THEMA: Südafrika Ost im Juni/Juli 2014
15 Aug 2014 20:17 #349904
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  • Lotta am 15 Aug 2014 20:17
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Zur Unterkunft in Salt Rock:
The Saffron House
15 Robbins Road

Gefiel uns nicht! War äußerlich etwas runtergekommen, aber das war für uns nicht das eigentliche Problem. Die 2 Zimmer (2DZ mit großem Bad) waren auch wirklich ok, ´was komisch war, war die Atmosphäre! :sick:
Z.B. bei unserer Nachfrage nach einem netten Restaurant, wurde uns gesagt, auf dem Zimmer liegt ein Heftchen mit Tipps - da waren zwar welche aufgeführt, aber nur als Werbung. Der Frühstücksraum war die (ehemalige?) Küche des Hauses (die Familie wohnte in der umgebauten Garage), 3 kleine Tische, lieblos kunterbunt gedeckt, "Buffet" auf der Küchenanrichte; der Hausherr lehnte die ganze Zeit an dieser- man hatte den Eindruck, dass er nur wartete, dass wir endlich fertig sind. Er hat nicht einmal gefragt: "Was haben Sie heute vor? Hat es Ihnen gefallen? Wo fahren Sie als nächstes hin? etc.....
Auch bei der Abschieds-Schlüsselübergabe kam gar nichts von ihm. Die Hausherrin hat nur das warme Frühstück zubereitet, ansonsten haben wir von ihr nichts mitbekommen.
War irgendwie mehr als komisch.
Aber da ja alles Geschmackssache ist, muss jeder für sich entscheiden, ob er dort wohnen möchte, bzw. ob er überhaupt nach Salt Rock will. :unsure: Sauber war es auf jeden Fall! Da wir die Reise als Komplettpaket bezahlt haben, kann ich nichts zum Preis/Leistungsverhältnis sagen. Wenn man es günstig für 1 Nacht buchen kann, find ich es ok-aber keine zu großen Erwartungen!
Hier ein paar Photos der Unterkunft:





Reisebericht Südafrika 2014: www.namibia-forum.ch...-juni-juli-2014.html
Reisebericht Namibia + KTP 2015: "Schlangen gibt´s erst ab Oktober": www.namibia-forum.ch...t-s-erst-ab-okt.html

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15 Aug 2014 21:19 #349911
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@Freak9965: Ja, eigentlich gebe ich Dir Recht. ABER...sind die weißen Südafrikaner (und ich denke schon, dass sie sich nach so langer Zeit als solche bezeichnen dürfen) alle vom Verfolgungswahn behaftet oder sperren sie sich selber zu Recht ein? Ich fand die Absicherungen ebenfalls etwas übertrieben, aber ich lebe auch nicht dort! Ich glaube einfach, als Tourist für 2 - 3 Wochen können und dürfen wir uns über die dortigen Umstände kein wirkliches Urteil erlauben! Bei uns ist alles gut gegangen-Glück oder ist es z. Zt. die Regel???
Meine Tochter, immer noch 18 Jahre alt , ist zur Zeit bis zum Uni-Beginn in Madrid. Sie schrieb mir heute, dass sie vor der Kathedrale von einer Blumenverkäuferin um 80 € "erleichtert" wurde- diese wollte Geld wechseln, meine Tochter wollte nett sein, und plötzlich fehlten ihr 80,- im Portemonnaie! Sie weiß nicht, wie das geschehen ist, die "Verkäuferin" natürlich weg; für ein junges Mädchen, das sich diesen Aufenthalt zusammengespart hat, war das ein Schock! Soll ich ihr jetzt sagen, dass sie keinem Menschen mehr helfen darf?????
Ich denke, Sicherheitsprobleme gibt es in Afrika - aber, wie man sieht, leider auch in Europa. Von daher glaube ich schon, man muss vorsichtig sein - LEIDER- aber nicht nur auf anderen Kontinenten, sondern auch bei uns! Gesunder Menschenverstand hilft in den meisten Fällen! Ich hatte es für Durban schon einmal gesagt-und es gilt eigentlich für die ganze Reise: Wir haben uns nicht einmal bedroht gefühlt (außer bei "Henry" und den Elefanten :-) ), deshalb fahren wir auch weiterhin ohne große Angst in diese Länder, lassen aber die gleiche Vorsicht walten wie in Europa :-)
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16 Aug 2014 03:59 #349921
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Hallo Lotta,

vor etwa 20 Jahren haben wir gute Freunde in Zimbali / Ballito besucht, die sich in dem traumhaften Golf Resort ein sehr schönes Haus gebaut haben. Vorher hatten sie ein Haus in Sheffield (gleich neben Salt Rock). Da wurde zweimal eingebrochen. Danach haben sie sich ein besseres, vor allem besser geschütztes Haus in derselben Gegend gebaut. Auch da wurde eingebrochen und dazu haben sich konkurrierende Banden gegenseitig beschossen. Überall im Haus fanden sich Einschusslöcher. Das war unseren Freunden zu viel - deshalb bauten sie ein neues Haus in Zimbali.

Unsere Freunde haben im Handschuhfach ihres Autos einen Revolver - für den Notfall. Wenn sie notgedrungen in der Dunkelheit mit dem Auto unterwegs sind, halten sie unter keinen Umständen an - sie fahren auch bei Rot über die Kreuzung. Als wir sie ein anderes Mal besuchen wollten, haben sie uns abgeraten, weil es gerade einen Krieg der Taxifahrer in
Ballito gäbe - es würde überall geschossen.

Natürlich kann vieles überall passieren, auch in Europa, auch in Deutschland. Ich glaube, ich kann das beurteilen, denn ich wohne nicht so weit weg von St. Pauli und der Bahnhofsgegend in Hamburg. Aber ich habe trotzdem keinen Revolver im Handschuhfach und ich fahre nicht bei Rot über die Kreuzung. Einen kleinen Unterschied sehe ich da schon.

Aber das alles gilt natürlich nur für die Ballungszentren. Wenn man die hinter sich gelassen hat, kann man das traumhafte Südafrika und die angrenzenden Länder ohne Angst und Sorge in vollen Zügen genießen. Wir machen das jedes Jahr immer wieder und immer länger.

Gruß,
Bernd
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16 Aug 2014 04:06 #349922
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17 Aug 2014 19:35 #350078
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3. - 5.7.14 Montusi Mountain Lodge
Royal Natal

Unsere letzte Etappe :sick: Geht es Euch auch immer so, dass Ihr schon 2 -3 Tagen vor Ende der Reise traurig werdet??? Ich muss mir immer selbst in den Hintern treten, um auch die letzten Tage noch genießen zu können und nicht immer nur traurig zu sein.
Über die N3 fuhren wir Richtung Norden. In Pietermaritzburg machten wir ein kleines Päuschen und besichtigten dieses kleine, nette Städtchen


















Wir führten noch einige Studien hinsichtlich Schönheitsideal durch








Aber auch dort scheint ein Wandel stattzufinden



Über Bergville näherten wir uns den Drakensbergen. Teilweise dachten wir allerdings, auf einem anderen Kontinent zu sein - eher in Utah oder Arizona








Diesen jungen Mann beobachteten wir, als er tanzend (!!!!!) einen Feldweg entlangtrabte - vom Nirgendwo zum Nirgendwo ;) Einfach unglaublich diese Lebensfreude :P




Hinter Tugela kam sie in Sicht - die atemberaubende Kulisse der Drakensberge



Und bald danach fanden wir den Wegweiser zu unserer nächsten und letzten :unsure: Unterkunft









Viele kleine Häuschen waren verteilt auf einem gepflegten Gelände. Eigentlich hatten wir ein 3-Bett Zimmer gebucht, bekamen aber ein eigenes Häuschen mit 2 Schlafzimmern, 2 Bädern, Wohnzimmer mit Kamin und Kochnische! Die Begrüßung auf der Lodge war sehr freundlich, wir buchten für den nächsten Morgen einen 2 stündigen Ausritt für unsere Tochter und für uns alle eine Massage am Abend - wir wollten uns mal so richtig entspannen. Nachmittags streiften wir einfach zu Fuß ein wenig durch diese einmalige Landschaft. Ich lass einfach mal wieder die Bilder sprechen
































Abends gab es im großen Speisesaal ein Dreigang-Menu; leider waren sämtliche Vorhänge zugezogen, an Aussicht auf Berge, Landschaft oder Sterne war also nicht zu denken. Wir kamen uns ein bisschen vor wie in einer Gruft. :unsure:
Anschließend gönnten wir uns noch einen Absacker an der Bar mir 2 alten Bekannten aus der Leopard Mountain Lodge-wir hatten zusammen den Elefantenangriff er- und überlebt, so was schweißt zusammen und es gab viel zu erzählen :)

Am nächsten Morgen fuhren mein Mann und ich in Richtung Nationalpark, wir wollten uns ganz gemütlich die Gegend ein wenig anschauen (unsere Tochter war bereits mit einem Führer hoch zu Ross losgezogen.
Diese Landschaft war einfach so traumhaft, dass ich das gar nicht beschreiben kann, sondern es mal wieder von Photos nur so wimmelt















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18 Aug 2014 14:57 #350177
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Immer wieder standen kleinere Dörfer am Wegesrand - die Armut war unübersehbar







In einem kleinen Handcraft-Market stiegen wir aus; ich brauchte dringend noch ein Geburtstagsgeschenk für meine Freundin. Das meiste gefiel uns nicht, aber in der Ecke, da standen wunderschöne, eckige Schalen, grob aus Holz geschnitzt. Von der Größe müssten sie so gerade in den Koffer passen, aber beim Anheben bekam ich einen Schrecken! Mann, waren die schwer!!!!
Aber was tut man nicht alles für eine liebe Freundin ;) Die würden wir auch schon noch irgendwie zu der anderen Holzschale und den diversen Glassachen aus dem Swaziland dazupacken können. Wir fahren ja erst morgen - Zeit genug, sich den Kopf darüber zu zerbrechen :laugh:
Zurück auf der Lodge hielten wir erst mal ordentlich Siesta in der Sonne und beobachteten die bunte Vogelwelt (VORSICHT-viele Vogelbilder :) )

















Am Nachmittag rafften wir uns noch einmal auf, die Buschmannzeichnungen direkt hinter dem NP-Eingang auf der rechten Seite zu besuchen (hatten wir als "Geheimtipp" gelesen - und möchte ich gern weiterempfehlen, weil wirklich sehr schön)
Ein junges Mädchen stieg mit uns bei ordentlich heißen Temperaturen den Berg empor; wir stöhnten, japsten und schwitzten - sie lief in Jeans und Kapuzenpulli (es war ja immerhin Winter :) ) leichtfüßig vor uns her.
Die Zeichnungen selbst sollen nicht so ganz uralt sein, aber ein paar Jahrhunderte haben sie wohl doch auf dem Buckel; und schön waren sie allemal:







Beim Abstieg gingen die beiden Mädchen nebeneinander her. Ich hörte wie sie sich unterhielten: "Bist du verheiratet? Hast du Kinder? Was machst du? Wieviele Geschwister hast du?..."
Da liefen eine 18-jährige aus Deutschland und eine 22-jährige aus Südafrika nebeneinander her und waren so neugierig aufeinander. Fand ich irgendwie toll!



Wir sahen noch ein paar Antilopen außerdem eine Horde Paviane, die den Berg ihr Eigen zu nennen schien. Glücklicherweise ließen sie uns aber in Ruhe.











Dann verabschiedeten wir uns von den Drakensbergen






... von Klippschliefern








... Heiligen Ibissen und anderen Vögeln










... und überhaupt von Afrika und seinen Menschen








Am nächsten Morgen fuhren wir über Bergville Richtung Jo-Burg - nicht ohne uns erneut zu fragen, ob Altkleiderspenden in Europa wirklich sinnvoll sind?



In Heidelberg ( :laugh: :laugh: :laugh: ) aßen wir noch eine Pizza, bevor wir uns in das Gewühl der Straßen von Jo-Burg wagten (Stärkung muss sein :) ) - aber, oh Wunder, wir verfuhren uns nicht, sondern fanden den Flughafen auf Anhieb :lol: War aber auch nicht ganz so schwierig, die Südafrikaner waren clever und haben riesige weiße Flugzeuge auf die Autobahnspur, die man nehmen muss, gemalt - das verstanden sogar wir Europäer :woohoo:
Ein letzter Abschied von unserem Autochen


und den Rest kennt ihr wahrscheinlich... Schlange stehen, einchecken, pünktlich (!) gestartet, die übliche Hektik in Abu Dhabi
und dann rein in eine AirBerlin Maschine - zurück in Deutschland :) Es fing gleich damit an, dass uns die Stewardess zurechtwies, als wir nach dem "Boarding complete" Plätze ändern wollten - so was sei nur mit ihrer Genehmigung erlaubt :( Ok, wir werden es uns wieder abgewöhnen :blush: , jedenfalls bis zum nächsten Jahr :P Planen nämlich schon Namibia, diesmal vielleicht mit Dachzelt, wenn wir uns trauen :silly:

Eine schöne Geschichte gab's noch am Ende:
Auf der Leopard Mountain Lodge hatte ich sie zum ersten Mal gesehen - weich, knuddelig und unheimlich schön gemacht. Auch am Flughafen in Jo-Burg begegnete ich ihnen erneut! Aber so ein Souvenir kauf man einfach nicht mehr in meinem Alter :(
Als ich zu Hause abends ins Bett wollte, saß er da, mitten auf meinem Kopfkissen :woohoo: :woohoo: :woohoo:





Mein Mann hatte ihn auf der Leopard heimlich gekauft und er hatte uns schon -ohne mein Wissen- die halbe Reise begleitet :cheer:

Ein Name war schnell gefunden...
... HENRY
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