DADausbertThemenstarter8 Beiträge · seit 201623. Mai 2016 · Guten Tag zusammen.
Die ersten Sätze sollen erst ein Mal meiner Vorstellung dienen. Die Fragen kommen später 😉
Mein Name ist Marc, ich bin 28 Jahre alt und ich habe mich soeben neu in diesem Forum angemeldet. Seit ein paar Jahren reise ich so viel es mein Beruf zulässt und möchte immer etwas Neues entdecken. Bei meinen Urlaubszielen versuche ich natürlich die Kulturen kennenzulernen, allerdings muss ich sagen, dass ich mich absolut für jegliche Landschaften begeistern kann und Landschaften bei Reisen auch meine absoluten Schwerpunkte sind. Es mag sein, dass dies auch mit meinem Hobby, der Fotografie, zusammenhängt.
Seit mehreren Jahren reizt mich auch das Thema Afrika und dort als allererstes Namibia. Ein Bekannter war bereits dort, hat mir Bilder gezeigt und ich war sofort überzeugt.
Jetzt zu meinem Anliegen, beziehungsweise zu meinen Fragen:
Zeit:
Im November haben meine Freundin und ich etwa 3 Wochen Urlaub. In den vergangenen Jahren war ich in Asien und Südamerika unterwegs, jetzt soll es Afrika, Namibia, werden. Wir wollen auf jeden Fall selbest fahren, am liebsten mit einem 4x4 und Dachzelt. Der Zeitansatz für die reine Rundreise sollen 14 Tage sein, also ohne An- und Abreise.
Was mich als erstes bei der Planung beschäftigt, ist natürlich ob die Reisezeit geeignet ist. Und da bin ich mir absolut nicht sicher, da ich viele unterschiedliche Sachen gelesen habe. Zum einen soll es im November sehr heiß sein, sodass auf einigen wenigen Internetportalen von einer Reise zu dieser Zeit sogar eher abgeraten wird. In dem ein oder anderen Thema hier im Forum habe ich aber bereits gelesen, dass September, Oktober und November die Hauptsaison sein sollen. Wie sind eure Erfahrungen? Besonders unter der Berücksichtigung, dass man im nicht klimatisierten Zelt schläft.
Planung:
Muss ich bei der Planung als Selbstfahrer irgendwas besonderes beachten? Besonders, darf ich mit meinem Mietwagen überall hin oder muss ich bei ein paar Zielen eine geführte Tour buchen?
Ziele:
Wir wollen mit den zwei Wochen natürlich nicht das ganze Land sehen. Wir versuchen eher weniger zu sehen, das dafür dann aber richtig. Dennoch haben wir uns natürlich über einzelne Ziele schon Gedanken gemacht. Etosha sollte auf jeden Fall dabei sein, wenn es nicht zu stressig ist auch noch Sossusvlei. Das sind natürlich zwei der größeren und bekannteren Ziele, jedoch wollten wir das Land ja auch erst kennenlernen. Wenn es überzeugen kann, kommen wir natürlich wieder 🙂
Das sind für mich zunächste die wichtigen Fragen. Wenn ihr mir jetzt schon davon abraten solltet, kann ich mir detailliertere Fragen auch vorerst sparen 😉
Jetzt bin ich dankbar für jeden Hinweis und Tip.
Liebe Grüße, Marc
DADausbertThemenstarter8 Beiträge · seit 201624. Mai 2016 · Hey.
Ich wäre wirklich dankbar für ein paar Meinungen. Besonders bezüglich der Reisezeit, wenn man mit Dachzelt reisen möchte.
Gruß, Marc
Lotusblume1’941 Beiträge · seit 200925. Mai 2016 · Hallo Marc
und herzlich willkommen im Forum.
Wir waren im November 2013 in Namibia. Ich bin sehr hitzeempfindlich konnte es aber gut vertragen. Es ist auch eine trockene Hitze ohne die Schwüle, die wir hier kennen.
Wir waren zwar in Lodges -auch nicht immer klimatisiert- und konnten trotzdem sehr gut schlafen.
Natürlich war es im Sossusvlei zur Dünenbesteigung schon sehr heiß, aber wenn man morgens zeitig aufbricht ist auch dies machbar.
Ich fand die Reisezeit sehr gut. Man sieht viele Tiere in der Etosha, weil die Büsche dürr sind und an den Wasserlöchern ist immer viel los.
Außerdem waren im November sehr wenig Touristen unterwegs.
chamäleon20112’497 Beiträge · seit 201125. Mai 2016 · Hallo Marc,
warum sollte Dir jemand von diesem wundervollen Land abraten, und dann noch in einem Namibiaforum? Namibia lohnt immer, auch im November. In der Überschrift steht Oktober/November, ich kenne Namibia nur im September und Oktober, je später, desto wärmer wird es. Wenn Du gesund bist und keine übermäßigen Probleme mit Hitze hast, geht es schon. Im Oktober ist es in der Regel noch nachts so weit abgekühlt, dass wir immer problemlos schlafen konnten, auch im Zelt.
Namibia ist als Camper gut zu bereisen, eine mögliche Route für 14 Tage wäre:
1x Windhoek
2x Sossusvlei
3x Swakopmund
2x Damaraland
2x Etosha West
2x Etsoha Mitte
2x Okonjima oder Erindi oder ...
Ich würde versuchen, so früh wie möglich zu reisen. Da Ihr, wenn ich das richtig sehe, dieses Jahr fahren wollt, müsst Ihr Euch allerdings mit den Buchungen für Auto und Camps vor allem in Sesriem/Sossusvlei und Etosha beeilen.
Unterkunftstips gebe ich gerne, wenn ich weiß, wo`s denn wirklich langgehen soll.
Viele Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
wüstenfee749 Beiträge · seit 200625. Mai 2016 · hallo Marc,
Ich finde, der November ist eine gute Reisezeit. Natürlich kann es heiß werden, aber das ist mit Sicherheit nicht das Problem.
Im November werden die Autos auch wieder etwas günstiger, weil die Hauptsaison vorbei ist.
Das ist doch ein Argument!
Ich würde jetzt die Flüge und das Auto buchen, und mir dann Gedanken über die Route machen.
wüstenfee749 Beiträge · seit 200625. Mai 2016 · sorry zu schnell auf absenden gedrückt
lg wüstenfee
DaniBo5 Beiträge · seit 201625. Mai 2016 · Hallo Marc,
Also mit dem November als Reisemonat kann man nicht viel falsch machen. Klar kann es heiß werden. Aber ihr seit ja noch jung und nachts kühlt es sich oft wieder runter.
Zudem ist im November die Regenzeit noch nicht richtig losgegangen und deshalb eine gute Zeit für Tierbeobachtungen im Etosha.
Ich kann leider nichts zum Thema Camping sagen - wir waren bisher auch nur in -nicht klimatisierten- Lodges. Aber auch dort gab es z.T. feste Zelte und darin War es gut auszuhalten.
In 14 Tagen könnt ihr eine schöne Tour schaffen. Ich würde an eurer Stelle auch noch einen Abstecher nach Swakop machen, wie bereits vorgeschlagen wurde. Wir sind 2010 in 12 Tagen Ende Oktober eine ähnliche Route gefahren und als Namibia-Neulinge sind das die Highlights, die man unbedingt gesehen haben sollte, denke ich!
Viele Grüße, DaniBo
DaniBo5 Beiträge · seit 201625. Mai 2016 · Achso noch zu der Frage ob du als Selbstfahrer etwas beachten musst:
Eigentlich ist es ziemlich easy in Namibia selbst mit einem PKW unterwegs zu sein. Bei euren Zielen muss man m.E. nach auch keine geführten Touren mitmachen - das schafft ihr alles selbst. Im Soussousvlei benötigt ihr für das letzte Stück einen 4x4.
Ansonsten:
- immer tanken, wenn es möglich ist 😉
- nie nachts fahren
- keine riskanten Überholmanöver
VG
SASASOWEWI3’080 Beiträge · seit 200925. Mai 2016 · Hallo Marc,
ich bin in dieser Jahreszeit schon öfter als Camper unterwegs gewesen, das ist kein Problem.
Was die Einschränkungen der Gebiete angeht da musst du beim jeweiligen Vermieter prüfen was möglich ist und was nicht, einige nehmen den VanZyls Pass raus, auf einer Route für einen Erstbesuch des Landes sollte alles fahrbahr sein.
Zu den von DaniBo genannten Tipps noch einen ganz wichtigen: Auf den gravel roads nicht zu schnell unterwegs sein, dort passieren die meisten Unfälle durch überhöhte Geschwindigkeit.
lg sasowewi
DADausbertThemenstarter8 Beiträge · seit 201625. Mai 2016 · Hallo zusammen!
Vielen lieben Dank für die ganzen netten Antworten! Ich habe seit gestern Abend schon ein paar Stunden am PC verbracht. Da waren einige hilfreiche Tips dabei!
Also ich denke mal nach den ganzen Antworten hier haben wir uns dazu entschlossen das erste mal nach Afrika zu reisen. Leider sind in den letzten Tagen die Flüge schon wieder deutlich teurer geworden aber immer noch ziemlich günstig.
Ich mache mir jetzt Gedanken über eine mögliche Tour, wobei mir der Vorschlag von Karin schon sehr gut gefallen hat. Ich denke so ähnlich wird der Trip aussehen.
Ich werde mich wieder melden, wenn die Tour konkreter geplant ist.
Eine Frage noch zu Campingplätzen: Ich habe schon mehrfach gelesen, dass man sich auch spontan Campingplätze vor Ort suchen kann. Stimmt das oder sind die schnell ausgebucht, beziehungsweise vor Ort dann deutlich teurer?
Liebe Grüße und einen schönen Abend noch!
joha100212 Beiträge · seit 201626. Mai 2016 · Hallo Dausbert,
meine ganz frischen Erfahrungen mit Campen auf einer 4 Wochen Tour vom 20.4. bis 20.5.2016:
Wir haben keinen unserer 19 Plätze von Deutschland aus vorgebucht und alle Wunschplätze (bis auf einen) bekommen - wir haben zur Sicherheit aber meistens 1 Tag vorher angerufen.
Sogar für den Campsite des NWR in Sesriem (der auf Monate hinaus ausgebucht sein soll) hätten wir mit einem 4x4 Camper einen Platz spontan vor Ort bekommen, aber da wir nur 2-Radantrieb hatten, sind wir auf dem Overflow-Platz gelandet, war auch ok für 2 Nächte. Für die 4 Campsites im Etosha haben wir 1 Tag vorher eine Mailanfrage geschickt und für alle Camps innerhalb von ein paar Stunden Bestätigungen bekommen.
Die Preise vor Ort sind nicht teurer und lagen bei unseren Plätzen je nach Ausstattung/Lage wischen 100 und 250 N$ pro Person.
Gruß,
Joachim
DADausbertThemenstarter8 Beiträge · seit 201626. Mai 2016 · Danke auch dir Joachim für deine Erfahrung!! Das hilft bei der Planung auf jeden Fall weiter 🙂
Ich suche gerade nach einem 4x4 mit Dachzelt. Da gibt es ja unzählige Anbieter. Der folgende Anbieter wurde in einem Reisebericht, den ich gelesen habe, gelobt.
http://www.camping-carhire.de/ Hat jemand Erfahrung mit dem Anbieter? Oder könnt ihr mir einen anderen Anbieter empfehlen?
Beste Grüße, Marc
DaniBo5 Beiträge · seit 201627. Mai 2016 · Hey Marc,
Den Anbieter, den du rausgesucht hast kenne ich leider nicht.
Wir hatten bisher immer Wagen von Advanced Carhire:
http://www.advancedcarhire.com/ Damit waren wir auch immer zufrieden.
Die sprechen allerdings nur Englisch oder Afrikaans. Wenn ihr einen deutschsprachigen Anbieter möchtet, wäre das also nichts.
VG
DADausbertThemenstarter8 Beiträge · seit 201627. Mai 2016 · Danke dir!!
Die Sprache sollte keine Probleme bereiten. Mit Englisch kommen wir gut klar. Ich schaue mir die Seite mal an!
Schönen Abend noch.
chamäleon20112’497 Beiträge · seit 201127. Mai 2016 · Hallo Marc,
wir sind seit zwei Jahren mit Savanna sehr zufrieden, im Forum gibt es viele positive, aber auch einige negative Berichte. Außerdem oft genannt wird Asco. Camping Carhire hab ich aber auch schon gelesen. Hast Du mal die Suchfunktion bemüht?
Viele Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
wüstenfee749 Beiträge · seit 200627. Mai 2016 · hallo Marc,
wir haben jetzt auch kurzfristig die Flüge für Ende Oktober gebucht.
und haben bei Bushlore für diese Zeite noch einen Hilux bekommen.
gebucht über Kwenda Safari
lg wüstenfee
STStrubi86173 Beiträge · seit 201427. Mai 2016 · Hallo Marc,
wir waren dieses Jahr mit einem Toyota Hilux mit Dachzelt von Bushlore unterwegs. Zwar in Südafrika, aber die haben wohl auch ein Office in Windhoek. Kann ich nur empfehlen. Auto war gut in Schuss, top ausgestattet. Auch der Service ließ keine Wünsche offen. Anfragen kannst du auch über Kwenda Safari. Da hättest du dann auch einen deutschen Ansprechpartner.
Vor zwei Jahren in Namibia/Botswana hatten wir ein Auto von, ich meine, Namibia Car Rental. Da gabs eigentlich auch nichts zu meckern. Die Ausstattung war zwar nicht ganz so gut, wie bei Bushlore, aber trotzdem war alles wichtige dabei. Auto und Service waren auch absolut in Ordnung.
Edit: Da war wüstenfee wohl nen Tick schneller 😉 .
Gruß
DADausbertThemenstarter8 Beiträge · seit 201627. Mai 2016 · Wow, jetzt ist hier aber was los! Vielen Dank!
Ich werde mir die einzelnen Seiten mal anschauen. Die Angebote sind in den meisten Fällen ja sehr ähnlich, denke nicht, dass ich da viel falsch machen kann.
So langsam freue ich mich auf die Tour 🙂
BikeAfrica7’320 Beiträge · seit 200627. Mai 2016 · Hallo Marc,
über die Reisezeit würde ich mir keine Sorgen machen. Ich war im November schon mit dem Rad in Namibia unterwegs und hierzulande sind 25 Grad für mich schon grenzwertig. Die trockene Hitze in Namibia macht es einfacher.
Dausbert schrieb:
Wir wollen mit den zwei Wochen natürlich nicht das ganze Land sehen. Wir versuchen eher weniger zu sehen, das dafür dann aber richtig. Dennoch haben wir uns natürlich über einzelne Ziele schon Gedanken gemacht. Etosha sollte auf jeden Fall dabei sein, wenn es nicht zu stressig ist auch noch Sossusvlei. Das sind natürlich zwei der größeren und bekannteren Ziele, jedoch wollten wir das Land ja auch erst kennenlernen. Wenn es überzeugen kann, kommen wir natürlich wieder 🙂
Da Du erwähnt hast, dass Du gerne Landschaften fotografierst, gehört das Sossusvlei unbedingt dazu.
Unter dem Gesichtspunkt der Fotografie würde ich folgende Stellen (in der Reihenfolge) ansteuern:
- Oanob Dam bei Rehoboth (Wasser in Namibia)
- Spreetshoogte Pass (toller Blick von oben in die Wüste)
- Sesriem Canyon/Sossusvlei/Deadvlei (dabei würde ich vom 4x2-Parkplatz zum Sossusvlei unbedingt zu Fuß gehen)
- Spitzkoppe und Felsformationen bei der Ameib Ranch
- Etosha zum Abschluss
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
DADausbertThemenstarter8 Beiträge · seit 201629. Mai 2016 · Vielen Dank Wolfgang.
Ich glaube das wird garnicht leicht eine Route zu finden. Zwei Wochen sind doch schon sehr kurz. Aber mehr Urlaub gibt es dieses Jahr nicht. :/
Was du bezüglich der Hitze geschrieben hast beruhigt mich doch sehr. Ich habe es auch schon mehrfach in Kroatien bei über 35° im Zelt ausgehalten... Dann werde ich Namibia auch schaffen.
Beste Grüße