GinaChris4’984 Beiträge · seit 201612. Jan. 2018 · Das deckt sich mit dem, was ich bisher über Tembe gelesen hatte. Hatten einige Tiere eigentlich ein Tracking-Halsband, als Ihr da wart? Ich habe vor kurzem einen Beitrag auf 3Sat über Tembe gesehen und da war das so 🤨 - das würde mir nicht so gut gefallen.
Die Elefanten in Tembe haben eine ganz besondere Geschichte.
Sie sind in Wahrheit großteils Flüchtlinge aus MOZ wo sie schonungslos bejagt und gewildert wurden.
Als das Projekt Tembe entstanden ist, hat man ihnen den nördlichen Zaun geöffnet,
um ihnen die Möglichkeit zur Flucht zu geben.
Dann hat man ihnen sehr lange Zeit gegeben, um sich an die neue Umgebung,
später an Autos zu gewöhnen.
Erst viel später wurde Tembe für Besucher geöffnet.
Daher sind die Tembe Elefanten besonders ausgeglichen und cool bei Begegnugen mit Fahrzeugen.
Was den Park an sich angeht, stimme ich meinen Vorrednern vollkommen zu.
Er zeichnet sich vor allem durch seine unterschiedlichen Vegetationsformen aus.
Vom sand forest, über Sumpflandschaft, und riesigen Grasflächen, alles vorhanden.
Die Zelte sind top und sehr sauber.
Das Personal freundlich und bemüht.
Man merkt einfach, dass die Dorfgemeinschaft weiß, welchen Schatz sie da hat um ihr Einkommen zu generieren.
Gruß Gina
CivilizedThemenstarter35 Beiträge · seit 201612. Jan. 2018 · Hallo Lotusblume,
vielen Dank für Deinen Beitrag.
Lotusblume schrieb:
Falls du Interesse hast, empfehle ich meinen Reisebericht "Unser Wiedersehen mit Südafrika" https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/287520 (auf die Sonne klicken, dann ohne Kommentar lesbar). Wir würden die Reise, genau mit diesen Unterkünften und Aktivitäten, wieder machen!
Ich habe mir Deinen schönen Reisebericht mal angesehen. Tolle Fotos und Impressionen - da kommt sofort große Vorfreude auf.
Viele Grüße,
Christian
NONorbert61126 Beiträge · seit 200912. Jan. 2018 · Hallo,
wir haben vor 3 Monaten eine recht ähnliche Tour gemacht.
Zur Reihenfolge: Von den Tiersichtungen her wird das private game reserve beim/ im Krüger mit hoher Wahrscheinlichkeit das Highlight sein. Insofern: Wenn ihr das Highlight am Ende wollt -> umdrehen. Ich habe in Sabi Sands tolle Bilder gemacht und konnte die anderen Stationen viel entspannter genießen - der Druck Löwen und Leoparden finden zu "müssen" war schon mal weg. Und am Tourende war St. Lucia am Ozean ein wunderbarer Ausklang. Also: beides gut.
In Sabi Sands waren wir in der Elephant Plains game lodge. Nach meinen Recherchen eine der "günstigsten" derartigen Lodges. Ich denke für halbwegs normale Ansprüche sind alle diese Lodges vom Komfort und der Verpflegung sehr gut. Die game drives waren erstklassig. Sehr gute Erklärungen, tolle Sichtungen und Photos. Wir waren 4 Tage dort, also 8 game drives, dabei 6x Leoparden gesehen und 6x Löwen (ein mal ein Rudel mit 16 Tieren). Auf dem selben Gebiet wie Elephant plains fahren noch die Fahrzeuge von Arathusa. Die haben wohl (?) an der Lodge noch einen Fluss sind aber auch schon wieder etwas teurer.
Für alle normalen Nationalparks (Tembe, Hluhluwe, Isamangaliso) gilt, dass man auf den Wegen bleiben muss (egal ob ihr selbst fahrt oder mit tour operator). In einem private Reserve hat man idR einen spotter/ tracker auf dem Fahrzeug, der Spuren liest, Tiere findet und dann dürfen die off road fahren, d.h. du findest die Tiere eben auch,wenn sie sich hinter den Büschen verstecken. D.h. nicht, dass die normalen NPs nicht schön wären, aber die Wahrscheinlichkeit für gute/ sehr gute Tierbilder ist im privaten Reserve höher.
Im Einzelnen:
Alles bisher zu Tembe gesagte stimmt.Eine von der dortigen community betriebene sehr sympathische Lodge. Essen sehr gut, wenn auch nicht auf dem Niveau wie Sabi Sands. Zeltunterkünfte groß und sauber. Game drives durchschnittlich - Elephanten auf 3 von 4 Fahrten, Löwen ebenso, viele Nyalas und Giraffen. Die Elefanten haben große Stoßzähne , aber der größte aller Tusker ist 2014 verstorben. Ich glaube nicht, dass einer der Elefanten, die wir gesehen haben ein Tusker war- Landschaft recht dicht bewaldet schwierig für Tiersichtungen. Die Löwen hatten teilweise Halsbänder. Für Tierphotografie würde ich nicht mehr speziell hinfahren, aber es liegt auf dem Weg zur Kosi Bay -> max. 2 Tage.
Isimangaliso: offene Savanne, Feuchtgebiete und der Strand beim Cape Vidal. Tiersichtungen eher unterdurchschnittlich. Büffel, ein enthorntes Nashorn, Kudus, Zebras Gnus. Landschaft ist schön, aber die wäre in Hluhluwe besser. Strand ist auch schön, aber der in St. Lucia ist vergleichbar, der in Kosi bay Welten schöner . Fazit: ok für einen Tag, aber kein Muss.
Hluhluwe: landschaftlich toll, bergig, mehrere große Flüsse, offene Landschaft, weite Ausblicke. Tiersichtungen waren gut: Büffel, Nashörner und Elefanten reichlich - Giraffen, Nyalas, Zebras und sehr viele schöne Vögel. Wir sind mit Heritage von St. Lucia aus hingefahren. War organisatorisch einwandfrei mit gutem guide - eben je Strecke eine Stunde Fahrzeit.
Würden wir nächstes Mal im Park wohnen.
In Kosi bay waren wir in der Utswayelo lodge. Eher einfach, aber nur ca. 2 km zu Fuss oder mit 4x4 zur Mündung und das ist ja landschaftlich dieee Attraktion. Kosi Forest Lodge ist schon ein gutes Stück vom mouth weg (45 Minuten Fahrt) und vom Strand seid ihr auch weit weg. Wir haben vormittags an der Mündung und an den Fischreusen photographiert und sind am Nachmittag am Strand nach Mozambique spaziert. Am nächsten Morgen Kosi lake Bootsfahrt (Kormorane, Flamingos, 1 Nilpferd) incl Schnorcheln ( nicht spektakulär) und dann weiter nach St. Lucia.
Die Touranbieter sind beide gut. Heritage hat uns bei 4 gebuchten Touren gute Rabatte eingeräumt und auch jeweils für 2 Personen eine eigene Sitzreihe garantiert. Ich könnte mir vorstellen, dass ihr da bei 7 Personen ohne Aufpreis ein Fahrzeug für euch bekommt.
Bei der Bootsfahrt in St. Lucia sieht man > 40 Flusspferde und 2-3 Krokodile. Krokodile (weit entfernt) sieht man auch an der Lagune in St. Lucia beim ski boat club. Die großen Boote fahren fast die selbe Route wie die kleinen. Aber die kleinen (auch von Heritage) fahren etwas näher an die Tiere ran und man ist zum Photografieren nur 1m über Wasserlevel. Krokodile aus der Nähe kam man auch noch in St. Lucia im crocodile center sehen - durchaus lohnenswert.
So - das wurde jetzt ziemlich ausführlich. Hoffe es hilft.
Norbert
CivilizedThemenstarter35 Beiträge · seit 201613. Jan. 2018 · Hallo Norbert,
vielen Dank für Deinen tollen und ausführlichen Beitrag! Hat mir gut gefallen, dass Du die Dinge aus dem Blickwinkel des Fotografen geschildert hast.
Norbert61 schrieb:In Sabi Sands waren wir in der Elephant Plains game lodge. Nach meinen Recherchen eine der "günstigsten" derartigen Lodges. Ich denke für halbwegs normale Ansprüche sind alle diese Lodges vom Komfort und der Verpflegung sehr gut. Die game drives waren erstklassig. Sehr gute Erklärungen, tolle Sichtungen und Photos. Wir waren 4 Tage dort, also 8 game drives, dabei 6x Leoparden gesehen und 6x Löwen (ein mal ein Rudel mit 16 Tieren). Auf dem selben Gebiet wie Elephant plains fahren noch die Fahrzeuge von Arathusa. Die haben wohl (?) an der Lodge noch einen Fluss sind aber auch schon wieder etwas teurer.
Bei meinen Recherchen bin ich auch auf diese Lodge gestoßen. Allerdings kam sie in diesem schönen Reisebericht
https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/294040-auf-schnuppertour-im-krueger.html nicht so gut weg. Ich habe aber auch schon Gutes über die Lodge gelesen - Elephant Plains kommt natürlich in die engere Wahl.
Norbert61 schrieb:Alles bisher zu Tembe gesagte stimmt.Eine von der dortigen community betriebene sehr sympathische Lodge. Essen sehr gut, wenn auch nicht auf dem Niveau wie Sabi Sands. Zeltunterkünfte groß und sauber. Game drives durchschnittlich - Elephanten auf 3 von 4 Fahrten, Löwen ebenso, viele Nyalas und Giraffen. Die Elefanten haben große Stoßzähne , aber der größte aller Tusker ist 2014 verstorben. Ich glaube nicht, dass einer der Elefanten, die wir gesehen haben ein Tusker war- Landschaft recht dicht bewaldet schwierig für Tiersichtungen. Die Löwen hatten teilweise Halsbänder. Für Tierphotografie würde ich nicht mehr speziell hinfahren, aber es liegt auf dem Weg zur Kosi Bay -> max. 2 Tage.
Ich werde noch einmal darüber nachdenken, ob wir Tembe gegen Hluhluwe austauschen. Halsbänder kann ich auf den Fotos nicht gebrauchen. In Deinem Beitrag (und in einem anderen) wurde außerdem erwähnt, dass Hluhluwe landschaftlich deutlich schöner sein soll als Tembe.
Norbert61 schrieb:Isimangaliso: offene Savanne, Feuchtgebiete und der Strand beim Cape Vidal. Tiersichtungen eher unterdurchschnittlich. Büffel, ein enthorntes Nashorn, Kudus, Zebras Gnus. Landschaft ist schön, aber die wäre in Hluhluwe besser. Strand ist auch schön, aber der in St. Lucia ist vergleichbar, der in Kosi bay Welten schöner . Fazit: ok für einen Tag, aber kein Muss.
Ich habe die Hoffnung, im iSimangaliso andere Tiere zu fotografieren als in den übrigen Parks. Z.B. Frösche, exotische Vögel, Chamäleons, Echsen oder ähnliches. Vielleicht habe ich hier aber auch falsche Vorstellungen 🙄
Norbert61 schrieb:Die Touranbieter sind beide gut. Heritage hat uns bei 4 gebuchten Touren gute Rabatte eingeräumt und auch jeweils für 2 Personen eine eigene Sitzreihe garantiert. Ich könnte mir vorstellen, dass ihr da bei 7 Personen ohne Aufpreis ein Fahrzeug für euch bekommt.
Das ist schon mal ein guter Tipp! Welche 4 Heritage-Touren habt ihr denn gebucht? Alle empfehlenswert?
Weiß eigentlich jemand zufällig, ob man im Juli/August im Indischen Ozean baden kann, oder ist es dafür zu kalt?
Viele Grüße,
Christian
M@rie1’680 Beiträge · seit 200713. Jan. 2018 · Civilized schrieb:Ich werde noch einmal darüber nachdenken, ob wir Tembe gegen Hluhluwe austauschen. Halsbänder kann ich auf den Fotos nicht gebrauchen. In Deinem Beitrag (und in einem anderen) wurde außerdem erwähnt, dass Hluhluwe landschaftlich deutlich schöner sein soll als Tembe.
auch im HI können dir Tiere mit Tracking-Halsband begegnen und ich (als ebenfalls ambitionierte Fotografin) frage mich auch, warum auch nicht?! ... immerhin erfüllen diese Halsbänder einen sehr guten und vorallem wichtigen Zweck!
lG und bleibt gesund! M@rie
M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012
"Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!"
~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
boris1’821 Beiträge · seit 200813. Jan. 2018 · Hallo Christian,
jetzt trag ich nochmal bisschen zur Verwirrung bei und werfe das Ithala GR in den Ring. Dort hat es uns sehr gut gefallen. Sehr schöne Lanschaft und viele Nashörner und Antilopen. Katzen gibt es keine, soweit ich weiß.
Wir fanden es schöner als Tembe, wo wir allerdings einen recht unmotivierten Guide hatten.
Tiere mit Sendehalsbändern wirst du wohl überall finden. Musst halt die ohne fotografieren 😗
Gruss Boris
Martin_G_aus H25 Beiträge · seit 201713. Jan. 2018 · Ich habe die Hoffnung, im iSimangaliso andere Tiere zu fotografieren als in den übrigen Parks. Z.B. Frösche, exotische Vögel, Chamäleons, Echsen oder ähnliches. Vielleicht habe ich hier aber auch falsche Vorstellungen 🙄
Ich kann nur für den Park auf der Seite von St-Lucia sprechen, aber auf wirklich viel andere Tierarten als im Vergleich zum KNP würde ich da nicht hoffen. Ein voller Tag reicht dort, wie schon geschrieben, mE auch vollkommen aus + ggfs. nen vor/nachmittag für die Bootstour.
CivilizedThemenstarter35 Beiträge · seit 201613. Jan. 2018 · Hallo Boris,
danke für den Vorschlag - wir werden den Ithala GR auch in Betracht ziehen!
Viele Grüße,
Christian
CivilizedThemenstarter35 Beiträge · seit 201613. Jan. 2018 · Hallo Martin,
danke für Deine Einschätzung. Vielleicht findet man diese Tiere etwas weiter nördlich. Dies hier
http://www.kosiforestlodge.co.za/portfolios/raphia-palm-forest-walk/ sieht vielversprechend aus.
Viele Grüße, Christian
NONorbert61126 Beiträge · seit 200914. Jan. 2018 · zum Reisebericht über Elephant Plains: Toller Bericht mit hervorragenden Bildern. Über die Lodge selbst sagt er viel Positives ( ok, das Fitness-Studio braucht wirklich niemand). Komische Mitreisende kann man überall haben und idR halten sich Fahrer oder guides eher mal raus, bevor sie es sich mit demjenigen verderben, den sie kritisieren. Und das Problem mit den Mitreisenden im Safarifahrzeug werdet ihr eher nicht haben - ihr seid ja schon 7. Wenn ihr bei der Anmeldung um Morne als Fahrer bittet, habt ihr geballte Kompetenz und viel Trackingerfahrung. Wir hatten in EP zwei mal ein voll besetztes Fahrzeug (9) , waren aber auch einmal nur zu viert im Auto. Der einzige, der sich etwas daneben benommen hat, war ein Schweizer Mitreisender im grellgelben (!) sweatshirt, der bei jeder Tiersichtung aufsprang und meinet im Stehen könne er mit seinem Mobiltelefon bessere Bilder machen. In EP hat man zudem offene Fahrzeuge, d.h. man kann eh von allen Sitzen gut sehen und ziemlich gut rafieren. In Tembe und auch bei den Heritage-Fahrzeugen-Touren hat man überdachte Fahrzeuge und damit in Reihe 2 und 3 in der Mitte immer einen Sch... platz und wenn die Tiere rechts sind nutzen einem auch die "Fenster"plätze links nichts.
andere Tiere in iSimangaliso? Im Kosi lake Flamingos und am Strand nach Mozambique Reiterkrabben am Strand. Im iSimangaliso von St. Lucia - nichts Neues.
Baden? Temperatur kann ich zu eurer Reisezeit nicht einschätzen, im Oktober sehr angenehm. Aber!!: St. Lucia -Haie. Cape Vidal und Kosi bay - kräftige Wellen und starke Strömungen -> rumplanschen ja, ernsthaft schwimmen eher nein.
Heritage tours
Hippo & croc boat cruise - sehr empfehlenswert, letztes Termin am Nachmittag nehmen
Full day Eastern shores - war ok, aber kann man problemlos selbst fahren, bei der Tour bekommt man eben Erklärungen, aber die Straßen sind gut und so sehr viele Straßen kann man nicht fahren - man kann sich nicht verirren.
night drive iSimangaliso - würde ich nicht wieder machen, wenig Sichtungen , Photopotential nahe 0
Hluhluwe- Half und fullday - beides sehr gut, wobei ich wie gesagt eher direkt im Park wohnen würde, um die Fahrerei zu reduzieren. Aber auch mit Heritage steht man, um 6 Uhr am NP gate, was eben bedeutet, dass man um 1/2 5 aufstehen muss und um 5 aus St. Lucia abfährt. Im Hluhluwe kann man auch selbst fahren, aber es gibt schon Straßen, die mit 2x4 nicht einfach sind und die guides sehen mehr und haben untereinander Kontakt.
Grüße
Norbert
CivilizedThemenstarter35 Beiträge · seit 201615. Jan. 2018 · Hallo Norbert,
besten Dank für Deinen hilfreichen und klärenden Beitrag!
Viele Grüße, Christian