Hallo Jana
Vielen Dank, dass du deine Reiseroute gepostet hast. So wird zumindest für mich dein Frust über deine Namibia-Reise nachvollziehbarer.
Ich fasse für mich (und vielleicht auch für andere) mal deine Reiseroute etwas ausführlicher zusammen. Ich hoffe das passt so.
1.Tag (21.09.)
Ankunft in Windhoek, Mietwagenübernahme und erste Übernachtung im Urban Camp.
Ich würde sagen, eigentlich alles richtig gemacht, bzw. nicht den Fehler begangen am ersten Tag noch weit fahren zu wollen.
2.Tag (22.09.)
Fahrt von Windhoek nach Sesriem.
Je nach dem wie man Fährt sind das 300-350km, oder ca. 5 Stunden. Ist eine längere Fahrt, welche je nach Route und Zwischenstopps schon eintönig werden kann. Trotzdem sollte die Strecke gut machbar sein. Weisst du noch welche Strecke/Strassen ihr gefahren seid? Ich bin bei meiner Reise über den Speethooge Pass gefahren und fand das eigentlich ganz schön.
3.Tag (23.09.)
Fahrt ins Sossusvlei und Wanderung ins Dead Vlei.
Die schönsten Bilder von den toten Bäumen im Dead Vlei werden natürlich immer ohne die ganzen Touristen drumherum ins Internet gestellt. Aber klar ist das ein absoluter Tourismus-Hotspot.
4.Tag (24.09.)
Fahrt von Sesriem nach Swakopmund(?)
Du schreibst nur etwas von einer "privaten Unterkunft". Das diese in Swakopmund liegt, ist jetzt mal von mir geraten. Aber mit 3 Übernachtungen würde dies zumindest am meisten Sinn machen.
Mit wieder 350km und 5-6 Stunden Fahrt (und das noch über die C14...) ist natürlich wieder ein sehr langer Fahrtag.
5.+6.Tag
Was habt ihr denn in Swakopmund gemacht? War denn da keine schöne Tour mit dabei? Immerhin schreibst du ja, dass ihr gut Essen ward.
7.Tag
Fahrt von Swakopmund zur Spitzkoppe. (150km, 2 Stunden)
Ich nehme mal an, dass diese Strecke jetzt von der länge her nicht das Problem war.
8.Tag (28.09.)
Ganzen Tag bei der Spitzkoppe.
Ich vermute es war sehr viel los, so wie du es beschreibst. Wart ihr eigentich zweimal beim Bogen? Ihr hattet ja zwei Nächte dort.
9.Tag
Fahrt von der Spitzkoppe nach Mowani. (230km, 4 Stunden)
Ich bin Teile deiner Strecke 2024 auch selbst gefahren und hatte diese bezüglich des Strassenzustandes schlecht in Erinnerung. Gerade die C35 zwischen Uis und Khorixas. Aber die Mowani-Campsite soll sehr schön und idyllisch sein.
10.Tag (30.09.)
Fahrt von Mowani nach Olifantsrus.
Ich nehme mal an ihr seid über das Galton Gate, also von Westen her in den Park gefahren? Das sind wieder 350km und 5-6 Stunden Fahrzeit.
11.-15.Tag
Prischfahrten von Olifantsrus bis Namutoni.
Das die NRW-Campsites jetzt nicht gerade schön sind, sondern eher zweckmässig, steht ausser Frage. Und über den Service wurde hier auch schon viel berichtet. Aber das ihr in euren 6 Tagen und dann noch zur Trockenzeit, wo die Tiere an die künstlichen Wasserlöcher kommen müssen nur ein Löwenrudel gefunden habt, ist vermutlich schon eher Pech. Aber wie schon einige geschrieben haben, kann man in einem Nationalpark, wo die Tiere frei und wild leben, für keine Sichtungen garantieren. Habt ihr euch denn mit den anderen Parkbesuchern über die aktuellen Sichtungen ausgetauscht, oder seid ihr immer auf eigene Faust und gut Glück im Etosha-Park herumgefahren?
16.Tag (06.10.)
Fahrt von der Namutoni nach Okonjima. (350km, 4 Stunden)
Bis auf die 20km Zufahrt nach Okonjima eigentlich alles Teerstrasse. Sicherlich wieder eintönig aber auch gut zu fahren.
17.Tag
Habt ihr auf Okonjima keinen Leopard Drive mitgemacht? Da sieht man doch ja schon fast garantiert Leoparden. Oder war die Lodge so voll, so dass ihr als Camper nicht mitfahren durftet?
18.Tag (08.10.)
Von Okonjima zurück nach Windhoek mit 230km und ca. 3 Stunden, Wagenrückgabe und Abends Rückflug.
Ich nehme mal an ihr seid in Okonjima früh los um rechtzeitig in Windhoek zu sein.
Insgesamt habt ihr bestimmt auch so um die 2500km zurückgelegt. Für mich persönlich kein Problem, ich fahre auch alleine 3600km in nur 15 Tagen. Aber mir liegt das Fahren auch irgendwie mittlerweile im Blut, so dass ich die Fahrerei auch sehr geniessen kann. Wenn man aber bei jedem Kilometer im Stress ist, weil man Angst hat einen Unfall zu bauen oder in einen Unfall verwickelt zu werden, dann kann ich mir gut vorstellen, dass das am Ende mehr Stress als Erholung bedeutet.
Aber Idioten hinterm Steuer und zu Fuss gibt es überall, auch hier bei und in Europa. Siehe hier:
Fahrnünftig (Link zu Youtube)