THEMA: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J.
16 Sep 2018 12:09 #532745
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Ein herzliches Hallo an alle Freunde Namibias,

nun habe ich mich entschlossen, einen Reisebericht der etwas anderen Art, über unser zweites Abenteuer in Afrika zu schreiben.
Dieser Bericht wird hauptsächlich die Tagebucheinträge meines Sohnes Moritz (14 Jahre) enthalten und seine Sicht der Reise wiedergeben. Ich darf, mit seiner Erlaubnis, seine Tagebucheinträge 1:1 abtippen. Von mir werden jeweils einleitende Worte und ergänzende Informationen sowie begleitende Fotos eingefügt.
Unsere diesjährige Reise wurde erneut von Bwana Tucke-Tucke, in großen Teilen geplant und gebucht.

Namibia 2018 der Nord-Westen:

22.06. Nachtflug Frankfurt/Doha/Windhoek
23.06. Windhoek, Pension Tamboti
24.06. Naukluft, Hauchabfontein Camping
25.06. Naukluft, Hauchabfontein Camping
26.06. Solitaire, Sesriem Camping
27.06. Solitaire, Sesriem Camping
28.06. Namib Naukluft, Mirabib Camping
29.06. Swakopmund, Alternative Space
30.06. Swakopmund, Alternative Space
01.07. Usakos, Spitzkoppe Camping
02.07. Tweyfelfontein, Mowani Camping
03.07. Tweyfelfontein, Mowani Camping
04.07. Warmquelle, Ongongo Camping
05.07. Purros, Purros Camping
06.07. Orupembe, Etambura Camp
07.07. Epupa Falls, Epupa Camping
08.07. Epupa Falls, Epupa Camping
09.07. Swartbooisdrift, Kunene River Lodge
10.07. Etosha, Olifantrus Camping
11.07. Etosha, Okaukuejo Camping
12.07. Etosha, Onguma Tree Top
13.07. Etosha, Onguma Tree Top
14.07. Waterberg, Wildernes Camping
15.07. Waterberg, Wildernes Camping
16.07. Okahandja, Omatozu Luxury Tent
17.07. Windhoek/Doha/Frankfurt

Und los geht es, über 4.375 Kilometer in 3,5 Wochen, durch ein fantastisches Land von atemberaubender Schönheit und Faszination.

Moritz:






Tag 1, der 22.06.2018

Meine Familie trifft Zuhause noch die letzten Vorbereitungen, während ich in der Schule noch mein Zeugnis entgegen nehme. Als ich nach Hause komme ist Vorfreude und die Anspannung vor unserem 3 wöchigen Abenteuer schon deutlich zu spüren. Nachdem für Hund, Hamster und Fische gesorgt ist, geht es endlich ab zum Flughafen. Unsere Fluggesellschaft ist Qatar Airways und Alles in Allem klappte, bis auf den Verlust eines Flaschenöffners der einer Patrone ähnelt, alles reibungslos. Mit einigen anstrengenden Stunden im Flugzeug geht es von Frankfurt über Doha nach Windhoek.

Tag 2, der 23.06.2018

Nachdem die gesamte Familie nach gut 8 Stunden Flug, völlig erschöpft in Doha aus dem Flugzeug taumelte und einen Blick auf die Uhr warf, waren wir alle plötzlich wieder hell wach. Unser wurde klar, dass die Zeit zum umsteigen enorm knapp war und so rannten wir los. Nach einem erfrischendem Sprint durch den Flughafen von Doha, fielen wir in den nächsten Flugzeugsitz. Nach nochmals 8 Stunden Nichts tun, waren wir endlich in Windhoek angekommen. Die Größe des Flughafens war im Vergleich zu Frankfurt, so wie ein Panzer zu einem Smart. Wir wurden von unserem Taxi direkt zur Autovermietung gebracht, bei der wir unseren 4x4 Offroad Toyota in Beschlag nahmen und diesen im naheliegenden Supermarkt direkt mit Proviant austasteten.
Als nächstes wurden wir von unserem Reiseorganisator Carsten Möhle zum Fußballspiel Deutschland-Schweden und anschließendem Abendessen eingeladen.
Es war ein langer Abend, da die deutsche 11 nur knapp in der Nachspielzeit 2 zu 1 gewinnen konnte. Nach dem Essen nahmen wir unsere Unterkunft, namens Pension Tamboti in Augenschein. Diese war sehr schön mit Pflanzen und Ähnlichem ausgestattet. Wir alle gingen jedoch schnell schlafen da wir noch verlorenen Schlaf vom Flug nachholen mußten.
Ergänzung zum 2. Tag:
Da ich dieses Tagebuch erst am 11. Tag unserer Reise beginne zu schreiben, habe ich am 2. Tag leider vergessen das Kinderheim zu erwähnen. Also......
Nach dem Einkaufen im Supermarkt wurden wir von einer Frau namens Tullella, die freiwillig für das Projekt "happy Du" arbeitet abgeholt und zum Kinderheim gebracht. Es war interessant zu sehen, wozu das Geld verwendet wurde, welches wir gespendet hatten. Sie hatten dort kleine Schulräume, einen kleinen Kindergarten und sogar auch einen kleinen Sportplatz. Zum Schluß sehen wir noch die Kinder die dort lebten und hatten die Möglichkeit Ihnen mit Süßigkeiten und kleinen Spielsachen eine Freude zu machen. Es war sehr interessant.


Anhang:
Letzte Änderung: 16 Sep 2018 13:18 von Dillinger.
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16 Sep 2018 16:27 #532756
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Markus:

Viel habe ich nicht zu ergänzen. Der Flug über Doha war lange und anstrengend, hat uns jedoch sicher über 2.000,- Euro, im Vergleich zu Condor, gespart. Unser Auto war ein Land Cruiser V8 Expedition von Savanna. Der Wagen war super und es gab an Savanna und dem Auto absolut nix zu bemängeln. Die erste Unterkunft in Windhoek, Pension Tamboti, kannten wir bereits von unserer ersten Reise und waren hiermit sehr zufrieden.
Die Einweisung in unsere Reise und ein netter Grillabend mit public viewing ,fand im Bwanapolis bei Carsten statt. Bis auf das schlechte Gespiele unserer Nationalmannschaft war es ein toller Abend.
Da bei Qatar 30kg Gepäck pro Person erlaubt sind, konnten wir einen Seesack mit Kinderkleidern, Spielsachen und kleinen Leckereien für ein Kinderheim in Katutura packen. Dort werden von "Happy Du" Kinder betreut, um die sich sonst leider keiner mehr kümmert. Toll was da von Ehrenamtlichen Mitarbeitern geleistet wird.
Auf dem Hof von Tamboti kam uns ein Geländewagen mit quieschenden und blockierenden Reifen um eine Ecke entgegen gefahren. Ich ging zum Fahrer und sagte Ihm, dass mit seinem Wagen etwas nicht stimmt. Ein kurzer Blick in das Wageninnere bestätigte meinen Verdacht und ich sagte dem Fahrer, er solle lieber die Differenzialsperren schnell ausschalten. Seine Frau meinte vorwurfsvoll vom Beifahrersitz: "Hab ich es dir nicht gesagt, dass du die Finger von den Schaltern lassen sollst!!!" :laugh:
Nicht zu fassen, was die Mietwagen manchmal so mitmachen müssen. Nach einem super Frühstück, mit Freunden die wir bereits vor zwei Jahren in Namibia kennen gelernt haben, ging es los zu unserer ersten Etappe.


Letzte Änderung: 16 Sep 2018 20:32 von Dillinger.
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22 Sep 2018 20:56 #533380
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Moritz:

Tag 3, der 24.06.2018

Am nächsten Morgen, fiel es uns allen noch recht schwer, uns aus den wärmenden Schlafsäcken und Betten zu quälen. Allerdings wurden wir schließlich doch von dem wunderbaren Frühstück, das wir noch aus dem letzten Urlaub kannten, angetrieben und saßen wenig später am Tisch. Von dem tollen Frühstück wurden wir nicht enttäuscht und als wenig später die Route besprochen war, fuhren wir endlich los.



Bereits nach wenigen Minuten konnten wir die ersten Warzenschweine und Affen bewundern.
Nun konnten wir uns alle das erste Mal entspannen und die wunderschöne Landschaft Namibias bewundern. Nach einigem Dahinkurven kamen wir am Spreedshoogte Pass (Schreibweise habe ich nachgeschaut) an. Der Blick war umwerfend und wir beschlossen, hier unsere Mittagspause zu verbringen.



Nach der Pause ging es weiter zu unserer Campsite.
Unser Stellplatz, bei Hauchabfontein Camping war ebenfalls super. Wir hatten einen Feuerplatz, ein Spülbecken und sogar eine eigene Toilette.
Nach dem die Dachzelte standen, wir unser Essen gemacht hatten und wir beim Sonnenuntergang am Feuer zusammen saßen, waren wir uns alle einig, dass wir uns unseren ersten Abend alleine in der Wildnis, genau so vorgestellt hatten.



Gruß Moritz
Letzte Änderung: 22 Sep 2018 21:09 von Dillinger.
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23 Sep 2018 21:15 #533438
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Markus:

Hallo Matthias,

ich habe Moritz auch bewundert, mit welcher Kontinuität er ohne unser weiteres Zutun, sein Tagebuch geschrieben hat. Diese Motivation und sein Spass daran, war ja auch der Grund oder die Ursache für diesen Bericht.

Hy Enilorac,

ist ja eigentlich eine Familiengeschichte von uns 4 Schmidt´s, jedoch geschrieben von Moritz und von mir ins Forum eingestellt. Freut uns sehr, wenn du uns weiter folgst.

Gruß Markus
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23 Sep 2018 21:38 #533446
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Markus:

nach unserer Abfahrt in Windhoek ist mir schnell aufgefallen, dass der Land Cruiser im Vergleich zu dem Hilux, den wir 2016 von Savanna fuhren, eine bessere Straßenlage und auch ein wesentlich angenehmeres Fahrgefühl, beim Überfahren der Wellblechstrecken hatte. Auch mit dem Gepäck und Proviant für 4 Personen und fast 4 Wochen, gab es kein Problem. Aus der Erfahrung unserer ersten Reise, hatten wir unser Gepäck in weichen Taschen und für die Schlafsäcke und Luftmatrazen waren zwei Seesäcke mit dabei. In diesen blieb Alles staubfrei und konnte schnell und einfach verpackt werden. Wir hatten unsere Schlafsäcke und selbstaufblasende Isomatten aus Deutschland mitgebracht. Hat zwar eine Menge Platz beansprucht, wußten jedoch was wir haben und ein guter, warmer und weicher Schlaf ist wichtig. Gerade zu unserer Reisezeit, in der die Nachttemperatur auch gerne mal an den Gefrierpunkt reicht.
Die Strecke von Windhoek ins Naukluftgebirge, nach Hauchabfontein über den Spreetshoogte Pass, ist lange aber super und empfehlenswert. Die etwas langweilige Strecke bis zum Pass, wird mit einer atemberaubenden Aussicht von Pass belohnt. Mir haben die sanften Farben, von silbernem Gras über leichte und sanfte Grüntöne (war nicht alles vertrocknet), golden glänzende Sandanflügen entlang der roten Sandsteinberge, bis zu den rot leuchtenden Dünen und dem blauen Himmel, magisch gut gefallen.





Diese tolle Landschaft mit Ihrem Farbspiel, kannten wir von unserer ersten Reise durch Namibia und Botswana nicht.
Letzte Änderung: 23 Sep 2018 21:46 von Dillinger.
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23 Sep 2018 22:10 #533448
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Moritz:

Tag 4, der 25.06.2018

Nach einer erholsamen Nacht, ohne besondere Vorkommnisse, saßen wir am nächsten Morgen, alle gut ausgeschlafen, am Frühstückstisch. Wir hatten alles, was man für ein gutes Frühstück, in der aufgehenden Sonne Namibias brauchte.



Da wir ja zwei Tage in Hauchabfontein verbrachten, hatten wir nach dem Frühstück etwas Zeit die Umgebung anzuschauen.









Nach einer kleinen Wanderung über das Gelände der Farm, beschlossen wir, uns nun etwas zu entspannen. Wir saßen in der Sonne und spielten ein Wenig, bis wir zu einer Führung, zu dem dort bekannten Köcherbaumwald, eingeladen wurden.



Die Bäume sahen fantastisch und etwas merkwürdig aus. Dieses Erlebnis wurde mit einem kühlen Getränk, in der untergehenden Sonne, beendet.









Zurück im Camp wurden wir beim Abwaschen, von einem ungebetenem Gast überrascht. Ein hoch giftiger Skorpion, der uns einen ordentlichen Schrecken verschaffte.



Nach dem das Feuer aus war, legten wir uns alle, voller Vorfreude auf den nächsten Tag, in unsere Zelte und schliefen schnell ein.

Gruß Moritz
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Letzte Änderung: 23 Sep 2018 22:38 von Dillinger.
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