Die Eulenmuckels zwischen Löwen, Walen und Blumen

Reisebericht 67 Antworten · 5’718 Aufrufe · gestartet 06. Sept. 2026 von Eulenmuckel
Themenstarter2’120 Beiträge · seit 200607. Sept. 2026 ·

Dienstag, 21. Juli 2026 – Auto fertig!?

Meikes Gästehaus, Swakopmund

Wie immer, wenn unser Auto in der Werkstatt ist und wir nicht wissen, wie lange es dauert, schlafen wir etwas unruhig. Gegen acht Uhr steht Uwe auf und fährt zu Toyota. Karsten von Namib Campers hatte den Wagen zwar schon längst dort vorbeigebracht, aber angefangen wurde noch nicht. Das Auto steht noch auf dem Hof. Uwe marschiert durch die Werkstatt zum Supervisor und erklärt ihm, dass wir es heute eilig haben. Er möchte sich bitte dringend um unser Temperatur-Problem an den Hinterrädern kümmern, was er auch verspricht. Hoffnungsvoll kehrt Uwe in die Pension zum Frühstück zurück. Eigentlich hatten wir den großen Service an unserem Auto zum Ende unserer Jahresreise vorgezogen, damit wir eben keine Probleme zum Start der nächsten haben sollten. Aber so ist es halt mit Plänen …

Anschließend drehen wir eine letzte Einkaufsrunde zu Spar und Foodlovers. Nachdem wir alle Lebensmittel im Auto haben, fahren wir gegen Mittag zu Toyota. Unser Auto ist tatsächlich fertig. Man habe sich alles angesehen: Bremsen, Radlager, Hinterachse. Und nichts Auffälliges gefunden. Alles sei, wie es gehöre. Vielleicht seien die Temperatur-Sensoren nicht ganz in Ordnung. Wir sind nun mehr oder weniger beruhigt und fahren unser Auto wieder zurück zu Namib Campers.

Den Nachmittag verbringen wir in der Stadt. Zunächst setzen wir uns in das kleine Café „The Shed“ um die Ecke mit angeschlossener Gärtnerei, welches mit einem auffallend schönen Schild um Kundschaft wirbt.

Es gibt dort eine kleine Karte mit hervorragendem Kaffee und Kuchen für einen unschlagbaren Preis: eine absolute Empfehlung. Anschließend spazieren wir ans Meer und freuen uns über die Sonne, die sich nun endlich gegen den Nebel durchgesetzt hat. Es wird richtig warm. Wir werden von mehreren Nuss-Schnitzern angesprochen, können sie aber erfolgreich abwimmeln. Bei einem ehemaligen DDR-Kind klappt das nicht. Er erzählt uns in bestem Deutsch seine Geschichte und sammelt Geld. Für einen kleinen Obolus kaufen wir uns frei und können anschließend allen weiteren DDR-Kindern berichten, dass wir bereits Kind Nr. 8 unterstützt haben, so dass wir in Ruhe gelassen werden.

Wir drehen eine große Runde bis zur Jetty und laufen dann wieder zurück ins Gästehaus. Es dauert nicht lange, bis wir die Info bekommen, dass wir unser Auto abholen können. Die Standheizung läuft auf heißester Stufe, und im Camper ist es ziemlich warm. Nun kann die Kälte im KTP kommen. Es gibt noch einige Handgriffe zu erledigen, aber nach einer weiteren halben Stunde können wir bezahlen und vom Hof fahren.

Es ist schon spät, als wir bei Meike eintreffen. Dennoch schnappt sich Ruth einen Eimer Wasser und macht im Camper sauber. Uwe saugt ein wenig, und dann räumen wir schon einen Teil unserer Sachen ins Auto. Auch den Kühlschrank machen wir voll. Bis es dunkel wird, verstauen wir Sachen, damit wir morgen nicht mehr ganz so viel erledigen müssen. Es ist immer wieder erstaunlich, was es alles zu kramen, räumen und wischen gibt.

Um 19:00 Uhr fahren wir mit Meike und Klaus zum Old Steamers. Das Buffet dort mögen wir sehr gerne. Auch heute genießen wir Suppe, Vorspeisen, Salate, Filet mit Beilagen und verschiedene Nachtische. Alles ist super lecker. Wir ahnen noch nicht, dass das hier erst der Anfang einer Reise ist, auf welcher Essen eine für uns priorisierte Rolle spielen wird. Kein Wunder, dass wir mit über drei Kilogramm Sonnenbräune nach Hause kommen werden.

Zurück „zuhause“ kann sich Paula vor Freude kaum beruhigen und springt wie ein Flummi mit allen Beinen gleichzeitig in die Luft. Wir sind alle müde und verschieben das Kartenspielen auf das nächste Jahr.
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Themenstarter2’120 Beiträge · seit 200607. Sept. 2026 ·

Mittwoch, 22. Juli 2026 – Abschied und Wiedersehen

Meikes Gästehaus, Swakopmund – Urban Camp, Windhoek

Wir stehen mit Wecker um sieben Uhr auf, duschen und laden unsere Sachen ins Auto und beziehen unser Bett. Bis jedes Teil an seinem oder irgendeinem Platz ist, glauben wir nicht, dass alles hineinpasst. Heute sitzen wir etwas früher als sonst beim Frühstück und treffen die Familie wieder, die neben uns im Flugzeug gesessen hat. Wir unterhalten uns ein wenig, und auch Meike und Klaus kommen dazu.

Um kurz nach zehn Uhr sind wir abfahrbereit. Leider konnten wir dieses Mal nur vier Tage bei unseren Freunden verbringen, und wie immer fließen beim Abschied ein paar Tränen. Wir nehmen uns vor, beim nächsten Mal wieder mehr Zeit miteinander zu verbringen.

Wir lassen noch etwas Brennholz da, das wir nicht nach Südafrika in den KTP mitnehmen dürfen. Bei schönstem Sonnenschein (was doch nun wirklich gemein ist, nach vier mehr oder weniger grauen Tagen) verlassen wir die Pension, kaufen noch unser Lieblings- Sauerteig-Brot mit Oliven und fahren aus der Stadt. Zu Beginn sind noch viele Lastwagen unterwegs, die überholt werden müssen. Später nimmt der Verkehr zum Glück etwas ab.

Wir hören Musik und schreiben Nachrichten mit Katrin und Martin, die inzwischen gelandet sind, ihren Mietwagen erhalten und einkaufen fahren. Nach Usakos geht es durch die Baustelle nach Karibib, und bei Wilhelmstal machen wir wieder eine Pause. Heute hat auch der Farmstall direkt an der Straße geöffnet, und wir kaufen dort Droewors. Nachdem wir sie probiert haben, kehren wir gleich wieder um und kaufen noch etwas mehr davon. Dann setzen wir uns gegenüber in das Kwetu-Café und trinken Kaffee. Die Pause tut sehr gut. Auch von hier begleiten uns noch ein paar Trockenwürste. Die nächste Heißhungerattacke kommt bestimmt. Wohl dem, der gut vorbereitet ist!

Nun sind es nur noch ein paar Kilometer bis Otijwarongo, wo wir auf die A1 nach Windhoek abbiegen. Unser Ziel ist die Farm Elisenheim, wo wir am Ende der Reise unser Auto parken werden. Google Maps schlägt eine Abkürzung vor, die dann aber nicht möglich ist. Stattdessen fahren wir ein paar Kilometer über Schotter und sogar durch zwei kleine Senken, die noch mit Wasser gefüllt sind.

Elisenheim ist wie Omeya ein umzäuntes Wohngebiet, an dessen Ende die Gästefarm liegt. Bei der Einfahrt stehen zwei Wachmänner, die über das ganze Gesicht strahlen und einen kleinen Tanz aufführen. Das erinnert uns an den Torwächter bei Great Zimbabwe, und wir lassen uns gerne von der guten Laune anstecken.

An der Farm zeigen uns die Angestellten die große Fahrzeughalle. Dort stehen ein paar Dutzend Autos aller Größen und Nationalitäten. Die Farmbesitzerin schließt einen großen Container für uns auf, in dem wir unsere leeren Reisetaschen verstauen können. Sie nimmt unsere Daten auf, und wir überlegen, die letzte Nacht vor dem Rückflug hier zu verbringen.

Von Elisenheim fahren wir in die Stadt zum Urban Camp. Auf dem Weg füllen wir die Dieseltanks und lassen noch eine höchst wichtige Eskorte dunkler Wagen mit Blaulicht passieren.

Im Camp treffen wir Katrin und Martin. Die beiden haben bereits ihr Auto eingerichtet und warten auf uns. Wir stellen auch schnell unseren Camper auf, und dann gehen wir gemeinsam zum Abendessen im Camp. Das Restaurant ist zwar klein, aber alles ist sehr lecker. Sehr lange halten wir es aber nach dem Nachtisch nicht mehr aus. Unseren Freunden steckt der Nachtflug in den Knochen, und wir sind müde von der langen Fahrt. Morgen wird die Etappe sogar noch etwas länger.

Das Außenthermometer zeigt knapp 14 Grad, und wir machen für ein paar Minuten die neue Standheizung an. Als wir von der Toilette kommen, ist es im Camper bereits wunderbar warm. Sofort fühlen wir uns in unserem kleinen Eulennest wieder zu Hause und pudelwohl. Wir haben es sehr vermisst und freuen uns, hier wieder Zeit zu verbringen.


Tageskilometer: 371

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zuletzt bearbeitet 08. Sept. 2026
1’656 Beiträge · seit 201408. Sept. 2026 ·
Hallo ihr Zwei,

wir freuen uns sehr über eure neuen Erlebnisse.Schön, wieder etwas von euch zu lesen und besonders zu sehen. 

Wir sind gespannt, was euch so vor die Linse gelaufen, bzw. geflattert ist.

Liebe Grüße 

DIe Tinochikas

Ingrid und Hartwig

ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
zuletzt bearbeitet 08. Sept. 2026
2’862 Beiträge · seit 201108. Sept. 2026 ·
Moin, ihr Afrikabummler,

wie schön, dass es auch zu den Walen und Blümchen gehen soll - und alles, ohne als Rumpelstilzchen an der Immigration gestanden zu haben. Ich hätte da vermutlich einen Infarkt bekommen… 

Sehr schön und wunderbar passend für Swakop finde ich dies: „Die Wettervorhersage scheint defekt zu sein.“ 

Ich danke schon jetzt für Euren Bericht!

Viele Grüße

Christina 

714 Beiträge · seit 202308. Sept. 2026 ·
Da springe ich doch auch gerne noch mit auf! Viel hab ich zum Glück noch nicht verpasst. 

Ich freue mich jetzt vorallem auf den KTP, der bei uns im März auf der Agenda steht!


Lg, Melanie 

Themenstarter2’120 Beiträge · seit 200608. Sept. 2026 ·
Hallo Ingrid und Hartwig,
euch haben wir auch schon vermisst und freuen uns sehr, euch am Wochenende zu treffen.

Liebe Christina,
schön, dass du auch mitfährst.
Viele Grüße

Hallo Melanie,
im März wären wir auch gerne in den KTP gefahren. Aber leider war dort bereits alles ausgebucht.
Gleich geht es weiter.
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Themenstarter2’120 Beiträge · seit 200608. Sept. 2026 ·

Donnerstag, 23. Juli 2026 – Weite Fahrt in die Kalahari

Urban Camp, Windhoek – Dunesong Breathers, Koës

Bei nur fünf Grad stehen wir zwar früh auf, haben aber trotzdem reichlich Schlaf bekommen. Im Dunkeln gehen wir duschen und packen unsere Sachen. Uwe kocht Wasser, damit alle eine Tasse Tee oder Kaffee trinken können. Um kurz vor acht sind wir abfahrbereit.

Durch den morgendlichen Verkehr fahren wir nach Süden und verlassen Windhoek auf einer recht neuen Umgehungsstraße.

Hinter Rehoboth halten wir am südlichen Wendekreis. Das Foto am Schild ist obligatorisch, und in der inzwischen warmen Morgensonne essen wir an der Küchenklappe ein Brötchen mit Marmelade oder Nocciolata, welches Ruth extra aus Deutschland mitgebracht hat.

Weiter geht es auf der B2 immer schnurgerade nach Süden. Nach Kalkrand gelangen wir nach Mariental, wo wir noch einmal Diesel auffüllen. Dann durchqueren wir den Ort nach Osten und biegen auf die M29 ein, eine Gravel-Straße Richtung Südosten.

Zu Beginn haben wir noch einen Bus vor uns, der aber bald abbiegt. Danach gehört die Straße uns allein. Auf der Nebenstrecke herrscht kein Verkehr. Die Pad führt durch endloses, gelbes Grasland mit mal weniger, mal dichterem Buschwerk. Viele kleine Nonnenlerchen flattern neben der Fahrbahn auf, und das ein oder andere Buschhörnchen flitzt über die Straße. Wir müssen nur selten abbiegen. An jedem Abzweig stehen ein paar wenige Häuser. Zu unserer großen Freude entdecken wir vier Löffelhunde. Sie suchen allerdings schnell das Weite, als wir uns nähern.

Noch vor 15 Uhr erreichen wir die Farm „Onze Rust“. Die Farmerin Marianne begrüßt uns, und wir freuen uns sehr über das Wiedersehen. Sie hat uns letztes Jahr so freundlich und großzügig geholfen, als wir mit unserer defekten Hinterachse bei ihr gestanden haben und uns nicht trauten, noch einen einzigen Meter weiterzufahren. Wir überreichen ihr ein kleines Dankeschön und wechseln ein paar Worte, bevor uns ihr Sohn den Weg zum Camp auf der Düne zeigt. Er legt ein ganz schönes Tempo vor, und wir beeilen uns, hinterher zu kommen. Wie wir es in Erinnerung haben, ist die Campsite wunderschön. Man erhält den Platz exklusiv und befindet sich sofort im absoluten Luxus: Keine Menschenseele, soweit das Auge blickt und auch kein Mucks außer einem leichten Windhauch, sofern wir selbst unsere Schnäbel halten. Traumhaft! Auf der sandigen Anhöhe parken wir die Autos und setzen uns an den riesigen Tisch unter dem Shelter. Endlich haben wir die lange Fahrt hinter uns gebracht.

Wir trinken Tee und Kaffee und essen ein paar Kekse. Mit Katrin und Martin ist es herrlich entspannt, aber auch sehr lustig. Den weiteren Nachmittag ruhen wir uns aus. Ruth bereitet im angrenzenden Küchenhüttchen, welches picobello ausgefegt und blitzblank poliert ist, das Grillfleisch vor und schneidet das Gemüse.

Wir haben Platz und Ablagemöglichkeiten wie nur selten auf einer Campsite. Außerdem gehören ein Gaskocher, ein Wasserkessel, Spüli und ein Geschirrhandtuch zur Ausstattung. Wie sich später herausstellt, haben das Spüli wohl eher Katrin und Martin gesponsert, denn ihres ist nach der ersten Campingübernachtung für den Rest des Urlaubs nicht mehr auffindbar.

Ein Highlight sind auch Toilette und Dusche. Man folgt einem mit Solarlämpchen markierten Sandpfad etwa 50 Meter in die Landschaft und hat eine wirklich fantastische Sicht ins Nirgendwo mit Gräsern und vereinzelten Büschen und Bäumen. Die Funktion der beiden Seile vor der Toilettenschüssel erschließt sich uns allerdings nicht. Ob es darum geht, sich nach einer langen Autofahrt eingerostete Gliedmaßen spinnenlike beim Hindurchwinden zu lockern, ob es als Ankerpunkt gedacht ist, um nicht vom Thron zu stürzen, oder ob es wilde Tiere davon abhalten soll, die Kloschüssel zu besuchen – wir haben keine Ahnung.

Später mischen wir uns Gin und Tonic und gehen ein paar Meter auf die Düne. Wir hören nur ein paar Tauben, sonst ist es still. Beim Sonnenuntergang stoßen wir an und haben es richtig gut. Auf eine tolle Zeit!

Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten gelingt es Martin, unser Feuer in Gang zu bringen. Uwe brät das Gemüse an und rührt Gemüsebrühe und Couscous dazu. Gleichzeitig grillt Martin das eingelegte Oryx-Filet. Zusammen schmeckt alles ganz wunderbar. Sowohl Fleisch als auch Gemüse mit Couscous sind eine riesige Portion. Wir schaffen sie gerade so. Katrin und Martin sind so lieb, den Abwasch zu erledigen. Das machen sie in den folgenden Tagen übrigens noch häufiger. Das verloren gegangene Spülmittel war demnach wahrscheinlich wirklich keine Absicht. 😉

Anschließend sitzen wir noch ein wenig am Feuer und schauen in die Sterne.

Es wird kalt. Nach ein paar Sternenfotos gehen wir in den Camper und schalten unsere Standheizung an. Überraschung! Das Gerappele und Gepuste ist hier in der Stillle fast so laut wie ein Presslufthammer. Wie kann das denn sein? In der Werkstatt in Swakop haben wir doch fast gar nichts gehört. Ist das so in Ordnung? Muss das so? Wir beschließen, dass es heute gar nicht so kalt ist und wir schon bald genug geheizt haben. Trotzdem freuen wir uns über unser muckeliges Nest.


Tageskilometer: 471

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1’721 Beiträge · seit 201609. Sept. 2026 ·
Hallo ihr Lieben,


sorry für die Verspätung, bin ganz aus der Puste, aber noch schnell aufgesprungen. Eine ähnliche Route schwebt mir auch schon länger vor, insofern bin ich doppelt gespannt. Ich freue mich aber einfach auch nur über euren schönen Bericht (und bewundere auch euch dafür, wie schnell ihr hier kurz nach der Reise loslegt). 🙂


Liebe Grüße aus dem Norden,

Betti 

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Themenstarter2’120 Beiträge · seit 200609. Sept. 2026 ·
Hallo Betti,

so sehr brauchst du dich gar nicht zu beeilen. Von Windhoek aus sind wir erst ein paar hundert Kilometer weit gekommen.
Eigentlich sind wir ja gar nicht so die Schnellstarter (was den Reisebericht angeht). Aber jetzt hatten wir einfach mal wieder Lust dazu und freuen uns, wenn dir der Bericht gefällt.

Viele Grüße
Uwe und Ruth
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Themenstarter2’120 Beiträge · seit 200609. Sept. 2026 ·

Freitag, 24. Juli 2026 – Erster Gamedrive

Dunesong Breathers, Koës – Mata Mata, KTP

Die Nacht ist sehr ruhig und kalt. Im Camper frieren wir zwar nicht, aber als Uwe um halb acht aufsteht, zeigt das Thermometer -0,9 Grad. Die Luft riecht würzig und frisch. Doch mit den ersten Sonnenstrahlen wird es bald wärmer, und wir lassen uns viel Zeit bei einem ausgiebigen Frühstück. Wir genießen den schönen Platz auf der roten Kalaharidüne, der unschlagbar schön ist.

Um kurz vor zehn fahren wir langsam zurück zum Farmhaus. Bei Marianne bezahlen wir unsere Rechnung und unterhalten uns noch ein wenig. Bei ihrem Pitbull Charlie haben wir gemischte Gefühle. Der arme Kerl ist uns gegenüber freundlich, hat allerdings die Ginsterkatze auf dem Gewissen, die letztes Jahr auf der Farm aufgepäppelt wurde. Außerdem ist er so kräftig, dass er sich mehr watschelnd als laufend fortbewegt. Marianne erzählt uns, dass er sich nicht viel bewegt und lieber frisst. Wir haben Mitleid mit dem propperen Hund. Trotzdem wird er in den nächsten Tagen für allerhand Witzchen herhalten müssen. Wir ahnen zu dem Zeitpunkt ja noch nicht, dass sein Lebensmotto „wenig bewegen und immer weiter essen“ auf dieser Reise zunehmend auch zu unserem wird.

Heute ist die Strecke nicht weit. Quer zu den Dünen fahren wir nach Osten Richtung Grenze. Es geht ständig auf und ab. Zum Glück haben wir kaum Gegenverkehr. Wir entdecken die ein oder andere Trappe und erfreuen uns an den gelben Grasbüscheln, die in der Sonne leuchten. Nach gut 100 Kilometern halten wir kurz vor dem Park bei einem Farmstall zur Mittagspause. Wir setzen uns gemütlich in die Sonne und trinken Kakao und Kaffee. Dann gönnen wir uns noch ein getoastetes Sandwich mit Schinken, Käse, Tomaten und Ei.

Bestens gestärkt geht es zum Grenzübergang Mata Mata, an dem kaum Betrieb herrscht. Wir reisen aus Namibia aus, zeigen unsere Reservierungen für den KTP, und eine Polizistin trägt unsere Fahrzeuge in eine Liste ein. Sie belehrt uns, dass wir aus dem Park keine tierischen Produkte ausführen dürfen und fragt, ob wir Brennholz dabei haben. Haben wir nicht, und so dürfen wir ohne weitere Fragen und Kontrollen passieren.

Auf der südafrikanischen Seite checken wir ein. Bei einer fitten Parkangestellten geht das ziemlich schnell. Wir kaufen uns eine neue Wildcard, die mittlerweile bei über 3500 Rand pro Person liegt, aber trotzdem eine feine Sache ist, da wir mit ihr ein ganzes Jahr lang „kostenlos“ alle südafrikanischen Parks besuchen können.

Eine Runde drehen wir über die Campsite und entscheiden uns für einen großen Platz in der Sonne. Wir ruhen uns ein wenig aus, duschen und lassen Luft aus den Reifen. Um die Straßen nicht unnötig zu beschädigen, sollte man im Park mit niedrigem Luftdruck fahren. Bei Ruth funktioniert das mit dem Ausruhen nicht so gut. Sie hat Hummeln im Hintern und sucht bereits im Camp nach Vögeln. Als sie ein paar Elfenastrilde entdeckt, ist sie mehr als zufrieden.

Wir kaufen Brennholz und machen uns danach auf zum ersten Gamedrive. Da wir sehr langsam fahren und Ruth alle Bäume nach Katzen und Eulen absucht, kommen wir nicht besonders schnell vorwärts. Bis wir wieder umkehren müssen, entfernen wir uns nur gut 20 Kilometer vom Camp bis kurz hinter das Wasserloch Craig Lockhart.

Wir sehen unzählige Riesentrappen, einige Springbockherden, Oryx und Gnus. Viele kleine Vögel sitzen auf den Büschen und im Gras, darunter Finken und Weber. Ein paar Singhabichte haben ihren Ausguck oben auf Bäumen, Schakale streifen auf Futtersuche durch das Gras. Es ist schön, wieder hier unterwegs zu sein, kennen wir doch bald jeden Baum schon persönlich mit Namen, und alles ist vertraut.

Plötzlich dirigiert Ruth zurück. Nach einigem Suchen entdecken wir eine Wildkatze, die sich hinter ein paar trockene, dicke Äste duckt und vorsichtig zu uns herüberschaut. Wir stellen den Motor ab und warten. Es dauert nicht lange, bis die Katze ihr Versteck verlässt und direkt vor uns über die Straße läuft. Für eine kurze Zeit hält sie sich unmittelbar an unserem Auto auf und guckt zu uns hoch. Zu unserem Glück hat es das Tier überhaupt nicht eilig. Die Katze läuft ein wenig die Böschung hinauf, kehrt wieder um, spaziert noch einmal an uns vorbei, verschwindet wieder und kommt auch für Katrin und Martin, die hinter uns stehen und sie nicht so gut sehen konnten, noch einmal vorbeispaziert. Da sind wir doch ganz zufrieden und setzen langsam unseren Weg fort.

Kaum einen Kilometer weiter entdecken wir noch eine zweite Wildkatze. Diese ist allerdings deutlich scheuer unterwegs und dreht sofort ab, als wir unser Auto stoppen. Da die Straße etwas später von einem Straußenpaar blockiert wird und wir auch nicht auf den letzten Drücker ins Camp zurückkehren wollen, drehen auch wir.

Einmal müssen wir allerdings noch anhalten. Wird uns doch der Wunsch nach einem Eulchen erfüllt.

Gegen die Sonne und im Staub der anderen zurückfahrenden Autos geht es zurück nach Mata Mata. Wir mögen die ganz spezielle Lichtstimmung des KTPs sehr, wenn die Sonne noch oder schon wieder ganz tief hängt. Was für ein schöner erster Gamedrive!

Im Camp machen die Männer Feuer, und Ruth bereitet einen Salat. Leider ist unter den Mitreisenden ein erstes Opfer zu verzeichen. Der Eisbergsalat, den wir eigentlich für heute Abend eingeplant hatten, ist von braunen Stellen durchzogen und nicht mehr zu genießen. So mischen wir Gurke, Tomaten, Paprika und Feta. Nach Bruschetta zur Vorspeise gibt es Boerewors mit Salat.

Heute kühlt es noch weiter ab als gestern. Als wir nach dem Spülen im Auto verschwinden, haben wir nur noch 7 Grad.

 

Tageskilometer: 169
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1’066 Beiträge · seit 202310. Sept. 2026 ·

So ihr Lieben,

jetzt bin ich auch noch zugestiegen. Respekt für eure Kälteresilienz!

Tatsächlich habe ich euch auch im Forum vermisst. Uns zu sagen, wo ihr die letzten Jahre unterwegs wart, und nichts darüber zu erzählen, ist aber schon ein bisschen gemein. 😜

Aus mir wird in diesem Leben kein Camper mehr. Aber bei jedem Lagerfoto wünsche ich mir, ich wäre einer. So eine schöne, authentische Stimmung hat man einfach in keiner festen Unterkunft. Ich freue mich sehr über eure Route, denn ich habe auch eine Kombireise mit Namibia und Wildblumentour in Planung. 

Ihr bringt die Atmosphäre sehr gut rüber.

Ich freu mich, dass ihr uns wieder mitnehmt auf eurer Tour.

Liebe Grüße,

Silvia

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218 Beiträge · seit 201512. Sept. 2026 ·
Liebe Ruth und lieber Uwe,


es freut mich sehr, nach so langer Zeit, endlich wieder einen Reisebericht von Euch zu lesen.

Die Tour ist ja mal was ganz anderes als sonst 😀 Für die Blüte im Namaqualand habt Ihr Euch auf jeden Fall schon mal ein sehr gutes Jahr rausgesucht, nach dem üppigen Regen.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Liebe Grüße Sandra

98 Beiträge · seit 202512. Sept. 2026 ·
Hallo ihr Lieben.

ich habe bisher gerne eure Berichte gelesen und mich an den Bildern gefreut.  Daher bin ich noch schnell eingestiegen. Ich mag den KTP sehr und hatte auch schon eine ähnliche Reise geplant.

Danke fürs Teilen

Viele Grüße 

Andrea 

1’061 Beiträge · seit 200612. Sept. 2026 ·
Hallo ihr lieben Eulen

So, wenn es im KTP losgeht, melde ich mich auch noch «offiziell» an in diesem Reisebericht - mitgelesen hatte ich schon. 😊

Schon als ich die Routenbeschreibung gesehen habe, dachte ich gleich an diese ersten magischen Momente des ersten Gamedrives von Mata Mata aus. Nun wurde ich mit diesem Kapitel wirklich nicht enttäuscht. Sehr schön beschrieben und bebildert, und was für ein schöner Start mit dem tollen Licht und den tollen Sichtungen! Danke für's mitnehmen, da ich es gut kenne und liebe, weiss ich sehr genau, wie es sich für euch angefühlt hat. Herrlich!

Bis bald!

Liebe Grüsse
Sam


Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
zuletzt bearbeitet 12. Sept. 2026
Themenstarter2’120 Beiträge · seit 200617. Sept. 2026 ·
@Silvia: Vielleicht werden wir beizeiten auch hier über unsere lange Reise berichten. Es freut uns, wenn du dich in das Camper-Leben hineinfühlen kannst. Gegenüber festen Unterkünften gibt es natürlich Vor- und Nachteile. Für uns überwiegen erstere.

@Peter: Schön, dass du auch dabei bist. Wir haben uns auch gefreut, dich am Samstag zu treffen.

@Sandra: Der gute Regen war auf jeden Fall vorteilhaft für die Blumenblüte. Für unsere Reisezeit fiel er leider etwas zu früh.

@Andrea: Wir mögen den KTP auch sehr.

@Sam: So geht es uns auch, wenn wir einen Bericht über einen uns bekannten Ort lesen. Wir können uns gut hineinversetzen und wissen, wie es sich anfühlt. Vielen Dank für deinen Kommentar.

Viele Grüße
Uwe und Ruth
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Themenstarter2’120 Beiträge · seit 200617. Sept. 2026 ·

Samstag, 25. Juli 2026 – Mata Mata

Mata Mata, KTP

Ruth wacht um drei Uhr auf, weil in einem Nachbarzelt gehustet wird. Das Husten hält an und Ruth wach. Wohl dem, der einen tiefen Schlaf hat! Trotzdem tut ihr die Husterin leid. Wir stehen um viertel nach sechs auf. Vorher lassen wir für eine Viertelstunde die Standheizung laufen, damit es im Camper etwas wärmer wird. Spätestens jetzt ist das komplette Camp wach, und wir haben ein schlechtes Gewissen, weil der Luftschlauch wieder blubbert und wummert. Wie praktisch, wenn man eine Standheizung hat. Ein Haufen neuer Freunde ist da gleich inbegriffen.

Uwe kocht Wasser für alle, und wir packen im Dunkeln zusammen. Auf dem Baum neben uns flitzen bereits ein paar Baumratten durch die Äste. Wir holen unsere Permits ab und sind mit Toröffnung um halb acht als viertes Auto in der Schlange. Mit Sonnenaufgang fahren wir in den Park und werden schon bald von den ersten Dränglern überholt. Anhalten darf man hier nicht. Was für ein Quatsch! Wir machen uns nicht verrückt und lassen uns Zeit.

Spektakulär sind unsere Sichtungen nicht, obwohl wir uns für die kleinen Loops von unseren Freunden trennen, um beide Wegstücke zu erkunden. Wir sehen eine große Herden Springböcke, Oryx, ein paar Gnus, Giraffen und sehr weit weg im Gras wieder eine Wildkatze. Auch an den verschiedenen Wasserlöchern sind keine besonderen Tiere zu entdecken. Ein Sekretär und ein Gleitaar zählen zu den Highlights.

Bei Dertiende Boorgat gibt es einen neuen Picknickplatz. Letztes Jahr war er bereits im Bau. Dort halten wir und frühstücken. Eine Familie Streifenmäuse huscht durch das angrenzende Geäst und sucht nach Futter.

Auf dem Weg zur Toilette bemerken wir, dass es hier wohl nicht nur Mäuse, sondern auch Katzen gibt.

Es dauert nicht lange, und wir werden fündig. Eine kleine Ansammlung von Autos ein paar hundert Meter weiter verrät uns, dass hier etwas Besonderes sein muss. Und tatsächlich: Ganz oben auf dem Dünenkamm steht ein Mähnenlöwe, der sich aber sogleich hinlegt. In einigem Abstand entdecken wir auch die Damen des Rudels. Aha! Das Spiel kennen wir schon. Unsere Geduld bei schlafenden Löwen hält sich in Grenzen.

Ein Stück weiter vorne sitzt ein Fleckenuhu gut getarnt auf seinem Gelege. Auch hier sind keine besonderen Aktivitäten zu erwarten. Mal sind seine Augen geschlossen, mal linst er ein wenig unter den Lidern hervor. Ansonsten spielt er das Spiel „Ich bin ein Baum“.

Da die Löwen von der Straße aus nur gerade so mit dem Fernglas zu erkennen sind, fahren wir noch ein Stück weiter nach Süden, drehen aber schon bald wieder um. Auf der Rückfahrt erhaschen wir noch einen kurzen Blick auf einen Schakal, der eine große Beute davonträgt. Leider können wir nicht genau erkennen, worum es sich dabei handelt.

Zurück in Mata Mata kochen wir für heute Abend einen großen Topf mit Hackfleisch, Zwiebeln, Möhren, Tomaten, Paprika, Kartoffeln und Bohnen. Dafür benötigen wir fast die gesamte Mittagspause. Vielleicht liegt es auch daran, dass uns ein kleiner, neugieriger Gast ablenkt und Ruth sich zwischen dem Gemüseschnibbeln immer wieder in den Sand wirft.

Nach einer erfrischenden Dusche spazieren wir noch eine Runde durch das Camp. Martin kauft Feuerholz und bestellt Roesterkoek für den Abend.

Dann machen wir uns auf eine weitere Runde durch den Park. Außer einem Perlkauz und ein paar Giraffen entdecken wir noch einige Oryxantilopen, Springböcke und Gnus.

Wir fahren nochmal bis zu dem Löwen, aber auch am Abend zeigt sich noch dasselbe Bild: Sie liegen noch genauseo faul auf der Düne wie zuvor.

Zurück in Mata Mata springt Ruth fast aus dem noch fahrenden Auto. Unser Freund von heute Mittag hat seine Familie dabei. Direkt neben unserer Campsite ist der Eingang zu ihrem Bau, und nun kommt zur Schlafenszeit die ganze Bande von ihren Streifzügen zurück. Emsig wird gescharrelt und gewühlt, gekuschelt oder einfach nur abgehangen. Das ist schon eine niedliche Truppe. Es dauert eine ganze Zeit, bis die Erdmännchen in ihrer Höhle verschwinden. Bis dahin sitzen Katrin und Ruth in ihrer Nähe und beobachten ihr Treiben, während sie umgekehrt genauso neugierig aus großen, schwarzen Kulleraugen angeschaut werden.

Dann erhitzen wir unseren Hackfleischtopf. Das Abendessen schmeckt sehr gut, ist aber etwas scharf. Trotzdem leeren wir den ganzen Topf.

Nach dem Spülen kühlt es wieder schnell ab. Wir unterhalten uns noch ein Weilchen mit einem deutschen Pärchen, welches gerade auf Weltreise ist und verkriechen uns danach schon zeitig im Eulennest.

 

Tageskilometer: 156
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1’868 Beiträge · seit 201617. Sept. 2026 ·

Guten Abend ihr zwei,

das Foto finde ich zu nett. 

Lieber Gruß 

Sascha 

Website: www.picturesgonewild.de Aktuell im Forum: Madagaskar 2026 https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307123-der-achte-kontinent-madagaskar-2026 SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 / Madagaskar 2026 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
556 Beiträge · seit 201617. Sept. 2026 ·


H.Badger schrieb:

Guten Abend ihr zwei,

das Foto finde ich zu nett. 

Lieber Gruß 

Sascha 


Guten Abend,

das geht mir auch so! 


liebe Grüße

Elke

Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
714 Beiträge · seit 202318. Sept. 2026 ·


H.Badger schrieb:

Guten Abend ihr zwei,

das Foto finde ich zu nett. 

Lieber Gruß 

Sascha 

Ja, das ist zu goldig 😍