Der Druck ist raus ... oder geht noch was? BOTS-NAM26
Chobe Riverfront - Morning Cruise
Weil "ausruhen" für uns ein Fremdwort ist, und wir leider nur 2 Nächte in Kasane haben, habe ich an unserem Abreisetag auch noch eine Morning Cruise bei Mojo gebucht. Wir fahren danach nach Nata weiter, ein eher ereignisloser Tag liegt vor uns, und daher sind wir froh, in der Früh noch eine Aktivität geplant zu haben.
Wir verlassen uns bei der Abfahrtszeit auf Mojo. Ich hatte ursprünglich gedacht, wir gehen es gemütlich an und starten um 8h, aber Mojo hat und gleich sehr ans Herz gelegt, bereits um 6h zu starten. Wir verlassen uns dabei auf seine Expertise, auch wenn das heisst, dass der Wecker um 5h30 läutet. Es ist wirklich noch stockfinster. Diesmal entscheidet mein Sohn sich dafür, liegen zu bleiben, und meine Mama wechselt in unser Zimmer damit er noch weiterschlafen kann. Es waren ja auch anstrengende Tage bisher, zwischendurch ausruhen tut ihm sicher gut! Er ist eh so tüchtig, es gibt kein Maulen und kein Jammern, bei fast allem ist er dabei, und die langen Fahrten zwischendurch verbringt er mit Hörbüchern und den Tinkers Maps.
Mojo sagt, er holt uns am Bootssteg der Lodge ab, und wir gehen schon mal in die Richtung, da bekommt der Staff gleich einen Herzinfarkt. Ich glaube, sie glaubt, wir wollen im Finsteren jetzt im Garten spazieren gehen oder so. Wir erklären ihr, dass wir abgeholt und durch den Garten begleitet werden, so ganz traut sie uns trotzdem nicht. Erst als Mojo mit starker Taschenlampe über den Rasen spaziert kommt und uns begrüßt, ist sie zumindest einigermaßen überzeugt, uns nicht vom nächsten Flusspferd runterkratzen zu müssen.
Wir steigen ins Boot, das sehr komfortabel ist - mit kleinen runden Tischen und Drehstühlen, besser geht es nicht! Im Finsteren fährt Mojo mit uns los, diesmal nicht Richtung Nationalpark, sondern in die andere Richtung. Er möchte mit uns zu den Rapids fahren, wo die Vögel nisten und übernachten. Das hatte uns Bele auch empfohlen. Es ist wieder mal bitterkalt, ich schätze so um die 5°, und das im offenen Boot 🥶

Wir kommen bei den Rapids an und es ist noch dunkel, wobei sich bereits ein dunkles Rot den Horizont hochschiebt. Wir sind erstmal überwältigt von den Geräuschen. Da wir noch nicht viel sehen, konzentrieren wir uns darauf, was wir hören. Überall rauscht, raschelt, zwitschert, kräht, schnattert es. Wir sitzen still im Boot und lassen alles auf uns wirken. Die Sonne kündigt sich an, und langsam, langsam graut der Morgen - wobei "Morgengrauen" hier der völlig falsche Begriff ist. Hier spielen alle Farben zwischen dem Lila - Rosa - Rot - Orange - Gelb-Spektrum, aber nichts ist grau! Wir kommen aus dem Staunen nicht heraus.
Am meisten wundert uns, dass wir völlig alleine sind! Ein einziges kleines Fischerboot ist uns begegnet, ansonsten ist weit und breit niemand zu sehen! Wir haben das ganze Spektakel für uns alleine.




Es wird etwas heller, und wir können langsam mehr erkennen.

African Sacred Ibis, Reed Cormorant, White-breasted Cormorant, African Darter, African Spoonbill


Man kann sich gar nicht vorstellen, wie es sich hier abspielt! Die Bäume sind voll der unterschiedlichsten Vogelarten, dicht nebeneinander, das ergibt einen Geräuschpegel, der beachtlich ist. Und immer wieder flattern welche auf, oder fliegen woanders hin. In der Luft ist ein stetiges treiben, und wir können nur staunen. Und weiterhin staunen wir auch, dass immer noch kein anderes Boot hier ist, und wir dieses Spektakel ganz für uns alleine haben! Wieviele Leute das verpassen, und sie wissen wahrscheinlich gar nichts davon!
Mojo fährt uns jetzt in eine kleine Bucht hinein. Dort nistet sein Lieblingsvogel, wie er uns erklärt. Es ist immer noch recht dunkel, aber er findet ihn zielsicher! Wir sind begeistert, ist es doch eine Erstsichtung für uns.



Half-collared Kingfisher
Das Pärchen lässt sich kaum stören durch uns, und präsentiert sich wirklich wunderbar, allerdings musste ich die Bilder doch stark entrauschen.
Sie schaukeln eine Weile vor uns und fliegen dann wieder in ihre Höhle zurück. Der große Verwandte lässt sich auch kurz blicken.

Giant Kingfisher



Jetzt will die Sonne so richtig aufgehen.




African Openbill (et al.)


Yellow-billed Stork (und Kids)

Pied Kingfisher
Und damit geht es auch schon Richtung Chobe Nationalpark. Wir merken, wie es minütlich wärmer wird und schälen uns aus unseren dicken Jacken. Waterbucks sind schon am Fluss.









Erstmal Mama-kuscheln und aufwärmen für Missetaten


Dann mit Stöckchen spielen..."Mama! Damit verhau ich den Löwen! Der soll nur kommen!"



Dann der Klassiker: einfach mal am Baum rumhängen und Pläne schmieden.


Hamerkop
Hier reicht es leider nur für ein Beweisfoto, mit der Kamera verrenke ich mir halb den Hals während ich mich dreimal um die eigene Achse drehe und steil nach oben fotografiere, um ihn zu erwischen. Wir tuckern weiter am Flussufer entlang und dann wieder Richtung Inseln. Auch jetzt sind wieder Crocs en Masse an Land und schauen grimmig in die Gegend.



White-breasted Cormorant & Reed Cormorant & Croc
Auch ganz schnuckelig: zwei Kormoran Küken bewacht von Tante Croc. Hoffen wir, dass Tante Croc bereits gefrühstückt hat, ich weiß nicht, wie schnell die zwei Kleinen sind!










African Skimmer
Zu meiner Freude entdecken wir noch einen African Skimmer an Land. Ich mag diese Vögel sehr gerne, ich finde, von Weitem sehen sie immer aus, als hätten sie keine Augen 😊 Sie sehen irgendwie sehr skurril aus, aber doch so putzig.Dann sind wir auch schon raus aus dem Nationalpark und steuern unsere Lodge an. Wir verabschieden uns herzlich von Mojo, wünschen ihm alles Gute und hoffen, dass wir uns vielleicht irgendwann wieder sehen werden! Wir hatten zwei ganz tolle Fahrten mit ihm.
Beim Frühstückstisch erwarten uns schon meine Mama und der Sohnemann, und gemeinsam lassen wir es uns noch richtig schmecken, und erzählen von der Bootsfahrt. Mein Sohn hat sich gut ausgeruht, und ist bereit für die Weiterfahrt. Wir verabschieden uns noch vom Staff und verlassen dann Kasane Richtung Nata.
Es hat uns sehr gut gefallen hier. Ich hätte gerne mehr Nächte in Kasane verbracht, ich hätte mir gerne den Ort noch ein bisschen angeschaut und Aktivitäten rundherum gibt es ja unendlich viele. Das nächste Mal dann!!
Hallo Caroline,
danke für Deinen Reisebericht, ich folge dir hier sehr gerne, bewundere eure schönen Fotos und schwelge in Erinnerungen. Hut ab auch vor deinem Sohn, er hat ein gutes Auge für Fotos!
Wir waren im August ebenfalls mit Mojo auf zwei Touren im Chobe NP, einmal als Sunset River Cruise, einmal als Morning Game Drive. Wir können ihn auch sehr empfehlen, er ist ein wunderbarer Guide, der mit detailiertem Wissen zu jedem Tier aufwarten kann, immer beste Sicht fürs Fotografieren ermöglicht und auch noch den kleinsten Vogel aus unglaublichen Entfernungen sichtet.
Liebe Grüße
Anke
Wie schön, dass ihr auch so tolle Erlebnisse mit Mojo hattet!
Liebe Grüße,
Caro
Das Ambiente auf dem Chobe wie immer grandios.
Danke für die schönen Bilder.
Es grüsst
Annick
ich dank dir ganz lieb!
Ich genieße deinen Reisebericht aus der Mongolei auch sehr, mal was ganz anderes!
So...jetzt muss ich mich aber sputen, und weiterschreiben, sonst ist Bele vor mir in Mababe 😅
Liebe Grüße,
Caro
Die Baustellen des Grauens ... oder: Von Kasane nach Nata
Route: Chobe River Lodge > Nata Lodge
Start: 10:07h
Ankunft: 14:00h
Nach der wundervollen Morning Cruise starten wir erst recht spät in Kasane. Da wir aber für den heutigen Tag nichts mehr geplant hatten, können wir es gemütlich angehen. Wir waren nicht ganz sicher, wie gut wir durchkommen würden, und wollten uns auch ein bisschen Auszeit gönnen.
Die Fahrt erweist sich als äußerst zäh. Es gibt kaum etwas zu sehen, und wir müssen zwei Baustellen passieren, wovon eine ca. 30 Kilometer lang ist, und eine ca. 40 Kilometer (wenn meine Aufzeichnungen hier korrekt sind 🙄). Und dazwischen liegen unendlich viele Potholes. In den Baustellen ist meist nur eine Spur befahrbar, die Straße ist nur teilweise existent. Es sind doch einige Lastwagen unterwegs, und so ist das Vorankommen mühsam.

Um 14h kommen wir durchgerüttelt und durchgeschüttelt, aber ohne Olive in der Nata Lodge an. Es dauert ein wenig, bis wir unsere Hütten beziehen können. Diese sind riesig! Allgemein gefällt uns die Anlage recht gut, wobei wir leider alle etwas zu müde von den letzten Tagen waren, um sie zu erkunden. Es hätte sich bestimmt gelohnt, im Nachhinein finde ich das sehr schade.

Wir bestellen für meinen Sohn Chicken Fingers und wir teilen uns einen Salat, beides wirklich sehr gut. Danach war eigentlich relaxen am Plan, aber irgendwie hält es uns nicht, und wir beschließen, doch noch in das Nata Bird Sanctuary zu fahren.
Es ist schon recht spät, aber das Licht ist sehr schön. Viele Tiere sehen wir nicht; hauptsächlich Gnus, Strauße und andere Vögel. Landschaftlich gefällt es uns sehr gut.


















Ist das ein Black-winged Kite?

Und das ein Swainson's Spurfowl?






caroline schrieb:So...jetzt muss ich mich aber sputen, und weiterschreiben, sonst ist Bele vor mir in Mababe 😅
Liebe Grüße,
Caro
😂 Keine Sorge, Mababe war unsere letzte Station!
Ich gestehe, ich habe die letzten Kapitel nur von unterwegs aus überflogen, werde aber in den nächsten Tagen mal in Ruhe alles nachlesen. Auf jeden Fall freut es mich, dass Ihr eine gute Zeit in Kasane und auch mit Mojo hattet.
Zu deinen letzten Vogelfragen: Black-winged Kite stimmt (ich finde, den kann man immer so gut an seinen mandelförmigen Augen erkennen) und die Spurfolws dürften wie von dir vermutet Swainson's sein. Man erkennt die eigentlich ganz einfach an ihrer roten Kehle, aber genau die ist auf den Fotos nicht zu sehen. Aber ansonsten spricht alles für sie....
Liebe Grüße von Bele
Planet Baobab
Route: Nata Lodge > Planet Baobab
Start: 09:00h
Ankunft: 12:00h
Wir starten um 9 Uhr, und weiter geht es mit Baustellen und Potholes 😊 Teilweise wieder abrupte, tiefe Krater, die man von Weitem kaum sieht. Landschaftlich ist die Strecke allerdings sehr schön, und wir sehen neben der Straße immer wieder Wasser.























Blacksmith Lapwing

Cape Starling
Vor dem Hauptgebäude wird am Abend ein Feuer angezündet, an dem wir ein wenig sitzen und uns mit anderen Gästen unterhalten, bis wir zum Abendessen gehen. Das Abendessen bestellen wir von der Karte, und auch hier ist die Küche wunderbar. Besonders für meinen Sohn haben sie hier ein gutes Angebot. Er entscheidet sich für ein Burger Patty ohne Brötchen, und es schmeckt ihm wirklich gut. Ich nehme den Fisch und bin auch sehr zufrieden. Danach schauen wir in die Küche und bedanken uns für das gute Essen. Hier herrscht reger Betrieb, aber sie begrüßen uns herzlich und zeigen uns gerne die Küche.
Die Wege sind schön beleuchtet, aber wir nehmen immer den falschen Abzweiger zu unserer Hütte, wir können es uns einfach nicht merken 🙃






die Fotos sprechen mich total an. Das sieht Mega aus. So schön hab ich mir Planet Baobab gar nicht vorgestellt. Ich finde auch das Wasser unglaublich schön. Obwohl man dort gern die Salzpfannen sehen möchte. Aber die Stimmung sieht einfach Klasse aus. Mein Afrika Hunger wird augenblicklich größer😃.
Liebe Grüße,
Silvia
es ist Zeit für einen kleinen Zwischendank!
Wie abwechslungsreich eure Tour ist! Das gefällt mir sehr gut.
Über die vielen Wildhund-Sichtungen kann ich nur staunen. Und die schöne Begegnung mit dem Half-collared kingfisher macht mich etwas neidisch. Den Vogel konnten wir bisher noch nicht fotografieren.
Ich freue mich auf die Fortsetzung!
Lieber Gruß
Sascha
ja ich hatte mir eigentlich wenig von PB erwartet, ich dachte, dass es eben schon sehr touristisch sein wird, aber es war wirklich total nett und die Stimmung war wirklich sehr schön. Das Setting mit den Salzpfannen und dazwischen immer wieder stehendes Wasser hatte auch etwas ganz besonderes, das sieht man in der Trockenzeit wahrscheinlich weniger!
Lieber @H.Badger Sascha, vielen Dank zurück 😊 schön, dass dir unsere Tour so gut gefällt. Die Wildhunde fanden wir auch ganz besonders, auch wenn sie ganz schön müffeln 🤪 Der Half-collared Kingfisher war auch für uns ganz speziell. Leider während sehr wenig Licht, aber immerhin!
Liebe @Enilorac65 Caroline, das hatten wir kurz überlegt vorab, ich hab mich dann aber dagegen entschieden, vor allem wegen meinem Sohn. Und ich war dann eigentlich auch recht froh, dass wir es nicht gemacht haben, in der Nacht hatte es in PB jeweils um die 4°, das waren die kältesten Nächte der ganzen Reise. Zu welcher Zeit wart ihr denn dort? Wie kalt war es, oder ging es?
Liebe Grüße,
Caro
Rauferei in den Makgadikgadi Pans
Um 6 Uhr früh gibt es Frühstück - es ist noch stockfinster und kaaalt, weil der Essensraum großteils offen ist. Das Frühstück ist ok, wir sind froh, als uns endlich heisser Tee und Kaffee gebracht wird 😊 Um 6h30 starten wir gemeinsam mit einer zweiten Familie mit unserem Guide im Safariauto Richtung Salzpfannen, um die Erdmännchen zu besuchen. Es gibt hier wohl mehrere Kolonien, die schon recht gut an Menschen gewöhnt sind, und man kann sie von Gewta aus - oder eben direkt von Planet Baobab aus - besuchen.
**Spoiler alert** es werden viele Erdmännchen Fotos kommen 😁


Kori Bustard


Black-backed jackal
Dann erreichen wir die Kolonie. In deren Nähe wohnt jemand, der ein bisschen ein Auge auf die Tiere hat und dann auch weiß, wo sie sich gerade herumtreiben. Wir sind insgesamt 2 Autos von Planet Baobab, das ist noch eine recht angenehme Zahl, und die zwei Guides verteilen die Menschen gut, sodass es sich nie gedrängt anfühlt.







Sie raufen ...



... und raufen ... jeder will schließlich mitmachen ...

... wir haben uns aber irgendwie doch lieb 😍 ...


... sieht arg aus! Aber es bleiben alle unverletzt, und es wird weitergerauft ...



... und was wird getan, wenn nicht gerauft wird? Gebuddelt!




... hmmm ... raufen oder buddeln?



... Vampirzähnchen! Erstmal weiterbuddeln!


... dann wird zur Abwechslung wieder gerauft 😁


Die Kinder (und auch der ein oder andere Erwachsene, der mag) können sich auf den Boden legen, dann krabbeln die Erdmännchen auf sie drauf und setzen sich auf den Rücken oder den Kopf. Kann man nun mögen, oder nicht. Offenbar nehmen sie sich sofort jegliche Erhöhung in der Landschaft als persönliche Aussichtsplattform. Macht ja Sinn, so sieht man den Schakal vielleicht doch früher. Mein Sohn möchte das nicht, er beobachtet sie lieber so bei ihrem Treiben.
Irgendwann ist dann doch Schluß, und wir bekommen ein reichhaltiges zweites Frühstück aus dem Safariauto heraus serviert, mit richtig vielen Leckereien, verschiedne Joghurt-Varianten, gekochte Eier, und und und.


Einmal buddeln geht noch 😁
Dann gehts aber wirklich weiter. Auf dem Weg sehen wir noch Ground Squirrels und ein Schnurrbärtchen. Die Landschaft wird immer offener.




Ground Squirrel

Scaly-feathered Weaver


Die Salzpfannen beeindrucken uns auch sehr. Wir halten mitten darauf an, und unser Guide erklärt uns etwas zur Entstehung und ihrer Geschichte, was sehr interessant ist. Wir machen daraufhin die lustigen Perspektivenfotos, die man auch aus Südamerika kennt, wo es aussieht, als würde ein Mensch auf der Hand des anderen stehen. Unser Guide kannte das gar nicht, und hat es jetzt in sein Repertoire aufgenommen 😃
Dann machen wir uns wieder auf den Rückweg zu Planet Baobab.

Northern Black Korhaan









Die Flusspferde sind mittlerweile etwas weiter aus dem Wasser herausgekommen. Einer von ihnen bemüht sich auch sehr, uns zu zeigen, dass er vor dem Frühstück auch brav die Zähne geputzt hat.



[KI generiert]
😃😃😃Nach 6h kommen wir gut durchgerüttelt wieder bei Planet Baobab an, gehen erstmal alle duschen und essen dann zu Mittag. Den Nachmittag verbringen wir geruhsam am Pool und lesen, malen und schreiben ein bisschen Tagebuch (also meine Mama, brav!). Abends schmeckt es wieder vorzüglich und müde fallen wir recht früh ins Bett.
Morgen geht es an den Boteti!
Guten Abend Caro,
achja, diese Erdmännchentour würde ich glaub auch gerne mal machen - inklusive der Übernachtung auf der Ntwetwe-Pan. Keine Ahnung, ob ich das in diesem Leben noch schaffe.... 🙄.
Lustig, gerade sind wir uns virtuell ja ganz nahe - Ihr fahrt an den Boteti und wir sind ganz in der Nähe der Erdmännchen-Kolonie (wenn auch noch innerhalb des NPs).
Jetzt bin ich sehr gespannt auf eure Erlebnisse am Boteti - bis dahin liebe Grüße von Bele und danke fürs Berichten!
die Übernachtung hatten wir nicht gemacht, war mir mit Sohnemann zu kalt, aber irgendwann würde ich das schon gerne machen!
Ja ich bin gerade an den Fotos am Boteti dran und die sind deinen recht ähnlich, wenn wir auch glaube ich deutlich weniger Wasser hatten, als ihr dann! Wir fahren jetzt ja quasi über Kreuz, ihr Richtung Salzpfannen, wir Richtung Mababe.
Boteti - Wunscherfüllung
Route: Planet Baobab > Phuduhudu Gate (Makgadikgadi Pans National Park)
Start: 08:10h, 9°
Ankunft: 10:10h
Vorab hatte ich verschiedene Möglichkeiten überlegt, wie wir von Planet Baobab zum Boteti fahren könnten. Zuerst wäre ich gerne über das Mokolwane Gate hineingefahren und dann von dort aus Richtung Boteti. Nach Informationen u.a. von @Champagner und via ihr auch von den @Eulenmuckel s, sowie von @Blende18.2 , haben wir uns dann doch entschieden, zuerst ein Stück Teerstraße zu fahren, und dann das Phuduhudu Gate zu nehmen. Vielen Dank euch dafür, ich glaube das war genau die richtige Entscheidung!
In der Nacht davor ist mir dann noch eingefallen, dass wir nicht mehr sehr viel Bargeld haben, zusammengerechnet wäre es sich für den Eintritt am Gate nicht ausgegangen. Das hat mir erstmal eine unruhige Nacht beschwert, ich wollte doch unbedingt an den Boteti, wo er diesmal doch auch Wasser führt! Man kann an den Gates ja mit Karte bezahlen, aber man weiß ja nie, wie die Verbindung an dem Tag gerade ist.
Um 7h wird gefrühstückt, dann heißt es Abschied nehmen vom Planeten, wo wir uns sehr wohl gefühlt haben. Um 8h10 starten wir, und fahren die von ein paar Teerflicken zusammengehaltenen Potholes bis zum Nxai Pan Gate.

Die Geier warten schon...
Mehr als ein paar Geier sehen wir nicht auf der Straße, aber immerhin. Mein Gedanke ist, vielleicht können wir beim Nxai Pan Gate bereits das Ticket für das Phuduhudu Gate kaufen, oder zumindest erfragen, wie die kartenverbindungstechnische Lage ist. Den Nxai Pan National Park hätte ich auch gerne besucht, das ging sich aber zeitlich leider nicht aus. Naja, bleibt etwas für den nächsten Besuch (🤞🤞🤞) übrig! Am Gate ist man sehr freundlich und sagt, heute gibt es einwandfreies Signal, Kartenzahlung ist bei Phuduhudu auch gar kein Problem 👍️
Somit fahren wir die kurze Strecke weiter (am Ende waren die Gates so nahe beieinander, da hätten wir direkt hinfahren können auch *pfeifender Smiley*

Nachdem ich das Tiefsandfahren bisher meinem Papa überlassen habe, finde ich, wäre dies doch eine gute Strecke, um mich selbst mal dran zu wagen. Schließlich sollte der Weg relativ gerade sein (mir graust immer noch vor den Tiefsand-Haarnadelkurven bei der Anfahrt zum Guma Lagoon Camp 🙆♀️!)
Ich muss mich erst daran gewöhnen, dass sich der Hilux seine Spur am besten selbst sucht. Ich habe immer das Gefühl, ich müsse hart eingreifen, sobald ich das Lenkrad aber sehr locker halte, geht es eigentlich ganz gut. Am meisten habe ich Sorge, dass wir aufsitzen; die Spur ist schon recht tief gefahren.
@Blende18.2 hat uns auch empfohlen, beim Wasserloch, das nach etwa 12km links eingetragen ist in der Tinkersmap vorbeizuschauen. Die Einfahrt dazu ist gut sichtbar, und es ist nur ein kurzes Stück. Obwohl es bereits 10h45 ist, und die Sonne hochsteht, haben wir Glück.








Gut. Wir können weiterfahren! Wir fahren wieder Richtung Boteti, und treffen die Giraffen-Gang, wo ich die starke Vermutung habe, dass es die gleiche Gruppe ist, die Bele danach getroffen hat. Gut, die meisten Giraffen sehen sich ziemlich ähnlich, also wer weiß, aber es waren ebenso viele!




@Alle: Hier ist ein Kerl, den ich nicht identifiziert bekomme...ich vermute ein Goshawk? Aber welcher nur? 🤔
[Edit]: immature Chanting Goshwak
Wir erreichen ohne Probleme den Boteti - die Strecke hin war zwar recht anstrengend, aber eigentlich gut zu fahren. Wir freuen uns, endlich am Fluss angekommen zu sein. Meine Eltern sind ob des ganzen Wassers sehr erstaunt, sie haben den Boteti ziemlich ausgetrocknet erlebt damals.




Es sind vor allem viele Zebras und Gnus am Fluss, aber auch viele andere Tiere. Als erstes finden wir wieder Elefantenknochen 😔 (nicht die einzigen, die wir am Boteti finden werden...)





Southern Yellow-billed Hornbill




Die Flusslandschaft ist traumhaft schön und sehr kontrastreich, wir können uns gar nicht sattsehen daran.




@Alle: und wieder ein gelbäugiger Kamerad, den ich nicht einzuordnen weiß?
[Edit]: juveniler Black-chested Snake Eagle
Immer wieder begegnen uns große Zebra Gruppen, dazwischen auch mal Impalas (weniger) und Kudus. Wir fahren mal runter direkt an den Fluss, dann wieder hinauf auf den Weg, der oben den Fluss entlang führt. Es begegnen uns hin und wieder andere Autos, aber es ist nicht überlaufen.














Wir zollen der Begegnung gebührenden Respekt und fotografieren, was das Zeug hält. Es soll unser einziges Oryx bei dieser Reise bleiben, aber das hat sich gelohnt! Schließlich fahren wir weiter. Etwa 5 Minuten später kommt uns ein anderes Selbstfahrer Auto entgegen. Wir deuten an, sie sollen doch das Fenster herunterkurbeln, und erzählen ihnen ganz aufgeregt von dem Oryx. Der Fahrer sieht uns nur müde lächelnd an, und zeigt kein wirkliches Interesse an unserer Jahrhundertssichtung! Das können wir gar nicht verstehen. Er bedankt sich trotzdem, weil sich das so gehört, und wir fahren weiter.
Wir können die kühle Untergeisterung gar nicht verstehen. Wir vermuten stark, dass sie entweder A) aus einer Gegend kommen, wo sie bereits hunderte Oryx Antilopen gesehen haben, oder B) gerade von einem einmaligen Löwenkill kommen.
Falls sich in der Begegnung vielleicht ein Fomi wiedererkennt (es war der 20.07.2026), dann würde es uns sehr interessieren, ob wir mit A oder B richtig lagen 😃

Wir fahren ein steiles Stück wieder hinauf, und kaum oben angekommen, entdecken wir eine Gruppe von Elefantenbullen, die zielstrebig dem Wasser entgegenwandern. Wir lassen ihnen natürlich den Vortritt, und sind wieder einmal erstaunt, wie lautlos sich die Riesen bewegen.
















Zur Abwechslung lässt sich auch ein Schakal blicken - wie nett! Viele haben wir ja noch nicht gesehen.


Was muss, muss!

Wer hat die schönsten Ohren?





Wir haben die Fähre schon fast erreicht, da treffen wir noch ein einzelnes Abschieds-Gnu, das uns freundlich beäugt. Wir sind ganz begeistert vom Boteti und seiner reichen Tierwelt, und finden es sehr schade, dass wir nicht länger Zeit dafür haben. Ein weiterer Tag hätte sich hier auf jeden Fall gelohnt!




Die Fahrt ist kurz und ereignislos, bald kommen wir an. Die Unterkunft bietet Gamedrives am eigenen Gelände an, es ist für uns aber schon etwas zu spät, und wir haben eigentlich auch keine rechte Lust, nachdem wir noch die Eindrücke unserer letzten Fahrt nachhängen. Wir liegen ein bisschen am Pool und ruhen uns aus. Morgen wird es schließlich ein anstrengender Fahrtag! Sie haben in der Nähe des Pools ein kleines Wasserloch, das aber soweit wir sehen kein Wasser führt. Dementsprechend sehen wir auch keine Tiere. Später jagen sich grunzend ein paar Impalaböcke, ein, zwei Gnus sehen wir auch. Viel mehr ist aber nicht los.






Da wir morgen via Maun zum Mababe Tented Camp von Bushways fahren, gehen wir früh schlafen. Wir planen, gegen 7h loszufahren, da wir die Strecke schwer einschätzen können. In der Nacht randalieren ein paar Gnus, es ist eine Weile recht laut draussen 😃
Guten Abend Caro,
ach wie schön es doch am Boteti ist 😊. Das Oryx finde ich tatsächlich auch überraschend, ich kann mich nicht erinnern, jemals eines dort gesehen zu haben 🤔.
Zu deinen Gelbäugigen:

Und der hier

wird wohl ein subadulter oder immaturer Chanting Goshwak sein, vermutlich ein Pale Chanting Goshawk sein. Das Foto ist von der Belichtung her ein bisschen schwierig.
Liebe Grüße von Bele, die schon auf Mababe gespannt ist!