Jemand Erfahrung mit Wildside Camping?

14 Antworten · 3'688 Aufrufe · gestartet 14. Mai 2019 von Reiseingrid
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Themenstarter26 Beiträge · seit 201914. Mai 2019 · #1
Wir planen unsere erste Afrikareise für September 2020. Da der Etat nicht für eine teure Lodge reicht, überlegen wir derzeit, ob die "Wildside Campingreisen" etwas für uns ist. Hat jemand Erfahrung damit? Wir haben so viele Fragen: Start ab Johannesburg oder ab Maun? Ist das Camper im Busch machbar, wenn man in der Nacht eigentlich immer mindestens einmal auf Toilette muss? Kann man (D.h. Frau) bei den Pirschfahrten sich "in die Büsche schlagen" oder ist das zu gefährlich? Klappt das mit der Getrankeversorgung, auch wenn man ungewöhnlichsten Durst hat (kann doch keine 20 Liter in meine Reisetasche packen)? Kann man eigentlich im Delta und/oder im Sambesi irgendwo baden? Nebenkosten in welcher Höhe muss man bei sparsamen Verhalten mindestens einplanen? Bei welchen Veranstalter sollte man ggf buchen, die Tour wird ja von mindestens 13 Reiseveranstalter angeboten? Gibt es Tipps für ein paar schöne und trotzdem preiswerte Tage vor und nach der Tour?
Ihr sehr, als Afrikaanfaengerin bin ich im Momemt noch etwas überfordert und habe viele Fragen. Aber ich hoffe, Eure Kompetenz kann mir zumindest in einigen Punkten weiterhelfen.
16,9k Beiträge · seit 201214. Mai 2019 · #2
April! April!

LG
Logi
2'530 Beiträge · seit 201114. Mai 2019 · #3
Klar kannst Du im Zambezi schwimmen, ob es Dir gut bekommt ist halt die andere Seite der Medaille. 🤩 Kommt halt auf die Stelle an, wegen der Crocs.
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
zuletzt bearbeitet 14. Mai 2019
101 Beiträge · seit 201314. Mai 2019 · #4
Hallo Reiseingrid
Zu der Wildside Camping Organisation kann ich dir keine Auskunft geben. Du wirst hier im Forum wohl eher nach Informationen für Selbstfahrer fündig werden. Wenn du eine gebuchte Rundreise machst, so wirst du in der Regel rund um die Uhr betreut - halt je nach Budget. Du wirst auch nicht verdursten.....
Das sich in die Büsche schlagen in den Nationalparks ist strengstens untersagt und auch wirklich nicht zu empfehlen. Da findet sich vielleicht etwas, dessen Bekanntschaft du nicht machen möchtest. Allerdings gibt es immer wieder „Rastplätze“, wo du darfst. Nachts ist je nach Gebiet Vorsicht angebracht und da lohnt es sich auf die Ranger zu hören.
Die Nebenkosten dürften in der Regel Alkoholika und Trinkgelder (do‘nt forget) ausmachen.
Ich selbst war mal mit Drifters.za unterwegs. Das war zwar ziemlich rudimentär (auch kostengünstig), hat aber unglaublich Spass gemacht.
Viel Spass beim Planen, Nicole
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/297398-vollmond-wo-bleibt-der-magische-sternenhimmel.html https://namibia-forum.ch/forum/151-diverses/298956-klippen-baobabs-und-kletterelefanten.html?start=0
Themenstarter26 Beiträge · seit 201914. Mai 2019 · #5
An Cruiser:
Ich ging ohnehin davon aus, dass man wegen der Bilharziose nicht baden darf. Ich habe dann aber eine Unterkunft gefunden, die explizit mit Baden im Sambesi wirbt und in einem Reisebericht von einem erfrischenden Bad im Okawango Delta gelesen.

An Nicole:
Danke für Deine Informationen. Ja, ich habe gesehen, dass hier mehr Selbstfahrer schreiben, aber auch nach längerer Suche kein passenderes Forum gefunden. Drifters bietet die Reise, die wir evtl machen wollen, auch an. Welche Reise mit Drifters habt Ihr gemacht? Auch eine dieser "einfachen" Campingtouren? Jedenfalls schon mal gut zu wissen, dass es Dir Spass gemacht hat und nicht in Stress ausgeartet ist.
101 Beiträge · seit 201314. Mai 2019 · #6
Ja, es war eine Campingtour mit 2-3 Übernachtungen in einfachen Unterkünften. Wir haben die Mozambique Transfrontier Tour gemacht. Flexibilität und Mithilfe sind von Vorteil:-), frühes Aufstehen gehört dazu ebenso wie laaaange Überlandfahrten. Dafür ist man wirklich mittendrin.
PS: bei den Fomis, Forumsmitgliedern, sind die Overlanders nicht so beliebt, ups! Zu viele Leute, zu laut und oft nehmen sie wenig Rücksicht auf die anderen Camper..... ich kanns gut nachvollziehen.
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/297398-vollmond-wo-bleibt-der-magische-sternenhimmel.html https://namibia-forum.ch/forum/151-diverses/298956-klippen-baobabs-und-kletterelefanten.html?start=0
1'042 Beiträge · seit 201615. Mai 2019 · #7
Hallo Logi,
Logi schrieb:April! April!
ich glaube nicht, dass es sich bei der Frage um einen Aprilscherz handelt. "Wildes Campen" hört sich halt für manche sehr romantisch an, es handelt sich dabei aber sicher um sehr einfache Camping bzw. Stellplätze. Ich war zwar noch nicht da, aber ich stelle mir das vom Platz her ähnlich wie bei der Spitzkoppe vor. Google hilft aber in der Regel wunderbar weiter, wenn man nach etwas sucht und auf der Seite findet man die Namen mit denen man dann nach Bildern der Campingplätze suchen kann.

Wild Campen im Nationalpark darf ja bekanntlich keiner, weder mit noch ohne Guide. 😉

Wenn man keine schlechten Erfahrungen mit Wildtieren machen möchte, dann sollte man darauf hören, was die Reiseleitung, Ranger oder Guide einem sagen und was man macht wenn man Nachts mal raus muss. Je nach dem wann man die Tour macht wird man damit rechnen müssen, dass viele in der Gruppe ungewöhnlich viel Durst haben. Sobald es wärmer wird braucht man ja auch mehr Wasser, da man aber in der Regel mit Fahrzeugen unterwegs ist, stellt die Trinkwasserversorgung normalerweise kein größeres Problem dar und man muss auch keine 20 Liter Wasser mit sich herum tragen.

Eine Grundregel gab es doch einmal für Flüsse in Afrika... 😄

Ob und wo man baden kann, das fragt man am besten vor Ort nach. Nicht nur wegen Krokodilen würde ich mir Sorgen machen, auch wegen Flusspferden und anderen möglicher (manchmal nicht auf den ersten Blick erkennbarer) Gefahren.
Es gibt ja durchaus Stellen, wo garantiert kein Krokodil und kein Flusspferd einem den Badespaß verderben wird... 😄

Gruß Markus
2'530 Beiträge · seit 201115. Mai 2019 · #8
Natürlich bieten es bestimmte Unterkünfte an, ab es fällt nicht unter Wild Camping. Im Zambezi wird in der Regel dort gebadet wo Stromschnellen sind und kleine Pools bilden. Da gibt es auch kein Bilharzia. Man meidet absolut stilles oder stehendes Wasser.

Andere haben so eine Art Käfig im Fluss zum baden. Halt gegen Crocs geschützt.

Mit dem Rest Deiner Post kann ich leider nichts anfangen da hier sooo viel darüber geschrieben wurde und es hier soooo tolle Reiseberichte gibt welche einem die ersten guten Eindrücke vermittelt.
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zuletzt bearbeitet 15. Mai 2019
4'984 Beiträge · seit 201615. Mai 2019 · #9
Guten Morgen,

ich denke, hier wurde etwas falsch verstanden:
"Wildside Camping" ist ein fertiges Produkt, das in verschiedenen Ländern, von div. Veranstaltern als Gruppenreise angeboten wird,
und hat nichts mit "wild campen", also campen auf eigene Faust und auf Plätzen die nicht als Campingplatz ausgewiesen sind, zu tun.
Gruß Gina
Themenstarter26 Beiträge · seit 201915. Mai 2019 · #10
Nein, kein Aprilscherz, eher ein Missverständnis. Die Reise, die uns interessiert, heißt bei den meisten Anbietern "Botswana Wildside". Laut Beschreibung der Veranstalter wird teilweise wild gezeltet mit minimalen sanitären Einrichtungen, teilweise auf Zeltplätzen. Ich habe das so verstanden, dassman tatsächlich irgendwo das Zeltcamp aufbaut (da es ein offizielles Angebot ist, das viele Reiseveranstalter im Programm haben, gehe ich davon aus, dass es legal ist). Ich habe über Google und vor allem dieses Forum tatsächlich viele tolle allgemeine Informationen gefunden, auch Berichte zu anderen Touren, aber gar nichts über diese konkrete Tour und nur wenig über organisierte Campingreisen in der Einfach-Variante. In den Reisebericht finden sich Lodgereisen und die komfortablen Campingreisenvarianten.

Eure Antwort erklärt mir zumindest die widersprüchlichen Aussagen zum Baden im Sambesi. Das man krokodilfreie Stellen finden kann, konnte ich mir vorstellen, aber ich dachte, die Bilharziose Erreger sind überall. Dann können wir also die Anschlussuebernachtung in der Unterkunft mit Sambesi-Pool buchen.
1'042 Beiträge · seit 201615. Mai 2019 · #11
Reiseingrid schrieb:
Nein, kein Aprilscherz, eher ein Missverständnis.
Sag ich doch und habe ich oben deswegen auch verlinkt… Ob es allerdings der Anbieter ist oder ein andere sei mal dahin gestellt.
Reiseingrid schrieb:
Laut Beschreibung der Veranstalter wird teilweise wild gezeltet mit minimalen sanitären Einrichtungen, teilweise auf Zeltplätzen. Ich habe das so verstanden, dassman tatsächlich irgendwo das Zeltcamp aufbaut (da es ein offizielles Angebot ist, das viele Reiseveranstalter im Programm haben, gehe ich davon aus, dass es legal ist).
Das hast Du sicher falsch verstanden. Irgendwo gibt es keine sanitären Einrichtungen, auch keine Minimalen. Bei der Spitzkoppe, was ich als Beispiel gebracht habe, da haben die meisten Stellplätze ein "Plumsklo" als sanitäre Einrichtung, wobei es da auch Duschen in der Nähe der Rezeption gibt, aber die können dann vom Stellplatz durchaus 2 km oder mehr entfernt sein.

Es gibt natürlich noch einfachere Zeltplätze, wie den Mirabib Campingplatz und wenn Du Dir das auf Google maps schon anschaust, dann kannst Du Dir vorstellen was es da gibt… 😄

So kannst Du Dir das in Botswana vermutlich auch ausmalen, nur dass da Nachts vielleicht noch Löwen in der Gegend herum schleichen bzw. auf der Jagd sind… 😉
Reiseingrid schrieb:
Ich habe über Google und vor allem dieses Forum tatsächlich viele tolle allgemeine Informationen gefunden, auch Berichte zu anderen Touren, aber gar nichts über diese konkrete Tour und nur wenig über organisierte Campingreisen in der Einfach-Variante. In den Reisebericht finden sich Lodgereisen und die komfortablen Campingreisenvarianten.
Ich vermute, dass Gruppenreisen hier im Forum nicht ganz so beliebt sind. Individuell mit dem Mietwagen und los geht es. Zu jeder konkreten Tour wirst Du sicher auch keine Informationen finden. Wobei sich die Angebote doch in der Regel oft ähneln. Am "Wilden Campen" ist aber nicht so viel wildes wie es der Name verspricht. Ich vermute da wird das "Wild" von den Tieren abgeleitet, während man im deutschen Sprachgebrauch unter wildem Campen eigentlich das unter Umständen nicht ganz legale aufstellen irgendwelcher Zelte irgendwo in der Landschaft versteht.
Reiseingrid schrieb:
Eure Antwort erklärt mir zumindest die widersprüchlichen Aussagen zum Baden im Sambesi.
Baden wird meiner Meinung nach überbewertet… Wenn ich einen Badeurlaub machen will, dann fahre ich ans Mittelmeer. 😛
Reiseingrid schrieb:
Das man krokodilfreie Stellen finden kann, konnte ich mir vorstellen, aber ich dachte, die Bilharziose Erreger sind überall.
Naja überall werden die Erreger nicht sein, eher an den langsam fließenden Stellen…
Reiseingrid schrieb:
Dann können wir also die Anschlussuebernachtung in der Unterkunft mit Sambesi-Pool buchen.
Klar kannst Du das machen, blöd wird das nur dann wenn Du nachher dauernd Sorgen hast, dass Du Dir möglicherweise doch Bilharziose eingefangen hast. Das kann dann psychisch ziemlich belastend sein. Die Symptome lassen sich hat auch mit allen möglichen, meist harmlosen Erkrankungen verwechseln. 😉

Für mich wäre ein gechlorter Pool auch keine Alternative, weil ich das Chlor nicht vertrage, deswegen lasse ich das Baden meistens sein.

Gruß Markus
2'530 Beiträge · seit 201115. Mai 2019 · #12
Reiseingrid schrieb:IDann können wir also die Anschlussuebernachtung in der Unterkunft mit Sambesi-Pool buchen.
Da sehe ich kein Problem. Das wird schon über viele Jahre angeboten, auch am Okavango etc.
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
350 Beiträge · seit 201415. Mai 2019 · #13
Hallo Ingrid,

ich möchte dich ermutigen: So eine Campingtour ist möglich, als Mitteleuropäer machbar (Trinken, Essen, Toilette etc.) und nach allem, was ich erlebt / gelesen habe, ein wundervolles Abenteuer.

Lies einmal diesen Reisebericht über eine begleitete Campingreise mit www.bushways.com . User Champagner hat (glaube ich) noch einen Bushways-Reisebericht hier.

Ich würde als wichtigstes Kriterium nehmen: Wie viel (bzw. eben wenig) wird gefahren? Gibt es auch einige Mehrfachübernachtungen?

Zum Baden im Sambesi: Frage, wo es bzgl. Tieren geht, meide stehende oder langsam fließende Bereiche wg. Bilharziose.
Viele Grüße, Michael
zuletzt bearbeitet 15. Mai 2019
4'984 Beiträge · seit 201615. Mai 2019 · #14
Für Interessierte, das ist ein Bsp eines Anbieters dieser Tour > https://www.colibri-reisen.de/touren/botswana-wildside/
Bei anderen gibts auch die Möglichkeit erst in Maun zuzusteigen.

Persönlich würde ich mich nach einer etwas entschleunigteren Variante umsehen,
denn zB am ersten Tag schon über 600km zu fahren, um sich danach noch an einem game drive im Khama Rhino zu erfreuen... naja...

Zu bedenken ist auch, dass es der notwendige, nicht im Preis inkludierte Gabelflug noch eine Ecke teurer macht.
Gruß Gina
Themenstarter26 Beiträge · seit 201917. Mai 2019 · #15
Danke für die ganzen Infos und vor allem für die Ermutigung!!

Über einen Toureinstieg in Maun denken wir auch nach. Die anderen Probleme werden sich, ggf. mit etwas Unterstützung durch so erfahrene Reisende wie Euch, wohl auch lösen lassen. Und beim zweiten Botswanaurlaub (es scheint ja so, dass die meisten wiederkommen) werden wir uns vielleicht auch eine Selbstfahrertour zutrauen!