Alter Südwester geht in Tansania fremd.

Reisebericht 84 Antworten · 15,6k Aufrufe · gestartet 03. Feb. 2016 von Burschi
1’589 Beiträge · seit 201406. Feb. 2016 ·
Hallo Burschi

ich helfe gerne beim Bestimmen. So habe ich und tue es immer noch auch gelernt.

Die Hyaene ist super gut!

Scheint Ihr seid grade in die El Nino Guesse reingekommen!

Viele Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
1’739 Beiträge · seit 201006. Feb. 2016 ·
Hallo Burschi

Ich bin natürlich auch noch in Euer Auto zu gestiegen. Schön zu sehen, wie sich die Landschaft nach 7 Monaten verändert hat. Mir ist aufgefallen, dass Ihr nur einige Stunden im Tarangire ward - ist das richtig? Wenn ja, dann wäre das wirklich jammer schade.

Zu den Hadza schreibst Du:
Wie ist das Ganze nun zu beurteilen? Gut, es war natürlich eine gemeinsame Jagd mit Touristen und dass die Hadzabe hier an Touristengruppen gewöhnt sind, ist auch klar. Nur, die "normalen" Touris haben ja nicht so lange Zeit, bekommen das Dorf vorgeführt, eine Schießvorführung, die Entfachung des Feuers und das war´s dann. Eine komplette Jagd mit anschließendem Frühstück ist nur sehr selten zu sehen, wie uns unser Führer Mody auch bestätigte
Mit den Haza auf die Jagd zu gehen ist der normale Ablauf für all die Gäste, die am Lake Eyasi übernachten. Das ist nichts ungewöhnliches. Auch konnten wir beim unserem Besuch beim Blacksmith nichts negatives berichten.
Dann führte uns der Dorfschmied vor, wie er Pfeilspitzen für die Hadzabe herstellte. Wir sollten sie kaufen, damit die Hadzabe dann mit diesen auf die Jagd gehen konnten. Ziemlich cleveres Geschäftsmodell, allerdings zu weit überhöhten Preisen, aber die Touris kann man ja abzocken.
Auch uns wurden Armreifen und Pfeilspitzen zum Kauf angeboten. Doch mein Mann kaufte Pfeilspitzen für sich und nicht für die Hadza. Übrigens müssen die Hadza den gleichen Preis zahlen, wie die Touris oder pro Pfeilspitze ein Kilogramm Honig als Gegenwert liefern.

Sorry für den kleinen Einwand. Gern komme ich weiter mit zu den Gnus. Danke für Deine Mühen und die interessanten Fotos.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
zuletzt bearbeitet 06. Feb. 2016
2’459 Beiträge · seit 200606. Feb. 2016 ·
Hallo Burschi,
vielen Dank für den interessanten Bericht mit den tollen Fotos. Es dürfen ruhig noch mehr Fotos - gerade von den Vögeln, aber auch Landschaftsaufnahmen - sein.
Burschi schrieb:Ich habe also tief in den Geldbeutel gergriffen und habe - ich gestehe, es war die teuerste Reise meines Lebens! - eine geführte Jeep-Safari für nur 2 Personen gebucht und bin dabei meinem Vorsatz mindestens 2 Tage an einem Ort zu bleiben treu, geblieben.
Verrätst du - gerne auch per PM- wie viel die Reise gekostet hat? Ich vermute, dass es in den fünfstelligen Bereich geht 😐
LG Chrissie
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter4’146 Beiträge · seit 200906. Feb. 2016 ·
Hallo Christa,
im Tarangire waren wir an zwei Tagen. Wir haben beide Tage genossen. Am ersten Tag wurden wir von den Elefanten praktisch "überrannt" am zweiten waren es vor allem viele Löwen. ich habe da bewusst ein wenig gekürzt, damit es nicht zu langweilig wird.
Was die Hadzabe betrifft, so bin ich mir natürlich bewusst, dass die mit Touristen sehr gut vertraut sind. Wir haben aber miterlebt, wie zwei etwas größere Gruppen relativ schnell "abgefertigt" wurden. Macht wahrscheinlich auch kaum Sinn, mit 20 Leuten auf Jagd zu gehen. Den "Jagderfolg" auf unserer Tour haben wir jedenfalls live miterleben können. Als Vogelfreund ist es auch für mich nicht alltäglich, eine Taube am Pfeil noch zappeln zu sehen. Gleiches gilt für das Dikdik.
Was die Pfeilspitzen betrifft, so haben wir einige gekauft - eine auch zum Mitnehmen für mich - und unser Guide hat sie den Hadzabe gegeben. Ich hoffe mal, dass er uns nicht belogen hat, Wenn doch - naja, ich sagte ja "cleveres Geschäftsmodell"!
Danke aber, dass du mitfährst. 🙂
LG Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
zuletzt bearbeitet 06. Feb. 2016
Themenstarter4’146 Beiträge · seit 200907. Feb. 2016 ·
Nun sind wir also in der Serengeti angekommen.
Mittwoch, 20.1.:
Am Abend zuvor waren wir in unserer nächsten Unterkunft, dem Lagarja Flycatcher Camp eingetroffen. Es ist eines der mobilen Wildernes Camps, die dann während der Regenzeit abgebaut werden und praktisch mit den großen Herden auf Wanderung gehen. Ich mag solche Camps, weil man hier noch intensiveren Kontakt zur Natur hat. So hört man am Abend den Perlkauz und am Morgen wird man vom Gesang der Bülbüls geweckt.

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Das Zelt bestand aus einem Schlafraum und einem Duschraum mit Toilette. Mit warmem Wasser wurde man immer nach Ankunft und am Morgen ausreichend versorgt. Jeden Tag wurde das Zelt gereinigt. Das essen fand in einem Restaurationszelt statt und es war einfach, aber recht ordentlich. Die Männermannschaft gab sich alle Mühe, uns den Aufenthalt ange-nehm zu machen.
Das Interessante ist auch an solchen Camps, dass hier auch die Tiere selbst vorbeischauen. Zwei Marabuts waren fast ständiger Gast, in den Bäumen hockten immer wieder Schwarzkopfreiher, unmittelbar in der Nähe zogen Giraffen, Impalas und auch mal ein einzelner Elefant vorbei. Ganz abgesehen davon, dass man in den Fahrtpausen hier auch die verschiedensten Kleintiere beobachten konnte. Nur zwei Beispiele davon:

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Silberschnäpper

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Auch die fand ich ein Foto wert!
Am nächsten Morgen starteten wir bei Tagesanbruch von hier aus zu unserem Gamedrive.
Nur wenige Hundert Meter vom Camp entfernt lag eine Löwenfamilie, bestehend aus einem älteren Männchen, seiner Frau und drei Kindern. Leider war zu diesem sehr frühen Zeitpunkt das Licht noch so schlecht und die Tiere lagen im hohen dichten Gebüsch, dass nur wenige gute Aufnahmen möglich waren. Der arme Kleine musste an einem Stöckchen knabbern, weil die Mama wahrscheinlich noch nichts Essbares gefangen hatte.

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Wir setzten unsere Tour fort und fuhren Richtung Lake Ndutu. Ich hatte mir ehrlich gesagt nicht vorgestellt, dass es in der Serengeti doch so vielfältige Landschaften gibt.
Direkt am See konnte ich im Morgenlicht viele interessante Wasservögel beobachten. Ich ließ unseren Guide immer wieder stoppen, denn die Vielzahl von Arten faszinierte mich. Er war dagegen mehr auf die Großtiere fixiert, folgte aber brav meinen Bitten.

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Hier soll es zunächst nur bei ein paar Vögeln (Kapenten bei der Morgentoilette) bleiben, an anderer Stelle werde ich noch ein paar zeigen. Ein totes schon skelettiertes Gnu fand das Interesse von Schakalen und einer Geierschar, bestehend vor allem aus Weißrückengeiern, einigen Ohrengeiern und einem Sperbergeier, den ich zuvor noch nicht gesehen hatte.

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Auch ein Schopfadler hielt sich in der Nähe auf.
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zuletzt bearbeitet 07. Feb. 2016
Themenstarter4’146 Beiträge · seit 200907. Feb. 2016 ·
In der Nähe des Wassers aber stießen wir immer wieder auf riesige Gnu- und Zebraherden und auch auf Sterngiraffen, welche sich an den Schirmakazien gütlich taten.

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Nur einmal trafen wir auch auf eine größere Gruppe von Kuhantilopen. Es ist eine ganz andere Art als in Namibia. Sie sind viel heller und haben ein anders geformtes Gehörn. Nebenbei, es sind ja auch nicht dieselben Gnus. Hier trifft man das Weißbartgnu an, während man im südlichen Afrika das Streifengnu sieht.

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Dazwischen begegneten wir auch wieder einer Löwengruppe, einige Weibchen mit halb er-wachsenen Jungen. Und was machen die so am Tag? Richtig, Schlafen! Da kann man noch so lange stehen bleiben, viel Action ist da nicht zu erwarten.

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So entschlossen wir uns für die Mittagszeit in das Camp zurückzukehren, ein wenig auszuruhen und dann am späteren Nachmittag noch einmal hinaus zu fahren. Diese Strategie zahlte sich letztendlich dann auch aus. Allerdings gab es vorher noch eine weitere interessante Begegnung. Im relativ dichten Gesträuch lag eine Gepardin und döste vor sich hin. Sie war allerdings nicht allein, denn hinter ihr raschelte es immer wieder mal und für wenige Sekunden spitzte dann auch ein kleineres Köpfchen mal durch die Zweige. Doch leider konnte ich das Kleine nicht auf den Foto bannen, nur die schläfrige Mama, die gut auf den Nachwuchs aufpasste, ihn aber nicht präsentierte.

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zuletzt bearbeitet 07. Feb. 2016
Themenstarter4’146 Beiträge · seit 200907. Feb. 2016 ·
Habe hier gerade noch einen neuen Beitrag hochgeladen, doch der ist in den Weiten des Internets wohl verschwunden. Werde es später nochmals probieren. 🤩 😈 🙁 🙁
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Themenstarter4’146 Beiträge · seit 200907. Feb. 2016 ·
Ich probier es nochmal mit kleineren Sequenzen.
Zurück im Camp war dann doch nach einem kleinen Snack Mittagsruhe auch für uns angesagt. Mich aber hielt es nur eine halbe Stunde im Zelt, dann schaute ich mich schon wieder nach Vögeln um. Diederik Cukoo, Graukopffischer, Elfennektarvogel und natürlich noch etliche weitere, z.B. konnte ich Webervögeln beim Nestbau zuschauen und musste feststellen, dass auch Weibchen mitarbeiten beim Nestbau.

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Braucht im Moment ewig zum Laden, werde also heute Nacht weiter machen. Bis dann! 🙁
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zuletzt bearbeitet 07. Feb. 2016
Themenstarter4’146 Beiträge · seit 200907. Feb. 2016 ·
So, ich probier nochmal die Löwengeschichte zu schicken:
Am Nachmittag fahren wir dann erneut los. Wir kommen noch einmal bei der Löwenfamilie vorbei, die sich am Morgen noch im Gebüsch versteckt hatte. Nun liegen Sie frei auf einer Lichtung und wir schauen ihnen länger zu, wobei sich folgende Geschichte abspielt:
Zuerst schlafen alle. Papa in gewissem Abstand, dass er seine Ruhe vor den drei Bälgern hat, mit denen die Mama etwas abseits am Rande der Büsche liegt.

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Das sind also Papa und Mama.
Mama steht auf. Sie muss mal Pipi! Nicht sehr weit verrichtet sie ihr Geschäft und geht dann hinter die Büsche, was sie dort macht, entzieht sich unseren Augen. Papa hebt den Kopf, gähnt herzhaft, steht auf und schaut, was die Mama da so hingeschrieben hat. Er saugt den Duft durch die Nase, flemt, gähnt und entscheidet sich dann sich wieder hinzulegen. Seinen Nachwuchs, der zu ihm gekommen ist, ignoriert er einfach und gähnt nochmals kräftig.

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Mama kommt zurück, geht auf Papa zu. Sie schmust ihn an. Er: „ Nee heut will ich nicht!“ Sie: „Dann eben nicht und außerdem hast du Mundgeruch!“

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Dann machen wir mal kurz Pause zum Durchschnaufen. 🙂
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Themenstarter4’146 Beiträge · seit 200907. Feb. 2016 ·
Na, geht doch. Also weiter:
Sie geht wieder zu den Kleinen, die inzwischen aufgewacht sind. Der Erste: „Hey, Papa ist wach, vielleicht hat er Zeit zum Spielen?“ Papa hat aber keine Lust. „Hau ab du alter Quälgeist! Lass mich in Ruhe! „ Der Kleine geht dann weiter, er hat einen Schwarm Geier entdeckt mit dem er nun mit seinem Bruder spielen will. Die wollen aber nicht! Und außer-dem können die fliegen! Die kleinen Löwen aber nicht.

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Da ist das Spiel dann schnell langweilig, Also vorbei am Papa, der sie nochmals anraunzt, zu Mama, die hat eigentlich immer Zeit zum Spielen und wenn nicht beißt man sie eben mal ins Ohr. Mama ist geduldig und lässt das über sich ergehen, dann aber wird sie doch etwas grimmig und die Kleinen werden zur Strafe gründlich gewaschen. Das haben sie jetzt von ihrem Übermut!

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Ca. 50 Fotos dokumentieren diese Geschichte bis ins Detail. Dann fahren wir weiter.
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Themenstarter4’146 Beiträge · seit 200907. Feb. 2016 ·
So, genug der Katzenwäsche!
Eigentlich war das schon genug für diesen Tag, aber wir sehen noch eine Menge anderer Tiere, u.a. etliche Hippos am Lake Masek, Raubadlern und Dikdiks begegnen wir noch des öfteren und kehren abends müde aber glücklich ins Camp zurück.

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Das war der Abschluss dieses Tages.
ich muss jetzt mal ne Pause machen und melde mich in ein paar Tagen wieder.
Wenn´s recht ist???
Liebe Grüße und noch schönen Karneval / Fasching:
Burschi
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zuletzt bearbeitet 07. Feb. 2016
1’870 Beiträge · seit 201507. Feb. 2016 ·
Also wenn du schon frägst, es wäre mir lieber wenn du sofort weiter postest.
😛 😛

Deine Löwen Geschichte und Sequenz war sehr unterhaltsam zu lesen. Obschon wir ja als Menschen alles Tierverhalten vermenschlichen. Ich mache es auch immer so auf Safari und denke mit was die Tiere so sagen würden.

Als wir dort waren im August, war es sehr öde und staubig und es hatte fast keine Tiere dort, hingegen bei Seronera und der Mara gab es riesige Herden und viele Katzen.

Freue mich auf mehr von dort.
LG
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
zuletzt bearbeitet 07. Feb. 2016
Themenstarter4’146 Beiträge · seit 200908. Feb. 2016 ·
Die "Löwengeschichte" ist natürlich nicht ganz ernst zu nehmen! 😉 😉 😛
Aber im Prinzip wird einem bei den meisten Tiersendungen im Fernsehen nichts anderes vorgegaukelt.
Da macht ein Filmteam viele Aufnahmen, dann geht man her, bastelt eine Geschichte und schneidet denn dementsprechend zusammen.
Insofern war meine "Löwengeschichte" ein Faschingsbeitrag! 🙂 🙂
Helau, Alaaf oder sonstwas!
Burschi
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1’589 Beiträge · seit 201408. Feb. 2016 ·
Die Loewenbilder sind ja grandios!

Liebe Gruesse
Elvira
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723 Beiträge · seit 201108. Feb. 2016 ·
Burschi schrieb:
...
ich muss jetzt mal ne Pause machen und melde mich in ein paar Tagen wieder.
Wenn´s recht ist???
...
Hallo Peter,
was für eine Frage? Natürlich ist es recht und eine kleine Pause sei dir gegönnt.
Ein schöner Reisebericht mit tollen Bildern und jetzt auch noch ein Festival für Katzenliebhaber.
Lass uns mit der Fortsetzung deines Berichtes nur nicht all zulange warten.
Gruß Reinhard
Themenstarter4’146 Beiträge · seit 200911. Feb. 2016 ·
So, da bin ich wieder. Hat etwas länger gedauert, aber als Faschingshöhepunkt ist uns der keller mit Wasser voll gelaufen. Welch ein Spaß!! 🙁 🤩 😈

Donnerstag, 21.1.:
Wie schnell doch die Zeit vergeht! Heute ist schon wieder der letzte Gamedrive in der Seren-geti. In der Nacht hat es so heftig geregnet, dass wir eine andere als vorgesehene Route fahren müssen. So fahren wir nochmals am Lake Ndutu entlang, was sich erneut aber als tolle Tour herausstellt. Wir haben ganz tolles Fotolicht und zunächst haben es mir die vielen unter-schiedlichen Watvögel am See angetan. Vor allem auch, weil sich ihre Silhouetten im Wasser spiegeln.

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Dann kommen auch noch einige Flamingos angeflogen, die sich grazil im seichten Gewässer niederlassen und zusammen mit dem blauen Morgenlicht ergibt ihre Spiegelung im Wasser schon fast ein kunstvolles Bild. Auch Weißflügelseeschwalben sind dabei.
Dann aber haben wir noch ein besonders Erlebnis mit den Gnus. Zwei große Gnuherden queren den See auf ihrer Wanderung. Es sieht schon fast so aus wie die Flussquerung am Mara. Was will man mehr, noch dazu bei gutem Fotolicht. 🙂
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Themenstarter4’146 Beiträge · seit 200911. Feb. 2016 ·
Es ist aber keineswegs so, dass wir außer Vögeln und Gnus nichts gesehen hätten. „Natürlich“ War auch wieder eine Löwengruppe dabei und viele andere Tiere, z.B. endlich mal in einem schönen Bild, die von mir ersehnten Madenhacker am hals einer Giraffe.
Vergessen will ich aber natürlich auch nicht die Gazellen. Aber die vielen Bilder würden den Rahmen hier sprengen, daher nur ein Bild einer schönen Grant-Gazelle.

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Wir passierten auf dem Weg zurück nach Karatu noch hunderttausende von Zebras und Gnus, die sich zu dieser Zeit gerade am Beginn ihrer Wanderschaft in der südlichen Serengeti befinden. Ein derartiges „Meer“ von Tieren habe ich noch nie gesehen.
Auf gleichem Weg, durch das Massai-Land und vorbei am Krater des Ngorongoro fuhren wir wieder zurück nach Karatu, wo wir am Abend in der Tloma-Lodge übernachten sollten.
Im Ort zweigt man von der Hauptstraße ab. Unser Guide wusste eine "Abkürzung". Allerdings musste er dabei eine überflutete Passage passieren und … fuhr sich fest. Auch mit Hilfe von Anwohnern und einem zweiten Jeep kamen wir nicht mehr aus dem Schlick.
So schickte man uns aus der Lodge ein Fahrzeug entgegen und unser Guide musste selbst sehen, wie er aus der misslichen Lage wieder heraus kam.
Während der Fahrt zur Lodge bekamen wir einen Anruf, dass die Lodge wegen Renovierung geschlossen sei und wir auf die Kitela Lodge umquartiert würden. Das allerdings erwies sich als ausgesprochener Glücksgriff, denn die Kitela Lodge ist eine Fünf-Sterne-Lodge, die jeglichen Komfort bietet: Empfang mit Sekt und Saft. Große Chalets mit Terrasse, Badezimmer mit Dusche und Wanne, Bademänteln, Badeschlappen in Massai-Muster, ein riesiges Bett, in dem vier Personen Platz gehabt hätten und einem offenen Kamin, der am Abend auf Wunsch beheizt wird.
Im Garten ein riesiger sauberer Pool, daneben jeden Nachmittag Gratis-Happy-Hour mit Drinks und Snacks. Abendessen und Frühstück vom Feinsten und sogar für das Lunchpaket gibt es ein eigenes Büfett, aus dem man sich sein individuelles Paket zusammenstellen kann.

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Unser Chalet

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die "Spielwiese" 😉 🙂

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Pool und Haupthaus
Naja, einmal muss der Mensch auch Glück haben. Besser hätte die letzte Unterkunft in Tansania nicht sein können. Hier hätten wir es locker eine Woche statt nur zwei Tage aushalten können.
Morgen der Letzte Höhepunkt mit dem Ngorongoro-Krater.
Viele Grüße:
Burschi
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zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2016
6’158 Beiträge · seit 200611. Feb. 2016 ·
hallo Burschi,

und ich dachte Du bist ein wilder Fasenachter --- Wasser im Keller oder im Haus das wünscht man wirklich niemanden, hoffe Du hast alles beseitigen können
und trocken bekommen. Ich lese mit grosser Begeisterung Deinen Reisebericht.
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Themenstarter4’146 Beiträge · seit 200912. Feb. 2016 ·
Nun kommen wir zum letzten Tag in Tansania:
Freitag, 22.1.:
Heute sollte also der große Höhepunkt sein – der Besuch im Ngorongoro-Krater! Kurz nach Sonnenaufgang wollten wir schon los. Und das war gar nicht so einfach, denn ich hatte schon lange nicht mehr so gut geschlafen und dann bei dem leckeren Frühstücksbüfett mit frisch gepressten Säften, Sekt und, und …
Trotzdem schafften wir es relativ früh ans Tor des Naturparks und waren auch eines der ersten Autos im Krater. Leider meinte es zunächst der Wettergott nicht allzu gut mit uns. Schon in der Nacht hatte es heftigst geregnet und die Wege waren teilweise stark überspült.

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Doch heute blieben wir nirgends stecken. Zu unserer Überraschung waren dann auch die ersten Tiere mal wieder Watvögel: Grünschenkel (neben Heiligen Ibissen, Abdimstörchen, Reihern usw.)

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Auch um die Mittagszeit regnete es nochmals heftig, aber trotz allem zog die Natur alle Register und stimmte an unserem letzten Tag nochmals viele Akkorde an.
Am frühen Morgen schliefen die Hyänen noch und auch einige Nashörner - wir haben 5 von den angeblich 12 vorhandenen gesehen - dösten weit entfernt (Bildqualität daher schlecht!) vom Weg vor sich hin.

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Einer war allerdings schon wach: Ein Hahn der Riesentrappe balzte und blies sich auf, als würde er bald platzen.

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Für mich schon ein schöner Auftakt am frühen Morgen.
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Themenstarter4’146 Beiträge · seit 200912. Feb. 2016 ·
Alle, denen die Katzen schon zum Hals raushängen, sollen einfach den nächsten Abschnitt überspringen. 😉
Und dann auch noch einmal ein Löwenschauspiel: Ein Pärchen beim Liebesspiel!
Als wir sie entdeckten, schliefen sie friedlich nebeneinander. Ich sagte: „Wir bleiben, da läuft noch was!!“

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Nach einer Weile hebt er den Kopf – er erinnert sich an seine ehelichen Pflichten!
„Mal schauen, was so geht und ob es Sinn macht,“ meint er.

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„Passt! Dann mach mer mal!“

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Sie: „Jetzt reicht´s aber!“

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Er: „Dann hau ich mich wieder hin!“

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Er hebt nochmals den Kopf: "Ich war doch gar nicht so schlecht, oder?" Dreht sich um und schläft tief. The lion sleeps!

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Etwa zwei Stunden später haben wir die beiden wieder getroffen. Sie hatten sich getrennt und jeder ging seiner Wege. Er lag völlig erschöpft neben der Straße und hechelte. So ein Löwenmännchen hat es eben auch nicht leicht!
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