THEMA: Die Eulenmuckels in NAM-BOT-SAM
06 Nov 2011 17:56 #212107
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  • Jambotessy am 06 Nov 2011 17:56
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Hi,

vielen Dank für den schönen Bericht und die tollen Fotos.

Ich warte schon gespannt auf die Fortsetzung.

Eine Frage habe ich - wieviele KM seid ihr in den 5,5 Wochen gefahren? Wir planen für 2012 5 volle Wochen Caprivi + Zimbabwe und habe schon etwas Angst, dass es zu viel Fahrerei wird.

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)

1x Togo+Benin (mit TUI), 1x Ruanda+Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 17 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe,Sambia, Südafrika mit dem Dachzelt)
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06 Nov 2011 18:03 #212108
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  • Eulenmuckel am 06 Nov 2011 18:03
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Hallo Jambotessy,

dieses Jahr waren es knapp 9000 Kilometer. Das ist schon recht viel Fahrerei, aber obwohl wir uns jedes Mal vornehmen, weniger Kilometer zu machen, sind immer wieder reine Fahrtage dabei. (Auch) der Weg ist das Ziel.

LG, Uwe
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06 Nov 2011 19:30 #212118
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Dienstag, 26. Juli 2011

Die Investition in Ruths neuen Schlafsack hat sich gelohnt. Trotz morgendlicher Temperaturen von –3 Grad war ihr mollig warm. So sollte es sein. Und Uwe ging es auch langsam besser. Das Husten schmerzte nicht mehr so sehr. Obwohl um 6 Uhr der Wecker klingelte, blieben wir noch eine Weile liegen. Das Aufstehen bei Minusgraden kostet eben immer wieder Überwindung. Das Zelt klappten wir zusammen, ohne unsere Hände zu spüren. Dann fuhren wir wieder zum Motopi Wasserloch. Dort standen in einiger Entfernung zwei Giraffen, die sich jedoch nicht weiter näherten.



Zusammen mit Peter, Michaela, Jonas und Leonie fuhren wir ein paar Kilometer Richtung Süden, sahen aber außer ein paar Vögeln keine Tiere. Nach einer Stunde kehrten wir zum Campingplatz zurück. Dort hatten wir Tische und Stühle stehen gelassen und frühstückten ausgiebig. Diesmal überzeugten wir die Kelly mit einem kleinen Stück Gillanzünder zu brennen. Der Oryxschinken schmeckte allen sehr. Wir erzählten viel und vergaßen ein wenig die Zeit. Uwe hatte sich unser Tagesziel, die Piper Pan, lediglich hinsichtlich der Luftlinien-Entfernung angesehen: knapp 70 Kilometer. Die Fahrstrecke betrug jedoch über 150 Kilometer. So mussten wir uns beeilen. Aber selbstverständlich hielten wir auch immer wieder an, um die Tiere zu beobachten, die wir trafen. Es gab viele Oryxherden, unzählige Riesentrappen, ein paar Löffelhunde und sogar drei Honigdachse. Wir beobachteten Greifvögel, Perlhühner, Schakale, Gnus und Springböcke.









Die Strecke zog sich endlos in die Länge. Der Weg war zwar gut zu fahren, aber die Eile zwang uns zu einem raschen Tempo. So war es sehr anstrengend, die holperige Piste zu fahren, ohne zu schnell über eine plötzliche Bodenwelle zu fliegen. Erschöpft kamen wir bei schon tief stehender Sonne an der Piper Pan an. Der laut Reiseführer schönere Campingplatz Nr. 1 war schon belegt, und so fuhren wir weiter zu unserer Nr. 2. Dort kochten wir als erstes Wasser, mischten es mit kaltem Brauchwasser und füllten den Duscheimer. Dann gönnten wir uns eine lauwarme Dusche. Jonas machte wieder ein tolles Feuer, und Peter grillte unser Springbockfleisch mit. Dazu machte Ruth leckeren Salat, und Michaela Knoblauchbutter und Kartoffeln. Es war wieder ein sehr netter Abend. Peter und Jonas zeigten uns noch ein paar ihrer Fotos aus Chobe und Moremi. Die vier hatten einen Gepardenriss und eine Hyäne beobachtet und schöne Bilder gemacht.

Tageskilometer: 172
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06 Nov 2011 19:34 #212119
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Mittwoch, 27. Juli 2011

In der Piper Pan standen wir kurz vor sieben Uhr auf. Das Thermometer zeigte –4,1 Grad. Wieder packten wir erst mal das Zelt ein und drehten eine erste Runde um die Pfanne. Dabei sahen wir Kudus, Kuhantilopen und Oryx. Bei einem kleinen Greifvogel blieben wir etwas länger stehen.





Dann fuhren wir etwas weiter nach Süden. Noch im Zelt hatten wir morgens aus dieser Richtung schwaches Löwengebrüll gehört. Aber Katzen waren weit und breit nicht zu sehen. Bei einer weiteren großen Pfanne drehten wir bei einer Herde Oryx um und kehrten ins Camp zurück. Inzwischen schien die Sonne kräftig, und wir machten Omelettes. Bald trafen auch unsere Reisepartner ein, und wir frühstückten ausgiebig.
Als wir anschließend zusammenpackten, kam ein neugieriger Frankolin angelaufen. Er lief zwischen uns herum und sprang sogar in Peters Auto, als wollte er ein Stück mitgenommen werden.



Nun verließen wir die Piper Pan und fuhren Richtung Osten durch das Deception Valley. Die Landschaft war wie in den vergangenen Tagen sehr schön. Wir sahen endlose Grasflächen oder fuhren durch Buschlandschaft.





Immer wieder kamen wir an Springbock- und Oryxherden vorbei. Wir trafen eine Schildkröte und mussten erkennen, dass sie ganz schön schnell laufen konnte. Sie wollte nämlich anscheinend nicht so gerne fotografiert werden und galoppierte immer in die entgegengesetzte Richtung davon.



Lange Zeit beobachteten wir auch einen Honigdachs, der im hohen Gras nach Essbarem wühlte.
An der Deception Pan machten wir Pause und Brotzeit.



Als der Nachmittag später wurde, sahen wir noch mehrere Gruppen Löffelhunde. Nach der Leopard Pan kamen wir zu unserem Campingplatz an der Sunday Pan. Er liegt etwas erhöht mit einer tollen Aussicht über die Ebene. Während Michaela und Leonie duschten, bauten wir das Lager auf. Ein kleines Steinböckchen schaute uns interessiert dabei zu, näherte sich bis auf Armlänge und schnupperte an unseren Sachen. Ruth lag ein wenig in der Hängematte, und Uwe sicherte Fotos.



Zum Abendessen gab es Nudeln mit Paprikasoße als Vorspeise und Grillfleisch mit Kartoffeln als Hauptgang. Anschließend kochten wir erneut unseren Potjie aus, da er immer noch zu neu roch. Nach dem Spülen saßen wir noch lange am Feuer und erzählten.

Tageskilometer: 160
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08 Nov 2011 18:56 #212407
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Donnerstag, 28. Juli 2011

Zum Glück wurde es wärmer. Am Morgen an der Sunday Pan standen wir bei 6 Grad auf und verstauten unsere Sachen. Die Morgenfahrt führte uns einmal um die Pfanne. Wir entdeckten Schakale, Springböcke und Oryx.



Dann schauten wir noch mal bei der Leopard Pan vorbei. Interessant war dort ein Steinböckchen-Paar. Das Männchen stupste das Weibchen immer von hinten mit seinem Vorderlauf an, sie trat dann nach hinten aus und fraß weiter. So ging es eine ganze Zeit, bis er seine Annäherungsversuche enttäuscht aufgab.



Auf dem Rückweg zum Camp beobachteten wir am Wasserloch zwei Giraffen, die sich sehr zögerlich näherten. Eine trank dann in mehreren Anläufen, wobei sie das Wasser mit hektischen Bewegungen von sich wegschleuderte.



Beim Frühstück ließen wir uns Oryxschinken, Nutella, Müsli und Brot schmecken. Besonders das von Peter selbstgebackene schmeckte sehr gut. Jonas und Leonie hatten großen Spaß daran, mit der Kelly immer wieder heißes Wasser zu kochen, so dass wir viel mehr Kaffee tranken, als wir eigentlich wollten.
Unmittelbar neben dem Campingplatz entdeckte Ruth einen Termitenbau. Bei genauerem Hinsehen stellten wir fest, dass sich dort der ganze Boden bewegte. Überall liefen fleißige Termiten mit Grashalmen herum und brachten diese in ihr unterirdisches Höhlensystem.



Spät brachen wir auf. Wieder hielten wir am Wasserloch, wo sich zwei Dutzend Oryx und eine Herde Springböcke versammelt hatten. Halbstarke Oryx vertrieben immer wieder einige Springböcke von der Wasserstelle oder kämpften ein wenig gegeneinander.
Von der Leopard Pan ging es weiter nach Norden und dann nach Westen in das Passarge Valley. Meist führte der Weg über weite Ebenen mit gutem Ausblick. Vereinzelt standen Büsche und Bäume. Wie auch in den vergangenen Tagen sahen wir die bekannten Antilopen, Schakale, viele Riesentrappen und ein paar Löffelhunde. Ein wenig sind wir schon enttäuscht, keine Löwen entdeckt zu haben. Dafür genossen wir die Landschaft. Nach einer Mittagspause auf der Straße blieben nur noch wenige Kilometer. Dann kamen wir an unserer letzten Campsite an. Wir duschten und stellten fest, dass unser großer Brauchwassertank bereits leer war. Wir haben zwar nicht mit dem Wasser gegeizt, aber offensichtlich kann der 55 Liter Tank zu Beginn nicht voll gewesen sein.



Zum Abendessen kochten wir Kürbissuppe, grillten Wildfleisch, und Michaela legte Kürbis und Paprika in Alufolie auf die Glut. Außerdem gab es Kartoffeln. Es war ein leckeres Essen. Anschließend spülten wir und unterhielten uns am Feuer. Mit den vieren war es sehr nett, wir verstehen uns prima. Schade, dass wir uns morgen schon wieder trennen müssen.

Tageskilometer: 93
Letzte Änderung: 09 Nov 2011 18:00 von Eulenmuckel.
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08 Nov 2011 18:58 #212409
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  • Eulenmuckel am 06 Nov 2011 18:03
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Herzlichen Dank an alle, die mitlesen und sich hier oder direkt bei uns gemeldet haben. Wir versuchen, den Bericht zügig fortzusetzen.

Viele Grüße,
Ruth und Uwe
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