Von Aberdare nach Samburu, Meru und Lewa Downs

Reisebericht 41 Antworten · 11,9k Aufrufe · gestartet 24. Feb. 2018 von Bushtruckers
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201424. Feb. 2018 · #1
Liebe Foris

Unsere Reise führte uns in die Aberdares nach Samburu, Meru Nationalpark und Lewa Downs.

Vor 13 Jahren verbrachten wir über eine Woche im Amboseli und endlich hat es wieder geklappt, dass wir zusammen eine Reise in Kenia unternehmen dürfen.

Das Auto wird am 8.2. voll gepackt. Die verderblichen Esswaren sind bis am Morgen des 11.2. im Eischrank und Tiefkühler.



Vor 5 Uhr morgens bin ich auf den Beinen. Frühstücke und packe die Esswaren. Mein Gärtner kommt auch schon bald und hilft dabei. Der Mond, der bald leer sein wird, steht noch am Himmel.



Um 6 Uhr starte ich die Fahrt nach Nairobi, die zum Glück kein Problem ist, da es Samstag und noch sehr früh ist. Es gibt ein herzliches Wiedersehen mit dem Ehepaar. Joseph, mein Fahrer und Andrew, der Koch sind auch pünktlich und kurz vor 8 Uhr starten wir Richtung Naivasha.

Den obligatorischen Halt am Rande des Grossen Grabenbruches dürfen wir nicht auslassen. Klar kommen die Händler an und wollen ihre Waren verkaufen. Pech.. wir sind noch ganz am Anfang der Reise. Weiter geht es in den Grossen Grabenbruch - Joseph fährt ganz vorsichtig, denn der Landcruiser ist schwer. Kurz vor Naivasha biegen wir links ab und der Weg führ stetig auf Teer- und Naturstrasse hoch, bis zum Mutubio Gate.



Eigentlich will mein Kunde auf den Aussichtspunkt, doch die holzigen Treppenstufen sind so verfallen, dass es ein grosses Risiko sein würde. Also beobachten wir Schmetterlinge und Pflanzen, wie das Johanniskraut (Hypericum revolutum, das zusammen mit dem kleineren Johanniskraut (Hypericum kiboense) die gelben Tupfer im Gebiet sind.



Wir sind nun also auf ca. 3.000 m am Mutubio Gate. Die Ranger heissen uns willkommen und checken uns rasch ein. Einer kennt mich gar von Facebook.



Es geht nicht lange und schon begegnet uns das erste Tier. Ein Buschbock im klaren Bergbach.



Bei den Fishing Lodge Hütten angekommen, laden Joseph und Andrew aus. Die Esswaren brauchen wir, das schwere Zeug muss auch raus, denn sonst schaffen wir den Weg zu den Karuru Falls nicht. Ich muss natürlich nach Vögeln schauen..., doch als mir die beiden begegnen, ändere ich doch die Richtung.



Und schon ist das Mittagessen auf dem Tisch. Den Kartoffelsalat hatte ich schon zuhause vorbereitet, so dass er auch schön die Sauce einziehen kann. Und wir schlemmen, mit Blick auf Elefanten, Frankoline und ins Tal.

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1'624 Beiträge · seit 201524. Feb. 2018 · #2
Hallo Elvira

oh wie schön Deinen neuen Bericht zu entdecken. Ich freue mich bei diesen Stationen in Erinnerungen zu schwelgen bzw. mir Appetit für nächsten Juni zu holen. Kann's kaum noch erwarten....
Liebe Grüße Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
zuletzt bearbeitet 24. Feb. 2018
6'369 Beiträge · seit 201125. Feb. 2018 · #3
Hoi Elvira

Da warst Du ja gleichzeitig mit uns unterwegs!
...nur nicht an denselben Orten 😄 😄 😄

Einen Bericht von Dir lass ich mir sicher nicht durch die Lappen gehen, leg los!
Und schönen Gruss an Joseph!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201425. Feb. 2018 · #4
Liebe Elisabeth
Tja, es geht nun nicht mehr soooo lange, bis Ihr in Kenia landen werdet. Hier also ein bisschen Einstimmung, wenn es auch nicht die gleichen Gebiete sind, die Ihr besuchen werdet.

Picco - willkommen an Bord. Muss Deinen Bericht auch noch aufstoebern.... kann ich mir doch auch nicht entgehen lassen.

Liebe Gruesse
Elvira
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201425. Feb. 2018 · #5
Auf 2.920 m über Meer liegen die beiden Hütten, die je 2 3-Bettzimmer mit Bad und 1 kleines Zimmer nur mit Bett haben. Auch eine Küche mit allen notwendigen Utensilien und Gas ist vorhanden. Im gemütlichen Wohnzimmer kann man am Abend ein Feuer im Kamin anzünden.

Rund um uns wimmelt es von Tieren.... man kommt gar nicht zur Ruhe





Eine Familie Jackson’s Francoline suchen im Gras nach Futter. Hier sind sie nicht so scheu wie unterwegs.



Die Büffel bekommen Besuch von Buschböcken



In der Ferne suchen sich 2 Elefantenbullen leckere Zweige aus

Salz ist etwas, das hier rar ist und also stiebietze ich Salz von Andrew und biete es unseren tierischen Gästen auf einem Stein an. Und wie Ihr seht, wird es gerne genommen.







Und wie man sieht, das Salz schmeckt. Die Ohren sind von Zecken blutig gesaugt und wohl beim Versuch die Plagegeister loszuwerden, auch noch weiter blutig gekratzt.



Der Moorlandschmätzer ist wohl der häufigste Vogel auf dieser Höhenlage.

Es geht nun zu den Karuru Fällen und klar es gibt auch Blumen in den Aberdare wovon etliche mit denjenigen in den Alpen und Rocky Mountains verwandt sind.



Carduus chamaecephalus (Familie Asteraceae / Compositae) ist eine Distel, die auf um die 3.000 m vorkommt.
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6'369 Beiträge · seit 201125. Feb. 2018 · #6
Hoi Elvira
Bushtruckers schrieb:Muss Deinen Bericht auch noch aufstoebern.... kann ich mir doch auch nicht entgehen lassen.
Der wird noch folgen, aber das dauert noch etwas, hab zum Einen aktuell zu viel Arbeit, zum Anderen hat die Grippe zugeschlagen... 😵 😣 🤢 ...aber: er wird noch kommen!
Du wirst es spätestens dann erfahren wenn ich Dich mal wieder nach diesem oder jenem Vogel befrage 😎
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201425. Feb. 2018 · #7
Ach Picco, selbstaendig sein und krank, das passt doch gar nicht zusammen.

Also rasche und gute Besserung, so dass ich bald Deine Voegel bestimmen darf...

Liebe Gruesse aus der Hitze
Elvira
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201425. Feb. 2018 · #8
Bei den Fällen angekommen, spazieren wir den Weg runter und gelangen auf die Plattform. Leider ist ziemlich Gegenlicht. Die Fälle führen auch nicht allzu viel Wasser, aber toll sind sie dennoch anzusehen. In dem Tal hatten sich die Mau Mau Kämpfer u.a. versteckt.









In den Aberdares sollte man auch ein Auge für kleine Dinge haben, wie z.B. die schönen Trockenblumen (Helichrysum sp)



Joseph wendet das Auto und wir fahren den doch ziemlich steilen und holprigen Weg wieder hoch zum Hauptweg und zur Fishing Lodge. Im freien Hochmoor zieht ein Elefantenbulle seines Weges.



Und da es noch schön hell ist, können wir unsere Besucher fotografieren. Herr Buschbock zeigt sich total fotogen!





Wie erwartet taucht auc noch der Schwarzstirnducker auf und bekommt auch etwas Salz als Belohnung.





Andrew hat leckeren gebratenen Tilapia für uns zubereitet und die Dame, die auf die Bandas aufpasst unser Feuer angezündet. Ein strahlend schöner Tag geht zu Ende und es heisst bald ab ins Bett mit den dicken Decken.
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201426. Feb. 2018 · #9
12.2. In der Nacht musste ich mal raus und was war da für ein Sternenhimmel. Fast Leermond und keine Lichtverunreinigung. Traumhaft! Am Morgen war es eisig kalt und wie Ihr sehen könnt, war da leichter Frost. Die Winterkleider aus der CH bewähren sich an solchen Orten.





Andrew and Joseph laden ein und es geht los. Beim Chania Falls halten wir kurz, doch ausser Bienen zeigt sich niemand. Da es auch hier sehr trocken ist, spotten wir nicht viele Tiere. Doch die Colubusaffen erspähen wir, wenn auch mit der Kamera schwer erreichbar.



Wir kommen gut vorwärts und essen in einer Doorman Imbisstube zu Mittag. Noch kurz ein paar Einkäufe tätigen, z.B. ist mein Douchgel zuhause geblieben... tanken und nun Richtung Samburu. In grosser Zahl fangen die hier überwinternden Rauchschwalben kleine Insekten über dem Weizenfeld.



Und dann sehen wir die Samburu Berge, den Ololokwe und dann auch die sich im Alpenglühen sonnenden Berge von Shaba. Dass es trocken ist, sieht man schon. Wie erwartet haben sie am Eingang nicht alle Tickets. Also ohne Bezahlen rein, mit der Auflage beim Rausfahren zu bezahlen. Los zu Campsite, da wir nun doch recht spät dran sind und keine Lust haben, im Dunkeln aufzubauen. Zu meiner Ueberraschung stehen da neue Duschen und Toiletten, sogar mit Wasserspülung! Es hat noch eine andere Gruppe auf dem Campingplatz, doch der ist für alle gross genug. Wir bekommen auch gleich einen hiesigen Helfer, was hier wegen den Grünen Meerkatzen und Pavianen unumgänglich ist. Wir entscheiden, wessen Zelt wohin kommt und wo die Küche stehen soll. Dies muss an einen Baum, da der Wind sonst das Gas verbläst. Alles klar, also aufbauen. Auch die Flysheets kommen oben drauf, zum einen wegen dem Wind, um sie stabiler zu machen zum anderen wer weiss, es könnte ja regnen. Andrew bereitet gebratene Hühnerbeine zu und wir lassen den Tag ausklingen; zu Ende ist er aber noch nicht. Gleich vor meinem Zelt spielt sich diese tragische Szene ab. Ameisen zerteilen eine grabende Wolfsspinne.



Und bei den Toiletten finde ich den kleinen Skorpion, dem es leider auch nicht mehr so gut geht.



In der Toilette drin, begegne ich diesem Kameraden - ein Hundertfüsser oder Skolopender. Sein Stich würde sehr lange weh tun, aber er ist friedlich, doch seinen etwa 20 cm Länge. Dies ist der grösste, den ich bisher gefunden habe.



So und nun schlafen.

13.2. Es lohnt einfach schon vor 6 Uhr morgens aus dem Zelt zu krabbeln.



Ein gelungenes Frühstück mit Speck, Eiern, Brot, Käse usw. bevor es auf Pirsch geht. Etwas entlang des Fluss und mit dem Kampfadler im besten Licht beginnt die Pirsch.



Keine Bange, es wird keine Vogeltour, sondern eine Säugetiertour mit Abweichungen 😉 Der Graukopfliest sitzt einfach zu goldig.

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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201427. Feb. 2018 · #11
Guten Abend Udo

vielleicht klappt es ja mal...

Liebe Gruesse
Elvira
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201427. Feb. 2018 · #12
Es geht weiter und wir schauen uns einfach an, wen wir finden. Wie z.B. den Ellipsenwasserbock oder die vielen Elefantenfamilien....





Der Raubadler sitzt einfach majestätisch



Normalerweise rennen Warzenschweine weg und kommen nicht in einer Reihe auf einem zu





Ich liebe diese Berge - Beisa Oryx auf dem Weg zum wenigen Wasser im Fluss



Es ist die Zeit, in der die Zugvögel noch hier sind wie auch der Isabellschmätzer und der Turmfalke. Beiden, wie auch dem Neutöter und dem Isabellwürger begegnen wir noch öfters während unserer Reise.





Der Rosenwürger ist oft in den Trockengebieten zu finden.



In kurzer Zeit 4 Falkenarten Lannerfalke (Bild unten), Zwergfalke, Taita- und Turmfalke



Wenn Ihr in verschiedenen Teilen Afrika’s unterwegs sind, dann achtet auf die Hornform der Grantgazellen. In Samburu kommt die Unterart Nanger granti granti vor.



So viel Wasser hat der Ewaso Ngiro. Elefanten graben nach Wasser und helfen so anderen





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1'366 Beiträge · seit 201128. Feb. 2018 · #13
Immer wieder schön, von deinen Kenia-Erlebnissen zu lesen. Freu mich schon auf April, da bin ich wieder unten 😁
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201428. Feb. 2018 · #14
Hallo Thorsten

Freut mich, wenn Du mitreist.

April ist ja schon bald. Wenn Du Zeit hast, komm und sag Hallo in Nairobi.

Liebe Gruesse
Elvira
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201428. Feb. 2018 · #15
Es geht langsam auf die Mittagszeit zu. Giraffen und Elefanten suchen nach kostbarem Nass.



Die patroullierenden Ranger zeigen uns eine Löwin, die jedoch auf der anderen Seite des Flusses liegt. Das Foto in dem grellen Sonnenlicht ist entsprechend. Wir gelangen im Zelt an und Andrew macht das Mittagessen fertig, während unser Helper die Paviane und Grünen Meerkatzen in Schach hält. Ich schaue natürlich was oder wen ich erspähen kann. Erstmal nur die Dornen der River Acacia / Flussakazie/ Acacia elatior, die einer der Hauptbäume entlang des Flusses ist.



Es wird entschieden, dass wir im Camp bleiben. Auf der anderen Flusseite beobachten wir einen Elefantenbullen, wie er Akazienzweige abreisst und frisst.



Der erste Besucher, respektive Besucherin kommt ins Camp. Die 2 Kududamen fürchten sich nicht. Der braune Teller war für die Vögel gedacht, hat aber keinen grossen Andrang verursacht. Ganz zu meiner Enttäuschung. Die kennen das einfach noch nicht.



Ich werde gerufen, denn wir haben einen Minivulkan im Camp. Oder doch eher ein Mull, der ein neues zuhause baut?



Und plötzlich war er da..... ruhig, nicht aggressiv, sich nur wundernd was da für fremde Wesen auf seinem Grundstück sind. Unser Helper will ihn mit einer Steinschleuder verjagen, doch das blocke ich ganz energisch ab und er lässt es bleiben.





Er mampft friedlich vor sich hin.... bevor er in den Fluss zum Wasserloch spaziert









Da wo mein Zelt steht, ist wohl normalerweise sein Durchgang. Hatte mir beim Aufbau schon so was gedacht, denn in der Ecke sind immer 2 - 3 Elefantenbullen. Nun er denkt nach. Was bleibt, etwas flussaufwärts und dort hoch gehen. Er erreicht seinen Kratzbaum auch so und benutzt ihn auch. Er sagt uns noch kurz, haltet Distanz (was wir natürlich auch gehorsamst tun) und dann trottet er von dannen. Ein herrliches Erlebnis für alle von uns.



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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201401. März 2018 · #16
Ich spaziere in der Gegend rum, um die Dusch/Toiletten und zum Eco Camp. Da fängt mich einer ab und will mir weiss machen, dass der Elefant da im Gebüsch ist... er will nicht hören, dass er schon weiter spaziert ist. Also schon wieder gehorsam gehe ich in unser Camp zurück.
Bülbül ist nicht gleich Bülbül. Was nun Art und was Unterart ist, da scheiden sich wie oft die Geister. Ich gehe normalerweise anhand von Avibase. Hier ein Dodsonsbülbül



Die beiden Kududamen haben Durst und stillen den im Wasserloch.



Duschen und sich fürs Abendbrot fertig machen.



Ich hoffe nicht, dass nun jemand die Seite schliesst - Spinnen, entweder man lernt mit ihnen zu leben, oder man/Frau leidet. Spinnenphobie, das kann ich jedem sagen, ist kein Spass, doch kann dies behandelt werden. Jedenfalls habe ich es soweit geschafft, dass ich die meisten in meiner Nähe problemlos aushalten kann und sie auch noch fotografiere. Grabende Wolfsspinne. Sucht mit der Taschenlampe den Boden ab und dann findet Ihr die Kristalle, die Spinnenaugen sind.



14.2. Eine herrliche Nacht geht zu Ende und vor der Morgendämmerung bin ich aus dem Zelt. Und wen erblicke ich schon bald? Freund Elefant, aber wohl ein anderer, den diese Ohren sind nicht eingekerbt. Doch auch er ist total friedlich, kratzt sich und geht von dannen.



Zwergspinte kann man einfach nicht unfotografiert lassen.



Mein Traumbild ist immer noch ein Gerenukbock an einer gelbblühenden Akazie hochstehend... doch sie sind auch so schön anzusehen



Die nördlichste Giraffe ist die Netzgiraffe, die nun als eigene Art (Giraffa reticulata) geführt wird.



Wie viele Versuche auf verschiedenen Touren, um endlich ein anständiges Bild von einem Geierperlhuhn zu bekommen



Und dann kommt das Treffen mit einer Elefantenherde mit noch ganz kleinen Jungen













Scheinbar macht auch dieses trockene Zeugs satt







Wir blieben eine gute Weile und genossen einfach die herrlichen Tiere
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201401. März 2018 · #17
Ein Ellipsenwasserbock präsentiert sich. Nicht nur der Hinterteil ist anders als beim Defassawasserbock, auch die Hörner haben eine andere Form.



In Termitenhügeln können Steppenwarane, Kobras aber auch wie hier Zwergmangusten leben. Ein Hinschauen lohnt also.



Wir fahren nun zur Sentrim Lodge, die einige Kilometer Richtung Westgate liegt. Eine kalte Limonade wird uns allen gut tun. Klar, ohne Tiersichtungen geht es nicht. Hier ein Somalistrauss.





Nach dem kühlen Drink und die Lodge besichtigen, geht es ins Camp. Nun ist es Mittag und kaum jemand zu sehen. Und so sehen unsere “Zimmer” und die Küche im mobilen Zeltcamp aus.





Ein Pärchen Rotschnabeltokos ist eifrig dran Futter zu suchen. Am nächsten Morgen merke ich dann, dass sie das Nest in der Flussakazie gleich neben uns gebaut haben. Sehen tut man es, da es noch zugemauert ist kaum. Sie reichen nur Insekten durch und fliegen wieder weg.





Einer der Aufpasser nimmt mich mit ins Ecocamp und zeigt mir, wo die Vögel ihr Wasser trinkt. Er lässt extra noch vom Schlauch was einlaufen. Nach dem Mittagessen gehe ich auch hin. Allerdings von Schatten zu Schatten eilend, denn die Sonne brennt arg. Es hat viele Vögel, nur der Ohrenfleckbartvogel hatte ich noch nicht gehabt. Muss ja immer noch Listen für Kenya Bird Map führen. Brillentaube.



Eine Gruppe Impala kommt zu dem kleinen Wasserloch im Fluss. Es tut einem fast weh zu sehen, wie die Tiere ein bisschen Wasser suchen müssen. Doch gestern ist Regen über Kenia gezogen und hat auch in Samburu alles sehr gut nass gemacht. Es soll bis zum 3.3. anhalten. Hoffen wir mal. Im Moment donnert es bei mir zuhause.



Um 16.00 starten wir die letzte Pirsch im Samburu. Wir finden etliche Netzgiraffen und andere Antilopen. Leider keine Katze.



Das Wellenflughuhn ist eine neue Art für mich und ich hatte Glück, dass sie sich grade in Samburu befanden



Ein gelungenes Abendessen und ab ins Bett.

15.2. Wir sind schon fast bereit zum Losfahren.... während die Männer laden, “schiesse” ich noch ein paar Vögel. Auf dem Weg zum Tor müssen wir für die schöne Gruppe Beisaoryx doch anhalten.



Am Tor angelangt, haben sie nun wirklich alle Tickets und das Bezahlen geht reibungslos mit nur wenig mathematischer Nachhilfe. Die gemalte Karte vom Reservat finde ich super.

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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201402. März 2018 · #18
Von der Archer’s Post Brücke sehen wir die vielen Laster, die Sand aus dem Flussbett transportieren. Ein Umfangen, das arg umstritten ist. Es geht auf der neuen Teerstrasse nach Isiolo. Es ist alles so trocken und Wirbelwinde fegen durchs Land. Gras - ein Fremdwort hier. Doch Kohle zum Verkauf an der Strasse. Ein County in Kenia hat nun Kohlebrennen verboten. Allerdings noch kein Ersatz zum Kochen präsentiert und kleine Proteste haben auch schon stattgefunden. Die Regierung hat nun auch für 3 Jahre Bäume fällen gebannt. Scheint, sie haben Panik, da weder Wasser noch Nahrung mehr richtig für die rasant wachsene Bevölkerung ausreicht. Ich versuche schon mal meine Mails zu checken, doch das Telkom Modem Netz hängt erst in Isiolo ein. Andrew kauft ein, Joseph wacht über uns, denn die mit Schnüffelleim vollgepumpten Bettler sind echt lästig. Dummerweise vergesse ich die Autozündung anzulassen, so dass der Laptop nach einer halben Stunde kollabiert. Kein Problem, ich habe getan, was ich tun musste.


Wir nehmen die direkte Strasse zum Meru Nationalpark und nicht die lange via Meru Stadt. In Isiolo sind sie neben dem neuen Internationalen Flughafen dran, die Strasse zu bauen, also sucht Joseph die Umleitung. Getan und wir fahren in die Nyambene Hills. Dicht besiedelt, kleine Anbauflächen bis hoch an den Hügeln rauf und dann natürlich die berühmten Miraa Bäume.



Irgendwann haben wir Hunger und kehren in einer Raststätte ein. Eine der Kellnerinnen fragt mich, ob ich wüsste, wie sie einen Job als Safariguide bekommen könnte. Sie möchte tun, was ich tue. Na ja, so einfach ist das leider nicht und vor allem noch nicht für Frauen. Das Essen schmeckt und irgendwann bekomme ich auch eine offizielle Quittung wie der Supervisor mit einem Huhn in der Hand auftaucht. Ich bin überrascht, wie schnell wir nun am Eingang zum Meru Nationalpark sind. Doch hier dauert es.... Alle Betraege sind auf KWS Bankkonto einbezahlt. Doch nun muss sie die Tickets dafür ausstellen. Wir warten und versuchen Schmetterlinge zu fotografieren.

Auf dem Weg zum Camp stehen Kleine Kudus zum Fotografieren bereit.





Wir erreichen die öffentliche Campsite am späteren Nachmittag und bauen auch gleich auf. Tip toppe Toiletten und Duschen hat es im Haus drin. Auch eine Stelle für Andrew zum Kochen mit fliessendem Wasser. Derjenige, der für die Campsite verantwortlich ist, kommt auch schon an, gibt mir das Buch zum Einschreiben und stellt sicher, dass Wasser in den Tanks ist.




Heute gibt es Ziegenfleisch, das Andrew in Isiolo gekauft hat. Eins meiner Lieblingsfleische.



Dann kommt die Nacht, eine interessante Raupe beim Bad, die ich aus der Ablaufrinne rette und eine Wolfsspinne vor meinem Zelt. Bald das Löwengebrüll. Dazu kommen auch bald die Paviane, die mit Kreischen nicht mehr aufhören. Und wenn mich was weckt, dann war es laut. Am Morgen sehen wir dann die Löwenspuren 30 m von Joseph’s und Andrew’s Zelt. Auch ein Leopard soll im Camp gewesen sein.

16.2. Wie gewohnt vor der Dämmerung bin ich aus dem Zelt und erlebe nun den Sonnenaufgang im Meru. So früh wie unsere Gäste bereit sind, fahren wir los. Erstmal schauen, ob wir von den Löwen was erblicken, aber in dem Dickicht kein leichtes Unterfangen. Auch die Kleinen Kudus haben immer Zweige davor.



Joseph fährt auf der anderen Seite des Bwatherongi Flusses hoch und hier suhlen sich die Büffel im dunklen Schlamm.



Wir fahren weiter und als wir bei einer kleinen Brücke links abbiegen treffen wir auf Giraffen im herrlichsten Morgenlicht.



Joseph sagt nur ein Wort: Löwen. Verdeckt unter Sträuchern und mit Gegenlicht. Aber was folgt ist auch für mich etwas ganz neues. Die 6 Löwen haben eine junge Giraffe gerissen.





Die Giraffen sind nervös und eine weibliche Giraffe geht zu den Löwen. Wahrscheinlich ist es die Mutter. Schade, dass wir die sicherlich interessante Jagd verpasst hatten.











Ein Palmgeier möchte auch was abhaben... und er ergattert auch einen Bissen. Leider war Distanz weit und das Licht nicht optimal





Eine Löwin läuft weg und wir folgen ihr. Sie hat enormen Durst und hört kaum mehr auf zu trinken. Hoffentlich hat sie nichts auf den Nieren.



Nun fahren wir dem Fluss/Sumpf entlang und schauen Elefanten, Büffeln und Wasserböcken beim Trinken zu. Das Licht ist nun zu schlecht. Dann ab ins Camp, wo Andrew mit dem Mittagessen auf uns wartet.
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1'624 Beiträge · seit 201503. März 2018 · #19
Liebe Elvira

Nach einer Großkampfwoche hatte ich jetzt herrlich viel zum Lesen. Vielen Dank!
Bushtruckers schrieb:Tja, es geht nun nicht mehr soooo lange, bis Ihr in Kenia landen werdet. Hier also ein bisschen Einstimmung, wenn es auch nicht die gleichen Gebiete sind, die Ihr besuchen werdet.
Das Hochmoor von Aberdare und Samburu ist schon (noch) dabei oder hast Du uns umgebucht? 🤨 😉
Und Meru- und Lewaluft haben wir ja letztes Jahr geschnuppert. Also Vorfreude und Erinnerung in perfekter Kombi.
Bushtruckers schrieb:Mein Traumbild ist immer noch ein Gerenukbock an einer gelbblühenden Akazie hochstehend... doch sie sind auch so schön anzusehen
Ich hab ganz vergessen zu fragen, bis wann wir Dir eigentlich unsere Sichtungswunschliste schicken sollen! 🤩 Nicht das wir zu spät sind und die Wünsche nicht mehr erfüllt werden können 🤪

Bushtruckers schrieb:ein anständiges Bild von einem Geierperlhuhn zu bekommen
Unanständige würde ich mir auch ansehen. 😄
Viele Grüße Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
zuletzt bearbeitet 03. März 2018
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201403. März 2018 · #20
Liebe Elisabeth

wie koennte ich auch die Frechheit haben und Euch umbuchen? 😮 Sofern alles noch wie Vereinbart.

Im Moment regnet es auch in etlichen Gebieten, so dass vielleicht noch alles gruen sein wird, bis Ihr kommt.

Liebe Gruesse mit Matschfuessen
Elvira
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