peter 08Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200812. Jan. 2009 · #1
Hallo,
wir wollten den Nissan HiLux Single Cab als Trax mit dem seitl. ausklappbaren Bett mieten. Mit dem alten 2,7 l Benzinmotor haben wir gute Erfahrungen gemacht (Drehmoment, Verbrauch, Laufruhe)
Jetzt hat mir der Vermieter den Nissan Patrol in der Discoverer X Ausstattung zum gleichen Preis angeboten. Der Wagen scheint größer und komfortabler zu sein, skeptisch bin ich nur beim voraussichtlichen Verbrauch des 4,2 l Diesel Motor.
stobi_de325 Beiträge · seit 200612. Jan. 2009 · #3
Es gibt keinen besseren (haltbareren Motor) wie den 4.2 Saugdiesel von Nissan. Ich wünschte, ich hätte den in meiner Kiste !!! Der Wagen selbst ist sehr gut und wird nur von wenigen Toyota-Modellen übertroffen.
AUF JEDEN FALL ZUGREIFEN !!!
gruß Frank
Die Welt ist zu groß, um immer nur auf Straßen zu fahren
peter 08Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200812. Jan. 2009 · #4
Vielen Dank Euch beiden, ich habe den Nissan eben gebucht
peter 08Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200819. Jan. 2009 · #7
Hallo,
die Buchung incl. Mietbedingungen und Zahlung lief problemlos auf Deutsch via Frau Libby von Outback-Xplorer Pty. Ltd.,PO Box 669, North Lakes, QLD 4509, Australia über ein Konto bei der Dt. Bank in Hamburg.
Den Nissan stellt Bobo Campers in Windhoek, über die Erfahrung dort werde ich in vier Wochen berichten.
Schön, dass das mit Frau Libby u. Bobo Campers / WDH geklappt hat. Kann ich beide empfehlen. Voll i.O.! U.a. auch, weil die Vollkasko eine echte, deutsche Vollkasko ist.
Wir werden im August für 3,5 Wo. nun das 2te Mal mit dem Discoverer X nach NAM / BOT fahren.
Aaaber: das mit den 12l (C. Möhle) ist eine "kleine" Untertreibung. Die Kiste hat einen 4,2l Diesel... . Wie soll das denn gehen mit 12l? Auf 50 Km? Im Rückwärtsgang, bergab im Leerlauf 😄 ? Unter 18l ist der nicht normal zu fahren. Und, wenn Du ihn auf Namibias Strassen mal etwas schneller bewegst, so ab 100 km/h aufwärst, dann bist Du auch ganz schnell mit 20l aufwärts dabei. Habe das Teil etwa 4.000 Km weit in allen Gangarten und durch jedes Gelände bewegt. Der hat 'nen Cw-Wert wie eine Hauswand, nur nicht so gut wie diese. Dafür ist der Motor superrobust. Hat ja auch keinen Schnickschnack, wie Turbo oder so. Und das ist in Afrika nur von Vorteil, wenn doch mal etwas dran ist.
Im Tiefsand war er jedem Trax überlegen (haben wir damit rausgezogen...). Wasser/ "fester" Matsch war auch kein Problem, aber im "Steppenmatsch" des Moremi obacht: Dafür ist er einfach zu schwer! Du solltest jede unbekannte Wasserdurchfahrt vorher zu Fuß durchlaufen. Wenn Du damit hängenbleibst, dann "viel Spass" beim Freikriegen. Geht dann nur noch mit richtig schwerem Gerät. Ich meine keinen Traktor (der geht nur vorne hoch und sonst passiert nichts). Auch nix mit "ein anderer Jeep zog uns raus", auch nicht "zwei andere Jeeps zogen uns raus". Da passiert nichts. Und vorher heißt es: Buddeln, buddeln und improvisieren. So mit "wir schieben mal eben 2 ganze Bäume unters Auto" 🤨 ! Richtig lustig wird's, wenn es im Winter dunkel wird im NP... . Weiß leider, wovon ich rede ... also, bitte aufpassen, wo Ihr damit durchfahren wollt!!! Zum Glück ist das Auto komplett heile geblieben! Denn trotz Vollkasko versuchen wir damit pfleglich umzugehen, denn andere wollen ja auch noch damit rumfahren.
LG Dirk
Auf dem Bild fuhren wir noch durch den Mamili NP / NAM, hängengeblieben sind wir im Moremi GR / BOT.
0
peter 08Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200820. Jan. 2009 · #9
Hallo Dirk,
wie ich schon geschrieben habe, war ich mit dem HiLux 2,7 Benziner mehr als zufrieden. Bei der aktuellen Buchung war uns in erster Linie der Camper-Aufbau wichtig - da habe ich eben "nur" Angebote mit dem 4,2 ltr. Nissan-Diesel gefunden. Fahrsituationen, wie von Dir beschrieben, sind in unseren Ferien nicht beabsichtigt.
Eine Zuzahlung bei plausiblen Schädens an anfälligen Bauteilen wie Räder, Unterboden und Windschutzscheibe habe ich ausgeschlossen. Ob es sich hierbei um eine "echte dt. Vollkasko" handelt, möchte ich offengestanden nicht austesten.
@Dirk Deine 18 Liter Verbrauch schocken mich schon ein wenig. Die Vermieterseite gibt ja 12 Liter an. Aber Du musst es ja wissen, wenn Du ihn schon einmal gefahren bist.
Verbraucht ein Nissan so viel mehr als ein Toyota oder ist der Aufbau so extrem schwer? Mit dem Toyota Landcruiser Bushcamper (kompletter Campingaufbau und 4,2 Liter Dieselmotor) sind wir in Australien 11'500 km gefahren und haben insgesamt 1395 Liter getankt, was einem Verbrauch von gut 12 Litern entsprach. Und das war der Durchschnitt - trotz Tiefsandfahrten zwischendurch. Wir haben allerdings aktiv versucht Sprit zu sparen und haben deswegen z.B. die Aircondition so gut wie nie angemacht.
stobi_de325 Beiträge · seit 200624. Jan. 2009 · #11
Eines muß bei den ganzen Verbrauchsfragen immer bedenken: wie wurde der Wagen bisher gewartet? Ich will jetzt mal ganz dreist behaupten, das die Arbeitsqualität in Australien im Durchschnitt um Längen besser ist als in NAM und ZA.
Seit bei meinem Wagen (Nissan Patrol mit 2.8 Diesel) eine afrikanische Werkstatt an der Einspritzpumpe gefummelt hat, verbraucht meiner auch nun 15 Liter statt 11, hat dafür aber weniger Leistung. Und bisher habe ich noch keinen gefunden, der es wieder richten konnte.
Aber um Deine Frage zu beantworten: der dicke Nissan Diesel verbraucht das Gleiche wie der vergleichbare Toyo!
Gruß Frank
Die Welt ist zu groß, um immer nur auf Straßen zu fahren
Hier auch noch mein Senf dazu: Ich hätte auch den 4.2 l-Diesel Patrol gewählt. Ich weiß ja nicht, wohin du genau fahren willst, aber: Im tiefen, losen Sand wenn's dazu noch richtig bergauf geht (steile Dünen) ist der Hilux 2.7 Benziner einfach zu schwach auf der Brust. Im übrigen ist der Verbrauch eines Benziners im schweren Gelände (Wühlen) nach oben offen, da gehen im Ernstfall durchaus mal kurzfristig 40 Liter auf 100 durch - zum Glück wird man in Naibia oder Botswana jedoch wohl kaum 100 km am Stück wühlen müssen. Der Diesel, und insbesonders der 4.2 Liter-Motor, hat die bessere Durchzugskraft vor allem im unteren Drehzahlbereich, also wenn der Sand mal richtig bremst, und der Maximalverbrauch ist nach oben begrenzt. Bin lange einen Patrol (älteres Modell) gefahren, in überwiegend matschigem Gelände, würde mit 14 Liter im H4 rechnen, im H2 auf Straße 11 bis 12 Liter, einen einigermaßen ordentlichen technischen Zustand vorausgesetzt. Den Einwand, daß er auf der Straße bei einer Geschwindigkeit von mehr als 100 kmh mehr verbraucht als der Hilux, halte ich für irrelevant, denn mit einem Geländewagen und entsprechenden Geländereifen würde ich grundsätzlich nicht mehr als 100 fahren - es sei denn es ist die Dakar... Wichtig: Zusatztank und mehrere Reservekanister vollmachen.
... Seit bei meinem Wagen (Nissan Patrol mit 2.8 Diesel) eine afrikanische Werkstatt an der Einspritzpumpe gefummelt hat, verbraucht meiner auch nun 15 Liter statt 11, hat dafür aber weniger Leistung. Und bisher habe ich noch keinen gefunden, der es wieder richten konnte. .. Gruß Frank
Das klingt nach etwas verdrehtem Einbau der Einspritzpumpe (Langlöcher), über die der statische und dynamische Förderbeginn geregelt wird. Wenn die Stellung zum Motor nicht stimmt, hat man Leistungsverlust. Man kann immer ien bisschen zwischen weicherer Verbrennung und "schärfer" mit etwas mehr Leistung einstellen...Ohne Sorgfalt oder Meßwerkzeug/-Gerät wird das aber schwierig...
Viele Grüße Jens
stobi_de325 Beiträge · seit 200631. Jan. 2009 · #14
Ups, jetzt wird der Threat etwas off topic... Timing Belt und dgl. habe ich genaustens gecheckt. Es ist ein etwas heftigeres Problem:
Vor 2 Jahren war mein Turbo kaputt. Ärgerlich, aber nicht verwunderlich nach 160000 km. Turbo aus D mitgebraucht und einbauen lassen. Danach war die Zylinderkopfdichtung kaputt - OK, neuer Turbo, mehr Druck. Aber dann machte ich einen rekordverdächtigen Fehler, die Schrauberjungs in Mombasa machen einen kompetenten Eindruck, also ließ ich die Kopfdichtung wechseln, den Kopf planen, die Ventile neu einschleifen, die Kolbenringe und Lager erneuern (alles Teile aus D). Nach meiner Rückreise sollten die Jungs dann den Wagen nur noch auf den Stellplatz in Ukunda bringen, teilten mir aber telefonisch noch mit, daß sie auch die EInspritzpumpe überholt hätten. Die nächste Tour verlief dann erwartungsgemäß katastrophal: Öl leckte überall raus, überall abgerissene Schrauben und falsch angeschlossene Schläuche, Ventilator zusammengeschweißt (aua!!!), Thermostat fehlte, Werkzeug fehlte, ohne die erste Reparatur der Reparatur Verbrauch ca 20 Liter bei gefühlten 50 PS, usw...schrieb ich glaube ich schonmal. Genaugenommen können die Fehler also ÜBERALL sein, nicht nur die ESP.
Sorry an die Nichtinteressierten für diesen Ausflug in die afrikanische Werkstattwelt
Frank
Die Welt ist zu groß, um immer nur auf Straßen zu fahren
peter 08Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200809. Feb. 2009 · #15
Hallo,
nachdem ich wieder zurück bin, meine Erfahrung:
Wer einen geschmeidigen 6-Zylinder erwartet wird schnell enttäuscht sein. Der 4.2 ist ein Rauhbein, relativ schwach bei niedriger und ziemlich laut bei erhöhter Drehzahl. Technisch nicht auf Höhe der Zeit aber vermutlich unverwüstlich.
Der Motor hatte 30.000 runter, der Verbrauch lag zwischen 11 und 12 ltr. wobei wir uns immer unter 100 km/h bewegten.
Auf der Strasse wäre mir der HiLux lieber gewesen, auf der Pad liegt der Nissan klar besser.
Der Aufbau des Discoverers ist mit 2,3 to. übrigens nur ca. 100 kg schwerer als der Serien-Viertürer des Patrol. Wenn man hier noch die Dachzelte addiert, kommt man ungefähr auf das gleiche Leergewicht.