THEMA: Helfen? Ja, aber wie?
19 Dez 2008 21:03 #85275
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  • DocHoliday am 19 Dez 2008 21:03
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@Ulli: Die Idee gefällt mir sehr gut! Hat nichts von Almosen durch die reichen Europäer sondern ist ein klarer Deal, von dem alle profitieren. Und wo kann man Menschen besser kennenlernen als bei einer gemeinsamen Mahlzeit?
Gruß

Dirk
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20 Dez 2008 00:28 #85282
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  • Matt am 20 Dez 2008 00:28
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Absolut. Die Idee bzw. die Art und Weise, mit Farbigen Menschen in Kontakt zu kommen, gefällt mir sehr gut! Das Verhältniss zwischen Weiss/Farbig ist ja schon genug \"gestört\", da kann ein solches \"Dinner\" absolut hilfreich sein. Vor allem möchte ich nicht zu jenen Touris gehören, welche jeweils in Deckung gehen, wenn ein Farbiger daher kommt, in seinem Lande...
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20 Dez 2008 18:58 #85318
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  • Reinhard am 20 Dez 2008 18:58
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Ich möchte das unterstützen, was Konno und Ulli sagten. Bedingungsloses Schenken hat in unmittelbaren Notsituationen seinen Sinn (nach Überschwemmungen, Bränden oder sonstigen Katastrophen). Sobald die unmittelbare Gefahr vorbei ist, m.E. aber nicht mehr. Dann kann sich solche Hilfe in's Gegenteil verkehren. Wem einmalig etwa geschenkt wird (vom offensichtlich so reichen Weißen) mag sich noch unschuldig freuen. Beim 2., 3. oder 4. Geschenk kommt bei jedem Menschen der Gedanke, dass das Beschenken-lassen auch seine Vorteile hat und man wird seine Bemühungen darauf richten. Das nennt man Betteln. Daran sind leider die gutmeinenden Schenker nicht ganz unschuldig. Sie werden ihre Fähigkeiten auf das Betteln konzentrieren und eine Schul- oder Berufsausbildung aufgeben. Das gilt, fürchte ich, auch für die Schuhe und Kleidung, die offenbar manche/r am Ende der Reise im Lande an Einzelpersonen verschenkt. Besser wäre in so einem Fall die Übergabe an z.B. eine kirchliche Hilfsorganisation, die es in unmittelbaren Notsituationen einsetzen kann. Ich finde es besser, z.B. im Craft-Center in Windhoek einen handgemachten hölzernen Bilderrahmen für gutes Geld zu kaufen und damit einem Handwerker, in meinem Fall mit Namen Ndumba von der Cooperative Oshiwa Crafts and Framing (so steht es auf der Rückseite) seine Produkte abzukaufen. Ich finde, das hat etwas von fairem Bezahlen für eine Leistung, die ich an Anspruch nehme und es hat auch etwas von gleicher Augenhöhe.
Gruß
Reinhard
Letzte Änderung: 20 Dez 2008 22:23 von Reinhard.
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21 Dez 2008 07:40 #85331
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  • WoMa am 21 Dez 2008 07:40
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Ich finde es schön dass hier so verantwortungsvoll über dieses schwierige Thema nachgedacht wird. Mit solchen Aktionen wie die von meinen Vorpostern kann die Bettelei auf jeden Fall eingeschränkt werden! Ich frage bettelnde Kinder immer für welche Leistung sie denn einen Dollar von mir bekommen sollten - und gleich danach warum sie eigentlich nicht in der Schule sind (natürlich nur wenn auch Schulzeit ist). Mitleid ist kein guter Erziehungsratgeber und kann alles nur noch schlimmer machen.
Eines muss ich aber noch loswerden: in Namibia bezeichnet man Menschen mit schwarzer Hautfarbe auch als Schwarze, nicht als Farbige (Coloureds). Letztere sind eine eigene Volksgruppe und hellhäutiger. Wenn ihr also in Namibia seid und euch mit Einheimischen dunkler Hautfarbe unterhaltet, solltet ihr schwarze Menschen als Black people bezeichnen und nicht als Coloured wenn ihr nicht hochgezogene Augenbrauen riskieren wollt :huh:
Ist anders als im deutschen Sprachgebrauch, ich weiß - dies soll auch nur als dezenter Hinweis verstanden werden und nicht als Schulmeisterei :)

Wünsche allen FoMis ein Frohes Weihnachtsfest und alles Gute fürs Neue Jahr!

LG
Maxi
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