Divorce Pass / Brandberg West

10 Antworten · 6'163 Aufrufe · gestartet 14. Dez. 2008 von Australienfan
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Themenstarter265 Beiträge · seit 200814. Dez. 2008 · #1
Ich checke gerade Alternativmöglichkeiten für die Strecke von Twyfelfontein zum Brandberg.

Nach meiner Landkarte gibt es eine Strecke für die 4x4 "empfohlen" wird, die von Twyfelfontein am Doros Crater vorbei geht, über den Divorce Pass führt, das Ugab-Flusstal durchquert und dann an der Westseite am Brandberg auf der D2342 entlang führt und in Uis endet. Die gesamte Strecke ist schätzungsweise 200 km lang.

Ist das an einem Tag zu schaffen? Wer hat den Divorce Pass schon einmal befahren und evtl. Bilder davon? Ich habe im Internet schon ein paar Fotos gesehen. Es heisst, dass eine kurze Strecke (der Pass) etwas anspruchsvoller zu fahren sei. Kann mir jemand verraten, wie lange diese "anspruchsvolle" Strecke ist? Sind das nur ein paar Hundert Meter oder zieht sich das über eine Weile?
Grosser Reisebericht meiner 1. Namibia-Tour mit vielen Fotos: http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/104170-ein-monat-durch-namibia-ausfuehrliches-feedback.html266-mit-rotel-9000-km-durch-das-suedliche-afrika.html
852 Beiträge · seit 200614. Dez. 2008 · #2
Hallo!

Kenne die Gegend, bin den Divorce Paß aber nur zu Fuß
gegangen. Ist schon sehr heftig, habe es mit unserem damaligen
Auto lieber nicht gemacht. (Normaler 4x4). Der Zustand kann je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich sein. Schwierig ist aber nur das Stück
vom Ugab zum Plateau. Mit Cooper- Reifen und höherem Fahrwerk dürfte der Paß spielend zu machen sein.
Es gibt auch noch andere Strecken dort, die sehr schön zu fahren sind. Wichtig ist, dass der Ugab kein Wasser führt, bzw. nicht mehr feucht ist.

Gruß Christian
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zuletzt bearbeitet 14. Dez. 2008
148 Beiträge · seit 200614. Dez. 2008 · #3
Hallo,

meinst du diese Strecke: Link Google-earth?
Über diese Strecke wurde hier Link schon mal geschrieben.
Das ist ein schwierige Strecke, spielend zu machen würde ich nicht gerade sagen, man muss sich und dem Fahrzeug schon was zutrauen, und bei einer Panne zu helfen wissen...

Ansonsten gilt dies was bei dem Link oben geschrieben wurde.

Torsten
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852 Beiträge · seit 200614. Dez. 2008 · #4
Hallo!

Habe jetzt erst in anderen Threads gelesen das Australienfan diese Tour in einem Camper fahren möchte.
Das halte ich für nicht möglich! Was die Versicherungsfrage angeht, ist hier im
Forum ja schon öfters gesagt worden, dass es keinerlei Deckung dafür gibt. Auch bei einem
Defekt des Fahrzeugs gehen die Bergungskosten zu Lasten des Mieters. Kosten für eine
Bergung können schon mal 3000€ betragen. Wer diese Strecken befährt sollte natürlich auch in der Lage sein Hilfe zu holen, also entweder zweites Fahrzeug oder ein SAT-Phone dabei haben.
Und ich sage nochmal der Divorce Paß war als ich dort war nicht oder nur mit Schwierigkeiten mit einem normalen 4x4 zu befahren. Wer zum ersten Mal nach Namibia fährt sollte solche Strecken nicht fahren, das ist was für Wiederholungstäter 😉

Christian
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zuletzt bearbeitet 14. Dez. 2008
1'455 Beiträge · seit 200614. Dez. 2008 · #5
Mit einem CAMPER???😳 🙄 🙄 🙄

Ich will ja nix sagen, aber wir sind die Strecke schon des öfteren gefahren. Letztes Mal haben wir uns eine Felge ordentlich verbeult (jaja, der lange Radstand beim 127er Landy). Die Pad von der alten Brandberg-West-Mine zum Ugab ist schon nicht gerade Fahrzeug- und Reifenschonend, aber das kurze fiese Stück nach der Ugabquerung...meistens feucht, wg. Quelle, ordentliche Steine (die halten echt was aus😊) und ordentlich steil. Das sollte man auf jeden Fall 4x4 haben und auch eine Untersetzung ist sehr angebracht.
Als nächstes kommt noch jemand mit der Idee, das mit einem Wohnmobil zu fahren.....

Versicherungsschutz bei Mietautos: Nicht vorhanden, da keine offizielle Straße...und die Bergung in dem Gelände wird nicht billig...

Grüßle
Jens
852 Beiträge · seit 200614. Dez. 2008 · #6
Hallo Jens!

Glaube Du meinst jetzt die Ugabquerung direkt am Campingplatz, oder?
Der Divorcepass liegt einige Kilometer Flussaufwärts.
Die Strecke umfährt den Doroskrater auf der Südseite. Von dort kann man in den Krater hineinwandern. Diese Strecke ist am Paß wesentlich anspruchsvoller.

Gruß Christian
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435 Beiträge · seit 200715. Dez. 2008 · #7
Wie gewünscht ein Bild vom Divorce Pass:
[bild: 83744]

Die schwierigen Passagen sind jeweils die Ein- und Ausfahrten aus dem Ugab.
Da sind schon mal bis 30cm große Stufen und sehr scharfkantige Steine im Weg.
Bitte nur mit 2. Ersatzrad fahren!Ist aber trotzdem nicht lustig Reifenwechsel bei 30° Steigung zu machen:
[bild: 83767]

GPS ist bei den vielen Fahrspuren sowieso Pflicht,insbesondere an der Brandberg West Mine. Schilder wie hier:
[bild: 83747]

gibt es sonst nicht.
Wir sind vom verbrannten Berg aus gestartet.
Empfehlenswert ist übrigens das Save the Rhino Ugab Camp.
Reisebericht Namibia/Botswana 2007
852 Beiträge · seit 200615. Dez. 2008 · #8
Hallo!

Lehrreiches Bild mit dem Reifenwechsel.

Die normalen Reifen haben keine seitliche Verstärkung und werden bei Kontakt mit scharfkantigen Steinen leicht aufgeschnitten.
Cooper Reifen sind da besser, gibt es aber nicht bei Mietwagen, soweit ich weiß.

Übrigens sind die Wege nach einem Regenfall
oftmals nicht wieder zuerkennen .

Christian
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Themenstarter265 Beiträge · seit 200815. Dez. 2008 · #9
Erstmal danke für die Einschätzung. Wir werden wohl den Divorce Pass nicht fahren, wenn der hier als dermassen schwierig hingestellt wird.

Wie gesagt in meiner Namibia-Strassenkarte (Reise Know-How Verlag) ist diese Strecke als normale Strasse eingezeichnet. Da steht nur "4x4 empfohlen", was ich als eine nicht so heftige Strecke gedeutet hätte. Da die Strecke in meiner normalen 1:1'200'000 Strassenkarte eingezeichnet ist, bin ich auch davon ausgegangen, dass es sich dabei um eine normale Strasse handelt, auf der der Versicherungsschutz (wir haben Vollkasko) vollumfänglich gilt.

Ja, wir haben einen Camper, laut Autovermieter ist es sogar ein kleines Wohnmobil. Allerdings basierend auf einem Nissan Patrol mit 4x4 und Untersetzungsgetriebe. ("Discoverer X")

Es gibt noch eine weitere Strasse, die von Twyfelfontein zum Brandberg führt. Die beginnt wie die andere Strecke (erst nach Süden), biegt dann aber in östlicher Richtung ab und endet in Sorris Sorris (ich meine nicht die 2612). Kennt jemand diese Strecke? Ist die auch so hart zu fahren? Ist das eventuell eine landschaftlich schönere Strecke als die 2612?

@Linksfahrer
Deinen kompletten Reisebericht (PDF) habe ich vor einigen Tagen gelesen. Da wurde ich zum ersten Mal stutzig was die Strecke angeht.
Grosser Reisebericht meiner 1. Namibia-Tour mit vielen Fotos: http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/104170-ein-monat-durch-namibia-ausfuehrliches-feedback.html266-mit-rotel-9000-km-durch-das-suedliche-afrika.html
852 Beiträge · seit 200615. Dez. 2008 · #10
Hallo!

Ich wusste gar nicht das der Weg als normale
Strasse im Reise Know How verzeichnet ist.
Gerade dieser Umstand ist ja dem holländischen Ehepaar 2003 zum Verhängnis geworden.
Auch Sie dachten es wäre eine normale Strecke, die sogar wie eine Abkürzung aussieht.
Man sollte die Verfasser darüber informieren.
Die Holländer waren auf Ihrer zweiten Reise.
Sie haben sich in dem unübersichtlichen Gebiet verfahren. Nach 12 Tagen ist der Mann
gestorben, sie wurde im letzten Moment gerettet.

Christian
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435 Beiträge · seit 200716. Dez. 2008 · #11
Die in der Karte von Reise-Know-How(Forum) grau eingezeichneten Straßen sind sehr problematisch, insbesondere wenn sie keine Nummer haben.
Ohne Nummer gleich offroad und auch kein Versicherungsschutz.
Die Straße von Sorris Sorris nach Tweifelfontain kenne ich zwar nicht, ich würde aber davon ausgehen, das ihr die mit einem Camper, auch ala X-Trail, nicht fahren könnt.
Landschaftlich schön ist die Gegend so oder so. Mit dem X-Trail könnt ihr eventuell bis zum Save the Rhino Camp fahren. Das ist schon sehr schön.
Dann einfach um den Brandberg rum. Bleibt lieber auf der C35 und dann die 2612.
Wenn ihr doch Mut habt etwas Offroad zu fahren, dann durch den Messum Krater. Die Fahrspuren sind dort nicht so schwierig und die Stecke durchaus für einen X-Trail geeignet.
Für mehr Einsamkeit seht euch den Namib-Naukluft-Park an und fahrt bis Homeb. Auch Mirabib ist toll.
Reisebericht Namibia/Botswana 2007