Now you’re a bushgirl

103 Antworten · 16,7k Aufrufe · gestartet 05. März 2013 von chrissie
Bilder klein
Antworten
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200622. März 2013 ·
Sonntag, 23.09. Letaba – Olifantstrail
Der Tag startet heute nicht verlockend: es ist windig und bedeckt. Zwischen den Hütten grasen Buschböcke, und Meerkatzen toben herum.





Der blühende Jacarandabaum ist wenigstens ein kleiner Lichtblick an diesem trüben Tag.

Wir verlassen Letaba kurz nach 06:00 h zum morning drive. Wir nehmen die S 95, die stellenweise Blicke auf den Letaba bietet. Da das Wetter so trist ist, zücke ich den Fotoapparat nicht, obwohl natürlich diverse Vier- und Zweibeiner unterwegs sind:Impalas, Perlhühner, Impalas, Büffel, Zebras, am Fluss Wasserböcke und Hippos.
Danach entscheiden wir uns für die S 47 zum Mingerhout- Damm. Sie führt wie die S 46 am Letaba entlang, aber uns gefällt die S 46 besser, wahrscheinlich trägt auch das trübe Wetter einen großen Anteil daran. Zwischenzeitlich kommt die Sonne hervor, aber leider nur vorübergehend. Den Mingerhout- Damm selbst sieht man nur in einiger Entfernung. Wir machen hier kehrt.



Drei Bilder am Damm sind die magere Fotoausbeute der frühen Pirschfahrt. 🤨

In Letaba frühstücken wir in Ruhe und checken um 10:00 h aus. Da wir uns aber erst ab 12:00 h für den wilderness trail einchecken können, begeben wir uns somit auf den nächsten Gamedrive. Der Matambeni Hide ist von Mensch und Tier gut besucht: diverse Wasservögel, Hippos, Krokodile, Schreiseeadler, Impalas und Wasserböcke (verstecken sich alle auf den Fotos 😉 ) .





Der Blick vom Longwe Lookout wird bei guter Sicht beeindruckend sein, heute ist er allerdings bescheiden.





In einer Stichstraße zum Wasser bleiben wir eine Weile stehen und beobachten die farbenprächtigen Zwergbienenfresser, Perlhühner, Angola-Schmetterlingsfinken und Amaranthe. Von den letzteren habe ich leider kein gescheites Foto zustande gebracht. 😐













Könnte man auf den ersten Blick für eine grüne Wiese halten, dadrunter ist allerdings Wasser 😄



Highlight ist für uns ein Eli, der eine "Sanddusche" nimmt:





Als wir wieder in Letaba sind, ist endlich der Zeitpunkt gekommen, wo wir uns für den Trail einchecken lassen können. Das geht recht schnell, sd wir noch genügend Zeit haben, um einen kleinen Spaziergang entlang des Zauns zu machen und anschließend unsere Lebensmittelreste zu verspeisen.













Gegen 14:45 h begeben wir uns zum Treffpunkt. Wir sind nicht die ersten, sondern zwei südafrikanische Pärchen (Lynn, Greg, Steve und den Namen seiner Angetrauten habe ich leider vergessen) laden schon ihr Gepäck aus ihrem Fahrzeug. Christian bekommt ganz große Augen, als er die Koffer und vor allem die Paletten Bier sieht. Wie ich im Vorfeld ahnte, sind wir diejenigen mit dem wenigsten Gepäck. woohoo:
Inzwischen ist auch das letzte Pärchen eingetroffen: die Australier Glen und Martina.

Hinzu kommt Matthew, einer unserer beiden Guides. Der andere, Aron, macht noch das Fahrzeug fertig. Gegen 15:30 h ist es soweit: das Gepäck wird in den Trailer geladen und kurz danach fahren wir ab. Die Fahrt zu unserem Camp gestaltet sich wie ein Gamedrive: Hyänen, Elis, Giraffen, Zebras, Gaukler, Steppenadler, Wasserböcke, Kudus und Paviane.







Es ist sehr kalt und windig auf der Fahrt, die anderen sind besser vorbereitet als wir, sie haben Mützen auf. Lynn und Greg sind auch erfahren, sie waren schon öfters auf den verschiedenen wilderness trails. Die Australier haben sogar den Olifants Trail schon mal mitgemacht, während es für Steve und seine Frau auch Neuland ist.
Gegen 18: 30 h erreichen wir das Camp. Maevis, unsere Köchin, hat schon das Lagerfeuer angezündet, wo wir erst einmal ein Savanna trinken und Smalltalk halten. Ca. um 19:30 h gibt es Essen: Hähnchen, Reis und Salat, Pfirsichstreifen mit Vanillesauce. Schmeckt gut, ist aber nicht allzu reichlich. Wir erhalten noch kurze Informationen zum morgigen Tag (wecken um 05:30 h, Heißgetränk und Rusk vor der Abfahrt um 06:15 h). Um 21:00 h liegen wir im Bett und bekommen schnell mit, dass wir nicht alleine im Zelt sind: Fledermäuse

Tageskilometer: 45 selbst gefahren
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
1’312 Beiträge · seit 200622. März 2013 ·
Schon entdeckt 🤩 . Fängt ja vielversprechend an. Es muß schon ein besonderes Erlebnis sein, so mitten im Busch abseits der offiziellen Routen unterwegs zu sein!
Bin mal gespannt, was ihr alles erlebt habt und was euer Fazit des Trails ist!

LG und ein schönes Wochenende
Claudia
http://meine.flugstatistik.de/tk240 Meine Bilder auf flickr
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200625. März 2013 ·
Montag. 24.09. Olifantstrail
Wir sind schon vor dem Weckruf auf und haben deshalb reichlich Zeit, Kaffee bzw. Tee zu trinken und dazu rusk zu knabbern. Auf den Tischen liegen Trinkflaschen zum Umhängen und die gepackten Rucksäcke. Als wir unseren inspizieren, wundere ich mich, dass dieser außer Toilettenpapier und der Ersten-Hilfe-Tasche nichts zu essen enthält. Auf Nachfrage teilt mir Matthew mit, dass das Essen und die Säfte auf die anderen Rucksäcke verteilt sind.

Meine Lieblinge, die Angola-Schmetterlingsfinken fliegen die Tränke im Camp regelmäßig an und über den Rotbauchschmätzer amüsieren wir uns: er pickt immer wieder gegen sein Spiegelbild vom Außenspiegel.



Wir gehen noch in Ruhe auf Toilette und beeilen uns nicht sonderlich, da noch nicht Abfahrtszeit ist. Als wir jedoch zurückkommen, sitzen alle schon im Auto und warten auf uns – unangenehm, obwohl keiner etwas deswegen sagt. 😊

Nach einer halben Stunde Fahrzeit haben wir unseren Ausgangspunkt erreicht. Unsere Guides weisen uns darauf hin, dass wir hinter ihnen in einer Reihe laufen und uns leise verhalten sollen.



Bei Fragen ist mit den Fingern zu schnippen. Wir wechseln die Reihenfolge regelmäßig, was wunderbar funktioniert, so dass jeder mal die „Polposition“ hat. Uns fallen die vielen Geier und Raubvögel in den Bäumen auf.



Recht früh sehen wir auch noch Hyänen, leider bin ich da gerade nicht an vorderster Front. Immer wieder bleiben wir stehen, wenn Aron uns zu Pflanzen oder Spuren etwas zu sagen hat.













Wir lassen uns mit Blick auf das Wasser im Schatten mehrerer Felsen zum Picknick nieder. Es gibt Kekse, Scheiblettenkäse, Käse, Burenwurst, Trockenaprikosen, eine Nuß-Rosinen-Mischung, Äpfel und Trinkpäckchen mit Mangosaft. Christian fasst den Beschluss, morgen darauf zu achten, nicht wieder die Erste-Hilfe-Tasche zu erwischen, denn während bei den anderen der Rucksack nach dem Picknick leichter ist, bleibt er bei Christian unverändert. Gerade bei der heutigen Hitze (im Verlauf des Tages über 30 ° C) wiegt jedes Gramm umso schwerer, außerdem ist die körperliche Betätigung nach den letzten Tagen, wo wir bequem im Auto gesessen haben, ungewohnt. 😗 Ziel unserer Wanderung ist der Zusammenfluss von Letaba und Olifants, ein herrliches Stückchen Erde.















Sieht schwer aus, ist aber sehr leicht

Im Camp ist erstmal eine erfrischende Dusche angesagt.





Eine Tasse Kaffee weckt weitere Lebensgeister und kurz darauf steht das Mittagessen auf dem Tisch: Gehacktes mit Karotten und Bohnen, Pap, Rührei, braune Bohnen



Hier wird das Essen eingenommen

Nach einem netten Plausch mit den Südafrikanern ziehen wir uns zur Siesta ins Zelt zurück.



Lange hält es mich nicht drinnen, daher setze ich mich draußen zur Vogelbeobachtung hin: Graulärmvogel, Angola-Schmetterlingsfinken und einige andere, die ich leider nicht sicher identifizieren kann.





Aussichtsplattform im Camp

Bevor wir uns auf den Nachmittagswalk machen, gibt es Kaffee/ Tee und Kekse. Nach nur einer ¼ Stunde Fahrt haben wir unseren Ausgangspunkt erreicht.



Wir laufen am Fluss entlang, weit entfernt sind Elis, Kudus und Wasserböcke zu sehen.



Zum Sundowner setzen wir uns auf ein paar Felsen mit Blick auf die Savannenlandschaft: Giraffen ziehen in der Ferne vorbei, einen Eli hört man leise tröten, dazu schmeckt das Savannah.





Auf dem Rückweg mache ich schmerzhafte Bekanntschaft mit den dornigen Sträuchern. Sie dringen durch die Hose und an einer Stelle unterhalb des Knies hat sich ein Dorn richtig einbebohrt. 😣 Es dauert eine Weile, bis ich mich von den dornigen Ranken mit Hilfe von Christian und Lynn befreit habe. Lynns Kommentar: Now you are a bushgirl.

Nach Rückkehr ins Camp versammeln wir uns ums Lagerfeuer. Es ist sehr windig, trotz mehrerer Platzwechsel bekommen wir viel Rauch ab. Auch später beim Essen (Gulaschart, Krautsalat Reis, Fruchtsalat und Vanillesauce, Kaffee) lässt der Wind nicht nach, und die Lampe geht oft aus. Wir tauschen unsere Krügerstorys aus und schlafen mit Hippogrunzen ein.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
100 Beiträge · seit 201225. März 2013 ·
Hallo Chrissie,
dein Bericht ist schön zu lesen - besonders interessant finde ich nun den Trail, da wir für den kommenden August ebenfalls einen solchen gebucht haben (Metsi-Metsi Trail).
Freue mich schon auf die Fortsetzung!

Gruß
Naemy
Reisebericht KTP und KNP 2013
63 Beiträge · seit 201325. März 2013 ·
Och, ein paar hartnäckige Dornen und schon ist man ein Buschgirl? Was habe ich mir da für Mutproben ausgedacht, die man machen muss, um diesen Titel zu erhalten... Obwohl: Solch Dornen können üble Entzündungen nach sich ziehen und ich hoffe, dass bei dir alles gut ausging.
Viele liebe Grüße, Anti
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200625. März 2013 ·
naemy schrieb:Hallo Chrissie,
dein Bericht ist schön zu lesen - besonders interessant finde ich nun den Trail, da wir für den kommenden August ebenfalls einen solchen gebucht haben (Metsi-Metsi Trail).
Freue mich schon auf die Fortsetzung!

Gruß
Naemy
Hallo Naemy,
es wird euch bestimmt gefallen - bestimmt gibt es dann auch einen kurzen oder sogar ausführlichen?- Bericht über eure Erlebnisse, oder?
Dein Avatar gefällt mir!
Anti schrieb:Och, ein paar hartnäckige Dornen und schon ist man ein Buschgirl? Was habe ich mir da für Mutproben ausgedacht, die man machen muss, um diesen Titel zu erhalten... Obwohl: Solch Dornen können üble Entzündungen nach sich ziehen und ich hoffe, dass bei dir alles gut ausging.
Hallo Anti,
tut mir leid, dass nichts Dramatischeres hinter meinem Titel steckt, als dass ich ziemlich in den Dornen hängen geblieben bin 😄 Ich kann aber versichern, dass es schmerzhaft war und bis vor kurzem sogar an einer Stelle noch zu sehen war, wo ein Dorn drin gesteckt hat.

@ all
Auch wenn sich jetzt das "Geheimnis" des Titels gelüftet hat, hoffe ich doch, dass ihr uns bis zum Schluss der Reise begleitet.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
zuletzt bearbeitet 25. März 2013
1’271 Beiträge · seit 200725. März 2013 ·
chrissie schrieb:
@ all
Auch wenn sich jetzt das "Geheimnis" des Titels gelüftet hat, hoffe ich doch, dass ihr uns bis zum Schluss der Reise begleitet.
Hallo Chrissie,

kaum ist man einmal ein Wochenende unterwegs, geht es bei Euch auch schon weiter. Super!!! 🙂

Und Deinem Bericht bzw. Eurer Reise werde ich natürlich weiter folgen, denn ich möchte ja wissen, wie es zu Ende geht. Aber ich hoffe, es liegen noch einige Tage vor uns.

Liebe Grüße und vielen Dank für die Fortsetzung,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
zuletzt bearbeitet 25. März 2013
100 Beiträge · seit 201226. März 2013 ·
Hallo Naemy,
es wird euch bestimmt gefallen - bestimmt gibt es dann auch einen kurzen oder sogar ausführlichen?- Bericht über eure Erlebnisse, oder?
Dein Avatar gefällt mir!
Hallo Chrissie,
einen Bericht wird es bestimmt geben - ich finde ihn auch für den Schreiber immer wieder toll. So kann man sich auch in einigen Jahren besser an Einzelheiten aus dem Urlaub erinnen 🙂

'Danke' bezüglich des Avatars 🙂
Den Serval haben wir 2011 im KNP zwischen Satara und Orpen Gate gesehen. Er huschte am hellichten Tag über die Straße und blieb dann ca. 2-3 m neben der Straße kurz sitzen, dabei beobachtete er uns.

Gruß Naemy

Freue mich auf die Fortsetzung!
Reisebericht KTP und KNP 2013
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200626. März 2013 ·
AfricaDirect schrieb:
Aber ich hoffe, es liegen noch einige Tage vor uns.
Nicole
Eine Woche, die ich auch in Echtzeit "abarbeiten" möchte, schließlich geht es Ende nächster Woche wieder nach SA *freu*
naemy schrieb:
Hallo Chrissie,
einen Bericht wird es bestimmt geben - ich finde ihn auch für den Schreiber immer wieder toll. So kann man sich auch in einigen Jahren besser an Einzelheiten aus dem Urlaub erinnen 🙂

Da freue ich mich jetzt schon auf deinen Bericht und eure Erlebnisse. Ich persönlich profitiere vom RB-Schreiben auf mehrfache Weise:
- so wie du schreibst, dass man sich später besser an Details erinnern kann
- man erlebt den Urlaub quasi nochmal
- und verkürzt die Wartezeit auf die nächste Reise
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
zuletzt bearbeitet 26. März 2013
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200626. März 2013 ·
Dienstag, 25.09. Olifantstrail
Nach etwas Tee und Rusk geht es um 05:50 h los. Wir fahren ca. eine ½ h, dann geht es auf Schusters Rappen weiter. Es ist bewölkt, daher ist es angenehmer als gestern zu laufen. Es geht nicht am Fluss entlang sondern mehr querfeldein.





Recht zeitig gibt es heute Frühstück.



Wie wir schnell mitbekommen, liegt der heutige Schwerpunkt mehr auf der Fauna. Matthew versucht zum Beispiel eine Spinne mit einem Stöckchen aus ihrem Bau zu locken, was ihm jedoch nicht gelingt. Immer wieder gibt es Erläuterungen zur Tier- und Pflanzenwelt.
mopane pomagranate


Schade ist allerdings, dass bei den Erklärungen nicht gewartet wird, bis alle zusammengekommen sind. So ist es für uns mitunter schwierig, den Kern der Sache mitzubekommen. Mal mehr, mal weniger weit entfernt erspähen wir Hyänen, Impalas, Steinböckchen, Giraffen, Zebras. Von letzteren ist der Größenvergleich beeindruckend, als sie recht nah beieinander stehen.





Aron macht den Ruf des Perlkauzes so gut nach, dass die Antwort nicht lange auf sich warten lässt. Als wir alle gebannt versuchen, ihn zu entdecken, bemerkt Christian einen sich annähernden Elefanten.







Er macht unsere Guides darauf aufmerksam, die unseren sofortigen Rückzug anordnen.



Highlight für uns alle ist wohl die Beobachtung eines säugenden, ca. halbes Jahr alten Nashornbabys zusammen mit weiteren Weibchen.
Achtung Fotomarathon! 😎

















Auf der Rückfahrt zum Camp treffen wir neben weiteren Steinböckchen und Nyalas auf eine einäugige Giraffe, die laut Aussagen der Guides mit ihrer Behinderung gut zu recht kommt.
Nach dem Mittagessen (Rührei, Würstchen, Speck, Chutney, Sweetcorn sowie leckeres frisch gebackenes Brot) ist Siesta angesagt. Christian und ich machen eine Stippvisite an der Aussichtsplattform, wo wir große Krokodile, Hippos und in der Ferne Giraffen ausmachen können. Der große LKW-Reifen, der das Ufer verschandelt, ist wohl durch die großen Überschwemmungen am Jahresanfang aus der Umgebung von Phalaborwa hierher gelangt.





Während ich meinen Reisebericht stichpunktartig niederschreibe, lasse ich auch die Vögel nicht aus den Augen: Haussperling, Angolaschmetterlingsfinken an der Tränke, Rotbauchschmätzer, Graubulbül, Senegaltaube und Senegalamaranth. Besonders schön zu beobachten ist der Scharlachweber, der bei den Australiern vorm Fenster in einem Kleiderbügel sein Nest baut. Vierbeinige Abwechslung bieten tree squirrels.



Offiziell sollte es um 16:00 h Kaffee geben, aber da wir bis auf die Aussies alle schon früher zusammen sind, gibt es diesen eine Viertelstunde früher. Danach geht’s zum Nachmittagswalk. Diesmal müssen die armen Männer sogar die Kühlbox mit den Getränken für den Sundowner mitschleppen, allerdings nur für zehn Minuten, dann wird sie an einem Felsen abgestellt, während wir weiterwandern.



Was wie ein Trampelpfad aussieht, ist eine „Flusspferdpad“, dh hier laufen die Hippos auf ihren Landgängen entlang.




Unser Weg führt herrlich am Fluss lang, wo wir Sattelstorch, Kroks und Hippos sowie einen Eli am Fluss sehen.







Nach einer Stunde sucht sich jeder ein schönes Plätzchen auf dem felsigen Aussichtspunkt für den obligatorischen Sundowner. Vom dort blicken wir auf den Fluss, es ist noch angenehm warm - einfach perfekt.





Auch heute setzen wir uns ans Lagerfeuer. Da unsere alkoholischen Vorräte aufgebraucht sind, bieten uns die Südafrikaner was von ihren an: Ich nehme einen Rosewein Graca, Christian einen Rotwein Meerkat, lecker, müssen wir uns merken.
Gegen 19:20 h werden wir zu Tisch gerufen bzw. getrommelt. Man merkt, es ist das Abschiedsmahl, denn was da aufgefahren wird, ist üppig: Steak, Lamm, Kartoffel- und frischer Salat, Pap, Pfirisch mit Vanillesauce.
Danach sitzen wir noch eine Weile am Lagerfeuer und unterhalten uns.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200627. März 2013 ·
Ich ziehe hier schon mal ein Fazit zum Trail:

Wie ihr bereits den einzelnen Tagesberichten entnehmen konntet, hatten wir wirklich Glück mit den anderen Teilnehmern, sie waren alle nett und umgänglich.

Mit unseren Guides waren wir nicht hundertprozentig zufrieden, es waren zwar nur Kleinigkeiten, die unterscheiden jedoch einen guten von einem sehr guten Guide:

bei Matthew zB hatte ich das Gefühl, dass meine Fragen zur Vogelwelt in der Mittagspause, als wir zusammen am Tisch saßen, nicht willkommen waren. Aron zog sich außerhalb der gemeinsamen Aktivitäten zurück, wobei er am letzten Abend sich mehr eingebracht hat, was schön war. Besonders schade für uns war, dass bei den walks mit den Erklärungen nicht gewartet wurde, bis alle zusammengekommen sind.

Highlight für uns war die Nashornbeobachtung, obwohl man sich bei diesen Trails bewusst machen sollte, dass der Fokus mehr auf Natur/Landschaft/Atmosphäre insgesamt liegt. Die Ruhe, das Gefühl, „mitten im Busch“ zu sein, das abendliche Sitzen um das Lagerfeuer, das Anschauen des Sternenhimmels, all das macht so einen Trail aus. Diesbezüglich wurden unsere Erwartungen voll erfüllt. Auch ist es mal ganz schön, sich nicht um die Zubereitung des Essens kümmern zu müssen.

Ob wir den wilderness Trail anderen empfehlen würden?

Ja, wenn

- man sich bewusst macht, worauf der Fokus dieser Trails liegt

- man mal drei Tage auf seine „Unabhängigkeit“ (Zeiten werden vorgegeben) verzichten kann

- man gern auch mit anderen zusammen ist
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200627. März 2013 ·
Mittwoch, 26.09. - Olifantstrail – Letaba – Phalaborwa - Mopani
Obwohl heute erst um 06:00 h Weckzeit ist, hält es uns nicht solange in den Federn. Wir packen in Ruhe unsere Siebensachen zusammen und haben vor dem Frühstück Zeit für Kaffee und Tee.





Die Idylle stören nur die Fliegen, die richtig lästig sind. Komisch, gestern hatten wir überhaupt kein Problem damit. Matthew meint, dass es mit dem Müll zusammenhängt, der sich inzwischen angesammelt hat. Das Frühstück ist deftig: Würstchen, Speck, Rührei, Toast, aber natürlich gibt es auch Marmelade.

Die Rückfahrt hat wieder gamedrive-Charakter: Giraffen, Elis, Zebramangusten, Hyänen, Impalas, Krokodile, Hippos, Steinböckchen, Zebras. Die erhöhte Sitzposition ist besonders bei den Hyänen von Vorteil.







Olifantsriver



In Letaba angekommen, heißt es Abschied nehmen. Obwohl es schön mit den anderen war, sind wir dennoch froh, wieder allein unterwegs zu sein. Wir nehmen als erstes einen kleinen Abstecher zur S 69, die sehr von Mopane geprägt ist, aber auch zwei Flussläufe bietet. Christian sieht eine helle Schlange über Straße schlängeln, aber so schnell habe ich meinen Fotoapparat nicht einsatzbereit (wenn ich mich recht entsinne, ist es die erste, die wir im Krüger sehen).





Dann geht es auf der H 9 Richtung Phalaborwa Gate. Hier fallen die vielen Termitenhügel auf.







Eins der seltenen Male, wo die Warzenschweine nicht sofort geflüchtet sind, sobald man angehalten hat






Sabine will natürlich wieder alles mitnehmen, 😛 so fahren wir nicht den direkten Weg zum Gate, sondern machen noch einen Schlenker über die S 51 (Masorini und Sable Loop ). Die sehenswerten Masorini Hills haben wir 2010 besucht, die müssen wir heute auslassen. Den badenden Elfanten am Sable Hide zuzusehen, macht den Umweg mehr als wett.









In Phalaborwa füllen wir unsere Vorräte auf und nach zwei Stunden sind wir wieder im Krüger bzw. am Gate. Hier wollen wir ein Teil der gekauften Salate essen, aber Christian vergeht der Appetit, als er von einem kostet- absolut ölig und für unseren Geschmack ungenießbar. Ich tue mich immer schwer damit, Essen wegzuwerfen, daher stelle ich den Salat oben auf den Mülleimer, vielleicht findet sich jemand dafür – es muss allerdings schnell sein, denn sonst wird er aufgrund der Hitze schlecht. 🤨 Die anderen Salate sind allerdings gut, nur Christian vertagt das Essen auf später.

Über die H 14 und H 1-6 gelangen wir zum Mopani Camp, wo wir wie letztes Jahr ein Bungalow mit View auf den Pioneer Dam gebucht haben. Ein paar Eindrücke von der Fahrt:











Vor unserer Terrasse sonnen sich ein Waran und kleine Skinks, die jedoch schnell das Weite suchen.





Da wir eine kleine Abkühlung gebrauchen können, schlendern wir zum Pool. Hier sind wir die einzigen, vielleicht weil er schon im Schatten liegt. Christian zeigt wieder sein Herz für Tiere: als er die kläglichen Schreie und vergeblichen Versuche eines treesquirrels aus dem Waschraum zu gelangen bemerkt, fängt er dieses und setzt es im Freien ab.
Den Rest des Tages lassen wir auf unserer Veranda mit Amarula/ Bier ausklingen. Am Wasser sind kleine Wasservögel, später auch Kormorane und Ibisse zu sehen.





ÜN: Mopani
Tageskilometer: 145 (selbst gefahren)
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
1’312 Beiträge · seit 200627. März 2013 ·
Hallo Chrissie,

Vielen Dank für deine Mühe, so ausführlich über den Trail, aber auch über die gesamte Reise zu berichten!
Anhand deines Fazits über den Trail würde ich den dann eher nicht buchen. Man ist doch vom Ablauf recht reglementiert und wenn dann die Chemie zwischen den Mitreisenden nicht stimmt, können 3Tage doch recht lange werden.
Außerdem ist das sehr frühe Aufstehen nicht meins 🙄 .
Bin gespannt, was ihr im Norden noch alles erlebt. Wir sind dort im September dann das erste Mal.

LG
Claudia
http://meine.flugstatistik.de/tk240 Meine Bilder auf flickr
136 Beiträge · seit 201128. März 2013 ·
Hallo Chrissie.
Habe gerne Deinen RB gelesen, speziell den Teil über den trail.
Wir haben schon trails gemacht und werden auch im Mai auf 2 gehen. Uns gefällt es sehr gut und ich finde man ist nicht so "reglementiert" wie es scheinbar rüber kommt.
Der Tagesablauf ist nicht grossartig anders als in den camps im Delta.
Allerding haben wir den Olifants noch nicht gemacht, sondern andere.
Viele Grüsse, Seber
http://www.flugstatistik.de
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200628. März 2013 ·
Hallo Claudia,
wir gehören auch zu denjenigen, die lieber allein unterwegs sind, aber wir hatten wirklich Glück mit unseren Mitreisenden und somit war der Trail für uns das Richtige.
Der Norden war letztes Jahr für uns erfolgreicher als das Sataragebiet, aber das ist immer eine Momentaufnahme.
Wann steht ihr denn auf, wenn ihr alleine unterwegs seid? Der frühe Vogel fängt doch den Wurm - äh sieht den Löwen 😄

Hallo Seber,
wir fanden es auch nicht so "reglementiert", man hat auch seine Rücksichtsmöglichkeiten. Allerdings steht und fällt so ein Trail auch mit den Mitreisenden.
Welche Trails macht ihr denn im Mai?
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
1’312 Beiträge · seit 200628. März 2013 ·
Hallo Chrissie,

wir sind eigentlich nie vor 7 Uhr unterwegs. Vielleicht würden wir dann mehr sehen, aber wir geniessen bewußt den ruhigen Tagesbeginn. Der Alltag ist so oft hektisch, dass wir den Morgen im Urlaub gerne gemütlich beginnen.
Nach vielen Afrika-Reisen hat sich dieser Rhythmus für uns bewährt. Und zum Glück hatten wir schon viele schöne Sichtungen.
Wir waren allerdings noch nie in einer Lodge, diese Abläufe kennen wir überhaupt nicht.
Freue mich auf die Fortsetzung!!!

LG und frohe Ostern
Claudia
http://meine.flugstatistik.de/tk240 Meine Bilder auf flickr
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200629. März 2013 ·
Hallo Claudia,
wir müssen im Alltag auch immer sehr früh aufstehen (mein Mann um 04:00h, ich etwas später), daher sind wir es gewöhnt, außerdem treibt mich die Erwartungshaltung aus den Federn raus.
Und nett wie wir sind, lassen wir euch noch ein paar tolle Sichtungen übrig 😉
Dir und allen FoMis schöne Ostern - bei uns werden es wohl weiße Ostern 😈
LG Chrissie
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200629. März 2013 ·
Donnerstag, 27.09. Mopani - Shingwedzi
In der Nacht hören wir kurz die Hippos grunzen. Um 06:05 h sind wir am Gate und zwei Büffel und mehrere Wasserböcke ebenso. Unser erstes Ziel ist der Pioneer Hide, wo wir Kroks, Hippos, Sattlestörche, Waffenkiebitze, Jacanas und viele Weißrückengeier sehen.











Über die kleinen Looproads fahren wir zum Confluence-Aussichtspunkt, aber von dort sind nur vereinzelte Pfützen zu sichten.









Wir machen kehrt und fahren über die S 50 zum Wasserloch Mooiplaas. Anscheinend haben mich die Zebras, Impalas und Gnus nicht zum Fotografieren reizen können. 😐

Beim Frühstück genießen wir den schönen Blick auf den Pioneer Damm. Anschließend packen wir zusammen und brechen nach Shingwedzi auf.





Wir steuern noch mal das Wasserloch Mooiplaas an und diesmal drücke ich auf den Auslöser, auch wenn sie mir nur ihre Hintern entgegenstrecken.





In der Nähe des Wasserlochs Nshawu zieht eine achtköpfige Giraffengruppe am Horizont vorbei.



Am Wasserloch Tihongonyeni legen wir einen längern Stopp ein, denn es tut sich was:









Leider sind die Lichtverhältnisse nicht so toll und meine fotografischen Fähigkeiten bescheiden.

Bis zum Shingwedzi Camp haben wir für die Mittagszeit noch ganz nette Sichtungen, auch wenn die Aufnahmen das nicht so wiedergeben:













Kurz vor 13:00 h sind wir in Shingwedzi. Da unser Bungalow noch nicht fertig ist, fahren wir zur Laundry und machen zwei Waschmaschinen ( sehr preiswert je 5 Rand, auch der Trockner) an. Danach stärken wir uns und gehen rüber zum Pool, wo wir teilweise die einzigen sind. Zwischendurch füllen wir die Wäsche in den Trockner und kurz vor unserer Nachmittagspirschfahrt ist die Wäsche endlich fertig.







An einer Einbuchtung stehen mehrere Autos, was haben die entdeckt?



Wir bekommen noch einen halbwegs guten Platz mit Blick auf das Geschehen: eine Löwin hat eine weibliche Nyala im Visier, die ans andere Ufer zum Trinken gekommen ist.





Jedes Mal, wenn die Löwin sich ein bisschen näher an ihr auserkorenes Opfer ranpirscht, halten wir den Atem an. Die Hagedaschibisse und Perlhühner wuseln auch aufgeregt umher. Inzwischen sind es ca. 10 Autos, und die Neuhinzugekommenen versuchen auch, einen guten Stellplatz zu finden. Bisher haben wir es so kennengelernt, dass Nachzügler darauf achten, keinem die Sicht zu verdecken, aber man lernt nie aus. Weiterhin ärgern wir uns über diejenigen, die den Motor laufen, obwohl sie sich auf eine längere Beobachtung eingestellt haben. Mal vom Umweltaspekt abgesehen, ist doch auch die Geräuschkulisse das, was man auf sich wirken lassen möchte. 😈 Ich bilde mir ein, dass die Löwin sich auch davon irritieren lässt, vorerst Glück für die Nyala. Wir fahren notgedrungen – das Gate schließt in Kürze – nach einer Stunde zurück. Auf dem Rückweg begegnen wir noch einigen Büffel, aber für ein Foto nehmen wir uns keine Zeit, zumal wir den Abzweig, um zum Hintereingang ins Camp zugelangen, verpasst haben und somit einen kleinen Umweg fahren müssen. Mit zwei Minuten Verspätung sind wir wieder im Camp.
Im Shop komme ich mit einem deutschen Pärchen ins Gespräch, natürlich teilen wir uns gegenseitig unsere Sichtungen mit. Während Christian das Feuer entfacht, bereite ich die Kartoffeln und Gemsquash vor. Beim Essen vernehmen wir dann Löwenbrüllen jenseits des Zauns.Obwohl es warm ist, tragen wir die schweren Outdoorstühle zum Feuer, um die morgige Route besprechen.

ÜN: Shingwedzi
Tageskilometer: 146
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200629. März 2013 ·
Freitag, 28.09. Shingwedzi
Auch heute heißt es wieder: der frühe Vogel fängt den Wurm.



Wir fahren zuerst Richtung Kaniedood Dam: Baboons, Impalas, Marabu, Perlhühner.



Am Hide ist bis auf ein flüchtende Manguste nichts zu sehen, nicht weiter schlimm, denn es ist auch Gegenlicht.





So kehren wir um und fahren zum Mphongolo Loop (S 56). Die S 56 ist ziemlich schmal, bietet immer wieder Flussblicke, und man kann zahllose kleine Schleifen, die weitere Blicke auf den Fluss freigeben, fahren.
Als uns der Magen knurrt, bleiben wir einfach stehen und machen unsere Frühstückspause, bei der uns sporadisch von einem Nyalas, Mangusten, Weißstirnspinten und Graulärmvögeln Gesellschaft geleistet wird. Auf der anderen Flussseite können wir Elis beobachten. Auf der Weiterfahrt werden wir auf eine Löwenfamilie hingewiesen, die die uns Entgegengekommenen ein Stück zurück gesehen haben. Unsere Hoffnung sie zu entdecken, ist nicht groß, da die Löwen sich wohl ins Gebüsch verzogen haben sollen.
Nach mindestens zwanzigminütiger Fahrt werden wir dann aber tatsächlich fündig: eine Löwin mit 2 Kindern halb versteckt im Busch. Ob wir sie entdeckt hätten, wenn nicht ein Auto da gestanden hätte?





Diesen Platz müssen sie aber räumen, als ein paar Elis näherkommen.







Sie wechseln auf die andere Straßenseite,







und die Cubs sind im Buschwerk kaum noch zu entdecken, wenn man sie nicht vorher beobachtet hat, wo sie sich niedergelegt haben.









Einer hinzugekommenen Familie zeigen wir durch Zeichensprache, dass es vier Löwen sind (eine weitere Löwin ist inzwischen dazugestoßen). Eine Elefantenherde überquert den Weg, so dass diesmal ein Stellungswechsel unsererseits fällig wird. Als die Löwen sich noch weiter ins Dickicht zurückziehen, fahren wir weiter. Obwohl wir noch Giraffen, Strauße, Paviane, Büffel und Kuhantilopen sehen, mache ich nur noch wenig Fotos. Die Eindrücke über die Begegnung mit der kleinen Löwenfamilie wirken einfach noch nach.





Im Flussbett des Shingwedzis beobachten wir ein paar Elefanten.



Hoch zufrieden kehren wir nach Shingwedzi zurück. Im Camp sehen wir zu, wie geschickt ein baboon den Mülleimer ausräumt: mit einer Hand den schweren Deckel hochgebogen, mit der anderen zugelangt.







Die nachmittägliche Pirschfahrt sollte auch noch ein Highlight für uns bereithalten, aber davon später.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200630. März 2013 ·
Für Sonntag hatten wir eine Übernachtung in Letaba gebucht und am Montag sollte es dann nach Pretoriuskop weitergehen. Uns macht die zweite Strecke etwas Sorgen, daher suche ich die Rezeption auf, um zu fragen, ob wir von Letaba auf Satara umbuchen können. Es sind nur noch Einheiten ohne WC und Küche verfügbar, außerdem gibt es keine Erstattung der Differenz (ca. 100 Rand) zwischen der teureren Unterkunft in Letaba und der preiswerteren in Satara, aber letztlich ist es uns wert, dass wir dann am Montag eine ca. 70 km kürzere Strecke zu fahren haben.
Wir vertreiben uns den Nachmittag mit quatschen, lesen, essen, im Pool planschen und ein Nickerchen ist auch noch drin. Heute ist wohl der heißeste Tag unseres Urlaubs: 38,4 ° C misst unser Thermometer.

Zum Abenddrive starten wir kurz vor 16:30 h, der, von der Kilometerzahl wohl der kürzeste werden wird: 9 km.
Schon kurz nach der Ausfahrt aus dem Camp haben wir eine flüchtige Leosichtung. Die Stelle, wo der Leo sich aufhält, ist von drei Seiten mehr oder weniger einsehbar, so dass wir und die anderen Autofahrer hoffen, ihn von einer anderen Stelle erneut zu sehen.





Das Verhalten der Impalas lässt vermuten, dass er noch in der Nähe ist. Unsere Geduld wird mit einer besseren Sichtung belohnt.









Dort, wo am Vortag der Löwe lag, tobt heute das Leben: Wasserböcke, Graureiher, Ibisse, Nilgänse, Nyalaweibchen und Impalas
Das Kleine hat der Mutter fast die Brustwarze abgerissen, vielleicht kommt zu wenig Milch?



Auch heute lohnt der Hide nicht wirklich einen Besuch: nur Steinböckchen sind zu sehen, zu allem Übel haue ich mir an der Stufe noch den Zeh blutig. 😮
Zum Abschluss ist 150 m vor dem Camp noch mal ein Leo fällig.





Christian grillt nur Gemüse und Kartoffeln, da das Fleisch grünlich verfärbt ist und stinkt.



Als wir nachmittags den Kühlschrank mal geöffnet haben, verdächtigte Christian mich, für üble Gerüche verantwortlich zu sein, aber nun war der Stinker identifiziert. Wir machen einen kleinen Verdauungsspaziergang am Zaun entlang.



Wenn wir die lichtkräftigen Strahler der anderen sehen, werden wir ganz neidisch. Vielleicht sollten wir uns doch mal bessere anschaffen, nur viel Platz wegnehmen dürfen sie nicht. Durch die Beleuchtung der anderen hören wir nicht nur die Hyänen sondern sehen sie auch. Im Pool planschen noch einige rum, keine schlechte Idee, denn es sind noch 35° C, aber wir sind zu faul, unser Badezeug zu holen. So lassen wir den Abend ein Bad im kühlen Nass ausklingen.

ÜN: Shingwedzi
Tageskilometer: 91
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
zuletzt bearbeitet 30. März 2013