REResi_KuhtreiberThemenstarter2 Beiträge · seit 201609. März 2016 ·
Hallo, ich habe gerade einen Bericht über die Dürre in Sambia, Zimbabwe und Malawi gelesen. Wollte eigentlich im Oktober für 3 Wochen nach Sambia und Malawi eine Rundreise machen. Ist das jetzt überhaupt sinnvill? Nehme ich den Einheimischen als Tourist nicht Wasser und Resourcen weg?
Was meint ihr?
Gruss Resi
travelNAMIBIA33,3k Beiträge · seit 200609. März 2016 ·
Hi Resi,
und das Ausbleiben Deines Geldes hilft ihnen wie? Die Dürre ist auch in Lesotho, Teilen Südafrikas, Namibia...
Viele Grüße Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
TheTraveller52 Beiträge · seit 201209. März 2016 ·
Naja Ressourcen wegnehmen ist relativ. Glaube auf eine Person kommt es am Ende auch nicht wirklich an. Du solltest es aber mit deinem Gewissen vereinbaren. 🙂
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auch wir sind im August in ZIM unterwegs. Für mich stellt sich weniger die Frage ob ich den Einwohnern etwas wegnehme. Das Problem an der Versorgungslage sehe ich nicht am Vorhandensein von Lebensmittel / Wasser sondern an der Möglichkeit sich diese zu kaufen. Wenn halt kein Wasser zum Duschen da ist reicht uns auch eine Katzenwäsche (Wasser haben wir im Auto ausreichend dabei). Eher mache ich mir Gedanken über die Sicherheitslage. Ich verfolge hier im Forum intensiv die Berichte. Bis jetzt konnte ich nichts negatives entdecken was uns davon abhält nicht nach ZIM zu fahren (den Menschen dort geht es nicht besser wenn wir wegbleiben).
Im Gegenzug kann man der Bevölkerung auch etwas gutes tun wenn man sich z.B. mit Lebensmitteln oder anderen Dingen für Hilfe / Dienstleistung bedankt. Darauf werden wir uns bei unseren Einkäufen auch einstellen.
Gruß Joachim
P.S. An alle Moralapostel -> spart euch die Antworten/Kritiken/erhobenen Zeigefinger. Meine Meinung steht nicht zur Diskussion.
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause.
Reisende Geschichten.
wir stehen vor einer ähnlichen Frage. Wir fahren im Mai nach Sambia und Zimbabwe.
Ich habe mir da insbesondere wegen Zimbabwe bereits viele Gedanken gemacht. Dabei geht es mir weniger um die Frage der Versorgung, wenn Du Geld hast , wirst Du auch jetzt in Zimbabwe sicher alles bekommen. Und nimmst damit der armen Bevölkerung auch nichts weg. Bei den Preisen in den Supermärkten kann sich das der einfache Bürger sowieso nicht leisten. Jeden Tag eine Dusche oder gar einen Pool brauchen wir nicht. Zur Sicherheitslage mache ich mir auch nicht mehr Gedanken als sonst.
Was mich besorgt, ist eher die Frage, was man sehen wird von der Dürre sowohl bei Mensch als auch bei den Tieren. Bei unserem letzten Zimbabwebesuch 2012 fiel uns vor allem der aufkommende Optimismus der Menschen auf und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Nach 2 Jahren Dürre sieht das sicherlich heute wieder ganz anders aus.
Trotzdem glaube ich, dass man gerade jetzt weiter nach Zimbabwe fahren sollte. Die Menschen dort haben viel durchgemacht und sich wirklich über den wieder aufkommenden Tourismus gefreut.
Wir werden auf alle Fälle fahren und im Juni kann ich dann auch berichten.
Stellt sich nicht -zumindest auch- die selbstkritische Frage, wieviel Urlaubsfreude man in einem Land empfinden kann und darf, dessen Bevölkerung so existentiell bedroht ist? elefant
elefant schrieb:Stellt sich nicht -zumindest auch- die selbstkritische Frage, wieviel Urlaubsfreude man in einem Land empfinden kann und darf, dessen Bevölkerung so existentiell bedroht ist? elefant
99 % der Touristen würden das doch nicht einmal merken, da Sie entweder nur in Ihrer wohlbehüteten Lodge sitzen oder irgendwo im Nationalpark. Da liegt dann im schlimmsten Fall mal ein verdursteter Elefant....
elefant schrieb:Stellt sich nicht -zumindest auch- die selbstkritische Frage, wieviel Urlaubsfreude man in einem Land empfinden kann und darf, dessen Bevölkerung so existentiell bedroht ist? elefant
....das hat etwas. Ich kenne Simbabwe seit Jahren. Die Menschen habe in letzter Zeit viel von dem verloren was ich immer mochte. Der Zweckoptimismus und die Fröhlichkeit ist bei vielen irgendwie abhanden gekommen. Man blickt immer mehr in "tote" Augen... Die Dürre macht die Situation sicher nicht besser...
In einem NP ist man aber schön isoliert von den ganzen Problemen. Ich persönlich habe aber wenig Lust Gamedrives zu machen und abends ein fettes Steak zu grillen, eine gute Flasche Wein zu trinken und eine Zigarre zu rauchen, wenn ein paar Kilometer weiter Menschen am hungern sind. Aber dies muss jeder selber wissen... lg tom
Was ist an dem fetten Steak, der guten Flasche Wein und der Zigarre besser, wenn Du sie in der Schweiz genießt? In Zimbabwe kommt durch Deinen Besuch und Deinen Konsum wenigstens Geld ins Land. Wegessen tust Du denen gewiss nichts, denn Deine Lebensmittel sind für die normale Bevölkerung sowieso unerschwinglich.
Für mich sind das alles Floskeln die das eigene Gewissen beruhigen sollen, aber keinerlei praktische Relevanz haben.
Für mich sind das alles Floskeln die das eigene Gewissen beruhigen sollen, aber keinerlei praktische Relevanz haben.
..da hast Du recht... es sind -wie geschrieben- "meine" Foskeln und momentanen Prinzipien ...und viel Geld lasse ich nie im Land.. Sprit und Food kommt von RSA...lg tom