Einfache Antwort: Aus dem gleichen Grund wie jeder andere Jäger.
Einfache Frage: Wie definierst Du einen Trophäenjäger?
Als jemanden, der etwas anderes als Fleisch erntet und für den Abschuss zahlt - insofern sehe ich schon Unterschiede in der Jägerszunft. Gegen Hege habe ich grundsätzlich auch nichts auszusetzen.
Einfache Antwort: Aus dem gleichen Grund wie jeder andere Jäger.
Einfache Frage: Wie definierst Du einen Trophäenjäger?
Als jemanden, der etwas anderes als Fleisch erntet und für den Abschuss zahlt - insofern sehe ich schon Unterschiede in der Jägerszunft. Gegen Hege habe ich grundsätzlich auch nichts auszusetzen.
Jeder Abschuss kostet Geld. Auch der eines weiblichen Rehs ohne Geweih (Trophäe) oder eines Hasen. Jedes Revier kostet ziemlich viel Pacht jedes Jahr! Und das Fleisch der in Afrika erbeuteten Tiere wird im Normalfall gegessen. Also: Jeder Jäger ist immer auch ein Trophäenjäger. Irgendwie. In einem gebe ich Dir allerdings Recht: Wenn jemand nur und ausschließlich wegen der Trophäen jagd, finde ich das auch nicht gut. Allerdings kenne ich davon keinen, und ich kenne viele!
Gruß Maecs
Elchontherun1’250 Beiträge · seit 200912. März 2014 ·
Danke Elch für den Hinweis. Ich habe weiter oben schon mal geschrieben, Kai-Uwe Denker kenne ich nur als einen sebr ethisch eingestellten Jagdführer, der auch schwierige Gästen klare Vorgaben macht.
Viele Grüße jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Zur Einordnung muss man zunächst sagen, das der Verfasser Kai-Uwe Denker der Präsident des namibischen Jagdverbandes und somit Chef-Lobbyist der Trophäenjäger ist. Das er als Präsident der Jägerschaft deren Interessen vertritt, kann man ihm nicht vorwerfen. Das ist seine Aufgabe. Zuletzt gab es sehr moderate Töne von ihm. Den aktuellen Artikel von ihm finde ich argumentativ unfassbar schwach.
Wenn es denn unvermeidbar ist, das Löwen abgeschossen werden müssen, z.B. weil sie immer wieder Nutzvieh reißen, dann ist Philip Stander dafür, dass das durch Trophäenjäger erfolgt, damit wenigstens ein paar Einnahmen damit erzielt werden. Der Dorob-Male, bei dessen Abschuss durch Trophäenjäger es den großen Aufschrei gab, war nicht ein einziges Mal auffällig geworden, hat kein Nutzvieh gerissen oder sonst irgendwie Probleme gemacht. Und der Dorob-Male war einer der wenigen adulten männlichen Löwen, die es derzeit in der Region gibt. Die aktuell geschossenen Löwen fallen nicht in diese Kategorie. Insofern ist der Versuch absurd, Parallelen zwischen den beiden Fällen herzustellen.
Zum wiederholten Male greift Kai-Uwe Denker Philip Stander persönlich an und unterstellt ihm wissenschaftlich miserable Arbeit. Natürlich darf man auch einen Philip Stander kritiseren. Aber zum wiederholten Male stellt Kai-Uwe Denker ihn an den Pranger, ohne auch nur den kleinsten Begründungsansatz zu bringen, was genau an der wissenschaftlichen Arbeit von Dr. Philip Stander denn verkehrt wäre. Im Gegensatz zu Kai-Uwe Denker hat ein Dr. Philip Stander Biologie in den USA und UK (Cambridge) studiert und dazu auch promoviert. Im Gegensatz zu Kai-Uwe Denker hat er also einen akademischen Hintergrund bei der wissenschaftlichen Arbeit, die er da macht.
Und zum Schluss erklärt Kai-Uwe Denker das Konzept der nachhaltigen Nutzung für gescheitert. Ja, welches Konzept soll man denn sonst verfolgen? Er nennt natürlich auch keine Alternative. Das es immer wieder Rückschläge geben wird, z.B. durch Locals, bei denen die Gelder aus dem Tourismus nicht ankommen oder auch durch ignorante Trophäenjäger, das ist normal. Das wird auch zukünftig so sein.
In einem Punkt hat Kai-Uwe Denker Recht: Die Kritik an den Jägern fand zu einem großen Teil unter der Gürtellinie statt. Das müssen sich die "Löwenschützer" zurecht ankreiden lassen.
ich versuche mich aus diesen Diskussionen ja rauszuhalten, weil mir diese Diskussionen immer viel zu emotional geführt werden und insbesondere die "Tierschützer"-Seite sehr häufig aus dem Rahmen fällt. Hier nur mal ein harmloses Beispiel aus einem der vielen Threads zu diesem Thema:
Trophäen-"jäger" sind erbärmliche kleine impotente aufgeblasene Wichtigtuer mit dem Gewehr als Penisersatz.
Irgendwann wurde auch schon mal das Bedauern darüber ausgesprochen, dass das Tier den Jäger nicht angegriffen und getötet hat. Das wird im Forum alles hingenommen und sogar noch mit "Danke"-Button versehen. Das kann ich zwar nicht verstehen, aber ich lege das unter der Rubrik "Emotionen durchgegangen" ab.
Aber was Du Dir jetzt erlaubst, finde ich ausgesprochen ungehörig. Du bist hier stellvertretender Moderator und da hast Du nicht das Recht, Deinen Emotionen einfach freien Lauf zu lassen. Mit dem Satz:
Den aktuellen Artikel finde ich intellektuell einfach peinlich für ihn.
hast Du Dich aus meiner Sicht als Moderator fast selbst disqualifiziert. Nur weil er eine andere Meinung vertritt als Dr. Stander oder weil er keinen akademischen Grad hat, berechtigt das noch nicht zu Deiner Aussage und ich verweise auf Deinen Schluss-Satz: In einem Punkt hat Kai-Uwe Denker Recht: Die Kritik an den Jägern fand zu einem großen Teil unter der Gürtellinie statt. Das müssen sich die "Löwenschützer" zurecht ankreiden lassen.
Das gilt leider in diesem Fall auch für Dich, auch wenn Deine Argumentation sich nicht auf die unteren Körperteile, sondern auf den Kopf bezieht.
So und jetzt bin ich wieder raus aus dieser Diskussion und stiller Mitleser.
Auch ein Moderator darf zu solch einem Thema seine Meinung sagen, oder nicht?
Ich habe von Guido keinerlei Beleidigung gegen den Verfasser des Textes gelesen, sondern nur eine Aufschlüsselung dessen, was seiner Meinung nach an dem Text falsch ist - und das sogar mit Begründung.
Meiner Meinung nach gibt es am Beitrag von Guido nichts auszusetzen.
Gerade was bedrohte Tierarten und deren Abschuss just for fun angeht, bin ich auch sehr emotional und könnte verstehen, dass man sich aufregt wenn Beleidigungen gebracht werden, wie Du, Gerd, sie hier zitiert hast. Aber die sind afaik nicht gefallen.
Dr. PS hat glaube ich nicht verdient, so in den Dreck gezogen zu werden. Und schon gar nicht von einem Lobbyisten.
Beste Grüße,
Otji
Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst Du nur das Zauberwort.
- Joseph von Eichendorff
ja, das muss er auch. Aber wenn der Satz Den aktuellen Artikel finde ich intellektuell einfach peinlich für ihn. keine Abqalizierung und damit aus meiner Sicht eine Beleidigung ist, was dann? Nur diesen Satz habe ich angegriffen.
Der Artikel ist peinlich für einen Kai-Uwe Denker. Herr Kai-Uwe Denker befaßt sich sich nicht wirklich mit der Sache und schießt ständig aus der Hüfte und zwar mit sehr unqualifizierten Aussagen!
Best Regards
Adolf
Conservation is our passion!
Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'!
Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
Guido nennt den Artikel peinlich - nicht den Menschen, der ihn verfasst hat. Selbst wenn Du den Kontext ziehst, dass Guido den Artikel peinlich für den Verfasser hält, ist dies kein persönlicher Angriff. 😉
Wie gesagt, man kann gerne kritisieren - aber dann bitte profund und nicht so dahin geklatscht, wie es da aktuell ist.
Man sollte schon einen gewissen Respekt voreinander haben (das bezieht sich jetzt auf die Herren Stander und Denker) und sich nicht in solch einer abwertenden Weise über jemand anderen äußern, das ist schäbig.
So wird man wohl kaum eine für alle Parteien (inklusive der Löwen!) zufriedenstellende Lösung finden, weil man auf Konfrontationskurs liegt. Und das ist für die Löwen fatal.
Viele Grüße,
Otji
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- Joseph von Eichendorff
vorneweg: Ich habe kein Problem mit Deiner Kritik und bin da nicht böse, denn sie ist sachlich geäußert. Die Eignung als Moderator kannst Du gern öffentlich in einem anderen Thread oder mit Chrigu diskutieren. Da werde ich nichts zu schreiben.
Ansonsten versuche ich immer halbwegs sachlich zu bleiben und habe vor dem Absenden selbst noch mal überlegt, ob ich das mit dem "peinlich" noch ändere und ob sich das eventuell mit dem unter der Gürtellinie widerspricht. Aber ich habe es bewusst dabei gelassen. Ich fand und finde den Beitrag argumentativ wirklich sehr armselig. Ich konnte gar nicht fassen, auf welchem Niveau da argumentiert wird.
Kai-Uwe Denker argumentiert, dass es beim Dorob-Male den großen Aufschrei gab und bei den von den Locals getöteten Löwen nun nicht. Das ist seine "Beweiskette" um die These zu verbreiten, dass es gar nicht um den Schutz der Tiere sondern nur um "jagdfeindliche Ideologie" geht. Bitte??? Weiterhin stellt Kai-Uwe Denker die Behauptung auf, dass Standers "wissenschaftlich nicht ausgereifte" Arbeit "wesentlich zur Intoleranz der einheimischen Bevölkerung und zur Beseitigung einer großen Zahl von Löwen" beiträgt. Ausgerechnet Stander, der seit Jahren wie kein Zweiter Akzeptanz bei den Locals organisiert, der ist nun Schuld an Intoleranz und abgeschossenen Löwen? Der viel kritisierte Abschuss des Dorob Male war dagegen wohl ein Beitrag zum Arterhalt.
Wenn ich Deine Reaktion jetzt sehe, dann war es aus jetziger Sicht ein Fehler von mir, das Wort "peinlich" drin zu lassen. Denn dadurch diskutieren wir Fragen von Stil und Form statt zum eigentlichen Inhalt. Ich habe den Satz abgeändert, auch wenn das nun wohl nicht mehr viel bringt.
für Deine Stellungnahme. Auch ich bedauere inzwischen, dass ich zu Deiner Aussage Stellung bezogen habe, denn Du hast Recht - wir diskutieren zur Zeit nicht mehr über den Inhalt, sondern über den Stil - von Dir, von mir, von Herrn Denker. Und das gehört tatsächlich alles nicht hier hin. Wie schon vorher gesagt ich werde ich mich jetzt wieder aus der Diskussion zurückziehen und als stiller Leser den Thread weiterverfolgen.