Mückenaufkommen im Mai / Mückenschutz beim Campen

12 Antworten · 6’699 Aufrufe · gestartet 01. März 2012 von Randfichte
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Themenstarter48 Beiträge · seit 201201. März 2012 ·
Hallo zusammen,

wollte mal nur mal kurz die Erfahrung der Einheimischen und Campingreisenden zu o.g. Thema abfragen, da wir aktuell eine Campingreise vom 28.04.-18.05. in Planung haben.

Unsere Reiseroute soll vorwiegend durch den Süden Namibias führen, einzige Ausnahme im Norden ist der Etosha Nationalpark, wir wollen mit Dachzeltjeep reisen und nehmen keine Chemoprophylaxe gegen Malaria (dies soll bitte nicht Thema des Threads werden, mir ist bewusst, dass Ratschläge zu diesem Thema nur schwer zu erteilen sind).

Fragen:
- Ist ein hohes Mückenaufkommen in unserer Reisezeit zu erwarten und wenn ja, in welchen Gegenden speziell?
- Wie kann man sich auf einer Campingreise gut gegen Mückenstiche schützen, bzw. ist das überhaupt komplett möglich? Sind die Zelte mit Netzen ausgerüstet? Welche Erfahrungen habt ihr auf euren Reisen gemacht?
- Welche Gegenden (ausser Etosha) sind nach der Regenzeit malariagefährdet?

Danke für eure Info,
Randfichte
4’143 Beiträge · seit 200901. März 2012 ·
Hallo Randfichte,
Malariagefährdet sind außer Etoscha zu dieser Zeit der Caprivi und je nach Wasserstand in den Cuveleis das Owamboland, kurz, alles nördlich der Etoscha.
Die Dachzelte haben einen Moskitoschutz, d.h. nach der äußeren Zeltverkleidung muss man nochmals einen Innenteil mit Reißverschluss aufziehen, bzw. diesem immer geschlossen halten. Mossis sind aber klein und können trotzdem mal reinkommen. Ein gutes Mittel ist Peacefull Sleep als Stift zum Einreiben oder als Spray. Außerdem möglichst wenig nackte Haut zeigen.
Hatte bis jetzt auch zu dieser Zeit keine großen Probleme dank oben genannten Mittels mit den Mossis. Garantie gibt es aber wie beim Lotto nicht!
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
444 Beiträge · seit 201101. März 2012 ·
Hallo Burschi!

Wir nehmen immer "NoBite". Hat bisher immer seine Dienste gatan. Es gibt auch ein Mittel von NoBite für die Kleidung.

Gruß Jochen
Gast08. März 2012 ·
Der Süden ist komplett Malaria frei. Die Grenze von Malaria verläuft in etwa bei Etoscha. Wobei ich sagen muss, die Regenzeit geht ja nur bis Anfang April. Ich denke nicht das ihr viele Probleme mit Mücken haben werdet.

Am besten gegen Mücken schützt ihr euch, wenn ihr euch einschmiert mit Anti Mücken Spray. Dieses könnt ihr am besten in Namibia kaufen. Nach meinen Erfahrungen nützt Autan in Afrika wenig. Dann lieber auf die Afrikanischen Producke zurück greifen. Die Zelte haben immer ein Mücken netz integriert. Wenn ihr ein Zelt ausleiht, kontrolliert bitte die reissverschlüsse, ob diese funktionieren. Denn erfahrungsgemäss gehen die am schnellsten kaputt.

MFG und schöne Reise
62 Beiträge · seit 200608. März 2012 ·
im mai war es meist so frisch/kalt, dass wir bei einbruch der dunkelheit schon lange klamotten anhatten... mücken waren da kein problem. und regenzeit ist auch schon vorbei
359 Beiträge · seit 201008. März 2012 ·
Hallo Randfichte:

also das Mückenaufkommen wird sich in Grenzen halten. Wir haben übrigens im Caprivi nie so viel Mücken gehabt wie z.Z. in Windhoek. In einigen Ecken könnte es eher schon langsam nachts zu kalt für irgendwelche Mücken werden.

Schutz: am besten wie bekannt helle lange Kleidung, Peaceful Sleep, früh ins Bett kuscheln und früh aufstehen so wie es die Einwohner hier meist auch machen.

Malaria: also malealea erzählt da ganz gefährliche dinge. unser hausarzt hat nachweislich hier in windhoek malaria bekommen. ungewöhnlich, aber nicht ausgeschlossen wenn man mit kranken personen aus dem norden zu tun hat. denn nur weil es hier i.d.R. keine infizierten mücken gibt, heißt das nicht, dass man keine malaria bekommen kann. da reicht ein abendliches bier bei joe`s beerhouse, eine mücke und ein infizierter, aus dem norden kommender Tischnachbar.

aber keine Diskussion darüber, wenn fragen dann per p.m. (haben mit kleinen Kindern über ein Jahr im Caprivi gewohnt)

Gruß aus Windhoek
Kowo
351 Beiträge · seit 201008. März 2012 ·
Hi Randfichte,

wir waren letztes Jahr zur gleichen Zeit in Namibia. Es gab etliche Mücken in Okaukuejo und unendlich viele Mücken in Halali 😣 . Wir haben allerdings nicht gezeltet. Abends am Wasserloch sind uns die Brummer aber schon extrem aufgefallen. Vor allem wie gesagt in Halali. Das war so gegen den 16.05 glaube ich. Allerdings dauerte die Regenzeit im letzten Jahr ja auch bis lange in den Mai.Wir waren vor unserem Urlaub auch der Meinung, der Regen sei vorbei, wenn wir kommen 😗 .
Keine Ahnung wie das sonst ist. Im letzten Jahr war es eben nicht wie sonst 😉

LG Alex
Gast08. März 2012 ·
@ kowo

In Ausnahme Situationen, kann Malaria bis nach Windhoek reichen. Das sind aber Ausnahmen. Eine Ausnahme ist z.B. eine gute regenzeit, dann gilt auch Windhoek als gefährdet. Das ist aber nur selten der Fall. Natürlich existiert ein Rest Risiko insbesondere von Personen die aus Dem Norden kommen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist verschwindend gering sich dort Malaria einzufangen. Und,ich betone NAHEZU, ausgeschlossen. Was jetzt nicht heisst das es kein rest Risiko existiert. Wenn du allerdings so Argumentierst, ist es auch schon ein Risiko im Flugzeug von Nam nach GER zu fliegen und sich dort zu infizieren. Es gibt Fälle da wurden infizierte Mücken im Flughafen/zeug nachgewiesen. Aber die Wahrscheinlichkeit geht gegen null.

MFG
57 Beiträge · seit 201210. März 2012 ·
Hallo Zusammen
Und wie ist das in diesem Jahr, eine starke Regenzeit oder nicht?Aus Sambia habe ich die Meldung, dass es nicht so tragisch ist, da fehlen aber auch die Vergleichswerte zu Vorjahren, vielleicht war die Vorstellung von Regenzeit einfach extremer.Und die Aussage, Du willst sowieso nicht wissen von was Du gebissen oder gestochen wirst, nimm ein Antiallergikum und ausreichend Nobite mit. Ich liebe mein Kind, das ist immer so besorgt um mich, grins.
Nur zur Info, ich hatte schon eien Blutvergiftung von deutschen Mücken,auch ganz ohne Malaria, deshalb interessiert mich die aktuelle Situation sehr.Prohylaxe wollten wir eigentlich noch nicht in Namibia anfangen, sondern erst auf den Weg nach Botswana und Sambia.
Liebe Grüße Katzenmama
Gast11. März 2012 ·
Im Norden würde ich schon Prophylaxe nehmen, denn da ist definitiv Malaria Gebiet. Die Wahrscheinlichkeit nimmt vom Norden nach Süden hin ab. Aber ein Rest Risiko ist nie auszuschliessen. Allerdings würde ich jetzt nicht in Panik verfallen.


MFG
57 Beiträge · seit 201211. März 2012 ·
Danke und nein in Panik verfalle ich nicht, obwohl mich hier schon die erste Mücke gestochen hat, seufz.
Eher in Reisefieber, nicht mehr Lange liebe Moskitos und ich komme, grins.
Jaja, ich weiß, ich nerve und alle erfahrenen Namibiafans schlagen die Hände über den Kopf zusammen, ob meiner dussligen Fragen. Aber es ist doch mein erster Rucksackurlaub, meine Männer sind da wesentlich erfahrener, nur zu meiner Entschuldigung, öhm. Und normalerweise haben wir es eigentlich mehr mit Bären zu tun und nicht mit Moskitos oder Giraffen oder solch ein Getier.
Liebe Grüße Katzenmama
238 Beiträge · seit 201112. März 2012 ·
Hallo Randfichte,

ich schließe mich Jochen66 an: No Bite für die Kleidung hat uns sehr geholfen. Allerdings ist das Zeug giftig und Du solltest die Kleidung während des Auftragens nicht am Körper tragen. Es gibt auch stichsichere Kleidung, die aber recht teuer ist. Ich weiß, daß Fjaell Raeven sowas verkauft (Outdoor), Das speziell gewebte Textil nennt sich -glaube ich "G 1000". Kostenpunkt: Hose um die 140 EUR(!)

Ferner: Für die Haut: Autan. Das hat bisher immer geholfen.
In der Dämmerung und im dunkeln lange Kleidung tragen

Zelt: Wie immer sollte man das Zelt sofort beim verlassen/hineingehen verschließen. Durch die Gaséfenster (habe ich das richtig geschrieben?) kommen keine Mücken rein.

MAI: Wir hatten in BOT im Mai wenig mit Mücken zu tun, obwohl im Okavango unterwegs ABER mit der dortigen Malaria Tropica gehen wir den Weg der Malarone bzw. Lariam. ...mir passt es auch nicht, da ich grds. KEINE Tabletten nehme, aber hier mache ich eine Ausnahme.


LG

Sven