THEMA: Trip nach Simbabwe
19 Mär 2017 16:32 #468164
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  • muk am 19 Mär 2017 16:32
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Hallo,

nachdem wir jetzt von unserer Reise ins südliche Afrika (Südafrika, Botswana, Simbabwe) zurückgekehrt sind, wollte ich hier ein paar Informationen zu Simbabwe schreiben.

Unser ursprünglicher Plan war gewesen, von Kasane nach Vic Falls zu fahren und von dort dann weiter über Hwange und Matobos nach Südafrika. Diesen Plan haben wir geändert, nachdem wir während der Reise Informationen von anderen Leuten erhalten hatten, dass die road blocks wohl schlimmer geworden sind und es um Bulawayo wieder Unruhen geben sollten.

Wir machten daraufhin einen Tagesausflug von Kasane nach Vic Falls und wieder zurück. Das wird von allen größeren Lodges angeboten (wir haben es von Senyati gemacht) und kann uneingeschränkt empfohlen werden. Die haben sogar den Helikopterflug organisiert, den wir über die Fälle machten. Der Flug dauert nur ca. 15 Minuten, ist aber einfach nur Klasse, vor allem wenn die Fälle wie bei uns Wasserhochstand haben.

Wir sind dann von Kazungula bis Pandamatenga gefahren, um dort die Grenze Botswana - Simbabwe nochmal zu überqueren. Das ist ein kleiner Grenzübergang, der kaum Betrieb hat und an dem die Abfertigung erfreulich schnell ging. Von dort fuhren wir ca. 50 km Schotterpiste (ohne road blocks) durch die Matetsi Safari Area und waren dann im Hwange NP. Leider konnten wir dort auf Grund der Pistensituation (viele Wasser- und Schlammlöcher) nicht allzu viele Gamedrives machen und reisten deshalb nach 3 Tagen wieder über Pandamatenga aus. Wir fuhren nur von Robin's Camp nach Sinamatella und wieder zurück.

Wir haben sehr bedauert, dass wir so schnell wieder von Hwange weg mussten. Wir hatten erwartet, dass die Stimmung der Menschen angesichts der Probleme im Land nicht besonders positiv ist. Umso erstaunlicher waren dann gute Laune und Optimismus, die wir bei allen feststellten, mit denen wir uns unterhielten. Die Einrichtung der Camps verfällt immer mehr, aber die Leute gehen mit aller Energie dagegen an. Die sanitären Einrichtungen waren zum Beispiel immer sehr sauber. Für uns steht fest, dass das nicht der letzte Besuch in Hwange war, beim nächsten Mal aber mehr in der Trockenzeit, da dann die Tiersichtungen und die Wege besser sind.

Wir haben in Südafrika noch zufällig weiße Simbabwer getroffen, mit denen wir uns dann auch über die Situation in ihrem Land unterhalten haben. Sie meinten, die wirtschaftlichen Probleme beträfen nur die Simbabwer selbst, Touristen hätten keine Einschränkungen zu befürchten. Für sie sei Simbabwe eines der sichersten Länder der Welt. Auch die road blocks wären weniger dramatisch als häufig dargestellt. Man müsse sich nur innerlich darauf einstellen, dass man halt kontrolliert würde, aber außer einem Verlust von max. 20 $ hätte man nichts zu befürchten.

Wenn jemand noch weitere Informationen haben möchte, bitte melden

Gruß Michael
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19 Mär 2017 17:18 #468169
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Hallo muk,
bin ebenfalls aus Simbabwe zurück (Reisebericht folgt dazu noch) und kann deine Ausführungen bestätigen. Roadblocks gibt es fast in jeder Ortschaft. Unbedingt daran denken: Feuerlöscher und 2 (!) Warndreiecke mitführen!!!
Bei Fahrzeugen, die der fremden Personenbeförderung dienen, müssen 2 Feuerlöscher mitgeführt werden. (neu!)
Wer von Simbabwe auch an den Falls nach Sambia will, sollte bei der Einreise sich gleich ein KAZA-Visum geben lassen (50 US$ / Person), dann braucht man nicht ein zweites Mal zahlen.
Tiersichtungen sind im Hwanghe im Moment eher schlecht, weil überall Wasser steht und das Gras bis zu 2 Meter hoch ist.
LG Burschi
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19 Mär 2017 19:59 #468213
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Hi,
wir sind Mitte Februar via Warmley ein paar Tage in den Matopos, dann über Bulawayo nach Masvingo, dort nach Great Zimbabwe und von dort über Feldwege nach Chiredzi, nach Chipinda, Chilijo - via Rutenga, Mbezi nach Mabalauta und dann via Beitbridge zurück nach RSA.
In Bulawayo waren keinerlei Unruhen. Road Blocks gab es viele auf dem Weg, aber es gibt die Ansage, Touris in Ruhe zu lassen und wir hatten keinerlei Probleme, keinen USD gezahlt. Einige Sachen gelten für ausländisch registrierte Fahrzeuge nicht. "The provisions of Sect. 53 – Spare wheels, tools and fire extinguishers – do not apply to foreign registered vehicles that are in transit or on a temporary entry permit." - >www.bigsky.co.zw/cubbyhole-notes

Generell schreitet die Inoranz immer weiter fort. Das Geld wird in den Camps eingesammelt, gemacht wird nichts, weder gereinigt, noch mal was gebaut. Geld ist ja vorhanden (kostet ja genug), nur investiert wird nichts. Da gibt es 50 Officers für einen kleinen Nationalpark (Matopos) aber keiner schafft es, mal eine Glühbirne im Bad wieder reinzuschrauben oder den Spülkasten wieder zu bauen, oder für Wasser zu sorgen (direkt neben dem Fluss). Dann kommen die immer wieder mit neuen Ideen. Im Matatopos war das immer Camping pro Person. Jetzt kostet das pro Site und es dürfen aber immer nur 3 Personen pro Site sein. Sites gibt es am Maleme Damm nicht wirklich. Platz wäre auch für 6 Leute, aber kosten tut es jetzt natürlich mehr. In Mabulauta (Mwenzi Sektion, Gonarezhou NP) kostete Camping USD 17 p Erwachsener (SADC), aber Wasser für die Spülkästen ging nicht, dafür aber das warme Wasser ??? Spültoiletten ohne Wasser sind irgendwie blöd.
Auf meine Nachfrage sagten Sie, dass die Pumpe seit geraumer Zeit kaputt wäre. Auf meine Frage, wo das warme Wasser dann herkäme kam die Antwort "aus dem Boiler". Ich hab dann die Diskussion eingestellt. Die Campsite lieg wohlgemerkt direkt am Fluss :dry: :dry:
Nur solche Sachen ... .
Irgendwann vergraulen die auch noch die letzten.
Man fühlt sich wie eine Weihnachtsgans. Am Mwenzi waren wir auch die einzigen zahlenden Gäste (laut Buch). Ungeachtet dessen fuhren in dem ganzen Park tonnenweise von Leuten rum und auch das Militär war mit irgendwas beschäftigt. Dass die Tierausbeute nur sehr begrenzt war, hat deshalb nicht gewundert. Das top Campsite an den Rossi Pools hat wenigstens teilweise entschädigt.
Gruss
Christian
Letzte Änderung: 19 Mär 2017 20:00 von fordfahrer.
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19 Mär 2017 21:09 #468227
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fordfahrer schrieb:
Hi,
wir sind Mitte Februar via Warmley ein paar Tage in den Matopos, dann über Bulawayo nach Masvingo, dort nach Great Zimbabwe und von dort über Feldwege nach Chiredzi, nach Chipinda, Chilijo - via Rutenga, Mbezi nach Mabalauta und dann via Beitbridge zurück nach RSA.

Hallo Christian...wie lange hat die Einreise nach RSA in Beitbridge gedauert? Welchen Wochentag und Zeit seid ihr durch? Ich war vor 3 Jahren das letzte Mal dort rüber...hab mir geschworen nie mehr...hat ganze 5 Stunden gedauert, war aber gerade ein Feiertag. Den Rest kann ich bestätigen, alles ist am Verfallen und kein Schwein interessiert es... Lg Andreas
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20 Mär 2017 10:29 #468285
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  • klaus63 am 20 Mär 2017 10:29
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Hallo Christian,

habt Ihr im Matobo NP Wanderungen gemacht?
Wenn ja, kannst Du darüber etwas sagen? Welche sind z.B. lohnenswert, sind diese gekennzeichnet, etc.

Viele Grüße

Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
(Hans Magnus Enzensberger)
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Hi,
Beitbridge war Mittwoch gegen Mittag. Ausreise ZIM 20 Minuten und USD70 :evil: .Kannt mich nicht aus, jetzt weiss ich's. Andererseits - die Zeit war's wert. USD 10 für die Brücke. RSA Seite 20 Minuten, davon 5 Minuten warten, da grad die Putzkollone die Schreibtische abwischen musste und sofort die Arbeit eingestellt wurde. Kein Auspacken / Vorzeigen oder sonst was.
Im Matopos hast Du nur kleine Wanderungen zu den Höhlen mit den "Malerein" und hoch zum Grad von Rhode's. Die findest Du. Sonst kannst Du einfach querfeldein drauflos laufen, ist aber alles ziemlich wild. Oder eben mit Guide zu den Nashörnern. War auch total grün, da viel Regen. Der Track via Antelope war grenzwertig. Maleme Damm voll. Keine Gäste im ganzen Park außer uns. Campsite auf der Big Cave Lodge war besser und es gab auch Licht etc. - teuer ist es auch - USD 15 pP, keinen Discount für Kinder. Maleme USD 27 pSite (SADC). Preise im Netz stimmen nicht mehr.
Gruss
Christian
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