Lohnt sich der Hwange Nationalpark derzeit?

9 Antworten · 2’473 Aufrufe · gestartet 20. März 2014 von Topobär
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Themenstarter5’484 Beiträge · seit 200920. März 2014 ·
Hallo,

wie schon an anderer Stelle geschrieben, bin ich gerade bei der Planung unserer Reise über den Jahreswechsel. Ursprünglich hatten wir dabei vor, auch für mehrere Tage einen Abstecher nach Zimbabwe in den Hwange Nationalpark zu machen. Nach den Berichten über die Vergiftung von Wasserlöchern und Reiseberichten ohne Tiersichtungen kommen mir da jetzt so meine Zweifel.

Mir ist selbstverständlich klar, dass man in der Wildnis keine Garantie auf Tiersichtungen hat. Das macht ja gerade den Reiz einer Safari aus. Grundsätzlich sollten aber die Tiere zumindest vorhanden sein.

Wer war in letzter Zeit im Hwange? Ist die Tierpopulation stark zurück gegangen? Lohnt sich der Besuch derzeit? Ich habe keine interesse an einem leeren Nationalpark.
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33,2k Beiträge · seit 200620. März 2014 ·
Hi Topobär,

Bekannte von mir waren vor etwa einem Monat dort. Aufgrund des Regenfalls sind Tiersichtungen dann ja noch mehr Glückssache, aber sie haben u.a. alles in allem an 5 Tagen etwa 500 Elefanten gesehen.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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2’664 Beiträge · seit 201220. März 2014 ·
Der Hwange Nationalpark lohnt sich schon allein von der schönen Landschaft.
Die einen schwärmen von hunderten Elefanten, die Anderen sehen sehr wenig.
Also hatten wir wohl Pech, im Vorjahr recht wenig gesehen zu haben.
Besonders im Bereich Simatonella fängt das Wild schon im Abstand von 300-400m an in Panik wegzurennen, ein Zeichen, daß dort heftigst gewildert wird, wohl durch die Bergbauarbeiter im Bereich Hwange Ort.
Man muß von einem ausgehen: Die Artenvielfalt einer Etoschapfanne hat kein einziger der Parks in Botswana, Zimbabwe oder Zambia.
1’667 Beiträge · seit 201120. März 2014 ·
Swakop1952 schrieb:
Man muß von einem ausgehen: Die Artenvielfalt einer Etoschapfanne hat kein einziger der Parks in Botswana, Zimbabwe oder Zambia.
Da hatten wir wohl Glück: In 4 Tagen haben wir im Hwange Löwen, Elefanten, Hyänen, Giraffen, Büffel, Zebras , Kudus, Hippos und diverse Antilopen gesehen. Wildhunde, Leoparden und Nashörner gibt es dort auch, haben wir allerdings nicht gesehen, aber die sind in Etosha ja auch nicht überall am Wegesrand 🙁

LG

Montango
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
Gast20. März 2014 ·
Hallo,

wir waren im Mai kurz nach Swakop da und haben auch Elefanten, Büffel, Giraffen etc. gesehen. Auch einen Löwen. Die Elefanten waren schon deutlich nervöser als ihre Artgenossen anderswo. Das Schöne ist dort, dass kaum Besucher da sind und man weite Teile des Parks fast für sich allein hat. Insgesamt haben wir da zumindest im Mai deutlich mehr Tiere gesehen als in Mana Pools.

Die Highlights waren für mich die Hippos, an die man sehr nah kommt, wenn man vor der Mandavu-Dam-Campsite rechts abbiegt. Und am Sinamatella-River gibt es teilweise ein 5 Meter hohe Steilufer. Wir saßen ungefährdet oben auf dem Ufer und konnten sehr nah die Elefanten im Fluss beobachten.

Beste Grüße

Guido
2’610 Beiträge · seit 200720. März 2014 ·
Hallo Topobär,

auch wenn man im Hwange evtl. weniger Tiere sehen sollte, so ist der Park an sich schön wunderschön! 2012 im Okt. sahen wir massenweise Elefanten, Büffel und nicht ganz so viele Antilopen, Zebras, Giraffen (uns war es aber genug von allen) Löwen konnten wir am Wegesrand in 5-10m Abstand beobachten .

Für uns ist der Hwange um einiges interessanter als z.B. Etosha, wo wir uns einfach nicht wohlfühlen. Das "Wildnisgefühl" fehlt und dort einfach. Im April sind wir wieder vor Ort und wir werden anschließend berichten, wie es war!

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
2’319 Beiträge · seit 201120. März 2014 ·
Servus.
Ich kann mich Jambotessy nur anschliessen.
Auch wir empfinden den Hwange als einer der Höhepunkte im südlichen Afrika. Dort sind Artenreichtum, Quantität an Fauna, landschaflich diverseste Zonen und höchster Wildnischarakter gegeben. Etosha hat sich hingegen zu einem Touristenmoloch mit all seinem negativen Beigeschmack entwickelt. Kein Vergleich...zumindest für uns. Ansichtssache und natürlich Glücksache eben. Ich persönlich war erschrocken und enttäuscht über die geringe Tierdichte im gesamten Caprivi (mit Ausnahme des Horse Shoes) im August 2012. Wohingegen ich von der Vielzahl und Diversität im Tuli Block (ebenfalls im August 2012) absolut positiv überrascht war.
Lieben Gruss vom Alm
3’700 Beiträge · seit 200920. März 2014 ·
Hallo Topo,

ich kann mich Jambotessy, Guido und Alm auch vorbehaltslos anschließen. Nachdem, was wir an Menschenaufläufen in der Etosha und vor allem beim Campen im Februar in Seronera erlebt haben, sehne ich den Hwange 2015 nahezu herbei! Wo viele Tiere leicht zu finden sind, da hat´s auch viele Touristen.

Im Hwange spielt außerdem auch die kommunikative Seite mit den sehr netten Rangern für uns eine große Rolle.

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
Themenstarter5’484 Beiträge · seit 200921. März 2014 ·
Vielen Dank für Eure Antworten.

Das hört sich ja sehr beruhigend an. Das es im Hwange schwieriger ist Tiere zu sehen, als im Etosha war mir klar. Das ist für mich kein Problem. Ich hatte nur die Befürchtung, dass ganze Landstriche im Hwange durch die Zyanid-Wilderei leergefegt sind. Das scheint ja nicht der Fall zu sein und so bleiben wir bei unserer Planung und werden dem Hwange in unsere Reise einbauen.
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2’319 Beiträge · seit 201121. März 2014 ·
@Butterblume

Stimmt Marina. Auch wir haben wundervolle Menschen im Hwange angetroffen. Wir fühlten uns dort nie als Touristen, sondern aufgrund der herzlichen Kommunikation mit den Angestellten des NPs immer als ein Teil des NPs. Irgendwie komisch zu beschreiben, aber solch ein Feeling hatten wir sonst noch nie.

@Topobär

Was die Tiersichtungen anbelangt ist man ja immer wie auf hoher See oder in Gottes Hand. Vielleicht hatten wir ja Glück, dass wir im nördlichen Hwange (um Mandavu Dam, Deteema Dam, Masuma Dam, Simanatella Camp) enorm viele Elefanten hautnah und noch viel, viel mehr Büffel sehen durften. Eines Abends, als wir im Mandavu Dam Camp begannen, unser Feuer zu entzünden, sahen wir eine riesengroße, enorm hohe Wolke über dem Dam. Unser erster Gedanke war natürlich ein großer Buschbrand; aber nein... es ware eine Büffelherde, die zum Saufen an den Dam kam. Wir schätzen ca. 300 Tier...mindestens. Das war auf alle Fälle ein einmaliges Spektakel und so von uns noch nie erlebt.
Als Garant für viele verschiedene Tiere gilt der Masuma Dam. Vom Hide aus hat man einen phantastischen Blick auf das Wasserloch. Wir verbrachten dort ganze Nachmittag und erleben so das Kommen und Gehen von verschiedenen Tieren.....und alle Nachmittage vollzog sich die Situation in der gleichen Art und Weise. Zuerst kamen die Zebras, dann Antilopen, dann Horden von Baboons und zum Schluß unzählige Elefantenfamilien.
Hingegen im südlichen Teil des Hwanges (Kennedy Camp) war die Tierdichte nicht ganz so üppig, dafür hatten wir spektakuläre Tiersichtungen in einer einmalig schönen Landschaft.


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Mandavu Dam Camp - Ankunft Büffelherde

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Masuma Dam - Hippos mit Schildkröten