THEMA: Ein 80ster Geburtstag - Drei Generationen auf Pad
17 Sep 2015 13:38 #399647
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Donnerstag, 27.8.2015 Damaraland – Etosha Safari Lodge

Der Wecker klingelt recht früh, wir müssen ja immer zeitig los – Ihr wisst schon: Höchstgeschwindigkeit auf Gravel 60 KMH :sick: ! Und heute fahren wir überwiegend Gravel!

Ich hole schon in der Morgendämmerung das Auto und beginne mit der Beladung. Eine Angestellte der Lodge kommt auf mich zu und fragt, ob sie die Scheiben putzen soll – sehr gerne, denn unser armer Innova ist rechlich eingestaubt – Innen und Außen! Ich nutze die frühe Stunde, um auch den Innenraum, also zumindest das Armaturenbrett mit Kleenex-Tüchern zu entstauben. Beim nächsten Mal muss ich da auch besser ausgestattet sein :whistle: !

Das Frühstück schmeckt und Kaffee gibt es heute zu dieser frühen Stunde auch noch reichlich. Ich habe gestern Abend wohlweislich schon ausgecheckt – in diesen großen Lodges kann der Ansturm morgens schon recht groß sein und darauf habe ich gar keine Lust.

Gerade als wir uns aufmachen den Speisesaal zu verlassen, werde ich von einem Mitarbeiter der Lodge angesprochen, wir hätten vergessen, den Ausflug zu den Elefanten zu bezahlen. Hä :woohoo: ? Wir hatten den Drive im Voraus bezahlt und haben sicher nichts vergessen :evil: !

Schon beim Check-Out gestern Abend wurde das ebenfalls im Voraus bezahlte und bestätigte Abendessen nochmals versucht auf die Rechnung zu setzen - Hier läuft etwas gründlich schief :angry:!

Kurzes Feedback zur Twyfelfontain Lodge: Würden sie die Fahrt zu den Wüstenelefanten nicht anbieten, hätte diese Lodge nichts, das weiterempfehlenswert wäre!

Die Zimmer sind zweckmäßig und eher dunkel und leider auch nicht wirklich sauber. Es fehlte durchgängig ein Handtuch, was trotz Reklamation während des gesamten Aufenthaltes nicht nachgebracht wurde.

An der Unflexibilität des Personals im Restaurant müsste ebenfalls mal gearbeitet werden - von der Vorschrift wird hier nicht abgewichen.

Auch die Nicht-Verfügbarkeit des bestätigten Zimmers und der Versuch bereits gezahlte Leistungen nochmals abzukassieren lassen auf ein unprofessionelles Management schließen :dry: ! Einzig Guide Carlos hat uns in der Tat überzeugt :cheer:!

Aber wir wollen uns ja im Urlaub nicht ärgern und es konnte letzten Endes alles geklärt werden, eine Entschuldigung wurde allerdings ebenfalls nicht vorgebracht!

Los geht’s also in Richtung Etosha zurück zur D2612 und dann auf die C39 nach Khorixas. Auch hier werden der Innova nebst Insassen nochmal kräftig durchgerüttelt.

In Khorixas halten wir für den obligatorischen Tankstopp! Die Wetterlage und Sicht zeigen sich unbarmherzig unverändert schlecht :angry: !

Wir finden es sehr schade, dass wir meiner Mutter nicht die wirkliche Schönheit des Damaralandes zeigen konnten, denn das Farbenspiel in gutem Licht machen die Landschaft so einzigartig! Die Landschaft und Weite Namibias haben Sie aber auch so in ihren Bann gezogen :laugh: .

Kurz nach dem Khorixas biegen wir nach ca. 15 KM rechts auf die D 2743. Was für eine schöne Strecke! Wir queren immer wieder Flussbetten und wir passieren kleinere Farmen.

An einem Farmgatter springen aus dem Nichts Kinder herbei und öffnen uns - wir bedanken uns mit Äpfeln und Apfelsinen!
Schon bald verändert sich die Landschaft und diese erinnert doch schon ein bisschen an das Canyonland im Süden:

















Begegnungen im Nirgendwo :laugh: :









Der Innova gleitet förmlich dahin - die D2743 lässt sich prima fahren! In der Ferne können wir schon den Vingerklip sehen - und das grausame Licht :sick: :










Und schon bald erreichen wir den Abzweig zur Lodge, wo wir für einen Snack eine Pause einlegen wollen. Wir erreichen das Gate und es werden NAD 10,-- pro Person für Tagesbesucher fällig.

Oben angekommen bestaunen wir die schöne Lage der Lodge und den Ausblick zur Vingerklip. Leider fehlt auch hier das Licht für vernünftige Fotos.

Die Landschaft ist in der Tat grandios und die Lodge sieht auch sehr ansprechend aus.



Aber irgendwie scheinen wir nicht so ganz willkommen. Bei der Lunchbestellung werden wir schon vorab freundlich darauf hingewiesen, dass Eile geboten ist, es würden noch viele Gäste erwartet.

Entweder ich erlaube Tagesgäste und lasse mir den „Eintritt“ bezahlen – oder ich schließe Tagesbesucher grundsätzlich aus. Aber wir wollen uns hier nicht verewigen - es liegt noch eine gute Wegstrecke vor uns und im Winter wird es zeitig dunkel. ;)

Das Lunch fällt entsprechend kurz aber gut aus und wir machen uns auf den Weg zurück auf die D2743, um dann ein kurzes Stück auf der D2351 und dann auf der D2752 bis zur C39 zu fahren.

Auch diese D-Straßen lassen den Innova weiter sanft dahingleiten und landschaftlich ist auch diese Strecke ein Genuss.









Unterwegs entdecken wir diese tote Puffotter. Sie ist leider dem Verkehr zum Opfer gefallen:





Außerdem entdecken wir wieder einmal ein hübsches Vögelchen und auch hier sind wieder Bele und/oder Konni gefragt. Danke Bele: Es ist einmännlicher Kurzzehenrötel (Short-toed Rock-Trush) :silly:



Vor Outjo biegen wir auf die C39 in Richtung Anderson Gate. Irgendwann geht ein Abzweig links zur Lodge. Die komplette Strecke zur Lodge ist gepflastert und daher sehr angenehm zu fahren. :)

Oben angekommen werden wir schon freundlich erwartet! Auch hier gibt es ein leckeres Begrüßungsgetränk und wir erhalten unseren Zimmerschlüssel. Zunächst aber genießen wir den Ausblick von dem Holzsteg in die Ebene! Wir entdecken in weiter Ferne Giraffen.

Kurz darauf beziehen wir unser Familienzimmer. Wow - das nenne ich ein geräumiges und sehr ansprechendes Zimmer :woohoo: . Insgesamt haben wir vier Betten und dennoch ausreichend Platz, uns zu bewegen.

Und erst das Bad! Das ist wortwörtlich „grandios“. Alles sieht frisch renoviert und blitzsauber aus. Hier läßt es sich gut aushalten und wir bedauern schon jetzt nur eine Nacht zu bleiben.






Das nennt man eine großzügige Duschgelegenheit:







Hübsche Deko gibt es auch – auch haben wil :lol: l:





Für Annick ein Klobild:




Und last not least der Ausblick von der Terasse und Richtung Nachbarn:






Mir fällt wieder einmal etwas siedend heiß ein :S : In Outjo gab es die letzte Gelegenheit Bargeld zu ziehen - unser Bargeld wird nie und nimmer zum Tanken und für das Permit reichen – So ein Mist :evil: !

Wir sprechen mit einem der Angestellten an der Rezeption und ein Mitarbeiter vom Management wird uns später versichern, dass mittlerweile an allen Tankstellen im Etosha mit Karte bezahlt werden kann, gleiches gilt für das Permit. Also Entwarnung :silly: ! So kommen wir gut hin und es reicht für die Trinkgelder! Hoffentlich stimmt das dann auch mal so :dry: ! Ich bin noch skeptisch :ohmy: .

Wir genießen den Sonnenuntergang (immer noch grau :sick: ):






Und entdecken noch diesen Singhabicht (welcher Singhabicht es nun ist, da sind sich die Vogelexperten etwas uneinig B) )



Noch ein bisschen Sundowner ;) :













Zum Abendessen sind die Tische auf der Terrasse sehr hübsch dekoriert und jedes Zimmer hat einen vorgegebenen Platz.







Das Abendessen wird bis auf das Dessert in Buffetform angeboten. Hier gibt es eine sehr ansprechende Auswahl und das Personal ist ausnehmend professionell und freundlich!

Das Angebot der Vorspeisenauswahl ist sehr gut, zum Hauptgang gibt es Springbock, Eland-Steak, Hühnchen mit diversen Beilagen und einen sehr leckeren Nachtisch. En Detail kann ich mich leider nicht mehr erinnern - aber alles war sehr lecker!

Auf dem Steg mit Blick in die Weite Ebene (tagsüber) und den Sternenhimmel (nachts ohne Smog und Dunst :pinch: ) genehmigen wir uns noch einen Absacker.

Ein riesiges Stachelschwein können wir direkt unterhalb der Terrasse beobachten (nein – kein Foto, es war viel zu dunkel da unten – das wird noch häufiger passieren :sick: ).

Hier gibt es übrigens wunderschöne und total verschmuste Katzen (also gemeine europäische Hauskatzen) :) !

Wie Ihr seht, heute viel Geschreibsel und wenig Fotos :blush: .

Aber das soll sich schon morgen gründlich ändern!

Dann geht es weiter durch den Etosha Nationalpark, vorbei an verschiedenen Wasserlöchern zur Onguma Aoba Lodge im Ostteil des Parks! Fortsetzung folgt!
Letzte Änderung: 20 Sep 2015 15:05 von Applegreen.
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18 Sep 2015 15:41 #399824
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Hallo Sabine,
anbei ein Tipp für die nächste Reise...
Wir haben uns dieses Jahr einfach durch Namibia treiben lassen, d.h. ich hatte wenig Reservierungen vorab getätigt. Durch einen netten Zufall landeten wir auf der Ugab Terrace Lodge in einem sehr schönen Bungalow mit einem traumhaften Blick auf den Vingerklip.
Ihn zu besteigen war aber irgendwann unser Ziel. Wir standen dann also, an einem Tag nach dem Frühstück, noch vor 9.00 Uhr am Gate zur Vingerklip Lodge. Dieses war noch verschlossen, mit dem Hinweis, es würde erst gegen 9.00 Uhr geöffnet werden, Gäste können es alleine öffnen und schließen. Das taten wir dann auch und sind zum Vingerklip gefahren. Dabei waren wir ganz alleine. Niemand hat uns beobachtet, ob wir links herum, zur Lodge oder rechts herum zum Vingerklip fuhren. Nach unserer Wanderung kamen wir erneut am Gate an und wurden von einer netten Dame in Uniform mit ihren Kindern empfangen. Sie lächelte und freute sich uns das Tor zu öffnen. Tagesgäste, die den Vingerklip besteigen wollen, sollen normalerweise 10 N$ zahlen. Die Angestellte fragte nicht woher wir kamen. Wir drückten ihr 20 N$ in die Hand und sie freute sich wieder! :woohoo:
Nun waren wir nicht in der Lodge. Es wundert mich aber, dass ihr für den Besuch 30 N$ zahlen musstet? Wir hätten auch ohne Zahlung der 20 N$ aus dem Tor fahren können.

Auf der Ugab Terrace Lodge ist jeder willkommen ohne Eintritt zu zahlen und der Blick zur Vingerklip Lodge hinüber einmalig:






Liebe Grüße
Biggi
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19 Sep 2015 14:22 #399901
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Freitag, 28.8.2015 Etosha Safari Lodge – Onguma Aoba Lodge

Auch heute haben wir recht zeitig ausgeschlafen, wollen wir doch gaanz gemütlich durch den Etosha NP mit hoffentlich vielen Fotostops cruisen :cheer: .

Außerdem muss ich noch ausreichend Zeit einplanen um im „worst case“ noch irgendwie an Geld zu kommen (das würde bedeuten vor Einchecken auf der Aoba Lodge nochmal nach Otavi!!! zu fahren :sick: !

Also ein großzügig bemessener Zeitpuffer muss heute definitiv vorhanden sein!

Das Frühstück schmeckt uns ausgezeichnet und die süßen sehr gepflegten Miezekatzen leisten uns Gesellschaft . Die Etosha Safari Lodge gefällt uns ausgesprochen gut und wir kommen sicher einmal wieder!

Der frühe Vogel fängt den Wurm – los geht es auf der der geteerten C38 Richtung Okaukuejo. Hier sind uns im Februar schon Elefanten begegnet – diesmmal treffen wir diese hübschen Zebras :




Am Gate müssen wir einen kleinen Moment warten – da wir mit Geld knapp sind und noch nicht sicher wissen, ob wir das Permit mit Karte bezahlen können rechnen wir noch ein bisschen rum, ob wir gleich alle Tage oder nur die ersten bezahlen (können).

Wir begrüßen die Dame am Gate mit einem freundlichen „Hello, how are you“! Die ernste Miene verwandelt sich direkt in ein breites Lächeln und auf meine Nachfrage versichert sie uns, dass wir das Permit mit Kreditkarte zahlen können und können rasch weiterfahren :) .

Meine Mama hat diese freundliche Begrüßungsformel nun auch zu ihrem neu erworbenen Vokabular der Englischen Sprache mit aufgenommen.

Dieses beinhaltet zwischenzeitlich: „Hello“ - „Yes“ – „No“ – „Thank you“ (das Teeäitsch klappt auch schon wirklich gut :laugh: ) –„ Appletizer“ (ihr Lieblingsgetränk) und „How are you“!


Grandios ! Es ärgert sie ziemlich, dass wir immer übersetzen müssen und sie nichts versteht :whistle: !

Jetzt aber zurück zum eigentlichen Thema:

In Okaukuejo bezahle ich das Permit mit der Kreditkarte und fahre direkt zur Tanke. Dort bestätigt mir der Tankwart, dass Kreditkarten tatsächlich akzeptiert werden. Ein schwerer Stein fällt mir vom Herzen :silly: .







Jetzt marschieren wir erst einmal zum Wasserloch. Leider waren die Waterhole Chalets alle schon ausgebucht – wir hätten gerne hier übernachtet – also nur wegen des Wasserlochs in der Nacht :silly: !

Wir wollen doch mal schauen, ob hier heute mehr los ist, als im Februar:







Meine Mum ist jetzt schon völlig aus dem Häuschen, sind für ihr Verständnis doch schon wirklich viele Tiere auf einem Haufen versammelt :




















Hier ist schon richtig was los - man merkt, dass es nicht mehr viel Wasser gibt!

Ein schöner Glanzstar (richtig?):



Bald brechen wir auf, im Etosha NP warten ja (hoffentlich) noch ganz viele Tiere auf uns :dry: .

Wir machen uns zielstrebig auf Richtung Gemsbokvlakte. Ich habe die ganze Zeit die Zeilen von bwanafan im Kopf:
bwanafan schrieb:
Tiiiere! – Wo?
Die ganze Etoshapfanne scheint unter einem dichten grauen Nebel zu liegen. So dicht, dass man meinen konnte, dass alsbald ein Gewitter über uns hereinbricht. Staub in Hülle und Fülle. Dies konnte man von Tieren nicht behaupten. Die gesamte Region ist furztrocken und die Tiere sind, wenn überhaupt, nur an den Wasserstellen auszumachen. Erst am späten Nachmittag wurden wir mehr oder weniger „fündig“ und für unsere stundenlange Pirschfahrt belohnt..
Oke, ich weiss dass man nicht zwingend Vergleiche anstellen sollte, aber wenn man Botswana mit seinem unermesslichen Tierreichtum intensiv erleben durfte, dann ist das hier sehr ernüchternd. Auch wenn häufig der Besuch des Etosha NP als das Highlight einer Namibiareise bezeichnet wird, kann ich persönlich diese Aussage (jedenfalls zu diesem Zeitpunkt) nicht teilen.

Hoffentlich müssen wir das nicht erleben, wo doch meine Mutter zum ersten Mal in ihrem Leben in Afrika ist :woohoo: !

Die ersten KM sehen wir NICHTS GAR NICHTS! Nicht mal Zebras oder Kudus – EINFACH GAR NICHTS :sick: ! Aber klar, die Tiere sind bei der Trockenheit ALLE an den Wasserlöchern und davon sind wir noch ein Stückchen entfernt:

Wir sehen bald vor uns ein Auto am Straßenrand und und die Insassen schauen gebannt durch ihre Ferngläser in die Büsche.

Habe ich Euch übrigens schon erzählt, dass mein Sohn Nico Adleraugen hat und im Laufe des Jahres durch seine zahlreichen Reisen durch das südliche Afrika zu einem „Mini-Guide“ geworden ist?! :laugh:

Ich hätte sie niemals gesehen und frage mich, was die Leute da vor uns wohl beobachten - seht Ihr sie?:





Yes! Unsere ersten Löwen! :woohoo: Wir sind ganz aus dem Häuschen und freuen uns für die Oma und ich mich für mich – im Februar gab’s nämlich in ganz Namibia keine Löwen – zumindest nicht für mich! Sie sind zwar weeiit weg (sieht man an den Fotos) und bewegen sich kaum, aber es sind wirklich LÖWEN! :woohoo:







Wir sind wirklich glücklich und beobachten die Löwen eine ganze Weile – es könnten ja die Einzigen bleiben! :)

Wir fahren nun weiter Richtung Gemsbokvlakte. Uns kommt ein Auto entgegen, der Fahrer zeigt uns an, dass wir anhalten sollen – sie berichten, dass bei Gembsbokvlakte gerade ein Nashorn ist!

Uiiiii :woohoo: – wir finden es sehr nett, dass andere ihr Sichtungsglück mit uns teilen und wir erzählen ihnen von den Löwen. Sie fragen, wie weit von der Straße – hm? Wie erklärt man das jetzt am besten? So fünf Büsche entfernt?! :blink:

Jetzt aber nix wie los zum Wasserloch, bevor das Nashorn wieder entschwindet :sick: . Nashörner sind blitzschnell wieder verschwunden, wie ich im Februar ja leidvoll erfahren musste – da war das einzige Nashorn, das unsere Wege gekreuzt hat für mich zumindest nicht mehr zu sehen! :sick:

Wir erreichen Gemsbokvlakte und dort steppt der Bär ;) – also an Autos :P ! Das Nashorn ist glücklicherweise noch da und scheint auch total relaxt:







Mensch, haben wir ein Glück! Die Sichtungsfeen von Bebbl und Daxiang leisten echt gute Arbeit :silly: .

Elis und Strauße sind auch da:








Bei diesem Vogel sind wieder die Experten gefragt - es könnte auch ein Glanzstar sein?:




Meine Mutter ist völlig fasziniert und hegt Bedenken, was wohl passiert, wenn das Nashorn uns zu Nahe kommt! Die Frage ist ja nun nicht ganz unberechtigt und so wirklich befriedigend können wir sie auch nicht beantworten :blush: .

Überglücklich fahren wir weiter in Richtung Olifantsbad. Dieses Wasserloch war im Februar gut besucht . Hier war aber leider gar nichts los.

So, und jetzt komme ich irgendwie mit der Chronologie der Fotos und meinen Tagebuchaufzeichnungen nicht mehr zurecht, obwohl ich die Aufnahmedaten der Bilder gecheckt habe :sick: .

Also bitte verzeiht und korrigiert gerne, wenn ich mit den Namen der Wasserlöcher falsch liege!
(Ein Rätsel nicht in der Rätselecke sondern im Reisebericht ;) ).

Vermutlich also Aus bietet eine Menge Elis und vor allem auch größere Gruppen.

Mein Adleraugenkind starrt irgendwie noch in eine andere, weitere Richtung als in die der Elis und zückt das Fernglas :blink: .

Die nachfolgende Unterhaltung hat in ähnlicher Form häufiger stattgefunden ;) :

Ich: „Was siehst Du?“
Nico: „Bin mir nicht sicher“ – „Warte“
Lange Pause!
Nico: „Warte“
Pause
Nico: „Löwen!“
Ich (aufgeregt): „Wo?“
Nico: „13 Uhr an der Mauer!“
Oma und ich im Chor (noch aufgeregter): „Ich seh‘ nix?“

Seht selbst, es SIND Löwen! Und diesmal bewegen sie sich sogar - nur die Sehkraft der älteren Ladies ist halt nicht mehr die Beste und die Äuglein brauchen eine Weile das Objekt der Begierde dann auch tatsächlich zu sehen :blink: !










Ich (erleichtert): „Ah ja – ich seh‘ sie!“
Nico und ich im Chor: „Oma – siehst Du sie?“
Oma (verzweifelt): „Nein – ich sehe sie nicht – wo denn?“
Nico (mit dem Finger zeigend): „Oma – folge meinem Zeigefinger und da sind sie auf 13 Uhr unterhalb der Mauer“
Oma (nach einer ganzen Weile): „Ah ja – JETZT !“









Manchmal wissen wir nicht wirklich, ob sie die Tiere tatsächlich in diesem Moment erkannt hat, aber irgendwann dann sicher schon B) !

Aber die Löwen sind auch wirklich weiter weg und man musste schon genau hinsehen.

Ein paar Elefanten tummeln sich hier ebenfalls:






Zum zweiten Mal Löwen! Wir können unser Glück gar nicht fassen :woohoo: !

Irgendwann machen wir uns auf dem Weg und es begegnen uns ein einsamer Bulle und ein Schakal:







Die nächsten Fotos müssten eigentlich von Rietfontein sein. Hier ist die Hölle los - Autos ohne Ende :woohoo: ! Dicht an dicht und um den besten Platz kämpfend direkt vor badenden Elis. Wir haben erst einmal keine Chance auf einen Platz in Eli-Nähe :sick: .

Wir machen aus der Not eine Tugend und parken etwas an der Seite - von hier aus hat man leider keinen direkten Blick auf die badenden Elis.

Adlerauge starrt schon wieder konzentriert in eine Richtung in der ich rein gar nichts entdecken kann. Die oben erwähnte Unterhaltung startet mit kleinen Änderungen von Neuem :) .

Nico lacht sich fast schlapp - was sich am Rande des Wasserlochs abspielt scheint niemand außer ihm zu bemerken, da die Elefanten im Fokus stehen. Seht selbst:














Einer der jungen Löwen scheint für einen kurzen Moment sogar einen Angriff auf irgendetwas zu starten, überlegt es sich dann aber anders:













Nachdem wir uns an den Löwen satt gesehen haben und eine Parklücke vor dem mittlerweile nur noch einem badenden Elefanten frei wird, wechseln wir die Parkposition.




Der Rest der Gruppe nimmt schon einmal ein Bad im Staub:






Wir befinden uns nun endgültig im Sichtungsglücksmodus! Meine Mutter ist völlig überwältigt – so schön, hätte sie es sich nicht träumen lassen! :laugh:

Wir wollen nun weiter am Pfannenrand in Richtung Etosha Lookout.

Was Sichtungen betrifft sind wir für heute schon super zufrieden und der Ausblick in die Etosha-Pfanne hat auch einen besonderen Reiz.

Unterwegs begegnen uns immer wieder vereinzelte Tiere:





Diesen haben wir als Sekretär identifiziert:



Als wir uns der Pfanne nähern, glaube ich einen Knick in der Optik zu haben oder eine Fatamorgana zu sehen :blink: . Irgenwie schimmert die Pfanne grün und nicht strahlend weiß! Vielleicht ist ja aber auch das komische Licht schuld! Aber in der Tat, die Pfanne ist GRÜN!





Wir vermuten und es wird uns später bestätigt, dass Algen die Ursache für die seltsame Färbung sind.

Also schon wieder zeigt sich Namibia untypisch - weiß und mit strahlend blauem Himmel ist der Blick in Pfanne natürlich spektakulär – heute eher nicht wirklich.

Wir suchen übrigens immer, wo vorhanden, die Parkmöglichkeiten mit Toiletten auf. Aus Angst, dass wir in Not kommen könnten, haben ein paar Einwegtoiletten mitgenommen – haben sie aber nirgends gebraucht. B)

Unterwegs treffen wir noch

Ein Red Hartebeest:



Einen Strauß:




Diese beiden weißen Eminenzen:








Und da entschwinden sie:




Da jetzt schon wirklich viel Zeit vergangen ist, beschließe ich auf der Hauptstrecke durch den Park zu bleiben. Wir passieren noch einige Wasserlöcher, wo aber nichts los ist. Nico möchte noch unbedingt zu Kalkheuwel, da er dort beim letzten Mal sehr viele Tiere gesehen hat.

Hier ist auch tatsächlich nochmal richtig was los und wir bekommen sogar die Eland-Antilopen zu sehen:


















Bald erreichen wir Namutoni, ein letzter Pipi-Halt und weiter auf der Teerstraße zum Lindequist Gate. Dort findet die Desinfektion und Fahrzeugkontrolle wegen der Maul- und Klauenseuche statt. Es staut sich ein wenig – die Reifen werden desinfiziert und alle Insassen müssen über mit Desinfektionsmittel getränkte Decken laufen.

Direkt links biegen wir ab zum Gate des Onguma Game Reserve. Der Gatekeeper öffnet und jetzt freue ich mich schon sehr, Nelson und Sarah wiederzusehen und bin gespannt, was Nico und meine Mutter zu Aoba sagen werden. Diese Lodge gehört zu meinen mir bislang bekannten Favoriten und es war mir sehr wichtig, dort den Geburtstag meiner Mutter zu verbringen.

Die Fahrt vom Gate bis zur Lodge dauert ca. 20 Minuten und auch hier sollte man immer die Augen offen halten. Wir wir später erfahren werden, haben 2 Elefantenbullen erst kürzlich den Zaun überwunden und es sich auf dem Gelände des Reserves gemütlich gemacht. Auch sonst kann man mit Glück auf der Fahrt allerlei Tieren begegnen. Wir allerdings heute nicht.

Wir erreichen den Parkplatz der Lodge! Ich sehe schon Albertina auf uns zulaufen und es ist eine wirklich große Freude :) . Sie erkennt mich sofort wieder und begrüßt uns aufs allerherzlichste!

Ich frage nach Nelson und Sarah und was muss ich erfahren? Nelson uns Sarah sind seit zwei Wochen nicht mehr da – sie sind wohl in Windhuk und arbeiten nicht mehr auf Aoba! :woohoo:

Das ist ein kleiner Schock, den ich erst einmal verdauen muss! Mit Freude erfahre ich aber, dass auch Otilie nach wie vor für die Lodge arbeitet.

Wir genießen erst einmal den Begrüßungstrunk und Nico und Oma sind ganz begeistert von der Lage der Lodge mitten im Busch.

Hier ist heute recht viel los, die Lodge ist ausgebucht und es sind sogar Kinder da. Das war mir neu und Albertina erklärt, dass man zwischenzeitlich dazu übergegangen ist, Familien mit Kindern den Aufenthalt auf der Lodge zu ermöglichen, wenn die Zimmer ansonsten leer stehen würden. Allerdings müssen die Eltern die Kinder immer im Auge behalten, denn die Lodge liegt ja ohne Umzäunung mitten im Busch.

Nun beziehen wir unsere Heritage Bungalows. Jetzt sind Nico und meine Mutter völlig aus dem Häuschen! Einige Kudus und Springböckchen stehen direkt zwischen den Bungalows und lassen sich von uns gar nicht beeindrucken (leider kein Foto, die Kamera war im Auto).
Und die Bungalows sind ja nun auch super schön und speziell!






Wir richten uns häuslich ein, schließlich bleiben wir für die nächsten drei Nächte auf dieser Lodge und genießen die Ruhe und Stille im Busch.

Sehr hungrig begeben wir uns später auf einen Gin-Tonic in Richtung Hauptgebäude. Der Fußweg mitten durch den Busch bei Dunkelheit macht meiner Mutter keine Angst. Wir sind ausgerüstet mit Stirn- und Taschenlampen und weisen Sie an, immer hinzuschauen, wo sie hintritt.



Ist das nicht herrlich?





Da die Lodge voll ist, bekommen wir einen kleinen Tisch etwas abseits am Pool. Heute Abend genießen wir keinen Sternenhimmel, dafür aber die köstlichen Kreationen aus Otilies Küche in der so besonderen Atmosphäre der Lodge.

Während des Essens können wir das Treiben am kleinen beleuchteten Wasserloch der Lodge beobachten. Immer wieder wechseln sich Kudus, Springböckchen und Damara dik-diks ab.

Urplötzlich springt Nico auf und wirft dabei fast seinen Stuhl um :woohoo: :woohoo:.

Er ist wirklich panisch! :woohoo: Sind doch tatsächlich zwei Honigdachse zwischen seinen Füßen unter unserem Tisch durch Richtung Wasserloch geflitzt :woohoo: . Das ist nicht ganz ungefährlich – sind Honigdachse doch recht aggressiv, fühlen sie sich bedrängt.

Nachdem der erste Schock verdaut war, versucht Nico die beiden Kameraden zu fotografieren - leider gelingt es in der Dunkelheit nicht. Die beiden besuchen wohl häufiger die Lodge :silly: .

Das Menu des heutigen Abends:

Curry-Frühlingsröllchen
Hähnchenbrust gefüllt mit Feta und Spinat, dazu Sqash , Reis und Rotkohl
Tiramisu



Alles natürlich „homemade“! :)

Mit Otilie halten wir noch ein kurzes Schwätzchen und sie freut sich sehr über unser Lob!
Zurück in unserem Bungalow, sind die Betten schon aufgedeckt, das Moskitonetz schon ausgebreitet, ein Teelichtlein sorgt im Badezimmer für romantische Stimmung und die Bush-Minibar ist aufgefüllt.



Wir fallen müde in unsere tollen Betten - lauschen den manchmal recht unheimlichen Geräuschen im Busch und träumen bald süß von Löwen und Nashörnern! :lol:

Fortsetzung folgt! Morgen ist der 80. Geburtstag meiner Mutter, wir beginnen den Tag sehr früh mit einem Interpretive Bush Walk und am Nachmittag geht es auf zu einer Pirschfahrt im östlichen Teil der Etosha!
Letzte Änderung: 19 Sep 2015 22:59 von Applegreen.
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21 Sep 2015 17:39 #400121
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Samstag, 29.8.2015 Geburtstag! Onguma Aoba Lodge

Heute ist der große Tag! Anni wird 80 Jahre alt :) !

Und der Tag beginnt schon sehr früh - um 6.30 Uhr werden wir zum Interpretive Bush Walk abgeholt.

Schon um 6.00 Uhr stoßen wir mit einer Tasse Kaffee an und genießen den Sonnenaufgang vor unserem Bungalow im Dickicht des Buschs umgeben von einzelnen Kudus:






Das „richtige“ Frühstück heben wir uns für nach dem Bushwalk auf :silly: .

Nico ist noch nicht ganz startklar, kommt ein Angestellter der Lodge im Laufschritt auf uns zu. Ich frage mich schon, ob er wohl eine besondere Überraschung für uns hat – man kann ja nicht wissen :side: !

Nein - es ist eher das Gegenteil :sick: : Er entschuldigt sich tausend Mal und teilt uns mit, dass der Guide schon ungeduldig auf uns wartet, es müssen nämlich noch Gäste von anderen Onguma Camps abeholt werden. Man hat leider vergessen, uns die frühere Abholzeit mitzuteilen:woohoo:

Nun aber schnell zum Treffpunkt! Hier wartet schon ein leicht mürrischer und angespannter Guide, der auch erst einmal gar keine Zeit verschwendet.

Na, das fängt ja nun nicht soo wirklich toll an :evil:

David fährt in einem sehr zügigen Tempo Richtung Onguma The Fort, dort wartet schon ein englisches Ehepaar.

Sie begrüßen uns freundlich und er erzählt uns sofort, dass er heute morgen beim Öffnen der Balkontür direkt in das Gesicht eines Leoparden geschaut hat :woohoo: !

Ob wir ihn um dieses Erlebnis jetzt beneiden sollen?! Ich bin mir nicht sicher?! :blink:

Auch David, der zwischenzeitlich etwas freundlicher gestimmt ist, findet diesen Bericht eher bedenklich und meldet den Vorfall direkt über Funk.

Plötzlich stoppt David das Auto (obwohl er es ziemlich eilig hat – wir müssen nämlich noch weitere Gäste abholen) und schaut wortlos durch sein Fernglas in die Ferne :dry: .
Mein Sohnemann - seines Zeichens Adlerauge - Ihr erinnert Euch - tut es ihm gleich.
Nach einer Weile flüstern beide fast zeitgleich: Lepard! :woohoo:

Es beginnt wieder die am Vortag beschriebene Unterhaltung ;)

Aber bald können ihn ALLE dann auch sehen:





Ein Leopard wie bestellt zum Geburtstag läuft uns quasi direkt vor die Nase! Wir sind mehr als begeistert!





David wartet freundlicherweise auch so lange, bis der Leo gemütlich im Gebüsch verschwindet:







Weiter geht es im Eiltempo Richtung Onguma Bush Camp. Dort erwarten uns schon Mutter und Tochter, ebenfalls Engländer.

Nun fahren wir wieder ein Stückchen, wie bis an der Stelle ankommen, an der es von jetzt an zu Fuß weitergeht. Wir befinden uns schon in Sichtweite zur Fishers Pan.



David macht uns zunächst mit den Sicherheitsregeln vertraut. Er erklärt, dass wir konsequent in einer Reihe hinter ihm laufen sollen und den vorgegebenen Weg nicht verlassen dürfen. Weiterhin erklärt er einige Zeichen, die im Falle einer gefährlicheren Begegnung wichtig sein könnten.

Darf ich Euch ebenfalls vorstellen - David:



Nun geht es los im Gänsemarsch und wir sehen schon sehr bald die ersten Springbockherden in weiter Ferne:





Außerdem ein Zebra und Giraffen:





David erklärt uns die Spuren und Exkremente der Tiere am Boden, erläutert sehr viel zu Fauna und Flora. Teilweise blühen einige Büsche:



An einem Termitenhügel verbringen wir längere Zeit, David erkärt sehr ausführlich den Lebensraum und die Lebensweise der Termitenvölker. Wir lauschen alle gespannt und ich übersetze für meine Mutter.

Immer wieder können wir weiter entfernt einige Tiere sehen:



Wir entdecken sogar einen Schädel (nein wir wollen ihn nicht mit als Andenken nehmen :whistle: ):



Einige Schakale schleichen um uns herum:





Wir müssen zwischenzeitlich häufiger eine Pause machen. Nein, nicht wegen dem Geburtstagskind!

Eine der Engländerinnen (die Mutter) ist mit schicken Ballerinaschläppchen :woohoo: unterwegs und es verirrt sich hin und wieder der ein oder andere Dorn in den Schuh! Jeder wie er es gerne mag - wir mussten schon manchmal schmunzeln :P !

Wie im Flug ist der Spaziergang vorbei. Nacheinander werden wir zu unseren jeweiligen Lodges zurückgebracht.

Zurück auf der Aoba Lodge scheinen alle Gäste abgereist und ein einsamer gedeckter Frühstückstisch erwartet uns bereits. Wir freuen uns jetzt aber auf ein schönes ausgiebiges Frühstück.

Plötzlich ertönen helle Stimmchen aus Richtung der Küche - „Happy Birthday“ wird angestimmt. Was für eine nette Überraschung! Alle Angestellten und das neue Managerehepaar der der Lodge singen für meine Mutter ein Geburtstagsständchen.

Allen Voran Ottilie, die einen Geburtstagskuchen gebacken hat. Meine Mum ist völlig sprachlos und ich kann sogar ein paar Tränchen entdecken :ohmy: .




Es folgt ein weiteres Geburtstagslied, diesmal ein Lied der San, während meine Mutter den Kuchen anschneidet. Eine wirklich gelungene Überraschung!




Wir nehmen jeder ein Stück des leckeren Kuchens und schenken den Rest der Belegschaft – wie sollten wir denn den ganzen Kuchen alleine aufessen :huh: ?

Nach einem ausgiebigen Frühstück relaxen wir erst einmal am Pool und genießen das schöne Ambiente der Lodge:







Ich beobachte ein Warzenschwein, dass zum Wasserloch kommt:








Heute darf meine Mutter den Tagesablauf bestimmen und sie möchte gerne nochmal Richtung Etosha NP aufbrechen. So gegen 14.00 Uhr machen wir uns dann auf den Weg.

Kleintje hatte uns den Dikdik-Drive ans Herz gelegt. Dort wollen wir heute hin, da dieser Ausflug auch nur eine kurze Fahrt bedeutet.

Wir steuern zielstrebig Klein Namutoni an. Dort sind viele Autos, da eine Elefantenfamilie wohl gerade dort war. Als wir oben ankommen sehen wir noch Giraffen und Kudus.



Nach einer Weile wollen wir dann weiter zum Dikdik Drive. Noch auf der Pad direkt hinter dem Wasserlochs flitzt urplötzlich eine Tüpfelhyäne mit Beute im Maul über die Pad :woohoo: – sie ist leider so schnell, dass nur ein unscharfes Foto gelingt:



Schon gleich darauf sehen wir vor uns einen Stau! Stau im Etosha NP :woohoo: ! Die ersten Fahrzeuge wenden und kommen uns wieder entgegen. Bald sehen wir, was der Grund dafür ist:



Vor uns trottet eine Elefantenfamilie gemütlich mitten auf der Pad. Sie kommen wohl vom Wasserloch und wollen nun zurück in den Busch.

Was nun :dry: ? Guter Rat ist teuer! Alle anderen Autos wenden und fahren wieder zurück. Ich beschließe mutig in deutlichem und gebührendem Abstand zu warten! So ganz geheuer ist mir die Situation nicht - mal sehen, wohin die Elefanten wandern :huh: .




Irgendwann biegen sie schon weit entfernt links in den Busch. Ich warte noch eine ganze Weile, denn wir können das Gelände nicht einsehen und wissen also nicht, ob die Elefanten eventuell noch sehr nah an der Pad im Busch stehen :whistle: .

Langsam taste ich mich vor – ich fahre im 2. Gang ohne Gas. Plötzlich entdecken wir sie links noch recht nah. Ich gebe leicht Gas und beeile mich, die Stelle schnell zu passieren :woohoo: . Ein mulmiges Gefühl hatten wir alle schon, aber nun konnten wir den Weg zum Dikdik-Drive fortsetzen.

Der Dikdik-Drive ist ziemlich zugebuscht und wir fahren wieder sehr langsam die Runde, immer die Augen links und rechts. Wir entdecken ein paar Impalas :



Nun fahren nochmal Richtung Chudop – auf dem Weg begegnen wir einer Riesentrappe:



Am Wasserloch selbst herrscht gähnende Leere.

Auf dem Weg zurück zum Gate , wir sind schon auf der Teerpad , freuen wir uns über die Elefanten und vor allem über die Hyäne! Einige Autos überholen uns mit ca. 100 KMH.

Plötzlich vernehme ich neben mir ein energisches: „Stop! Sofort! Rückwärts! Rückwärts!“

Ein kurzer Blick in den Rückspiegel - Bremsen und Warnblinker!

Ich: „Was hast Du gesehen?“

Nico: „Zurück! Weiter!“

Und was soll ich sagen, seht selbst, was Nico direkt links neben uns aus dem Augenwinkel zum Anfassen nah entdeckt hat :woohoo: :



Ein weiteres Auto zieht im rasenden Tempo an uns vorbei. Die haben den Leo sicher nicht gesehen :blink:

Da liegt sie – eine Schönheit und zeigt sich relativ unbeeindruckt!







Irgendwann findet sie es wohl ziemlich doof, dass wir sie ständig beobachten und läuft direkt vor unserem Auto in aller Seelenruhe über die Straße, um dann im Busch zu verschwinden:





Was soll man zu diesem Tag noch sagen – wir sind der einhelligen Meinung, dass man einen 80. Geburtstag gar nicht besser hätte feiern können!

Auf dem Weg zur Lodge begegnet uns noch ein Zebra:



Und dieses niedliche Damara dik-dik:






Zurück auf der Lodge machen wir uns frisch für das Abendessen und genießen dann das Abendessen in diesem wundervollen Ambiente:




Heute Abend hat Otilie wieder wunderbar gekocht. Es gibt Crustinos mit Tomate und Tzaziki, als Hauptgang geniesen wir Kudufilet mit Rosmarinkartoffeln und Gemüse. Zum Dessert gibt es eine leckere Schokotarte:



Dazu zur Feier des Tages einen Delheim Cabernet. Während des Essens besuchen immer wieder Kudus das beleuchtete Wasserloch.

Wir fallen glücklich und zufrieden todmüde in unsere Betten! Was für ein toller Geburtstag!

Fortsetzung folgt! Morgen fahren wir um die Fischer's Pan bis Tsumcor und am späten Nachmittag starten wir zu einem Sundowner Drive auf dem Gelände von Onguma!
Letzte Änderung: 21 Sep 2015 17:59 von Applegreen.
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28 Sep 2015 15:57 #400720
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Sonntag, 30.8.2015 Onguma Aoba Lodge

Diesen Sonntag lassen wir ganz gemütlich an. Für unsere Verhältnisse schlafen wir erst einmal aus und frühstücken gemütlich auf der Terrasse.

In der Etosha ist es übrigens angenehm warm – im Vergleich zu den sehr kalten Tagen im Damaraland. Aber leider hat sich an der Färbung des Himmels bis jetzt immer noch nicht wirklich viel geändert.

Die Pads im Etosha sind überwiegend gut bis sehr gut zu fahren – bis auf einzelne kleinere Abschnitte mit tiefen Schlaglöchern ;-)

Nach dem Frühstück machen wir uns auf in Richtung Fischer’s Pan. Eigentlich wollte ich die Runde um die Pan auslassen und direkt bis Stinkwater hochfahren fahren, nehme aber wieder einmal den falschen Abzweig und bis wir es merken ist es schon egal :blush: (nein, dieses Mal ist nicht Tante Navi schuld – die hat im Etosha frei ;) ).

Schon bald begegnen wir dieser Giraffe, die in der Tat Modelqualitäten hat:






Wie auch im Februar begegnen uns in dieser Ecke immer wieder einzelne Elefanten:





Diese (vermutlich :dry: ) Singhabichte bekommen wir leider nur von Hinten aufs Bild:



Vereinzelt treffen wir auf Gnus und Oryx:




Dieses arme Zebra hat ein riesiges Geschwür an der Brust – das sieht gar nicht gut aus :dry: :



Bei Tsumcor ist nichts los und da wir zur Mittagszeit wieder auf der Lodge sein wollen, um noch ein wenig zu relaxen, kehren wir ab hier wieder um. Bis Andoni ist es noch ein Stückchen zu fahren und ob bei der Trockenheit überhaupt Flamingos zu sehen wären ist mehr als fraglich.

Auf der Pad kommt uns diese Giraffe in einer Seelenruhe und völlig relaxt entgegen. Sie denkt auch gar nicht daran, von der Idealspur abzuweichen und wir halten an, bis sie an uns vorbei gezogen ist:




Bei Klein- und Groot Okevi ist wieder ein bisschen was los:







Ein Eli hat besonderen Hautpflegebedarf ;) :










Auch diesen hübschen Toko beobachten wir eine ganze Weile:





Bei Fort Namutoni entdecken wir einen einsamen Eli mitten im Schilf:



Und weil es gestern so schön war, fahren wir nochmal Klein Namutoni an ;) :










Auf dem Gelände von Onguma begegnen uns auf dem Rückweg wieder Zebras:



Die Mittagszeit verbringen wir entspannt am Pool. Während wir auf den Liegen dösen, kommen kleine Squirrels ganz nah und lassen sich sogar füttern – total niedlich (leider hatte ich keine Kamera zur Hand) und am Wasserloch wechseln sich Kudus ab.

Um 16.30 Uhr treffen wir uns mit Alfred zum Sundowner Drive.

Recht schnell begegnen uns Gnus, Springböckchen und eine Elandfamilie mit Nachwuchs:







Auch diesen kleinen hübschen Bee - Eater:



So langsam geht die Sonne unter und Alfred fährt in Richtung des Sundownerplatzes, die Sonne zeigt sich heute zum ersten Mal auf dieser Reise von einer schönen Seite :) :






Wir biegen gerade um einen Busch und was sehen wir?




Ein trächtiges Cheetah-Weibchen! Ist sie nicht wunderschön?

Zwei Schakale leisten ihr Gesellschaft:







Alfred disponiert kurzfristig um, und wir nehmen unseren Sundowner und die leckeren Snacks im Auto zu uns – wir wollen die Cheetah-Dame ja so lange wie möglich beobachten.








Plötzlich hören wir ein sehr lautes, fast kreischendes Geräusch :woohoo: .
Eine Gruppe von Perlhühnern nähert sich. Und es ist kaum zu glauben, die Katze verzieht sich völlig entnervt und sucht in großem Abstand ein neues Liegeplätzchen:








Wir dachten zunächst, dass wir sicher Zeugen eines Perlhuhn-Massakers werden :woohoo: - sind die Hühner doch todesmutig der Cheetah-Dame direkt vor die Pfoten gewatschelt. Das Gegenteil ist der Fall, die Hühner verscheuchen uns die Gepardin :evil: .










So gerne wir noch länger geblieben wären - es wird mittlerweile schon ziemlich dunkel, so dass man ohnehin nicht mehr viel sieht und Alfred fährt uns zurück zur Lodge.

Dort wartet schon das Lagerfeuer auf uns – wir genehmigen uns erst einmal einen Gin-Tonic.
Beim Abendessen übertrifft sich Otillie wieder einmal selbst – das Menu des heutigen Abends:

Spinatravioli
Oryxsteak mit Kartoffeln, Blumenkohl und Rote Beete
Milktarte zum Dessert

Otillie ist wie ich finde nicht nur eine exzellente Köchin sondern darüber hinaus eine ausgezeichnete Pâtissière! Sie erzählt uns, dass sie im Frühjahr in Deutschland auf einer Kochschule war und freut sich wie eine kleines Kind über unser Lob!

Während des Essens haben wir wieder Besucher am Wasserloch. Es kommen sogar Zebras vorbei:



Und wieder haben wir einen wunderschönen Tag erlebt. Morgen früh müssen wir leider dieses kleine Paradies verlassen.

Fortsetzung folgt! Morgen geht es auf unspektakulärer Fahrt direkt in Richtung Frans Indongo Lodge! Am späten Nachmittag nehmen wir an der Farmrundfahrt teil.
Letzte Änderung: 28 Sep 2015 16:20 von Applegreen.
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02 Okt 2015 15:41 #401198
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Montag, 31.8.2015 Onguma Aoba Lodge – Frans Indongo Lodge

Der Tag beginnt wieder einmal früh. Ein letztes Mal die Stille im Busch genießen.



Dann geht es an die Arbeit :sick:

Ich versuche vor dem Beladen des Autos irgendwie den Staub der letzten Tage aus dem Wagen zu bekommen, so dass ich die wichtigsten Anzeigen wieder erkennen kann. Das ist fast unmöglich! :sick:

Fix und fertig beladen fahren wir mit dem Auto zum Haupthaus und genießen zum letzten Mal auf dieser Reise unser Frühstück mitten im Busch:



Noch ein Abschiedsfoto vom Inneren des Haupthauses: - die gemütliche Leseecke:



Wir verabschieden uns von allen Mitarbeitern ganz herzlich – kurz vor der Abfahrt fällt mir noch auf, dass uns die Wäsche gar nicht in Rechnung gestellt wurde - dafür hat mein Bargeld noch gereicht B).

Der neue Manager und seine Frau verabschieden sich ebenfalls – nette junge Leute – wir wünschen Ihnen einen guten Start auf Aoba und hoffen auf ein Wiedersehen (leider sind mir die Namen der beiden entfallen :S )!

Der Manager berichtet uns, dass vor ca. ½ Stunde auf dem Weg zum Gate am Zaun zur Etosha ein Nashorn gesichtet wurde – mal sehen, ob wir ihm auch noch begegnen.

Leider läuft es uns nicht über den Weg, dafür dieser mutmaßliche Singhabicht (die genauere Bestimmung überlasse ich wieder dem Expertenteam ;) ) – die Vögel begegnen uns irgendwie überall ):



Nun geht es auf der Teerstraße über die C38 auf die B1 bis Tsumeb. An der Tankstelle in Tsumeb ist die Hölle los, man könnte meinen, es gäbe etwas umsonst :woohoo: .

Aber es hilft alles nichts – wir brauchen DRINGEND Bargeld. Nach einer endlosen Warterei am Geldautomaten fahren wir die B1 weiter Richtung Otavi. Unser Sprit reicht noch locker – deshalb tanke ich hier nicht!

Alle Überlegungen über Gravelroads zu fahren, haben wir kurzfristig gecancelt. Wir wollen lieber entspannt und früh auf Frans Indongo ankommen. Zumal auch einige von Euch abgeraten haben „hintenrum“ zu fahren. Frans Indongo hatte ich ohnehin speziell zum Erholen und Relaxen ausgesucht .

In Otavi fahren wir an die große Tankstelle direkt an der B1 – der Tankwart teilt uns lapidar mit: „We are out of fuel!“ – Wie jetzt :woohoo: ? So eine große neue Tankstelle und kein Benzin mehr :woohoo: ? Jetzt wissen wir auch, warum in Tsumeb an der Tankstelle so viel los war :sick: .

Aber der Tankwart gibt uns den Tipp, es direkt Mitten im Ort nochmal zu versuchen, dort gibt es noch eine minikleine Tankstelle.

Wir haben Glück :lol: – an der Minitanke gibt es noch Benzin und bald geht es weiter zurück auf die B1.

Ein kurzes Stück später halten wir nochmal an einem Markt an - mein Kind hat plötzlich Durst auf Cola :P Hier beobachten wir das geschäftige Treiben:



Bei Okaputo biegen wir nun auf die D2804 – ein letztes Stück D-Straße wollen wir dann doch nicht auslassen:

Die Straße ist prima zu fahren, wenn auch zwischendurch immer wieder ein paar ziemlich sandige Abschnitte kommen, die der Innova jedoch glänzend meistert.



Hier gilt die Devise, nicht langsamer werden, ein Gang runter und zügig gerne mit etwas höherer Drehzahl einfach geradeaus weiter :silly: Und das Lenkrad gut festhalten :whistle: !

Es folgt noch ein kleines Stück auf der D2433 und schon bald erblicken wir die Dächer der Frans Indongo Lodge.

Der Empfang hier ist wie auch im Frühjahr super freundlich und wir werden sofort darauf angesprochen, dass wir doch grade erst schon mal hier waren - also ich zumindest :cheer: .

Wir bekommen ein sehr leckeren Begrüßungstrunk und verweilen erst einmal auf der schönen Veranda. Meiner Mutter gefällt es hier auf Anhieb sehr gut.



Wir beschließen, schon gleich heute Nachmittag am Farmdrive teilzunehmen, da es noch recht früh am Tag ist und wir noch so viel Zeit haben.

Wir haben das gerade frisch renovierte Familienzimmer gebucht – dieses war im Februar noch „under construction“. Wir finden es toll:









Das Bettchen für's Kind B) :



Aber das allerbeste kommt ja noch! Wir staunen nicht schlecht :woohoo: :



Netter kann man wiederkehrende Kunden ja gar nicht begrüßen!

Die verbleibende Zeit bis zum Farmdrive genießen wir auf unserer Veranda bei Kaffee und Kuchen.

Um 15.30 Uhr steht der Mercedes bereit und das Auto wird picke-packe voll!




Unser Guide heißt „Stoffel“ (was sich die Eltern bei dieser Namensgebung wohl gedacht haben :dry: ?) – und hier ist der außergewöhnliche Name nicht Programm :cheer:

Stoffel übrigens mit „St“ wie beim nordischen spitzen Stein und nicht wie bei uns Hessen „Schtoffel" :whistle:

Ein sehr netter und auskunftsfreudiger junger Mann – Er erläutert uns zunächst ausführlich den Farmbetrieb und Wildbestand der Lodge:



Ich bin ja mal gespannt, habe ich hier im Forum hin und wieder mal gelesen, die Farmrundfahrt auf Frans Indongo wäre eher enttäuschend und das Geld nicht wert (sie kostet p.P. NAD 230,00 - ist also wirklich günstig).

Die Lodge liegt inmitten einer 17.000 ha großen Farm, die nur noch zu einem kleinen Teil für den landwirtschaftlichen Betrieb genutzt wird. Der Schwerpunkt liegt auf der Hege des Wildes. Neben Gemsbock, Steppenzebra, Kudu und Springbock gibt es auch seltenere Tiere wie Elen-, Rappen- und Pferdeantilope, Impala und Weißschwanz-Gnu sowie Breitmaul- und das bedrohte Spitzmaul-Nashorn.

Die Rappen und Pferdeantilopen, schwarze Springböcke und Nyalas sowie die weißen Blessböcke leben in dem kleineren, abgetrennten Bereich, welcher direkt von der Veranda der Lodge einzusehen ist. Dort gibt es auch mehrere kleine Wasserstellen.

Stoffel erzählt uns, dass schon einige dieser in Namibia nicht heimischen Arten dem Leoparden zum Opfer gefallen sind, da sie ihre natürliche Scheu nicht mehr haben. Dies erkennt man auch gut daran, dass man die Tiere sehr häufig liegend sieht.

Auf die Frage eines Mitfahrenden, wie die Lodge die Nashörner vor Wilderern schützt, erfahren wir, dass Mr. Frans Indongo himself so oft wie möglich persönlich über den Nashornbestand wacht und das Gelände kontrolliert.

Wer ist eigentlich Frans Indongo? Eigentümer und Namensgeber der Lodge ist eben dieser Geschäftsmann Dr. Frans Indongo, der eine interessante Karriere hinter sich hat: Vom Vieh hütenden Kind einer Kleinbauernfamilie hat er sich trotz Apartheid zum vermutlich wohlhabendsten Mann Namibias hochgearbeitet.

Ein kurzer Exkurs zum Hintergrund der Lodge, den ich persönlich sehr interessant finde –die Lodge wird im Übrigen hochprofessionell geführt und die Mitarbeiter sind allesamt TOP!

Stoffel weist bereits zu Beginn der Fahrt darauf hin, dass man die Spitzmaulnashörner nur mit ganz viel Glück sieht, da sie extrem scheu sind.

Die Breitmaulnashörner haben gerade Nachwuchs, was auch nicht dazu beiträgt, dass man sie gut finden und beobachten kann.

Auf unserer persönlichen verbleibenden Sichtungswunschliste stehen jetzt ohnehin mehr so die Exemplare, die man ganz schwer treffen wird: Schabrackenhyäne, Wildhunde, Ginsterkatzen also eher die nachtaktiven Spezies ;)

Wir freuen uns ohnehin über jedes Tier, das uns vor die Linse läuft und genießen genau so gerne die wirklich schöne Landschaft, die uns umgibt:






Bald darauf sehen wir extrem viele Geier – übrigens die ersten auf dieser Reise:





Und ein Weißschwanzgnu:





Ein süßes Erdhörnchen:



Diese Oryx-Gruppe finde ich recht fotogen :) :





Auf den Fotos kann man glaube ich ganz gut erkennen, dass es auf dem Gelände recht zugebuscht ist. Daher haben wir zwar noch weitere Tiere gesehen, diese waren aber ziemlich tief im Geäst versteckt :ohmy: Sogar Bergzebras konnten wir tief im Busch erkennen.

Stoffel erklärt, dass er mit dem großen Mercedes leider nicht alle Strecken durch das Farmgelände fahren kann – bei weniger Gästen könnte er mit einem kleineren Fahrzeug in andere Gebiete fahren, die etwas offener sind.

Nach einer ganzen Weile nähern uns einer Wasserstelle und siehe da – was steht denn da :woohoo: ?



Natürlich genießen wir es in vollen Zügen, so ausgiebig und nah die drei Nashörner zu beobachten:



















Zumal langsam die Sonne untergeht und Nashorn PLUS Sonnenuntergang sind schon ein nettes Motiv:




Die Rhinos sind zudem nicht faul, sondern bewegen sich fleißig und eines gönnt sich ein Bad im Staub:








Noch ein bisschen Sonnenuntergang :







Als wir die Lodge wieder erreichen ist schon recht düster. Trotzdem versuche ich noch die abendliche Stimmung einzufangen:








Heute abend erleben wir außerdem ein exclusives Froschkonzert – der Frosch übertönt mit seinem Gequake wirklich alles :silly: . Stoffel wird ihn später einfangen und an einem einsameren Ort wieder aussetzen ;) .

Das Abendessen findet auch hier in einer ausgesprochen schönen Atmosphäre statt. Der Service und die Qualität des Essens sind wie ich finde sehr gut.

Die Kreationen der Küche sind manchmal exotisch und leicht gewagt – aber durchaus schmackhaft und interessant!

Heute Abend gibt es als Vorspeise eine ausgezeichnete Kürbissuppe mit feiner Orangennote, zum Hauptgang einen Kudu-Spieß, rote Beete, Kohl und Kartoffeln. Heiße Birne an Schokosauce zum Dessert. Sehr Lecker!

Fortsetzung folgt! Morgen sind wir mal einfach nur faul ;-) Es gibt ein paar Fotos von der Lodge und den von dort zu beobachtenden Tieren – außerdem ein Versuch von Nachtaufnahmen.Uns wird tatsächlich noch ein schöner Sternenhimmel vergönnt!
Letzte Änderung: 02 Okt 2015 16:08 von Applegreen.
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