THEMA: Coronavirus
Gestern 17:06 #608244
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Ja, ich bin in Deutschland- aaaaber in Bayern. Da darf sich jeder, auch anlasslos, testen lassen.
Die Testpositivrate liegt unter dem deutschen Durchschnitt, daher vermute ich, dass hier auch mehr Leute getestet werden, die in anderen Bundesländern vielleicht gar nicht zu einem Test kämen.

Dass Asymptomatische die Infektion dennoch weitergeben können, ist meiner Meinung nach mit ein Grund, weshalb die Infektionen immer wieder weitergegeben werden- und gerade dann ist natürlich die Infektionsquelle unbekannt.
Ich habe gerade heute eine Kette, da war als 2. „Station“ auch eine Person völlig symptomfrei.
Am Ende vom Lied landete diese Kette dann bei einer Person mit Auto- Immunerkrankung.

Ich will auch keinen Dauer- Lockdown, konnte aber feststellen, dass die Infektionszahlen seit der Kontaktbeschränkung auf eine weitere Person deutlich abgenommen haben und auch die Kontaktpersonenlisten sind derzeit (für mich erfreulich) kurz, was bedeutet, das wir zur Zeit in der Regel alle gemeldeten Kontaktpersonen tatsächlich auch an dem Tag, an dem wir die Liste bekommen, anrufen können.

Ja, die heimlichen Partys, die gibt es- und die wird es auch weiter geben.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass die meisten Leute sich an die Kontakt-Beschränkungen halten.
Werden jetzt wieder mehr Kontakte erlaubt, wird das auch wieder wahrgenommen werden. Um dann trifft man sich halt heut mit den Schmidts, morgen mit den Mayers und übermorgen mit den Müllers. Und hat dann im besten Fall drei Familien infiziert.
Selbst wenn das erlaubt wäre, muss man sich fragen, ob es auch klug wäre.

Ich vermisse die Treffen mit meinen Freunden auch- werde aber einfach noch warten, bis man sich wieder gemütlich im Freien treffen kann.

Dass Treffen im Wirtshaus „geschützter“ wären- hmm, das finde ich nicht. Wer mit seinen Freunden über Stunden an einem Tisch sitzt, der hat ein höheres Ansteckungsrisiko, egal ob im Restaurant oder zu Hause. In beiden Fällen hält man keinen Abstand und mit Maske trinkt sich’s halt auch so schlecht.

Was aber in der Kneipe noch dazukommt, sind die anderen Gäste, die, die am Nebentisch sitzen. Und nach einer gewissen Zeit geht es um die sogenannte „unklare Aerosolsituation“, die bei Infektionen auch eine Rolle spielt. Je geringer die Infektionsdichte, desto geringer ist auch das Risiko für jeden einzelnen. Deswegen finde ich es auch wichtig, weiter daran zu arbeiten, dass die Infektionszahlen sinken. Auch in Bezug auf diejenigen, die ihre Kontakte nicht einschränken können, wie z.B. Lehrer oder Erzieher, die Kinder und deren Familien.

Ja, wahrscheinlich werden auch nicht alle Kontakte gemeldet- und gerade bei heimlichen Treffen.
Und da passiert nach meiner Meinung oft der Fehler, das man das „unter der Hand“ regelt.
Denn die meisten Leute haben die Inkubationszeit nicht auf dem Schirm.
Beispiel: A trifft sich am Montag mit B, entwickelt am Dienstag Symptome und läßt sich testen. Am Mittwoch erfährt A das pos. Testergebnis und ruft B an. B saust sofort los und läßt sich testen. Am dritten Tag nach dem Kontakt. Der Test ist negativ. Am Samstag bekommt B Husten- und denkt sich: normale Erkältung, mein Test war ja negativ und trifft weiter Leute. Bingo.
Die Inkubationszeit beträgt aber im Schnitt 5-7 Tage. Wäre B jetzt als Kontaktperson in Quarantäne, würde er keine weitere Kette starten. Dazu steht dann wieder in der Akte: „Infektionsquelle unbekannt“

Ich hab euch jetzt ziemlich zugetextet, und danke für eure Geduld.

Meiner Meinung nach bräuchte es noch viel mehr Information und Aufklärung in der Bevölkerung, auch wenn viele das Thema satt haben- was ich ja verstehen kann, irgendwie geht es mir ja genauso.
Dennoch bemerke ich immer wieder, dass vielen Menschen viele Punkte noch immer nicht bekannt sind.

Aber wenn die Informationen noch breiter gestreut werden, und wir alle dadurch auch aufmerksamer im Umgang sind, und uns entsprechend verhalten, bekommen wir die Zahlen auch ohne Lockdown in den Griff und können nach und nach wieder mehr Möglichkeiten genießen. (Vorausgesetzt, die Mutationen machen uns keinen Strich durch die Rechnung- die machen uns gerade ein wenig unruhig)
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EundM schrieb:
...Meiner Meinung nach bräuchte es noch viel mehr Information und Aufklärung in der Bevölkerung, auch wenn viele das Thema satt haben- was ich ja verstehen kann, irgendwie geht es mir ja genauso.
Dennoch bemerke ich immer wieder, dass vielen Menschen viele Punkte noch immer nicht bekannt sind. Aber wenn die Informationen noch breiter gestreut werden, und wir alle dadurch auch aufmerksamer im Umgang sind, und uns entsprechend verhalten, bekommen wir die Zahlen auch ohne Lockdown in den Griff und können nach und nach wieder mehr Möglichkeiten genießen
auf den Punkt gebracht, 100 % Zustimmung, gibt hier leider kein emoji für "Daumen hoch"
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