THEMA: Kaufverbot von Grundstücken durch Ausländer !
01 Jul 2015 10:26 #390265
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  • Oberfranke am 01 Jul 2015 10:26
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In seiner Rede nach "100 Tagen im Amt" hat Präsident Hage Geingob ( und über NBC Nachrichten verbreitet ) angekündigt , die Regionalgouverneure und Stadtverwaltungen anzuweisen, keine Grundstücke mehr an Ausländer (= Europäer, Chinesen, Russen, Afrikaner, reiche Angolaner etc. ..... ) zu verkaufen. Die dafür nötigen Gesetze sollen geändert werden.

Es stellt sich die Frage, wie und wann wird das umgesetzt, und wie ist der private Immobilienmarkt davon betroffen?

Platzt nun der Immobilienmarkt mit seinen künstlich aufgeblähten Immobilienpreisen ?
Bekommen die "gefühlten 1000 Makler" an der Küste, die immerhin auch ca. 8% am Verkaufspreis-Kuchen naschen , nun kalte Füsse ?

Die nächsten Monate werden auf jeden Fall spannend.

Wer nicht nur reisen will, sondern sich auch mit dem Gedanken beschäftigt, sich evtl. ein Ferien- oder Altersdomizil zuzulegen, sollte sich gut informieren oder ggf. jetzt noch vor Inkrafttreten der Gesetze das "Schnäppchen seines Lebens" machen.
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01 Jul 2015 10:33 #390266
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Moin Oberfranke,

es wird kaum Auswirkungen haben - sieht man ja an den Preisen von Farmland, wo es schon lange für Ausländer als Mehrheitseigner verboten ist.

Zudem geht es in der geplanten Gesetzesänderung um unbebaute Grundstücke und nur um solche, die direkt von der Stadtverwaltung abgegeben werden. Immobilien können weiterhin erworben werden, auch unbebaute Grundstücke wenn sie von privat abgegeben werden. Es wird sich also preislich nicht viel ändern. Was man umgehen will sind Ausländer, die zig Grundstücke bei den städtischen Auktionen erwerben und dann nicht viel damit machen. Zudem muss in Zukunft innerhalb von 5 Jahren auf einem Grundstück ein Haus mit dem dreifachen Grundstückswert errichtet werden. Danach fällt es an die Stadtverwaltung zum Kaufpreis minus 20% zurück.

Übrigens: In Swakopmund stehen 3000 Wohnungen und Häuser leer - da macht man jetzt schon das Schnäppchen seines Lebens.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Aktuelle Einreiseregelungen für Namibia seit dem 16. Juli 2022.
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09 Jul 2015 09:39 #391008
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Moin Christian,

jetzt hat gestern abend das Parlament ein "Arbeitspapier" verabschiedet, das alles was bisher gesagt wurde " Gewäsch von gestern" ist.
Das, was über Sonder-Statements durch die Nachrichten publiziert wurde, - das reinste Horrorszenario!
Die Gesetze sollen dahingehend geändert werden, daß für NEUVERTRÄGE gilt :

Kein Land- u. Grundstücksbesitz mehr für Ausländer !

Die Gesetze zum Besitz von Farmland werden verschärft, das Grundbuchamt wird keine Ausländer, auch nicht mit 49% Anteil ,als Farmbesitzer eintragen. Versteckte CC's wird es nicht mehr geben, Parzellierung von Farmland und Verkauf an Ausländer wird verboten, selbst Farmverpachtungen an Ausländer wird verboten, bzw. in eng gesteckten Grenzen nur erlaubt, wenn sie der Produktivität dienen, etc........

Das Gesetz für Farmland wird auf städtischen Grund ausgedehnt.

Bei NEUVERTÄGEN wird gelten: Jeglicher Verkauf von Grundstücken an Ausländer, ob bebaut oder unbebaut, wird verboten.
Auf jedes Stück Land oder Immobilie hat die Stadt dann ein Vorkaufsrecht, und wird evtl., weil permanent klamm, einen Waiver, ähnlich wie bei Farmland, erteilen. Aber auch dann gilt, Verkauf nur für an Namibier.

Schlägt jetzt die Stunde der Lobbyisten, wenn es sowas überhaupt gibt, um Sonderregelungen auszuhandeln ? Wann und wie wird dies alles umgesetzt und wann wird dies in Kraft treten ?

Wird es sich für Ausländer noch lohnen, die Mühen und die hohen Kosten für eine ständige Aufenthaltsgenehmigung (PR) auf sich zu nehmen, wenn man dann nicht mehr im eigenen Haus wohnen kann ?
Wird für Touristen und Einwanderungswillige nur noch gelten : kommen, - Geld da lassen, - abhauen !!

Vielleicht kannst du, bei deinen anerkannt guten Beziehungen und Nachrichtenkanälen, mehr Ausführungen geben, - ODER es entpuppt sich alles als schlechter Traum von mir. Wäre mir lieber !

Das meint
der Oberfranke
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09 Jul 2015 11:28 #391019
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Moin Oberfranke,

erst einmal Ruhe bewahren :-)
Wird für Touristen und Einwanderungswillige nur noch gelten : kommen, - Geld da lassen, - abhauen !!
Wieso Dich das als Tourist tangieren sollte, ist mir nicht ganz klar.
Wird es sich für Ausländer noch lohnen, die Mühen und die hohen Kosten für eine ständige Aufenthaltsgenehmigung (PR) auf sich zu nehmen, wenn man dann nicht mehr im eigenen Haus wohnen kann ?
PR gibt es im Prinzip eh nicht mehr; im letzten Jahr 80, davon 78 an Chinesen. Kaufverbote gibt es in zig Ländern dieser Erde (in einigen ist sogar Staatsbürger nur eine 99-Jahre-Pacht möglich). Die Regierung hat, so mein Stand der Informationen, bereits eingesehen, dass ein Verkaufsverbot an Ausländer in der Stadt nichts bringt. Die Ausländer sind erstmal sehr wenige und zudem kaufen diese in einem Preissegment, dass fernab dem liegt, wo es ein Engpass gibt.

Ich halte Dich und alle anderen gerne auf dem Laufenden.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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10 Jul 2015 19:28 #391217
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Hi Christian,

ich muß dich enttäuschen, " Oberfranke" ist nur ein Hinweis auf die familiären Wurzeln ! :whistle:
Mit Stolz ! :P
Ich bin wahrscheinlich länger in SWA/Namibia, als die meisten Fomis auf der Welt !

Ich bin nur an seriösen Infos interessiert, da das was jetzt kommt, eine schleichende Entwertung meiner Anwesen ist.
Nach der heutigen Pressekonferenz mit der Ministerin Nandi-Ndaitwah ist zu befürchten, daß es noch schlimmer kommt :evil: !
Der Anfang ist gemacht.
Ganz klare Aussage, kein Verkauf mehr an Ausländer, das gilt explizit auch für Immobilien.

Nach der Winterpause am 8.Sept., soll das Parlament die Vorlagen verabschieden, inkl. weitere 89 Punkte zur Landreform, u.a. sollen ausländische Farmbesitzer die nicht ständig im Lande sind, enteignet werden !!!!!!
Die Änderungen der Gesetze sollen aber nicht rückwirkend gelten.

Und danke, halte uns doch auf dem Laufenden.

Servus
der Oberfranke
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11 Jul 2015 13:28 #391264
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  • rhh64 am 11 Jul 2015 13:28
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Oberfranke schrieb:
... inkl. weitere 89 Punkte zur Landreform, u.a. sollen ausländische Farmbesitzer die nicht ständig im Lande sind, enteignet werden !!!!!!
Die Änderungen der Gesetze sollen aber nicht rückwirkend gelten ...

Als Tourist :) B) kann ich das alles gelassen verfolgen. Diejenigen von euch, die dort als Ausländer Eigentum haben, werden das mit einer gewissen Unruhe verfolgen. :unsure:

Was ich an deiner Aussage, lieber (Ex-)Oberfranke (war in Oberfranken übrigens letzte Woche; sehr schöner Teil von Deutschland :) ), nicht verstehe, ist die Aussage bzgl. "rückwirkend nicht relevant":

Wenn ich als Ausländer keine Farmen (auch nicht zu 49 % oder weniger) mehr kaufen kann, und wenn die Bedingungen "ständig im Lande leben" etc. aber gelten sollen, dann kann dies ja nur für bereits bestehende Eigentumsverhältnisse relevant sein. Also wer dort eine Farm hat und nicht ständig vor Ort ist, wird enteignet !? Oder wie kann ich das sonst deuten. Das wäre z. B. für Ababis relevant. Eigentümer lebt in D, Tochter (Deutsche) verwaltet dort die Farm (die auch als Gästefarm unter uns Fomis beliebt ist - ich war auch schon 3 Mal dort :kiss: ). Also würde der Eigentümer als Ausländer enteignet, weil er nicht dort lebt. Wenn das nicht so wäre, wäre die Aussage "muss ständig vor Ort sein" und "gilt nicht für Altfälle" die richtige. Aber was würde dann die Aussage "muss ständig vor Ort sein" für eine Relevanz haben, wenn es für Altfälle nicht gilt und Ausländer sowieso nichts mehr kaufen dürfen?

Na ja, vielleicht bringen die nächsten Wochen Klarheit.

Auf jeden Fall würde ich, wenn ich dort eine Immobilie hätte, verkaufen, bevor ein Überangebot am Markt ist. Ich gehe insbesondere bei Immobilien, die in Städten liegen, von einem sinkenden Preisniveau aus (weniger Käufer ohne die Ausländer) - was die Regierung mit Ihrer Reform (neben anderen Interessen) bewirken will. Es waren in den letzten Jahren bekanntlich Preissteigerungen im Immobilienmarkt gegeben, die extrem waren.
Beste Grüße

rhh64
Letzte Änderung: 11 Jul 2015 15:09 von rhh64.
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