THEMA: Botswana Mai 2013 - die Katzen-Safari
24 Jun 2013 15:23 #293424
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  • leofant am 24 Jun 2013 15:23
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Mai 2013 - die Katzen-Safari oder „Look at these tracks, they are really fresh!“
(auf unseren Gamedrives gefühlte 100 x gehört) :P

Liebe FoMis,
Es ist schon wieder vier Wochen her, seitdem wir gelandet sind und der ganz normale tägliche Wahnsinn Besitz von uns ergriffen hat.
Trotzdem ist mein Kopf noch zu mindestens 50% mit den Erlebnissen auf unserer diesjährigen Rundreise im Mai ausgefüllt. Und DAS IST GUT SO!
In meiner Freizeit habe ich die Riesenanzahl von Fotos gesichtet, das war diesmal nicht ganz so einfach, denn ich muss ja „nur“ schlaffe 8.500 Bilder anschauen und entscheiden, welche den Weg in die Fotoshow schaffen und welche für immer im Nirwana verschwinden.
Auf die Frage: „Sind 8.500 Fotos nicht etwas übertrieben?“ kann ich nur antworten: „Ich hatte eine neue Kamera (bzw. Objektiv) im Einsatz und leider war vorher nur wenig Zeit, um das neue System auch zu testen. Deshalb habe ich „brutal“ draufgehalten und versucht, so viele Einstellungen wie möglich auszuprobieren. Ich gehe davon aus, dass Freunde und Verwandte ca. 5% aller Bilder sehen werden, aber ich hoffe, ich habe ein paar Dinge gelernt und werde sie bei unserem nächsten Besuch im November (Chobe River, Botswana) noch einmal ausprobieren bzw. vertiefen.

Trotzdem möchte ich mir die Zeit nehmen, zumindest einen kurzen Lagebericht abzuliefern, auch wenn ich nicht zur Fraktion der Selbstfahrer gehöre, sondern als Lodgehopper meine Wunschplätze besuche.

Unsere Tour:

08.05.13 Flug Frankfurt – Jo´burg
09.05.13 Landung in Joburg, Weiterflug nach Maun bzw. zur Deception Valley Lodge
09.05.-11.05.13 Dception Valley Lodge (Nähe Central Kalahari Game Reserve)
12.05.-14.05.13 Aufenthalt in der Sandibe Safari Lodge (Okavango Delta)
15.05.-17.05.13 Aufenthalt im Nxabega Tented Camp (Okavango Delta)
18.05.-19.05.13 Aufenthalt im Kwando Lebala Camp (Linyanti)
20.05.-21.05.13 Aufenthalt im Kwando Lagoon Camp (Linyanti)
22.05.-25.05.13 Aufenthalt in der Garden Lodge (Kasane)
26.05.13 Flug Kasane – Jo´burg - Frankfurt
27.05.13 Landung in Frankfurt

Die Temperaturen auf unserer Reise lagen zwischen 12° (morgens in der Kalahari) und ca. 30° (um die Mittagszeit, egal wo). Am wärmsten (speziell abends) war es am Chobe. Regen hatten wir keinen mehr. Verglichen mit 2011 war der Wasserstand im Delta sehr viel niedriger.

Die Details:

08.05.13 Flug Frankfurt – Jo´burg mit der SAA
09.05.13 Landung gegen 07:00, Weiterflug mit Airlink gegen 11:30
Um kurz nach 13:00 Landung in Maun, um ca. 14:00 Weiterflug mit Mack Air (6-Sitzer) mit zwei weiteren Gästen zur Deception Valley Lodge. Flugzeit 40 Minuten

Deception Valley Lodge
Sie liegt am nördlichen Rand des CKGR in einem privaten Reservat. Das hat den Vorteil, dass man bei interessanten Tiersichtungen auch mal Offroad fahren kann, um näher an das Objekt der Begierde zu kommen.
Die Lodge selbst ist recht großzügig angelegt. Man wohnt in einem der acht Chalets und kann die herrliche Ruhe genießen. Außer Vogelgezwitscher haben wir nicht viel gehört. Ausgenommen das Löwengebrüll in der Nacht, aber genau deshalb waren wir ja hier !
Nicht weit vom Haupthaus gibt es ein Wasserloch. Man kann also bereits beim Frühstück einige Tiere beobachten. Ein kleines Highlight: Wenn es dunkel ist erscheinen zwei Stachelschweine. Sie sind die Menschen gewöhnt und wenn man sich langsam und vorsichtig bewegt, kommt man auf Armlänge an die Tiere heran. Ich behaupte sogar, sie mögen es, wenn man sich mit ihnen unterhält. Die Sprache ist dabei völlig egal 
Der normale Tagesablauf (das galt übrigens für alle Unterkünfte):
06:00 Wecken
06:30 Kleines Frühstück
07:00 Abfahrt zum Gamedrive
11:00 - 11:30 Rückkehr und Brunch
15:30 High Tea (Kuchen oder kleine Häppchen)
16:00 Abfahrt zum Gamedrive
19:00 – 19:30 Rückkehr und Dinner
Die Gegend entspricht zum größten Teil der typischen Kalahari-Landschaft, das heißt natürlich auch, dass wir ausschließlich auf Sandpisten unterwegs waren. Die sind allerdings ziemlich gut gewartet und haben erstaunlich wenig Löcher.
Wir wurden von Jaco (dem Sohn des Besitzers), und einem einheimische Tracker begleitet. Beide waren sehr kompetent symphatisch und kompetent.
Zum Wasserloch der Lodge kamen hauptsächlich Impalas, Kudus, Giraffen, Zebras, Gnus, vereinzelt Oryx, und andere.
Wir haben jeden Tag Löwen gesichtet. Besonders spannend war die Beobachtung eines Löwenrudels mit sieben Jungen 
Wir waren auch ganz nah dran ein Geparden-Paar aufzuspüren, aber die Kätzchen spielten Spielchen mit uns. Sie versteckten sich, um kurz darauf ihre Pfotenabdrücke auf unsere Spur zu setzen. Ähnlich erging es uns auch mit den Leoparden. Naja, dafür wurden wir ja mit reichlich Löwen belohnt. An einem Nachmittag fuhren wir mit zwei San (Buschleuten) hinaus und ließen uns – wirklich sehr anschaulich – das frühere Leben und die Jagdmethoden der San zeigen.
Am zweiten Tag rumpelten wir beim Offroadfahren durch ein größeres Loch. Ich hatte die Kamera auf den Knien, „hob“ vom Sitz ab und die Front meines Zooms knallte gegen eine Eisenstange. Zwar nicht besonders fest, aber fest genug, um den angeschraubten Filter zu zerstören. Unglücklicherweise wurde das Gewinde auch in Mitleidenschaft gezogen und ich konnte den Filter nicht mehr abschrauben. Zunächst war ich schockiert! Ich hatte ein brandneues (ziemlich teures) Objektiv und jetzt hatte der Filter einen Sprung! Aber ich hatte Glück im Unglück. Man kann auf keinem einzigen Bild diesen Sprung erkennen, obwohl ich – notgedrungen – die ganze restliche Zeit mit einem „Sprung in der Schüssel“ fotografieren musste.

Anmerkung zur Unterkunft
Reklamationen: keine
Könnten wir uns einen erneuten Besuch vorstellen: ja


Aufmerksame Beobachter

12.05.13 11:00 Flug mit Mack Air von der Deception Valley Lodge zur Sandibe Safari Lodge
(& beyond – Gruppe). Wieder mit einem 6-Sitzer, wir waren die einzigen Passagiere. Flugzeit: ca. 50 Minuten.

Sandibe Safari Lodge
Sie liegt in der Nähe des Moremi Reservats im Okavango Delta. Wir waren in 2010 schon mal dort, wir wussten also, was uns erwartet. Es hatte sich tatsächlich nicht viel verändert. Allerdings war der Wasserstand in 2013 bedeutend niedriger als in 2010. Wir mögen den Mix aus Wäldern, Sumpf und Savanne sehr, auch wenn die zahlreichen hochstämmigen Palmen unserer Meinung nach eigentlich gar nicht richtig ins Afrika-Klischee passen wollen.

Die acht Chalets sind recht groß und hell mit jeweils einer eigenen Beobachtungsplattform. Von hier aus schaut man weit über die Sumpfgraswiesen. Die Innenausstattung hat – zumindest für uns – keine Wünsche offen gelassen. Gee, unser Guide von damals (2010), war auch noch da, so konnten wir uns gleich über alte Zeiten unterhalten. Im Camp hat man täglichen Elefantenbesuch. Zum High Tea kamen wir etwas später, weil ein Eli den Weg blockierte. Als wir uns etwas später an ihm vorbeischlichen bemerkte er uns und reagierte etwas ungehalten, aber in wirklicher Gefahr waren wir nicht 
Wir hatten abwechslungsreiche Gamedrives und konnten alle Großkatzen sichten. Zwei Löwenrudel, eine Leopardenfamilie mit Vater, Mutter, Kind, einen Gepard, und noch einmal einzelne Löwen bzw. Leoparden. Es gab also nichts zu meckern. An einem Abend fuhren wir nicht zum Dinner in die Lodge zurück, sondern man hatte mitten im Busch ein Dinner mit Lagerfeuer, Grillstation, Tischen und Stühlen etc. aufgebaut. Ich weiß, das klingt ein bisschen dekadent, war aber trotzdem schön.

Anmerkung zur Unterkunft
Reklamationen: keine
Könnten wir uns einen erneuten Besuch vorstellen: zweimal langt uns vorerst


Fahrzeuge ohne Dach - unsere Favoriten


Ein guter Aussichtspunkt

15.05.13 12:00 Flug mit Mack Air von der Sandibe Safari Lodge zum Nxabega Tented Camp
(& beyond – Gruppe). Flugzeit (mit Zwischenlandung): ca. 35 Minuten.

Nxabega Tented Camp
Liegt im östlichen Teil des Deltas, gar nicht so weit von Pom Pom entfernt. Das Camp hat voll und ganz unseren Bedürfnissen entsprochen. Wir lieben Zelte und sie können ruhig etwas geräumig und luxuriös sein. Genau das haben wir hier gefunden.

Die neun Zelte sind rund um eine Lagune verteilt, allein der Sonnenaufgang über der Lagune ist ein Hochgenuss! Auch hier wurden wir erst einmal von Elis daran gehindert, unsere Unterkunft zu beziehen. Obwohl die kleine Herde ein wirklich klitzekleines Baby dabei hatte wirkten die Tiere sehr entspannt. Wir wurden genau beobachtet, aber da waren keinerlei Anzeichen von Aggression. Allerdings haben wir selbstverständlich den nötigen Respektabstand eingehalten. Auch hier wurden wir freundlich von der Crew empfangen und fühlten uns schnell wohl.

Während sich in Sandibe sechs Gäste ein Fahrzeug teilten, waren wir in Nxabega an zwei Tagen zu viert. Am letzten Vormittag waren wir sogar alleine unterwegs. Wir fanden es sehr angenehm! Außer Gamedrives gab es einen Bootsausflug mit tollem Sonnenuntergang und eine Mokorotour. Diesmal konnten wir drei jüngere Löwen bei einer (missglückten) Jagd beobachten. Bevor die Katzen dicht genug an den Kuhantilopen dran waren drehte sich der Wind, und aus war es mit dem Mittagessen. Interessant war das Verhalten einer männlichen Kuhantilope. Sie rannte nicht in wilder Flucht davon, sondern lief im Kreis und versuchte herauszufinden, wo die Löwen sich versteckten. Die ganze Körpersprache der Antilope drückte aus, dass sie keine Angst hatte, sondern gerne die Löwen geärgert hätte. Allerdings ist sie – wenn es darauf ankommt – auch um einiges schneller als ein Löwe.
Wie bereits auf Sandibe wurden wir auch hier an einem Abend mitten im Busch verköstigt. Wir hatten erneut viel Spaß dabei.
An einem Nachmittag erreichten wir ein Wasserloch an dem sich ein Löwenrudel niedergelassen hatte. Es ist schon beeindruckend, wie dick die Bäuche von vollgefressenen Löwen sein können! Eine Katze lag am Rand des Wasserlochs und konnte beim Trinken noch nicht mal mehr den Kopf heben. Ein lustiges Bild

Anmerkung zur Unterkunft
Reklamationen: keine
Könnten wir uns einen erneuten Besuch vorstellen: ja, und an die Sonnenaufgänge während des Frühstücks werden wir noch lange denken …


Elefantenherde im Okavango Delta


Sonnenaufgang im Nxabega Camp

18.05.13 13:00 Flug mit Mack Air von Nxabega zum Lebala Camp (Kwando – Gruppe). Flugzeit: ca. 40 Minuten.

Kwando Lebala Camp
Liegt in den Linyantisümpfen, von hier aus ist es nicht weit bis Namibia. Der Grund unseres Besuchs war: Lebala fehlte uns noch in unserer „Kwando Kollektion“, außerdem hatte ich gehofft, hier ein paar schöne Fotos von Wilddogs machen zu können. Dieser Wunsch wurde mir allerdings nicht wirklich erfüllt.
Die acht Chalets sind auf Stelzen gebaut und bieten viel Platz. Wir haben uns auf Anhieb wohl gefühlt. Von der Terrasse aus blickt man über eine flache Landschaft und sieht ab und zu Elefanten vorbei ziehen. Auf der rückwärtigen Seite kann man die Hippos grunzen hören. Diese lieben Tierchen kommen auch nachts zum Weiden ganz nah an die Chalets. Wie in jeder unserer Unterkünfte wäre es auch hier keine gute Idee, nach Einbruch der Dunkelheit ohne Guide spazieren zu gehen.
Ich mag die Gamedrives in den Kwando Camps (Kwara / Lebala / Lagoon) sehr, denn hier werden Fahrzeuge komplett ohne Dach eingesetzt. Man kann also die Kamera zur Seite oder nach oben schwenken ohne durch irgendetwas behindert zu werden.
Wir hatten für die Gamedrives ein sogenanntes „private car“ gebucht. Das heißt,
wir hatten ein Fahrzeug (natürlich mit Fahrer + Tracker) ganz für uns alleine und konnten unsere Begleiter ganz nach unseren Wünschen dirigieren. Als Überraschung wurden wir genau von dem Guide gefahren, der uns schon 2010 im CKGR (Tau Pan Lodge) begleitete. Auch zwei Mitglieder der Staff erkannten uns wieder, so konnten wir über alte Zeiten sprechen und fühlten uns gleich heimisch. Wie gesagt hätte ich gerne ein paar nette Fotos von Wilddogs gemacht, aber leider hielten sich die Hunde nicht an meinen Drehplan. Das war ziemlich deprimierend. Also mussten wir uns mit Hyänen und einer Büffelherde (immerhin mehr als 300 Tiere) zufrieden geben. Wir kamen an einem großen Termitenbau vorbei. Auf der einen Seite lebte eine Hyänenfamilie, auf der anderen Seite wohnten einige Warzenschweine. Die Tiere hatten durchaus Blickkontakt, aber irgendwie funktionierte dieses Zusammenleben, sehr erstaunlich!

Anmerkung zur Unterkunft
Reklamationen: keine
Könnten wir uns einen erneuten Besuch vorstellen: ja, wir mögen alle Kwando Camps und - wie gesagt – ich liebe diese Safari-Fahrzeuge.


Zwei Freunde oder Zwillinge ?


Angeber !!


Er hat Hunger ...

20.05.13 Transfer per Safari-Fahrzeug zum Kwando Lagoon Camp

Kwando Lagoon Camp
Liegt in den Linyantisümpfen, direkt am Kwando Fluss. Am anderen Flussufer beginnt bereits Namibia. Hier waren wir bereits in 2011, inzwischen wurde das Camp aber komplett umgebaut. Die acht Unterkünfte sind jetzt viel größer und luxuriöser. Sie haben zwar immer noch Zeltwände, aber man kann sie überhaupt nicht mehr mit den damaligen Zelten vergleichen. Wir wurden vom Lebala Camp am Vormittag zu einem großen Wasserloch gefahren. Das liegt ungefähr auf halbem Weg zum Lagoon Camp. Hier wartete bereits ein anderes Fahrzeug auf uns. Wir mussten nur das Gepäck umpacken, dann ging es direkt weiter. Kurz vor unserer neuen Unterkunft gingen wir noch schnell auf „Leopardenjagd“, aber leider war der Leo noch nicht wirklich erfahren und legte sich an der falschen Stelle auf die Lauer. So konnten die Impalas ohne Verluste das Buschland durchqueren.
Am Nachmittag versuchten wir noch einmal, Wildhunde aufzuspüren, aber die lieben Tierchen spielten Spielchen mit uns. Wenn wir die Spuren verfolgten und später wieder auf die Sandpiste zurück kehrten, waren über unseren frischen Reifenspuren plötzlich viele, viele Abdrücke von Wildhunden. DAS WAR GEMEIN !
Allerdings wurden wir ein wenig durch die herrliche, abwechslungsreiche Landschaft entschädigt. Am nächsten Vormittag gingen wir wieder auf die Pirsch und konnten tatsächlich einen Wildhund aufstöbern. Der Bedauernswerte hatte sich anscheinend einen Vorderlauf gebrochen. Da lag er nun mit seinem angeschwollenen Bein und heulte ganz erbärmlich. Unsere Guides versicherten uns, dass er nicht aus Schmerz heulte, sondern seine Meute rief. Die waren wohl auf der Jagd und unser „Patient“ hatte Hunger. Plötzlich stand er auf und bewegte sich auf seinen drei intakten Beinen erstaunlich schnell vorwärts. Immer wieder stoppte er, um seine Kumpels zu rufen, aber nichts passierte.
Am Nachmittag beschlossen wir, uns nicht länger von den Wildhunden vorführen zu lassen (look at these very fresh tracks…) und fuhren einfach durch die Gegend. Ich kam durchaus auf meine Kosten, mal war es eine Giraffenmutter mit zwei Kindern, mal sahen wir eine Elefantenherde mit Nachwuchs. Insgesamt war diese „Kaffeefahrt“ sehr abwechslungsreich und als wir hörten, dass die anderen zwei Fahrzeuge auch keine Hunde sichten konnten, waren wir absolut zufrieden, dass wir den Nachmittag nicht nur mit Suchaktionen vergeudet hatten. Der Sonnenuntergang an einem Wasserloch war ebenfalls perfekt, so konnten wir uns zufrieden ins Bett legen.
Am nächsten Vormittag fuhren wir wieder ohne festes Ziel hinaus, gegen 10:30 ging es dann auf die 10-minütige Fahrt zum Airstrip. Eine innere Stimme sagte mir, dass ich meine Zoomlinse noch nicht wegpacken sollte und das war gut so. Kaum waren wir 5 Minuten vom Camp entfernt, lag eine Meute Wildhunde mitten auf der Piste im Schatten einiger Büsche.
Da hatten wir sie fast einen ganzen Tag ohne Erfolg „gejagt“, und dann blockierten sie auf der Fahrt zum Airstrip unseren Weg. So konnte ich am Ende noch ein paar Fotos machen, aber leider nur von dösenden Hunden. Naja, das nächste Mal krieg ich euch in Action !

Anmerkung zur Unterkunft
Reklamationen: keine
Könnten wir uns einen erneuten Besuch vorstellen: ja,


Schnäbeleien


Cheetah auf der Pirsch

22.05.13 Flug Lagoon Camp – Kasane (6-Sitzer)
Flugzeit ca. 50 Minuten

Garden Lodge
Liegt am Ufer des Chobe, wenige Minuten vom Nationalpark entfernt. Die Lodge hat 8 Zimmer in verschiedenen Größen. Die maximale Anzahl an Gästen ist also stark limitiert. Ich möchte keine Schleichwerbung machen, deshalb nur soviel:
Wir sind seit einigen Jahren mit den Besitzern (und einem Teil der Crew) befreundet und waren deshalb schon öfter hier. Wir mögen die gemütliche, vertraute Atmosphäre. Für uns ist es inzwischen eine Art von zweiter Heimat geworden. Auch wenn ich inzwischen jeden Weg und fast jede Kurve im Abschnitt Chobe Waterfront auswendig kenne, komme ich immer wieder gerne hier her. Besonders wenn wir mit Guide John alleine – entweder im Boot oder im Landcruiser – unterwegs sind, bin ich total happy. Dann können wir auch mal eine halbe Stunde neben den Hippos „ankern“ und einfach mal schauen, was so passiert. Und ich finde immer wieder ungewöhnliche Motive. Auch diesmal haben wir einen Nachmittag im Senyati Camp verbracht (einige von Euch kennen diese Stelle ja bestens) und wurden mit vielen verschiedenen Tieren am Wasserloch belohnt.



Elibaby am Chobe


Büffel mit Deko


Sundowner am Chobe


Treffpunkt Hippo


Fisheagle beim Sundowner

26.05.13 Flug Kasane – Joburg – Frankfurt
Wie immer ging die Zeit viel zu schnell vorbei. Am Vormittag fuhr ich noch einmal – in Begleitung von ein paar Gästen aus Kanada - in den Park. Wir konnten eine Löwin aufstöbern, die anscheinend hungrig war. Wir warteten in der Nähe und siehe da – plötzlich näherte sich eine Gruppe Impalas und die Löwin ging tatsächlich in Lauerstellung. Dann allerdings wurde uns wieder einmal die negative Seite der Riverfront deutlich gemacht. Es dauerte keine 5 Minuten und wir waren von sechs weiteren Fahrzeugen „umzingelt“. Laufende Motoren, laute Stimmen aus den Fahrzeugen, und schon wurden die Impalas unruhig und verließen das Flussufer. Die Löwin hatte das Nachsehen. Wir wünschten uns wieder einmal, in einem „Private Game Reserve“ zu sein. Da geht alles viel disziplinierter zu und ich finde, auch die Guides zeigen mehr Respekt vor den Tieren.
Nach der Rückkehr in die Lodge wurde der Rest gepackt. Wir konnten unser „großes“ Gepäck dalassen, denn Ende November sind wir ja wieder da. Um 13:30 wurden wir zum Airport gefahren, wir verabschiedeten uns von Freundin Gabi, der Check-In (nur mit Handgepäck) war problemlos und schon saßen wir in der Wartehalle (oder soll ich Warteraum sagen?). Die Air Botswana landete pünktlich und wir wurden bald zum Boarding aufgerufen. Wir hatten viel Platz in der Maschine , denn es waren nur insgesamt 12 Passagiere auf dem Flug nach Jo´burg. Gegen 17:15 landeten wir.
Um 19:00 wurden wir bereits für den nächsten Flug mit der SAA nach Frankfurt aufgerufen, das Boarding klappte problemlos und pünktlich um 20:00 hoben wir ab.

Wieder einmal war die Zeit viel zu schnell vorbei gegangen. Rückblickend kann ich sagen:
Das Wetter bzw. die Temperaturen waren perfekt.
Die Unterkünfte waren ausnahmslos empfehlenswert.
Die Tiersichtungen lagen – bis auf die Wildhunde – über unseren Erwartungen.
Meine Frau und ich bereuen keine Minute dieser Reise.

Und was die Wildhunde betrifft: Man will ja auch noch Erfolgserlebnisse in der Zukunft haben, deshalb wird es garantiert nicht allzu lange dauern, bis wir wieder das Okavango-Delta bzw. Linyanti unsicher machen werden.


Botswanas next Topmodel ?


Näher geht nicht


Besuch in Senyati


Auch deshalb lieben wir den Chobe
Letzte Änderung: 24 Jun 2013 15:41 von leofant.
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24 Jun 2013 16:22 #293434
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  • Topobär am 24 Jun 2013 16:22
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Traumhafte Fotos. Vielen Dank.
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24 Jun 2013 18:40 #293459
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  • Butterblume am 24 Jun 2013 18:40
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Hallo Leofant,

vielen Dank für die Einblicke und die fantastischen Fotos. Wir müssen uns in Kasane knapp verpasst haben.

Mit herzlichen Grüßen
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit

www.butterblume-in-afrika.de
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24 Jun 2013 20:19 #293481
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  • siswords am 24 Jun 2013 20:19
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Traumhaft! Vielen Dank für den ausführlichen Bericht!!
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24 Jun 2013 20:20 #293482
  • Nane42
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  • Nane42 am 24 Jun 2013 20:20
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Hallo Leofant,
danke für den Bericht und die superschönen Fotos :cheer: !
So eine eine Lodge-Rundreise in Botswana ist auch mein (leider unbezahlbarer) Traum !!!
Über mehr Fotos, auch sehr gerne von den Unterkünften, würde ich mich sehr freuen ... :cheer:
Bei den 8500 Pics müssten doch noch ein paar für uns dabei sein, oder ? ;)
LG, Nane :)
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24 Jun 2013 21:02 #293488
  • Eulenmuckel
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  • Eulenmuckel am 24 Jun 2013 21:02
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Hallo Leofant,

danke für deine schönen Fotos. Man sieht, dass du mit deiner neuen Kamera gut zurecht kommst. Vielleicht findest du ja noch ein paar weitere Bilder, die du uns zeigen möchtest. Würde uns freuen.

Viele Grüße,
Uwe
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