1 Löwe im Klo, 2 Reifenplatzer und 6 Kameras

Reisebericht 40 Antworten · 14,3k Aufrufe · gestartet 15. Apr. 2018 von Bobu
Themenstarter69 Beiträge · seit 201715. Apr. 2018 ·
Vorneweg ein großes Dankeschön an alle aktiven Schreiber hier in diesem informativen Forum. Ich konnte bei der Vorbereitung meiner beiden Namibia-Reisen den einen oder anderen sehr wertvollen Tipp finden.

Mit meinem ersten Reisebericht in diesem Forum möchte ich mich nun dafür etwas revanchieren:

Im August 2017 sind wir zum zweiten Mal nach Namibia aufgebrochen. Nach einem kurzen Reinschnuppern in 2015 in der Gegend um Swakopmund und Sossusvlei hatten wir diesmal drei Wochen Zeit. Immer noch nicht wirklich viel für Namibia, aber in drei Wochen kann man zumindest etwas mehr erkunden.

Wir waren zu dritt unterwegs: Kerstin, Tochter Linnéa (zum Zeitpunkt der Reise 13) und ich (Boris). Wir sind reiseerfahren, kennen aber von Afrika bislang neben Namibia nur Marokko und Uganda.
Mein Hobby ist die Landschaftsfotografie. Eine Auswahl meiner besten Fotos und kurze Berichte zu einigen meiner bisherigen Reisen findet Ihr auf meiner Website wild-places.com. Meine Tochter Linnéa bevorzugt Videos und mag lieber Tiere als Landschaften.

Der Kompromiss für die Reiseplanung war daher eine Woche Safari im Etosha Nationalpark zum Tiere beobachten und anschließend zwei Wochen interessante Landschaften im Westen und Süden besichtigen.

Ich habe mich im Etosha NP auch etwas an der Tierfotografie versucht, mit 135mm als längste Brennweite und den Augen eines Landschaftsfotografen kommen dann natürlich andere Fotos dabei raus als wenn ein erfahrener Tierfotograf mit einem Telezoom anreist.

Als Fotoausrüstung hatten wir dabei: 2 Sony A7RII und eine Sony A7R mit Objektiven von 18mm bis 135mm sowie zum Filmen eine Sony X3000 (ähnlich einer GoPro) und eine AX33. Außerdem haben wir für Schnappschüsse und kurze Videos noch ein iPhone 7 genutzt. Gefilmt wurde durchweg in 4K, dementsprechend ist die Nachbearbeitung leider ziemlich aufwendig und wird sich noch etwas hinziehen. Insbesondere der Speicherplatzbedarf für die in ProRes konvertierten 4K Videosequenzen ist enorm. Ich musste mir daher erst mal ein paar neue schnelle Festplatten besorgen. Das ganze Thema Video ist aber für mich grundsätzlich noch ein ziemliches Neuland.

Meine Fotos sind aber inzwischen alle fertig bearbeitet, daher kann’s mit dem Reisebericht jetzt losgehen.

Die Anreise erfolgte mit Condor von Frankfurt nach Windhoek. Da bei Condor erfahrungsgemäß die Bestuhlung sehr eng ist, hatten wir uns gegen geringen Aufpreis Notausgangsplätze für Hin- und Rückflug vorab reserviert. Damit war der Flug gut zu überstehen. In der Kombination mit Notausgangsplätzen (oder alternativ in der Premium Economy) kann ich Condor empfehlen.

Die Immigration in Windhoek war unspektakulär. Die internationale Geburtsurkunde für Linnéa, die wir uns extra für die Namibia-Reise haben ausstellen lassen, wollte keiner sehen (auch nicht später bei der Ausreise). Bei der Wechselstube am Flughafen gab es die übliche lange Schlange, kannten wir aber schon vom letzten Mal.

Unseren Mietwagen, einen Toyota Landcruiser J200 V8 Benziner, hatten wir bei Africa on Wheels gemietet. Zu dem Auto und Vermieter später mehr. Nur so viel vorab: bei der letzten Namibia Reise hatten wir auch dort gemietet und waren zufrieden, damals allerdings noch das Vorgängermodell den J100 als Benziner.

Der Fahrer von Africa on Wheels brachte uns zügig nach Windhoek. Die Fahrzeugübergabe erfolgte problemlos. Wir hatten diesmal neben dem Fahrzeug noch das Campingpaket mit Tisch, Stühlen, Kocher, Geschirr etc. dazu gebucht. Eine Kühlbox ist in dem Paket nicht mit dabei. Muss man wissen, hat uns aber auch nicht wirklich gestört. Meine Tochter ist Vegetarierin. D.h. Fleisch gab’s (für mich) nur bei Restaurant-Besuchen. Wenn wir selbst gekocht haben, waren es dann halt Spaghetti mit Tomatensoße oder Ähnliches. Gekühlt werden muss da dann nicht mehr viel. Für Getränke gab es im Landcruiser noch eine kleine fest verbaute„Kühlbox“ in der Mittelkonsole, die mit der Klimaanlage gekoppelt war. Hat uns gereicht.

Ein (Boden-)Zelt, Isomatten und Schlafsäcke hatten wir von Deutschland aus mitgebracht. Bzgl. Schlafsack noch ein Hinweis: Ich hatte hier im Forum gelesen, dass es in der Nacht sehr kalt werden kann und hatte daher einen sehr!!! warmen Schlafsack eingepackt. Das hat sich leider als Fehler herausgestellt. Ich habe ihn keine einzige Nacht zugemacht und die meiste Zeit noch geschwitzt, wenn ich ihn komplett offen als Decke genutzt habe. Beim nächsten Mal werde ich definitiv einen deutlich dünneren Schlafsack mitnehmen.

Nach der Übergabe des Fahrzeugs sind wir noch kurz zum Einkaufen gefahren. Hier hatten wir auf der gesamten Reise immer das Problem, dass wir das vollgeladene Fahrzeug auf den Supermarkparkplätzen sehr ungerne unbeaufsichtigt stehen lassen wollten. Auch wenn es häufig Aufseher gab, war mein Vertrauen in diese etwas eingeschränkt. Meist ist dann einer von uns beim Auto geblieben. Die wenigen Male, wo wir zu Dritt in den Laden gegangen sind, ist aber zum Glück nichts passiert.

Das nächste Ziel war Etosha. In dem Forum hier wird ja sehr häufig empfohlen die erste Nacht noch in Windhoek zu verbringen. Da wir die Hauptstadt auf unserer letzten Reise bereits erkundet hatten und der Condor Flug ja sehr früh Morgens ankommt war das für uns keine Option. Auf der anderen Seite noch am gleichen Tag bis Etoscha zu fahren, war mir dann doch zu weit. Der Kompromiss war dann eine Zwischenübernachtung in einem Guesthouse in Otjiwarongo.

Die Fahrt startete gleich mit einem Schrecken. Kaum waren wir aus Windhoek raus und auf der B1 in Richtung Otjiwarongo unterwegs, kam plötzlich das ca. 200m vor uns fahrende Fahrzeug ohne erkennbaren Grund von Fahrbahn ab und überschlug sich auf dem Seitenstreifen. Wir haben dann sofort angehalten und sind zur Hilfe geeilt. Das Fahrzeug blieb auf dem Dach liegen. Zum Glück konnten alle Insassen (vier sehr junge Namibier) unverletzt herausklettern. Nachdem dann aus einer nahegelegenen Baustelle ein ganzer Trupp von Straßenarbeitern zu Hilfe geeilt kam und unsere Frage, ob wir hier noch irgendwie helfen können verneint wurde, sind mit einem Schrecken in den Knochen weitergefahren.
Entgegen dem was hier im Forum häufig geschrieben wird, habe ich persönlich die gefährlichsten Situationen (und echten Unfälle) in Namibia fast immer auf asphaltierten Straßen und nicht auf Gravelroads erlebt. Meine Erfahrung ist, dass viele auf den asphaltierten Strecken deutlich schneller, unaufmerksamer und risikofreudiger fahren und insbesondere auch überholen als auf Gravelroads.

Die Übernachtung im Bush Pillow Guest House in Otjiwarongo war unspektakulär, nur an die wie in einem Kriegsgebiet vergitterten und gesicherten Unterkünfte in den Städten von Namibia muss ich mich immer wieder erst mal gewöhnen. Passt irgendwie nicht zu meiner Vorstellung von Urlaub und einer Reise in ein Land, wo die Natur im Vordergrund steht. Zum Glück ändert sich ja das Bild auf dem Land deutlich.

Am nächsten Tag sind wir dann über das Anderson Gate zum vorreservierten Campground in Okaukuejo gefahren. Nach zwei Nächten und natürlich diversen Rundfahren im Park zur Tierbeobachtung ging es weiter nach Halali, wo wir ebenfalls zwei Nächte verbrachten. Für die letzten zwei Nächte im Etosha NP hatten wir das Camp in Namutoni reserviert. Ich finde es auch im Nachhinein schwer zu sagen, welcher Ort im Etosha NP am Schönsten ist. Vom Wasserloch ganz klar: Okaukuejo. Bei den Tiersichtungen hatten wir am meisten Glück im Gebiet zwischen Halali und Namutoni. Die Campgrounds selbst waren alle ok, aber nicht überragend. Teilweise war es Abends/Nachts durch große Reisegruppen ziemlich laut. Abends sind wir immer in den jeweiligen Restaurants zum Essen gegangen. Meistens gab es ein mittelmäßiges Buffet. An zwei Abenden jedoch gab es ein sehr gutes Barbecue. Die Empfehlung wäre daher: wenn es Barbecue gibt, zugreifen, ansonsten in Etoscha evtl. besser selbst kochen/grillen.

Anderson Gate:


Halali Campsite:


Namutoni Campsite:


Fort Namutoni:


Die Einleitung ist jetzt etwas lang geworden, ab jetzt kommen aber vor allem viele Fotos und weniger Text. Wenn es keinen Aufschrei gibt würde ich die folgenden Fotos (mit Ausnahme der iPhone Schnappschüsse) mit 1500 Pixel Länge posten. Ich bevorzuge selbst immer große Fotos bei Reiseberichten die ich im Internet lese und einen Full HD Bildschirm sowie eine halbwegs schnelle Internet Verbindung hat ja inzwischen fast jeder. Wenn Ihr damit nicht klar kommt, dann bitte umgehend Rückmeldung.

Wenn Ihr Fragen zur Reise, Orten, Unterkünften oder auch Fototechnik/-bearbeitung habt, jederzeit gerne.
zuletzt bearbeitet 22. Apr. 2018
Themenstarter69 Beiträge · seit 201715. Apr. 2018 ·
Sonnenuntergang vom Turm des Fort Namutoni:


Weiter geht’s mit den Tierfotos aus Etosha, etwas sortiert nach Tierkategorien. Ich starte mal mit der Tierart, die man vermutlich am häufigsten in Etosha zu Gesicht bekommt: den Zebras.

























Ich bin übrigens auch sehr an Feedback zu den Fotos interessiert. Welche gefallen Euch und welche nicht und warum?
zuletzt bearbeitet 15. Apr. 2018
Themenstarter69 Beiträge · seit 201715. Apr. 2018 ·
Ebenfalls sehr häufig in Etosha zu finden sind Giraffen:





















Themenstarter69 Beiträge · seit 201715. Apr. 2018 ·
Und natürlich Elefanten:









Themenstarter69 Beiträge · seit 201715. Apr. 2018 ·
Neben Zebras, Giraffen und Elefanten sieht man natürlich auch noch diverse andere Säugetiere im Etosha NP:

Springbock:









Black-Faced Impala:



Oryx:



Red Hartebeest:



Blue Wildbeest:



Greater Kudu:



Rhino:



Wir haben auch noch einige andere Arten mehr gesehen, die haben uns dann aber teilweise nicht den Gefallen getan mal kurz für ein Foto stehen zu bleiben oder etwas näher zu kommen 🙂
Themenstarter69 Beiträge · seit 201715. Apr. 2018 ·
Und natürlich diverse Vögel. Bitte korrigieren, wenn ich mit der Identifikation der Arten daneben liege. Ich bin absolut kein Vogelexperte.

Strauß/Ostrich:





Vogelschwarm über Wasserloch:



Lilac-breasted Roller (Coracias caudata):



Goshawk:



The kori bustard (Ardeotis kori):



Southern Yellow-billed Hornbill (Tockus leucomelas):

2’772 Beiträge · seit 200615. Apr. 2018 ·
Eine kurze - nicht bös oder frech - gemeinte Frage: sind die hier gezeigten Giraffen- und Zebrafotos auch schon bearbeitet?

LG Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
504 Beiträge · seit 201615. Apr. 2018 ·
Moin Bobu,
Kompliment - Du hast Top-Fotos eingestellt. Bin begeistert!
Gruß,
Dieter
Themenstarter69 Beiträge · seit 201715. Apr. 2018 ·
Hallo Pascalinah,

ich fotografiere grundsätzlich im RAW Format. D.h. jedes Bild muss bearbeitet werden. Bei den Giraffen- und Zebra-Fotos habe ich ein paar Bilder im High-Key-Style bearbeitet. D.h. das Bild wird in der Nachbearbeitung etwas stärker als normal aufgehellt (ohne das die Lichter dabei überbelichtet werden). Dadurch bekommen die Bilder einen leicht ätherischen Look, der meiner Meinung nach zu einigen der Bilder ganz gut gepasst hat. Das Ganze ist im Bereich der Werbefotografie recht verbreitet und ich nutze den Effekt eher selten.

VG

Boris
zuletzt bearbeitet 15. Apr. 2018
797 Beiträge · seit 201515. Apr. 2018 ·
Hallo Boris,

danke für deinen Bericht und vor allem für die fantastischen Fotos. Die sind echt der Hammer und wunderschön.

Gruß Markus
Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
Themenstarter69 Beiträge · seit 201715. Apr. 2018 ·
Bei einem längeren Ausflug von Halali aus wollten wir einen kurzen Toilettenstopp einlegen und haben den Rastplatz bei Okerfontein angesteuert. Bei der Zufahrt haben wir schon gesehen, dass der Zaun drum herum ziemlich zerstört war. Da es aber etwas dringend war und der Rastplatz bei Batia geschlossen war, hatten wir uns gerade entschlossen es trotzdem zu wagen. Kurz vor dem Aussteigen stand dann plötzlich der da direkt vor uns:



Irgendwann hat er sich dann getrollt:



Der sehnsüchtige Blick auf die Springböcke liess aber vermuten, dass er gerade ziemlich hungrig war:



Nachdem er sich etwas weiter entfernt hatte sind wir dann mit dem Auto bis auf wenige Zentimeter an die Klotür rangefahren und einer hat vom Dach des Autos aus Wache gehalten, während die anderen sehr zügig aus der einen Tür raus und zur anderen Tür rein gesprungen sind 🙂

Trotz allem war das Erlebnis definitiv ein Highlight der Reise.

Wir haben zwar noch einige andere Löwen gesehen, aber nie wieder so nah.



Auch die Geparden waren leider immer in viel zu großer Entfernung für ein sinnvolles Foto.

Das war’s dann mit Etosha und den Tierfotos. Die erste Woche unserer dreiwöchigen Reise war rum. Weiter geht es dann demnächst mit Landschaftsfotos aus anderen Teilen von Namibia.
Themenstarter69 Beiträge · seit 201715. Apr. 2018 ·
Als nächstes ging es zur Spitzkoppe. Die Fotos, die ich davon im Internet gesehen hatte, hatten mich im Vorfeld schon begeistert. Meistens ist man ja dann vor Ort eher etwas enttäuscht, wenn man mit so hohen Erwartungen hinfährt. Bei der Spitzkoppe war es aber eher umgekehrt: es ist in der Realität noch viel schöner, als es auf den meisten Fotos rüberkommt.

Die Campsites sind relativ weit auseinander auf dem gesamten Gelände verteilt. Wir haben uns eine schöne Site direkt unterhalb des Steinbogens ausgesucht.



Die Infrastruktur ist sehr einfach. Es gibt an den Campsites kein Wasser und nur sehr einfache (und stinkende) Plumpsklos. Schöne Duschen und Waschbecken mit fließendem Wasser gibt am Eingang neben der Rezeption. Zu Fuß ist das aber zu weit. D.h. man muss wenn man Duschen will oder Wasser braucht immer mit dem Auto fahren. Die gigantisch schöne Natur entschädigt aber mehrfach dafür.

Hier noch ein Foto von unserem gemieteten Landcruiser vor der Spitzkoppe:


Was leider nicht wirklich überzeugt hat war das Café / Restaurant auf dem Gelände. Die Einrichtung war noch positiv kreativ, aber das Steak war ungenießbar zäh und der Rest vom Essen auch nicht so dolle. Von zehn auf der Karte aufgelisteten Getränken hat es noch zwei gegeben. Nachdem wir mit dem Essen fertig waren, gab es außer Wasser gar nichts mehr. Also am besten dort komplett selbst versorgen, dann hat man das Problem nicht.

Zum Fotografieren ist die Spitzkoppe ein echter Traum, insbesondere im Morgen- und Abendlicht:



























Als wir an der Spitzkoppe übernachteten, war gerade Neumond. Da die nächste Stadt auch sehr weit weg ist, war es Nachts dadurch extrem dunkel und der Sternenhimmel dementsprechend spektakulär. Ich habe das genutzt, um meine ersten Erfahrungen mit Milchstraßenfotos zu sammeln. Hier gibt es mit Sicherheit noch sehr viel zu lernen für mich. Aber für einen allerersten Versuch bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis:





zuletzt bearbeitet 15. Apr. 2018
2’203 Beiträge · seit 201615. Apr. 2018 ·
Hallo,

sehr schöne Fotos. Mein Mann ist auch Fan von Sony Kamaras. Bei uns geht es in 5 Wochen in den Etosha und die Fotos steigern meine Vorfreude noch mehr.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
573 Beiträge · seit 201415. Apr. 2018 ·
Hallo Boris,
vielen Dank für die gigantischen Fotos und das Einstellen des Berichts.
LG
Martina
2020: Februar/März Kuba und mehr https://martinasreisen.blog/ 2019 Mai/Juni: Botswana - Caprivi - Vic Falls hier im Forum https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/297741-slow-motion-runde-um-s-okavango-delta.html 2018 Sizilien, Äolische Inseln, La Reunion und mehr: https://martinasreisen.blog/ 2018 Ost-Sizilien und Liparische Inseln Reisebericht: https://www.umdiewelt.de/mTravelogue.php?t=9215&m=p 2017 Island - Spitzbergen - Nordkap - Norwegen Reisebericht: http://www.umdiewelt.de/Europa/Nordeuropa-oder-Skandinavien/Island/Reisebericht-9019/Kapitel-0.html 2016 Vietnam Reisebericht: https://www.vivien-und-erhard.de/forum/index.php?thread/9522-knapp-3-wochen-vietnam-von-s%C3%BCd-nach-nord-reisebericht/&pageNo=1 2015 Namibia Reisebericht: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/286330-namibia-die-erste-mai-2015-ein-traum.html
Themenstarter69 Beiträge · seit 201715. Apr. 2018 ·
Nach 2 Nächten an der Spitzkoppe ging es dann weiter zum Sossusvlei. Dort waren wir zwar vor zwei Jahren schon mal, Linnéa und ich wollten aber unbedingt mal zum Sonnenaufgang auf Big Daddy hoch, was wir beim letzten Mal zeitlich nicht geschafft hatten. Außerdem ist es im Sossusvlei so schön, dass ich dort sicher noch ein Dutzend mal hinfahren könnte, ohne das ich mich langweilen würde.

Auf halben Weg zwischen Spitzkoppe und Swakopmund auf der B2 gab es dann plötzlich bei rund 100 km/h auf asphaltierter Straße ein komisches Geräusch. Kurz danach fing das Auto stark an zu schlingern. Ich habe erst gar nicht realisiert was los ist und mich stattdessen erst mal darauf konzentriert das Auto abzufangen. Unter Ausnutzung der Schotterfläche neben der asphaltierten Fahrbahn ging das auch ganz gut.

Es war dann relativ schnell klar, was passiert war:



Man konnte beim Reifen hinten links locker mal von einer Seite zur anderen durchschauen und durchgreifen.

Dass ich früher mal Rallyes gefahren bin und beruflich schon ein Dutzend Mal auf Wintertests in Skandinavien unterwegs war, hat in der Situation sicherlich geholfen ruhig zu bleiben und richtig zu reagieren.

Bei der Fahrzeugübergabe hatte ich schon den Reifen hinten links bemängelt. Das Profil war ziemlich runter (im Vergleich zu einem neuen MT). Die Aussage von Africa on Wheels war da nur: Ihr habt doch zwei Reservereifen. Eigentlich sind die Reifen, die Africa on Wheels einsetzt, auch ziemlich gut (hochwertige Hankook MT Markenreifen). Da der Landcruiser aber mit seinem 200 Liter Zusatztank + zwei Reserveräder + massiv verstärkte Stoßstangen + Campingausrüstung + Gepäck + Wasser + evtl. Dachzelt nicht gerade ein Leichtgewicht ist, ist die Belastung für die Reifen natürlich beträchtlich. Meiner Meinung ist der von Africa on Wheels bei Übergabe eingestellte und empfohlene Luftdruck für das Fahrzeuggewicht insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten auch etwas zu niedrig (wenn ich mich richtig erinnere waren es 2.0 bar). Die Reifen walken dann zu stark, überhitzen und bekommen eine Vorschädigung. Es kann natürlich auch sein, dass ein Vormieter vielleicht nach einer Druckabsenkung im Weichsand den Druck nicht wieder rechtzeitig erhöht hat und damit den Reifen geschädigt hat.

10 Minuten später war der Reifen jedenfalls gewechselt gegen einen Reservereifen, der auch schon ziemlich runter war und nicht mehr super vertrauenserweckend aussah. Da ich die restliche Reise nicht nur mit einem Reservereifen rumfahren wollte, habe ich Africa on Wheels mit meinem Satellitentelefon angerufen und kurz die Situation beschrieben. Der (gute) Lösungsansatz war dann, das AoW sich um einen neuen Ersatzreifen in Swakopmund kümmert wo wir in ca. 1 Stunde durchkommen würden. Das hat dann auch super geklappt, hat uns allerdings mit Reifen bei Händler 1 kaufen, dann zu anderer Werkstatt 2 zum Montieren fahren in Summe ca. 2 Stunden gekostet. Da man in den vorreservierten Sesriem Campground nur bis 18:30 Uhr reinkommt, wurde es jetzt zeitlich etwas eng. Hat aber am Ende noch gut funktioniert.

Die Sesriem Campsite ist ganz nett, die Stellplätze sind sehr weit auseinander, so dass man seine Ruhe hat und häufiger laufen Oryx Antilopen direkt durch den Campground. Nur wenn’s windig ist, wird’s schnell ungemütlich, da dann ziemlich viel Sand durch die Luft fliegt.



Vorteil der Campsite ist, wie die meisten sicher wissen, dass sie zwischen dem ersten und dem zweiten Gate liegt und man schon eine Stunde vor Sonnenaufgang ins Sossusvlei aufbrechen darf, während alle die draußen übernachten erst zu Sonnenaufgang reingelassen werden. Auch Abends hat man eine Stunde mehr Zeit und das ist für’s Fotografieren natürlich Gold wert.

Beim letzten Mal hatten wir sogar extra deswegen in der Sossus Dune Lodge übernachtet mit Direktzugang zum Sosssusvlei ohne durch das Gate zu müssen. Da ist man dann zeitlich noch etwas flexibler. Das war damals allerdings in der Nebensaison. In der Hauptsaison kostet sie leider das Doppelte und ist damit schlichtweg unbezahlbar für uns. Mit dem Sesriem Camp hat es aber auch ganz gut funktioniert. Wir waren am nächsten Morgen die Ersten am Gate (ca. 30 Minuten vor der Öffnung). Trotz sehr zügigem Fahrens auf der Strecke zum Deadvlei sind wir natürlich von rund einem halben Dutzend „Rennfahrern“ mit ca. 120 km/h im Stockdunkeln überholt worden. Ist schon etwas krank was da Morgens abgeht.

Trotzdem waren wir am Deadvlei-Parkplatz, die Ersten, die in Richtung Big Daddy aufgebrochen sind. Die Wanderung hoch ging erstaunlich unproblematisch. Meine Kondition ist leider ziemlich schlecht und ich hatte Schlimmstes befürchtet und Kerstin hat sich gar nicht erst getraut mit hoch zu kommen. War aber alles halb so wild. Wir haben auf der ganzen Wanderung keine anderen Menschen getroffen und waren dann auch als Erste an dem Tag auf der größten Düne der Welt und das kurz nach Sonnenaufgang. Es war ein wirklich sehr schönes Erlebnis. Der Blick von dort oben ist wirklich toll.











Zehn Minuten später trafen dann die nächsten Wanderer ein und dann wurde es nach und nach richtig voll im Deadvlei. Ich kann daher jedem nur empfehlen sehr früh zu starten, dann hat man die Wüste ganz für sich. Noch besser ist es meiner Meinung nach am Abend zum Sonnenuntergang, dass geht aber stressfrei nur mit Übernachtung in der Lodge.

Von Big Daddy sind wir dann auf direktem und steilsten Weg runter ins Deadvlei gerutscht und Linnéa hatte ein riesigen Spaß dabei.





Der Wanderung auf Big Daddy am frühen Morgen hat sich für uns absolut gelohnt.

Zum Fotografieren finde ich neben dem Deadlvei den Bereich zwischen dem 2WD und dem 4WD Parkplatz mit den vielen interessant geformten Bäumen am spannendsten. Außerdem laufen dort ziemlich viele Oryx Antilopen rum, die sich als Vordergrund in einem Landschaftsfoto auch immer ganz gut machen.

















Direkt vor dem Campground haben wir dann noch eine gehörnte Zwergpuffotter (Bitis caudalis) gefunden, eher untypisch für diesen doch relativ stark von Menschen frequentierten Ort:



Und danke noch an Schlangenexperten Marco für die Identifikation der Schlange (https://www.namibia-forum.ch/forum/12-tiere-und-pflanzen/295180-identifikation-schlange.html).

Nach zwei Nächten im Sesriem Camp ging es dann weiter zum Fish River Canyon.
zuletzt bearbeitet 22. Apr. 2018
169 Beiträge · seit 200715. Apr. 2018 ·
So schöne Bilder - danke!
774 Beiträge · seit 200715. Apr. 2018 ·
Hallo Boris,

vielen Dank, dass Du uns auf Eure Reise mit nimmst.

Deine Bilder gefallen mir ausgesprochen gut und dafür, dass Du nur 135 mm als maximale Brennweite dabei hattest, sind Dir tolle Tieraufnahmen gelungen. Mein bisheriger Favorit ist das hier:
image-2-3-4-5-6-7-8-9.jpeg

und ich kann Dir gar nicht mal genau sagen, warum.... es spricht mich irgendwie am meisten an 😗
Die Landschaften sind natürlich der Knaller - da merkt man, wo Dein Fokus in der Fotografie liegt 🤩

Ich freue mich jedenfalls auf eine Fortsetzung Eurer Ralley durch Namibia

Viele Grüße
Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
Themenstarter69 Beiträge · seit 201715. Apr. 2018 ·
Der Fish River Canyon ist nach dem Grand Canyon in den USA der zweitgrößte Canyon der Welt. Da ich den Grand Canyon schon mehrfach besucht hatte und auch schon bis zum Colorado runter gewandert bin, wollte ich mir natürlich auch unbedingt den Fish River Canyon ansehen. In Vorfeld hatte ich viel Negatives gelesen und auch die Bilder, die man im Internet findet, waren zumeist nicht wirklich überzeugend. Daher war meine Erwartung relativ niedrig. So schlecht war es dann dort aber gar nicht und ich habe es auf keinen Fall bereut hingefahren zu sein.

Der erste Streckenabschnitt von Sesriem zum Fish River Canyon führte auf der C27 entlang des NamibRand Nature Reserves. Für mich bislang eine der schönsten Pisten in Namibia mit spektakulären Ausblicken.





Die weitere Fahrt zum Canyon war dann eher unspektakulär. Der Landcruiser hat sich aber auf den zum Teil doch recht ausgeprägten Waschbrettpisten extrem gut geschlagen. Er bietet auch auf wirklich heftigen Strecken einen super Fahrkomfort. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Hilux da mithalten kann. Der direkte Vergleich fehlt mir aber. Insofern nur eine Vermutung.

Übernachtet haben wir auf der Hobas Campsite (wieder zwei Nächte), was eine sehr gute Wahl war. Bei der Planung der Reise hatte ich noch kurz überlegt ob wir stattdessen in Ai-Ais übernachten sollen. Dort hat es mir aber nicht wirklich gut gefallen. Der interessante Teil des Canyons ist von dort viel weiter weg und dieser Spa-Hotelklops in Ai-Ais trägt auch nicht gerade zur Atmosphäre bei. Von Hobas ist man mit dem Auto in wenigen Minuten an den Viewpoints des Canyons und muss dazu auch nicht mehr an dem äußeren Gate vorbei, was gerade früh Morgens beim Fotografieren ein sehr großer Vorteil ist.

Trotzdem hat die Regelung, wann man zu welcher Zeit wo sein darf, zu etwas Verwirrung geführt. Ich hatte beim Einchecken extra in der Rezeption/Rangerstation gefragt, ob ich nach Sonnenuntergang noch 1-2 Stunden am Canyon bleiben darf, um dort Sternenfotos zu machen. Die Aussage war: kein Problem.

Als ich dieses dann auch gemacht habe, kam nach kurzer Zeit ein Rangertrupp mit Geländewagen angesaust und hat mir erklärt, dass sich nach Sonnenuntergang aus Sicherheitsgründen keiner an den Aussichtspunkten aufhalten darf. Sehr schade, ich wollte gerade mit meinen Milchstraßenfotos beginnen. War dann leider nichts. Die Begründung für die unterschiedlichen Aussagen war, dass die Kollegin in der Rezeption angeblich neu war und die Regelungen wohl noch nicht so genau kannte. Aber auch ohne Nachtfotos war es am Canyonrand zu Sonnenaufgang und -untergang sehr schön.









Insbesondere bei den Panorama-Fotos lohnt sich ein Klick auf das Bild, dann müsste es in groß in einem eigenen Frame geöffnet werden.

Besonders interessant war die Piste, die kurz vor dem Viewpoint links abzweigt, und zu vielen weiteren schönen Aussichtspunkten führt. Die Strecke ist nicht sonderlich anspruchsvoll zu fahren, ein Allradfahrzeug sollte man aber schon haben, da es an zwei Stellen etwas steiler ist, gepaart mit ein paar größeren Löchern. Lohnt sich aber auf jeden Fall. Man sollte nur für den Ausflug relativ Zeit einplanen. Es gibt viel zu sehen und man kann nur langsam fahren. So 3-4 Stunden mit ein paar kleineren Wanderungen dafür vorzusehen ist sicher nicht verkehrt.













Ein Highlight, das wir nur durch Zufall entdeckt hatten, war das Canyon Roadhouse der Gondwana Collection. Da wir auf dieser Reise eigentlich immer zelten wollten, hatte ich die Beschreibung im Reiseführer schnell überblättert. Das Teil ist aber ein echtes Kleinod. Mit sehr viel Liebe zum Detail eingerichtet und mit hervorragendem Essen. Wir waren dann zwei Mal zum Frühstücken dort, da es uns so gut gefallen hatte.













Nach zwei Tagen am Fish River Canyon ging es dann weiter nach Lüderitz. Die etwas umständliche Routenführung (Sesriem - Fish River - Lüderitz) lag an der Verfügbarkeit bestimmter Campsites bei der Online-Reservierung.
zuletzt bearbeitet 22. Apr. 2018
281 Beiträge · seit 201617. Apr. 2018 ·
Hallo Bobu,
das sind ja traumhaft schöne Fotos die du hier präsentierst, sehr stimmungsvoll! Da merkt man doch das du das professionell betreibst. Die Bilder sprechen für sich, da ist gar nicht mehr viel Text erforderlich. Ich reise gerne weiter mit euch mit und staune und staune 😄

Lothar
Alle Reiseberichte auf meiner Homepage: https://fldegen.jimdo.com/
Themenstarter69 Beiträge · seit 201718. Apr. 2018 ·
Weiter ging’s also in Richtung Lüderitz. Kurz vor Seeheim hörten wir wieder das schon bereits bekannte Geräusch von hinten links.



Inzwischen hatten wir ja Routine. Dementsprechend war der Reifen nach wenigen Minuten gewechselt. Beim Seeheim Hotel haben wir dann einen kurzen Stopp eingelegt und Africa on Wheels angerufen. Diesmal hielt sich die Motivation von denen noch einen weiteren Reservereifen für uns aufzutreiben leider in Grenzen. Die Aussage war nur „Ihr seid doch nur noch eine Woche unterwegs, da braucht Ihr keine zwei Reservereifen mehr“. Nun ja. Dass der Hotelbesitzer des Seeheim Hotels für das ca. 30-sekündige Ortsgespräch 5€ von uns haben wollte, hat meine Laune dann nicht gerade verbessert. Mit dem Satellitentelefon anzurufen wäre deutlich billiger gewesen.

Als nächstes ging’s dann weiter nach Aus. Nach den guten Erfahrungen mit dem Canyon Roadhouse haben wir zum Mittagessen einen kurzen Stopp am Desert Horse Inn der Klein Aus Vista Lodge eingelegt. Die gehört ebenfalls zur Gondwana Collection und das Essen und die Atmosphäre waren wieder hervorragend. Ich werde noch zum Gondwana Fan.

Anschließend legten wir noch einen kurzen Stopp bei den wilden Pferden der Garub Plains ein. Die haben allerdings ein ziemlich trauriges Bild abgegeben. Extrem abgemagert und völlig zerzaust. Liegt wohl daran, dass es schon seit ewigen Zeiten in den Garub Plains nicht mehr geregnet hat. Ohne künstliche Wasserversorgung und gelegentliches Zufüttern wären wohl nicht mehr viele Pferde am Leben.



Lustig sind die diversen Straßenschilder, die man in Namibia so sieht. Irgendwie so ganz anders als in Deutschland.



Am späten Nachmittag sind wir dann nach Lüderitz reingefahren. Der erste Eindruck war alles andere als positiv. Auf den Straßen lungerten diverse wenig vertrauenserweckend aussehende Hafenarbeiter herum und an den Straßenecken warteten Prostituierte und ihre Zuhälter auf Kundschaft. Unsere Motivation das Auto irgendwo unbewacht abzustellen und durch die Stadt zu spazieren war gleich Null. Wir haben uns daher auf eine kurze Stadtrundfahrt mit dem Auto beschränkt und sind dann im Hotel Lüderitz Nest Essen gegangen. Die alten Kolonialbauten von Lüderitz sind eigentlich sehr schön, so wirklich genießen konnten wir sie aber nicht.





Auch der NWR Campingplatz auf Shark Island hat uns nicht wirklich gefallen: sehr windig und trostlos.





Lüderitz war irgendwie nicht unser Ort. Eigentlich hatten wir geplant hier drei Nächte zu verbringen, haben uns dann aber nach der ersten Nacht spontan entschlossen stattdessen ins Tiras Gebirge zu fahren und dort die nächsten zwei Nächte zu verbringen. Der Tipp mit der D707 kam von Christian in meinem Quiver Tree Thread. Danke dafür!

Vorher mussten wir aber natürlich noch Kolmannskuppe besichtigen. Pünktlich zur Öffnung am Morgen standen wir am Gate und hatten die Geisterstadt dann für die erste Stunde ganz alleine für uns, ohne andere Touristen. Uns hat’s sehr gut gefallen dort. Highlights waren für mich das Krankenhaus und die Eisfabrik.





















zuletzt bearbeitet 22. Apr. 2018