Es gibt für mich zwei Arten von Jägern. Die einen jagen aus Notwendigkeit, d.h. zur Fleischgewinnung oder zur Bestandsregulierung. In Namibia sind das im Normalfall die Farmer. Diese Menschen gehen Ihrem Job nach, wie ein Bauer, ein Metzger oder ein Schlachter. Mit diesem Menschen habe ich auch keinerlei Probleme mich über die Jagd zu unterhalten und ich hätte auch keinerlei Probleme sie auf der Jagd zu begleiten, denn ein erschossenes Tier als solches bereitet mir keinerlei Probleme und als Fleischesser profitiere ich von ihrem Handeln. Dann gibt es aber auch die Jäger, bei denen die Fleischgewinnung bzw. Bestandsregulierung nur ein zufälliger Nebeneffekt ist. Die zahlen Ihren Obolus allein für das Töten eines Tieres und dessen Trophäe. Was mit dem Rest des Tieres geschieht ist für sie nicht von Interesse. Die Beweggründe für solch eine Geisteshaltung mögen unterschiedlich sein, aber keine ist für mich auch nur im Ansatz akzeptabel. Wer um die halbe Welt fliegt, um ein Tier zu töten, tut dies nicht zur Bestandsregulierung oder zur Fleischgewinnung, denn dafür braucht mein keine Jagdtouristen. Diese Jagdtouristen sind Trophäenjäger und mit denen möchte ich nicht die schönsten Tage des Jahres verbringen. Die Trophäenjäger wahrscheinlich auch nicht mit mir, denn ich halte mit meiner Meinung nicht hinterm Berg.
Ich weiß, dass ich mit dieser Haltung nicht allein stehe. Dafür gab es z.B. schon ausreichend Diskussionen hier im Forum. Aus diesem Grund sollte jede Gästefarm, die auch Angebote für Jagdtouristen hat, dies offen kommunizieren. Es wäre zum Vorteil aller Gäste und der Farm. Das zeigt diese Diskussion sehr deutlich.
travelNAMIBIA33,4k Beiträge · seit 200623. Okt. 2019 ·
Moin zusammen,
irgendwie amüsiere ich mich gerade . Lest Euch mal die anderen Threads durch, wo es um Trophäenjagd geht. Da wird von allen Seiten auf die "bösen Trophäenjäger" pauschal eingeprügelt, aber wenn jemand hier schreibt wie er es konkret mit Trophäenjägern am Nachbartisch empfunden hat (wobei ja scheinbar einfach die fehlende Kenntnis im Vorfeld, dass so etwas sein kann, das Problem dieses Threads ist), ist es auf einmal "kein Problem" und derjenige sollte doch etwas offener sein. Ich bin jemand der absolut hinter der Jagd, auch der Trophäenjagd steht, aber ich kann Phil in diesem Fall sehr gut verstehen. Immer wieder wird ja auch hier im Forum darauf hingewiesen: "Achtung, auf der Farm XYZ sind auch Jäger". Warum, wenn man doch nicht so Kleinlich sein soll...?
Ehrlich, ich weiß nicht, ob man erwarten kann, dass Unterkünfte Jäger und Nichtjäger getrennt unterbringen oder einen Verweis auf die Jagdfarm aufnehmen.
Wie gesagt, seit ca. 20 Jahren ist genau das Gang und Gebe im Land. Vorher war es anders und wer jetzt durch totschweigen daran festhalten will, kann ganz schnell ausm Business (also dem mit nichtjagenden Gästen) sein. Man hat natürlich als Gast kein Anrecht vollumfänglich informiert zu werden. Da bin ich ganz bei Dir. Zum konkreten Fall: Ich habe mal ein wenig Tripadvisor zu Okamabara durchgelesen und das ist nur ein einziges Mal von "Jagd/Jägern" die Rede. Es scheint also eher die Ausnahme als die Regel zu sein, dass Jäger und Nicht-Jäger nicht getrennt werden.
Viele Grüße Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
ich kenne auch einige Südafrikaner, die zum Spaß auf die Jagd gehen, dies teilweise zur Fleischgewinnung, teilweise nehmen sie auch die Trophäen mit, schießen aber auch Tiere die sie nicht unbedingt selbst essen wollen und verschenken dann das Fleisch an Farmarbeiter, es gibt da sicherlich auch Bilder neben den geschossenen Tieren, meist wird hierbei auch viel getrunken....und zahlen müssen sie auch für den jeweiligen Abschuss...und hiervon gibt es viele!
Dann kenne ich auch Farmbesitzer, die zur Bestandregulierung auf ihrer eigenen Farm jagen und hieran auch noch Spaß haben und auch gerne ihre Jagderlebnisse mit Bilder untermalen!
Und ich kenne auch Angler, die zum Spaß um die halbe Welt fliegen und bestimmte Fische zu fangen, die sie auch nicht unbedingt selbst essen wollen, aber Bilder von diesen dann als Erinnerung mit nach Hause nehmen!
Zu welcher Gruppe gehören jetzt diese Menschen?
Fragen über Fragen!!
Gruß
Markus
FLFlowerrunner132 Beiträge · seit 201123. Okt. 2019 ·
Und ich kenne auch Angler, die zum Spaß um die halbe Welt fliegen und bestimmte Fische zu fangen, die sie auch nicht unbedingt selbst essen wollen, aber Bilder von diesen dann als Erinnerung mit nach Hause nehmen! Und ich kenne genug Menschen, die um die halbe Welt fliegen, damit die Umwelt verschmutzen, als Touris in Afrika umherziehen und damit das wirtschaftlich-gesellschaftliche Gleichgewicht durcheinanderbringen und sich Abends die Finger nach dem ach so leckeren Fleisch von Kudu, Oryx, Phyton, Strauß, Eland, Springbock und Co lecken (das in Afrika immer mit einer Kugel vom Leben zum Tod befördert wurde) und sich dann - mit vollgefr... Bauch - darüber aufregen, dass sich jemand das Gehörn eines Impala an die Wand hängt, wie man es in allen Kulturen der Welt tat. Ob die San, die "Indianer" oder die alten europ. Kulturen (Kelten und Co.), alle hatten Ihren Trophäenbaum und -kult, das ist etwas vollkommen natürliches. Nochmal: De Kritiker mögen doch bitte mal versuchen, ihren Standpunkt (der Nicht-Jagd) einem afrikanischen Local zu beschreiben. 🙂 I wish mutch fun. 🙂
maggus schrieb:Und ich kenne auch Angler, die zum Spaß um die halbe Welt fliegen und bestimmte Fische zu fangen, die sie auch nicht unbedingt selbst essen wollen, aber Bilder von diesen dann als Erinnerung mit nach Hause nehmen!
Danke Maggus/Markus für diesen Punkt, darüber wundere ich mich nämlich schon lange in dieser Debatte. Fischer sind in Europa wohl auch viel zahlreicher als Jäger, aber nur die reichen Fischer jetten sonst wohin für die begehrten „gamefish“. „Unsere“ Fischer sitzen am Wald- oder Schotterteich oder stehen im Fluss um die Ecke. Und das kann/muss ich überall sehen, sobald ich nur 15 Minuten aus meinen 4 Wänden rausgehe. Und wenn ich beim Spaziergang um den Waldsee in der Nähe einkehre, sitzen sicher Fischer am Nachbartisch und die reden über was? Und beim Aushang des Fischereivereins hängen die Trophäenfotos. Und wo immer ich in RSA ans Meer komme, sehe ich Hobbyfischer, die ein besonders großes Exemplar auch fotografieren. Und ihren Fang und den der gewerblichen Fischer lasse ich mir abends im Pub schmecken. Daher folgende Frage an Phil0811: Hast du mit Fischern im selben Raum das gleiche Problem wie mit Jägern? Und wenn nicht: Was ist bei Fischern anders als bei Jägern, was sind deine Gründe? Die Frage ist aus reinem Interesse, ohne Hintergedanken oder Ironie. Dein eigentliches, eingangs artikuliertes, Anliegen respektiere ich absolut, jeder nach seiner Facon. Grüße, Werner
Vorneweg: Ich bin so ein Wildnis-Mensch, der entsprechende Grundlagen und Ausbildungen hat, und es liebt, "archaisch" unterwegs zu sein. In aller Welt, und in Namibia bislang mit Dachzelt-Mietcamper, neuerdings mit eigenem Land Rover; und natürlich so gut wie immer Campsite/Freistehen selbstversorgerisch. Und ich bin hundertprozentig bei Phil: Die notwendige, etablierte Jagd zur Eigenversorgung, zur Bestandsregulierung, zur Versorgung der Arbeitskräfte - völlig ok, kein Thema!
Ich habe gelernt mit dem ältesten Jagdinstrument der Menschheitsgeschichte, dem Wurfholz, umzugehen, ebenso wie mit dem zweiten, dem Speer. Und über das dritte, die Speerschleuder ("Atlatl" - bitte die Suchmaschine des eigenen Vertrauens nutzen) habe ich mein Abschlussprojekt gemacht und gebaut. Mit dem vierten, in der Menschheitsgeschichte ein enormer technischer Sprung ein paar tausend Jahre weiter, Pfeil und Bogen, übe ich.
Dies immer unter dem Gesichtspunkt, zumindest symbolisch zu jagen. Anzuschleichen, zu pirschen, ... und versuch mal, an einen Hasen mit einem Wurfholz oder einem primitiven Speer auf zehn Meter Distanz heranzukommen... (auch wenn man in Deutschland das nicht darf und ich niemals auf einen Hasen auf einem hessischen Acker tatsächlich werfen würde. Aber ich habe das auf die entsprechende Distanz aufs lebende Objekt simuliert).
Das ist für mich archaische Jagd. Wie die Ureinwohner Nordamerikas sagen würden, "Heilige Jagd". Das ist das, was die San tun. Die Bushmen wurden in diesem Diskussionsverlauf bereits erwähnt - aber deren Fallenstellerei und vor allem deren Ausdauer-Hetzjagd liegt so was von meilenweit entfernt von Trophäenjagd. Der San-Jäger riskiert bei der Jagd seine eigene Existenz - seine Energiebilanz (eigene eingesetzte Energie bei einer mehrstündigen bis mehrtätigen Hetzjagd) könnte negativ sein. Wenn er sein Wild nicht kriegt, könnte er dabei umkommen. Oder unterwegs von irgendeinem anderen - tierischen - Jäger erwischt werden.
Keiner der Trophäenjäger riskiert das. Mehr noch: Ich habe kaum einen Jäger in Okambara oder Namibia oder im heimischen Hessen gesehen, der nicht fett und kaum in der Lage war, seine Leibesfülle in einen Geländewagen zu wuchten. Unter meinen Bekannten, die in Deutschland jagen, gibt es viele und nur zwei, die konditionell fit sind. Der Rest steht steht bei der Treibjagd am Rande vom Feld und lässt das Wild auf sich zutreiben... oder wartet auf dem Hochsitz.
In Okambara haben ich Jäger gesehen, die mit einem Präzisionsgewehr samt entsprechender Zieloptik plus Schalldämpfer (!) ausgerückt sind. Ethik der Jagd? Ich lach mich tot - erzähl das mal einem Bushmen (und der hat Respekt und Ehrfurcht vor seiner Beute). Einer der Jagdführer dort argumentierte, dass es in Okambara nur Pirschjagd und keine vom Fahrzeug aus gäbe - ich habe eine Weile Triathlon betrieben, in der Langdistanz (vulgo "Ironman") und vor dieser Erfahrung die San-Praxis für mich simuliert: Stunden oder gar Tage einem Wild hinterher laufen, in der glühenden Hitze. Trophäenjäger, deren "Pirschjagd" möglicherweise darin besteht, vom Fahrzeug abzusitzen und ein paar Meter zu gehen, um in die beste Ansitz- und Schussposition aus sicherer Distanz zu kommen, sind ein Dreck (dagegen).
Warum?
Rückflug, Flughafen Windhuk, Jäger quatschen, unüberhörbar bayerisch, johlend & grölend: "Mir ham alles derschossen, was mer ham derschießen können" ... Sorry, für mich: widerlich.
Ethik der Jagd? Nein, diesen Kerlen ging es nur ums "Derschiessen"... und in diesem Momenten kann sich mein Gehirn nicht einer üblen Gewaltphantasie erwehren, in der es um einen Trophäenjäger im namibischen Busch geht, und um mich und meinen Bogen, auf dessen Pfeile ich genüsslich die Jagdspitzen aufschraube. Mit den großen Widerhaken. Die so schön wuchtig in Fleisch einschlagen. Und die man wegen der Widerhaken nicht rausziehen kann... Und wie der Trophäenjäger sich wohl fühlen mag, wenn er weiß: Er ist die Beute. Und aus irgendeiner Ferne kommt der Tod. Nahezu lautlos. Wuchtig. Und es schlägt in die Blutbahnen und die Gedärme ein und zerreisst sie. Und dann sprudelt das Blut nach innen, in die Bauchhöhle. Außen sieht man gar nicht viel (habe ich erwähnt, dass ich auch noch eine Ausbildung in militärischer Notfallversorgung habe - was passiert, wenn Geschosse in Körper einschlagen?)...
Wer, wie der Thread-Ersteller schrieb, in einer Stunde mit dem Geländewagen rausfährt und danach mit toter Antilope zurückkommt; wer "derschießt", was er "derschiessen" kann, verdient, genauso bejagt zu werden.
Und, nein, das ist kein Gewaltaufruf gegen Trophäenjäger. Das ist nur eine kleine, üble Gewaltphantasie in meinem Gehirn. Kein Straftatbestand. Sinngemäß auch auf Angler in Torra Bay oder am hessischen Vogelsbergsee anzuwenden.
Und, nach wie vor: Jede Menge Respekt vor dem archaischen Jäger und seiner beachtlichen Leistung. Ich hätte keine Probleme, den Pfeil loszulassen oder den Abzug zu drücken, wenn ich in entsprechender Umgebung leben oder überleben müsste (natürlich habe ich Henno Martin gelesen). Aber wer Jagd als Spaß oder Sport betreibt, gegen ein Wild, das kaum eine Chance zur Gegenwehr hat, verdient keinen Respekt.
P.S.: Im Moment, wo ich diese Zeilen schreibe, befinde ich mich im Nordwesten Spaniens, sehr abgelegen in den Bergen. Hier wird seit altersher gejagt, auf Wildschweine und Rebhühner, und die Bauern sind immer auch Jäger, und haben ihre Flinte wie selbstverständlich. Irgendein alter Zwilling oder Drilling, meilenweit entfernt vom Präzisionsgewehr mit Zieloptik und Schalldämpfer. So was teures modernes können sich die Menschen hier im Grenzgebiet zwischen Portugal und Galizien gar nicht leisten. Diese Jagd hier ist für mich komplett ok! Und wenn mich morgen einer der Leute im Dorf unten fragt, ob ich mitgehe auf die (tatsächliche) Pirschjagd, wäre ich dabei...
FLFlowerrunner132 Beiträge · seit 201123. Okt. 2019 ·
Hallo Flood,
Danke für Deinen Beitrag, der auch ("leider") etliche Fehler enthält.
BITTE: a.) In Deutschland haben wir ca. 350.000 Jäger und ca. 5 Millionen Angler. Schon seit "Robin Hood" weis man, dass die Jagd nur den "hohen Herren" vorbehalten war, fischen durfte jeder. Das ist im "kollektiven Gedächtnis" hängen geblieben, deswegen gibt es auch keine so starke "Allianz" gegen Fischer, wobei die auch gerne dick auftragen.
b.) Der der ein Hobby hat, trägt gerne mal in einer "gemütlichen Runde" auf, seien es Angler oder Jäger oder Kegler oder ..., da sollte man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Die Sprüche die Du oder der andere Forsty da gehört hat waren nicht schön, waren aber wahrscheinlich nicht so "böse" gemeint wie es sich anhört.
c.) Du schreibst indirekt "Jagd mit antiken Waffen ist eine gute Jagd". Du solltest bedenken, dass der Tötungsvorgang damit langsamer und schmerzhafter und komplizierter ist. Deswegen ist das alles in Deutschland verboten! und zu Recht.
d.) Man sollte die Locals nicht über-höhen. Ich habe mit San, mit "Indianern", pp. gejagt (und auch Artikel darüber geschrieben), der oftmals zitierte "edle Wilde" (im Gedächtnis der Leute nach Karl May, der das auch alles nur erfunden hat, was auch viele Jahrzehnte lang nicht glauben wollten) oder eine "heilige Jagd" ist da selten zu finden gewesen. Meist nehmen die das einfachste zu erlegende Stück, das größte und jüngste nach Möglichkeit. Eine Selektion - wie bei uns in D. üblich - findet da nicht statt. Auch habe ich mit den (noch wenigen "echten") San in Nam mehrfach am Lagerfeuer gesprochen, da riskiert auch keiner sein Leben auf der Jagd. In den Living Museen (bis auf 2 Ausnahmen) wird das gerne erzählt, weil man weis, dass die Touristen das so gerne hören. Ja, mit deren Jagdmethode erlegt man weniger das stimmt. Dann muss in Zukunft 90% der Touristen Abends Salat am Campfire "grillen", okay, ich hätte kein Problem damit. Die meisten Locals in den Camps, Lodges, pp. werden mit 2 Kilo Fleisch, pp. pro Woche (zusätzlich) bezahlt (ist auch je nach Region eine "Gesetz"), auch denen kannst Du dann 2 Kilo Salat geben. Glaube mir: "Die werden erstaunt sein".
Tja Flood, eigentlich ein Beitrag, den man so hätte stehen lassen können, Deine Meinung zum Thema Jagd eben.
Leider konntest Du anscheinend nicht anders, als den mit Deiner "kleinen, üblen Gewaltphantasie in deinem Gehirn" aufzupeppen. Damit hat sich das mit meinem Respekt DIR gegenüber ebenfalls erledigt.
Kopfschüttelnde Grüße von Henning
FLFlowerrunner132 Beiträge · seit 201123. Okt. 2019 ·
e.) Mit der Jagd ist es wie mit Tiersichtungen. Man kann den gesamten Tag unterwegs sein oder 10 Minuten. Das ist vom "Zufall" und auch etwas vom "Können" abhängig. Das muss nicht darauf hinauslaufen, dass der Jäger der in einer Stunde Beute machte, ein schlechter Mensch / Jäger sein muss. W M H
f.) ... zu Deinen Gewaltfantasien schreibe ich nichts. Das ist aber mit ein Grund, warum ich im Busch, auch auf der Jagd, pp. immer noch eine Sekundär-Waffe dabei habe. Ich bin draußen in der Natur (zu Fuß, alleine, nicht mit anderen in einem Fahrzeug) einigen Menschen begegnet, die "böse Gedanken" hatten...
g.) Auch ein Schalldämpfer ist per se nichts Schlimmes. Viele - die keine Ahnung, aber eine "Meinung" haben - verbinden damit: "Böses Militär" und "das arme Wild hat keine Chance", das ist Quark. Er schont u. a. das Gehör (was als einiges der wenigen menschlichen Organe irreparabel ist) und vor allem das der Jagdhunde und der Locals, der Guides, pp. Auch beunruhigt er nicht die Tiere und die Touristen (die dann immer gleiche Terror-Szenarien vor Augen haben). In vielen Ländern (England, pp.) ist es sogar vorgeschrieben so zu jagen. (Wird auch in Deutschland in einigen Jahren kommen,)
Danke, Flowerrunner, für deine Kritik. Die ich mir gerne durch den Kopf gehen lasse (der keineswegs voller Gewaltfantasien ist)... Als Replik im Moment nur so viel:
Ich verdiene meinen Lebensunterhalt als Betreiber einer professionellen Selbstverteidigungs- und Nahkampfschule, und ich habe nicht wenig Zeit im Training etc. in Israel verbracht. Ich habe also immer etwas riskiert, und konnte immer etwas abbekommen. Ich habe obendrein viele Jahre Hunde gehalten, die man in Deutschland als "Kampfhunde" bezeichnet (was ich idiotisch finde - und die Leute, die solche zu jenen machen, genauso widerlich wie Trophäenjäger finde). Meine Unterarme sind voll von Narben, die ich beim Spielen und Raufen mit diesen Hunden davon getragen habe.
Ja, ja, klingt alles voll pathetisch. Was ich damit verdeutlichen will?
Dass ich immer bei meinen Aktivitäten in meinem mittlerweile sechzigjährigen Leben etwas riskiert habe (und ich bin einige Male am Totalschaden knapp vorbeigegangen).
Deswegen mag ich Jagd nicht, die so sehr aus sicherer Distanz erfolgt (der zu Fuß im Gestrüpp und Unterholz pirschende galicische Bauer-Jäger muss immerhin damit rechnen, dass die angeschossene Wildsau...) . Eine Jägerei, die noch nicht einmal ein Knalltrauma riskieren will... (von wegen Schalldämpfer; und, na ja, siehe vorstehend, "böses Militär" ist nicht mein Ding; ach, BTW: Ich trage nie Camouflage, das tun nur Zivilisten, die es nötig haben... viel Wild ist ja ohnehin farbenblind - khaki, olivgrün oder braun tun es doch auch).
(Und natürlich rennt/rannte ein San nicht einem Kudu zwei Tage nur aus Spaß hinterher, wenn er ein anderes vorher schneller/leichter kriegen konnte. )
Ach, fast vergessen: Natürlich teile ich die Meinung, dass Okambara offensiv mitteilen sollte, dass es sich nicht nur um eine schöne Gästelodge handelt, sondern "proaktiv" Jäger als Kunden wirbt. Ich hab mich übrigens mit Luis, dem Jagdführer dort, prima unterhalten (wir sind beide Land Rover-Fans) - und ich würde auch gerne mit Flowerrunner am Feuer draußen sitzen und diskutieren. Aber ich würde gerne die Wahl treffen können, ob ich pure Trophäen- und Hochsitz-Jäger um mich haben möchte oder nicht.
FLFlowerrunner132 Beiträge · seit 201124. Okt. 2019 ·
Deswegen mag ich Jagd nicht, die so sehr aus sicherer Distanz erfolgt (der zu Fuß im Gestrüpp und Unterholz pirschende galicische Bauer-Jäger muss immerhin damit rechnen, dass die angeschossene Wildsau...) . Ich mag auch die Pirschjagd und die im Nahbereich, die ist aber aus vielerlei Hinsicht "problematisch", weil: - man kann oftmals das Tier nicht genau ansprechen - man sieht z. B. nicht so schnell ob es ein führendes Muttertier ist (das Kleine ist dann auf sich alleine gestellt) - man kann nicht in Ruhe vergleichen, überlegen, pp. - der "sauber Tötungsschuss" (schnell, ohne das Tier leiden zu lassen, sauber, an die richtige Stelle) geht da viel, viel einfacher als ein "Schnellschuss" bei der Pirsch oder vom "wackeligen Zweibein", pp.
Eine Jägerei, die noch nicht einmal ein Knalltrauma riskieren will... Derjenige der abdrückt, also der Schütze, der bekommt am wenigsten ab. In Mitleidenschaft gezogen werden meist die Locals, die Guides und die Jagdhunde. Denen ist das nicht egal, die wollen nichts riskieren. Die wollen auch noch in 10 Jahren was hören. (Nochmal: Den Locals ist diese Diskussion so was von sch...egal, die wollen Fleisch, das schnell und genug und fertig.)
und ich würde auch gerne mit Flowerrunner am Feuer draußen sitzen und diskutieren. Können wir gerne machen, April bin ich in Westafrika, Oktober wieder in Nam.
Habt ihr eigentlich auch gehört als geschossen wurde?
Best Regards
Adolf
Conservation is our passion!
Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'!
Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
Als erstes etwas von meinem Hintergrund. Ich bin auf dem Land im Schweden aufgewachsen. Da ist Jagd ein normale Tätigkeit beim Bauer ( genau wie im Namibia) und er braucht hilfe dabei. Mein beste Kumpel war Bauersohn. Also , haben wir beim jagen mitgeholfen und auch später selber gejagt ( sehr lange her). Mit dem variant vom Jagd habe ich kein Problem.
Was mir unheimlich stört sind die sogenannte Throphäenjäger! Meine Erfahrung sagt mir, dass ich mit die Leute nix zu tun haben möchten und vorallem nicht im Urlaub.
/Erik
/ Erik
Ps! Deutsch-Schwedish Schreibstil
Phil0811Themenstarter66 Beiträge · seit 201824. Okt. 2019 ·
loser schrieb: Daher folgende Frage an Phil0811: Hast du mit Fischern im selben Raum das gleiche Problem wie mit Jägern? Und wenn nicht: Was ist bei Fischern anders als bei Jägern, was sind deine Gründe? Die Frage ist aus reinem Interesse, ohne Hintergedanken oder Ironie. Dein eigentliches, eingangs artikuliertes, Anliegen respektiere ich absolut, jeder nach seiner Facon. Grüße, Werner
Hallo Werner,
Grundsätzlich empfinde ich es beim Angeln genauso befremdlich, wenn es dabei um die Trophäe und um das Töten des Tieres geht. Ich also als Angler sozusagen primär deshalb in den Urlaub fahre um dort diesen oder jenen Fisch "zu erlegen" und dann stolz damit zu posieren. Auch mit solchen Leuten muss ich meinen Urlaub nicht verbringen. Auch hier wieder: Mir ist bewusst, dass es legal ist, das ist auch okay so. Mein Ding muss es ja aber trotzdem nicht sein.
Danke dir übrigens dafür zu zeigen, dass man anderer Meinung sein kann und trotzdem das Anliegen des jeweils anderen entsprechend zur Kenntnis nehmen kann, statt absichtlich Dinge fehlzuinterpretieren. Auf der Basis kann man dann auch ordentlich gegenseitige Meinungen austauschen.
@Cruiser Nein, haben wir nicht. Wir waren aber auch nur ein Nacht da. Besagter Typ im Military Outfit hatte aber auch einen Schalldämpfer auf seinem Gewehr (So meine Laienaugen das richtig interpretiert haben).
auch wenn du ein sehr welterfahrener, waffenfirmer, kampferprobter, Überlebenssportler mit Waschrettbauch bist, würde ich dir einen Besuch beim Psychologen empfehlen. Ich persönlich, als bekennender Jäger, habe Angst vor deinen Gewaltfantasien.
Wenn ich (unsportlicher Fettsack mit V8 SUV und Hochleistungsbüchse) am Samstag bei einer Treibjagd auf Schwarz- und Rotwild teilnehme, kannst du mir klauben, dass die Sauen glücklich sind von meiner 7x64 erlegt zu werden und nicht, dass ein Bauer aus einem Bergdorf mit seiner angerosteten Schrotflinte hinter ihnen herschwartet oder noch schlimmer, ein Kampfsportler dies mit einem Wurfholz versucht.
echt interessant was hier teilweise für ein militanter Hass von einigen "Gutmenschen" gegenüber einer anderen Menschengruppe die ihre Passion zur Jagt offen ausleben, herrscht! 😵 😵 😵
Man lernt halt nie aus und für meine privaten Studien zum Verständnis der Menschheit sind so einige Beiträge doch wirklich sehr lehrreich!!
Interessant auch, dass die wenigsten hier das Tier selbst mit in Ihre Beurteilungen einbeziehen!
Mir als Kudu wäre es auf jeden Fall lieber, durch einen sauberen und ruhig ausgeführten Schuss ein schnelles Ende zu finden, im Gegensatz zu einer langen hetze durch einen mich im Laufschritt verfolgenden Jäger, einem langsam wirkenden Giftpfeil, oder gar durch den Holzknüppel, oder auch Wurfspeer eines Möchtegern Rambos!!!
Auch wäre ich als Kudu in Namibia froh, nicht in einem Stall der Massentierhaltung mein Dasein fristen zu müssen...., da wäre mir die frische Luft auf einer Jagdfarm schon irgendwie lieber! 😉
Kudu Steak & Biltong ist richtig lecker. Nur so am Rande bemerkt, da das eigentliche Thema ja eh nicht mehr wirklich Bestandteil der Diskussion ist. 😈
Best Regards
Adolf
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Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
also niemand muss Angst vor meinen Gewaltfantasien haben. Fantasien haben alle Menschen, auch gelegentlich gewalttätige - und genau diese dienen der Psychohygiene und damit der geistig-seelischen Gesundheit. Zum Psychologen sollte, wer solcherlei Fantasien nicht im Griff hat und sie in die Realität umsetzen will. Letzteres tue ich nicht.
Natürlich war die Gewaltfantasie eine Provokation. Aber von mir nur formuliert, um ein Gefühl für die Situation vor der Mündung zu erzeugen... Im übrigen gehen doch die jüngsten Beiträge von Marcus & Co. an der Sache vorbei. Natürlich ist es besser, von moderner Munition aus moderner Schusswaffe relativ schnell, schmerzlos und sicher ins Jenseits zu befördert werden. Und natürlich lebt das Kudu in der Weite der "Range" besser als jede Kuh im heimischen Massenhaltungsstall.
Und ich habe auch nur die Formen archaischer Jagd simulierender Weise praktiziert (und dabei an Hasen angepirscht, um zu sehen, um ich sechs bis zehn Meter herankomme, aber natürlich nicht tatsächlich Wurfholz oder Speer geschleudert; Wurfexaktheit, Eindringtiefe bzw. Aufprallwucht habe ich natürlich an ausgestopften Kartons oder Holzscheiten ausprobiert). Mir ging es doch nur darum, die Erschwernisse archaischer Jagd am eigenen Leibe nachzuvollziehen, und daher ein besserer Verständnis für die Leistung der frühen Jäger zu bekommen.
Aus all dem sollte aber doch auch klar sein, dass ich nicht aus der Ecke des idealisierenden & romantisierenden Naturfreundes komme ("Gutmensch"). Und vielleicht ist mir wegen dieser Eigenversuche mehr klar, dass es das "edle Wilde" nie gab, als jemanden, der davon nur liest...
Letztlich geht es nicht um Hochleistungsbüchsen etc., sondern darum, Tiere ausschliesslich aus Spaß, Spiel, Sport, Spannung zu töten. Dagegen haben sich im Laufe des Threads viele ausgesprochen, auch und gerade bekennende Jäger, bei denen aber Bestandsregulierung und tatsächliche Fleischversorgung im Vordergrund stehen.
Ich verstehe sogar, dass in den jüngsten dürren Jahren mehr Wildtiere abgeschossen werden, weil sie den Nutztiere das letzte bisschen Gras wegfressen. Ich verstehe sogar, dass ein Farmer, der auf Urlauber setzt, weil sein Nutzviehbestand nicht mehr zu halten ist und nichts mehr hergibt, seinen Unterhalt aus den schönen, wilden Tieren ziehen muss - und dann mit den Jagdtouristen ein Einkommen erzielen kann, dass die nur Fotos schießenden Touristen nicht bringen. Und dass dieser Farmer dann den Konflikt zwischen diesen beiden Parteien heraufbeschwört. Er steckt also in jedem Fall in einer schwierigen Situation.
Und deswegen, und damit auch zum eigentlichen Ausgangspunkt, täte Okambara (u.a.) gut daran, sich auch deutlich als Jagd- & Gästefarm zu präsentieren. Mir war das anhand der Homepage genauso wenig klar wie dem Thread-Ersteller.
Nun ziehe ich es ohnehin vor, Campsites anzusteuern und Lodges zu meiden. Manchmal geht das aus unterschiedlichen Gründen nicht. Und mein Entschluss, ein eigenes 4x4-Fahrzeug mit Aufstelldach und Camper-Ausrüstung zu erwerben und in Südafrika zu lassen, hat natürlich viel damit zu tun, in vom Mainstream abgelegene Ecken zu kommen, die beschwerlicher zu erreichen sind. Und in denen es wahrscheinlich Jagd eben wie überall in Namibia gibt - aber keine Trophäenjäger der Spezies "Spiel, Sport, Spannung" beim Tieretöten.
Denen weiche ich gerne aus; ist doch win-win für beide Parteien - ich habe meine Ruhe, die haben ihre Ruhe.
Guten Morgen ihr Lieben, die sich hier so auf den Schlips getreten fühlen und sich kilometerweit vom eigentlichen Thema entfernt und dadurch eine entsprechende ruhige Diskussion unterbunden haben sind so besessen von ihrem Tun, das für Sie eine andere Meinung undenkbar ist.Die teilweise heftige Reaktion kann nur Engstirnigkeit hervor gerufen werden. Mit einer modernen Waffe mit Zielfernrohr ist es keine Heldentat mit der man sich brüsten muss. Bilder mit dem Fuß auf dem erschossenen Tier und die Flinte in den Sand gestämmt, sind für mich ein Armutszeugniss. Der Farmer in Namibia, welcher vom Wildbestand auf seiner Farm zum Verzehr etwas erntet, anstatt es zu Gunsten der Rinder-oder Schafzucht zu vertreiben oder gar aus zu rotten trägt zum erhalt des Wildbestandes bei. Gruß Georg
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