Hallo Hubertus,
schade, dass du schon gebucht hast,
denn ich hätte dir noch zwei Nächte in einem Wildernesscamp empfohlen,
unser Favorit ist Gharagab. Ein Traum, vier Zelte um ein Wasserloch,
15 - 20 m vom Zelt weg, Löwen, Hyänen, ..... bei Frühstück kannst du von der
Terasse auch zugucken. Nachts und auch tagsüber kommen sie
auch schon mal ins Camp. Auch Grootkolk ist sehr sehr schön.
Kiliekrankie und Kalahari Tented Camp waren nicht so
nach unserem geschmack.
Vielleicht kannst du anrufen und upgraden,
die Leute sind sehr sehr nett da.
(Sparvorwahl 01097 koschtet die min ein paar Cent)
Ansonsten noch ein paar allgemeine Tips:
Es gibt nur in Twee Rivieren ATM und die Möglichkeit
im Geschäft mit KK zu bezahlen.
Die Geschäfte sind basic, in allen drei Camps.
Holz, Fleisch, Alkohol, Süssigkeiten kannst du kaufen,
der Rest ist Glückssache. Eiswürfel werdet ihr wahrscheinlich
eher nicht brauchen, aber auch die sind manchmal
Mangelware in Mata Mat und Nossob.
Eiscreme gibts in den beiden Camps nicht,
denn sie haben Generatoren, die über Nacht ausgeschaltet werden.
Das ist im April aber weiters nicht schlimm.
Im Sommer, November - Februar ist das was anderes,
um 11 Uhr Nachts geht der Ventilator aus und es hat 30°... Blubbbb
Im Dezember 08 hatten wir bei Gharagab 49° am Nachmittag.
Was ihr mitnehmen solltet in Uppington
ist vor allem Brot, Butter, Obst, Gemüse, Salat, Käse, Milch, Joghurt,
Wasser in 5 l Kanistern,
das Wasser im Kalagadi ist nicht gerade gut für Kaffee oder Tee,
es ist sehr salzig. Wasser gibt es nur in 1,5 l Flaschen zu kaufen.
Nach Namibia darf kein Holz mitgenommen werden
( Gott weiß warum ... ), aber es ist eh ziehmlich teuer
in der Gegend.
Die Kühlschränke sind groß und gut,
die Einrichtung ist auch ok,
vor allem in den Familienchalets.
Was auch sinnvoll wäre, ist eine Wildcard,
mit ihr könnt ihr ein Jahr lang in über 40 Parks in SA:
https://www.wildinafrica.com/endless/Wild?menuAction=ShowApplyOnlineHier habe ich eine Aufstellung,
welche Parks das alle sind:
http://www.southerndreams.de/html/kontakt___links.htmlWas ihr als erstes machen solltet,
wenn ihr eincheckt ist,
nachzuschauen, was andere Besucher gesichtet haben
und wo, dafür gibt es ein Visitors Book,
bzw. es gibt zwei, eins extra für die Cheetas.
Und dann jeden Morgen wieder. Und natürlich mit den Eingeborenen
sprich Südafrikanern reden.....
Die Map
http://www.sanparks.org/parks/kgalagadi/images/maps/full_parkmap08.jpgkönnt ihr für wenige R kaufen,
sie ist sehr hilfreich unterwegs. Es gibt auch noch eine
umfangreichere Broschüre und ein ganz tolles Buch,
http://www.amazon.com/Kalahari-Survival-Thirstland-Wilderness/dp/1868720195es ist
vor Ort zu kaufen für R 300,- also nicht mal 22,- €.
Nicht bei Amazon, da werden € 122,- verlangt...
Es ist wirklich zu empfehlen,
wenn man sich ein wenig für die Kalahari interessiert.
Zu den Tieren:Es gibt keine Elephanten, keine Zebras,
keine Büffel und nur 40 Giraffen.Die sind bei Mata Mata.
Aaaaaber es gibt Oryxe, Springböcke,Steenböcke,Gnus,
Löwen, Cheetas, Leoparden, Bat Eared Foxes, Cape Foxes,
Erdmännchen, Mongoose, Honey Badgers, Hyenas, (spotted und brown)
unglaublich viele Vögel und Agamen.
Es gibt viele Schlangen, an manchen Tagen sahen wir bis zu
5 verschiedene, Speikobras, Cape Kobras, Puffottern, usw.
Man sollte dies ein wenig im Hinterkopf behalten,
wenn man unterwegs ist und irgendwo auf die Toilette geht
es gibt ja auch ein paar Piknikstellen.
Also nicht einfach ins Unterholz greifen
oder ohne geschlossene knöchelhohe Schuhe ins Gebüsch.
In Mata Mata ist ein Löwenrudel oft morgens bei Sonnenaufgang
am Wsserloch, und in die Gegend zwischen Auchterlonie
und Craigh Lockhart sind oft Cheetas mit Cubs zu sehen.
Auch Marie se Draai ist ziehmlich löwensicher.
Viele der Namen gehen auf Siedler zurück,
die dort ihre Farmen hatten,
daher die teilweise komisch anmutenden,
auch schottischen Namen.
In den beiden Straßen durch die Dünen
kann man oft große Oryxherden beobachten
und man findet dort auch die Tsamma-Melonen.
Grundsätzlich haben alle, mit denen ich gesprochen habe
in der heißeren Jahreszeit morgens die meisten Tiersichtungen
gehabt, also früh aufstehen und um 5:30 ( ne, ne keine Angst,
im April erst um 7 )am Gate stehen. Auch die Ranger freuen sich,
wenn man sie nach Sichtungen fragt. Oft halten sie dich an,
um dir was zu zeigen, was du allleine nie entdeckt hättest.
Die Straßen sind sehr schlecht, übelstes Wellblech,
so dass man langsam fahren sollte, 20 - 30 kmh.
Aber ansonsten sieht man ja auch nix,
wenn man mit 79 durchbrettert.
Die Geschwindigkeit wird im Übrigen auch kontrolliert.
Der Kalagadi ist ein sehr ruhiger Park
und durch die große Entfernung
( 300 km bis Uppington, übrigens inzwischen geteert!)
und dem Übernachtungszwang gibt es wenig Day Visitors
und keine Durchfahrer.
Auch das Tanken geht sehr geruhsam vor sich
und wenn der vor dir noch eine Quittung will,
kann ein Tankvorgang schon mal 25 Minuten dauern,
also vorher Tanken oder abends nach "Feierabend".
Und auf keinen Fall vergessen
die Immigration in Twee Rivieren zu erledigen und
das Permit immer schön mitnehmen, wenn ihr rausfahrt.
Nun fällt mir nichts mehr ein und es ist 1 Uhr.
Viele Grüße aus dem sommerlichen Struisbaai,
BeeTee
Hier einer der Cheetas,
die wir im Dezember auf der Straße nach Mata Mata sahen...