leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201019. Dez. 2010 ·
Liebe FoMis,
heute komme ich endlich dazu mich nach unserer Rückkehr am letzten Mittwoch zu melden. Glücklicherweise sind wir noch vor dem Schneechaos wieder in Frankfurt gelandet und mussten nur den Kälteschock verdauen. Unser 11-Tage Trip war zwar kurz, aber trotzdem toll. Wie auch viele von euch reisen wir eigentlich immer von Unterkunft zu Unterkunft, aber diesmal war es anders. Wir sind von Frankfurt via Johannesburg nach Victoria Falls (Zimbabwe) geflogen. Von dort hatten wir einen knapp 90 minütigen Autotransfer nach Kasane (Botswana) zur Garden Lodge. Hier haben wir vier Nächte verbracht. Dann ging es mit dem Buschflugzeug vom Kasane Airport zum Savute Air Strip im Nationalpark. Der Flug dauerte etwa 40 Minuten. Jetzt standen zwei Nächte in der Savute Safari Lodge auf dem Programm. Danach flogen wir zurück zur Garden Lodge. Hier haben wir noch einmal vier Nächte verbracht. Dann ging es von VicFalls wieder zurück nach Johannesburg bzw. Frankfurt. Interessant war für mich diesmal die Tatsache, dass ich so viele Gamedrives / Bootsfahrten am gleichen Platz machen konnte. Jeden Vormittag waren wir mit Jeep (und Fahrer) in der Nähe des Flussufers unterwegs, nachmittags war dann die Bootsfahrt auf dem Chobe dran. Natürlich kenne ich die Gegend inzwischen sehr gut, aber nur die Bühne war jeden Tag die gleiche, der 3-D Naturfilm und die Darsteller haben täglich gewechselt. Unsere Unterkunft, die Garden Lodge ist nicht sehr groß und liegt direkt am Chobe Fluss. Über die Lodge möchte ich nicht viel sagen. Nur so viel, dass wir mit Gabi und Phil (den Eigentümern) befreundet sind und schon seit einigen Jahren immer wieder hier her kommen, weil wir uns hier sehr wohl fühlen. Aber das soll keine Werbung sein, sondern das ist unsere persönliche Meinung. Der Chobe führt im Moment noch wenig Wasser, denn die Regenzeit hat noch nicht richtig begonnen. Trotzdem ist der Busch im Park sattgrün und dicht. Das macht es schwer, die Tiere zu entdecken. Man muss vorsichtig um jede Kurve fahren, denn überall können nah am Pistenrand die Elefanten stehen und die sollte man nicht unbedingt erschrecken. Ich habe die Elis am Chobe – bis auf wenige Ausnahmen – allerdings nur friedlich und entspannt erlebt. Selbst die Mütter mit den Winzlingen (ca. 4 Wochen alt) haben uns nur mit deutlicher Körpersprache mitgeteilt wann genau ein Respektabstand zwischen unserem Fahrzeug und ihnen einzuhalten war. Wir hatten allerdings auch immer Guides dabei, die sich im Park und mit den Tieren sehr genau auskennen. Egal ob wir mit Calvin oder Lucky unterwegs waren, wir hatten nie ein ungutes Gefühl bei unseren Touren. Ich habe gemerkt wie entspannt solche Tage sein können, wenn man nicht unbedingt auf die „Big 5“ oder ähnliches aus ist. Die meisten größeren Tiere konnten wir in den letzten Jahren beobachten, deshalb waren die Tage im Chobe NP und im Savute ohne besonderes Ziel (na gut, ein Leopard in schönsten Morgenlicht wäre ganz nett gewesen). Ich habe meine Aufmerksamkeit diesmal eher auf ungewöhnliche oder witzige Situationen gerichtet, ich hoffe das eine oder andere Bild ist mir auch gelungen. Tierbeobachtungen waren von Tag zu Tag völlig unterschiedlich. Am ersten Tag hatten wir einen kanadischen Gast dabei, der hätte so gerne Elefanten aus nächster Nähe gesehen. Diesen Gefallen haben sie ihm aber nicht getan. Am nächsten Tag waren Ruth und ich allein unterwegs, plötzlich waren wir von Elis umringt, die ans Flussufer wollten. An mehreren Vormittagen haben wir jeweils um die 300 Tiere auf einmal sehen können. Wie ihr selbst wisst spielt Glück bei solchen Sichtungen immer eine große Rolle. Da war die Vorhersage für den Nachmittag, wenn wir mit dem Boot vorzugsweise Hippos, Krokodile und Wasservögel aufstöberten, viel einfacher. Die Savute Safari Lodge (Luxuskategorie) liegt in der Nähe der Campsite direkt am Savute Kanal. Sie ist nicht gerade preiswert, aber die Lage ist wirklich gut. Von der Terrasse der meisten Chalets schaut man direkt auf den Kanal. Als er noch trocken war hatte man vor der Anlage Wasserlöcher installiert. Die Elis hatten 28 Jahre Zeit ihre Trampelpfade anzulegen; deshalb kommen sie auch heute noch an diese Stelle, obwohl das Wasser inzwischen auf der ganzen Länge des Kanals für sie erreichbar ist. Der Pool befindet sich auf einer Aussichtsplattform, von der aus man das ganze Spektakel bequem genießen kann. Daneben gibt es eine weitere Plattform. Hier wird Brunch, Nachmittagskuchen und Dinner serviert, während man in Ruhe das Treiben am Kanal beobachtet. Die Ausstattung der Chalets lässt keine Wünsche offen. Die komplette Anlage ist übrigens durch einen massiven Zaun vor Elefantenbesuch geschützt, andere Tiere können durchaus vor das eigene Chalet gelangen. Neben den Impalas waren die Elis die am zahlreichsten vertretene Tierart. Die „kleine Migration“ hatte gerade begonnen, langsam wandern die Zebras und Gnus aus dem Linyanti Gebiet hier in die Savute Region. Wir konnten jede Menge verschiedene Vogelarten beobachten; witzig fand ich, dass der Karminspint (Carmine Bee-eater) die Riesentrappe als Taxi benutzt. Vom Rücken des großen Laufvogels aus kommt er schnell an die Insekten, die von der Trappe aufgescheucht werden. Es wurden fast täglich große Katzen gesichtet. Der „Hausleopard“ ist uns zwar aus dem Weg gegangen, dafür konnten wir uns am frühen Abend zwei Löwenbabies anschauen. Leider hat das Restlicht nicht wirklich für gute Bilder gelangt. Kleine private Dramen hatte ich bereits in Zwischenberichten erwähnt. Nachdem sich eine Python im Garten der Garden Lodge (im großen Entenkäfig) acht Enteneier und zwei Entchen genehmigt hatte, wurde sie von Phil gefangen und hat bei dieser Aktion alles wieder ausgespien. Interessant war, dass keins der Eier zerbrochen war als die Schlange sie zurück ans Tageslicht brachte. Die Python wurde von uns am Stadtrand von Kasane ausgesetzt. Am nächsten Tag legte eine der anderen Enten tatsächlich wieder ein Ei. Nach sechs Tagen waren sechs Eier im Nest, dann passierte das nächste Unglück. Alle Eier wurden geraubt, als Täter konnten wir eine Paviangruppe ausmachen, die sich diese Gelegenheit nicht entgehen ließ. Tja, wenn man in der Nähe der Wildnis wohnt muss man halt mit solchen Unfällen rechnen! So, das soll es erst einmal gewesen sein mit meinen Eindrücken. Ich werde mich in der nächsten Zeit erst einmal um die Sichtung der Bilder kümmern. Ach ja, arbeiten muss ich ja auch noch zwischendurch . Ich wünsche allen FoMis schon mal entspannte Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2011. Viele Grüße Walter
Blick auf den Chobe. Die grünen Inseln sind in der Regenzeit komplett von Wasser überflutet. Die andere Uferseite gehört schon zu Namibia.
Hallo, Walter Willkommen zurück in der Kälte...... Wir sind einen Tag nach dir zurück gekommen, und uns hat das Schneechaos in Frankfurt voll erwischt. Hoffe, du stellst noch ein paar Fotos mehr ein, die Gedanken bei schönen Fotos sind das beste Mittel, diese Kälte hier zu ertagen.....