THEMA: Ölbohrung Okavango-Ökosystem NAM/BOT
05 Nov 2020 20:43 #598041
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  • sanssouci am 05 Nov 2020 20:43
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Danke für die Info. Was für ein Wahnsinn! Damit ist sie gesamte Natur dort gefährdet. Wie reagieren die Communities, haben die keine Landrechte? Wer hat die Lizenzen vergeben?
Das wird einige Politikertaschen gefüllt haben...
Was für Widerstand gibt es und gäbe es Erfolgsaussichten?
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05 Nov 2020 21:07 #598043
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  • Gelie am 05 Nov 2020 21:07
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Hallo sanssouci,
Es ist erst kürzlich alles durchgesickert. Deine Fragen kann ich leider noch nicht beantworten. Wir haben Freunde in Windhoek, die berichten, dass Gespräche geführt werden. Die Beamten aber völlig unzugänglich sind. Es beginnt alles erst, sich zu formieren. Im Tourismus-Sektor gibt es definitiv Aufruhr. Ich erfahre demnächst mehr. Habe heute mit Fridays for Future telefoniert (ist egal, was man auch immer man von denen hält). Aber die basteln an einer größeren Kampagne. Von Greenpeace und WWF erwarte ich noch eine Antwort. Habe aber im Netz schon eine Nachricht von Greenpeace darüber gelesen. Hoffe, dass die sich da engagieren. Die "normale" Bevölkerung weiß NICHTS davon. Die sind überrascht, was die Bulldozer auf ihren Feldern machen. Das ist total durch die Hintertür eingefädelt worden. Die Existenz des kompletten Okavango-Deltas steht auf dem Spiel - mit allen begleitenden humanitären und ökologischen Katastrophen.
Bitte, verbreitet diese schlimmen Nachrichten, wo Ihr nur könnt. Das kann man nur durch viele Stimmen zusammen stoppen. Wenn ich weiteres erfahre, melde ich mich hier wieder.
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05 Nov 2020 21:13 #598044
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  • Gelie am 05 Nov 2020 21:07
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.... die Region, in der Lizenzen für ReconAfrica vergeben wurden, sind so groß wie Belgien. Es gibt einen Artikel in der AZ, dass keine Conservancy betroffen ist und auch Fracking nicht angewendet wird. Was für eine Lüge und Hohn! Siehe meinen Anhang von vorhin mit der Karte der ausgewiesenen fracking-zone von Recon. Auf botswanischer Seite ist z.B. Tsodilo Hills mit eingeschlossen. Und das ALLES geht am Fluss vorbei.
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05 Nov 2020 22:39 #598048
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  • sanssouci am 05 Nov 2020 20:43
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Hallo Gelie,

Ich verbreite es auf jeden Fall! Danke für die Infos, bitte halte mich auf dem laufenden.
Lg
Christine
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05 Nov 2020 22:41 #598049
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Das mache ich auf jeden Fall! Es soll wohl auch eine Petition folgen.
Danke und LG Gaby
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06 Nov 2020 05:29 #598053
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Hi Sansoucci,
Wie reagieren die Communities, haben die keine Landrechte? Wer hat die Lizenzen vergeben?
Bergbaurechte liegen grundsätzlich immer erstmal beim Staat, egal ob in Kommunalland, privatem Farmland etc.
Was für Widerstand gibt es und gäbe es Erfolgsaussichten?
also hier im Land mehrt man nichts von Wiederstand. Es war in der lokalen Presse Anfang Oktober mal kurz Thema, aber seitdem "interessiert" es niemanden mehr. Der gesamte Prozess zur Genehmigung der Probebohrungen ist den normalen, öffentlich nachvollziehbaren Genehmigungsweg gelaufen. Übrigens sind bei einem "Environmental Impact Assessment" auch die Kommunen, Experten von Naturschutzorganisationen etc involviert.

Hi Gelie,
Was für eine Lüge und Hohn! Siehe meinen Anhang von vorhin mit der Karte der ausgewiesenen fracking-zone von Recon.
Was ein Privatunternehmen ausweist und was legal erlaubt ist (Fracking ist generell in Namibia verboten) sind ja zwei paar Schuhe. Wünsche kann man viele haben, nur erfüllt werden sie sehr häufig nicht ;-)
Es scheint aber, dass Du in dem Fall mehr weißt als alle Anderen?

Grundsätzlich ist Bergbau immer eine große Abwägung zwischen Natur/Umwelt und Profit. Aufschreie beim Uranabbau IN einem Nationalpark, den Probebohrungen für den Phosphatabbau vor der Küste Namibias (ich denke wir alle wissen was Phosphatabbau für Auswirkungen haben kann), Erdöl- und Erdgasprobebohrungen vor der Küste (IM Meeresschutzgebiet) blieben aber irgendwie aus. Man muss auch beachten, dass es meist Jahre dauert, bis Explorationsbohrungen durchgeführt werden, und dann weitere Jahre bis vielleicht wirklich kommerziell gebohrt wird. Bis dahin kann noch vieles, auch im Sinne des Naturschutzes positives passieren.

Viele Grüße
Christian
Vom 15. Dezember 2021 bis 9. Januar 2022 nur sporadisch im Forum unterwegs

Aktuelle Einreiseregelungen für Namibia bis 15. Dezember 2021: (1) PCR-Test nicht älter als 7 Tage vom Abstrich bis Einreise für alle Reisenden, (2) Ausfüllen des medizinischen Einreiseformulars ("Surveillance Form") (3) Nachweis einer Versicherung zur Behandlung einer COVID19-Erkrankung, (4) Ausfüllen des normalen Einreiseformulars; NICHT NÖTIG: Reiseplan mit vorgebuchten Unterkünften, zweites medizinisches Einreiseformular.
Am 15. November wurde Trusted Travel eingeführt (ab 16.01.2022 verpflichtend bei Einreise und bei Ausreise, sofern ein Test nötig ist)! Mehr Informationen: www.namibia-forum.ch...elSystem28102021.pdf bzw. www.namibia-forum.ch...eingefu%CC%88hrt.pdf
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