Air Namibia - News (Namibia Air)

1’133 Antworten · 228k Aufrufe · gestartet 21. Mai 2018 von travelNAMIBIA
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1’715 Beiträge · seit 200721. Juli 2026 ·
Sie wollen also die gleichen Strecken wie FlyNamibia bedienen. Und das soll sich rechnen?
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
Themenstarter33,2k Beiträge · seit 200622. Juli 2026 ·
Sie wollen also die gleichen Strecken wie FlyNamibia bedienen. Und das soll sich rechnen?
Ob es sich rechnen soll, wissen wir ja nicht, da die Machbarkeitsstudie aufgrund von "Geheimnissen" nicht der Öffentlichkeit bisher zugänglich gemacht wurde. Erst einmal hat Namibia Air 160 wöchentliche Verbindungen zu 10+Zielen beantragt. Die Preise sollen bei N$ 680 one way zzgl. Abgaben und Steuern beginnen (WDH-WVB). Das scheint mir nicht sehr auf "es soll sich rechnen" ausgerichtet zu sein. Aber let's see and pray.

Viele Grüße
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
264 Beiträge · seit 202522. Juli 2026 ·
travelNAMIBIA schrieb:
Sie wollen also die gleichen Strecken wie FlyNamibia bedienen. Und das soll sich rechnen?
Ob es sich rechnen soll, wissen wir ja nicht, da die Machbarkeitsstudie aufgrund von "Geheimnissen" nicht der Öffentlichkeit bisher zugänglich gemacht wurde. Erst einmal hat Namibia Air 160 wöchentliche Verbindungen zu 10+Zielen beantragt. Die Preise sollen bei N$ 680 one way zzgl. Abgaben und Steuern beginnen (WDH-WVB). Das scheint mir nicht sehr auf "es soll sich rechnen" ausgerichtet zu sein. Aber let's see and pray.

Viele Grüße
Christian


Wenn man dieses Thema in den vergangenen Wochen ein bischen in den sozialen Medien beobachtet hat in der Bandbreite zwischen Emotionsausbrüchen und Warnungen eines erneuten wirtschaftlichen Desasters mit Steuermitteln, dann scheint der Grund für eine Neugründung in den Preisen der "weißen" Airline FlyNamibia in Verbindung mit SA Airlink zu liegen, primär für Flüge ins Ovamboland, dem Mittelpunkt der regierenden Swapo.

Um an Fluggerät zu kommen, will man anscheinend die restlichen Flieger aus der Konkursmasse der AirNamibia für N$ 600 Mio kaufen, natürlich mit Steuermitteln. Man träumt da offenbar auch vom großen Geld des Erdöls, vielleicht auch von Herero-Milliarden Euro aus Deutschland.

Da alle Entscheidungen aus emotionalem Bauchgefühl gefällt werden, nicht aus wirtschaftlichen Erwägungen, da kann man wohl erwarten, daß als CEO wohl wieder ein Parteigenosse der Swapo (vielleicht dieses Mal ein Grundschullehrer?) ausgewählt wird. Manche schwadronieren natürlich von Entwicklungshilfe durch die Ethiopian Air. Ausgeblendet wird natürlich wer diese Airline dahin entwickelt hat.

Wir dürfen also Popcorn einkaufen und uns aufs Schauspiel freuen ....

Nachtrag: Als sinnvolle Strecke könnte man WDH-WVB betrachten als Zubringer für Lufthansa / Aethopian, dann braucht man nicht mehr über Johannesburg/ Kapstadt zu fliegen. Der Bus-Shuttle kostet N$ 600+, man ist damit aber einen halben Tag unterwegs.
zuletzt bearbeitet 22. Juli 2026
16,9k Beiträge · seit 201222. Juli 2026 ·
travelNAMIBIA schrieb:Ob es sich rechnen soll, wissen wir ja nicht....
Wenn ich mir eine Birkin Bag zulege, dann rechnet sich das auch nicht - macht aber viel her 😗

LG
Logi
Themenstarter33,2k Beiträge · seit 200627. Juli 2026 ·
Hier die wichtigsten Einzelheiten zur neuen Namibia Air... also die Planungen der "Träumer" 😉

📎 8971.pdf

(beginnt auf S. 2 unten links)
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1’715 Beiträge · seit 200707. Aug. 2026 ·
Nicht anders zu erwarten. Wer soll da blockieren bei dem Regierungsprojekt. Da gibt es keine "unabhängigen" Behörden, selbst wenn es theoretisch so ist. Ich vermute auch, FlyNamibia wird/kann kaum was dagegen tun.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
133 Beiträge · seit 202406. Sept. 2026 ·
Das Ganze als Beteiligung von Ethiopian aufzuziehen, erscheint auf den ersten Blick sinnvoll, weil Ethiopian das Know-how zum Betrieb einer Airline und eine lebensfähige Größe hat. Vermutlich hat Ethiopian auch keine Lust, passiv zuzuschauen, wie sich irgendwelche SWAPO-Proteges  bei Air Namibia die Taschen voll machen. Wenn Namibia es allein macht, wird es garantiert scheitern - so wie in den 30 Jahren zuvor.

Andererseits sind diverse Ethiopian-Beteiligungen in Afrika auch keine Erfolgsgeschichte und vor allem hat Ethiopian weder in der eigenen Flotte noch bei seinen Beteiligungen Embraer. Dann gibt es bei Wartung, Ersatzteilbeschaffung, Pilotenschulungen uvm. wieder keine Skaleneffekte, ohne die ein profitabler Betrieb schwer wird. Ethiopian sitzt auch zu weit weg, um bei einer Regionalairline zusammen zu arbeiten. Da bietet es sich theoretisch eher an, bei Airlink unterzuschlüpfen. Die haben über 70 Embraer in der Flotte und sind näher dran.

Der nächste Aspekt ist, dass der namibische Markt nicht groß genug für 2 regionale Airlines mit Hub Windhoek ist. Im besten Fall bekommt die neue Air Namibia dann WestAir/FlyNamibia kaputt. Im schlechtesten Fall fliegen beide lange defizitär. Volkswirtschaftlich ergibt beides keinen Sinn.




1’715 Beiträge · seit 200706. Sept. 2026 ·


ewbabmiz schrieb:Volkswirtschaftlich ergibt beides keinen Sinn.

Natürlich nicht. Es geht nur um das Ego der SWAPO. Und dass FlyNamibia für die eine "weiße" Airline ist. Das geht natürlich gar nicht. 

Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
264 Beiträge · seit 202507. Sept. 2026 ·
Der Ehrgeiz hinter Namibia Air ist das Ego der Swapo-Clique, und zugleich gekränkte Eitelkeiten der Ovambo-Stammeselite, die billig nach Ondangua fliegen wollen, woran sie die pöhsen Westair-Eigentümer hindern. 

Wirtschaftlichkeit hat bei denen noch nie eine Rolle gespielt, denn alles vom Staat Finanzierte ist nach deren Verständnis ja eigentlich Swapo-Eigentum. 

Gegenwärtig drehen sie alle durch unter der gegenwärtigen Präsidentin,  denn sie meinen, die vermeintlichen Ölmilliarden würden bereits morgen anfangen zu sprudeln, also kann man schon heute die Schuldenorgie in Gang setzen, da man nicht bis morgen warten kann.

Damit muß man halt leben und umzugehen wissen.

Wenn Ethiopian helfen soll, kann das nur gut sein, denn diese haben von ihrem lanjährigen GM gelernt, wie eine Airline gemanaged werden muß. Aber die Äthiopier haben eine ganz andere Mentalität als die Namibier. Ethiopian hat höchstens ein Interesse an einer Namibia Air wenn sie die eigenen Flüge damit auslasten kann. Mehr nicht. 

133 Beiträge · seit 202407. Sept. 2026 ·


OceanView schrieb:

Gegenwärtig drehen sie alle durch unter der gegenwärtigen Präsidentin,  denn sie meinen, die vermeintlichen Ölmilliarden würden bereits morgen anfangen zu sprudeln, also kann man schon heute die Schuldenorgie in Gang setzen, da man nicht bis morgen warten kann.

Ich würde ja tippen, dass da nie etwas sprudelt. Ausgerechnet die größten Propagandisten fossiler Energie auf dem Planeten, Trump und Putin, sorgen mit ihren Kriegen für eine rasende Abkehr von fossiler Energie. Nicht nur in Deutschland. Hier steigen die Elektroauto-Neuzulassungen um 75% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch in Brasilien +65%. Indien verzeichnet aktuell 83% Wachstum. 


2035 werden bereits 30-50% des PKW- und LKW-Bestandes vollelektrisch unterwegs sein. Daneben werden Heizungen auf Wärmepumpen umgestellt. Fossile Großkraftwerke werden durch EE ersetzt. Öl für Chemieprodukte wird sukzessive durch Pflanzenrohstoffe ersetzt. In Ländern wie China schrumpft die Bevölkerung bereits. 2035 werden schon 30-50% der heutigen Öl-Nachfrage weg sein. EE sind so billig geworden, dass nicht mal mehr die Saudis mit den weltweit niedrigsten Ölförderkosten weiter Öl verstromen wollen. Es wird in paar Jahren ein Öl-Überangebot geben, die Preise werden sinken und dann werden nur die überleben, die die niedrigsten Förderkosten haben. Das ist vor allem die Golfregion. Namibia wird nicht dazugehören. Aus genau diesen Gründen sind auch die Vereinigten Arabischen Emirate gerade aus der OPEC ausgetreten. Denen ist das alles klar, die wollen sich nicht mehr an OPEC-Förderlimits halten, sondern jetzt noch so viel Öl wie möglich aus dem Boden holen und verscherbeln, bevor es keiner mehr haben will.

Wir können jetzt über einzelne Prozentzahlen und Jahreszahlen streiten, aber der Grundtrend steht fest und Namibia kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu spät zur Ölparty.


Themenstarter33,2k Beiträge · seit 200607. Sept. 2026 ·
Weitere Details zu einem möglichen Deal mit Ethiopian:

https://www.tourismupdate.com/article/ethiopian-and-namibia-air-in-talks

..."The document allegedly stated that Ethiopian Airlines proposed that Namibia Air begins operating with three ATR 72-600 aircraft, which should be leased rather than purchased.

It also reportedly proposed removing the Windhoek-Johannesburg, Windhoek-Cape Town and Windhoek-Luanda routes from the initial network while recommending one daily flight to Johannesburg at the start of operations, reports NBC."...

Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
264 Beiträge · seit 202507. Sept. 2026 ·


ewbabmiz schrieb:


Ich würde ja tippen, dass da nie etwas sprudelt. Ausgerechnet die größten Propagandisten fossiler Energie auf dem Planeten, Trump und Putin, sorgen mit ihren Kriegen für eine rasende Abkehr von fossiler Energie. Nicht nur in Deutschland. Hier steigen die Elektroauto-Neuzulassungen um 75% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch in Brasilien +65%. Indien verzeichnet aktuell 83% Wachstum. 


2035 werden bereits 30-50% des PKW- und LKW-Bestandes vollelektrisch unterwegs sein. Daneben werden Heizungen auf Wärmepumpen umgestellt. Fossile Großkraftwerke werden durch EE ersetzt. Öl für Chemieprodukte wird sukzessive durch Pflanzenrohstoffe ersetzt. In Ländern wie China schrumpft die Bevölkerung bereits. 2035 werden schon 30-50% der heutigen Öl-Nachfrage weg sein. EE sind so billig geworden, dass nicht mal mehr die Saudis mit den weltweit niedrigsten Ölförderkosten weiter Öl verstromen wollen. Es wird in paar Jahren ein Öl-Überangebot geben, die Preise werden sinken und dann werden nur die überleben, die die niedrigsten Förderkosten haben. Das ist vor allem die Golfregion. Namibia wird nicht dazugehören. Aus genau diesen Gründen sind auch die Vereinigten Arabischen Emirate gerade aus der OPEC ausgetreten. Denen ist das alles klar, die wollen sich nicht mehr an OPEC-Förderlimits halten, sondern jetzt noch so viel Öl wie möglich aus dem Boden holen und verscherbeln, bevor es keiner mehr haben will.

Wir können jetzt über einzelne Prozentzahlen und Jahreszahlen streiten, aber der Grundtrend steht fest und Namibia kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu spät zur Ölparty.


Da gibt es total konträre Ansichten, je nach dem welcher ideologischen Glaubensrichting man nachhängt. Es ist zuviel geschwindelt und betrogen worden. Hoffentlich gleichen sich Wishful Thinking und bezahlbare Realität irgendwann mal aneinander an. Die Entwicklungen beim Erdöl zeigen jedenfalls am Beispiel Venezuela daß die Realität völlig anders ist als vor beschrieben. Mitteleuropa ist bankrott. Afrika ist nicht Deutschland, und die Heilsbringer Elektoautos sind auch nur begrenzt einsetzbar. Diese Lehre mußten besonders deutsche Autokonzerne durchlaufen. Die Chinesen sind da schlauer. Sie überschwemmen die Weltenretter mit billigen elektrischen Autos, und zugleich überschwemmen genau die gleichen chinesischen Hersteller andere Regionen, wie Afrika, mit billigen Verbrennern.

Also gehen wir mal davon aus, daß auch Namibia in 5 Jahren Öl fördern wird und damit einen Teil des Staatshaushaltes abdecken kann und wird. Und außerdem kann ja auch noch der hochsubventionierte grüne Wasserstoff der europäischen Blase zugeführt werden.

Also: Abwarten! Niemand von uns wird es ändern können.


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