TopobärThemenstarter5’486 Beiträge · seit 200914. Mai 2009 · 11. Tag: Lake Naivasha - Arusha
Für heute stand eine reine Verbindungsetappe an, aber so etwas lässt sich auf einer größeren Reise leider nicht vermeiden.
Da es nicht weit bis Nairobi war, kamen wir zur Rush-hour dort an. Allerdings fehlte heute der Rush. Es waren kaum Fahrzeuge unterwegs, dafür war die Polizeipräsenz auf den Straßen umso größer. Die Erklärung lieferte ein Tankstop, bei dem ich aus den ausliegenden Zeitungen erfuhr, dass es in den vergangenen Nächten zu schweren Ausschreitungen im Nachgang zu den Wahlen gekommen war.
Wir konnte die Stadt aber völlig problemlos und in absoluter Rekordzeit durchqueren.
Die weitere Straße bis Namanga war dann in einem für Kenia sehr gutem Zustand, so dass wir schon vor Mittag den dortigen Grenzübergang nach Tanzania erreichten.
Den üblichen Behördenmarathon konnten wir in zwei Stunden bewältigen, was aber auch nur gelang, weil Kathrin und ich uns aufteilten. Während ich mich um die Immigration kümmerte, erledigte Kathrin den Zoll.
Die Immigration wäre eigentlich recht zügig voran gegangen. Zettel ausfüllen und zusammen mit Pässen und 50US$ pro Person abgeben, dann gibt's recht schnell die Stempel. Leider war direkt vor uns ein großer Overlander angekommen, dessen Insassen jetzt alle einzeln vor mir in der Schlange standen.
Am Zoll gab's die typische afrikanische Bürokratie. Obwohl unser Autovermieter uns eine komplett ausgefüllte Zollerklärung mitgegeben hatte, lies es sich der tansanische Beamte nicht nehmen, diese in Gänze auf ein identisches Formular abzuschreiben. Vielleicht brauchte er dies als Rechtfertigung für die 20US$ Bearbeitungsgebühr.
Die weitere Straße bis Arusha war ebenfalls sehr gut in Schuss und so kamen wir rasch dort an. Unsere Unterkunft, die KIA-Lodge, liegt wie es der Name schon sagt allerdings am ca. 70km entfernten Kilimanscharo International Airport. Das wäre an sich kein Problem, ginge nicht unser morgiger Flug nach Zanzibar vom am anderen Ende Arushas gelegenen Regionalflugplatz.
Zur Ehrenrettung Sunworlds muss allerdings gesagt werden, dass dies auch der einzige Organisationsfehler der gesamten Reise war.
KIA-Lodge:
Große Lodge, die bei Flugreisenden von und ab Kilimanscharo International Airport sehr beliebt ist. Aufgrund des weitläufigen Geländes mit den in schöner Parkanlage verteilten Bungalows fällt die Größe der Lodge allerdings nicht auf.
Sehr guter Service, freundliches Personal und gutes Buffet. Den Geldwechsel sollte man allerdings auf Arusha verschieben, da ein sehr schlechter Kurs geboten wird.
Highlight ist der große auf einem Hügel liegende Pool, von dem aus man einen schönen Blick über die Savanne und auf den Kilimanscharo hat.
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Die KIA-Lodge war die Unterkunft mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis unserer Reise.
TopobärThemenstarter5’486 Beiträge · seit 200926. Mai 2009 · 12.Tag: Arusha - Zanzibar
An diesem Tag begann die dreitägige "Halbzeitpause" unserer Reise. Bevor unsere Reise in Tanzania weiter geht, wollten wir ein wenig auf Zanzibar ausspannen.
Da wir am falschen Flugplatz übernachtet hatten, mussten wir auch heute zeitig los, zumal es wieder quer durch Arusha ging.
Für den Inlandsflug nach Zanzibar galt ein Gepäcklimit von 15kg incl. Handgepäck, weshalb wir einen Teil des Gepäcks im Wagen lassen mussten. Da der Parkplatz am Flughafen nicht bewacht war, waren wir gespannt, ob wir unser Fahrzeug bei der Rückkehr unversehrt wiederfinden würden.
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Unsere einmotorige Propellermaschine startete pünklich und 1 1/2h später landeten wir zur Mittagszeit auf Zanzibar. Unsere Unterkunft "Bawe Private Island" konnten wir schon beim Landeanflug unter uns sehen.
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Auf den Shuttle unserer Unterkunft warteten wir allerdings vergebens. Ein Anruf bei Sunworld brachte dann aber schnell Abhilfe. Mit dem Taxi war die Anreise aber noch nicht beendet. Da unsere Unterkunft sich auf einer vorgelagerten Insel befindet, mussten wir noch auf ein Boot umsteigen. Leichter gesagt als getan, denn erstens gab es keinen Steg oder ähnliches und zweites blies ein starker Westwind, der hohe Wellen ans Ufer spülte. Diese Wetterlage ist sehr selten, normalerweise herrscht Ostwind und Bawe liegt im Windschatten von Zanzibar.
Das Anlegen auf Bawe war dann genauso spannend. Hier gab es zwar einen Steg, aber der lag ebenfalls nach Westen und somit voll in der Brandung. Letztendlich fuhren wir mit Schwung direkt auf den Strand.
Den Rest des Tages verdaddelten wir am Pool und am Strand.
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Bawe Private Island:
Die auf einer Privatinsel gelegene Unterkunft besteht aus 12 sehr schönen Strandbungalows. Zusätzlich gibt es am Pool noch Bar und Restaurant.
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Die Hütten sind alle im Swahili-Stil errichtet und mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Vor den Hütten ist eine sehr große überdachte Terasse mit Stühlen und großem Liege-Sofa. Der Blick auf's Meer ist fantastisch, im Hintergrund sieht man die Silhouette von Stonetown.
Das Meer ist am Strand vor den Hütten nicht zum baden geeignet, da es aufgrund des vorgelagerten Atolls sehr flach ist. Auch nach 100m geht einem das Wasser noch nicht einmal bis zum Knie. Es ist aber nicht weit bis zum Anlegesteg, wo man sehr gute Bademöglichkeiten findet.
Die Küche war durch die hier herrschenden indischen und arabischen Einflüsse eine schöne Abwechslung zu den letzten Tagen und von bester Qualität.
Bei Bawe Private Island handelt es sich um eine absolute Top-Unterkunft. Einziges Manko war der deutsche Verwalter. Zum einen war er ständig am reden, und zum anderen behandelte er seine schwarzen Angestellten, wie zu deutschen Kolonialzeiten.
TopobärThemenstarter5’486 Beiträge · seit 200929. Mai 2009 · 13. Tag: Zanzibar
Neben dem Bedürfnis sich ein wenig von der anstengenden Reise zu erholen, war es auch der Wunsch nach einem kulturellen Ausgleichsprogramm zu Tieren und Landschaft, der uns nach Zanzibar brachte.
So ließen wir uns nach einem gemütlichen Frühstück mit dem Boot nach Stonetown übersetzen. Bei Stonetown handelt es sich um die ehemalige Residenzstadt der Sultane von Oman, die über Jahrhunderte die Herrschaft über Zanzibar innehatten. Meist war hier sogar die Hauptstadt des Reiches und auf der arabischen Halbinsel saß lediglich ein Verwalter. Zanzibar war durch den Gewürz- und Sklavenhandel auch die Quelle des Reichtums, wo hingegen der Oman nur Sand und Wüste zu bieten hatte.
Heute ist die gesamte Altstadt von Stonetown zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt worden. Trotzdem verfällt hier vieles, da in einem Entwicklungsland andere Prioritäten gelten. Seitens Tanzania ist der Zustand Stonetowns somit absolut nachvollziehbar, allerdings verwundert das Verhalten der Unesco, die hier beide Augen zudrücken, Dresden aber wegen einer neuen Brücke den Welterbe-Status entziehen. Da wird eindeutig mit zweierlei Maß gemessen.
Uns gefiel aber der morbide Charme Stonetowns sehr gut. Es war viel autentischer, als wäre alles auf "Hochglanz" poliert. Immerhin handelt es sich hier nicht um ein Museum, sondern um eine lebendige Stadt.
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Wir gingen kreuz und quer durch das Gassengewirr und genossen die Gerüche der überall zum Verkauf angebotenen Gewürze. Auch Kunsthandwerk wird überall hergestellt und verkauft.
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Als die Hitze zur Mittagszeit immer stärker wurde suchten wir den ehemaligen Sultanspalast auf, in dem sich heute das Nationalmuseum Zanzibars befindet. In dem angenehm kühlen Gebäude erhält man einen sehr guten Einblick in alle Bereiche der Swahili-Kultur und von der Dachterasse genießt am eine schönen Blick über die Stadt und das Meer.
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Besonders interessant war die Sonderausstellung über die omanische Prinzessin Salme, die Ende des 19.Jahrhunderts einen Hamburger Kaufmann heiratete und in Ihrer Biografie erstmals Einblick in den damaligen Alltag auf der Insel bot.
Den Rest des Tages verbrachten wir auf Bawe Island, wo wir, wie jeden Abend, mit einem Glas Gin-Tonic den Sonnenuntergang genossen.
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TopobärThemenstarter5’486 Beiträge · seit 200909. Juni 2009 · 14.Tag: Zanzibar
Als leidenschaftlicher Hobbykoch freute ich mich schon den ganzen Urlaub auf den heutigen Besuch einer Gewürzplantage. Der Gewürzanbau war neben dem Sklavenhandel die Basis für den Reichtum Zanzibars in früheren Zeiten.
Mit dem Taxi fuhren wir ins Inselinnere. Palmen dominieren das Landschaftsbild. Als wir in einen kleinen Feldweg abbiegen und an einem weiteren Palmenhain anhalten frage ich mich zunächst, wo die Plantage sein soll; dabei stehen wir schon mitten drin. Bei den unter und zwischen den Palmen wachsenden Pflanzen, handelt es sich um die hier kultivierten Gewürze, da hatte ich einfach eine völlig falsche Vorstellung von einer Gewürzplantage.
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Die Führung durch die Plantage war sehr informativ. Alle Gewürze wurden uns vom Anbau, Ernte und Weiterverarbeitung erklärt. Viele Gewürze konnte man in der zu erntenden Rohversion gar nicht identifizieren, teils noch nicht einmal anhand Geruch und Geschmack. Wir bekamen unter anderem Zimt, Nelken, Pfeffer, Ingwer und Kurkuma gezeigt. Darüber hinaus viele lokale Gewürze, die man in Europa überhaupt nicht kennt und die häufig in der lokalen Heilkunde eine wichtige Rolle spielen.
Als Abschiedsgeschenk gab es noch eine frisch vom Baum geholte Kokosnuss zur Erfrischung. Obwohl ich selbst Sportkletterer bin, war ich beeindruckt, wie lässig und ohne Sicherung die Jungs in den Palmen unterwegs sind.
Zum Mittagessen fuhren wir zur vorgelagerten Prison Island.
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Neben den Resten des Gefängnisses aus Kolonialzeiten gibt es hier auch Seychellen-Riesenschildkröten zu sehen und zu streicheln.
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Den Rest des Tages verbrachten wir relaxt am Strand von Bawe Island. Morgen geht es wieder auf Safari.
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TopobärThemenstarter5’486 Beiträge · seit 200912. Juni 2009 · 15.Tag: Zanzibar - Tarangire NP
Die Rückreise nach Arusha war perfekt arrangiert. Boot, Taxi, Flug gingen direkt ineinander über, waren pünktlich und ehe wir uns versahen standen wir wieder auf dem Flugplatz von Arusha, wo der zweite Teil unserer Safari beginnen konnte.
Zu unserer großen Freude fanden wir unseren Wagen nach 3 Tagen auf dem unbewachten Flughafen-Parkplatz unversehrt vor. Jetzt war es ein Vorteil, von Arusha aus geflogen zu sein. Wir mussten nicht noch einmal durch die Stadt und erreichten nach nur 1 1/2h auf guter Asphaltstraße das Gate des Tarangire Nationalparks. Den Eintritt konnten wir mit Kreditkarte zahlen.
Da die Tarangire Safari Lodge nur unweit des Gates liegt, waren wir zum Lunch dort. Bevor wir unsere Zelte beziehen konnten, mussten wir uns leider noch mit einem sehr unfreundlichen Typen an der Rezeption rumärgern. Er wollte unseren Voucher nicht anerkennen und behauptete, dieser wäre nur in Verbindung mit einer Überweisungsbestätigung des Übernachtungspreises gültig. Seine Zentrale in Arusha konnte er wegen Wochenende auch nicht kontaktieren. Glücklicherweise konnten wir aber Sunworld erreichen, die die Situation schnell klären konnten; genau wegen solcher für Afrika nicht ungewöhnlicher Probleme haben wir die Unterkünfte nicht selbst, sondern über einen lokalen Partner gebucht.
Nachmittags begaben wir uns dann auf Gamedrive in der näheren Umgebung der Lodge. Hier zeigten sich schon die für den Tarangiere Nationalpark typischen Bilder: Riesige Baobabs und zahlreiche Elefanten.
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Tarangire Safari Lodge:
Die Lodge hat sich seit unserem letzten Besuch vor 10 Jahre enorm vergrößert, sowohl, was den Zentralbereich mit Restaurent, Bar und Lobby betrifft, als auch, was die Anzahl der Zelte betrifft.
Die Zelte sind im Vergleich zu den Zelten der anderen Unterkünfte deutlich kleiner und stehen auch näher beieinander. Dafür ist Ihre Lage an der Abbruchkante über dem Tarangire River sehr schön.
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Das Essen ist in Ordnung und bis auf die Aktion an der Rezeption war auch der Service gut.
Das Highlight der Lodge ist die große Aussichtsterasse, von der aus man tagsüber das Tal des Tarangire River überblicken, abends den Sundowner genießen, und Nachts die Sterne betrachten kann.
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Die Tarangire Safari Lodge ist deutlich günstiger als die meisten anderen Nationalpark-Unterkünfte in Tanzania und bietet ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.
siggi387 Beiträge · seit 200913. Juni 2009 · Für die Reservate Samburu, Buffalo Springs und Shaba, also für alle drei Reservate ist nur einmal Eintritt zu zahlen.
Die weite Strecke nach Samburu (400 Km)für 1 1/2 Tage dort halte ich für absoluten Unsinn. Auch sollte man seinen Tagesablauf, wenn man Tiere sehen will, diesen anpassen.
D.h. Zwischen 06.00 und 06.30 das Camp verlassen und anstatt zum Frühstück in das Camp zurück zukehren eine Frühstücksbox mitnehmen und im Busch frühstücken, sonst verbringt man die beste Zeit für Tierbeobachtungen im Camp.
Kein Wunder wenn keine Chetahs, Löwen oder ein Leopard gesichtet wurde. Offensichtlich wurden nicht einmal die wunderschönen Grevyzebras gesichtet.
Für Samburu und Buffalo Springs sollte man mindestens vier Tage einplanen.
Übrigens, Samburus Elefanten sind die Friedfertigsten Afrikas.

Vor Sonnenaufgang - Samburu National Reserve
Siggi
Siggi
Menschen für Afrika begeistern
http://www.safaris-in-afika.de
TopobärThemenstarter5’486 Beiträge · seit 200915. Juni 2009 · Schön, dass Du weisst, wie es uns am besten gefallen hätte. Im übrigen bin ich für etwas Unsinn immer gern zu haben.
Damals wurde uns von einem Ranger an der Brücke zwischen Samburu und Buffalo Springs ausdrücklich mitgeteilt, das separat Eintritt bezahlt werden müsse. Da der "Reise know how" gleichlautendes schrieb, bestand kein Grund, mit dem Ranger zu diskutieren. An unseren Tagen in Samburu hatten auch die professionellen Fahrer keine Katzensichtungen. Man ist halt nicht im Zoo mit Garantie, alles zu sehen.
Auch das Offensichtliche kann täuschen. Wir haben auch Grevys gesehen. Allerdings sind Sie für mich halt nicht so besonders wie anscheinend für Dich. Ich hatte auch schon geschrieben, dass ich hier leider nur Digitalfotos einstellen kann, die Tierfotografien mit starken Tele aber alle noch mit Diafilm gemacht wurden (wird zum nächsten Afrikaurlaub geändert).
Wenn mir ein Elefant durch sein Verhalten klar macht, dass ich ihm nicht noch näher auf die Pelle rücken soll, akzeptiere ich dies. Ich überlasse es dann lieber anderen, zu testen, ob er seine Privatsphäre gewaltsam verteidigt, oder einen friedfertig gewähren lässt. Auch ist es ein großer Unterschied, wer aktiv und wer passiv ist. Steht das Fahrzeug, kommen Elefanten sehr nahe, ohne dass sie sich stören lassen. Bewegt sich das Fahrzeug auf die Gruppe zu, wird schon deutlich früher signalisiert, dass man nicht näher kommen soll.
SOsocla13 Beiträge · seit 200616. Juni 2009 · Hallo Topobär,
ich will ja nicht drängeln, aber ich warte mit Spannung auf
die Fortsetzung von deinem wunderbaren Reisebericht!!
socla
siggi387 Beiträge · seit 200916. Juni 2009 · Hallo Topobär,
natürlich weiss ich nicht was euch am besten gefallen hätte.
Ich denke aber die Parks werden besucht um das Wild zu sehen.
Jeder kann seine Reisen gestalten wie immer er will. Achthundert Kilometer (Hin,- und Rückfahrt) auf teilweise sehr schlechter Piste um 1 1/2 Tage in einem Park zu sein ist, wenn der vorstehend genannte Grund vorlag, wenig erfolgversprechend.
Viel fahren = viel sehen, ist was Tiersichtungen betrifft völlig falsch. Selbst in einem kleinen Reservat wie Samburu sollte man sich mindestens drei volle Tage aufhalten.
Samburu gehört zum Council in Maralal und Buffalo Springs zu Isiolo. Während der Verhandlungen über die Verteilung der Eintrittsgebühren gab es für ein paar Tage den Versuch für Buffalo Springs, wenn man über ein Gate in Samburu eingereist ist, zusätzliche Eintrittsgebühren zu fordern.
Bestimmt habt ihr genau diese Tage erwischt.

Cheetahs in Samburu
Gruß
Sigi
Siggi
Menschen für Afrika begeistern
http://www.safaris-in-afika.de
TopobärThemenstarter5’486 Beiträge · seit 200917. Juni 2009 · Wir haben die Reise auf Basis der Wünsche meiner Schwiegereltern organisiert. Denen ging es darum einem möglichst umfangreichen ersten Eindruck von Ostafrika zu erhalten. Dazu gehörten nicht nur die Tiersichtungen, sondern auch die verschiedenen Landschaftsformen in den unterschiedlichen Nationalparks und auch Land & Leute außerhalb der Nationalparks. Unterm Strich haben wir auch alles an Tieren gesehen, nur halt nich in einem Nationalpark sondern áuf die verschiedenen Parks verteilt.
Meine Schwiegereltern waren von der Reise sehr begeistert, was sich auch daran zeigt, dass wir für Mai 2010 eine vergleichbare Tour durch Namibia und Botswana führen werden.
Das nächste Kapitel kommt noch diese Woche, muss nur erst die Bilder dafür hochladen.
TopobärThemenstarter5’486 Beiträge · seit 200918. Juni 2009 · 16. Tag: Tarangire Nationalpark
Der Tarangire Nationalpark ist riesig und unsere Unterkunft lag in der äußersten nördlichen Ecke. Somit war klar, dass man nur mit Morgen- und Abend-Gamedrive nicht viel von dem Park sehen wird. Wir wollten deshalb den ganzen Tag im Park verbringen. Wie schon so häufig auf dieser Reise nutzen wir den frühest möglichen Zeitpunkt zum Frühstücken. Die bereits am Vortag bestellten Lunchpakete standen auch schon bereit und so konnten wir zeitig aufbrechen.
Die Brücke über den Tarangire River war schnell erreicht und überquert. Ab hier begann auch für mich Neuland. Als wir vor 10 Jahren hier waren, herrschte Hochwasser; die Brücke war überschwemmt und wir konnten nur den kleinen Nordteil des Parks besuchen.
Auf der Hügelkette westlich des Flusses fuhren wir nach Süden. Hier herrscht dichtes Buschland welches bei den Elefanten sehr beliebt ist. Da sich die Dickhäuter zwischen den Büschen erstaunlich gut tarnen können war eine sehr vorsichtige Fahrweise angebracht. Man möchte den Burschen ja nicht ans Bein pink..., äh fahren.
Längere Zeit verbrachten wir neben einem Mangusten-Bau, aber leider zeigten uns die kleinen Racker nie mehr als Ihre Nasenspitze, sehr schade.
Immer wieder stehen auch Baobabs in der Landschaft. Ein besonders mächtiges Exemplar ist Poachers Hide. Er bietet zudem noch die Besonderheit, dass sich in ihm eine geräumige Höhle befindet, die mehreren Menschen Schutz bieten kann.
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Südlich des Tarangire Hill fuhren wir zum zweiten Flußübergang des Parks, einer betonierten Furt. Unser nächstes Ziel, der Silale Swamp lag auf der anderen Flußseite.
Der Silale Swamp und weitere große Sumpfflächen im Süden leuchteten in saftigstem grün. Umso erstaunter waren wir, dass wir gerade in diesem Gebiet so gut wie keine Tiere sahen. Die Sattelstörche auf den abgestorbenen Bäumen am Rande des Sumpfes waren da schon das Highlight.
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Wir fuhren zurück zum Fluß um an ihm entlang zur Lodge zu gelangen. Unsere knurrenden Mägen erinnerten uns daran, dass die Mittagszeit schon lange überschritten war. Glücklicherweise fanden wir recht schnell einen geeigneten Picknickplatz. Im Schatten eines großen Baums auf dem Hochufer stehend, konnten wir auf dem Autodach sitzend die Elefanten im Flußbett beobachten. Da schmeckt der Lunch gleich doppelt gut.
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Entlang des Flusses ging es weiter. Neben den Elefanten sahen wir auch viele Giraffen und Antilopen, wie diese Wasserböcke:
[bild: 117058]
Lediglich Gnus und Zebras gab es keine, da die sich, bedingt durch die Migration, um diese Jahreszeit außerhalb der Parkgrenzen aufhalten.
Rechtzeitig vor Sonnenuntergand waren wir zurück, so dass wir den Sundowner wieder auf der schönen Terasse einnehmen konnten.
Abends im Restaurant fiel uns auf, dass die dort arbeitenden Mädels alle eine Perücke als Kopfbedeckung trugen. Sah lustig aus.
TopobärThemenstarter5’486 Beiträge · seit 200925. Juni 2009 · 17. Tag: Tarangire N.P. - Serengeti N.P.
Unsere Zeitplanung hatten wir klar unterboten, als wir nach etwas über einer Stunde Fahrzeit am Eingang zur Ngorongoro Conservation Area ankamen. Ein perfektes Asphaltband führt von der Hauptstrasse Arusha-Dodoma über Mto Wa Mbo, das Escarpment hinauf, durch Karatu, bis zum Eingang. Bei unserem letzten Besuch war dies noch eine fürchterliche Piste, die zur Hälfte unter Wasser stand, durch zahlreiche Bäche führte und über grobe Felsen das Escarpment hinaufkletterte. Damals brauchten wir einen halben Tag, aber es gefiel mir besser, war einfach abenteuerlicher.
Für die Infrastruktur der einheimischen Bevölkerung ist die gute Verbindung natürlich ein Segen. Allein durch den vereinfachten Transport der landwirtschaftlichen Güter dieser fruchtbaren Region hat sich der Wohlstand in dieser Region deutlich gehoben. Auch die Orte Mto Wa Mbo und Karatu sind kaum wieder zu erkennen. Alles erstrahlt in frischen Farben, es liegt kein Müll herum und die meisten Menschen sind gut gekleidet. Wie auch in vielen anderen Teilen des Landes zu sehen, scheint sich die "good governance" der Regierung auszuzahlen. Nicht zuletzt durch die dadurch überdurchschnittliche Entwicklungshilfe.
Am Gate müssen wir dann erst einmal kräftig löhnen: 240US$, nur dafür, dass wir das Gebiet der Conservation Area durchqueren dürfen, ohne in den Crater selbst zu fahren. Das Geld sollte uns dieser Tage in atemberaubendem Tempo aus der Tasche gezogen werden. Glücklicherweise wird Kreditkarte genommen, so dass man wenigstens keine Unmengen an Bargeld mit sich rumschleppen muss.
Ab dem Gate wechselt die Straße in eine Lateritpiste, die sich steil zum Kraterrand emporwindet, den sie am Denkmal für die im Kampf für die Tierewelt und gegen Wilderer ums Leben gekommen sind. Der Blick ist fantastisch und lässt sich nur unzureichend fotografisch wiedergeben.
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Kurze Zeit später passiert die Piste das Grabmal von Bernhard und Michael Grzimek. Weiterhin fahren wir auf dem Kraterrand entlang. Dichter tropischer Bergwald umgibt uns, lässt aber immer wieder den Blick in den Krater frei. Erst hinter der Main Area verlässt die Piste den Kraterrand wieder. Die Vegetation geht fast schlagartig in Grassavanne über, die sich die Hänge des Kraters bis hinunter in die Ebene der Serengeti zieht.
Hier gibt es zahlreiche Massai-Dörfer. Die Massai dürfen hier weiterhin ihrem traditionellem Lebensstil folgen und wurden nicht zugunsten der Tiere aus der Region vertrieben. Dies ist auch der Grund, weshalb Ngorongoro kein Nationalpark, sondern eine Conservation Area ist.
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Auf rauher steiniger Strecke geht es hinab in die Ebene und zum Naabi Hills Gate, wo erneut die Kreditkarte gezückt werden muss. Wieder 240US$ je 24h.
Beim Blick zurück bietet sich eine eindruckvolle Szenerie. Der den Masai heilige Berg, der Vulkan Ol Doinyo Lengai ist sehr aktiv und schickt eine trotz Entfernung und Dunst gut sichtbare Rauchsäule in den Himmel.
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Jetzt wirds flach. Wir sind in der riesigen Ebene der Serengeti. Vereinzelt ragen in der Ferne Inselberge empor, oder man sieht blanke Granitkuppeln, Kopjes genannt. Erst in der Seronera Area wird es wieder etwas hügeliger. Hier liegt auch unsere Unterkunft für die nächsten beiden Nächte, die Serengeti Serena Lodge, welche wir am Nachmittag erreichten.
Gegen Abend erkunden wir noch die Umgebung der Lodge. All zu viele Tiere sehen wir nicht, nur einige Antilopen. Grund dafür dürften wohl die vielen TseTse-Fliegen sein, die hier im Buschland vorkommen. Die Biester beissen verdammt schmerzhaft zu und sind zudem noch hart im nehmen. Etliche vermeintlich tot geschlagene Fliegen berappelten sich nach einiger Zeit wieder und gingen sofort zum Angriff über.
Trotzdem hielt der Tag noch ein letztes (im wahrsten Sinne) Highlight für uns parat. Unweit der Lodge gibt es einen Berg, der die umliegende Ebene hoch überragte. Oben befindet sich eine große Funkantenne, weshalb ich vermutete, dass es eine Zufahrt auf den Gipfel geben müsse. Bei der Umrundung des Berges fand ich dann auch eine alte Fahrspur, die sich in immer steileren und engeren Serpentinen den Berg hinauswand. Es ging nur mit Untersetzung und häufigen Reversieren, aber letztendlich kamen wir oben an, um dort das letzte Licht des Tages zu genießen.
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lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200830. Juni 2009 · Hallo Topobär!
Ein wirklich schöner Reisebericht. Sehr nett geschrieben und informativ.
Eine ideale Einstimmung auf eine geplante Ostafrika Reise.
Wir sind vor vielen Jahren ähnliche Strecken gefahren. U.a. auch vom Escarpment in die Mara runter, bei Regen, - wir fuhren nur selten geradeaus.
Vielen Dank. Wann geht’s weiter?
Gruß Lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
TopobärThemenstarter5’486 Beiträge · seit 200906. Juli 2009 · Das "Vergnügen" hatte wir im El-Nino-Winter 1997/1998 von der anderen Seite kommend. Die Auffahrt war wie Schmierseife und die Safaribusse und auch ein Teil der großen Geländewagen blieben an der Steigung liegen. Ein großer Überlandbus war sogar umgekippt. Unser kleiner Suzuki Geländewagen, aus dem wir bis dahin immer neidisch zu den großen Geländewagen aufgeblickt hatten. Er war klein, leicht und wendig, so dass wir uns zwischen den liegen gebliebenen Fahrzeugen hindurchschlängeln konnten und als eines der wenigen Fahrzeuge oben ankamen. Die Traktorbesitzer aus Karatu haben sich in dem Winter sicher eine goldene Nase verdient.
Die Schreibpause war urlaubsbedingt. Der Bericht geht bald weiter.
TopobärThemenstarter5’486 Beiträge · seit 200914. Juli 2009 · 18.Tag: Serengeti Nationalpark
Ich komme mir schon langsam etwas blöd vor, jeden Tagesbericht damit zu beginnen, das wir beim ersten Büchsenlicht aufgestanden sind, aber so ist es halt, wenn man in Afrika ist und schönes Fotolicht sowie aktive Tiere haben will.
Unsere Vormittagspirsch führte uns in die Kurzgrassavanne südwestlich von Seronera. Hier findet man die für die Serengeti typischen großen Herden der Grasfresser: Zebras, Gnus, Büffel und verschieden Antilopenarten.
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Landschaftlicher Kontrapunkt zur ansonsten topfebenen Savanne sind die Kopjes, glattgeschliffenen Granitdome, die sich unvermittelt aus der Fläche erheben.
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Hier hat man gewöhnlich die besten Chancen, Löwen zu sehen und bei unserem letzten Besuch in der Serengeti wimmelte es hier nur so vor Raubkatzen. An diesem Tag herrschte aber absolut tote Hose. Es fehlte nicht nur an Löwen, auch ansonsten waren außer einigen Vögeln keinerlei Tiere bei den Kopjes zu sehen. So konnten wir die Kopjes diesmal "nur" als landschaftliche Sehenswürdigkeit erleben.
Nach dem Mittagessen wollten Horst und Anne die heißen Stunden des Tages lieber im Schatten der Lodge und am Pool genießen. Kathrin und ich hatten jedoch wieder Hummeln im Hintern, so dass wir bis zur Nachmittags-Pirsch zunächst alleine aufbrachen. Da sich die heißen Mittagsstunden nicht für einen normalen Gamedrive eignen, war unser Ziel der Retima Hippo Pool. Hier ist auch in der größten Hitze immer etwas los. Uns fiel vor allem eine Hippo-Kuh mit noch sehr kleinem Nachwuchs ins Auge, die ständig damit beschäftigt war, dieses vor seinen großen Artgenossen abzuschirmen.
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Als es kühler wurde holten wir Anne und Horst in der Lodge ab und fuhren zu den Galeriewäldern rings um Seronera; einem weiteren Hotspot für Raubkatzen. Es gab wieder reichlich Planzenfresser unter anderem auch Giraffen und Elefanten. Von Katzen aber keine Spur. Es fing an zu dämmern und die Fahrzeuge der Lodges machten sich schon auf den Rückweg zu ihren Unterkünften. Wir beschlossen, noch einen letzten Loop zu fahren und wurden belohnt. Unweit des Weges lag eine Gruppe Löwinnen mit Jungen. Leider mahnte uns bald die fortschreitende Dämmerung zum Aufbruch.
Noch einmal hielt ich an, um den schönen Sonnenuntergang auf Festplatte zu bannen. Als ich mir dabei die Bäume näher anschaute, konnte ich zuerst nicht glauben, was ich sah. Auf zwei der großen Akazien lag jeweils ein Leopard im Geäst. Wenn es für Fotos auch schon längst zu dunkel war, so konnten wir diese herrlichen Tiere doch mit dem Feldstecher noch sehr gut betrachten.
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Die fantastischen Tiersichtungen am Ende des Tages hatten uns stark aufgehalten und so kamen wir erst im stockdunkeln in der Lodge an.
Serengeti Serena Lodge:
Die Lodge hat alles, was man von einer Serena Lodge erwartet: Schöne saubere Zimmer, gutes Essen und freundlichen Service. Trotzdem hat sie mich nicht überzeugt. Der Grund ist die Lage inmitten dichtbewachsenen Buschlandes, so dass man außer an einem kleinen Aussichtspunkt nirgends den Blick über die weiten Ebenen der Serengeti schweifen lassen kann.
Nächstes Mal würde ich mich wohl für die auf einem Kopje errichtete Seronera Lodge entscheiden, auch wenn deren Aussattung wohl schon etwas in die Jahre gekommen sein soll.
Abends gab es dann noch eine kleine Show einer lokalen Artistengruppe. Artistik hat in Tanzania einen hohen Stellenwert und es gibt richtige Artistenschulen im Land, was sich auch am großen Anteil von Tanzaniern bei Andre Hellers "Afrika, Afrika" zeigte.
Hanne6’155 Beiträge · seit 200617. Juli 2009 · Hallo Topobär,
warte auf die Fortsetzung Deines Reise-
berichtes 19. Tag usw. hast Du keine
Lust mehr --?
Ich finde den Bericht sehr informativ,
so getraut man sich auch als Selbstfahrer
mal dorthin zu reisen. Vielen Dank.
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
ANNICK8’057 Beiträge · seit 200817. Juli 2009 · Hallo Topobär,
Ich schliesse mich Hanne an. Habe mich erst nicht getraut etwas zu sagen!
Hanne hat netterweise die Türen geöffnet.
Wo bleiben die restlichen 3 Tagen deiner Superreise? Habe deinen Bericht sehr informativ gefunden.
Es wäre so schade auf die restlichen Tage verzichten zu müssen!
Es grüsst
Annick
TopobärThemenstarter5’486 Beiträge · seit 200917. Juli 2009 · Die restlichen Tage kommen auf jeden Fall noch. Es sind sogar noch 4. Bin allerdings derzeit sowohl beruflich als auch freizeitmäßig (diverse Urlaube wollen geplant werden) sehr im Streß. Werde am Wochenende die Fotos für den nächsten Tag sichten und dann spätestens am Montag den Text schreiben. Vielleich schaffe ich auch noch einen weiteren Tag bevor ich dann die Übernächste Woche im Urlaub bin.
Aufgrund der positiven Resonanz auf meinen Bericht, hier schon eine Vorankündigung: Wenn ich mit Ostafrika fertig bin folgt eine Reisebericht über eine Motorradtour durchs Damaraland und Kaokoveld.
paulimann781 Beiträge · seit 200717. Juli 2009 · Topobär schrieb: Wenn ich mit Ostafrika fertig bin folgt eine Reisebericht über eine Motorradtour durchs Damaraland und Kaokoveld.
Da warte ich auch schon ganz gespannt drauf! Aber immer mit der Ruhe...:)
TopobärThemenstarter5’486 Beiträge · seit 200920. Juli 2009 · 19.Tag: Serengeti Nationalpark - Karatu
Da wir erst möglichst spät in die Ngorongoro Conservation Reserve einreisen wollten um den 24h-Eintritt auch noch für die morgen geplante Fahrt in den Krater nutzen zu können, hatten wir noch viel Zeit in der Serengeti. Die wollten wir dafür nutzen, die Gegend rund um den Lake Ndutu zu erkunden, ein Bereich des Serengeti NP, der auch Kathrin und mir noch unbekannt war.
Der Weg zum See führte mitten durch die Kurzgrassavanne der riesigen Serengeti Plains. Die sich auf stetiger Wanderschaft befindenden großen Herden der Grasfresser befinden sich derzeit in diesem Gebiet und so konnten wir uns hier an wahren Tiermassen berauschen. Wo so viele Beutetiere sind, sind natürlich auch die Fleischfresser nicht weit und so konnten wir auch wieder eine Gruppe Löwen erspähen.
Die Landschaft änderte sich, als wir uns dem See nähern. Zuerst geht die Savanne in Buschland über und der See selbst ist von zahlreichen großen Bäumen umgeben. So änderte sich hier auch die Tierwelt. Wir sahen erstmals in der Serengeti Elefanten und Giraffen.
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Um auf die Piste in Richtung Naabi Hills zu kommen galt es den See zu dreivierten zu umrunden, was sich als gar nicht so einfach herausstellte. Zum einen gibt es ein unglaubliches Gewirr an Fahrspuren, so dass die einzige Orientierungsmöglichkeit war, den See immer im Blick zu behalten. Dem steht entgegen, dass die Uferregion oft weitläufig versumpft ist. Gerade mit unserem sehr schweren Fahrzeug galt es dann immer abzuwegen, die Schlammpassage zu durchfahren oder eine Umfahrung zu suchen. Ich orientierte mich meist daran, ob seit dem letzten Regen frische Reifenspuren durch die fragliche Passage führten oder nicht. Hier in der Wildnis überlasse ich lieber anderen die Pionierarbeit.
Unsere Lunch-Pakete gabt auf dem Hochufer mit Seeblick. Leider war es direkt am See extrem dunstig, so dass man den Fotoapparat überhaupt nicht auspacken brauchte.
Naabi Hills erreichten wir am Nachmittag. Und von hier aus war der Weg vorbei am Ngorongoro-Crater nach Karatu zum Ngorongoro Farm House schnell geschafft.
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Ngorongoro Farm House:
Um es gleich vorweg zu sagen, eine der absoluten Top-Unterkünfte dieser Reise.
Das Ngorongoro Farm Hause ist eine ehemalige Kaffee Plantage etwas außerhalb von Karatu an der Straße Richtung Krater.
Das große reetgedeckte Haupthaus liegt in einem parkähnlichen Garten. In ihm befindet sich das Restaurant und auch der sehr große Pool ist hier zu finden.
Die Gäste wohnen in kleinen auf dem Gelände verstreuten Bungalows, die sich vor allem durch die großen Aussichtsterrassen auszeichnen, die einen weiten Blick über das ehemalige Farmgelände erlauben.
Das Essen ist sowohl von der Qualität, als auch vom sehr stilvollen Ambiente des Restaurants ein Erlebnis. Danach kann man es sich am Lagerfeuer auf der Restaurant-Terasse gemütlich machen. Hier in fast 2000m Höhe wird es nach Sonnenuntergang merklich kühler, so dass man die Wärme des Feuers durchaus zu schätzen weiss. Im Hintergrund machen zwei Masai dezent Musik, ein perfekter Abend.
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