THEMA: Trip nach Simbabwe
20 Mär 2017 12:44 #468303
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  • Maputo am 20 Mär 2017 12:44
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fordfahrer schrieb:
Hi,
Beitbridge war Mittwoch gegen Mittag. Ausreise ZIM 20 Minuten und USD70 :evil: .Kannt mich nicht aus, jetzt weiss ich's. Andererseits - die Zeit war's wert. USD 10 für die Brücke.

70$ hast du gespendet für einem Schlepper :ohmy: ? Die Ausreise ist ja nicht so schwierig normalerweise.

Wie ich mich erinnere muss ich einen Gate Pass holen oder sie geben dir den sogar.
Dann gehe ich zur Imigration und lasse den Pass und den Gate Pass stempeln.
Dann geht es zum Zoll und die stempeln das Carnet (falls vorhanden) und das TIP.
Draussen gab es dann so einen Typen auf dem Parkplatz der das Auto sehen wollte und das TIP nochmals gestempelt hat.... Dann geht es zur Brücke...

Ist das immer noch so, oder haben sie etwas ganz neues erfunden ...?

Gruss Andreas
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20 Mär 2017 13:06 #468308
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fordfahrer schrieb:
Generell schreitet die Inoranz immer weiter fort. Das Geld wird in den Camps eingesammelt, gemacht wird nichts, weder gereinigt, noch mal was gebaut. Geld ist ja vorhanden (kostet ja genug), nur investiert wird nichts. Da gibt es 50 Officers für einen kleinen Nationalpark (Matopos) aber keiner schafft es, mal eine Glühbirne im Bad wieder reinzuschrauben oder den Spülkasten wieder zu bauen, oder für Wasser zu sorgen (direkt neben dem Fluss).

Hallo Christian,

es ist richtig, dass das Geld in großem Umfang eingesammelt wird, aber das landet dann in in dunklen Kanälen und nicht an den Stellen, an denen es gebraucht wird. Wir hatten immer das Gefühl, dass das Personal vor Ort sehr bestrebt war, die Anlagen so weit wie möglich am Laufen zu halten, aber mit nichts in der Tasche kommt man nicht allzu weit. Die sanitären Einrichtungen in unseren Camps waren immer sehr sauber und man versuchte, es uns so angenehm wie möglich zu machen.

Natürlich können wir nicht von unseren wenigen Begegnungen jetzt auf ganz Simbabwe schließen und wie überall gibt es sicherlich auch dort mal mehr oder mal weniger engagierte Menschen. Wir waren 1995 schon einmal in Simbabwe, haben damals das halbe Land bereist und hatten auch damals schon den Eindruck von sehr freundlichen und sehr hilfsbereiten Menschen. Damals war die wirtschaftliche Situation noch sehr viel besser, aber die optimistische und lebensfrohe Stimmung hat sich u.E. seitdem kaum geändert.

Wir fragen uns auch immer, soll man in so ein Land reisen und mit völlig überteuerten Preisen (im Verhältnis zur Leistung) ein Regime wie das dort herrschende unterstützen. Wir hatten aber bei unserem Besuch jetzt das Gefühl, dass die Menschen dort sehr auf Touristen angewiesen sind, auch um noch eine Perspektive zu haben. Die Abläufe in den Camps mögen nach unseren Verhältnissen nicht sehr effizient aber sehr personalintensiv sein, aber zumindest sind damit einige Arbeitslose weniger im Land und bei 95 % Arbeitslosenrate ist das ja auch schon etwas.

Gruß Michael
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20 Mär 2017 21:29 #468386
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Hi,
Andreas, ja, Du hast Recht, aber da hatte man uns etwas überfallen. Das nächste Mal weiss ich es besser.

Lieber Michael, Erfahrungen sind immer etwas subjektives. Wir waren schon diverse Male in ZIM und wir mögen das Land wirklich. Aber es wird einem nicht leicht gemacht. Das liegt nicht nur an Rob. Die erste Ladung bekommt man schon an der Grenze, wo man einem mit fadenscheinigen Gründen die CVG erklären will und eigentlich wollte uns der Zoll nicht reinlassen, da kein Agent vorhanden war. Die Begründung ist genauso, wie die ganze Sache - Unsinn und Geldschneiderei. Dann wollte man mich verhaften, weil ich eine alte Tasche aus Armeebeständen hatte, das wäre angeblich in ZIM verboten. Ich hab meine Schlüpfer rausgenommen und die dann den Grenzbeamten in Botswana dagelassen, die haben sich fast totgelacht. In Chipinda habe ich dann eine schwarzen Haushälterin gesehen, die in genau so einem gefärbten Zelt schlief - auf dem öffentlichen Zeltplatz!
Im Office in Matopos saßen 10 Leute aber die Frau für die Permits musste erst herangekarrt werden. Als sie dann da war, hatte sie keine Ahnung, wie die Preise eigentlich waren und funkte das HQ in Maleme an. Ursprünglich wollten wir nach Maleme fahren (von Süden kommend) und dort bezahlen, aber irgendein Typ fing uns am Eingang ab und wir müssten das unbedingt im südlichen Office machen - Schwachsinn hoch drei. In den Ablutions gab es zwar Strom aber alle Glühlampenfassungen in 4 Meter Höhe waren leer. Wir hatten grad mehrere 100 USD dagelassen! Aber es war wenigstens sauber. 2 Jungs waren mit dem Traktor am mähen, aber anstatt mal das Messer zu schärfen, wurde das Gras halt abgedreht und von 10 bis abends haben sie immerhin den halben Campingplatz geschafft... .
Der Kollege in Great Zimbabwe auf dem Camp des Nationalparks war total nett und hatte 20 Satellitenreceiver hinter sich im Regal und die Kiste lief auch Hochtouren. Der wusste Bescheid - B) . Aber für warmes Wasser und das Festschrauben von Wasserhähnen reicht es nicht. Dafür sitzen 5 Leute da und kontrollieren die Eintrittstickets.
Die Kollegen in Chipinda am Gate hatten keine Ahnung - Punkt. Es gibt keinerlei Engagement für den Besucher - keinen Hinweis auf Tiersichtungen, befahrbare Pisten, dass 3 von den 4 Ablutions nicht gehen, da im Umbau. Ob die Einzelcamps wie Chilijo zu buchen sind, wissen sie nicht - wer denn sonst?? Wir wollten noch auf die andere Seite (Brücke kaputt, Fluss in full flooding) Dann frag ich wegen der Fahrzeugpermits, da die ja länger (5 Tage) gelten, wie das in Chinguli gehandhabt wird. Das ist OK versichert man mir. Dann fahren wir einen ganzen Tag (370 km), um auf die andere Runde Flussseite zu kommen. Dort sind ein paar Jungs am Gate von denen keiner richtig Englisch spricht und am Ende stellt sich heraus, dass sie der Meinung sind, dass die Tracks zu schlecht sind und dass deswegen geschlossen ist und sie uns nicht reinlassen, Permits gibt es natürlich auch keine - und sie funken nach Chipinda, die dies auch so anordnen. Das hätte man uns am morgen nicht etwa sagen können??! - was ist schon ein Tag sinnlose Rumfahrerei. Gerade im Gonarezhou geben sich nun die Touris nicht so die Klinke in die Hand.

Versteh mich nicht falsch, bei vielen von den Stories haben wir uns köstlich ammüsiert, aber da hätte ich sie umbringen können ... . Ich weiss nicht, wie man so arbeiten kann. Mir würde das keinen Spass machen.

Gruss
Christian, der auch wieder hinfährt
Letzte Änderung: 20 Mär 2017 21:32 von fordfahrer.
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21 Mär 2017 09:53 #468410
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fordfahrer schrieb:
Versteh mich nicht falsch, bei vielen von den Stories haben wir uns köstlich ammüsiert, aber da hätte ich sie umbringen können ... . Ich weiss nicht, wie man so arbeiten kann. Mir würde das keinen Spass machen.

...das Ganze hat immer Unterhaltungswert... :laugh:

Sobald Du in ZIM in diesen Beamten-Tran, ob Grenze, Polizei oder NP gerätst wird es meisst lästig und mühsam.

Das letzte Mal als ich eingereist bin, hat eine etwa 120kg schwere Imigration "Drohne" -sie wäre auch als Hippo Attrappe in einem NP durchgegangen- etwa 15 Min gebraucht bis sie endlich das Klebe-Visa für den Pass ausgefüllt hatte. Mein Name hatte schon alleine 3 Schreibfehler, obwohl sie vom Pass abschreiben konnte. Ab und zu musste sie den Arm heben um das nächste Feld zu füllen. was mit unmenschlichen Anstrengungen verbunden war, ich dacht ich müsste einen Kranwagen organisieren...

Aber es sind zum Glück nicht alle so. Arbeitskräfte aus Zimbabwe sind hier in Südafrika sehr beliebt. Frag mal in einem guten Restaurant in Kapstadt oder Jo'burg die Waiters von wo sie kommen. Die sind fast alle aus ZIM. Das sind fast immer voll motivierte Mitarbeiter, freundlich, sehr speditiv und zuverlässig....
Letzte Änderung: 21 Mär 2017 09:54 von Maputo.
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21 Mär 2017 10:32 #468416
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Maputo schrieb:
...das Ganze hat immer Unterhaltungswert... :laugh:

Das letzte Mal als ich eingereist bin, hat eine etwa 120kg schwere Imigration "Drohne" -sie wäre auch als Hippo Attrappe in einem NP durchgegangen- etwa 15 Min gebraucht bis sie endlich das Klebe-Visa für den Pass ausgefüllt hatte. Mein Name hatte schon alleine 3 Schreibfehler, obwohl sie vom Pass abschreiben konnte. Ab und zu musste sie den Arm heben um das nächste Feld zu füllen. was mit unmenschlichen Anstrengungen verbunden war, ich dacht ich müsste einen Kranwagen organisieren...

Das muss in Kariba gewesen sein :laugh: Kommt mir doch sehr bekannt vor. Dafür wurden die Papiere fürs Auto super schnell per Computer ausgefüllt, leider waren Kennzeichen und Fahrgestellnummer im TIP falsch :woohoo: Im Gegenzug hat man aber vergessen, die Road Tax zu kassieren.
In Bridal Veil Falls wurde der Donkey für uns angeheizt , leider gab es weder Duschköpfe noch Wasser :laugh:
Nur in Gonareshou hatten wir anscheindend Glück, am Gate war man extrem bemüht und hat sogar für uns in Harare angerufen.
Ist halt Afrika. Aber in einem gebe ich Euch Recht: wenn die Preise weiter so erhöht werden und nichts von dem Geld investiert wird, wird der Tourismus immer weniger werden.

LG

Montango
Botswana 2016
Sambia 2016
Zimbabwe 2016
KwazuluNatal 2015
KTP-Namibia-Kapstadt 2013
Zimbabwe 2012

Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
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21 Jun 2017 09:52 #478704
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Moin zusammen,

zur Info: www.news24.com/Afric...countrywide-20170621
"Zim govt to slash roadblocks to just 40 countrywide"

Viele Grüße
Christian
Reiseplanungen 2021/22: Deutschland, Katar, Sierra Leone, Südafrika

Aktuelle Einreiseregelungen für Namibia bis Ende Juni 2021: (1) PCR-Test nicht älter als 7 Tage von Abstrich bis Einreise für alle Reisenden, (2) Ausfüllen des medizinischen Einreiseformulars, (3) bei Einreise aus/über ein Risikoland (noch nicht festgelegt!) ein weiterer PCR-Test an Tag 7, (4) ein Nachweis, dass die KK auch die Behandlung von COVID19 übernimmt kann verlangt werden. – KEINE Quarantäne, KEINEN Reiseplan, KEINE Anmeldung bei Auslandsvertretung!
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