die diesen bericht gelesen haben, eine frage. ich habe den text der sehr informatv ist lesen können, sehe aber kein einziges bild - da sind nur nummern die wären natürlich sehr interessant
kann mir da jemand helfen und sagen, warum das so ist?? 🙁 🙁
leider vermisse ich auch die restlichen tage, schade - aber vielleicht kommen sie ja auch noch
lg marakind
*ich wohne in deutschland, zuhause bin ich in kenya*
Die alte Gallerie ist noch nicht in die neue Forensoftware konvertiert worden. Deshalb fehlen die Bilder auch noch. Sobald die Konvertierung abgeschlossen ist, sind auch die Bilder wieder drin. An der Konvertierung arbeite ich zur Zeit, es wird aber mindestens noch einen Tag dauern.
Herzliche Grüsse Chrigu
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TopobärThemenstarter5’483 Beiträge · seit 200914. Aug. 2009 ·
20.Tag: Ngorongoro-Krater
Wir dachten ja, mit unserer Zeitplanung besonders schlau zu sein und unseren 24h-Eintritt sowohl für den Transit am gestrigen Tag als auch für die heutige Fahrt in den Krater nutzen zu können. Falsch gedacht! Man sollte auch immer das Kleingedruckte lesen. In diesem Falle bedeutet es, das der Eintritt zwar für 24h gilt, es sich aber nur um ein Single-Entry-Permit handelt. Also wieder 250,-US$ für den Nationalpark abdrücken und als Krönung des heutigen Tages noch 200,-US$ Crater-Fee zuzüglich, denn die Fahrt in den Krater hinunter ist im normalen Eintritt nicht enthalten.
Aber es gab auch positives zu berichten. Wir konnten uns um die Führerpflicht drücken. Als Kathrin beim Bezahlen nach einem Tourguide gefragt wurde, verwies Sie auf unser Fahrzeug mit mir am Steuer und das wurde vom Ranger akzeptiert. Leider vermute ich, dass unser professioneller Safari-Landcruiser eher zu dieser Entscheidung beitrug als dessen Fahrer. 😵
Die Erdstraße hinunter in den Krater ist zwar steil und kurvig, aber trotzdem leicht zu fahren. Schön ist, dass man nicht mit Gegenverkehr rechnen muss, da die Wege in und aus dem Krater als Einbahnstraßen ausgelegt sind.
Unten angekommen bin ich wieder einmal von den Tiermassen im Krater überwältigt. Nirgends in Afrika habe ich solche Mengen und Vielfalt an Tieren gesehen wie hier. Außer Giraffen finden sich hier z.B. alle Säugetiere Ostafrikas. Das fehlen der Giraffen resultiert aus ihrer schlechten Geländegängigkeit; sie können die steilen Hänge des Kraters nicht bewältigen.
Auf den großen Grasflächen tummeln sich die Weidetiere in so großer Zahl, wie man es in der Serengeti nur zum Höhepunkt der Migration erlebt. Die Zebras haben gerade junge bekommen und so wimmelt es von übermütigen Fohlen.
Es gibt zwei Picknickplätze im Krater, an denen es auch Toiletten gibt. Einen am Rande des Akazienwaldes und den anderen am Lake Ngoitokitok. Zum Frühstück fahren wir zum Akazienwald, das ist nicht so weit von unserer derzeitigen Position. Es wimmelt von Meerkatzen, die auch sogleich großes Interesse an uns, bzw. unserem Proviant zeigen. An ein Picknick im Freien ist nicht zu denken. Also wird im Auto gegessen. Plötzlich ein großer Schreck, als etwas schnelles und pelziges in unsere Mitte springt. Eine Meerkatze ist durch die Dachluke gesprungen, hat sich einen Apfel vom Armaturenbrett geschnappt droht uns mit den Zähnen. Wer will schon vom wilden Affen gebissen werden und so lassen wir ihn entkommen, beenden aber alsbald unsere Mahlzeit und gehen wieder auf Pirsch.
In der Ferne bewegt sich ein kleiner Punkt im hohen Gras am Fuße eines Hügels. Die Bewegungen deuten auf eine Katze hin. Als wir näher kommen sind Flecken zu sehen und bald können wir sie als Serval identifizieren. Soviele dieser kleinen Fleckenkatzen, wie auf dieser Reise habe ich auf allen bisherigen Afrika-Reisen zusammen noch nicht gesehen.
Es geht auf Mittag zu und die Temperaturen sind hier unten im Krater mächtig gestiegen. Ein wenig beneiden wir die Hyäne am Wegesrand, die sich in einer Schlammpfütze kühlt. Ein Pool wäre jetzt genau das richtige.
Wir wollen unser heute morgen so rüde unterbrochenes Mahl fortsetzen. Uns knurrt der Magen und wir fahren zum Picknickplatz an den See mit dem unaussprechlichen Namen (Ngoitokitok).
Der See ist ein sehr idyllisches Plätzchen. Es geht eine frische Brise und man hört die Flußpferde grunzen. Am Ufer gibt es heiße Quellen und von Affen ist weit und breit nichts zu sehen. Das lädt zum Picknick im Freien ein. Kathrin will gerade herzhaft in ihr gegrilltes Hähnchenbrustfilet beißen, da wird es ihr rüde aus der Hand gerissen. Die über uns kreisenden roten Milane haben es also keinesfalls auf Mäuse und anderes Kleingetier abgesehen, sondern auf die Verpflegung der Besucher. Die Affen- und die Milan-Bande haben also Ihre Claims klar abgesteckt. Mundraub und Bandenkriminalität im Tierparadies. 🤩
Wir sind noch viel unterwegs und haben auch schon fast alles gesehen, nur Löwen wollen sich keine zeigen. Egal, der Tag war lang, es war sehr schön und wir sind kaputt und hungrig. Also gehts Richtung Ausfahrt. Noch einmal ist uns das Glück hold, als uns kurz vor verlassen des Kraters dieser Prachtbursche vor die Linse läuft.
Dein Reisebericht ist sehr interessant und informativ, zumal ich eine Reise nach Tansania für Anfang 2010 gerade plane und schon vor etlichen Jahren 3 Keniareisen, davon 2 als Selbstfahrer, unternommen habe.
Aber wo ist der Bericht vom 14.08., 16.48 Uhr?? Den hat doch wohl keiner geklaut?? Oder ist er gar dort gelandet, wo der Beitrag des "Vorherschreibers" - Heribert - erscheinen sollte??
TopobärThemenstarter5’483 Beiträge · seit 200925. Aug. 2009 ·
21.Tag: Karatu - Amboseli National Park
Heute stand uns wieder eine lange Überführungsetappe bevor. Auf guter neuer Asphaltstraße ging es wieder aus dem Hochland in die Massai-Steppe hinunter. Obwohl die Staße in perfekten Zustand war, lag gleich hinter Karatu ein LKW im Graben. Einer von vielen Verkehrsunfällen, die wir auch in diesem Urlaub wieder gesehen. Keine Ahnung, weshalb trotz der geringen Verkehrsdichte hier soviel passiert. Für mich, nach dem Spaß am Selbstfahren, ein weiterer wichtiger Grund lieber selbst am Steuer zu sitzen.
Mittags kamen wir wieder an der Grenze bei Namanga an. In diese Richtung ging's deutlich schneller, da die Bürokratie für das Auto entfiel.
In Namanga noch einmal voll getankt. Dabei musste man sich mindestens eines Dutzend Massai-Frauen aller Altersstufen erwehren, die einen alle mit Ihrem zum Verkauf angebotenen Schmuck bedrängten. Wer so etwas nicht gewohnt ist, wird sich in solch einer Situation sicherlich unwohl fühlen, denn Distanz ist den Verkäuferinnen allesamt ein Fremdwort.
In Namanga beginnt auch die Piste zum Amboseli National Park. Sie ist breit und eben, hat jedoch ordentlich Waschbrett, so dass man recht zügig fahren muss, will man verhindern, dass einem die Plomben aus den Zähnen vibrieren.
Im Nationalpark fuhren wir zunächst zu unserer Unterkunft, der Ol Tukai Lodge. Einchecken, Lunch, ein wenig das Gelände der Lodge erkunden und schon ging es wieder auf Pirsch.
Rings um die Lodge erstrecken sich ausgedehnte Grasflächen, die von großen Elefantenherden und anderen Grasfressern bewohnt werden, wie man es auch in der Serengeti und der Masai Mara kennt.
Das Highlight des Parks ist aber sicherlich der grandiose Blick auf das Massiv des Kilimanjaro. Hier entstehen die berühmten Safari-Bilder Kenias mit Giraffen oder Elefanten vor dem schneebedeckten Gipfel des Kibo. Heute hatten diese Topmodels aber leider frei, so dass wir uns mit einer Gruppe Strauße begnügen mussten.
Den Sundowner gab es dann draußen in der Steppe. Natürlich mit Blick auf den Kilimanjaro.
Ol Tukai Lodge:
Die Lodge wurde Anfang der 50er Jahre zu den Dreharbeiten des Films "Schnee am Kilimanjaro" gebaut und ist damit die älteste Safarilodge Kenias. Im Gegensatz zu anderen älteren Safari-Unterkünften hat hier aber nicht ein langsamer Verfall eingesetzt. Alles ist gut erhalten und gepflegt und strahlt noch immer den Glanz vergangener Zeiten aus.
Ol Tukai liegt in einem kleinen Akazienwald der auf dem Lodge-Gelände als schöne Parkanlage gestaltet wurde.
Die Unterkünfte befinden sich in geräumigen Doppel-Bungalows. Wie vom Hauptgebäude aus, hat man auch von den Bungalows einen atemberaubenden Blick auf den Kilimanjaro. Da die Elefanten ansonsten die Parkanlage plündern würden, ist das gesamte Areal von einem Elektrozaun umgeben, der aber kaum ins Auge fällt.
TopobärThemenstarter5’483 Beiträge · seit 200931. Aug. 2009 ·
22.Tag: Amboseli - Nairobi
Bevor wir nach Nairobi aufbrachen unternahmen wir noch den letzten Gamedrive dieser Reise. Wir fuhren zum Observation Hill, vom dem aus man gut die großen Sümpfe überblicken kann, die dieses an sich sehr trockene Gebiet erst zu dem Tierparadies machen, als dass wir es kennen.
Gespeist werden die Sümpfe von den ausgiebigen Regenfällen am Kilimanjaro. Das im klüftigen Vulkangestein des Berges versickernde Wasser fließt unterirdisch bis nach Amboseli und tritt hier in den Sümpfen wieder an die Oberfläche.
Die Auswirkungenm der Wahlunruhen auf den Tourismus konnten wir in Amboseli deutlich nachvollziehen. Handelt es sich normalerweise um einen der beliebtesten Nationalparks Kenias, in dem der von den vielen Safarifahrzeugen hochgewirbelte salzhaltige Staub bereits ein ernstes Umweltproblem geworden ist; konnten wir hier in klarer Luft fast alleine die Natur genießen.
Ein letztes Highlight war eine Gruppe Hyänen an Ihrem Bau, die gerade mit ihrem Nachwuchs spielte. Leider zu weit entfernt, für meine Digitalkamera. Aber eins kann ich sagen: Kleine Hyänen sind echt niedlich.
Zurück in Nairobi, war die Stadt zumindest in unseren Augen als Außenstehende wieder zur Normalität zurückgekehrt. Vor allem der Verkehr war chaotisch wie gewohnt.
Für Kathrin sollte aber noch der Höhepunkt der gesamten Reise folgen. Wir besuchten das in einem Vorort der Großstadt gelegene Giraffe Manor. Eine alte Kolonialvilla, in der heute eine Stiftung zum Erhalt der bedrohten Rothschild-Giraffe ihren Sitz hat. Im Garten der Villa werden einige Exemplare dieser Gattung gehalten und es gibt eine Plattform, so dass Kathrin Ihren Lieblingstieren Aug in Aug gegenübertreten und sie streicheln konnte.
Giraffe Manor bietet auch Gästezimmer, allerdings für horrende Preise. So fuhren wir wieder zum, von der ersten Nacht bekannten, Jacaranda Hotel. Hier fand auch die Fahrzeugrückgabe an Sunworld statt, die völlig problemlos über die Bühne ging.
Unseren letzten Abend verbrachten wir im Carnivore, einem sehr bekannten Restaurant, in dem Vegetarier sicherlich keinen Spaß hätten. Grillfleisch verschiedenster Tiere, bis zum abwinken.
Am nächsten Morgen wurden wir pünktlich von einem Fahrer von Sunworld abgeholt und zum Flughafen gefahren.
Fazit:
Auf die Unterkünfte bin ich ja bereits an den jeweiligen Tagen eingegangen.
Die Zusammenarbeit mit Sunworld hat sich als echter Glückstreffer herausgestellt. Die gesamte Buchungs-Administration wurde uns abgenommen. Wo wir auf Vorschlag von Sunworld eine Unterkunft gewählt hatten, war diese immer sehr gut. Gab es unterwegs ein Problem, konnte dies durch ein Telefonat mit Sunworld immer sofort geklärt werden. Wir würden unsere Unterkünfte immer wieder über Sunworld buchen.
Der Wagen war sehr basic. Alles ratterte und klapperte, ich habe schon auf bequemeren Sitzen gesessen und im Fahrzeuginneren war genauso viel Staub wie draußen. Eine Klimaanlage war selbstverständlich ebenfalls nicht vorhanden. Dafür hat uns der Wagen auf dieser langen Reise auf zum Teil haarsträubenden Strecken nicht ein einziges Mal im Stich gelassen. Noch nicht einmal einen Platten hatten wir. Das ist es, was zählt und so werden wir auch auf der nächsten Tour wieder einen Landcruiser von Sunworld mieten.
Meinen Schwiegereltern hat die Reise so gut gefallen, dass sie uns schon für die nächste Afrikareise als Reiseführer und Fahrer gebucht haben. Derzeit befinde ich mich schon mitten in der Planung dieser Reise, die im Mai 2010 durch Namibia und Botswana gehen wird.
@all: Ich hoffe, es hat Euch gefallen. Für Fragen und Anregungen bin ich immer zu haben.
zu Deinem gutgelungenen Reisebericht gratuliere ich Dir. Etliche Strecken, Unterkünfte und Erlebnisse kamen mir von 3 Kenia - Aufenthalten vor ungefähr 15 Jahren, davon 2 als Selbstfahrer, noch sehr bekannt vor. Für das kommende Jahr ist nun eine Reise nach Tansania geplant und dann werden wir wohl einen weiteren Teil Deiner Ostafrikareise nachempfinden können.
TopobärThemenstarter5’483 Beiträge · seit 200907. Sept. 2011 ·
Da derzeit kein Reisebericht zu schreiben ist und es für die Planung der nächsten Afrika-Reise noch zu früh ist, bin ich mal dem mehrfach geäußerten Wunsch gefolgt und habe meinen Reisebericht als PDF zusammengefasst und diesem Post angehängt.
Denjenigen, die damals nicht mitgelesen haben, wünsche ich viel Spaß beim Lesen.
Butterblume3’700 Beiträge · seit 200907. Sept. 2011 ·
Hallo Topobär,
vielen Dank! Du hast mir den Abend gerettet. Dein Bericht ist mit dem Farbkopierer (Vorder- und Rückseite bedruckt und gleich geheftet) ausgedruckt, liegt nun am Badewannenrand und ich werde mir mit Bericht und jeder Menge Badeschaum einen wunderbaren Abend machen. 😁
Bis jetzt (Lake Nakuru) werden wir nächstes Jahr auf Deinen Spuren wandeln.
Am Wochenende wird Dein Druckwerk dann an weitere interessierte Leser abgegeben.
Herzlichen Dank für Deine Mühe und Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
TopobärThemenstarter5’483 Beiträge · seit 200908. Sept. 2011 ·
Das freut mich sehr, dann hat sich der Aufwand ja gelohnt.