Der Namibia-Hype ist völlig überbewertet – Eine ehrliche Abrechnung

97 Antworten · 5’297 Aufrufe · gestartet 11. Okt. 2026 von Yana
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673 Beiträge · seit 202411. Okt. 2026 ·
Ich hoffe nur, dass du selber merkst, das dein Bericht vollkommen daneben ist.

Warum? Du hast, wenn überhaupt, 5% von Namibia gesehen. 

Hast 2 Hotspots des Landes auf einer mehr oder weniger 0815 Route besucht. 

Warst vollkommen durch Unerfahrenheit, Fehlverhalten/Unwissenheit, mangelnde Reisevorbereitung  überfordert. 

Und dann verfasst du mit dramatischen Adjektiven  einen "ehrlichen" dem Anschein nach  allgemeingültigen Bericht....

Sorry, wenn es DIR nicht gefallen hat, dann kannst Du das gerne schreiben. Für DICH ist es überbewertet, Allgemeingültigkeit zu schlussfolgern ist vollkommen daneben, unter Berücksichtigung meiner o.g. Aussagen. 

Ist das heute modern und in?

 MIR schmeckt das Essen im Restaurant nicht ,also ist das Restaurant vollkommen überbewertet, die Stadt wo es sich befindet gleich mit und die anderen Restaurants sind ebenfalls vollkommen Mist. (Ich war dort zwar nicht essen, aber egal)

VG 

zuletzt bearbeitet 11. Okt. 2026
467 Beiträge · seit 201211. Okt. 2026 ·

Hallo Jana

Vielen Dank, dass du deine Reiseroute gepostet hast. So wird zumindest für mich dein Frust über deine Namibia-Reise nachvollziehbarer.

Ich fasse für mich (und vielleicht auch für andere) mal deine Reiseroute etwas ausführlicher zusammen. Ich hoffe das passt so.

1.Tag (21.09.)
Ankunft in Windhoek, Mietwagenübernahme und erste Übernachtung im Urban Camp. 
Ich würde sagen, eigentlich alles richtig gemacht, bzw. nicht den Fehler begangen am ersten Tag noch weit fahren zu wollen.

2.Tag (22.09.)
Fahrt von Windhoek nach Sesriem.
Je nach dem wie man Fährt sind das 300-350km, oder ca. 5 Stunden. Ist eine längere Fahrt, welche je nach Route und Zwischenstopps schon eintönig werden kann. Trotzdem sollte die Strecke gut machbar sein. Weisst du noch welche Strecke/Strassen ihr gefahren seid? Ich bin bei meiner Reise über den Speethooge Pass gefahren und fand das eigentlich ganz schön.

3.Tag (23.09.)
Fahrt ins Sossusvlei und Wanderung ins Dead Vlei.
Die schönsten Bilder von den toten Bäumen im Dead Vlei werden natürlich immer ohne die ganzen Touristen drumherum ins Internet gestellt. Aber klar ist das ein absoluter Tourismus-Hotspot.

4.Tag (24.09.)
Fahrt von Sesriem nach Swakopmund(?)
Du schreibst nur etwas von einer "privaten Unterkunft". Das diese in Swakopmund liegt, ist jetzt mal von mir geraten. Aber mit 3 Übernachtungen würde dies zumindest am meisten Sinn machen. 
Mit wieder 350km und 5-6 Stunden Fahrt (und das noch über die C14...) ist natürlich wieder ein sehr langer Fahrtag.

5.+6.Tag 
Was habt ihr denn in Swakopmund gemacht? War denn da keine schöne Tour mit dabei? Immerhin schreibst du ja, dass ihr gut Essen ward.

7.Tag
Fahrt von Swakopmund zur Spitzkoppe. (150km, 2 Stunden)
Ich nehme mal an, dass diese Strecke jetzt von der länge her nicht das Problem war.

8.Tag (28.09.)
Ganzen Tag bei der Spitzkoppe.
Ich vermute es war sehr viel los, so wie du es beschreibst. Wart ihr eigentich zweimal beim Bogen? Ihr hattet ja zwei Nächte dort.

9.Tag
Fahrt von der Spitzkoppe nach Mowani. (230km, 4 Stunden)
Ich bin Teile deiner Strecke 2024 auch selbst gefahren und hatte diese bezüglich des Strassenzustandes schlecht in Erinnerung. Gerade die C35 zwischen Uis und Khorixas. Aber die Mowani-Campsite soll sehr schön und idyllisch sein.

10.Tag (30.09.)
Fahrt von Mowani nach Olifantsrus.
Ich nehme mal an ihr seid über das Galton Gate, also von Westen her in den Park gefahren? Das sind wieder 350km und 5-6 Stunden Fahrzeit. 

11.-15.Tag
Prischfahrten von Olifantsrus bis Namutoni.
Das die NRW-Campsites jetzt nicht gerade schön sind, sondern eher zweckmässig, steht ausser Frage. Und über den Service wurde hier auch schon viel berichtet. Aber das ihr in euren 6 Tagen und dann noch zur Trockenzeit, wo die Tiere an die künstlichen Wasserlöcher kommen müssen nur ein Löwenrudel gefunden habt, ist vermutlich schon eher Pech. Aber wie schon einige geschrieben haben, kann man in einem Nationalpark, wo die Tiere frei und wild leben, für keine Sichtungen garantieren. Habt ihr euch denn mit den anderen Parkbesuchern über die aktuellen Sichtungen ausgetauscht, oder seid ihr immer auf eigene Faust und gut Glück im Etosha-Park herumgefahren?

16.Tag (06.10.)
Fahrt von der Namutoni nach Okonjima. (350km, 4 Stunden)
Bis auf die 20km Zufahrt nach Okonjima eigentlich alles Teerstrasse. Sicherlich wieder eintönig aber auch gut zu fahren.

17.Tag
Habt ihr auf Okonjima keinen Leopard Drive mitgemacht? Da sieht man doch ja schon fast garantiert Leoparden. Oder war die Lodge so voll, so dass ihr als Camper nicht mitfahren durftet?

18.Tag (08.10.)
Von Okonjima zurück nach Windhoek mit 230km und ca. 3 Stunden, Wagenrückgabe und Abends Rückflug.
Ich nehme mal an ihr seid in Okonjima früh los um rechtzeitig in Windhoek zu sein.

Insgesamt habt ihr bestimmt auch so um die 2500km zurückgelegt. Für mich persönlich kein Problem, ich fahre auch alleine 3600km in nur 15 Tagen. Aber mir liegt das Fahren auch irgendwie mittlerweile im Blut, so dass ich die Fahrerei auch sehr geniessen kann. Wenn man aber bei jedem Kilometer im Stress ist, weil man Angst hat einen Unfall zu bauen oder in einen Unfall verwickelt zu werden, dann kann ich mir gut vorstellen, dass das am Ende mehr Stress als Erholung bedeutet.

Aber Idioten hinterm Steuer und zu Fuss gibt es überall, auch hier bei und in Europa. Siehe hier:
Fahrnünftig (Link zu Youtube)

Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
zuletzt bearbeitet 12. Okt. 2026
2’485 Beiträge · seit 200612. Okt. 2026 ·
6 Nächte in Etosha auf den Campsites ist auch für uns Höchststrafe. Ich mochte seinerzeit weder Olifantrus und Okaukuejo noch dieses Jahr Halali - staubig, kaum Schatten, dieses Jahr reichlich Overlander und Kleingruppen, ab halb fünf morgens wurde laut zusammengepackt und mit laufendem Motor vor dem Gate auf Öffnung gewartet. 
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
6’429 Beiträge · seit 201112. Okt. 2026 ·
Hoi Yana

Ich musste etwas schmunzeln als ich die Überschrift gelesen habe.

Mir war sofort klar was inetwa für Antworten kommen werden. ;-)

Vorweg: Ich war noch nie in Namibia und bisher reizt es mich auch nicht, ich bin eher in Ostafrika unterwegs.

Darum will ich da auch nichts beurteilen.

Aber ich teile die Vermutung dass Ihr Euch eher oberflächlich informiert habt. Youtube, Influenzter, Facebook usw?

Glaub mir, da wird viel Mist erzählt...

Und auch in Naturdokus kommt schon mal die eine oder andere Unstimmigkeit rein.
So hab ich in einer Doku über die südliche Serengeti schon grosse Sandflächen gesehen, die es in diesem Ausmass dort nirgends gibt, in Berichten über Uganda hab ich den in Tansania stehenden und von mir schon mal erklommenen Ol Doinyo Lengai im Hintergrund gesehen und die Virunga-Vulkane wurden mal kurz als Ruwenzori-Gebirge verkauft.

Bereite Dich für zukünftige Reisen vielleicht etwas besser vor, zum Beispiel hier im Namibia-Forum, wo es ja schon lange nicht mehr nur um Namibia geht.

Lies dazu Reiseberichte und rechne mit viel tieferen Geschwindigkeiten als Du es bei dieser Reise gemacht hast, dann kommen auch realistischere Einschätzungen zustande und Du bist weniger gestresst und enttäuscht.

Linksverkehr...damit hab ich nur Probleme wenn es wenig Verkehr hat...solange mir alle paar Minuten ein Auto entgegen kommt gehts problemlos, danach kanns schon mal vorkomen dass ich einige Sekundenbruchteile benötige um zu merken dass nicht der Andere falsch fährt...zumindest in Irland ist es mir so ergangen, in Afrika fahr ich kaum mal selbst sondern lasse mich fahren, denn da seh ich als Passagier mehr vom Urlaubsland.

Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1’762 Beiträge · seit 200712. Okt. 2026 ·
Die Sache scheint jetzt ziemlich klar. Wenig Zeit und m.E. falsche Gewichtungen. Da macht man nicht 3 Nächte Swakop, und 6 Nächte Etosha NWR. Und offensichtlich ohne Wissen, was von NWR Campsites zu erwarten ist. 
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
7 Beiträge · seit 202612. Okt. 2026 ·
Wir sind am 29.09. angekommen und sind aktuell noch unterwegs und bisher finden wir es richtig schön.


Wir haben uns bei Deadvlei und Spitzkoppe aufs Schlimmste vorbereitet, da wir wussten, dass dies in Social Media ausgeschlachtet wird. 

Deswegen sind wir zum Deadvlei am Nachmittag hin und waren ganz allein bis zum Beginn der Golden Hour. Am nächsten Morgen sind wir statt auf die Big Daddy zu gehen, einfach auf die Big Mama hoch und waren wieder alleine.

Bei Spitzkoppe waren wir so unglaublich positiv überrascht wie wenig los war. Wir konnten hier richtig entspannt campen, Feuer machen, grillen und Sterne schauen. Zum Bogen sind wir auch antizyklisch hin und waren so um 08:00 Uhr morgens ca. da und waren auch hier ganz alleine. 

Wir fragen uns immer "Was ist wohl ein absoluter Tourihotspot und wie können wir den Massen hier aus dem Weg gehen?"

Und damit fahren wir bisher sehr gut.

Eines meiner Highlights ist bisher aber auch die Gegend um Palmwag, Hoanib und Purros.

Jetzt geht es für uns ein paar Tage in den Etosha und hier stellen wir uns mental auch wieder auf das Schlimmste ein, da dies für uns auch wieder ein Touri Hotspot sein wird. Wir haben uns durch Recherche auch bewusst gemacht, dass Namibia jetzt nicht Tansania ist und die Menge an Tieren und die Vielfalt wohl nicht die gleiche sein wird. Und das ist ok für uns. Und wir hoffen durch unsere Einstellung, dass wir dann nur positiv überrascht werden können.

Wir schätzen es extrem, dass Namibia sicher ist und wir hier im Land frei herumfahren und die Weite des Landes genießen können.

Und ja, wir sind selbst Touris und Teil des Massentourismus. 

33,4k Beiträge · seit 200612. Okt. 2026 ·


Yana schrieb:Man verbringt 80 Prozent des Urlaubs im Auto und starrt auf monotone Landschaften.

Das verstehe ich so langsam. Wenn ihr natürlich 6+ Tage in Etosha verbringt, wo man eben nur im Auto sitzt, und ansonsten aufgrund der "anderen Raser" eher langsam unterwegs wart (das erklärt auch, warum Euch ab und an Wellblech zu viel wurde, denn beim langsamen Fahren ist es häufig ein Qual), dann verbringt man viel Zeit im Auto. Für monotone Landschaft ist Namibia ja eher eher weniger bekannt. Viele reisen vor allem wegen der Landschaft hierher. Da ist Etosha aber eher nicht die erste Anlaufstelle.

Insgesamt seid ihr ja die Einsteigerroute gefahren, mir Schwerpunkt Etosha. Da ist per se ja nix verkehrt mit, ihr wart nur scheinbar unter falschen Voraussetzungen unterwegs. Die Tour machen fast alle Ersttäter.

Überlaufen (wobei das relativ ist) sind zu sehr begrenzten Stoßzeiten einige Gebiete, v.a. das Namib-Dünenmeer am Morgen (und scheinbar Spitzkoppe am Abend, wobei ich das noch nie so mitbekommen habe). Da muss man eben durch oder sich andere Uhrzeiten aussuchen.


Swakopmund als Freizeitzentrum Namibias bietet sicherlich für 4 Wochen tägliche Aktivitäten, ohne, dass es einem langweilig sein wird. Das ist halt ein Frage der Planung und der Informationen die man sammelt. Sonntags ist das Dorf, so wie auch alle anderen Städte, inklusive Windhoek, tot. Das ist schlichtweg so, da der Sonntag hier noch meist ein reiner Familientag ist. Es gibt ja dennoch Souvenirgeschäfte, Restaurants, Sehenswürdigkeiten die offen haben. Was hattet ihr Euch den zusätzlich noch vom Dorf versprochen?

Ich glaube einfach, wie die anderen schon schrieben, dass bei Euch die Erwartungshaltung, getriggert durch was oder wenn auch immer, eben nicht dem entsprach, was am Ende bei raus kam. Aber, z.B.  dass Namibia viele Sandstraßen hat und es deshalb mal staubt, sollte ja beim Einholen der ersten Informationen zu einem Land klar sein.


Viele Grüße

Christian

 

Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter8 Beiträge · seit 202612. Okt. 2026 ·
Hallo Black Lion :)
vielen Dank für deine Rückmeldung! Ich freue mich sehr über diesen sachlichen und konstruktiven Austausch.
Wir haben uns bei der Planung ganz bewusst dazu entschieden, die Route kompakter zu halten und dafür länger an einzelnen Plätzen zu bleiben (wie die zwei Nächte an der Spitzkoppe oder die drei in Swakopmund). Uns war es wichtig, nicht jeden Morgen direkt wieder die Koffer packen oder das Zelt abbauen zu müssen. Wir wollten die Orte intensiv erleben, sie im Abend- und Morgenlicht sehen und einen gesunden Puffer haben, falls mal ein Reifen schlappmacht.
Deshalb finde ich auch die Kritik von einigen hier im Forum, die Route sei schlecht geplant gewesen, nicht ganz fair. Für uns war dieser 'Slow Travel'-Ansatz genau der richtige Gedanke.
Deine Einschätzung zum Fahrstress trifft es übrigens perfekt: Wer das Fahren auf Schotter im Blut hat, genießt die Weite. Wenn man aber permanent mit der Konzentration am Limit ist, raubt einem das einfach viel Energie – insbesondere wenn man dann noch auf die anderen achten muss, für die Geschwindigkeitsüberhöhung dort anscheinend zum Alltag gehört.
Viele Grüße
33,4k Beiträge · seit 200612. Okt. 2026 ·


Yana schrieb:für die Geschwindigkeitsüberhöhung dort anscheinend zum Alltag gehört.

100 km/h ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf nicht asphaltierten Straßen außerhalb von Ortschaften. Das mag Euch viel vorkommen, wenn ihr beispielsweise nur mit 60 km/h unterwegs seid. Das ist dann aber ja nicht das Problem der Anderen, die mit 100 fahren.

Viele Grüße

Christian 

Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter8 Beiträge · seit 202612. Okt. 2026 ·
Zum Spreetshoogte Pass: Den haben wir uns tatsächlich nicht getraut! Nach den ganzen Berichten hier im Forum, dass die Strecke zwar wunderschön, aber eben auch extrem anstrengend ist, haben wir lieber gekniffen.
Zu den Tagen 5 und 6 in Swakopmund: Da waren wir keineswegs untätig! Neben gutem Essen haben wir ein volles Programm durchgezogen: die Little Five/Living Desert Tour, Paddeln mit Robben und den Ausflug zum Sandwich Harbour. Das war alles absolut genial!
An der Spitzkoppe (Tag 8) sah die Welt dann etwas anders aus. Beim berühmten Felsbogen hatte man das Gefühl, die Schlange der Fotowütigen wird eher länger als kürzer. Und dann gab es noch ein echtes Camping-Drama: Wir sind nur kurz zur Rezeption gefahren und haben unsere Stühle auf dem Platz gelassen. Als wir wiederkamen, war unser Platz besetzt und die Stühle waren weg! Wir haben die Ranger um Hilfe gebeten und nach einer epischen, dreistündigen Suchaktion in absoluter Dunkelheit kam heraus: Andere Touristen hatten sich unsere Stühle einfach „gemopst“, weil sie schlicht zu faul waren, ihre eigenen aus dem Camper zu holen! Man glaubt es kaum...
An Tag 9 nach Mowani kam dann der nächste Nervenkitzel. Die ohnehin extrem anstrengende Piste hat unser Dachzelt so durchgeschüttelt, dass sich eine Schraube verabschiedet hat. Ohne Ersatzschraube hämmerte das Zelt den Rest der Fahrt ohrenbetäubend laut gegen die Schiene. Dafür war das Glamping in Mowani ein Traum – da wären wir wahnsinnig gerne länger geblieben.
Im Etosha ging das Pannentheater dann leider weiter: Unsere Leiter zum Dachzelt war defekt, und das gleich mehrmals. Anstatt morgens entspannt zur Pirschfahrt in den Park zu starten, durften wir also erst mal jemanden suchen, der uns die Leiter repariert. Das kostet wertvolle Zeit, die einem im Etosha dann einfach fehlt. Wir haben dort auch einige andere Camper kennengelernt, deren Nerven völlig am Limit waren, weil durch die ständige Holperei ständig irgendwelche Sachen am Auto kaputtgingen.
Ich finde, genau deshalb sollte man im Forum auch die negativen Erfahrungen offen teilen dürfen. Ersttäter müssen einfach wissen, was in Namibia unterwegs alles passieren kann – erst recht, wenn man vielleicht mit kleinen Kindern als Camper unterwegs ist.
Deine Einschätzung zum Fahrstress trifft es jedenfalls auf den Punkt: Wer das Fahren auf Schotter im Blut hat, genießt die Weite. Wenn man aber permanent mit der Konzentration am Limit ist, raubt einem das einfach viel Energie – insbesondere wenn man dann noch auf die anderen achten muss, für die Geschwindigkeitsüberhöhung dort anscheinend zum Alltag gehört. Und an Tag 17 in Okonjima haben wir das sogar bei den Lodge-Mitarbeitern gemerkt: Wo 40 km/h erlaubt waren, wurde gerne mal mit 80 vorbeigebrettert. Die Leoparden- und Nashorntouren waren dort aber zum Glück trotzdem wunderschön.
275 Beiträge · seit 202512. Okt. 2026 ·

@Yana

An sich finde ich die Aufenthaltsdauern o.k., aber die Etappenziele liegen je nach Strecke natürlich weit auseinander, außer Etoscha. 

Hättet von Spitzkoppe auch über Karibib mit anderen Zwischenzielen in Richtung Etoscha fahren können und zurück. Auf Asphalt, außer in Etoscha.   

Allerdings ist es schon heftig beim ersten Besuch und gleich zu Anfang die Strecke nach Sossus Vlei zu fahren, die tatsächlich eine Herausforderung ist für alle die Schotterpisten nicht kennen, oder auch kennen. Daß dort nicht wenige rücksichtslose und rasende Narren unterwegs sind, kann man nicht bestreiten. Gibt es überall.

Hatte gerade Verwandte die vor einem Monat ähnlich gereist sind. Kein Wort über die schlechten Schotterpisten, allerdings Gemotze über Camping als solches.

Vermutlich seid Ihr mit anderen Erwartungen gereist, und jeder hat seine eigenen Prioritäten und Wünsche. 

Dann sollte man die Konsequenz besitzen halt alternative Reiseziele an zu steuern. Oder seine Reise anders zu planen.

Grüße

zuletzt bearbeitet 12. Okt. 2026
29 Beiträge · seit 201312. Okt. 2026 ·
Für Touristen mit Mietwagen ist auf Gravel allerdings bei 80 km/h Schluss. Sonst nervt das Fahrzeug mit Geschwindigkeitswarnungen.
1’947 Beiträge · seit 200912. Okt. 2026 ·

*gelöscht", weil ich ungerne KI füttere. 

Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
zuletzt bearbeitet 14. Okt. 2026
36 Beiträge · seit 202612. Okt. 2026 ·

So unterschiedlich kann die Wahrnehmung sein: Wir haben das Autofahren in Namibia als eine der stressfreiesten und kurzweiligsten Komponenten des Urlaubs empfunden (5.230 km in netto 17 Fahrtagen, 29 Tagen mit dem Wagen). In Sesriem ist uns der Gate-Run mancher Reisender, aber speziell der Tagesausflugs-Landcruiser lokaler Unterkünfte 🙈 negativ aufgefallen, aber ansonsten sind uns außerhalb der größeren Städte selten mal mehr als zwei Autos am Stück begegnet. Wir sind definitiv keine Schotterexperten, aber schon nach vielleicht 100 km war das kein Thema mehr und auch der Linksverkehr hat uns keine einzige Schweißperle auf die Stirn getrieben. Klar, Wellblech ist nicht angenehm und auf manchen Abschnitten muss man etwas mehr aufpassen, z.B. zwischen Opuwo und Epupa Falls auf die häufigen Dips oder Kinder, die schnell auf die Straße rennen, oder in belebteren Straßen von Katutura. 
Aber im Allgemeinen fanden wir das Fahren mit dem schweren Hilux völlig tiefenentspannt. Wenn das Heck doch mal etwas rutschte, war das mit Lenkrad und Gas bzw. Bremse schnell korrigiert. Sehr breite & fast immer leere Schotterstrecken, keine Leitplanken direkt neben der Fahrspur, eine Landschaft, die alle 15-20 Kilometer wieder anders aussieht - Spitze! 🤩 Da fanden wir es viel nerviger, dass wir die gesamte Strecke zwischen dem Farmhouse Deli in Tsumeb und Otjiwarongo auf der schmalen Asphaltspur hinter einem 80 km/h fahrenden Werttransport-LKW mit Polizei- und Militäreskorte festhingen, wo so ein Ding als letztes Fahrzeug teils recht plötzlich die rechte Spur dicht machte, wenn jemand von hinten aus der Schlange der Nachfolger alle überholen wollte (auch mit Kaffee- und mehreren Toilettenpausen haben wir den Konvoi regelmäßig wieder eingeholt). 

Wir finden die Autobahnen in Deutschland und speziell bei uns im Ruhrgebiet viel stressiger als das Fahren in Namibia. Auf jeder längeren Autofahrt wieder zurück in Deutschland sagt irgendwann immer einer von uns "Ich will wieder Gravel fahren". Aber Geschmäcker sind eben verschieden. 🤷‍♂️

7’358 Beiträge · seit 200612. Okt. 2026 ·
In unserer Planung, machen wir bewusst die ersten Tage entspannter. Zwischen Windhoek und Sesriem planen wir einen Zwischenstopp ein. Sehr gerne da auch noch mit einem Fahrtraining. Von da aus die perfekte Distanz um Sossusvlei am Nachmittag zu besuchen. Übernachtung dann bei Sesriem. 


Auch die Strecke nach Swakopmund wird unterteilt. Ja, das kostet jeweils extra Nächte, macht aber die Fahrt deutlich entspannter. Man gewöhnt sich auch langsam an den Schotter.

Wir erleben es leider immer wieder, dass Leute einfach zu viel (auch zu viel Fahrerei) speziell in die ersten Tage legen. Bei euch sieht man dann, dass das ganze viel Frust auslösen kann. Wenn dann der Anfang der Tour stressig ist, kann sich das auf alles auswirken.

Ich bin froh über deinen Beitrag und hoffe, dass viele Leute den lesen, sich mehr Gedanken machen und entweder im Forum oder auch von einem professionellen Namibia Anbieter eine vernünftige Tour planen lassen.


Herzliche Grüße 

Chrigu 

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36 Beiträge · seit 202612. Okt. 2026 ·
doom schrieb:Für Touristen mit Mietwagen ist auf Gravel allerdings bei 80 km/h Schluss. Sonst nervt das Fahrzeug mit Geschwindigkeitswarnungen.
Das ist abhängig vom Vermieter. Unser Wagen von Namibia2Go hatte kein solches Warnsystem (edit: hatte versehentlich Mietsystem geschrieben) und auf Nachfrage bei Rückgabe meinte man, das würden sie nicht einbauen. 
zuletzt bearbeitet 12. Okt. 2026
134 Beiträge · seit 202412. Okt. 2026 ·
Das Grundproblem hier sehe ich hier ganz klar bei "Social Media" bzw. den ganzen Reise-Influenzern...


Wir schauen mit den Kids auch relativ viele Dokus, Reiseberichte usw. auf YouTube und in kaum einem sieht oder ließt man etwas Negatives. Es wird alles als easy,  wundervoll und traumhaft dargestellt und alle präsentiere die eigene Route (meistens die 2-3 Wochen "Standartroute") als absolutes Highlight. Alles ist auf maximale Klickzahlen ausgelegt und da kommen negative Erfahrungen nunmal nicht gut. Routen und die Planung drum herum wird über KI / Chat-GPT gemacht um in kürzester Zeit möglichst viel Erlebnis zu packen, was man dann danach der breiten Masse präsentieren kann. "Alles für die Klicks und Likes" ;-)


Wir haben ein Influenzer-Pärchen getroffen, die in 2 Wochen sowohl im Caprivi als auch in Lüderitz waren... Dazwischen natürlich Etosha, Spitzkoppe, Swakopmund usw. Das Profil war gespickt mit den tollsten Highlights, aber fragt nicht wie fertig die beiden aussahen!!! Das hat ja nix mit Reisen zu tun, das ist eher ein Run auf die Highlights um das Profil zu füllen und um einen Haken in der Länderliste zu machen.

Dabei unterschätzten die eben schnell die Entfernungen und Straßenverhältnisse und der vermeintliche Traumurlaub wird schnell von der Realität eingeholt und ist dann doch gar nicht sooooo super. Aber zeigen darf man das dann natürlich nicht, könnte ja Klicks kosten. 



1’762 Beiträge · seit 200712. Okt. 2026 ·
Unabhängig von Yanas Eindrücken geb ich jetzt auch noch mal einen allgemeinen Senf dazu. Wir haben 1992 angefangen und sind seitdem immer wieder gekommen (Virus). Natürlich kann man da nichts mehr vergleichen. Und deswegen bin ich auch nicht sicher, ob es mir als Ersttäter mit Hotspot-Route heute wieder so gehen würde. Alles was wir an Namibia gut finden (Leeres Land, Landschaft und Einsamkeit bei der Unterkunft), gibt es an den Hotspots halt nur noch, wenn man das richtige Timing einhält etc etc. Eigentlich bedauern wir die heutigen Ersttäter. Und was heute als Lodge/Hotelpreis (und selbst Gästefarm) aufgerufen wird, ist teilweise unverschämt, oder wendet sich inzwischen an andere Kreise (Sandfontein z.B). Deswegen machen wir seit vielen Jahren nur noch Selfcatering, unbekanntere Farmen und ab und zu eine Lodge, oder so was wie Timbila. Booking.com, AirBnB und LekkeSlaap und natürlich Forum-Tips sind da sehr hilfreich. 
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
7’358 Beiträge · seit 200612. Okt. 2026 ·
Yana schrieb:Stressfaktor Straßenverkehr: Zu der ohnehin schon anstrengenden Umstellung auf den Linksverkehr kommt hinzu, dass sich vor allem Einheimische kaum an Regeln halten. Im Sossusvlei wird weit über dem Limit gerast und in Städten wie Swakopmund ignorieren Fußgänger regelmäßig rote Ampeln. Das erfordert permanente, extrem ermüdende Zusatzkonzentration.

Das mit dem Linksverkehr ist individuelle Einschätzung. Ein Kollege von mir ist ein guter und sicherer Autofahrer, aber der Gedanke an Linksverkehr hält ihn von einem Urlaub in Namibia ab. Mir fällt der Wechsel leicht und ich fahre auch in Deutschland Links- und Rechtslenker.

Was die Einhaltung von Verkehrsregeln angeht, kommt es sicherlich auf Deine Wohnregion an. Ich z.B. bin täglich in Frankfurt und Offenbach (die Stadt mit den meisten Unfallschäden und den höchsten Versicherungsprämien in Deutschland) unterwegs. In Frankfurt hält max. 1 von 20 Radfahrern an einer roten Ampel. In Offenbach betrachtet man Verkehrsregeln nur als Empfehlungen. Einbahnstraßen, rote Ampeln werden oftmals ignoriert, Tempolimits interessieren auch keine Sau und etwa 25-30% der Fahrer benutzen einen Blinker. In Namibia waren das gefühlt 99%. Ich bin selten entspannter unterwegs gewesen als in Namibia. 


Yana schrieb: 
 Katzen-Enttäuschung im Etosha-Nationalpark: Wer die epische Wildnis aus Dokumentationen sucht, wird bitter enttäuscht. Raubkatzen wie Leoparden, Geparden oder Löwen sieht man extrem selten. Wir haben erst an unserem fünften (!) Tag im Park ein Löwenrudel entdeckt. Viele Touristen, die nur für zwei oder drei Tage in den Etosha kommen, verlassen den Park, ohne eine einzige Katze gesehen zu haben. Man fährt im Grunde nur von einem künstlichen Wasserloch zum nächsten – das fühlt sich eher wie ein staubiger Safaripark an.

Etosha ist größer als das Bundesland Hessen und nur ein Teil davon ist zugänglich. In dem Gebiet leben etwa 400 Löwen, die am liebsten ihre Ruhe haben. Auf der gleichen Fläche leben in Hessen so viele Wildschweine, dass man etwa 60.000 pro Jahr abschießt und trotzdem sieht man kaum mal eines. Natürlich braucht man Glück, um Raubkatzen zu sehen. Ich habe erst bei meinem vierten Besuch in Etosha Geparden und einen Leopard gesehen und das im Abstand von 10 min. Paar Minuten später hätte man nur noch ödes Grasland gesehen. Tiersichtungen sind halt Glücksache.

Gruß
Wolfgang 

Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
33,4k Beiträge · seit 200612. Okt. 2026 ·


doom schrieb:Für Touristen mit Mietwagen ist auf Gravel allerdings bei 80 km/h Schluss. Sonst nervt das Fahrzeug mit Geschwindigkeitswarnungen.

Kommt auf den Vermieter an.

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