THEMA: Chobe, Moremi und Namibias Norden
09 Aug 2014 09:01 #348948
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  • Champagner am 09 Aug 2014 09:01
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toemmel schrieb:
03.07.14
Je weiter wir nördlich Richtung Flußdelta kommen wird es nachts deutlich kühler (um die + 4°C), doch die Umrüstung auf einen Zweimannschlafsack ermöglicht uns das wärmende Füsseln.

Okay, danke - das war die Information, die ich gesucht habe ;) ! Wunderschöne Fotos - am besten gefällt mir das Elefantenbaby, das so vorwitzig zwischen den Beinen seiner Mutter steht! Allerdings frage ich mich, was das Graue dahinter am Boden ist - Felsen und Holz oder ein Elefant? Ich kanns nicht erkennen...

LG Bele
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09 Aug 2014 09:25 #348950
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05.07.14
Der Spaziergang in und um Camp Chobe (ohne Guide) ist ganz nett, aber nicht zwingend lohnenswert, da man räumlich eingeschränkt ist (Farmland, Grenze, Fluß). Dafür relaxen wir in der Sonne mit einem Buch. Schwer für Menschen mit Hummeln im Hintern. Abends gönnen wir unser erstes (Bezahl-)Dinner: Butternutsoup, Hähnchen im Speckmantel, Kokos-Zitronentorte. Übernachtung 120 N$ p.P pro Nacht.





06.07.14
Abfahrt vom Camp Chobe. Fahrt nach Katima Mulilo und Auffüllung der Vorräte. Weiterfahrt zu Dan im Mavunje Camp (200km). Sein Volontär "Guy" empfiehlt uns mittags eine Wanderung quer durch das Elefantengebiet entlang des Flusses. Wir sind mutig und gehen by ourself - so wie immer.
Nachmittags lernen wir nette deutsche Studenten kennen, die es sich auf unserer Sonnenterrasse bequem gemacht haben. So ein Plausch auf Deutsch hat was, zumal wir über die WM bis dato nur wenig erfahren haben. Abschließend grillen wir beide Lamm und Broerwors. Inhaber Dan gesellt sich auf einen Plausch hinzu. Er ist echt nett, das Camp toll und herrlich gestaltet.





07.07.14
Gamedrive im nahegelegenen Mudumu NP. Wenig Tiere, lediglich Impalas und Paviane. Abends wie gewohnt Gegrilltes: Beefrippe und Broerwors. Gefahrene Distanz: 80km
Das Mavunje Camp verfügt über eine Tiefkühltruhe, die allen zugänglich ist, sowie Strom und Wasser. Übernachtung 135 N$ p.P pro Nacht inklusive Feuerholz.
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09 Aug 2014 10:00 #348953
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08.07.14
Überfahrt durch den Caprivistreifen nach Divundu ohne Vet-Kontrolle. Der Inhaber Cameron begrüßt uns herzlich im Nunda River Camp. Statt des von Euch empfohlenen (am Wasser gelegenen) und gebuchten Platz 4 erhalten wir nur Platz 7, der wahrlich wenig Charme besitzt. Laut Cameron ist Platz 4 für bis zu vier Fahrzeuge vorgesehen. Wir empfehlen Euch Platz 2 oder Platz 3 (siehe Foto!) für Einzelfahrer bei Cameron zu buchen.
Die Nunda River Lodge/Camp ist top ausgestattet. Das WLAN ist dauerhaft down. Strom ist an jeder Campsite verfügbar.
Die nachmittagliche Rundfahrt (60km) durch den östlichen Teil des Mahango NP ist abgesehen von ein paar Hippos und einem Krokodil im Okavango unspektakulär. Der Sonnenuntergang auf der großen Terrasse des Camps macht jedoch alles wett.





09.07.14
Nach dem üblichen kurzen Steh-Frühstück machen wir eine Wanderung durch die nächste Umgebung. Aus dem Tor heraus nach links in die Büsche schlagend müssen wir feststellen, dass wir "Verfolger" haben. Die Kinder von der Straße, die sich bereits gestern bettelnd vor den Wagen geschmissen haben, heften sich an die Versen der Touristen und bereiten uns einen wenig angenehmen Kurztrip. Mittags lassen wir uns auf die andere Seite des Flusses übersetzen und spazieren zu den nahen Popa Falls. Cameron und seine Frau können nicht verstehen, dass wir für die 2 Kilometer Fußweg keinen Führer wünschen. Doch Rache folgt auf dem Fuße: der versprochene Fährtransport für 14 Uhr bleibt aus. Nach einer halben Stunde pfeifen und winken haben die Boys der Lodge Erbarmen mit uns und holen uns von der "falschen" Uferseite ab. Das Nunda-Grillpaket für 45N$ war abends die geschmackliche Entschädigung für die Wartezeit.


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09 Aug 2014 10:12 #348954
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10.07.14
Heute laut Cameron die kälteste Nacht mit minus 4°C in der Nacht. Den 230km-Transfer nach Rundu machen wir teilweise über den alten Pad entlang des Flusses. Wir entdecken einen Outdoor Kindergarten am Straßenrand und entschließen uns Schulhefte und Stifte etc. an die Kinder zu verschenken. In der Tat sieht die Gruppe von 20 Kindern etwas mitgenommen aus. Lediglich 5 Stifte liegen auf dem einzigen Plastiktisch. Wir sprechen die Erzieherin an und erklären unser Anliegen. Während sie die Kinder dazu verdonnert uns für die kommende Viertel Stunde Lieder vorzutragen zückt sie auch schon Stift und Papier und schreibt uns ihre Kontoverbindung auf. "Hallo? gehts noch?" Ich war so perplex aufgrund des dreisten Verhaltens und der Bitte nach einer Geldüberweisung, dass mir die Spucke weg blieb. Mit einem mulmigen Gefühl im Magen verlassen wir die singenden Kinder.

Der Empfang auf der Nkwazi-Lodge ist kurz, sehr kurz. Es gibt null Infos zum lokalen Angebot, die Campsite dürfen wir uns selber aussuchen, nach mehrfachem Fragen gibt es doch Infos zum Abendessen und zum Angebot vor Ort durch die Angestellte. Wir entschließen uns den Village Walk für 50N$ zu machen. Unser Guide, ein smarter junger Mann, erzählt uns bereitwillig über das Leben der Ansässigen. Wir sprechen mit ihm darüber, dass wir eine Tasche mit Kinderkleidung haben, die wir der Campleitung übergeben wollen (wir erkundigten uns vorab, Valerie, die Besitzerin ist sozial engagiert und hat unter anderem eine kleine Vorschule gegründet). Doch der Guide winkt ab und erklärt uns, dass die weißen Besitzer unlauter seien und Gelder unterschlagen. Wir mögen doch ihm die Sachen geben. Wir werden skeptisch. Unsere Skepsis wandelt sich in Unbehagen als wir beim Besuch einer Familie aufgefordert werden, eine Geldspende zu geben. So war das aber nicht vereinbart, schließlich haben wir bereits den Walk bezahlt. Doch das geht dem Guide gegen den Strich und er bricht den Walk ab. UNFASSBAR! Das war Teil 3 unserer Charity-Depression.





Ausstattung der Nkwazi Campsite ist gut: fließend Wasser und Strom. Wifi im Restaurant. Schön begrünt und gepflegt, mit einigen herumstreunenden Haus- und Hofpferden. Die Nkwazi Campsites wird regelmäßig durch Großgruppen besucht. Diese Nachbarn waren jedoch ausnahmsweise leise. 60N$/p.P.
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09 Aug 2014 10:17 #348956
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11.07.14
Überfahrt nach Grootfontein. Nach geschlagenen 2373 Kilometern werden wir tatsächlich veterinärisch untersucht (Ort: Mururani, entlang des Rooilyn Vet fence). Besuch des alten Forts und ein herzliches Gespräch mit der deutschsprachigen Museumsangestellten. Sie ist so lieb und gewährt uns im Hinterstübchen einen Blick in alte, prachtvolle Schinken mit herrlichen Fotos aus der Kolonialzeit.
Die Traditionsbäckerei aus dem Iwanowski-Reiseführer gibts in Grootfontein nicht mehr.
Nach insgesamt 340 Kilometern erreichen wir nördlich vom Waterberg die Kamrav Farm. Ein echter Geheimtipp. Die deutschsprachige Hausherrin nimmt sich viel Zeit für uns, bei Kaffee&Kuchen unterhalten wir uns über Gott und die Welt, Namibia-Politik, das Farmerleben. Wir erfahren, dass Maryna sich sozial engagiert und eine christliche Sozialstation kennt, wo wir unsere restlichen Kleidungsstücke und Mitbringsel mit gutem Gewissen loswerden können.
Tolle Campsite in direkter Hofnähe mit überdachter Terrasse, 1A-Luxus-Sanitärbereich im 70er Jahre-Stil, Sitzgelegenheit und Grill, Strom & Wasser. Diesen letzten Abend auf dem Lande beschließen wir mit einem herrlichen Spaziergang und einem köstlichen Grillen: Garlic Broerwors und Lamm.






12.07.14
Nach wundervollem Schlaf durch den Hahn geweckt zu werden gibt uns die nötige Power unseren Wagen abgabefertig aufzuräumen und unsere Sachen zu packen. Nach einem letzten Kaffee mit den Hausherren und einer herzlichen Verabschiedung steigen wir ein letztes Mal in unser Gefährt mit dem Gefühl, dass der letzte Tag, die offenen und ehrlichen Gespräche mit der Gutsbesitzerin Maryna uns wieder friedlich mit Afrika stimmen. Die Kamrav-Farm findet ihr nicht im Internet, aber telefonisch: +264 67231564. 100 N$ pro Person pro Nacht.
Entlang des Waterbergplateaus gehts nach WHK (380km). Den Wagen geben wir bei Hubert Heesters ab. Diesmal sind wir echt pünktlich, und es gibt nicht wie im letzten Jahr eine Standpauke.
Hubert bringt uns zu unserer letzten Unterkunft "Paradise Backpacker Hostel" (12 Euro pro Person pro Nacht). Hier erwartet uns ein recht einfaches aber wifi-fähiges Zimmerchen. Nach einem Spaziergang nach WHK hinein fallen wir totmüde ins Bett.
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13.07.14
Die Nacht in einem echten Bett ist längst nicht so dolle wie man es erwartet. Doch die morgendliche Ruhe im sonnendurchfluteten Hof des Hostels und das eigene Nutella-Frühstück entschädigt uns. Zumal die Studis noch ratzen.
Wir machen ein letztes Mal WHK unsicher und kaufen vom restlichen Geld Biltong Chilli Bites in der Hoffnung, dass wir alles durch den deutschen Zoll bekommen. Nachmittags verkürzen uns die vielen größtenteils deutschen Langzeitstudenten die Wartezeit bis zur Ankunft unseres Shuttleservices zum Airport mit einem Plausch. Abschied, ganz easy.
Am Flughafen angekommen bekommen wir nur die ersten zehn Minuten vom WM-Finale auf dem TV im Pub mit, bevor das Boarding beginnt. Den Sieg über Argentinien erfahren wir vom Flugkapitän "Peter Hansen" per Durchsage. Yeah, wir sind Weltmeister!





Kleines Resümée von Tom: Diese unsere dritte Afrikareise war geprägt durch zahlreiche Nationalparkbesuche in Botswana, ein ganz anderer Charakter als das sonst sehr durch Farmland geprägt und doch sehr schöne Namibia. Mir ist aufgefallen, dass die Vegetation in Botswana (besonders in den NPs) durch das intensive Äsen der Elefanten beeinflußt ist. Die Bäumchen wirken vielfach abgefressen und mikrig, irgendwie verändert. Ich glaube, dass es einfach zu viele Elefanten dort gibt, die der Flora nicht die nötige Zeit zur Regeneration geben.
Außerdem kam mir persönlich das Wandern zu kurz, da man sich in den NPs nicht vom Fahrzeug weg bewegen darf.
Enttäuschend fand ich die Haltung in Hinblick auf Spendengelder der o.g. Schulleitung, der Kindergärtnerin und des Village-Walk-Guides, der seinen angeblich sozial engagierten Arbeitgeber denunziert. Auch die sehr kritische Haltung zur ruinösen Namibiapolitik von der Farmerin Maryna stimmt mich nachdenklich.
Diese Reise ist sehr ambivalent zu bewerten, was der Grund für eine kleine Afrikapause bedeutet. Namibia, wir kommen aber gewiß wieder.


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Letzte Änderung: 09 Aug 2014 10:22 von toemmel.
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