THEMA: Matusadona zu Land oder zu Wasser?
28 Jun 2021 20:02 #619795
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  • La Leona am 28 Jun 2021 20:02
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hallo,
Matusadona ist für mich absolutes Neuland und ich möchte diesen Nationalpark auf unserer nächsten Reise einbeziehen. Zur Zufahrt lese ich überall sie sei sehr schlecht. Das ist für uns kein Problem ;) Eine Frage an diejenigen die den Park kennen: würdet ihr lieber 3N im Park mit eigenem Wagen sein wollen oder fändet ihr es eine gute Idee dafür 3N mit einem eigenen dafür gemieteten pontoon Hausboot die Gegend zu erkunden?
Falls es an Land sein soll, wo tätigt man denn jetzt die Buchungen? African Parks soll ja seit Ende 2019 den Park managen.

Zu Matusadona steht bei wildzambezi.com etwas über 2 exclusive 9-bed Lodges und exclusive camp sites bei Tashinga. Was muss ich mir darunter vorstellen? Wo sind diese festen Unterkünfte und wie sehen sie aus? Wir sind nämlich 9 Personen, 6 Erw. + 3 Teenagers. Wäre so eine Lodge etwas für eine grosse Familie oder doch lieber mit Hausboot anlegen und vor Ort einen Ranger anmieten für eine oder zwei Fusssafaris? Oder doch besser im Dachzelt auf der Campsite?

Ich bin froh um alle Erfahrungsberichte, zu Land und zu Wasser, sowie tipps wo und bei wem man am besten buchen soll.
leona
Gruss Leona
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28 Jun 2021 20:25 #619798
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  • Eulenmuckel am 28 Jun 2021 20:25
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Hallo Leona,

ich kann nur ein wenig zu deinen Fragen beisteuern. Wir sind 2018 mit dem Auto hineingefahren. Die Zufahrt war tatsächlich anstrengend, aber schon machbar. Für euch sollte sie kein wirkliches Problem darstellen. Im Wald wimmelt es von Tse-Tses, am See sind dann keine mehr.
Wir hatten damals nicht vorgebucht und waren auf der Tashinga Campsite die einzigen Gäste. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es dort jemals ausgebucht ist. Für den Zustand der Facilities war der Aufenthalt inkl. Parkgebühr ziemlich teuer. Trotzdem empfanden wir die Lage auf der Landzunge mit Blick auf den Karibasee als ziemlich exklusiv – vielleicht auch, weil sie durch die anstrengende Zufahrt teuer erkauft war.
Aufgrund der Zufahrt würde ich dort nie weniger als zwei Nächte bleiben. Ob es andererseits gleich drei sein müssen, bin ich mir nicht sicher. Ich könnte mir vorstellen, dass man von der Wasserseite aus mit einem Hausboot verschiedene Ankerplätze anfahren kann und noch flexibler ist. Mal schauen, ob hier noch jemand schreibt, das das schon gemacht hat.

Liebe Grüße
Uwe
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28 Jun 2021 20:30 #619799
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  • Mabe am 28 Jun 2021 20:30
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Hei Leona,
meine Erfahrung ist jetzt nicht ganz taufrisch (von 2017), aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich IM Park wirklich viel verändert hat.

Abgesehen von der Zufahrt - die war damals machbar, wenn auch in wirklich schlechtem Zustand- muss man sich überlegen, für was man das macht. Ich glaube, es waren über vier Stunden für die 80 km.

Das Wegenetz im Park war äusserst spärlich und ebenfalls in super schlechtem Zustand. Da es nichts zu sehen gab, machte auch rumfahren keinen Sinn.
Die Atmosphäre im Tashinga Camp war schön, wegen der abgestorbenen Bäume im Wasser und den dort plantschenden Elefanten am Abend. Ansonsten gab es dort allerdings nichts...und der Zustand des Camps (Sanitär) war äusserst desolat. Die Registrierungsbücher offenbarten, dass ohnehin nur alle paar Tage Besucher kamen.

Was kann sich jetzt durch African Parks geändert haben? Wirklich mehr Touristen sind in den letzten Jahren wahrscheinlich nicht gekommen... fly-in in den Lodges vielleicht. Die Lodge (Rhino Safari) durften wir uns damals jedenfalls nicht anschauen.

Wir sind einen Tag hin, haben einen Abend genossen und sind am nächsten Tag wieder weg. Würde ich es noch mal machen? Eher nicht. Und länger bleiben? Auch eher nicht.

Vielleicht gibt es aktuellere Infos, die von besseren Zuständen berichten. Es würde mich für Zimbabwe und den Matusadona sehr freuen

Gruß
Mabe
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29 Jun 2021 07:53 #619818
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  • Seyko am 29 Jun 2021 07:53
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Ich kann direkt nichts beisteuern, da wir im April 2019 auf dem Weg über den Chizarira zum Hwange nur vorbeigefahren sind aber dennoch ein paar Hinweise:

Wir haben bei Richard und seiner Frau auf der Maabwe Bay Campsite übernachtet (nebenbei sehr empfehlenswerte Campsite direkt am See) und er war gerade dabei, einen Trip in den Matusadona mit einem MA von Tracks4Africa für den nächsten Tag vorzubereiten. Er kennt den Park ausgezeichnet und fährt von Zeit zu Zeit hin, um Gästen, die danach fragen, eine seriöse Auskunft geben zu können.
Tel: +263 77 697 7446

Ich denke das African Parks den Park hinbekommt und wirklich investiert. Man muss sich nur anschauen, was sie mit Liuwa Plains in Sambia gemacht haben. Wenn das einer gut macht, dann African Parks.

Die Facebook Gruppe "Friends of Matusadona" ist sehr aktuell und gibt einen guten Überblick. Hier wird auch immer wieder der "monthly report" veröffentlicht. Stöber doch mal:
www.facebook.com/gro...e_id=101612347870819

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

Liebe Grüsse
Guido
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29 Jun 2021 10:45 #619835
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  • Botswanadreams am 29 Jun 2021 10:45
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Hallo Leona

Unserer Besuch im Matusadona ist nun fast 10 Jahre her.

Da gab es die Ume und Mababala Lodge unweit des Airstrip. Beides waren staatliche Selbstversorger-Unterkünfte im Charme ihrer Erbauung vor vielen, vielen Jahren. Wie sie heute aussehen, keine Ahnung.

Wir waren damals bis "Elephant Point" und "Kings Camp" von Tashinga aus unterwegs und hatten das Glück, den Manager vom damaligen "Muuyu Camp" zu treffen, der uns die Gegend im zugehörigen Concessionsgebiet zeigte. Doch dieses Camp gibt es meines Wissens nicht mehr. Es wird glaube ich von den Eigentümern der Rhino Safari Lodge privat genutzt.

Ich denke die Zufahrt nach Tashinga ist inzwischen repariert, wenn ich es aus dem April Bericht von African Parks richtig verstanden habe.

Wir hatten von Kariba aus noch eine Bootstour zur Sanyati Gorge unternommen, was auch ein sehr schöner Tag war.

Ich weiß, dass das nicht wirklich weiter hilft, weil es zu lange her ist, aber drei Nächte könnte ich es auch heute noch im Matusadona aushalten.

LG
Christa
www.botswanadreams.de

"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
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29 Jun 2021 18:32 #619919
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  • Nyanga am 29 Jun 2021 18:32
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Wenn ich vor dieser Entscheidung stehen würde, würde ist sofort die 3 Tage Hausboot machen. Und den Eintrittspreis lieber in einem anderen Park mit höherer Tierdichte investieren. Sicher im Mana, ggf im Hwange oder im Matopo.
Letzte Änderung: 29 Jun 2021 18:34 von Nyanga.
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