein Fan von dieser Plattform, aber viele Hostals, Pensionen etc haben gar keine eigenen Webseiten bzw verweisen auf booking. Wir haben gerne kleinere Unterkünfte und die Lage ist für uns wichtig. Zum Teil wollten wir uns selber versorgen. Die Entscheidungsfindung wurde daher über die Plattform am besten unterstützt. Bezahlt haben wir fast ausschließlich vor Ort. Manchmal ging Karte, manchmal nur Bares. Auch Dollar wurden zum Teil gerne gesehen.
Ein langer Vorlauf fürs Buchen ist m.E. nicht erforderlich. Das gilt sowohl für ein normales Fahrzeug als auch für die meisten Unterkünfte. Im Torres del Paine ist es am ehesten angezeigt, da die Unterkünfte im/am Park einfach begrenzt sind.
Ich sehe gerade, ihr wollt im Dezember/Januar,...das ist natürlich absolute Hochsaison. Vielleicht ein paar Unterkünfte, die euch total wichtig sind, früher anfragen.
Hallo Beate, ich bin erst heute auf deinen Patagonien-Rb gestoßen und habe mich gerade durch die tollen Landschaftsbilder gescrollt. Das sieht wirklich super aus! Ich war mal vor vielen Jahren auf der Argentinischen Seite Patagoniens unterwegs, deshalb kenne ich schon einiges, wie z.B. den Moreno-Gletscher und den Lago Argentino. Jetzt habe ich Lust bekommen, die Gegend nocheinmal zu bereisen, vor allem die chilenische Seite kenne ich noch nicht. Danke für den schönen Bericht! Gruß GuKo
Old WomenThemenstarter1’545 Beiträge · seit 201329. Mai 2020 ·
Hallo, ihr Lieben,
ich will kurz auf die Fragen von Mika1606 eingehen. Es ist gut, dass Fragen hier im Forum öffentlich gestellt werden, denn mein Postfach quillt über, und ich komme mit dem Beantworten von PNs gar nicht mehr nach 😐 , und vielfach sind es doch gleiche Anfragen.
So wie Mabe ( 😘 ) bin ich auch bis auf wenige Ausnahmen (siehe RB S. 1) bei booking.com fündig geworden. Als Dienstleister ist dieses Portal unschlagbar, Buchen und auch die Option „kostenlos stornierbar“ sind mit wenigen Clicks zu erledigen. Die Unterkünfte zahlen dafür natürlich einen recht hohen Abschlag, aber ohne die Vermarktung durch ein solches Portal wäre es für viele einfachen B&Bs wahrscheinlich sehr schwer, im WWW wahrgenommen zu werden.
Die Unterkünfte in Patagonien müssen bis auf die Unterkünfte im Torres del Paine nicht vor Anfang – Mitte 2021 gebucht werden, obwohl vieles schon 1 Jahr im Voraus buchbar ist. Beim Torres del Paine würde ich bereits ab August 2020 bei booking.com schauen, was es für Quartiere gibt und diese dann evtl. direkt anschreiben. Man sollte auf alle Fälle im Park oder am Parkeingang, so wie wir das gemacht haben, wohnen, und halbwegs bezahlbare Unterkünfte sind sehr schnell ausgebucht. Unsere Pampa Lodge habe ich 1 Jahr im voraus direkt gebucht. Viele Reiseunternehmen blocken größere Kontingenten im oder am Torres del Paine, und daher sind viele Unterkünfte in der Hauptsaison bei booking.com nicht buchbar.
Zur Bezahlung der Unterkünfte: In Chile (19%) und Argentinien (21%) werden Ausländer bei der Bezahlung der Unterkunft von der Mehrwertsteuer befreit, wenn sie gewisse Kriterien erfüllen: 1. bei Einreise in Chile erhält man eine Touristenkarte, diese muss man vor Ort vorzeigen, und sie wird dann vom Gastgeber kopiert 2. man bezahlt den Preis in einer Fremdwährung, meisten USD. In Chile geht das fast überall mit einer Kreditkarte (Visa/Master), wenn einmal nicht, bekommt man bei Buchung von booking.com sofort einen Hinweis zur Bezahlung. Die Problematik bei der ganzen Sache ist der Peso. Zu unserer Zeit schwankte der Kurs des chilenischen Pesos nur leicht, daher haben wir bei der Bezahlung der Unterkünfte in einer harten Währung keinen Verlust gemacht und sind durch die Befreiung von der Mehrwertsteuer besser gefahren Beim Mietwagen haben wir natürlich in Peso mit Kreditkarte, anders ging das auch gar nicht, gezahlt. Der Betrag wurde von Seelmann nach Abschluss der Buchung geblockt. Durch die Schwankungen des Peso haben wir ca. 150.00€ am Ende weniger gezahlt als zum Zeitpunkt der Buchung, es hätte aber auch umgekehrt ausfallen können.
In Argentinien ist das eine ganz andere Sache. Der Peso befand sich im freien Fall, wie das heute ist, weiß ich nicht, da muss man schauen, wie man das macht. Akzeptieren müssen die Unterkünfte auch die Bezahlung in der Landeswährung, denn bei Vertragsabschluss wird ja der Preis in der Landeswährung ausgewiesen. Man nimmt sehr gerne in Argentinien Dollar und auch Euro in bar. In El Calafate haben wir unserer lieben Wirtin Susanna Euro cash gegeben, die war richtig glücklich, denn sie wollte damit den Tischler bezahlen. Also: zum Zeitpunkt der Reise noch einmal die Entwicklung des Peso betrachten und dann entscheiden, was günstiger ist. Zu unserer Zeit waren doch sehr hohe Schwankungen beim argentinischen Peso. In Restaurants, an Tankstellen etc. kannst du auch immer in USD (cash) bezahlen, das ist aber in der Regel ungünstiger, denn man bekommt dort meistens einen schlechten Kurs. Nimm auf alle Fälle etwas Bares in USD und in Euro mit, damit kommst du immer gut durch!
@ gu-ko: du bist scheinbar Biker, dann ist die chilenische Seite eine gute Entscheidung. Wir haben viele Biker aus Europa dort getroffen, und manche unten im Süden erneut. Scheint eine sehr beliebte Ecke für Biker zu sein. Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter, haben aber gehört, dass es häufig ganz anders kommen kann. Der Februar ist der trockenste Monat auf der chilenischen Seite, denn dort regnet er sonst so gut wie jeden Tag. Ab Coyhaique wird die Piste deutlich schlechter, aber man ist mit der Fertigstellung der Carretera Austral auf gutem Wege. Eigentlich schade, denn es wird viel Flair dabei verloren gehen. Das lieben wir ja auch an den afrikanischen Schotterpisten 🤩 . Schön, dass du hier auch mit liest 🙂 .
Ich hoffe, dass es Morgen hier weitergeht…… 😕
Herzliche Grüße und ein schönes Pfingstwochenende Beate
vielen Dank für Deinen Reisebericht. Einfach eine super schöne Reise. Wir haben fast dieselbe Reise im November 2019 gemacht, mit nur kleine Abweichungen. Wir starteten in der Atacama Wüste, sind dann nach Puerto Montt, haben Chiloe ausgelassen, und dann ging es fast analog zu Eurer Route weiter. Hosteria Catalina und Caleta Gonzalo hatten wir auch im Programm und waren ebenfalls sehr zufrieden 🙂 . Wir waren zur Zeit der Unruhen im Land. Da wir Santiago nicht besucht haben, sind wir bis auf Cohayque verschont geblieben. Andere Reisende, die in SdC waren, hatten Tränengas abbekommen. Unser Wetter war nicht viel besser, vielleicht hatten wir 5% mehr blauen Himmel 🤩 , dafür ist der Fitz Roy bei uns total ins Wasser und Nebel gefallen 😵 . Die Bootsfahrt zu den Marmorkathedralen empfand ich sehr abenteuerlich und als einen Ritt auf Teufels Rücken 😈 . Eine grandiose Landschaft und nochmals vielen Dank für Deinen Bericht. Freue mich auf Deinen weiteren Bericht.
LG
Elsi
Old WomenThemenstarter1’545 Beiträge · seit 201301. Juni 2020 ·
Ein Nachmittag am Gletscher Perito Moreno
Aktivität des Tages:
Wanderung über Stege zu den Aussichtsplattformen des Perito Moreno (Es gibt verschiedene Wanderungen unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit)
Tip: Vorab: dieser Abschnitt unserer Reise war nicht optimal geplant 🙁 . 2 Nächte sind eigentlich zu wenig, 3 Nächte wären besser, um in Ruhe alles Sehenswerte dieser Region zu besichtigen. In diesem Bereich des Nationalparks ist der Besuch kostenpflichtig. Auf der Homepage des Nationalparks habe ich daher, um nicht unnötig Zeit am Nachmittag zu vergeuden, mir bereits bequem von zu Hause aus Eintrittskarten gekauft. Online gibt es diese zum Vorzugspreis, und sie sind gültig für alle Bereiche des südlichen Teiles, also auch für unsere Tour zur "Estancia Cristina" am nächsten Tag, und zwar für 72 Stunden nach dem ersten Betreten des Nationalparks. Auch spart man sich das lästige Ausfüllen von Formularen und kann nach Vorlage der ausgedruckten Eintrittskarte gleich weiterfahren: https://www.argentina.gob.ar/parquesnacionales/losglaciares
Wir hatten uns ganz bewusst für den Besuch am frühen Nachmittag entschieden, denn die großen Reisebusse fahren dann bald schon wieder zurück, immerhin liegt El Calafate knapp 80 km vom Gletscher entfernt, auf einer gut ausgebauten Straße ca. 1.30 Std. Fahrzeit.
Auf der Hinfahrt zur „Hauptanlage“ bereits ein erster Blick auf den Gletscher. Das Wetter schwächelte leicht, es war stark diesig, aber trocken. Um einmal die Dimensionen dieses Giganten zu verstehen stelle ich mal eine Sequenz von 4 Fotos ein. Man beachte die „winzige Nussschale“ vor dem Gletscher. Das ist einer der Katamarane, mit denen die Touristen vor den Gletscher gefahren werden, und die sind keineswegs klein 😗 . Bei Kaiserwetter sieht das dann so aus 😐 ,
bei uns leider so 🙁 .
Über die kilometerlangen Aussichtsstege ist der monumentale Gletscher von allen Blickwinkeln aus zu bestaunen, von der Südflanke bis zur Nordflanke mit einer Kalbungsfront von 5 Kilometern. Am Eingang verdeutlicht eine Schautafel das Ausmaß des südlichen patatgonischen Eisfeldes. Der Perito Moreno ist dabei noch einer der kleineren Gletscher (siehe Pfeil), eigentlich unvorstellbar, wenn man sich die folgenden Fotos anschaut.
Immer wieder boten die unterschiedlichen Aussichtspunkte einen neuen Blick, eine neue Perspektive auf die unendlich erscheinenden Eismassen. Das Wetter war inzwischen deutlich besser geworden 🤩 , und ab und zu kam sogar die Sonne zum Vorschein. Die Farben des Gletschers, mal milchig-weiß, mal mit dunkelblauen Gletscherspalten durchzogen, je nach Sonneneinstrahlung wechselte die Farbe im Minutentakt, denn das Wetter war nicht einheitlich, Wolken und Sonne wechselten sich ab. Die Stunden, die wir am Gletscherrand verbrachten wurden durch ein ständiges Rumoren und Krachen untermalt, immer mal wieder lösten sich Teile des Gletschers ab. Wir waren begeistert und sind in den 4 Stunden, die natürlich viel zu wenig waren, so manchen Kilometer auf den Holzstegen gewandert.
Old WomenThemenstarter1’545 Beiträge · seit 201301. Juni 2020 ·
Und hier geht es weiter.....
Fragile Gebilde, wunderschöne Formen aus Eis.
Je höher wir stiegen, desto besser war die Aussicht, und es waren sehr, sehr viele Treppenstufen 😐 . Mit Knie-Problemen könnte das Ganze schwierig werden 😮 . Barrierefrei ist nur der vorderste Bereich, aber da kann man sich auch schon ein ganz gutes Bild von der Größe des Gletschers machen.
Irgendwann mussten wir uns auf den Heimweg machen. Wir hatten völlig die Zeit vergessen und wurden von einem Ranger ermahnt, das Gelände umgehend zu verlassen 😐 . Zum Abschluss noch ein paar schöne Impressionen dieser einzigartigen Landschaft, ein letzter Blick auf den Gletscher, und zum ersten Mal nahmen wir auch die üppig blühenden patagonischen Feuerbüsche wahr, ein hübscher Kontrast zu den eisigen Gebilden.
Gegen 21.00 Uhr waren wir wieder zurück und waren froh, dass wir nicht mehr zum Essen in die Stadt fahren mussten. Bei einer guten Flasche Malbec saßen wir noch lange mit Susanna und einem sympathischen argentinischen Paar beim Essen zusammen und unterhielten uns über die desolate wirtschaftliche Situation des Landes. Der argentinische Peso ist im freien Fall, und Susanna freute sich sehr, als ich unsere Rechnung bar in harten Euro bezahlte. Die wollte sie gleich am nächsten Tag ihrem Tischler geben.
Es war schon fast Mitternacht, als wir endlich ins Bett gingen, eigentlich viel zu spät, denn am nächsten Tag mussten wir sehr früh aufstehen, aber der Abend war sehr gesellig gewesen, und dann soll man das auch nicht bereuen 😎 .
Hallo Beate, ich lese schon eine Weile mit und möchte mich für diesen interessanten und mit vielen Infos bestückten Reisebericht bei dir bedanken. Dieser Teil der Welt steht auch noch auf meiner Agenda und da lese ich alles was mir unter die Augen kommt. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung deines Berichts. Liebe Grüße Lothar
Du machst es uns nicht leichter!!! Dachten wir noch, unseren Patagonientraum legen wir zu den Akten, wird es uns beim Anblick Deiner schönen Bilder "ganz anders". Schöne Eindrücke, die Du uns lieferst. Vielleicht irgendwann mal .... Herzliche Grüße der bayern schorsch