THEMA: Helfen? Ja, aber wie?
19 Dez 2008 15:24 #85242
  • Matt
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  • Matt am 19 Dez 2008 15:24
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Ja natürlich. Es muss schlussendlich jeder seinen Weg finden, wie er/sie helfen möchte. Einfach Geld alleine ist auf jeden Fall schlecht (Alkohol)...

Frauen mit Kinder sind meiner Meinung nach am hilsbedürftigsten..
www.hafz.ch / Ein Projekt, welches privat finanziert und transparent ist. Informiert Euch. Für Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung
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19 Dez 2008 16:37 #85255
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  • Volker am 19 Dez 2008 16:37
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Waku,

versuche es mal über folgendes Guest House in Vic Falls, wird von Deutschen betrieben:

www.amadeusgarden.com

Vielleicht haben sie konkrete Vorschläge.

Viel Erfolg,

Volker
Bye bye Forum
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19 Dez 2008 18:03 #85260
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  • Silvy am 19 Dez 2008 18:03
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Hallo Waku,

wir haben immer einige Hefte, Bleistifte, Radiergummi dabei (jeder nimmt welche mit in seinen Koffer) und Zahnbürsten! Diesen Tipp haben wir letztes Jahr in Namibia bekommen, weil die Kinder so gut wie keine Zahnhygiene betreiben. Auch nehme ich in Urlaub nur Kleidung und Schuhe mit, die ich hinterher (natürlich gewaschen) verschenke. Ich werde das Strahlen eines Boys nicht vergessen, der meine Bergschuhe \"ergattert\" hat. Wir haben die Sachen auf einer Farm gelassen, wo sie für 1 Nam. Dollar pro Stück verkauft werden, da sich dann jeder aussuchen kann, was er möchte und nicht das Gefühl hat, er bekäme ein Almosen. Das macht übrigens auch Lore auf der Farm Rooiklip nach diesem Verfahren. Der Erlös der \"alten\" Sachen wird natürlich sofort in ihr Kindergartenprojekt gesteckt. Eine gute Sache für beide Seiten, finde ich.

Gruß aus Bayern
Silvy
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19 Dez 2008 19:38 #85267
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  • konno am 19 Dez 2008 19:38
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Das Beste: einfach sein lassen. Sachen verteilen birgt doch viel mehr Risiken als nur deinen eigenen Gefühlszustand beim Akt des Übergebens. Wer ohne Leistung bekommt, der bringt auch keine Leistung. Stichwort : Betteln.
Wer braucht denn Zahnbürsten ? Schulkinder? Welches von den 75 in einem Dorf ? Alle ? Was geschieht mit den Zahnbürsten ?
und vor Allem wer bekommt sie ? Ein kleines Schwarzes Kind ist nun mal nicht immer bedürftig und es gibt auch in einem kleinen Dorf soziale Strukturen, die man als einfacher Tourist so nicht durschauen kann. (zumal das Schenken im subsaharischen Raum eine besondere Rolle einnimmt. Stichwort: Erweiterung Soziales Netzwerk/ Bindungsstärkung.
Ich erinnere mich da an eine Freundin, die eine Plastiktüte aus einem Touristenauto bekommenhat ( im Khomashochland). Sie hatte beste Schulbildung und besuchte zu der Zeit eine Fachschule für Hotel und Farmmanagement. In der Plastiktüte waren grüne Plastikherrensandalen (die an jmden verschenkt wurden, der sie wirklich nötig hatte aber sicher auch nicht ARM war) Buntstifte und Sahnbonbons Campino mit erdbeergeschmack. Die wurden unter Anderem auch an mich weitergeben :P )

Also: zum Geben gehört auch Wissen!

Wirklich nachhaltig ist doch nur lange Projekte zu unterstüzten, die einerseits wissen WAS und WIE tun.

zum Beispiel höhere Bildung (auch andere klar) : www.gnsf.org/000000987f1129604/index.html
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19 Dez 2008 20:20 #85272
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  • Silvy am 19 Dez 2008 18:03
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Hallo Konno,

das ist richtig, was Du sagst. Wir haben die Sachen in Schulen abgegeben oder auf Farmen gelassen. Jemandem direkt was in die Hand zu drücken, ist immer problematisch. Dabei fühle ich mich auch nicht wohl. Es kommt aber immer auf die Situation an.

Gruß Silvy
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19 Dez 2008 20:57 #85274
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  • Ulli am 19 Dez 2008 20:57
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Wir haben uns angewöhnt immer eine Großpackung Reis, Gemüse und -falls nichts anderes zur Hand ist- Büchsenfleisch oder Corned Beef im Auto dabei zu haben. Wenn wir dann unterwegs bei einer Siedlung, einer Rangerstation etc. übernachten schlagen wir den Menschen oft vor zusammen zu kochen und zu essen. Die Locals stellen die Töpfe, machen Feuer und wir steuern die Zutaten bei.

Einen großen Reis-Topf, zusammen auf dem Feuer gekocht und anschließend auch zusammen gegessen, wirkt Wunder. Kaum jemand von den Einheimischen hat es jemals vorher erlebt das Weiße gemeinsam mit ihnen kochen und essen. Von so einer Aktion haben beide Seiten etwas: die Leute werden satt und sie erfahren das sich jemand wirklich mal ein bisschen für sie interessiert. Und man selbst lernt noch eine Menge über die jeweiligen Lebensumstände.

Kostest fast nichts, bringt aber unglaublich viel Eindrücke (auch für einen selber).

Wenn ihr 'noch einen drauf setzen' wollt: macht ein paar Fotos, lasst euch die Adressen geben und schickt den Leuten die Abzüge. Wenn ihr dann noch jeweils eine lokale Briefmarke hinzufügt werdet ihr erstaunt sein dass euch Menschen aus Afrika schreiben die nur unter großen Mühen ein Blatt Papier auftreiben und ein paar Sätze Englisch formulieren können. Übrigens: wir haben es nicht einmal erlebt das uns dabei jemand angebettelt hat.

Das alles nur mal so als Anregung. Vor dem Helfen ist es manchmal auch ganz gut ein wenig über Leute zu wissen denen man helfen will - und sie beißen ja nicht.

Und ganz nebenbei erschließt sich dann auch noch das Afrika nicht nur aus hübsch fotografierten Elefanten und Löwen besteht. Kann auch sehr spannend sein...

Gruss

Ulli
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