THEMA: Säugetiere, Vögel und ihre Fressgewohnheiten
08 Okt 2019 19:41 #569768
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Wir entscheiden zum Sandriver zu fahren.
Ein noch jüngerer Elefantenbulle kreuzt unseren Weg.



Eine noch recht kleine Maasai Giraffe in der Weite der Masai Mara, doch die Mutter ist nicht allzu weit



Thomson Gazellen Junge sind Ablieger. Das heisst sie müssen geruchlos bleiben. Deshalb leckt die Mutter Kot und Urin weg.



Eine jüngere Tüpfelhyäne im Schatten, es ist heiss



Eine Steinböckchen Dame präsentiert sich



Joseph fährt nach dem Mittagessen unter einem Baum runter, wo die Felsen sind. Ich liebe diese Landschaft. Eine Elefantenherde kommt auf uns zu, auf der anderen Seite ziehen Gnus. Einfach ein Traum im stillstehenden Auto zu sitzen und den Tieren, die keine Angst haben ruhig vorbeispazieren zu sehen.















Um über 100 kg Nahrung in den Magen zu bringen, verbringen Elefanten viel Zeit mit Fressen. Dabei sind sie aber selten lange am selben Ort, um die Zerstörung einzelner Pflanzen zu vermeiden.



Da ziehen sie Richtung Tansania. Die Hügel sind bereits im Lobo Gebiet der Serengeti.



Wie erwartet finden wir hier Oribis oder auch Bleichböckchen genannt. Der Bock hat irgendwo sein anderes Horn verloren





Sand River Gebiet - man sieht die Strasse die runter zum Tor und Fluss führt und das Ranger Haus in der Serengeti



Einige Gnuherden sind schon in Richtung Tansania unterwegs. Man sieht auch, wie kurz sie das Gras gemäht haben



Wir kommen am Sandriver Gate an und der ältere Ranger erinnert sich an Monika’s Campsite wie sie immer noch genannt wird und an mich. Joseph plaudert mit ihm und erfährt, dass Campen hier nicht mehr erlaubt sei... na ja, ich hatte selber auch erlebt, wie Selbstfahrer alles ausluden, wegfuhren, um Gnus und Zebras zu sehen und die Paviantruppe ihre helle Freude dran hatte... es hat auch regelmässig Löwen hier...



Nun stehen wir auf der Brücke und man stelle sich weitere Bäume hinter den letzteren vor und da lag die Campsite. Man stelle sich auch vor, dass dort die Steine Badewannen bilden und man da herrlich reinsitzen kann... Ich weiss, dass nun jemand, der das Lesen wird schmunzeln wird.





1993 auf meiner ersten Safari, hatten wir hier gecampt hatten. Und das liebe Deutsche Ehepaar mit dem ich heute noch lieben Kontakt war, hatte von da an meinen Afrikawerdegang miterlebt. Die nächste gemeinsame Tour war 1994 nach Botswana und da beganns mit unserem Guide Corey - einem Löwenmann und super Guide. Er sagte an einem Abend zu mir am Lagerfeuer, Mädchen, Du hasst Deinen Job, Du weisst viel über Tiere, warum kommst Du nicht hierher und wirst Guide? Uhps, das war schon mal eine Ueberraschung. Mit dem Campbesitzer, ein Deutscher, vereinbarte ich, dass ich in knapp 2 Jahren für 3 Monate mal herkommen könnte. Ich warte noch die Jubiläumsprämie bei der UBS ab, was nach 15 Jahren doch einiges einschenkte. Dann war ich die 3 Monate als Lehrling in Botswana. Ein wunderschönes Wiedersehen mit Corey, dessen Heirat ich miterleben durfte. Leider verstarb er 2001 an Kehlkopfkrebs. Danach wieder in der Schweiz und hoffte die Stellung in Maun zu bekommen. Aber es sollte nicht sein. Dann schrieb ich die Besitzerin von Bush Trucker Tours an, denn mit denen war ich über Duma Naturreisen damals nach Kenia gereist. Ach, sie wolle die Fima verkaufen.. gut, wir trafen uns in Basel und im Januar 1999 reisten wir zusammen nach Kenia. Der Sprung in eine anders funktionierende Gesellschaft begann. Joseph, war damals schon in der Firma und zusammen sind wir stetig die Leiter hochgeklettert. Haben zusammen Fälle gelöst, sind in Büros gegangen, um alles in Ordnung zu bringen, haben mehr über Tiere, Vögel und Parks gelernt, unser Mobilcamp verbessert... und heute, nach über 20 Jahren arbeiten Joseph und ich noch immer Hand in Hand. Durch die Verbindung dieser Gäste zu meinen “alten” Freunden, war diese Reise besonders. Und ihnen zu Ehren “mussten” wir den Sandriver besuchen und auch, den Gaesten zu zeigen, wo alles seinen Ursprung hatte.
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10 Okt 2019 19:25 #570006
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Die Wolken ballen sich und wir bekommen noch einige Tropfen ab, als wir das Sandriver Gate verlassen. Doch der starke Regen zieht in die Serengeti.



Hinter den Gnus sieht man, dass es verdächtig dunkel ist



Und nur etwas weiter haben wir wieder fast wolkenlosen Himmel



Nebst ein paar Autos finden wir erst 2 Löwen. Traurigerweise fahren ein Safarifahrzeug und ein Selbstfahrer so nahe, dass sich einer so bedrängt fühlt, dass er weggeht. Beide habe ich am Talekgate mit Fotos gemeldet, der Safarifahrer fuhr in dem Moment hin und die Ranger nichts wie zu ihm. Sollen die ihm Manieren beibringen.

Die anderen 2 Löwen oder besser gesagt eine Löwin und ihr Pascha sind in Hochzeitsstimmung. Wenn man die Zähne anschaut, scheint er schon ein älterer Herr zu sein. Die Grimassen der beiden finde ich immer so köstlich







Unsere letzte Nacht....

22.9. Rechtzeitig los, denn wir müssen Zeiten einhalten. Doch auf dem Weg zum Sekenani Gate begegnen uns als krönender Abschluss die 5 Gepardenbrüder



Wenn man zwischen die Hinterbeine des Vorderen sieht, dann kann man diese ekelhaften Lausfliegen entdecken... In einigen Gegenden koennen die an Loewen und anderen Katzen echt gesundheitliche Schaeden anrichten



Sie kommen nun arg ins Gegenlicht, aber wir können das Auto nicht verstellen, da sie genau zwischen Autos auf dem Weg von beiden Richtungen durchgehen.



Das Ziel ist nun klar, sie wollen Gnu zum Frühstück



Sie teilen sich auf und verwirren die Gnus. Doch bald sind sie zu weit weg und wir müssen nach Nairobi...









Wir erreichen das Carnivore zum Mittagessen und hier verabschieden wir uns von Joseph. Nach dem Essen holt uns der Taxifahrer Joseph ab und bringt uns ins Tamarind Tree Hotel. Danach zum Flughafen und es heisst Abschied nehmen. Wir hatten eine tolle Zeit und auch viel gelacht. Ich fahre nach hause, wo mich meine 7 4-Beiner fast auffressen.

Schaltet noch nicht ab, es geht noch weiter...
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10 Okt 2019 19:59 #570009
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29.12. Ich habe einer Gruppe von 4 Leuten versprochen, dass ich sie in den Nairobi Nationalpark begleite. Ist wohl auch nicht schwer zu verstehen, dass ich lieber im Busch als im Büro sitze. Sie fanden mich über ein Forum auf Facebook. Da Joseph schon wieder in der Masai Mara ist, fährt uns Onesmus. Er holte sie vom Jomo Kenyatta Flughafen ab und ich fuhr mit einem Taxi zum KWS Haupteingang nachdem ich im Boulevard Hotel geschlafen hatte. Sie hatten ziemlich Verspätung aber was solls es hat ja ein paar Vögel hier. Dann geht es so kurz nach 9 in den Park.

Erst schauen wir mal eine ganze Weile Giraffenbullen zu. Erst wunderten wir uns, warum sie rennen, aber keine Katze in Sicht. Es sind 3 und 2 davon liefern sich dann einen recht ausdauernden Kampf.











Und dann kommen 2 Breitmaulnashörner zur Strasse









Nur ein kurzes Stück weiter, wieder Breitmaulnashörner. Wenn eine anfängt zu Sche... dann ist das ansteckend. Jedoch markieren Nashörner ihre Territorien mit Kot und drum findet man gelegentlich richtige Dunghaufen.







Wieder ein kurzes Stück weiter und wir finden den Breitmaulnashornbullen beim Trinken. Wir haben Glück, das Licht lässt ein Spiegelbild entstehen. Onesmus hat das Auto super positioniert.



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13 Okt 2019 20:00 #570179
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Kronenkraniche sind einfach immer wieder schön. Sie sind wirklich was besonderes in der Vogelwelt.







4 Löwen im Energiesparmodus. Die anderen 2 waren zu arg von Büschen und Gras verdeckt



Leider ist diese junge Puffotter überfahren worden. Da hat wohl ein Autofahrer nur Löwen gesehen und nicht was auf dem Boden kriecht



Zum Glück haben die Wasserlöcher derzeit Wasser. Es hatte ein paarmal etwas geregnet. Mutter Breitmaul mit schon etwas grösserem Jungen nähern sich dem Wasser. Wir sind total am falschen Ort. Onesmus schleicht sich mit dem Landcruiser sachte auf dem schlechten Weg um den Tümpel und dann haben wir sie so





Eine Gruppe Zebras will auch zum Wasser. Die beiden Nashörner weichen zurück, kommen aber wieder ans Wasser zum Trinken







Der Nairobi Nationalpark hat erstaunlich viele Antilopenarten. Der Wasserbock ist nur eine davon



Wir essen beim Hippopool zu Mittag und laufen auch dem Bach entlang. Danach geht es zum Athi Damm. Und wie immer ist die Vogelschar reich vertreten.



Eins der Krokodile. Auf der anderen Dammseite sind Leute mit Kindern ausgestiegen und nicht weit vom Wasser weg. Wenn die wüssten, wie schnell Krokodile sind...



Insgesamt haben wir 12 Breitmaulnashörner gesehen



Die noch sehr jungen Schabrackenschakale sind einfach goldig. Sie leben in einer grossen Röhre, die eigentlich Wasser ableiten sollte. Ich hoffe, dass ihnen mit dem nun heftigen Regen nichts passiert ist.





Die Eltern wollen auf Jagd, stellen aber sicher, dass den Jungen keine Gefahr droht, bevor sie sie alleine lassen. Wir müssen weiter... die Uhr sagt...



Nicht mehr weit vom Ausgang sage ich halt - 3 Nashörner, davon ein Kleines und sie rannten. Alle schauen mich nur komisch an... doch als Onesmus etwas vor fährt und der Busch deren Sicht nicht mehr verdeckt, sehen sie die 3 Spitzmäuler auch. Leider sind sie weit weg und das Licht ist schon recht schwach. Aber fürs Auge wars ein herrlicher Abschluss.





Wir verlassen den Park und da Sonntag ist, hat es keinen Verkerhr. Wir bringen die 4 ins Norfolk Hotel und verabschieden uns. Es war schön mit den Vieren einen Tag verbracht zu haben. Onesmus bringt mich ins Boulevard und von dort bringt mich Taxi Joseph nach hause.
Nun hat es in Kenia angefangen zu regnen. Einige Gebiete bekommen die normalen Ueberschwemmungen zu spüren. Bei mir kommt nun halt gelegentlich Besuch ins Haus

Senegal Kassina



Gemarmorter Schaufelnasenfrosch. Da aus der Kueche, hat er/sie halt ein paar Hunde-/Katzenhaare aufgelesen



Wir haben nun bis November safarimässig eine kleine Pause, also Zeit, um Bericht zu schreiben und die nicht wenige Administration zu erledigen und dann sind wir alle wieder im Busch draussen. Ich werde 3 Wochen auf Grosstier- und Vogelpirsch in Meru, Samburu, Aberdare, Baringo, Kakamega, Nakuru und Elementaita gefahren werden. Lorenzo Barelli hat wieder eine Fotovogeltour, diesmal in den Amboseli, Tsavo West & Ost und nach Wataum (Arabuko Sokoke Wald, Mida Creek, Gedi Ruinen und noch ein unbekannter Creek)

Ich wünsche Euch nun einen herrlichen Herbst und schicke viele Grüsse
Elvira
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Letzte Änderung: 13 Okt 2019 20:04 von Bushtruckers. Begründung: Bild nicht eingefuegt
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14 Okt 2019 07:14 #570188
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Hoi Elvira

Vielen Dank für diesen Bericht, war wie immer schön und interessant mitzureisen! :)
Leider nur virtuell... :S
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14 Okt 2019 16:22 #570230
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Hoi Picco

ist gern geschehen und es freut mich natuerlich, wenn Dir dieser Bericht gefallen hat. Irgendwann machst Du auch die Tour nach Samburu!

Liebe Gruesse
Elvira
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