Der Druck ist raus ... oder geht noch was? BOTS-NAM26

Reisebericht 128 Antworten · 5’397 Aufrufe · gestartet 15. Sept. 2026 von caroline
792 Beiträge · seit 201720. Okt. 2026 ·
Nein, eben leider nicht! Ein Grund um wieder zu kommen ;-)
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana
Themenstarter110 Beiträge · seit 202620. Okt. 2026 ·
Ahh ok, weil du geschrieben hattest "Der war uns auch bei unserer sechsten Reise vergönnt" aber da hat wohl ein "nicht" gefehlt...ohje!!! Sechs Reisen schon und kein Leopard, das ist aber wirklich ein Pech 😩 aber bei der nächsten klappts bestimmt, und ihr hattet ja abgesehen davon auch tolle Sichtungen, wenn ich mich and deinen Reisebericht erinnere 😊
Themenstarter110 Beiträge · seit 202625. Okt. 2026 ·

Chobe Riverfront - Morning Cruise


Weil "ausruhen" für uns ein Fremdwort ist, und wir leider nur 2 Nächte in Kasane haben, habe ich an unserem Abreisetag auch noch eine Morning Cruise bei Mojo gebucht. Wir fahren danach nach Nata weiter, ein eher ereignisloser Tag liegt vor uns, und daher sind wir froh, in der Früh noch eine Aktivität geplant zu haben. 

Wir verlassen uns bei der Abfahrtszeit auf Mojo. Ich hatte ursprünglich gedacht, wir gehen es gemütlich an und starten um 8h, aber Mojo hat und gleich sehr ans Herz gelegt, bereits um 6h zu starten. Wir verlassen uns dabei auf seine Expertise, auch wenn das heisst, dass der Wecker um 5h30 läutet. Es ist wirklich noch stockfinster. Diesmal entscheidet mein Sohn sich dafür, liegen zu bleiben, und meine Mama wechselt in unser Zimmer damit er noch weiterschlafen kann. Es waren ja auch anstrengende Tage bisher, zwischendurch ausruhen tut ihm sicher gut! Er ist eh so tüchtig, es gibt kein Maulen und kein Jammern, bei fast allem ist er dabei, und die langen Fahrten zwischendurch verbringt er mit Hörbüchern und den Tinkers Maps. 

Mojo sagt, er holt uns am Bootssteg der Lodge ab, und wir gehen schon mal in die Richtung, da bekommt der Staff gleich einen Herzinfarkt. Ich glaube, sie glaubt, wir wollen im Finsteren jetzt im Garten spazieren gehen oder so. Wir erklären ihr, dass wir abgeholt und durch den Garten begleitet werden, so ganz traut sie uns trotzdem nicht. Erst als Mojo mit starker Taschenlampe über den Rasen spaziert kommt und uns begrüßt, ist sie zumindest einigermaßen überzeugt, uns nicht vom nächsten Flusspferd runterkratzen zu müssen. 

Wir steigen ins Boot, das sehr komfortabel ist - mit kleinen runden Tischen und Drehstühlen, besser geht es nicht! Im Finsteren fährt Mojo mit uns los, diesmal nicht Richtung Nationalpark, sondern in die andere Richtung. Er möchte mit uns zu den Rapids fahren, wo die Vögel nisten und übernachten. Das hatte uns Bele auch empfohlen. Es ist wieder mal bitterkalt, ich schätze so um die 5°, und das im offenen Boot 🥶



Wir kommen bei den Rapids an und es ist noch dunkel, wobei sich bereits ein dunkles Rot den Horizont hochschiebt. Wir sind erstmal überwältigt von den Geräuschen. Da wir noch nicht viel sehen, konzentrieren wir uns darauf, was wir hören. Überall rauscht, raschelt, zwitschert, kräht, schnattert es. Wir sitzen still im Boot und lassen alles auf uns wirken. Die Sonne kündigt sich an, und langsam, langsam graut der Morgen - wobei "Morgengrauen" hier der völlig falsche Begriff ist. Hier spielen alle Farben zwischen dem Lila - Rosa - Rot - Orange - Gelb-Spektrum, aber nichts ist grau! Wir kommen aus dem Staunen nicht heraus. 

Am meisten wundert uns, dass wir völlig alleine sind! Ein einziges kleines Fischerboot ist uns begegnet, ansonsten ist weit und breit niemand zu sehen! Wir haben das ganze Spektakel für uns alleine. 



Alleine die Farbenpracht rechtfertigt das frühe Aufstehen. Wie froh wir sind, dass wir uns um 5h30 aus dem warmen Bett geschält haben! Alle Müdigkeit ist verflogen, die Kälte spüren wir auch nicht mehr. Ich nehme euch jetzt mit auf den Farbenritt, ich hoffe, ihr genießt es auch so sehr, wie wir 😊

Es wird etwas heller, und wir können langsam mehr erkennen. 


African Sacred Ibis, Reed Cormorant, White-breasted Cormorant, African Darter, African Spoonbill 


Man kann sich gar nicht vorstellen, wie es sich hier abspielt! Die Bäume sind voll der unterschiedlichsten Vogelarten, dicht nebeneinander, das ergibt einen Geräuschpegel, der beachtlich ist. Und immer wieder flattern welche auf, oder fliegen woanders hin. In der Luft ist ein stetiges treiben, und wir können nur staunen. Und weiterhin staunen wir auch, dass immer noch kein anderes Boot hier ist, und wir dieses Spektakel ganz für uns alleine haben! Wieviele Leute das verpassen, und sie wissen wahrscheinlich gar nichts davon!

Mojo fährt uns jetzt in eine kleine Bucht hinein. Dort nistet sein Lieblingsvogel, wie er uns erklärt. Es ist immer noch recht dunkel, aber er findet ihn zielsicher! Wir sind begeistert, ist es doch eine Erstsichtung für uns. 


Half-collared Kingfisher


Das Pärchen lässt sich kaum stören durch uns, und präsentiert sich wirklich wunderbar, allerdings musste ich die Bilder doch stark entrauschen. 

Sie schaukeln eine Weile vor uns und fliegen dann wieder in ihre Höhle zurück. Der große Verwandte lässt sich auch kurz blicken.


Giant Kingfisher



Jetzt will die Sonne so richtig aufgehen.


African Openbill (et al.)

Yellow-billed Stork (und Kids)

Pied Kingfisher


Und damit geht es auch schon Richtung Chobe Nationalpark. Wir merken, wie es minütlich wärmer wird und schälen uns aus unseren dicken Jacken. Waterbucks sind schon am Fluss. 



Die Luft ist noch ein bisschen diesig, obwohl die Sonne jetzt schon deutlich höher steigt. Die Stimmung ist eine ganz andere, als bei der Sunset Cruise. 



Mittlerweile hat sich auch eine Pavianfamilie zu den Waterbucks gesellt, mit zwei Jungtieren. Die führen sich ungefähr so auf, wie es unsere Jungtiere auch so machen. 


Erstmal Mama-kuscheln und aufwärmen für Missetaten

Dann mit Stöckchen spielen..."Mama! Damit verhau ich den Löwen! Der soll nur kommen!"

Dann der Klassiker: einfach mal am Baum rumhängen und Pläne schmieden.


Hamerkop


Hier reicht es leider nur für ein Beweisfoto, mit der Kamera verrenke ich mir halb den Hals während ich mich dreimal um die eigene Achse drehe und steil nach oben fotografiere, um ihn zu erwischen. Wir tuckern weiter am Flussufer entlang und dann wieder Richtung Inseln. Auch jetzt sind wieder Crocs en Masse an Land und schauen grimmig in die Gegend. 


White-breasted Cormorant & Reed Cormorant & Croc

Auch ganz schnuckelig: zwei Kormoran Küken bewacht von Tante Croc. Hoffen wir, dass Tante Croc bereits gefrühstückt hat, ich weiß nicht, wie schnell die zwei Kleinen sind! 



Der Junge hat enorme Hörner. Beeindruckt die Reiher aber so gar nicht. 



Bisher war es so aufregend, dass wir gar nicht zum Frühstücken gekommen sind. Jetzt macht uns Mojo einen Kaffee und bei Kaffe und Keksen unterhalten wir uns, er erzählt uns von seinem Business und wie er dazu gekommen ist. Die Zeit schreitet voran, und irgendwann müssen wir wieder zurück, da wir ja noch Frühstücken wollen, bevor wir auschecken und dann weiter Richtung Nata fahren. 



Wir sehen auch noch ein Krokodil in Aktion, wie es beeindruckend seinen breiten Schwanz im Wasser hin- und herschleudert, es möchte wohl beeindrucken. Wen oder was erschließt sich uns nicht, vielleicht sind auch wir gemeint. 

African Skimmer

Zu meiner Freude entdecken wir noch einen African Skimmer an Land. Ich mag diese Vögel sehr gerne, ich finde, von Weitem sehen sie immer aus, als hätten sie keine Augen 😊 Sie sehen irgendwie sehr skurril aus, aber doch so putzig. 

Dann sind wir auch schon raus aus dem Nationalpark und steuern unsere Lodge an. Wir verabschieden uns herzlich von Mojo, wünschen ihm alles Gute und hoffen, dass wir uns vielleicht irgendwann wieder sehen werden! Wir hatten zwei ganz tolle Fahrten mit ihm.

Beim Frühstückstisch erwarten uns schon meine Mama und der Sohnemann, und gemeinsam lassen wir es uns noch richtig schmecken, und erzählen von der Bootsfahrt. Mein Sohn hat sich gut ausgeruht, und ist bereit für die Weiterfahrt. Wir verabschieden uns noch vom Staff und verlassen dann Kasane Richtung Nata. 

Es hat uns sehr gut gefallen hier. Ich hätte gerne mehr Nächte in Kasane verbracht, ich hätte mir gerne den Ort noch ein bisschen angeschaut und Aktivitäten rundherum gibt es ja unendlich viele. Das nächste Mal dann!! 


32 Beiträge · seit 202527. Okt. 2026 ·

Hallo Caroline,

danke für Deinen Reisebericht, ich folge dir hier sehr gerne, bewundere eure schönen Fotos und schwelge in Erinnerungen. Hut ab auch vor deinem Sohn, er hat ein gutes Auge für Fotos! 

Wir waren im August ebenfalls mit Mojo auf zwei Touren im Chobe NP, einmal als Sunset River Cruise, einmal als Morning Game Drive. Wir können ihn auch sehr empfehlen, er ist ein wunderbarer Guide, der mit detailiertem Wissen zu jedem Tier aufwarten kann, immer beste Sicht fürs Fotografieren ermöglicht und auch noch den kleinsten Vogel aus unglaublichen Entfernungen sichtet.

Liebe Grüße

Anke

Themenstarter110 Beiträge · seit 202627. Okt. 2026 ·
Liebe @Franleann Anke, vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Ja mein Sohn wird mit der Übung immer besser, das ist schön, zu merken, vor allem für ihn selbst. Er ist ein recht ungeduldiger Lerner, das hilft ihm schon sehr, zu sehen, was sich verbessert, wenn man geduldig dran bleibt. 


Wie schön, dass ihr auch so tolle Erlebnisse mit Mojo hattet! 

Liebe Grüße,

Caro

8’081 Beiträge · seit 200829. Okt. 2026 ·
Hallo Caro,


Das Ambiente auf dem Chobe wie immer grandios.


Danke für die schönen Bilder.


Es grüsst

Annick

Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
Themenstarter110 Beiträge · seit 202630. Okt. 2026 ·
Liebe @ANNICK ,

ich dank dir ganz lieb! 
Ich genieße deinen Reisebericht aus der Mongolei auch sehr, mal was ganz anderes!

So...jetzt muss ich mich aber sputen, und weiterschreiben, sonst ist Bele vor mir in Mababe 😅

Liebe Grüße,

Caro

Themenstarter110 Beiträge · seit 202631. Okt. 2026 ·

Die Baustellen des Grauens ... oder: Von Kasane nach Nata

Route: Chobe River Lodge > Nata Lodge

Start: 10:07h 

Ankunft: 14:00h

Nach der wundervollen Morning Cruise starten wir erst recht spät in Kasane. Da wir aber für den heutigen Tag nichts mehr geplant hatten, können wir es gemütlich angehen. Wir waren nicht ganz sicher, wie gut wir durchkommen würden, und wollten uns auch ein bisschen Auszeit gönnen. 

Die Fahrt erweist sich als äußerst zäh. Es gibt kaum etwas zu sehen, und wir müssen zwei Baustellen passieren, wovon eine ca. 30 Kilometer lang ist, und eine ca. 40 Kilometer (wenn meine Aufzeichnungen hier korrekt sind 🙄). Und dazwischen liegen unendlich viele Potholes. In den Baustellen ist meist nur eine Spur befahrbar, die Straße ist nur teilweise existent. Es sind doch einige Lastwagen unterwegs, und so ist das Vorankommen mühsam. 



So sieht noch der gute Teil der Baustelle aus!

Um 14h kommen wir durchgerüttelt und durchgeschüttelt, aber ohne Olive in der Nata Lodge an. Es dauert ein wenig, bis wir unsere Hütten beziehen können. Diese sind riesig! Allgemein gefällt uns die Anlage recht gut, wobei wir leider alle etwas zu müde von den letzten Tagen waren, um sie zu erkunden. Es hätte sich bestimmt gelohnt, im Nachhinein finde ich das sehr schade. 



Wir bestellen für meinen Sohn Chicken Fingers und wir teilen uns einen Salat, beides wirklich sehr gut. Danach war eigentlich relaxen am Plan, aber irgendwie hält es uns nicht, und wir beschließen, doch noch in das Nata Bird Sanctuary zu fahren. 

Es ist schon recht spät, aber das Licht ist sehr schön. Viele Tiere sehen wir nicht; hauptsächlich Gnus, Strauße und andere Vögel. Landschaftlich gefällt es uns sehr gut. 


Es ist nicht viel los im Park, wir begenen insgesamt nur 3 anderen Autos. Auch die Aussichtsplattform ist leer, man kann von dort den See schön überblicken, aber auch da ist nicht viel los. 



Insgesamt ist es eine sehr ruhige Fahrt. Dafür sehen wir wenigstens ein paar Pelikane. 



Und schließlich entdeckt mein Sohn auch noch einen Kori Bustard, eine Erstsichtung für uns. Wir sind ganz aufgeregt, aber er zeigt uns seinen. Rücken und verschwindet recht schnell im Gebüsch. Wir werden aber noch viele weitere sehen. 



Ist das ein Black-winged Kite?

Und das ein Swainson's Spurfowl?



Die Sonne geht unter und wir sputen uns zum Gate. Jetzt freuen wir uns schon auf das Abendessen! Das ist ausgezeichnet, vor allem mein Beef Curry schmeckt wirklich lecker, und ist eine riesige Portion. Meine Mama isst Steak (so mittelprächtig), mein Papa Burger (gut). Sohnemann hat glaube ich mit uns mitgegessen, oder hatte er noch einmal Chicken Fingers? Jedenfalls werden wir alle gut satt und freuen uns nun auf eine gute Nachtruhe. 



Für eine Nacht Zwischenstopp war die Nata Lodge für uns ideal, morgen geht es weiter Richtung Gweta.


8’828 Beiträge · seit 201031. Okt. 2026 ·


caroline schrieb: 

So...jetzt muss ich mich aber sputen, und weiterschreiben, sonst ist Bele vor mir in Mababe 😅

Liebe Grüße,

Caro

😂 Keine Sorge, Mababe war unsere letzte Station! 

Ich gestehe, ich habe die letzten Kapitel nur von unterwegs aus überflogen, werde aber in den nächsten Tagen mal in Ruhe alles nachlesen. Auf jeden Fall freut es mich, dass Ihr eine gute Zeit in Kasane und auch mit Mojo hattet.

Zu deinen letzten Vogelfragen: Black-winged Kite stimmt (ich finde, den kann man immer so gut an seinen mandelförmigen Augen erkennen) und die Spurfolws dürften wie von dir vermutet Swainson's sein. Man erkennt die eigentlich ganz einfach an ihrer roten Kehle, aber genau die ist auf den Fotos nicht zu sehen. Aber ansonsten spricht alles für sie....

Liebe Grüße von Bele

Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 31. Okt. 2026
Themenstarter110 Beiträge · seit 202631. Okt. 2026 ·

Planet Baobab

Route: Nata Lodge > Planet Baobab

Start: 09:00h 

Ankunft: 12:00h

Wir starten um 9 Uhr, und weiter geht es mit Baustellen und Potholes 😊 Teilweise wieder abrupte, tiefe Krater, die man von Weitem kaum sieht. Landschaftlich ist die Strecke allerdings sehr schön, und wir sehen neben der Straße immer wieder Wasser. 



Ich sag nur soviel...die 5km waren gelogen 🤣. Zwischen Nata und Gweta ist nicht viel außer Landschaft. Wir begegnen allerdings mitten im Norgendwo zwei einsamen Bauarbeitern, die versuchen, einige Potholes wieder aufzufüllen. Wir geben ihnen Wasser, worüber sie sich sehr freuen, und mein Sohn teilt noch ein paar Süßigkeiten mit ihnen, dann fahren wir weiter. 



Wir halten kurz an einer Stelle, wo die Salzpfannen bis an die Straße reichen. Nach der Landschaft am Chobe sieht diese nun ganz anders aus, und hat ihren ganz eigenen Reiz.



Hier ist alles trocken, und kaum fahren wir ein wenig weiter, steht das Wasser wieder bis fast zur Straße. 



Gegen 12 Uhr kommen wir im Planet Baobab an. Wir hätten die Einfahrt fast verpasst; wir hatten nach dem riesen Erdferkel Ausschau gehalten, aber da wir wegen Baustelle von der Hauptstraße abgefahren waren, stand nur ein winziges Schild, an dem wir zuerst vorbeigefahren sind. Schließlich finden wir den Eingang und checken ein. Der Staff hier ist allgemein sehr freundlich, aber eher distanziert. Auch die Gebäude wirken erstmal fremdartig, mir gefällt es gleich, meine Mama ist erst recht skeptisch. Die tollen Baobabs begeistern uns aber alle gleich. 



Wir gehen noch ein bisschen spazieren. Wir fragen, ob wir auch draußen zum Wasser gehen dürfen, was bejaht wird, allerdings folgt uns in dezentem Abstand jemand von der Security und hat ein Auge auf uns. Die Abendstimmung ist wunderschön, hier sind Kühe und Pferde am und im Wasser, das sonst wahrscheinlich völlig ausgetrocknet ist.



Auch ein paar Wasservögel sind da.


Blacksmith Lapwing

Cape Starling


Vor dem Hauptgebäude wird am Abend ein Feuer angezündet, an dem wir ein wenig sitzen und uns mit anderen Gästen unterhalten, bis wir zum Abendessen gehen. Das Abendessen bestellen wir von der Karte, und auch hier ist die Küche wunderbar. Besonders für meinen Sohn haben sie hier ein gutes Angebot. Er entscheidet sich für ein Burger Patty ohne Brötchen, und es schmeckt ihm wirklich gut. Ich nehme den Fisch und bin auch sehr zufrieden. Danach schauen wir in die Küche und bedanken uns für das gute Essen. Hier herrscht reger Betrieb, aber sie begrüßen uns herzlich und zeigen uns gerne die Küche.

Die Wege sind schön beleuchtet, aber wir nehmen immer den falschen Abzweiger zu unserer Hütte, wir können es uns einfach nicht merken 🙃



Die Hütten haben einen Schlaf- und einen separaten Badbereich. Ich hatte vorab etwas Sorge, dass die Betten recht hart sein könnten, schließlich schläft man auf Beton 😊 das hat sich jedoch nicht bestätigt. Ich habe im ganzen Urlaub nie besser geschlafen. Allerdings sind hier die Nächte am kältesten - in der Früh haben wir 4°. Wärmeflaschen sind Pflicht und können mit dem Wasserkocher am Zimmer problemlos gefüllt werden.



1’080 Beiträge · seit 202301. Nov. 2026 ·
Wow liebe Caroline, 

die Fotos sprechen mich total an. Das sieht Mega aus. So schön hab ich mir Planet Baobab gar nicht vorgestellt. Ich finde auch das Wasser unglaublich schön. Obwohl man dort gern die Salzpfannen sehen möchte. Aber die Stimmung sieht einfach Klasse aus. Mein Afrika Hunger wird augenblicklich größer😃.

Liebe Grüße,

Silvia

Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/306804-schmierestehen-fuer-ein-steak-suedafrika-im-feb-26 Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Mauritius - Das andere Afrika / Dezember 2024 https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/305593-mauritius-das-andere-afrika-dezember-24 Vom Buschgeflüster zum Walgesang - Südafrika 2023 (September/Oktober) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-vom-bushgefluester-zum-walgesang-suedafrika-23 Namibia - Fast restlos begeistert, März 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304365-namibia-fast-restlos-begeistert-maerz-22
1’897 Beiträge · seit 201601. Nov. 2026 ·

@caroline 

Hallo Caro,

es ist Zeit für einen kleinen Zwischendank!

Wie abwechslungsreich eure Tour ist! Das gefällt mir sehr gut.

Über die vielen Wildhund-Sichtungen kann ich nur staunen. Und die schöne Begegnung mit dem Half-collared kingfisher macht mich etwas neidisch. Den Vogel konnten wir bisher noch nicht fotografieren.

Ich freue mich auf die Fortsetzung!

Lieber Gruß

Sascha

Website: www.picturesgonewild.de Aktuell im Forum: Madagaskar 2026 https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307123-der-achte-kontinent-madagaskar-2026 SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 / Madagaskar 2026 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
792 Beiträge · seit 201701. Nov. 2026 ·
Hallo Caro, wir haben nicht im Planet Baobab übernachtet, sondern auf der Salzpfanne. Das war ein sehr schönes Erlebnis, auch wenn der Himmel in jener Nacht leider nicht klar war und es stark gewindet hat. LG Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana
Themenstarter110 Beiträge · seit 202602. Nov. 2026 ·
Liebe @Nacho Silvia, 

ja ich hatte mir eigentlich wenig von PB erwartet, ich dachte, dass es eben schon sehr touristisch sein wird, aber es war wirklich total nett und die Stimmung war wirklich sehr schön. Das Setting mit den Salzpfannen und dazwischen immer wieder stehendes Wasser hatte auch etwas ganz besonderes, das sieht man in der Trockenzeit wahrscheinlich weniger! 

Lieber @H.Badger Sascha, vielen Dank zurück 😊 schön, dass dir unsere Tour so gut gefällt. Die Wildhunde fanden wir auch ganz besonders, auch wenn sie ganz schön müffeln 🤪 Der Half-collared Kingfisher war auch für uns ganz speziell. Leider während sehr wenig Licht, aber immerhin! 

Liebe @Enilorac65 Caroline, das hatten wir kurz überlegt vorab, ich hab mich dann aber dagegen entschieden, vor allem wegen meinem Sohn. Und ich war dann eigentlich auch recht froh, dass wir es nicht gemacht haben, in der Nacht hatte es in PB jeweils um die 4°, das waren die kältesten Nächte der ganzen Reise. Zu welcher Zeit wart ihr denn dort? Wie kalt war es, oder ging es? 

Liebe Grüße,

Caro

792 Beiträge · seit 201702. Nov. 2026 ·
Wir waren Mitte September dort. Ehrlich gesagt weiss ich gar nicht wie kalt es wirklich war. Schon ziemlich kühl, aber die „Betten“ gaben schön warm. Wir haben schon Sterne gesehen, aber nicht so viele wie erhofft. Aber ein tolles Erlebnis war es trotzdem. 
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Themenstarter110 Beiträge · seit 202606. Nov. 2026 ·

Rauferei in den Makgadikgadi Pans


Um 6 Uhr früh gibt es Frühstück - es ist noch stockfinster und kaaalt, weil der Essensraum großteils offen ist. Das Frühstück ist ok, wir sind froh, als uns endlich heisser Tee und Kaffee gebracht wird 😊 Um 6h30 starten wir gemeinsam mit einer zweiten Familie mit unserem Guide im Safariauto Richtung Salzpfannen, um die Erdmännchen zu besuchen. Es gibt hier wohl mehrere Kolonien, die schon recht gut an Menschen gewöhnt sind, und man kann sie von Gewta aus - oder eben direkt von Planet Baobab aus - besuchen. 

**Spoiler alert** es werden viele Erdmännchen Fotos kommen 😁



Die rumpelige Fahrt durch den Makgadikgadi Nationalpark führt uns erst an einer überfluteten Wiese vorbei, wo sich Hippos angesiedelt haben. Unser Guide erklärt uns, dass es für diese Familie schwierig wird, sobald das Wasser wieder wegtrocknet. Unter Umständen müssen sie dann sogar umgesiedelt werden. Wie so eine Hippo-Umsiedelung funktioniert, kann ich mir nur schwer vorstellen. Wir fahren etwa 1,5h durch das Grasland, viel zu sehen ist leider nicht. Immerhin begegnet uns ein Kori Bustard und ein einsamer Schakal.


Kori Bustard

Black-backed jackal


Dann erreichen wir die Kolonie. In deren Nähe wohnt jemand, der ein bisschen ein Auge auf die Tiere hat und dann auch weiß, wo sie sich gerade herumtreiben. Wir sind insgesamt 2 Autos von Planet Baobab, das ist noch eine recht angenehme Zahl, und die zwei Guides verteilen die Menschen gut, sodass es sich nie gedrängt anfühlt. 



Wir steigen aus und müssen auch gar nicht weit zu Fuß gehen, um die Kolonie und deren Bau zu finden. Sie wuseln bereits geschäftig herum, die Sonne steht auch schon hoch und es ist angenehm warm. Sie haben einige Jungtiere dabei.

 


Und überall stehen die Wächter und passen mit Argusaugen auf. Die Menschen stören sie dabei gar nicht, die ignorieren sie. Da wird zwischen den Beinen schon mal durchgewuselt und durchgerollt!



Und was machen die Kleinen so? Sie raufen natürlich. Die Erwachsenen gucken dezent zur Seite, so à la ... die gehören gar nicht zu mir ... soll sich doch wer anderer kümmern...aber aufpassen muss ich schon 🫠 😁


Sie raufen ...

... und raufen ... jeder will schließlich mitmachen ...

... wir haben uns aber irgendwie doch lieb 😍 ...

... sieht arg aus! Aber es bleiben alle unverletzt, und es wird weitergerauft ...

... und was wird getan, wenn nicht gerauft wird? Gebuddelt!

... hmmm ... raufen oder buddeln?

... Vampirzähnchen! Erstmal weiterbuddeln! 

... dann wird zur Abwechslung wieder gerauft 😁


Wir haben sehr viel Zeit mit den kleinen quirligen Kerlchen und genießen es sehr. Sie sind ja auch äußerst putzig, wenn auch recht rabiat und vor allem müffeln sie gewaltig 🤢

Die Kinder (und auch der ein oder andere Erwachsene, der mag) können sich auf den Boden legen, dann krabbeln die Erdmännchen auf sie drauf und setzen sich auf den Rücken oder den Kopf. Kann man nun mögen, oder nicht. Offenbar nehmen sie sich sofort jegliche Erhöhung in der Landschaft als persönliche Aussichtsplattform. Macht ja Sinn, so sieht man den Schakal vielleicht doch früher. Mein Sohn möchte das nicht, er beobachtet sie lieber so bei ihrem Treiben. 

Irgendwann ist dann doch Schluß, und wir bekommen ein reichhaltiges zweites Frühstück aus dem Safariauto heraus serviert, mit richtig vielen Leckereien, verschiedne Joghurt-Varianten, gekochte Eier, und und und.

 


Nach dem Frühstück steigen wir wieder ein, jetzt machen wir noch einen Abstecher auf die Salzpfannen hinaus, die man von hier fast schon sehen kann. Die Landschaft rundherum ist hier sehr schön und abwechslungsreich.


Einmal buddeln geht noch 😁


Dann gehts aber wirklich weiter. Auf dem Weg sehen wir noch Ground Squirrels und ein Schnurrbärtchen. Die Landschaft wird immer offener.


Ground Squirrel

Scaly-feathered Weaver


Die Salzpfannen beeindrucken uns auch sehr. Wir halten mitten darauf an, und unser Guide erklärt uns etwas zur Entstehung und ihrer Geschichte, was sehr interessant ist. Wir machen daraufhin die lustigen Perspektivenfotos, die man auch aus Südamerika kennt, wo es aussieht, als würde ein Mensch auf der Hand des anderen stehen. Unser Guide kannte das gar nicht, und hat es jetzt in sein Repertoire aufgenommen 😃 
Dann machen wir uns wieder auf den Rückweg zu Planet Baobab.

Northern Black Korhaan


Wir kommen wieder an der überfluteten Wiese vorbei, was jetzt bei Tageslicht wieder wunderschön aussieht. Der Kontrast zwischen den trockenen Salzpfannen vorhin und diesem Wasser hier ist schon enorm.



Die Flusspferde sind mittlerweile etwas weiter aus dem Wasser herausgekommen. Einer von ihnen bemüht sich auch sehr, uns zu zeigen, dass er vor dem Frühstück auch brav die Zähne geputzt hat.



Immernoch mache ich mir Gedanken dazu, wie sie denn umzusiedeln wären 🤔 Ich würde mich dafür ja freiwillig melden. In meinem Kopf sieht das etwa so aus: 


[KI generiert]

😃😃😃


Nach 6h kommen wir gut durchgerüttelt wieder bei Planet Baobab an, gehen erstmal alle duschen und essen dann zu Mittag. Den Nachmittag verbringen wir geruhsam am Pool und lesen, malen und schreiben ein bisschen Tagebuch (also meine Mama, brav!). Abends schmeckt es wieder vorzüglich und müde fallen wir recht früh ins Bett. 
Morgen geht es an den Boteti!  

zuletzt bearbeitet 06. Nov. 2026
8’828 Beiträge · seit 201006. Nov. 2026 ·

Guten Abend Caro,

achja, diese Erdmännchentour würde ich glaub auch gerne mal machen - inklusive der Übernachtung auf der Ntwetwe-Pan. Keine Ahnung, ob ich das in diesem Leben noch schaffe.... 🙄.


Lustig, gerade sind wir uns virtuell ja ganz nahe - Ihr fahrt an den Boteti und wir sind ganz in der Nähe der Erdmännchen-Kolonie (wenn auch noch innerhalb des NPs). 

Jetzt bin ich sehr gespannt auf eure Erlebnisse am Boteti - bis dahin liebe Grüße von Bele und danke fürs Berichten!

Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter110 Beiträge · seit 2026gestern 09:46 ·
Liebe Bele, 

die Übernachtung hatten wir nicht gemacht, war mir mit Sohnemann zu kalt, aber irgendwann würde ich das schon gerne machen!

Ja ich bin gerade an den Fotos am Boteti dran und die sind deinen recht ähnlich, wenn wir auch glaube ich deutlich weniger Wasser hatten, als ihr dann! Wir fahren jetzt ja quasi über Kreuz, ihr Richtung Salzpfannen, wir Richtung Mababe. 

Themenstarter110 Beiträge · seit 2026gestern 19:41 ·

Boteti - Wunscherfüllung

Route: Planet Baobab > Phuduhudu Gate (Makgadikgadi Pans National Park)

Start: 08:10h, 9° 

Ankunft: 10:10h


Vorab hatte ich verschiedene Möglichkeiten überlegt, wie wir von Planet Baobab zum Boteti fahren könnten. Zuerst wäre ich gerne über das Mokolwane Gate hineingefahren und dann von dort aus Richtung Boteti. Nach Informationen u.a. von @Champagner und via ihr auch von den @Eulenmuckel s, sowie von @Blende18.2 , haben wir uns dann doch entschieden, zuerst ein Stück Teerstraße zu fahren, und dann das Phuduhudu Gate zu nehmen. Vielen Dank euch dafür, ich glaube das war genau die richtige Entscheidung!

In der Nacht davor ist mir dann noch eingefallen, dass wir nicht mehr sehr viel Bargeld haben, zusammengerechnet wäre es sich für den Eintritt am Gate nicht ausgegangen. Das hat mir erstmal eine unruhige Nacht beschwert, ich wollte doch unbedingt an den Boteti, wo er diesmal doch auch Wasser führt! Man kann an den Gates ja mit Karte bezahlen, aber man weiß ja nie, wie die Verbindung an dem Tag gerade ist. 

Um 7h wird gefrühstückt, dann heißt es Abschied nehmen vom Planeten, wo wir uns sehr wohl gefühlt haben. Um 8h10 starten wir, und fahren die von ein paar Teerflicken zusammengehaltenen Potholes bis zum Nxai Pan Gate. 


Die Geier warten schon...


Mehr als ein paar Geier sehen wir nicht auf der Straße, aber immerhin. Mein Gedanke ist, vielleicht können wir beim Nxai Pan Gate bereits das Ticket für das Phuduhudu Gate kaufen, oder zumindest erfragen, wie die kartenverbindungstechnische Lage ist. Den Nxai Pan National Park hätte ich auch gerne besucht, das ging sich aber zeitlich leider nicht aus. Naja, bleibt etwas für den nächsten Besuch (🤞🤞🤞) übrig! Am Gate ist man sehr freundlich und sagt, heute gibt es einwandfreies Signal, Kartenzahlung ist bei Phuduhudu auch gar kein Problem 👍️

Somit fahren wir die kurze Strecke weiter (am Ende waren die Gates so nahe beieinander, da hätten wir direkt hinfahren können auch *pfeifender Smiley*



 Am Phuduhudu Gate ist nichts los, und eine sehr freundliche Mitarbeiterin erledigt mit uns den Eintritt, der 1A mit Karte funktioniert. Uff! Sie ist in plauderlaune, wahrscheinlich sind heute noch nicht viele Leute durchgekommen, und wir unterhalten uns noch ein bisschen mit ihr. Sie erzählt, dass es in Botswana wohl so gar nicht üblich wäre, gemeinsam mit den Eltern Urlaub zu machen, dass das aber doch eigentlich eine feine Sache wäre! Nachdem alles erledigt ist, lassen mein Papa und ich die Luft aus den Reifen und prüfen nochmal, ob unser Laderaum auch gut abgeschlossen ist (man erinnere sich an die offene Ladeklappe auf der B8...😝). 

Nachdem ich das Tiefsandfahren bisher meinem Papa überlassen habe, finde ich, wäre dies doch eine gute Strecke, um mich selbst mal dran zu wagen. Schließlich sollte der Weg relativ gerade sein (mir graust immer noch vor den Tiefsand-Haarnadelkurven bei der Anfahrt zum Guma Lagoon Camp 🙆‍♀️!)

Ich muss mich erst daran gewöhnen, dass sich der Hilux seine Spur am besten selbst sucht. Ich habe immer das Gefühl, ich müsse hart eingreifen, sobald ich das Lenkrad aber sehr locker halte, geht es eigentlich ganz gut. Am meisten habe ich Sorge, dass wir aufsitzen; die Spur ist schon recht tief gefahren. 

@Blende18.2 hat uns auch empfohlen, beim Wasserloch, das nach etwa 12km links eingetragen ist in der Tinkersmap vorbeizuschauen. Die Einfahrt dazu ist gut sichtbar, und es ist nur ein kurzes Stück. Obwohl es bereits 10h45 ist, und die Sonne hochsteht, haben wir Glück.



Zuerst zeigen sich ein Zebra, welches direkt zum Wasser läuft, und eine vorsichtige Giraffe, die nur über die Bäume guckt. Aber direkt am Wasserloch angekommen, kommen auch ein paar Elefanten vorbei! Wir freuen uns sehr, dass hier trotz der mittäglichen Stunde doch einiges los ist.



Ich kämpfe ein wenig mit dem harten Licht. Mittlerweile sind auch hier die Geier unterwegs, und die Giraffe hat sich ein wenig weiter heraus getraut. Auf der Seite liegen ein paar Elefantenknochen verstreut, sie allerdings bereits sehr ausgebleicht sind.



Wir bleiben ein wenig stehen und sehen dem Treiben zu, dann fahren wir zurück zum Hauptweg und setzen unsere Fahrt fort. Hier zeigt sich mal wieder, dass Ordnung das halbe Leben ist. Unser armer Hilux wird ja immer recht vollgeräumt, Fußräume werden in guter Tetris-Manier bis auf den letzten Zentimeter ausgenützt. Aus Gründen (wenn wir es je brauchen würden, dann wahrscheinlich auf dieser Strecke) checken wir das Satelliten Telefon, beziehungsweise dessen Aufbewahrungsbox. Die ist leer. Mist! Es breitet sich kurze Panik aus - haben wir es verloren? Irgendwo ausgestreut? Wir durchwühlen sämtliche gestapelte Sachen in der Fahrerkabine (wir hatten es nie woanders gelagert). Schließlich findet es sich in meinem Drybag wieder, wo ich es in einem kurzen Anfall geistiger Umnachtung einfach hineingegeben hatte nach dem Aufladen, anstatt es dorthin zu geben, wo es *immer* war und sein sollte 🤦‍♀️ 

Gut. Wir können weiterfahren! Wir fahren wieder Richtung Boteti, und treffen die Giraffen-Gang, wo ich die starke Vermutung habe, dass es die gleiche Gruppe ist, die Bele danach getroffen hat. Gut, die meisten Giraffen sehen sich ziemlich ähnlich, also wer weiß, aber es waren ebenso viele!



Sie sind schon süß, wie sie da zusammenkleben 😍 Überzahl ist halt doch der beste Schutz. 


@Alle: Hier ist ein Kerl, den ich nicht identifiziert bekomme...ich vermute ein Goshawk? Aber welcher nur? 🤔
[Edit]: immature Chanting Goshwak

Wir erreichen ohne Probleme den Boteti - die Strecke hin war zwar recht anstrengend, aber eigentlich gut zu fahren. Wir freuen uns, endlich am Fluss angekommen zu sein. Meine Eltern sind ob des ganzen Wassers sehr erstaunt, sie haben den Boteti ziemlich ausgetrocknet erlebt damals. 



Es sind vor allem viele Zebras und Gnus am Fluss, aber auch viele andere Tiere. Als erstes finden wir wieder Elefantenknochen 😔 (nicht die einzigen, die wir am Boteti finden werden...)


Southern Yellow-billed Hornbill



Die Flusslandschaft ist traumhaft schön und sehr kontrastreich, wir können uns gar nicht sattsehen daran. 


@Alle: und wieder ein gelbäugiger Kamerad, den ich nicht einzuordnen weiß? 
[Edit]: juveniler Black-chested Snake Eagle


Immer wieder begegnen uns große Zebra Gruppen, dazwischen auch mal Impalas (weniger) und Kudus. Wir fahren mal runter direkt an den Fluss, dann wieder hinauf auf den Weg, der oben den Fluss entlang führt. Es begegnen uns hin und wieder andere Autos, aber es ist nicht überlaufen.



Wir fahren wieder hinunter Richtung Fluss, und mein Papa entdeckt etwas, das sich mein Sohn schon lange, lange gewünscht hat!!! Unten am Fluss trinkt gerade ein Oryx. Für meinen Sohn eine halbe Erstsichtung, bei seiner einzigen Begegnung mit Oryx Antilopen war er 3 Jahre alt, da kann er sich nicht mehr daran erinnern und kennt es nur von Fotos. 



Mein Sohn ist überglücklich und strahlt übers ganze Gesicht 😃 wir sind auch entsprechend aufgeregt. Gut, dass mein Papa nochmal stehen geblieben ist, weil er aus dem Augenwinkel eine Bewegung wahrgenommen hat! 
Wir zollen der Begegnung gebührenden Respekt und fotografieren, was das Zeug hält. Es soll unser einziges Oryx bei dieser Reise bleiben, aber das hat sich gelohnt! Schließlich fahren wir weiter. Etwa 5 Minuten später kommt uns ein anderes Selbstfahrer Auto entgegen. Wir deuten an, sie sollen doch das Fenster herunterkurbeln, und erzählen ihnen ganz aufgeregt von dem Oryx. Der Fahrer sieht uns nur müde lächelnd an, und zeigt kein wirkliches Interesse an unserer Jahrhundertssichtung! Das können wir gar nicht verstehen. Er bedankt sich trotzdem, weil sich das so gehört, und wir fahren weiter. 

Wir können die kühle Untergeisterung gar nicht verstehen. Wir vermuten stark, dass sie entweder A) aus einer Gegend kommen, wo sie bereits hunderte Oryx Antilopen gesehen haben, oder B) gerade von einem einmaligen Löwenkill kommen. 
Falls sich in der Begegnung vielleicht ein Fomi wiedererkennt (es war der 20.07.2026), dann würde es uns sehr interessieren, ob wir mit A oder B richtig lagen 😃



Wir fahren ein steiles Stück wieder hinauf, und kaum oben angekommen, entdecken wir eine Gruppe von Elefantenbullen, die zielstrebig dem Wasser entgegenwandern. Wir lassen ihnen natürlich den Vortritt, und sind wieder einmal erstaunt, wie lautlos sich die Riesen bewegen. 



Einer wackelt kurz mit den Ohren in unsere Richtung, falls wir das Nachrangschild übersehen haben. Dann gehen sie staubwolkenproduzierend den Abhang hinunter.



Wir fahren den Weg wieder in die andere Richtung und diesmal Richtung Fähre. Das wird ein weiteres Abenteuer - wir wollen mit der Fähre zum Khumaga Gate und von dort dann die Teerstraße zu unserem nächsten Quartier fahren. Wir begegnen weiteren Zebras, Elefanten und anderen Tieren.




Zur Abwechslung lässt sich auch ein Schakal blicken - wie nett! Viele haben wir ja noch nicht gesehen. 


 

Was muss, muss!

Wer hat die schönsten Ohren?


Und eine Herde Zebras geht noch, weil wir heute noch nicht genug von den Pyjamaponies haben! 😍



Wir haben die Fähre schon fast erreicht, da treffen wir noch ein einzelnes Abschieds-Gnu, das uns freundlich beäugt. Wir sind ganz begeistert vom Boteti und seiner reichen Tierwelt, und finden es sehr schade, dass wir nicht länger Zeit dafür haben. Ein weiterer Tag hätte sich hier auf jeden Fall gelohnt!



Und damit müssen wir auch schon auf Wiedersehen zum Boteti sagen! Wir melden uns beim Gate ab. Vor uns ist ein Auto, wir müssen warten, bis die Fähre drüben das Auto ablädt und dann wieder zu uns zurück fährt.



Auch bei uns klappt die Überfahrt gut, wir unterhalten uns mit den Fährmännern, während wir langsam über den Boteti gleiten. Unser Hilux schwankt ein bisschen, aber es ist eigentlich recht gemütlich. Durch ein bisschen Wasser fahren wir dann ans Ufer und die Teerstraße hat uns wieder! An einem geeigneten Platz pumpen wir den Reifendruck wieder hoch, und machen uns dann auf den Weg zu unserer Zwischenstopunterkunft "Leopard Plains". Wir werden hier nur eine Nacht verbringen, dann geht es direkt nach Mababe weiter, worauf wir uns alle schon sehr freuen. 

Die Fahrt ist kurz und ereignislos, bald kommen wir an. Die Unterkunft bietet Gamedrives am eigenen Gelände an, es ist für uns aber schon etwas zu spät, und wir haben eigentlich auch keine rechte Lust, nachdem wir noch die Eindrücke unserer letzten Fahrt nachhängen. Wir liegen ein bisschen am Pool und ruhen uns aus. Morgen wird es schließlich ein anstrengender Fahrtag! Sie haben in der Nähe des Pools ein kleines Wasserloch, das aber soweit wir sehen kein Wasser führt. Dementsprechend sehen wir auch keine Tiere. Später jagen sich grunzend ein paar Impalaböcke, ein, zwei Gnus sehen wir auch. Viel mehr ist aber nicht los. 



Die Unterkunft ist ganz schön, mir aber eigentlich nur als Zwischenstopp zu teuer, würde ich so nicht mehr machen. Von der Lage wäre sie ganz gut, wenn man etwas länger in der Gegend bleiben wollen würde. Die Zelte sind schön, das Essen ist auch gut, aber so wirklich will es bei uns nicht zünden, was aber auch gar nicht schlimm ist.

Da wir morgen via Maun zum Mababe Tented Camp von Bushways fahren, gehen wir früh schlafen. Wir planen, gegen 7h loszufahren, da wir die Strecke schwer einschätzen können. In der Nacht randalieren ein paar Gnus, es ist eine Weile recht laut draussen 😃

zuletzt bearbeitet heute 11:51
8’828 Beiträge · seit 2010gestern 20:24 ·

Guten Abend Caro,

ach wie schön es doch am Boteti ist 😊. Das Oryx finde ich tatsächlich auch überraschend, ich kann mich nicht erinnern, jemals eines dort gesehen zu haben 🤔.

Zu deinen Gelbäugigen:


Das da oben ist ein juveniler Black-chested Snake Eagle


Und der hier 

wird wohl ein  subadulter oder immaturer Chanting Goshwak sein, vermutlich ein Pale Chanting Goshawk sein. Das Foto ist von der Belichtung her ein bisschen schwierig.


Liebe Grüße von Bele, die schon auf Mababe gespannt ist!


Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet gestern 20:30