Reisebericht

Von Aberdare nach Samburu, Meru und Lewa Downs

von Bushtruckers · begonnen 24. Feb. 2018 · 16 Teile

Teil 124. Feb. 2018
Liebe Foris

Unsere Reise führte uns in die Aberdares nach Samburu, Meru Nationalpark und Lewa Downs.

Vor 13 Jahren verbrachten wir über eine Woche im Amboseli und endlich hat es wieder geklappt, dass wir zusammen eine Reise in Kenia unternehmen dürfen.

Das Auto wird am 8.2. voll gepackt. Die verderblichen Esswaren sind bis am Morgen des 11.2. im Eischrank und Tiefkühler.



Vor 5 Uhr morgens bin ich auf den Beinen. Frühstücke und packe die Esswaren. Mein Gärtner kommt auch schon bald und hilft dabei. Der Mond, der bald leer sein wird, steht noch am Himmel.



Um 6 Uhr starte ich die Fahrt nach Nairobi, die zum Glück kein Problem ist, da es Samstag und noch sehr früh ist. Es gibt ein herzliches Wiedersehen mit dem Ehepaar. Joseph, mein Fahrer und Andrew, der Koch sind auch pünktlich und kurz vor 8 Uhr starten wir Richtung Naivasha.

Den obligatorischen Halt am Rande des Grossen Grabenbruches dürfen wir nicht auslassen. Klar kommen die Händler an und wollen ihre Waren verkaufen. Pech.. wir sind noch ganz am Anfang der Reise. Weiter geht es in den Grossen Grabenbruch - Joseph fährt ganz vorsichtig, denn der Landcruiser ist schwer. Kurz vor Naivasha biegen wir links ab und der Weg führ stetig auf Teer- und Naturstrasse hoch, bis zum Mutubio Gate.



Eigentlich will mein Kunde auf den Aussichtspunkt, doch die holzigen Treppenstufen sind so verfallen, dass es ein grosses Risiko sein würde. Also beobachten wir Schmetterlinge und Pflanzen, wie das Johanniskraut (Hypericum revolutum, das zusammen mit dem kleineren Johanniskraut (Hypericum kiboense) die gelben Tupfer im Gebiet sind.



Wir sind nun also auf ca. 3.000 m am Mutubio Gate. Die Ranger heissen uns willkommen und checken uns rasch ein. Einer kennt mich gar von Facebook.



Es geht nicht lange und schon begegnet uns das erste Tier. Ein Buschbock im klaren Bergbach.



Bei den Fishing Lodge Hütten angekommen, laden Joseph und Andrew aus. Die Esswaren brauchen wir, das schwere Zeug muss auch raus, denn sonst schaffen wir den Weg zu den Karuru Falls nicht. Ich muss natürlich nach Vögeln schauen..., doch als mir die beiden begegnen, ändere ich doch die Richtung.



Und schon ist das Mittagessen auf dem Tisch. Den Kartoffelsalat hatte ich schon zuhause vorbereitet, so dass er auch schön die Sauce einziehen kann. Und wir schlemmen, mit Blick auf Elefanten, Frankoline und ins Tal.

Teil 225. Feb. 2018
Auf 2.920 m über Meer liegen die beiden Hütten, die je 2 3-Bettzimmer mit Bad und 1 kleines Zimmer nur mit Bett haben. Auch eine Küche mit allen notwendigen Utensilien und Gas ist vorhanden. Im gemütlichen Wohnzimmer kann man am Abend ein Feuer im Kamin anzünden.

Rund um uns wimmelt es von Tieren.... man kommt gar nicht zur Ruhe





Eine Familie Jackson’s Francoline suchen im Gras nach Futter. Hier sind sie nicht so scheu wie unterwegs.



Die Büffel bekommen Besuch von Buschböcken



In der Ferne suchen sich 2 Elefantenbullen leckere Zweige aus

Salz ist etwas, das hier rar ist und also stiebietze ich Salz von Andrew und biete es unseren tierischen Gästen auf einem Stein an. Und wie Ihr seht, wird es gerne genommen.







Und wie man sieht, das Salz schmeckt. Die Ohren sind von Zecken blutig gesaugt und wohl beim Versuch die Plagegeister loszuwerden, auch noch weiter blutig gekratzt.



Der Moorlandschmätzer ist wohl der häufigste Vogel auf dieser Höhenlage.

Es geht nun zu den Karuru Fällen und klar es gibt auch Blumen in den Aberdare wovon etliche mit denjenigen in den Alpen und Rocky Mountains verwandt sind.



Carduus chamaecephalus (Familie Asteraceae / Compositae) ist eine Distel, die auf um die 3.000 m vorkommt.
Teil 325. Feb. 2018
Bei den Fällen angekommen, spazieren wir den Weg runter und gelangen auf die Plattform. Leider ist ziemlich Gegenlicht. Die Fälle führen auch nicht allzu viel Wasser, aber toll sind sie dennoch anzusehen. In dem Tal hatten sich die Mau Mau Kämpfer u.a. versteckt.









In den Aberdares sollte man auch ein Auge für kleine Dinge haben, wie z.B. die schönen Trockenblumen (Helichrysum sp)



Joseph wendet das Auto und wir fahren den doch ziemlich steilen und holprigen Weg wieder hoch zum Hauptweg und zur Fishing Lodge. Im freien Hochmoor zieht ein Elefantenbulle seines Weges.



Und da es noch schön hell ist, können wir unsere Besucher fotografieren. Herr Buschbock zeigt sich total fotogen!





Wie erwartet taucht auc noch der Schwarzstirnducker auf und bekommt auch etwas Salz als Belohnung.





Andrew hat leckeren gebratenen Tilapia für uns zubereitet und die Dame, die auf die Bandas aufpasst unser Feuer angezündet. Ein strahlend schöner Tag geht zu Ende und es heisst bald ab ins Bett mit den dicken Decken.
Teil 426. Feb. 2018
12.2. In der Nacht musste ich mal raus und was war da für ein Sternenhimmel. Fast Leermond und keine Lichtverunreinigung. Traumhaft! Am Morgen war es eisig kalt und wie Ihr sehen könnt, war da leichter Frost. Die Winterkleider aus der CH bewähren sich an solchen Orten.





Andrew and Joseph laden ein und es geht los. Beim Chania Falls halten wir kurz, doch ausser Bienen zeigt sich niemand. Da es auch hier sehr trocken ist, spotten wir nicht viele Tiere. Doch die Colubusaffen erspähen wir, wenn auch mit der Kamera schwer erreichbar.



Wir kommen gut vorwärts und essen in einer Doorman Imbisstube zu Mittag. Noch kurz ein paar Einkäufe tätigen, z.B. ist mein Douchgel zuhause geblieben... tanken und nun Richtung Samburu. In grosser Zahl fangen die hier überwinternden Rauchschwalben kleine Insekten über dem Weizenfeld.



Und dann sehen wir die Samburu Berge, den Ololokwe und dann auch die sich im Alpenglühen sonnenden Berge von Shaba. Dass es trocken ist, sieht man schon. Wie erwartet haben sie am Eingang nicht alle Tickets. Also ohne Bezahlen rein, mit der Auflage beim Rausfahren zu bezahlen. Los zu Campsite, da wir nun doch recht spät dran sind und keine Lust haben, im Dunkeln aufzubauen. Zu meiner Ueberraschung stehen da neue Duschen und Toiletten, sogar mit Wasserspülung! Es hat noch eine andere Gruppe auf dem Campingplatz, doch der ist für alle gross genug. Wir bekommen auch gleich einen hiesigen Helfer, was hier wegen den Grünen Meerkatzen und Pavianen unumgänglich ist. Wir entscheiden, wessen Zelt wohin kommt und wo die Küche stehen soll. Dies muss an einen Baum, da der Wind sonst das Gas verbläst. Alles klar, also aufbauen. Auch die Flysheets kommen oben drauf, zum einen wegen dem Wind, um sie stabiler zu machen zum anderen wer weiss, es könnte ja regnen. Andrew bereitet gebratene Hühnerbeine zu und wir lassen den Tag ausklingen; zu Ende ist er aber noch nicht. Gleich vor meinem Zelt spielt sich diese tragische Szene ab. Ameisen zerteilen eine grabende Wolfsspinne.



Und bei den Toiletten finde ich den kleinen Skorpion, dem es leider auch nicht mehr so gut geht.



In der Toilette drin, begegne ich diesem Kameraden - ein Hundertfüsser oder Skolopender. Sein Stich würde sehr lange weh tun, aber er ist friedlich, doch seinen etwa 20 cm Länge. Dies ist der grösste, den ich bisher gefunden habe.



So und nun schlafen.

13.2. Es lohnt einfach schon vor 6 Uhr morgens aus dem Zelt zu krabbeln.



Ein gelungenes Frühstück mit Speck, Eiern, Brot, Käse usw. bevor es auf Pirsch geht. Etwas entlang des Fluss und mit dem Kampfadler im besten Licht beginnt die Pirsch.



Keine Bange, es wird keine Vogeltour, sondern eine Säugetiertour mit Abweichungen 😉 Der Graukopfliest sitzt einfach zu goldig.

Teil 527. Feb. 2018
Es geht weiter und wir schauen uns einfach an, wen wir finden. Wie z.B. den Ellipsenwasserbock oder die vielen Elefantenfamilien....





Der Raubadler sitzt einfach majestätisch



Normalerweise rennen Warzenschweine weg und kommen nicht in einer Reihe auf einem zu





Ich liebe diese Berge - Beisa Oryx auf dem Weg zum wenigen Wasser im Fluss



Es ist die Zeit, in der die Zugvögel noch hier sind wie auch der Isabellschmätzer und der Turmfalke. Beiden, wie auch dem Neutöter und dem Isabellwürger begegnen wir noch öfters während unserer Reise.





Der Rosenwürger ist oft in den Trockengebieten zu finden.



In kurzer Zeit 4 Falkenarten Lannerfalke (Bild unten), Zwergfalke, Taita- und Turmfalke



Wenn Ihr in verschiedenen Teilen Afrika’s unterwegs sind, dann achtet auf die Hornform der Grantgazellen. In Samburu kommt die Unterart Nanger granti granti vor.



So viel Wasser hat der Ewaso Ngiro. Elefanten graben nach Wasser und helfen so anderen





Teil 628. Feb. 2018
Es geht langsam auf die Mittagszeit zu. Giraffen und Elefanten suchen nach kostbarem Nass.



Die patroullierenden Ranger zeigen uns eine Löwin, die jedoch auf der anderen Seite des Flusses liegt. Das Foto in dem grellen Sonnenlicht ist entsprechend. Wir gelangen im Zelt an und Andrew macht das Mittagessen fertig, während unser Helper die Paviane und Grünen Meerkatzen in Schach hält. Ich schaue natürlich was oder wen ich erspähen kann. Erstmal nur die Dornen der River Acacia / Flussakazie/ Acacia elatior, die einer der Hauptbäume entlang des Flusses ist.



Es wird entschieden, dass wir im Camp bleiben. Auf der anderen Flusseite beobachten wir einen Elefantenbullen, wie er Akazienzweige abreisst und frisst.



Der erste Besucher, respektive Besucherin kommt ins Camp. Die 2 Kududamen fürchten sich nicht. Der braune Teller war für die Vögel gedacht, hat aber keinen grossen Andrang verursacht. Ganz zu meiner Enttäuschung. Die kennen das einfach noch nicht.



Ich werde gerufen, denn wir haben einen Minivulkan im Camp. Oder doch eher ein Mull, der ein neues zuhause baut?



Und plötzlich war er da..... ruhig, nicht aggressiv, sich nur wundernd was da für fremde Wesen auf seinem Grundstück sind. Unser Helper will ihn mit einer Steinschleuder verjagen, doch das blocke ich ganz energisch ab und er lässt es bleiben.





Er mampft friedlich vor sich hin.... bevor er in den Fluss zum Wasserloch spaziert









Da wo mein Zelt steht, ist wohl normalerweise sein Durchgang. Hatte mir beim Aufbau schon so was gedacht, denn in der Ecke sind immer 2 - 3 Elefantenbullen. Nun er denkt nach. Was bleibt, etwas flussaufwärts und dort hoch gehen. Er erreicht seinen Kratzbaum auch so und benutzt ihn auch. Er sagt uns noch kurz, haltet Distanz (was wir natürlich auch gehorsamst tun) und dann trottet er von dannen. Ein herrliches Erlebnis für alle von uns.



Teil 701. März 2018
Ich spaziere in der Gegend rum, um die Dusch/Toiletten und zum Eco Camp. Da fängt mich einer ab und will mir weiss machen, dass der Elefant da im Gebüsch ist... er will nicht hören, dass er schon weiter spaziert ist. Also schon wieder gehorsam gehe ich in unser Camp zurück.
Bülbül ist nicht gleich Bülbül. Was nun Art und was Unterart ist, da scheiden sich wie oft die Geister. Ich gehe normalerweise anhand von Avibase. Hier ein Dodsonsbülbül



Die beiden Kududamen haben Durst und stillen den im Wasserloch.



Duschen und sich fürs Abendbrot fertig machen.



Ich hoffe nicht, dass nun jemand die Seite schliesst - Spinnen, entweder man lernt mit ihnen zu leben, oder man/Frau leidet. Spinnenphobie, das kann ich jedem sagen, ist kein Spass, doch kann dies behandelt werden. Jedenfalls habe ich es soweit geschafft, dass ich die meisten in meiner Nähe problemlos aushalten kann und sie auch noch fotografiere. Grabende Wolfsspinne. Sucht mit der Taschenlampe den Boden ab und dann findet Ihr die Kristalle, die Spinnenaugen sind.



14.2. Eine herrliche Nacht geht zu Ende und vor der Morgendämmerung bin ich aus dem Zelt. Und wen erblicke ich schon bald? Freund Elefant, aber wohl ein anderer, den diese Ohren sind nicht eingekerbt. Doch auch er ist total friedlich, kratzt sich und geht von dannen.



Zwergspinte kann man einfach nicht unfotografiert lassen.



Mein Traumbild ist immer noch ein Gerenukbock an einer gelbblühenden Akazie hochstehend... doch sie sind auch so schön anzusehen



Die nördlichste Giraffe ist die Netzgiraffe, die nun als eigene Art (Giraffa reticulata) geführt wird.



Wie viele Versuche auf verschiedenen Touren, um endlich ein anständiges Bild von einem Geierperlhuhn zu bekommen



Und dann kommt das Treffen mit einer Elefantenherde mit noch ganz kleinen Jungen













Scheinbar macht auch dieses trockene Zeugs satt







Wir blieben eine gute Weile und genossen einfach die herrlichen Tiere
Teil 801. März 2018
Ein Ellipsenwasserbock präsentiert sich. Nicht nur der Hinterteil ist anders als beim Defassawasserbock, auch die Hörner haben eine andere Form.



In Termitenhügeln können Steppenwarane, Kobras aber auch wie hier Zwergmangusten leben. Ein Hinschauen lohnt also.



Wir fahren nun zur Sentrim Lodge, die einige Kilometer Richtung Westgate liegt. Eine kalte Limonade wird uns allen gut tun. Klar, ohne Tiersichtungen geht es nicht. Hier ein Somalistrauss.





Nach dem kühlen Drink und die Lodge besichtigen, geht es ins Camp. Nun ist es Mittag und kaum jemand zu sehen. Und so sehen unsere “Zimmer” und die Küche im mobilen Zeltcamp aus.





Ein Pärchen Rotschnabeltokos ist eifrig dran Futter zu suchen. Am nächsten Morgen merke ich dann, dass sie das Nest in der Flussakazie gleich neben uns gebaut haben. Sehen tut man es, da es noch zugemauert ist kaum. Sie reichen nur Insekten durch und fliegen wieder weg.





Einer der Aufpasser nimmt mich mit ins Ecocamp und zeigt mir, wo die Vögel ihr Wasser trinkt. Er lässt extra noch vom Schlauch was einlaufen. Nach dem Mittagessen gehe ich auch hin. Allerdings von Schatten zu Schatten eilend, denn die Sonne brennt arg. Es hat viele Vögel, nur der Ohrenfleckbartvogel hatte ich noch nicht gehabt. Muss ja immer noch Listen für Kenya Bird Map führen. Brillentaube.



Eine Gruppe Impala kommt zu dem kleinen Wasserloch im Fluss. Es tut einem fast weh zu sehen, wie die Tiere ein bisschen Wasser suchen müssen. Doch gestern ist Regen über Kenia gezogen und hat auch in Samburu alles sehr gut nass gemacht. Es soll bis zum 3.3. anhalten. Hoffen wir mal. Im Moment donnert es bei mir zuhause.



Um 16.00 starten wir die letzte Pirsch im Samburu. Wir finden etliche Netzgiraffen und andere Antilopen. Leider keine Katze.



Das Wellenflughuhn ist eine neue Art für mich und ich hatte Glück, dass sie sich grade in Samburu befanden



Ein gelungenes Abendessen und ab ins Bett.

15.2. Wir sind schon fast bereit zum Losfahren.... während die Männer laden, “schiesse” ich noch ein paar Vögel. Auf dem Weg zum Tor müssen wir für die schöne Gruppe Beisaoryx doch anhalten.



Am Tor angelangt, haben sie nun wirklich alle Tickets und das Bezahlen geht reibungslos mit nur wenig mathematischer Nachhilfe. Die gemalte Karte vom Reservat finde ich super.

Teil 902. März 2018
Von der Archer’s Post Brücke sehen wir die vielen Laster, die Sand aus dem Flussbett transportieren. Ein Umfangen, das arg umstritten ist. Es geht auf der neuen Teerstrasse nach Isiolo. Es ist alles so trocken und Wirbelwinde fegen durchs Land. Gras - ein Fremdwort hier. Doch Kohle zum Verkauf an der Strasse. Ein County in Kenia hat nun Kohlebrennen verboten. Allerdings noch kein Ersatz zum Kochen präsentiert und kleine Proteste haben auch schon stattgefunden. Die Regierung hat nun auch für 3 Jahre Bäume fällen gebannt. Scheint, sie haben Panik, da weder Wasser noch Nahrung mehr richtig für die rasant wachsene Bevölkerung ausreicht. Ich versuche schon mal meine Mails zu checken, doch das Telkom Modem Netz hängt erst in Isiolo ein. Andrew kauft ein, Joseph wacht über uns, denn die mit Schnüffelleim vollgepumpten Bettler sind echt lästig. Dummerweise vergesse ich die Autozündung anzulassen, so dass der Laptop nach einer halben Stunde kollabiert. Kein Problem, ich habe getan, was ich tun musste.


Wir nehmen die direkte Strasse zum Meru Nationalpark und nicht die lange via Meru Stadt. In Isiolo sind sie neben dem neuen Internationalen Flughafen dran, die Strasse zu bauen, also sucht Joseph die Umleitung. Getan und wir fahren in die Nyambene Hills. Dicht besiedelt, kleine Anbauflächen bis hoch an den Hügeln rauf und dann natürlich die berühmten Miraa Bäume.



Irgendwann haben wir Hunger und kehren in einer Raststätte ein. Eine der Kellnerinnen fragt mich, ob ich wüsste, wie sie einen Job als Safariguide bekommen könnte. Sie möchte tun, was ich tue. Na ja, so einfach ist das leider nicht und vor allem noch nicht für Frauen. Das Essen schmeckt und irgendwann bekomme ich auch eine offizielle Quittung wie der Supervisor mit einem Huhn in der Hand auftaucht. Ich bin überrascht, wie schnell wir nun am Eingang zum Meru Nationalpark sind. Doch hier dauert es.... Alle Betraege sind auf KWS Bankkonto einbezahlt. Doch nun muss sie die Tickets dafür ausstellen. Wir warten und versuchen Schmetterlinge zu fotografieren.

Auf dem Weg zum Camp stehen Kleine Kudus zum Fotografieren bereit.





Wir erreichen die öffentliche Campsite am späteren Nachmittag und bauen auch gleich auf. Tip toppe Toiletten und Duschen hat es im Haus drin. Auch eine Stelle für Andrew zum Kochen mit fliessendem Wasser. Derjenige, der für die Campsite verantwortlich ist, kommt auch schon an, gibt mir das Buch zum Einschreiben und stellt sicher, dass Wasser in den Tanks ist.




Heute gibt es Ziegenfleisch, das Andrew in Isiolo gekauft hat. Eins meiner Lieblingsfleische.



Dann kommt die Nacht, eine interessante Raupe beim Bad, die ich aus der Ablaufrinne rette und eine Wolfsspinne vor meinem Zelt. Bald das Löwengebrüll. Dazu kommen auch bald die Paviane, die mit Kreischen nicht mehr aufhören. Und wenn mich was weckt, dann war es laut. Am Morgen sehen wir dann die Löwenspuren 30 m von Joseph’s und Andrew’s Zelt. Auch ein Leopard soll im Camp gewesen sein.

16.2. Wie gewohnt vor der Dämmerung bin ich aus dem Zelt und erlebe nun den Sonnenaufgang im Meru. So früh wie unsere Gäste bereit sind, fahren wir los. Erstmal schauen, ob wir von den Löwen was erblicken, aber in dem Dickicht kein leichtes Unterfangen. Auch die Kleinen Kudus haben immer Zweige davor.



Joseph fährt auf der anderen Seite des Bwatherongi Flusses hoch und hier suhlen sich die Büffel im dunklen Schlamm.



Wir fahren weiter und als wir bei einer kleinen Brücke links abbiegen treffen wir auf Giraffen im herrlichsten Morgenlicht.



Joseph sagt nur ein Wort: Löwen. Verdeckt unter Sträuchern und mit Gegenlicht. Aber was folgt ist auch für mich etwas ganz neues. Die 6 Löwen haben eine junge Giraffe gerissen.





Die Giraffen sind nervös und eine weibliche Giraffe geht zu den Löwen. Wahrscheinlich ist es die Mutter. Schade, dass wir die sicherlich interessante Jagd verpasst hatten.











Ein Palmgeier möchte auch was abhaben... und er ergattert auch einen Bissen. Leider war Distanz weit und das Licht nicht optimal





Eine Löwin läuft weg und wir folgen ihr. Sie hat enormen Durst und hört kaum mehr auf zu trinken. Hoffentlich hat sie nichts auf den Nieren.



Nun fahren wir dem Fluss/Sumpf entlang und schauen Elefanten, Büffeln und Wasserböcken beim Trinken zu. Das Licht ist nun zu schlecht. Dann ab ins Camp, wo Andrew mit dem Mittagessen auf uns wartet.
Teil 1003. März 2018
Etwas schlafen und dann rumstrolchen. Man weiss ja nie, auf wen man auf so einer Campsite nahe an einem Flüsschen finden kann. Im Bad hängt schon mal eine Bulldogfledermaus und dann kommen die Brillenschnäpper angeflogen.



Gegen 16.00 Uhr fahren wir los und nun zum Rojewero Fluss, um die Nilpferde zu besuchen.

Die Baobabbäume stehen in bestem Licht.



Beim tollen Hippopool hat der Steg unter Ueberschwemmungen so stark gelitten, dass er unzugänglich und gesperrt ist. Schade! Beim 2. Pool sehen wir Hippos, doch ist zu stark Gegenlicht. Auf der Rojewero Brücke bewundern wir ein Krokodil und einen Graufischer.



Ich will kurz die privae Campsite besuchen, wohl einfach, weil ich hier liebe Erinnerungen habe. Und sitzt ein Gabbar Habicht im tollen Abendlicht. Hat sich also für mich gelohnt.



Langsam kehren wir ins Camp zurück, geniessen die feudale Dusche und das leckere Abendessen. Da rennt was am Boden. Ein kleiner Gecko und eine neue Art für mich. Ein Ostafrikanischer Hausgecko, der den Namen von Hemidactylus brooki zu Hemidactylus angulatus geändert bekam - dies warum auch immer.



Wir sitzen och am Tisch, als etwas über unsere Köpfe hinwegflog. Erst dachte ich eine grosse Fledermaus, doch dann wird es eine Afrikanische Zwergohreule.



Zeit ins Bett zu gehen und heute ist eine ganz ruhige Nacht. Jedenfalls habe ich nichts gehört.

17.2. Die Sonne geht auf....



Das Ziel nun ist das Nashornsanctuary. Hier bewachen sie Spitz- und Breitmaulnashörner. Es hat auch neue Zäune. Sollten sie einen Durchbrechen, dann stoppt sie zumindest. Beide sind mit Strom gladen. Ein toller Elefantenbulle zieht durchs Land, nicht weit vom Eingang.



Da wir leider schon etwas spät dran sind, haben sich die Nashörner in die Büsche verkrochen. Das ist das beste, was von 3-en Zustande kam.



Und endlich treffen wir auch auf Blauracken. Die hatte ich schon lange vermisst.



Nun wollen wir zur Elsa’s Kopje und gleich um die Ecke beim Fluss treffen wir auf eine tote kleine Impala. Steppenadler hatten dran gefressen. 2 Fischadler und ein Brauner Schlangenadler sind auch nicht weit entfernt. Das Greifvogelgebiet? Der Blick von Elsa’s Kopje ist und bleibt traumhaft und die kalte Soda tat gut.



Es ist auch hier so trocken, dass die Klippschliefer trockene Blätter fressen.



Es ist Zeit uns von dem Guide Simon, den ich bisher nur von FB kannte, aber schon mit seinem Bruder gearbeitet habe, wie auch von dem netten Managerehepaar zu verabschieden. Ein junger Nilwaran liegt auf einer der Brücken. Er will kaum den Weg freigeben.



Als wir im Camp ankamen, waren die Paviane überall. Doch sie sind nicht so diebisch wie in Samburu. Doch Joseph rennt ihnen nach, um sie zu verjagen.



Gestern hatten unsere Gäste schon von einer grünen Schlange im grossen Baum berichtet. Heute habe ich sie auch gefunden. Eine harmlose Speckled Green Snake.





Wir hatten schon gestern beschlossen, nochmals am Butherongi Fluss entlang zu fahren und den dortigen Hippopool zu besuchen. Am Morgen ist hier zu arg Gegenlicht. Das Wasser ist hier künstlich gestaut, wodurch ein wichtiges Biotop entsteht.



Leider ist ausser Büffeln und einigen Wasservögeln nichts zu finden. Also noch nachschauen, ob die Löwen in der Nähe sind. Leider nein. In den Bächen sind Starrbrust Pelomedusen. Eine wird vom Wasser erfasst und muss sich nun wieder hochkämpfen. So klein der Fluss ist, er hat doch eine gute Strömung.



Ein Kudubulle präsentiert sich extra für uns zum Abschied. Morgen hört das herrliche Campen auf und wir werden im Lewa Safari Camp behütet aufgehoben sein.



18.2. Ein köstliches und deftiges Frühstück, Zelte abbauen und alles einräumen. Dazwischen noch die Vögel fotografieren, denn beim Laden helfe ich nie, das können Männer besser als ich. 2 Pärchen Starweber beschimpfen sich gegenseitig und plötzlich gehen 2 aufeinander los. Wohl wollen die Paare die Futterplätze abgrenzen.







Es geht nun die gleiche Strecke durch die vielen Miraa Bäume und andere Feldfrüchte hoch in die Nyambene Hills und nach Isiolo. Von dort ist es nur noch ein kleines Stück zum Eingang zu Lewa Downs.
Teil 1104. März 2018
Am späteren Nachmittag fahren wir noch auf Pirsch. Und das ist unser Auto mit dem gut qualifizierten Guide Joel



Lewa Downs hat einen der grössten Bestände in Kenia an Breit- und Spitzmaulnashörner. Dadurch, dass die angrenzend lebenden Leute vom Schutzgebiet durch Schulen, Medizinische Versorgung, Ausbildung und Arbeitsstellen profitieren, bilden sie einen Schutzwall. Das heisst, dass sie einen fremden sofort bemerken und auch beobachten würden. Lewa Downs hat die meisten Nashörner gechipped und kann sie so besser bewachen. Sie hatten vor wenigen Jahren einen Fall, in dem Wilderer ein Nashorn erschossen hatten. Dank dem Chip konnten sie das ungewöhnliche feststellen und flogen mit dem Helikopter hin. Dabei erwischten sie die Samburu bei frischer Tat und keiner der Wilderer hat es überlebt. Seit da ist Ruhe. Leider sind 2 der 3 Nashornwaisen an einem noch nicht bekannten Virus gestorben. Wir werden also in den 3 vollen Tagen etlichen Nashörnern begegnen dürfen.



Von weitem und in etwas nebligem Wetter sehen wir ein Löwenrudel mit Jungen von Weitem, wie auch weitere Nashörner. Es ist arg winding und kalt. Auch Joel hat sich mit Flies eingekleidet... Die an frostige Temperaturen gewöhnten Europäer haben das natürlich nicht nötig.









Einfach ein prächtiger Kerl.
Jeden Tag bei Sonnenuntergang wurden wir mit einem Getränk nach Wunsch und einigen Snacks verwöhnt.



Ein gelungenes Abendessen und ab ins Bett. Morgen heisst es früh raus.

19.2. Um 06.00 Uhr bekomme ich heisse Schokolade und Kaffe im Restaurant, da ich es nicht im Zimmer will, serviert. Um 06.30 Uhr geht es auf Pirsch. Wohlweisslich noch sehr warm angezogen. Es lohnt, denn die Sonnenaufgänge sind ein Traum.



Da dieser Spitzmaulnashornbulle auch gegen andere aggressiv sein kann, wurden ihm die Hörner entschärft.





So vieles, was man in Lewa Downs beobachten kann, ist mit der Hintergrundkulisse des Mount Kenia



Die Löwen haben ein Zebra gerissen und das wollen wir doch nicht verpassen. Da die Tüpfelhyänen nicht weit weg sind, will die mit Sender versehene Löwin die Beute in Sicherheit bringen. Dennoch gelingt es einer Hyäne ein Bein zu ergattern.









Ein Somalistrauss fast so hoch wie Mt. Kenia



Auf Riesentrappen, mit bis zu 19 kg einer der grössten flugfähigen Vögel, treffen wir häufig



Ein Senegaltschagra, der zu den Würgern gehört posiert unwiederstehlich





Eine Gruppe Grevy Zebras kommt auf uns zu. 2 Hengste scheinen tragen ihren Rangordnungskonflikt aus und die Schläge kann man sehr gut hören.







Wir fahren weiter und sehen einen männlichen Geparden unter einem Baum. Leider zu verdeckt für die Kamera. Es waren deren 2 aber also die beiden mal in die benachbarte Borana Ranch zogen, kam nur noch einer zurück. Was passierte, konnte man mir nicht sagen. Geparden sind leider auch in dem Gebiet sehr selten geworden. Im goldenen Gras erblicken wir eine grosse Herde Elenantilopen.




Nun fahren wir dorthin, wo die Löwen das Zebra gerissen hatten. Die Löwen sehen wir nicht mehr, dafür aber 3 Arten Geier (Ohren-, Weissrücken- und Sperbergeier) und ein Raubadler.





Es ist Zeit zum Mittagessen ins Camp zu fahren. Und da hat es jede Menge Vögel... Der Rotbauchnektarvogel muss ich einfach an der gelben Aloe bekommen.



Der Himmel ist etwas entfernt dunkel. Im Camp fallen nur einige Tropfen. Regen wäre ein riesiger Segen! Das ganze Land ist ausgetrocknet. Während ich nun schreibe, sind viele Teile in Kenia übeflutet. Tsavo hat es eine Brücke weggeschwemmt, Talek Brücke war überspült und auch im Norden ist Regen gefallen. Es wird vor Fluten gewarnt. Von einem Extrem ins andere.



Als wir um 16.00 Uhr losfuhren, war der Himmel wieder klar. Ein Blauwangenspint sass grade am Weg aus dem Camp raus. Es geht in eine idyllische Schlucht, eigentlich um einen der Leoparden zu finden. Doch das Glück ist uns diesbezüglich auf der ganzen Reise nicht gut gesonnen. Dafür finden wir 2 riesige Büffelbullen.





Ein total gescheckter Raubadler



Eine Breitmaulnashornmutter hat ein noch kleines Junges. Doch seit der Geburt hält sie es in einem schlecht zugänglichen Gebiet. Da man in Lewa stellenweise offroad fahren darf, tut das Joel. Ganz langsam, so dass da Auto sanft über die Steine holpert.



So und nun gibt es bis zum kommenden Wochenende eine Pause.
Teil 1211. März 2018
Wir beobachteten sie noch eine Weile, bevor wir uns wieder holpernd auf den Weg machten. Fast auf dem Weg angekommen, begegnen uns 2 weitere Breitmäuler. Die Ohren sind von den Rangern eingeschnitten worden, so dass sie die einzelnen Tiere auseinanderhalten können.







Von einem Grautier zum anderen, von Hörnern zu Stosszähnen. Ich frage mich immer wieder, wie es Elefanten schaffen, diese Dornenzweige abzureissen und ohne gestochen zu werden, zu fressen. Der linke Stosszahn ist abgebrochen und ganz stumpf, aber das behindert wohl nicht.



Nach einer warmen Dusche erwartet uns eine grillierte Mahlzeit. Schmeckt und Gute Nacht.



20.2. Wiederum Kekse und ein heisse Tasse Kaffe mit Schokoladepulver. Los um 06.30, als sich grade der Himmel rosa färbte.



Schakale finde ich immer wieder süss mit ihrem neckischen Gesichtchen.



Mount Kenia im besten Morgenlicht und rangezoomt. Interessant ist der erloschene Vulkan ja. Wenn es nur nicht so viel zu Laufen gäbe, um da hoch zu kommen



Wir kommen am künstlichen Damm an und entdecken 3 Stelzli, auch Weisstörche genannt. Ein Milchuhu ruft... und plötzlich sieht ihn Joel auf einem toten Baum. Wau und das im Morgenlicht.





Teil 1312. März 2018
Bevor es zu den Spitzmaulnashörnern geht, hat es noch ein paar zu fotogene Vögel wie die Blauracke









Spitzmaulnashörner suchen sich im Gras ganz bestimmte Pflanzen aus, die sie mögen



Wir alle müssen mal unseren Kaffee hinter dem Auto los werden. So viele Ameisen... wir folgen ihnen und kommen zu ihrem Nest. Es sind Ernteameisen, die trockenes Pflanzenmaterial in den Bau schleppen, um ihre Pilzzucht zu ernähren, von der sie wiederum fressen



Auch Steppenzebras können kämpfen.... Wir sind im Sumpfgebiet und da gibt es echt viel zu sehen. Elefanten, Wasserböcke, Kampfadler u.a.



Wieder gibt es eine Pause bis zum nächsten Wochenende. Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche.
Teil 1418. März 2018
Wir sind immer noch im Sumpf und da ein grosser Vogel. Entpuppt sich als Kampfadler.



Am kleinen Flüsschen versucht ein Hammerkopf Kleintiere zu fangen. Ob es hier Frösche oder Kaulquappen hat, kann ich nicht sehen.



Den Beisa Oryx Antilopen mit ihren Jungen begegnen wir auf unserem Heimweg in die Lodge.



Nach dem Mittagessen und kurz den Laptop einschalten, zieht es mich ins Grundstück.



Beim Swimmingpool findet man so viele Vögel und es ist unterhaltsam ihnen zuzuschauen. Reichenow’s Serin, einer der vielen Samenfresser. Immer wieder begegnet man einem Strichelkopfschnäpper / African Grey Flycatcher





Ich spaziere weiter rum. Da, Vögel machen Lärm. Ein Rotichneumon rennt davon, doch der Lärm hört nicht auf. Also genauer hinsehen. Eine weibliche Boomslang - toll. Weniger toll ist, dass ich kaum einen anständigen Winkel bekomme. Von einem Punkt ist sie von Zweigen verdeckt, vom anderen ist extremes Gegenlicht und mit den offenen Schuhen habe ich keine Lust ins pieksende Gras zu treten. Also vom Weg aus mit starkem Zoom propieren und schauen, welche Vögel denn alle auf die Warnrufe reagieren. Die Weissbauchlärmvögel sind am lautesten und auch am ausdauerndsden. Ich wollte eigentlich nicht weg, weil ich sie eventuell sonst aus den Augen verliere, sie aber auch meinen Gästen zeigen will. Doch ich hole dennoch 2 Damen, die beim Kaffee sind und auch der Lodgemanager hat einen Blick drauf. Er hat ein enormes Wissen, was man leider nicht bei allen Lodgemanagern findet.





So nun ab auf Pirsch. Es geht wieder in die Schlucht runter, wo die Chance besteht, doch noch einen Leoparden zu finden.



Wir kommen an eine Stelle, wo wir durch seichtes Wasser müssen. Stop, da ist ein kleiner Vogel, der ans Wasser will. In der Kamera erkenne ich den Wachtelastrild. Eine echt gute Sichtung für einen Hobbyornithologen, denn die werden nicht allzu oft entdeckt.



Die Büffel fressen das hier grüne Gras, das auch Breitmaulnashörner lieben.

Teil 1519. März 2018
Es geht weiter in der Schlucht und etwas tönt aus dem Funk, das wie Löwen tönt. Und siehe da, oben auf dem Kliff ist die Mutter mit ihren Jungen.





Eine Nachtschwalbe sitzt auf dem Weg. Doch trotz Blitz und Scheinwerfer keine Chance. Morgen also Taschenlampe mitnehmen. Ein herrliches Abendessen und etliche Stunden Schlaf.

21.2. Was für ein Morgen!





Das Sekretärenpärchen ist noch auf dem Nest. Die warten wohl bis es wärmer ist und Heuschrecken und Reptilien warm genug sind.



Was kann man anderes tun als die Kamera aktivieren, wenn eine Gabelracke nahe sitzt und das noch im tollen Morgenlicht.



Wir fahren in Richtung Gelbfieberakazienwald. Etliche Vögel und dann Grevyzebras.





Es geht ein kurzes Stück dem Zaun entlang und dann in den Wald. Um die Ecke steht unser Frühstücksbuffet bereit. Geschmeckt hat es herrlich!





So gegen 10 Uhr sind wir wieder unterwegs. Grevy Zebras ziehen zum Wasser, ein Falke rüttelt am Himmel und da stehen Autos. Wir haben den Gepardenbuben wieder im Blickfeld. Er will jagen.... und nun haben wir gaaanz viel Geduld.





Und da will er hin. Es hat Steppenzebras aber auch Grantgazellen.



Es ist mit dem bald flirrenden Licht nicht mehr einfach dem Geparden zu folgen, zumal er sich immer wieder im Gras duckt. Ein Elefantenbulle spaziert an den Zebras vorbei, doch der Gepard schaut nur nach möglicher Beute. Es wird Mittag und bald heisst es zum Mittagessen fahren. Karminspinte sind in der Nähe und da muss ich unbedingt ein Foto haben. Nicht leicht mit Gegenlicht mit bald senkrecht stehender Sonne. Wir hören später, dass des Geparden Jagdversuch leider missglückte.



Eine grosse Herde Beisa Oryx und Elendantilopen treffen wir auf dem Weg zurück zur Lodge.



Leider wird die tolle Safari bald zu Ende sein. Doch am nächsten Wochenende kommen noch ein paar Bilder. Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche.
Teil 1624. März 2018
Leider wird die tolle Safari bald zu Ende sein. Doch am nächsten Wochenende kommen noch ein paar Bilder. Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche.

Zurück im Camp heisst es nach dem Mittagessen und etwas Internet natürlich wieder einige Vögel suchen. Der Spekesweber präsentiert sich auch zu schön.





Auch der Spekesweber hat Hunger und da sind die Hülsen von der Schirmakazie willkommen. Auch die Weissbauchlärmvögel sind von der blühenden Schirmakazie angezogen.





Um 16.00 Uhr startet die Pirsch wieder. Balzenden Riesentrappen schauen wir eine Weile zu.




Eigentlich möchten wir Löwen oder einen Leoparden, doch oft kommt es anders als man wünscht. Ein toller Spitzmaulnashornbulle war und blieb es.



Die Taschenlampe hatte ich eingepackt und nach unserem letzten, schönen Sundowner begegnen wir auch welchen. Einer bleibt sitzen und wir üben mit Scheinwerfer, Taschenlampenlicht und Blitz der Kamera. Hier ist das Ergebnis - Zügelnachtschwalbe.



Der Mond wird langsam wieder voll und wir nehmen das letzte Abendessen hier ein und schlafen die letzte Nacht hier.

22.2. Ich nutze nochmal die letzte Gelegenheit ein paar Vogelarten für die Kenya Bird Map zu finden. Gelingt, Orangebrustwürger und Grünschwanzglanzstar





Es ist Zeit das Gepäck ins Auto zu geben, einzusteigen und an den Flughafen zu fahren. Wir verabschieden uns herzlich von der Managerin. Beim Sumpf zieht eine Elefantenfamilie und auch ihr sagen wir Aufwiedersehen.



Als wir an der Airstrip ankommen, steht da schon ein kleiner Flieger. Es steht aber nicht Safarilink drauf... nun Joel fragt und siehe da, es ist unserer. Schnell noch auf Toilette, Gepäck rein und uns von Joel verabschieden. Der Flug geht über die vielen Felder am Fusse des Mt. Kenia.







Man beachte den Unterschied, wo es einen Galeriewald hat und wo nicht....
Es geht über die Wolken und am Ende von der Wolke sackt der Flieger jeweils ab. Kein angenehmes Gefühl. Nach weniger als einer Stunde sehen wir die Vororte und dann die Wolkenkratzer von Nairobi. Am Wilson Flughafen werden wir von meinem Taxifahrer abgeholt. Joseph ist ja schon wieder im Busch. Zum Carnivore, wo das Essen wie immer toll schmeckt. Dann ins Eka Hote, wo sich meine Gäste frisch machen können, bis es Zeit zum Flughafentransfer ist. Ein Ehepaar kommt mit dem Fahrer John aus dem Amboseli zurück und wir hatten uns hier verabredet. Es ist Zeit an den Flughafen zu fahren. Der Abschied tut schon weh, denn wir hatten eine so schöne, interessante und humorvolle Safari hinter uns. Aber es kann ja zu Wiederholungstaten kommen.

Wie Ihr ja mitbekommen habt, ist im März extrem viel Regen gefallen. Wir hatten Glück, alle Safaris waren zu Ende. Es war stellenweise ein schweres Durchkommen in den Parks und auf den Hauptwegen. Diese Woche war es trocken, doch die Wolken ballen sich schon wieder.

An dieser Stelle möchte ich Euch allen Frohe Ostern wünschen.

Liebe Grüsse
Elvira
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