HShshThemenstarter78 Beiträge · seit 200908. Jan. 2009 · #1
Hallo ,
ich bin zum ersten Mal auf dieser Seite, Wir fahren im März für 3 Wochen zum ersten Mal nach Namibia. Wir werden ein 4x4 mieten und in B&B übernachten wie schon in SA zuvor.
Wie lange müssen wir im Kgalagadi NP bleiben ,um einen vernünftigen ersten Eindruck von diesem Park zu bekommen? geplant ist Anjunft in Twee Revieren 1 Übernachtung . anschließend 2 Übernachtungen im Nosop Camp, vieleicht 1 Übernachtung in Grootkolk, und zum Schluß 1 Übernachtung in Mata Mata.
Ist dies eine zu empfehlende Planung? Gibt es dazu noch Verbesserungsvorschläge?
Vielen Dank für eure Antworten.
c.porosus140 Beiträge · seit 200608. Jan. 2009 · #2
Hallo,
eine derartige Frage pauschal zu beantworten, ist nicht ganz so einfach. Hängt dies doch von vielen Faktoren ab. Ich denke aber, dass man sich schon 5Tage für diesen schönen Park gönnen sollte. Nun ergibt sich aber ein weiteres Problem. Erfahrungen haben gezeigt, dass es angebracht ist, die Unterkünfte voraus zu buchen. Nach meinen Bemühungen ist dies schon für den April sehr schwierig. Informiere Dich doch mal auf der Seite von Sanpark über freie Kapatzitäten.
5 Nächte im KTP sind sicherlich schon ganz schön. Als erstes solltest Du gleich die Unterkünfte buchen, denn diese sind schnell weg, wie auch Mathias schon schrieb. Auf der SanParks-Seite kannst Du genau abfragen, was wann frei ist. Z.B. Nossob-Camp im März ist zu einigen Terminen nichts mehr zu haben: Link zu SanParks - Nossob im März Wenn Ihr von Südafrika kommt und dann weiter nach Namibia wollt, macht die letzte Nacht Mata Mata Sinn. Nicht vergessen, den Ausreisestempel in Twee Revieren für Südafrika zu holen (kann auch gleich am Anfang sein). Ansonsten müsst Ihr deswegen von Mata Mata extra nach Twee Revieren zurück und das kostet Zeit.
Wenn Ihr Grootkolk einplant, würde ich auf alle Fälle die Nacht davor und danach in Nossob bleiben. Von Grootkolk bis Mata Mata ist es doch sehr weit. Ansonsten hat es uns auch in Urikaruus und Kieliekrankie gut gefallen.
HShshThemenstarter78 Beiträge · seit 200910. Jan. 2009 · #4
Hallo Ina,
vielen Dank für die gute Info. Habe mittlerweile die Unterkünfte gebucht. Habe aber nur Familienchalets bekommen. Aber egal das macht den Kohl auch nicht fett.
Ich freue mich schon sehr auf Namibia und bin seht gespannt wie es uns gefällt
Hallo, ich war 2001 im Oktober 3 Nächte da. Mit Golf. War v. TW nach Nossob und Mata. Alles gut und interessant. 3 Tage kann man auch in TW verbringen bei guten Komfort. Die Tierwelt ist reichlich. Viele Grüße
Reinhard728 Beiträge · seit 200604. Feb. 2009 · #6
Sich kurz zu fassen hat ja viele Vorteile - manchmal aber auch nicht, wenn's zuviel des Guten wird: Was ist TW? Gruß Reinhard
schade, dass du schon gebucht hast, denn ich hätte dir noch zwei Nächte in einem Wildernesscamp empfohlen, unser Favorit ist Gharagab. Ein Traum, vier Zelte um ein Wasserloch, 15 - 20 m vom Zelt weg, Löwen, Hyänen, ..... bei Frühstück kannst du von der Terasse auch zugucken. Nachts und auch tagsüber kommen sie auch schon mal ins Camp. Auch Grootkolk ist sehr sehr schön. Kiliekrankie und Kalahari Tented Camp waren nicht so nach unserem geschmack.
Vielleicht kannst du anrufen und upgraden, die Leute sind sehr sehr nett da. (Sparvorwahl 01097 koschtet die min ein paar Cent)
Ansonsten noch ein paar allgemeine Tips:
Es gibt nur in Twee Rivieren ATM und die Möglichkeit im Geschäft mit KK zu bezahlen.
Die Geschäfte sind basic, in allen drei Camps.
Holz, Fleisch, Alkohol, Süssigkeiten kannst du kaufen, der Rest ist Glückssache. Eiswürfel werdet ihr wahrscheinlich eher nicht brauchen, aber auch die sind manchmal Mangelware in Mata Mat und Nossob.
Eiscreme gibts in den beiden Camps nicht, denn sie haben Generatoren, die über Nacht ausgeschaltet werden. Das ist im April aber weiters nicht schlimm.
Im Sommer, November - Februar ist das was anderes, um 11 Uhr Nachts geht der Ventilator aus und es hat 30°... Blubbbb
Im Dezember 08 hatten wir bei Gharagab 49° am Nachmittag.
Was ihr mitnehmen solltet in Uppington ist vor allem Brot, Butter, Obst, Gemüse, Salat, Käse, Milch, Joghurt, Wasser in 5 l Kanistern, das Wasser im Kalagadi ist nicht gerade gut für Kaffee oder Tee, es ist sehr salzig. Wasser gibt es nur in 1,5 l Flaschen zu kaufen. Nach Namibia darf kein Holz mitgenommen werden ( Gott weiß warum ... ), aber es ist eh ziehmlich teuer in der Gegend.
Die Kühlschränke sind groß und gut, die Einrichtung ist auch ok, vor allem in den Familienchalets.
Was ihr als erstes machen solltet, wenn ihr eincheckt ist, nachzuschauen, was andere Besucher gesichtet haben und wo, dafür gibt es ein Visitors Book, bzw. es gibt zwei, eins extra für die Cheetas.
Und dann jeden Morgen wieder. Und natürlich mit den Eingeborenen sprich Südafrikanern reden.....
Es ist wirklich zu empfehlen, wenn man sich ein wenig für die Kalahari interessiert. Zu den Tieren: Es gibt keine Elephanten, keine Zebras, keine Büffel und nur 40 Giraffen.Die sind bei Mata Mata.
Aaaaaber es gibt Oryxe, Springböcke,Steenböcke,Gnus, Löwen, Cheetas, Leoparden, Bat Eared Foxes, Cape Foxes, Erdmännchen, Mongoose, Honey Badgers, Hyenas, (spotted und brown) unglaublich viele Vögel und Agamen.
Es gibt viele Schlangen, an manchen Tagen sahen wir bis zu 5 verschiedene, Speikobras, Cape Kobras, Puffottern, usw. Man sollte dies ein wenig im Hinterkopf behalten, wenn man unterwegs ist und irgendwo auf die Toilette geht es gibt ja auch ein paar Piknikstellen. Also nicht einfach ins Unterholz greifen oder ohne geschlossene knöchelhohe Schuhe ins Gebüsch.
In Mata Mata ist ein Löwenrudel oft morgens bei Sonnenaufgang am Wsserloch, und in die Gegend zwischen Auchterlonie und Craigh Lockhart sind oft Cheetas mit Cubs zu sehen.
Auch Marie se Draai ist ziehmlich löwensicher.
Viele der Namen gehen auf Siedler zurück, die dort ihre Farmen hatten, daher die teilweise komisch anmutenden, auch schottischen Namen.
In den beiden Straßen durch die Dünen kann man oft große Oryxherden beobachten und man findet dort auch die Tsamma-Melonen.
Grundsätzlich haben alle, mit denen ich gesprochen habe in der heißeren Jahreszeit morgens die meisten Tiersichtungen gehabt, also früh aufstehen und um 5:30 ( ne, ne keine Angst, im April erst um 7 )am Gate stehen. Auch die Ranger freuen sich, wenn man sie nach Sichtungen fragt. Oft halten sie dich an, um dir was zu zeigen, was du allleine nie entdeckt hättest.
Die Straßen sind sehr schlecht, übelstes Wellblech, so dass man langsam fahren sollte, 20 - 30 kmh. Aber ansonsten sieht man ja auch nix, wenn man mit 79 durchbrettert. Die Geschwindigkeit wird im Übrigen auch kontrolliert.
Der Kalagadi ist ein sehr ruhiger Park und durch die große Entfernung ( 300 km bis Uppington, übrigens inzwischen geteert!) und dem Übernachtungszwang gibt es wenig Day Visitors und keine Durchfahrer.
Auch das Tanken geht sehr geruhsam vor sich und wenn der vor dir noch eine Quittung will, kann ein Tankvorgang schon mal 25 Minuten dauern, also vorher Tanken oder abends nach "Feierabend".
Und auf keinen Fall vergessen die Immigration in Twee Rivieren zu erledigen und das Permit immer schön mitnehmen, wenn ihr rausfahrt.
Nun fällt mir nichts mehr ein und es ist 1 Uhr.
Viele Grüße aus dem sommerlichen Struisbaai,
BeeTee
Hier einer der Cheetas, die wir im Dezember auf der Straße nach Mata Mata sahen...
HShshThemenstarter78 Beiträge · seit 200905. Feb. 2009 · #9
Hallo Southerndreams,
vielen Dank für die ausführliche Info. Es hilft mir sehr viel weiter mich entsprechend vorzubereiten.
Gerne würde ich deinem Tip folgen, aber zu dem vorgesehenen Termin ist im Moment nur Bitterpan frei.
Da ich das erste Mal in Namibia bin bin ich auch nicht traurig. Es muß ja noch Steigerungsmöglichkeiten für das nächste Mal geben.
Hallo Hubertus, ich bin selbstverständlich davon ausgegangen, dass du dess Rechnens mächtig bist und vielleicht noch die eine oder andere Nacht daran hängst. und vielleicht in Südafrika noch mehr Parks besuchen möchtest....
Bei geschickter Planung kann man mit einer Wildcard zwei Urlaube in zwei darauffolgenden Jahren machen.
In der Nähe wären zumindest bei Kalagadi der Augrabies NP und der Namaqua NP, beides wunderschöne Parks der Namaqua auch außerhalb der Flower Season mit einigen schönen Offroad-Strecken.