THEMA: verkehrsunfälle
22 Okt 2014 11:11 #358409
  • lionfight
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  • lionfight am 22 Okt 2014 11:11
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Ich denke auch, dass die Gründe sehr vielschichtig sind. Man kann das nicht an einzelnen Gründen festmachen.
- viele Personen in einem Fahrzeug, oft ungesichert
- unerfahrene Fahrer
- Alkohol
- Übermut
- Straßenverhältnisse
- manchmal extreme Wetterverhältnisse
- ungepflegte Fahrzeuge (Bremsen, Reifen, usw.)
- oft kein Gefühl für Gefahren

Man kann bei einzelnen Punkten sicher etwas ändern, aber mittelfristig wird das Fahren immer gefährlicher sein Wir in Europa wir haben ja auch Unterschiede bei den Verkehrstoten. Z.B. England-Italien.

Wenn bei uns in D in jedem Fahrzeug doppelt so viele Personen sitzen würden, dann hätten wir auch katastrophale Zahlen.


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela

10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
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22 Okt 2014 11:40 #358412
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  • Christian-S. am 22 Okt 2014 11:40
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Christian hat ja schon richtig darauf hingewiesen, dass die meisten schlimmen Unfaelle auf Teerstrassen stattfinden, sehr haeufig zwischen Okahandja und Otjiwarongo. das hat m.E. relativ wenig mit den Wetterbedingungen zu tun, und auch ueberhoehte Geschwindigkeit spielt da wohl nicht die wichtigste Rolle.
In meinen Augen sind es meist riskante Ueberholmanoever, die zu schlimmen Unfaellen fuehren. Es wird leider munter ueberholt, ohne dass man eventuellen Gegenverkehr einsehen kann, z.B. in Kurven oder vor Huegeln. Viele dieser Unfaelle geschehen auch nachts. Ein grundlegendes Problem ist sicher, dass die Strassen nie auf die Mengen an Fahrzeugen ausgelegt waren, die heute auf ihnen unterwegs sind.
Dazu kommt, dass inwischen eine grosse Menge an Waren in Walvis Bay anlandet, die dann auf der Strasse ins Inland und auch die Nachbarlaender transportiert wird, ein Problem, das sich mit dem weiteren Ausbau des Hafens in WB weiter verschaerfen wird. Dieser Lastverkehr ist mit 80km/h recht langsam und oft ziehen die LKWs lange Schlangen hinter sich her. Irgendeiner verliert dann mal die Geduld und ueberholt, wo er es nicht sollte...
Da muss mit Sicherheit eine bauliche Loesung her, sprich mehr als eine Spur pro Fahrtrichtung. Das wurde ja etwa zwischen Karibib und Okahandja sehr schoen geloest, und es wird auch auf anderen Strassen jetzt nach und nach umgesetzt, das dauert halt nur seine Zeit...

Viele Gruesse,
Christian
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22 Okt 2014 15:28 #358439
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  • BikeAfrica am 22 Okt 2014 15:28
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Hallo zusammen,

bei den Ursachen für die hohe Zahl der Unfallopfer wurde noch ein wichtiger Punkt vergessen - die ärztliche Versorgung. Ich habe in Deutschland schon öfter den Notarzt alarmieren müssen. Innerhalb von fünf Minuten war der vor Ort und man muss vermutlich lange suchen, um einen Ort zu finden, der nicht innerhalb von 15 Minuten erreicht werden kann. Dadurch werden viele Unfallopfer gerettet, die in Namibia eben nicht das Glück haben.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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22 Okt 2014 17:24 #358452
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  • deemha am 22 Okt 2014 17:24
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Erika schrieb:
Wussten Sie, dass unangepasste Geschwindigkeit in der Schweiz die häufigste Ursache für tödliche Unfälle ist?

Nachzulesen hier:
www.tcs.ch/de/test-s...heit/unfallursachen/

Jeder weitere Kommentar ist sicher überflüssig.

Wieso? Das sagt ja eigentlich nur, dass die restriktiven Limiten, die vielen Kontrollen, die saftigen Strafen bei Geschwindigkeitsdelikten und die immer aufwendigere Fahrerausbildung hierzulande offenbar nicht den gewünschten Erfolg haben?

Gruss Dieter
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22 Okt 2014 17:35 #358457
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  • Biologe am 22 Okt 2014 17:35
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Es gibt viele Ursachen für die hohen Unfallzahlen, aber ich denke, dass unangemessenes Fahrverhalten (inkl. Rücksichtslosigkeit) wohl die Hauptursache sein dürfte. Und damit meine ich nicht nur die Einheimischen. Ich fahre auch nicht gerade sehr zimperlich, aber umso mehr bin ich doch immer wieder verblüfft, mit welchem Tempo (geschätzte 120 kmh und mehr) mich Campinggespanne auf Schotterpisten überholen, viel zu früh einscheren, und mich dann mit Steinen beschmeißen. Na ja, ein paar mal habe ich dann etwas später gekippte Gespanne passiert.
Aber hier zu Hause ist die Fahrkultur ja auch nicht immer viel besser.

@Erika
Ich jedenfalls bin dankbar, dass wir daheim so strenge Verkehrsgesetze haben. Die schätzt man erst, wenn man in Ländern unterwegs ist wo es so abartige Geschwindigkeitsregeln gibt und wo teilweise das Faustrecht herrscht.
In Namibia herrschen auch Gesetze, aber viele sind leider "Outlaws" -- auch Touristen.

Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
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20 Nov 2014 09:06 #363204
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  • jaw am 20 Nov 2014 09:06
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Hallo fomis,

heute in der AZ ein Bericht über einen Unfall deutscher Touristen.

Das Thema ist ernst und es wird leider von vielen sehr unterschätzt. Hier war es eine Teerpad, aber auch die ist was anderes als bei uns. Und Schotterstraßen sind nochmal was anderes.
Hoffe sehr, den Betroffenen geht es rasch besser. Sie hatten sehr viel Glück.

Viele Grüße
jaw
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